Kultur

„Summer Wine“ zum Abschied.

Mittwoch, den 13. Mai 2015 um 21:53 Uhr

Reichenbach. „Macht Eure Hörgeräte aus!“, forderte Frontmann von The LADS, Alfred Hogen,

beim Abschiedskonzert der „Beatband“ im vollbesetzten SSV-Heim am Felsenmeer. „Sind wir zu laut, seid Ihr zu alt!“, kalauerte Hogen weiter. Abschied genommen hätten sie schon einmal, meinte Hogen weiter und erinnerte an den ersten Auftritt in Reichenbach im November 1966, den damals schon Walter Koepff im BA angekündigt hatte. Ihre erste Karriere hatten die Musiker Herbert Weyhrauch, Helmut Weigert, Alfred Hogen, Rainer Schminke und Georg Degenhardt von 1966 bis 1968.

2011 taten sich die alten Recken auf Anregung von Koepff wieder zusammen, um zur 1000-Jahr-Feier in Reichenbach bei einem Festkommers fünf Lieder zu spielen.

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Gleiche Themen unterschiedlich interpretiert

Mittwoch, den 13. Mai 2015 um 21:47 Uhr

Winterkasten. Immer wiederkehrende Themen werden in der Folk-Musik aufgegriffen und oft an realen Schicksalen dargestellt. So geht es meist um Arbeitslosigkeit, Armut, Hunger, Verfolgung, Widerstand, Auswanderung, tragische Liebe und Alkohol überwiegend in Form von Whisk(e)y.

Da stehen sich die Songs aus Irland, Schottland oder England in nichts nach, die „Tullamor Two“ und „Molly Alone“ zum Abschluss der Wintersaison der Serie „Folk in de Werdschaft“ des Odenwälder Kleinkunstvereins „Doguggschde“ im vollbesetzten Saal des Raupensteins in Winterkasten vorstellten.

Das Duos „Tullamore Two“ sind Carmen Schmidt und Rudi Roth, das mit dezenten Folksongs den ersten Teil des Programms servierten.

Laustärker setzten sich anschließend die Brüder Robert und Andreas Hoffmann als „Molly Alone“ in Szene. Als Zugabe überraschten die beiden Duos des Abends mit zwei Liedern als Quartett, bevor Rudi Roth verkündete, dass die Reihe „Folk in de Werdschaft“ am 7. November fortgesetzt werde. koe/foto:koe

 

Garden of Delight: Celtic Folk Festival im Juli

Dienstag, den 28. April 2015 um 19:22 Uhr

Ein eigenes Open Air mit Garden of Delight ist der langjährige Wunschtraum von Bandleader Michael M. Jung aus Lautertal.

"Als mich im Januar 2014 Jugendpfleger Peter Schuster, der ebenfalls gern selbst Musik macht, ansprach, brachte ich einige tatkräftige Organisatoren an einen Tisch, und der Stein kam ins Rollen. Inzwischen hat das Team ein großartiges Festival (11. & 12. Juli 2015) auf die Beine gestellt. Zunächst sollte es eintägig bleiben, aber es gab soviele Ideen wie Bands aus Schottland, Irland, Odenwald Pipes and Drums und Rahmenprogramm mit Whiskey-Tasting, Spielen und Shows, Highland Games... - eine Ausweitung auf zwei Tage wurde bald unumgänglich. Daß ein solches Festival von überregionalem Interesse ist und sich auch touristisch positiv auswirkt, zeigt die Tatsache daß inzwischen die Gästezimmer ringsum für dieses Wochenende ausgebucht sind. „Die Folkfans kommen aus der Schweiz, aus Frankreich, aus England und aus allen Ecken des Kontinents,“ so Jung.

Inzwischen vermittelte der Durchblick sogar Zeltplätze auf dem Campingplatz Odenwald-Idyll im Fischbachtal, da die angebotenen Zeltplätze am Veranstaltungsort ausgebucht sind. Garden Of Delight ist die bekannteste Folk/Rockband Deutschlands mit über 2000 Konzerten in den letzten 16 Jahren. Bandleader Jung ist zugleich Komponist, Produzent und Veranstalter der beiden erfolgreichsten keltischen Rockmusicals und hat die Kontakte und musikalische und fachliche Kompetenz, um ein wirklich tolles Open Air zu organisieren.

Mit dem Felsenmeer fand er dafür einen passenden, fast schon magischen Ort. Das komplette Programm ist unter www.felsenmeer-festival.de zu finden. Tickets für das Celtic Folk Festival gibt es in Reichenbach bei Frisörsalon Mink, im FIZ, im Rathaus und beim Papiertiger, bei Edeka Jakobi in Lautern, in Gadernheim bei Schreibwaren Fritz Bauer und beim B-Punkt. (Marieta Hiller)

 

Gegen das Vergessen: Skulpturen der Reichenbacher Bildhauerin Eva Gesine Wegner

Mittwoch, den 03. Dezember 2014 um 20:11 Uhr

Ihre Begleitsteine habe ich schon im letzten Heft vorgestellt. Heute geht es um die soziale Seite der Kunst, die der Reichenbacher Bildhauerin Eva Gesine Wegner sehr wichtig ist. In Gelnhausen schuf sie das erste Ehrenmal für als Hexen umgekommene Frauen. Als Hexen hingerichtet wurden im späten 16. Jahrhundert viele Frauen, so auch die Pfarrersfrau Elisabeth Strupp. Die Skulptur „Die Rufende“ von Eva-Gesine Wegner ist das erste Ehrenmal für diese Frauen, 1986 gesetzt. Wenn man bedenkt, daß Galileo Galilei („eppur sie muove, und sie bewegt sich doch!“) im Jahr 1992 von der katholischen Kirche rehabilitiert wurde, als man sich der Erkenntnis einfach nicht mehr verweigern konnte, daß sich die Erde um die Sonne dreht und nicht umgekehrt, so scheint 1986 ein guter Zeitpunkt. Endlich wird den unzähligen Frauen Aufmerksamkeit gewidmet, die als Hexen gehenkt, geköpft, ertränkt und verbrannt wurden. Gelnhäuser Frauen der heutigen Zeit ließen für die Skulptur ihr Gesicht in einer Gipsmaske abnehmen und in die Skulptur einarbeiten. Aber nur eine von ihnen war einverstanden, daß ihr Gesicht in der Skulptur wirklich erkennbar bleibt.

Auch mit sogenannten „Angst-Räumen“ befaßte sich Eva Gesine Wegner. Jeder kennt dunkle Ecken und Winkel, die man meidet. Buswartehäuschen wurden aus diesem Grund vor einigen Jahren durchsichtig - vorher waren es finstere Holzkästen mit nicht einsehbaren Ecken: ein Angstraum eben. In Frankfurt schuf Wegner auf einem Platz, der als Angstraum empfunden wurde, inmitten der vorbeikommenden Menschen eine Skulptur.

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Der Durchblick-Buchtipp: „Arm aber Bio"

Donnerstag, den 31. März 2011 um 20:54 Uhr

Arm aber bio TitelDer Beweis: Bio-Ernährung ist nicht teurer als konventionelle!


Die Kochbuchautorin Rosa Wolff ißt gern und gut. Da passierte ihr eines Tages das, was jedem von uns jederzeit auch passieren kann: ihr Einkommen war plötzlich nicht mehr gesichert und sie hatte monatlich für Lebensmitteleinkäufe nicht mehr als Hartz-IV-Empfänger zur Verfügung, nämlich sage und schreibe 132,71 Euro.*

Zugleich setzte sie sich selbst die Aufgabe, sich einen Monat lang mit 132,71 Euro ausschließlich von Bioprodukten zu ernähren. Nun muß man bedenken, daß sie mitten in München lebt und in wenigen Fußminuten mehrere große Bioläden erreichen kann, was bei uns auf dem Land ohne Auto oder wenigstens Mitfahrgelegenheit unmöglich ist. Und sie verbrachte einen Großteil ihrer Zeit mit Einkaufen und Zubereiten der Mahlzeiten.

 

 

 

 

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Der Nibelungensalat: eine etwas andere Betrachtung der Sache...

Freitag, den 28. August 2009 um 21:37 Uhr

Nibelungenslalat; der Buchtitel Der Nibelungensalat ist eine gelungene Parodie auf alles was an Theorie und Nachforschungen zur Geschichte der Burgunder und Siegfried vorhanden ist. Der Salat besteht aus einer interessanten Mischung von Nibelungenlied, Thidreksage, Sage vom hürnen Seyfried, und historischen Überlieferungen, die mit Humor, Fantasie und einer Portion gelungener Eigenwilligkeit des Autors gewürzt wird.

So wird alles bunt durcheinander gemischt und es entsteht eine völlig neue Interpretation, die nicht wirklich ernst zu nehmen ist, aber einen leckeren Abendschmaus für jeden Nibelungeninteres-sierten bietet, der zum Nibelungensalat als Gaumenschmeichler gerne noch ein Gläschen Burgunder (am Besten den Späten von der Bergstraße) dazu genießt.

Erhältlich ist der “Nibelungensalat” in Lautertaler Geschäften, in Brandau in der Postagentur Peter oder direkt beim Verlag. (U Reiser)