Unsere Gemeinde

Lärmfeuer: nicht nur touristisches Brauchtum

Samstag, den 12. Januar 2019 um 21:06 Uhr

Heimatforscher, ja selbst Gelehrte - wie Dr. Rolf Reutter aus Darmstadt in den aktuellen Geschichtsblättern des Kreises Bergstraße formuliert - auch sie können sich irren. In seinem Beitrag zu einer Spielmanns-Ermordung 1726 schreibt Reutter eingangs, daß dieselben gerne auffällige Natur-Objekte in graue Vorzeiten verlegen, wohl um ihnen mehr spektakuläres Gewicht zu verleihen. „Ebenso wird erst vor einigen Jahren kreiertes oder erneuertes Brauchtum als alt oder gar als römisch deklariert, wie es mit dem ‚Lärmfeuer‘ geschieht, dessen erstes im Jahr 2009 auf der Raidelbacher Höhe von dem dort ansässigen Kleinkunstverein Do-Guggschde e.V. entzündet wurde.“ Als Quelle gibt er die Kartoffelsupp vom März 2018 an.

Hierzu sind einige Anmerkungen erforderlich: richtig ist, daß DoGuggschde die Lärmfeuer wiederbelebt hat, gemeinsam mit der Bürgerstiftung Lautertal. Und dies auch tatsächlich zu dem Hauptzweck, in die Vorsaison ein bißchen touristischen Aufschwung zu bringen. Gedacht war die Aktion als Anregung für die Odenwälder Gastronomie, sich zu beteiligen mit einem Feuermenu, mit besonderen Lärmfeuerwochenendpauschalen. Kaum ein Gastronom hat diese Möglichkeit ergriffen. Dagegen waren die Feuerwehren an vielen Orten im Odenwald sofort dabei, ferner Geschichtsvereine, Brauchtumsvereine, Gemeinden. Und tatsächlich wurden die Lärmfeuer vielfach zu einem Anziehungspunkt, der aus dem gesellschaftlichen Leben nicht mehr wegzudenken ist.

Weiterlesen: Lärmfeuer: nicht nur touristisches Brauchtum

 

Friedhof ohne Schattenspender

Mittwoch, den 19. April 2017 um 19:28 Uhr

Im Gegensatz zum neuen Teil des Reichenbacher Friedhofes, der durch seine Bepflanzung zu einer schattenreichen Parkanlage wurde, sind auf dem alten Teil fast alle Bäume beseitigt worden, so dass sich dieser Bereich jetzt recht kahl und trostlos präsentiert. Es ist zu hoffen, dass im Zuge der momentanen Umgestaltung dieser Anlage auch eine entsprechende Bepflanzung vorgesehen ist. koe/Foto: koe

   

Sommer in Reichenbach

Freitag, den 21. August 2015 um 22:02 Uhr

Sommer in RFeichenbach,

Sommer in Reichenbach. Auch wenn das Fachwerkensemble von altem Rathaus und “Traube“ auf der Postkarte heute noch erhalten sind, so hat sich der Reichenbacher Marktplatz doch erheblich verändert. Vom einstigen Dorfmittelpunkt ist er zu einem großflächigen Verkehrsknotenpunkt von Nibelungenstraße und Beedenkirchener Straße geworden. Dazu musste der alte Dorfbrunnen weichen und die Lauter in den Untergrund verschwinden. Damals war genug Platz, um an der Kerb die „Reitschul“ aufzubauen samt Schiffschaukel, Schießstand und Süßwaren-Bude. Heute würde man sicher nach anderen Lösungen zur Gestaltung des Ortskernes suchen. koe/Repro: koe

   

Ein Mühlendorf im Wandel zum Industriestandort

Freitag, den 21. August 2015 um 21:32 Uhr

 

Lautern in früheren Zeiten: Fotoausstellung am 3. Oktober

Am 3. Oktober treffen sich Liebhaber alter Fotos von Häusern, Menschen und der Landschaft um Lautern - liebgewordene Ansichten, die es vielleicht so in der Realität gar nicht mehr gibt. Der Gesangverein Sängerlust Lautern möchte solche Ortsansichten und Portraits gerne zeigen. Wer Fotos hat und sie präsentieren möchte, wird gebeten sich mit Edith Götz, Telefon 06254-2648 (ab 18 Uhr), in Verbindung zu setzen. Die Ausstellung unter Organisation des Gesangvereins Sängerlust ist am Samstag 3. Oktober von 14 bis 16 Uhr in der Festhalle Lautern zu sehen. Es besteht die Möglichkeit zu einem zwanglosen Gespräch über die ausgestellten Fotos und ihre Inhalte. Interessenten sind herzlich eingeladen.

Das Dorf Lautern mit derzeit etwa 750 Einwohnern hat seinen Namen vom Bach Lauter, der von der Neunkirchner Höhe nach Westen durch das bei Schönberg sehr enge Tal ins Ried fließt. Ab Bensheim heißt die Lauter Winkelbach und mündet in die Weschnitz. Einstmals zeichnete sich das Bächlein durch sein lauteres Wasser (Bedeutung lauter = rein, germanischer Ursprung, später lutter und lutra) aus.

Weiterlesen: Ein Mühlendorf im Wandel zum Industriestandort

   

Schützende Hände im Lautertal

Samstag, den 29. März 2008 um 22:26 Uhr

Schützende Hände: jetzt auch im Lautertal an vielen Stellen

Nachdem 2006 die Aktion  Schützende Hände in Bensheim sehr erfolgreich eingeführt wurde, regte der Lautertaler Jugendpfleger Peter Schuster dies auch hier an. Mit dieser Initiative werden in fast allen Ortsteilen Anlaufstellen für Kinder geschaffen, die sich in Not befinden oder Hilfe benötigen. Durch gut sichtbare Aufkleber sind diese Anlaufstellen erkennbar. Es ist wichtig, Kindern zuzutrauen, daß sie Wege allein zurücklegen. So wird das Selbstvertrauen gestärkt, die Kinder lernen eigenverantwortliches Handeln. Um Eltern trotzdem Sicherheit zu bieten, gibt es die Initiative.

Weiterlesen: Schützende Hände im Lautertal