Unsere Gemeinde

Wie die Riesensäule einst beinahe nach Leipzig gekommen wäre...

Samstag, den 06. Januar 2018 um 19:58 Uhr

Wie wenig man noch vor 200 Jahren über die Römer im Odenwald und ihre Hinterlassenschaften wußte, zeigt sich darin, daß manch ein Zeitgenosse der Völkerschlacht bei Leipzig die Riesensäule aus dem Felsenmeer für nicht wert erachtete, dort als Denkmal für die 80.000 bis 120.000 Toten der bis dato größten Schlacht aller Zeiten aufgerichtet zu werden. Um 1814 war nicht klar, daß die Säule tatsächlich von den Römern vor mehr als eineinhalb Jahrtausenden erarbeitet worden war. Und so war sie ja „nur“ ein Werkstück unter vielen anderen, während man für das Völkerschlachtdenkmal etwas ganz Besonderes brauchte. Nicht daß ein solches Denkmal - so prächtig es auch sei - jemals künftige Generationen vom Kriegführen abgehalten hätte...

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Es klappert die Mühle am rauschenden Bach...

Samstag, den 06. Januar 2018 um 19:37 Uhr

vom Getreidereiben zum Maschinenbau

Früher gab es im Odenwald eine Vielzahl an Mühlen, zu denen die Bauern ihr Korn zum Mahlen trugen. Heute belächelt man noch bestehende Kleinmühlen gern als 'alternativ', doch zu ihrer Zeit arbeiteten sie durchaus effektiv und es erforderte klare gesetzliche Regelungen in bezug auf Wasserrechte und ordentliches Maßhalten. Denn in der Mühle ging es nicht mit rechten Dingen zu, so berichten alte Schauermärchen. Neid und Mißtrauen dem Müller gegenüber herrschten unter den Bauern, man unterstellte der Müllersfamilie Zauberei und Hexerei, weil in der Mühle - so der Volksglaube - ein Mehrwert (die Abgabe fürs Mahlen) geschaffen wurde ohne eigenen Schweiß. Weitverbreitet war dagegen auch die Vorstellung, daß in einer gutgeführten Mühle die Heinzelmännchen zugange waren. Der Neid zeigt, daß es dem Müller meist gutging. Die Müllersfamilie fand ihr Auskommen durch das Molter: das ist das Maß für den Mehlanteil, den der Müller selbst behalten durfte, ein Sechzehntel des angelieferten Mahlgutes.

Nicht zu verwechseln mit dem Malter, einem Hohlmaß für Schüttgut, in dem Getreide gemessen wurde. Das betrug in Mainz 104,63 Liter, in Worms 111,60 und in Aschaffenburg 139,52 Liter.

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Friedhof ohne Schattenspender

Mittwoch, den 19. April 2017 um 19:28 Uhr

Im Gegensatz zum neuen Teil des Reichenbacher Friedhofes, der durch seine Bepflanzung zu einer schattenreichen Parkanlage wurde, sind auf dem alten Teil fast alle Bäume beseitigt worden, so dass sich dieser Bereich jetzt recht kahl und trostlos präsentiert. Es ist zu hoffen, dass im Zuge der momentanen Umgestaltung dieser Anlage auch eine entsprechende Bepflanzung vorgesehen ist. koe/Foto: koe

   

Sommer in Reichenbach

Freitag, den 21. August 2015 um 22:02 Uhr

Sommer in RFeichenbach,

Sommer in Reichenbach. Auch wenn das Fachwerkensemble von altem Rathaus und “Traube“ auf der Postkarte heute noch erhalten sind, so hat sich der Reichenbacher Marktplatz doch erheblich verändert. Vom einstigen Dorfmittelpunkt ist er zu einem großflächigen Verkehrsknotenpunkt von Nibelungenstraße und Beedenkirchener Straße geworden. Dazu musste der alte Dorfbrunnen weichen und die Lauter in den Untergrund verschwinden. Damals war genug Platz, um an der Kerb die „Reitschul“ aufzubauen samt Schiffschaukel, Schießstand und Süßwaren-Bude. Heute würde man sicher nach anderen Lösungen zur Gestaltung des Ortskernes suchen. koe/Repro: koe

   

Ein Mühlendorf im Wandel zum Industriestandort

Freitag, den 21. August 2015 um 21:32 Uhr

 

Lautern in früheren Zeiten: Fotoausstellung am 3. Oktober

Am 3. Oktober treffen sich Liebhaber alter Fotos von Häusern, Menschen und der Landschaft um Lautern - liebgewordene Ansichten, die es vielleicht so in der Realität gar nicht mehr gibt. Der Gesangverein Sängerlust Lautern möchte solche Ortsansichten und Portraits gerne zeigen. Wer Fotos hat und sie präsentieren möchte, wird gebeten sich mit Edith Götz, Telefon 06254-2648 (ab 18 Uhr), in Verbindung zu setzen. Die Ausstellung unter Organisation des Gesangvereins Sängerlust ist am Samstag 3. Oktober von 14 bis 16 Uhr in der Festhalle Lautern zu sehen. Es besteht die Möglichkeit zu einem zwanglosen Gespräch über die ausgestellten Fotos und ihre Inhalte. Interessenten sind herzlich eingeladen.

Das Dorf Lautern mit derzeit etwa 750 Einwohnern hat seinen Namen vom Bach Lauter, der von der Neunkirchner Höhe nach Westen durch das bei Schönberg sehr enge Tal ins Ried fließt. Ab Bensheim heißt die Lauter Winkelbach und mündet in die Weschnitz. Einstmals zeichnete sich das Bächlein durch sein lauteres Wasser (Bedeutung lauter = rein, germanischer Ursprung, später lutter und lutra) aus.

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Schützende Hände im Lautertal

Samstag, den 29. März 2008 um 22:26 Uhr

Schützende Hände: jetzt auch im Lautertal an vielen Stellen

Nachdem 2006 die Aktion  Schützende Hände in Bensheim sehr erfolgreich eingeführt wurde, regte der Lautertaler Jugendpfleger Peter Schuster dies auch hier an. Mit dieser Initiative werden in fast allen Ortsteilen Anlaufstellen für Kinder geschaffen, die sich in Not befinden oder Hilfe benötigen. Durch gut sichtbare Aufkleber sind diese Anlaufstellen erkennbar. Es ist wichtig, Kindern zuzutrauen, daß sie Wege allein zurücklegen. So wird das Selbstvertrauen gestärkt, die Kinder lernen eigenverantwortliches Handeln. Um Eltern trotzdem Sicherheit zu bieten, gibt es die Initiative.

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