Dringend: Arbeiten in Lautertal funktioniert nur mit Zimmer oder Wohnung vor Ort
Gemeinde Lautertal fungiert als Mieter

Seit ab August 2015 Geflüchtete aus Syrien, später auch dem Irak und aus Eritrea in Lautertal ankamen, war die Sammelunterkunft in Lautern (ehemalige Weißmühle) stets gut belegt und für Jahre die einzige Wohnmöglichkeit. Viele sind schon lange in andere Orte gezogen, wo sie Arbeit fanden und glücklicherweise auch bezahlbaren Wohnraum. Zahlreiche Männer leben jedoch noch immer in der Sammelunterkunft und finden keine Wohnung, obwohl sie schon lange selbst für sich sorgen und gute Arbeitsplätze haben. Ihre Arbeitgeber sind durchweg sehr zufrieden, und so konnte es mit ihrer und der Belegschaft Hilfe gelingen, für wenige ein Zimmer oder eine Wohnung in der Nähe des Arbeitsplatzes zu finden. Jetzt allerdings soll die Sammelunterkunft zum Jahresende geschlossen werden und die Bewohner auf andere Unterkünfte im Kreis Bergstraße verteilt werden. Für einige der Bewohner wird es dadurch unmöglich, morgens pünktlich an ihrem Arbeitsplatz zu erscheinen, da frühmorgens der erste Bus erst kurz vor 6.00 Uhr in Lautertal ankommt, was für den Arbeitsbeginn um 6.00 Uhr nicht reicht.
Hinzu kommt, daß diese Geflüchteten sich inzwischen gut im Lautertal eingelebt haben, sich in Vereinen engagieren und Freunde gefunden haben.

Daher ist es jetzt sehr wichtig, für diese zuverlässigen und gut integrierten Männer Zimmer oder Wohnung vor Ort zu finden. Wer hier helfen möchte oder selbst etwas anzubieten hat, kann sich gerne an die Gemeinde wenden, die als Mieter fungiert: Ansprechpartnerin ist Aster Walter, Telefon 06254-30744,  01634791563, Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Netzwerk Vielfalt Lautertal, Marieta Hiller

Die Interkulturellen Wochen sind alljährlich ein fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Doch wie in vielen anderen Bereichen hat auch hier die Corona-Pandemie bei den Planungen Spuren hinterlassen.

In den vergangenen Wochen und Monaten war nicht absehbar, wann wieder Veranstaltungen mit Begegnungen vieler Menschen stattfinden können. „Es ist uns gelungen, unsere Tradition fortzuführen und den Menschen in der Region im September und Oktober ein Programm anzubieten“, freut sich Sozial- und Jugenddezernentin des Landkreises Darmstadt-Dieburg, Rosemarie Lück. „Die Interkulturellen Wochen leben von Begegnungen. Schön, dass wir diese auch unter den veränderten Bedingungen ermöglichen können. Das Programm ist zwar überschaubarer als in den vergangenen Jahren, aber nicht minder abwechslungsreich!“

Die Veranstaltungen sind gebündelt auf der Internetseite des Landkreises unter www.ladadi.de/interkulturellewochen zu finden. „Um bei der Gestaltung und Planung flexibel zu bleiben, haben wir diesmal auf einen gedruckten Programmflyer verzichtet“, erklärt Lück.

Alle Termine stehen aufgrund der Corona-Pandemie unter Vorbehalt und können sich jederzeit ändern. Die Veranstalter sind verantwortlich für das Stattfinden, den Ablauf und die Inhalte ihrer Veranstaltung.

Wie an vielen Stellen, hat auch hier die Anpassung des Formats etwas Gutes: Wer jetzt noch eine Veranstaltung für den September oder Oktober plant und damit im Programm der Interkulturellen Wochen erscheinen möchte, kann sich jederzeit an das Büro für Migration und Inklusion des Landkreises Darmstadt-Dieburg wenden. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Viele Pflegebedürftige benötigen während der Corona- Pandemie mehr Unterstützung bei Alltagsangelegenheiten. Deshalb bieten die Pflegekassen bis zum Jahresende ein erweitertes Leistungsspektrum an. So können jetzt auch ehrenamtliche Nachbarschaftshelferinnen und -helfer sogenannte Dienstleistungen bis zur Haustür bei den Pflegekassen abrechen. Dazu gehören zum Beispiel Tätigkeiten wie
- Einkaufen, Botengänge
- Organisation von Behördenangelegenheiten
- Holen und Bringen der Wäsche von und zur Reinigung
- Begleiten zu Arztbesuchen
Diese Dienstleistungen können sowohl von bereits anerkannten Anbieterinnen und Anbietern (die bislang auf Tätigkeiten im Haushalt begrenzt waren) und jetzt auch von ehrenamtlichen Nachbarschaftshelferinnen und – helfern erbracht werden. Sie können dann mit den Pflegekassen bis zu einer Höhe von 125 Euro monatlich abgerechnet werden. Für die Nachbarschaftshilfe ist kein formales Anerkennungsverfahren erforderlich. Es genügt die Vorlage aussagekräftiger Abrechnungen bei der Pflegekasse.
Zu beachten ist jedoch, dass die Leistungserbringer nicht mit den pflegebedürftigen Personen verwandt oder verschwägert sind. Auch dürfen sie nicht gemeinsam in einem Haushalt leben. Die Angebote sind automatisch anerkannt, wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind.
Selbstverständlich müssen Anbieterinnen und Anbieter von Dienstleistungen bis zur Haustür geeignete Hygienemaßnahmen auf Grundlage der Empfehlung des Robert Koch-Instituts (RKI) sicherstellen, um Schutz vor Infektionen zu gewähren. „Speziell in der Pandemie ist es wichtig, dass wir ansprechbar bleiben und niemanden aus dem Blick verlieren“, sagt die LaDaDi Sozial- und Jugenddezernentin Rosemarie Lück. „Bei der Nachbarschaftshilfe und allen weiteren Fragen rund um die Themen Pflege und Versorgung steht das Team des Pflegestützpunkts den Menschen im LaDaDi mit Rat und Tat zur Seite.“
Individuelle Terminvereinbarungen zur Beratung sind an allen Tagen von Montag bis Freitag möglich. Aktuell bietet der Pflegestützpunkt keine offenen Sprechstunden.

Kontakt Pflegestützpunkt: Telefon: 06151 / 881 5080 Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Informationen zum Thema Nachbarschaftshilfen finden Sie auch unter: https://www.pflege-in-hessen.de/formen-der-pflege/pflege-zuhause/unterstuetzungsleistungen-im-alltag/ (ladadi)

Darmstadt-Dieburg – Nach dem Brand des Flüchtlingslagers auf Moria haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und Innenminister Horst Seehofer darauf verständigt, weitere 1500 Migranten von den griechischen Inseln in Deutschland aufzunehmen. Hierbei handelt es sich um Familien mit Kindern, die bereits als schutzbedürftig anerkannt wurden.

„Die Menschlichkeit gebietet es, Geflüchtete aus Moria aufzunehmen“, sagt LaDaDi Jugend- und Sozialdezernentin Rosemarie Lück. „Ich wünsche mir auch eine europäische Lösung, aber wir können nicht mehr warten und zusehen.“ Auch Kreistagsvorsitzende Dagmar Wucherpfennig erinnerte in der Sitzung des Parlaments am Montag an den Beschluss des Kreistages von Ende 2019. Der Kreistag des Landkreises Darmstadt-Dieburg erklärte sich damals zum sicheren Hafen und trat dem Bündnis der Seebrücke bei. Jetzt bekräftigt der Landkreis sein Versprechen, Flüchtlinge über die festgeschriebene Verteilungsquote Asylsuchender hinaus aufzunehmen.

Seit 2015 erreichten den Landkreis Darmstadt-Dieburg 5063 Asylsuchende aus mehr als 15 verschiedenen Ländern. Unterbringung und Integration ist in enger Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden gut gelungen. Viele konnten mittlerweile eine Erwerbsarbeit aufnehmen. Außerdem erklärte sich der LaDaDi bereit, unbegleitete, minderjährige Ausländer (UMAs) aufzunehmen, die gemeinsam mit den Trägern der Jugendhilfe beraten und unterstützt werden.

In Deutschland listet die Seebrücke insgesamt 174 sichere Häfen und kämpft für die Selbstbestimmung der Kommunen bei der Aufnahme zusätzlicher geflüchteter Menschen. Sichere Häfen fordern im Namen ihrer Bürgerinnen und Bürger die Entkriminalisierung der Seenotrettung und neue staatliche Rettungsmissionen. Sie heißen Geflüchtete in ihrer Mitte willkommen – und sind bereit, mehr Menschen aufzunehmen, als sie müssten. Weitere Informationen zur Seebrücke auf https://seebruecke.org/safe-havens/darmstadt-dieburg-kreis/

(ladadi)

Die Pfadfindergruppe der LKG trifft sich wieder in kleinen Gruppen, max 10 Personen per Anmeldung dienstags und Mittwochs.

Manuel Schnee
Friedhofstr. 27
64686 Lautertal
Tel.: 06254943704
Handy:015156961441
www.lkg-lautertal.de

Millionenfache Chancen

Bensheim. Neugierig wandern Nakisindes Blicke durch das Krankenzimmer im Mengo Hospital in Ugandas Hauptstadt Kampala. Ihre Hände greifen nach der kleinen Spielzeug-Giraffe, die Gemeindehelfer Simon Mugerwa ihr hinhält. Für das dreijährige Mädchen ein lebensverändernder Augenblick: Es kann nach der erfolgreichen Operation am Grauen Star sehen! Und auch für die Christoffel-Blindenmission (CBM) ist der Moment historisch. Der Eingriff bei Nakisinde war die 15-millionste von der CBM geförderte Graue-Star-OP. „15 Millionen Operationen heißen auch 15 Millionen Mal ein besseres Leben“, erklärt CBM-Vorstand Dr. Rainer Brockhaus die besondere Bedeutung des Jubiläums. „Mein spezieller Dank gilt unseren Spenderinnen und Spendern. Nur mit ihrer Unterstützung konnten unsere Ärztinnen und Ärzte in den vergangenen 53 Jahren bereits 15 Millionen Mal Augenlicht schenken. So wie jetzt bei Nakisinde.“

Das Geld für die Behandlung fehlt