Über den Kaffee:

Aus dem Dr. Oetker Schulkochbuch von 1936: „Kaffee regt an und ist im Winter ein besseres Mittel, den Körper zu erwärmen als alkoholische Getränke. Man soll ihn aber mit viel Milch gemischt trinken, sonst nährt er nicht. Jedenfalls darf der tägliche Aufguß nicht zu kräftig sein. Man rechnet zu 1 1/2 l Wasser 15-20 gr (3/4-1 Lotmaß) Kaffee und nimmt eine gute Sorte. Dazu fügt man eine Messerspitze Zusatz oder 5 g Malzkaffee, 1 kleine Prise Salz.
Der Kaffee wird stets kurz vor dem Aufgießen gemahlen und in einen nur zum Kaffeekochen benutzten Topf geschüttet. Dieser muß vorher zuerst heiß, dann kalt umgespült und warmgestellt werden.
Das springend kochende Wasser darf nicht längere Zeit gekocht haben. Es wird auf den Kaffee geschüttet, dieser wird umgegossen oder gerührt und 1/4 Std. zugedeckt heißgestellt. Der Kaffee darf nicht kochen und muß dann vom Satze abgegossen werden. Soll er nachher längere Zeit heiß bleiben, so stellt  man ihn in einen Topf mit kochendem Wasser.

Zu beachten ist, daß Kaffee stets frisch geröstet sein muß. Man kaufe deshalb stets nur die Menge, die man für die nächsten Tage, längstens eine Woche, braucht und bewahre sie, ungemahlen, in einem luftdicht verschlossenen Gefäß, am besten in einer Glasbüchse mit eingeriebenem Stöpsel oder Korkverschluß, auch in gut schließenden Steingutbehältern kühl und trocken auf. Gerösteter Kaffee muß möglichst vor grellem Licht geschützt werden.

Verschiedene dekorative Behälter, Deutsches Technikmuseum Berlin


Der Kaffee ist ein allbeliebtes Hausgetränk. Infolge seiner anregenden Wirkung ist er für berufstätige Menschen sehr zu schätzen. Schwarzer, stärker aufgegossener Kaffee kann in vielen Fällen, insbesondere bei Verdauungsstörungen, durchaus heilsam wirken. Kindern jedoch sollte man nicht regelmäßig Bohnenkaffee geben. Für sie ist ein Aufguß von Malz- oder Kornkaffee mit viel Milch zu empfehlen, noch besser freilich als Morgengetränk eine süße Suppe.

Als Kaffeezusatz verwendete man übrigens auch Gelberüben. Sie wurden im Winter in kleine Würfel zerschnitten und auf den Platten der Holzöfen getrocknet. Diese Würfel kamen als Zusatz zum Kaffee, der so die Morgensuppe zu Beginn des Jahrhunderts verdrängte. Da die Kaffeezusätze jedoch sehr billig geworden sind, wurde die überaus nahrhafte gelbe Rübe bald auch fast gar nicht mehr dazu benutzt. (Dr. Oetker Schulkochbuch, 1936)

Kakao

Kakao ist ein sehr nahrhaftes Getränk. Da die Milch oft leichter vertragen wird, wenn sie mit Kakao gemischt ist, so wird dieser viel von Kranken und schwächlichen Personen getrunken. Man gießt Kakaopulver mit kochendem Wasser wie Kaffee auf und verrührt es gehörig. Nach Belieben nimmt man 1-2 Eßl. Kakao, 1 l Flüssigkeit, d.h. Wasser und Milch, oder nur Milch, 1 Prise Salz, Zucker nach Bedarf." (Schulkochbuch 1936)

 Kakaoblüte, Ausstellung in der Bunten Schokowelt Berlin

   

Kakaofrucht und Kakaobohnen

Schokolade

Neun von zehn Leuten mögen Schokolade. Der 10. lügt! John Tullins

Zugegeben, wer möchte schon gern lügen: also ja! Schokolade ist der Schmierstoff für die Seele. Und so läßt man sich gerne einmal verwöhnen in der Bunten Schokowelt von Ritter Sport in Berlin. Mit Schokowerkstatt, Ausstellung, Cafeteria, Schokoladenbrunnen und Bergen von Schokolade aller Sorten - hmmmmmmm!

  

Kakaomahlwerk und das Ergebnis: eine Schokoladenspezialität in der Bunten Schokowelt Ritter Sport in Berlin

 

Nahrhaft und Wohlschmeckend zum Kaffee, Tee oder Kakao: das Früchtebrot

Die biblischen Früchte Feige und Dattel ergeben eine wunderbare Grundlage für aromatisches Früchtebrot, das in einer luftdichten Dose lange aufbewahrt werden kann und - in kleine Würfel geschnitten - ein superleckeres nahrhaftes Konfekt für zwischendurch ergibt. Dazu braucht man 200 g Vollkornmehl, Dinkel geht sehr gut 2 TL gestr. Backpulver, 4 Eier, 2 TL Zimt, 150 g Honig, 150 g gehackte Haselnüsse oder Mandeln, und insgesamt 600 g Trockenobst: Datteln, Feigen, Apfelringe, Aprikosen, Zwetschgen. Alle Zutaten müssen zimmerwarm sein.
Wer keine Feigen und Datteln hat, der nimmt alles an Dörrobst was verfügbar ist. Abrunden kann man den Teig mit Vanillezucker oder Rum. Zuerst rührt man Eier und Honig schaumig, gibt das frischgemahlene Mehl mit Backpulver, Nußmehl und Zimt dazu und die kleingeschnittenen Früchte (Würfel von 1cm sind ausreichend). Dann alles in einer gefetteten Kastenform bei 160°C ca. 1 Std.* backen, gleich aus der Form nehmen, auskühlen lassen und in luftdichte Dose packen. Am nächsten Tag können mundgerechte Konfektwürfel daraus geschnitten werden. Das Ganze dauert ohne Backzeit eine halbe Stunde und das Früchtebrot hält sich wochenlang - wenn es nicht vorher aufgefuttert wurde!
*Die Backzeit ist je nach Backofenart sehr unterschiedlich. Die Nadelprobe hilft: lieber 5-10 Minuten kürzer backen und dann eine Stricknadel in den Kuchen stecken. Wenn keine Krümel mehr dranhängen bleiben, ist der Kuchen fertig. Wird er zu stark dunkel, muß die Temperatur heruntergesetzt werden. Aber durch den Zimt ist der Teig ohnehin schon dunkel. Also Ausprobieren!
Rezept: M. Hiller, von meinen Freunden aus Syrien als "GUT GUT GUT!" bezeichnet...