Können Sie sich vorstellen, daß Ihre Randnotizen in 250 Jahren mal Heimatforscher beschäftigen werden, die beim Entziffern Kopfzerbrechen bekommen?

Wahrscheinlich nicht, denn Sie haben - im Gegensatz zu Johann Wilhelm Grimm anno 1765 - keine eigentliche Handschrift mehr. Sie tippen alles mit Textverarbeitung oder als SMS. Die Älteren von uns bekamen in der Grundschule noch die Zeugnisnote „Schönschrift“ und können sich vorstellen, wieviel Mühe und Sorgfalt Geometer Grimm einst aufwenden mußte, um eine saubere Legende zu seinen äußerst akkurat gezeichneten Karten zu schreiben, und wie oft er es wohl abschreiben mußte bis es seinen Ansprüchen genügte. Mühselig, aber spannend war das Entziffern der alten Handschrift Grimms für mich, aber gemeinsam mit Günther Dekker gelang es. Somit liegt nun auch für die Grimm-Karte vom Felsberg mit Reichenbach eine übersetzte Legende vor, in der die einzelnen Flurstücke, Bauwerke, Gewässer und Wege verzeichnet sind.

Einen spannenden Ausflug in die Geschichte des Felsenmeeres erlaubt die im August 2020 von Günter Dekker vorgestellte Übersetzung:

Römische Steinbrüche auf dem Felsberg an der Bergstraße in historischer und technischer Beziehung - Übertragen aus dem Original von 1876 in einen gut lesbaren modernen Text von Günther Dekker

Die verfügbare Literatur über den historischen Werkplatz Felsberg und die bekanntesten Bearbeitungsspuren an den Felsen ist umfangreich, aber längst nicht vollständig. Manche Abhandlungen sind vergriffen oder wurden nie veröffentlicht. 2000 Jahre Geschichtsschreibung seit der Zeit der alten Römer in Germanien nehmen selten Bezug auf eine so lokale Besonderheit wie den Felsberg und das Felsenmeer.

Alte Maßeinheiten, Legenden und Tatsachen über die Riesensäule, bis wohin früher Feld und Flur reichte, was aus manchen römischen Werkstücken geworden ist und vieles mehr...

Bei den Felsenmeerdrachen sind zahlreiche spannende Infos zur Riesensäule im Felsenmeer gesammelt:

Felsenmeer-Geotop
Wie sollte die Riesensäule nach Trier kommen?
Wie die Riesensäule beinahe nach Leipzig gekommen wäre...
Die Römer und das Felsenmeer - Kurzinfos für Besucher
Felsenmeer
Wegeplan
Woher das Wort Abkupfern kommt...

Irrtümlich haben wir das im Juniheft 2020 abgedruckte Foto der stehenden Riesensäule im Felsenmeer Herrn Sattler zugeschrieben.
Tatsächlich handelt es sich um eine Fotomontage von Heinrich Stock aus Reichenbach, wir bitten vielmals um Entschuldigung für die falsche Zuweisung.
Zu sehen ist die Fotomontage im Reichenbacher Heimatbuch (1987) auf Seite 122. In der Klageschrift von Pfarrer Martin Walther (1613) steht geschrieben: "Derwegen ist von der Cantzel auff Sonntag verbotten worden: 5. Die Walfarth zur steinen Säul und Sommerholen." Ob die Strafe von 10 Gulden jemanden davon abgehalten hat, zur aufrecht stehenden Säule zu wallfahrten, ist nicht bekannt. Auch ist nicht gesichert, daß die Riesensäule überhaupt aufrecht gestanden hat. Die Legende sagt, daß die Kirche sie hat umlegen lassen, um die heidnischen Bräuche zu beenden.

Hier erzählt euch Kobold Kieselbart die Geschichte wie der Apfel seinen Namen bekam!

Sobald reale Felsenmeertouren mit Kieselbart wieder möglich sind, gibt es diese Corona-Regeln:

  • alles muß berührungsfrei bleiben. Bei der Koboldtour ist das kein Problem, da kann ich alles einfach zeigen, ohne daß es alle Teilnehmer selbst in die Hand nehmen. Diese ist jedoch erst möglich, wenn wieder mehrere Personen zusammen sein dürfen.
  • Bei der Schatzsuche machen wir es so: es gibt nur die Räuber-Schatzsuche, dabei binden sich alle Teilnehmer - wie echte Räuber eben - ein Tuch vors Gesicht. Die Schatzkarte fotografieren Sie ab (besser Tablet als Handy, größeres Display). Weitere Hilfsmittel aus Papier entfallen. Sie rufen mich von unterwegs an wenn Sie einen Hinweis entdeckt haben, und erhalten dann von mir den nächsten Ort wo Sie hingehen müssen.
    Der Schatz wird nicht in einer Schatzkiste sein, sondern alles ausgebreitet und vor Ihren Augen frisch desinfiziert auf einem Tuch. Jeder sucht sich seinen Schatz mit den Augen aus und nimmt ihn dann, ohne die anderen Schätze anzufassen.
  • Jede Familie bekommt ihre eigene Uhrzeit für Start und Schatz, so daß die Corona-Regel "nur Angehörige oder 1 weitere Person" eingehalten wird.
  • Bitte bringen Sie selbst auch eigenes Desinfektionsspray mit für unterwegs.
  • Ich erkläre am Start kurz die wichtigsten Hygieneregeln.
  • Natürlich muß Kobold Kieselbart auch essen und trinken, deshalb wird ein Beitrag erhoben. Diesen bitte in einem Umschlag mit Ihrem Namen verschließen und ins Körbchen legen. Pro Person kostet es 4 Euro.
  • Sobald für einen Termin fünf Familien angemeldet sind, kann er stattfinden. Sie können sich also jetzt für Ihren Wunschtermin einfach melden, und ich schaue dann wie es klappt.
  • * mögliche Termine siehe hier - ganz nach unten rollen...

Bitte beachten Sie, daß das Felsenmeer sehr attraktiv ist und sich schnell wieder sehr viele Menschen auf kleinstem Raum tummeln könnten. Es ist daher denkbar, daß es von behördlicher Seite eine Besucherzählung mit möglichen Zugangs-Stopps geben kann.

Bleibt gesund - Euer Kobold Kieselbart (und Marieta Hiller)

Kieselbart hat ein Video gemacht: https://www.youtube.com/watch?v=AmRIQzjFcxA. Im Felsenmeer ist jetzt erstmal Winterpause, und im März werden wir sehen, wie es weitergeht.

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