Gemeinsame Bildungsregion: Wissenschaftsstadt Darmstadt und Landkreis Darmstadt-Dieburg beantragen Modellprojekt zur Ganztagsbetreuung in Grundschulen

Dr. Margarete Sauer, ehrenamtliche Kreisbeigeordnete und im #LaDaDi verantwortlich für die Betreuungsangebote an Schulen, bestätigt mit den Worten John F. Kennedys: „Es gibt nur eins, das auf Dauer teurer ist als Bildung – und das ist keine Bildung.“ Die Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Landkreis Darmstadt-Dieburg beantragen im Rahmen der gemeinsamen Bildungsregion ein Modellprojekt für die Entwicklung ‚Inklusiver gebundener Ganztagsgrundschulen bis 14.30 Uhr‘ mit anschließender Betreuungsoption bis 17 Uhr beim Hessischen Kultusministerium.

„Die Anträge sind vor dem Hintergrund des für das Jahr 2025 geplanten bundesweiten Rechtsanspruches auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter von großer Relevanz“, erläutern die beiden Schuldezernenten Rafael Reißer für die Wissenschaftsstadt Darmstadt und Robert Ahrnt für den Landkreis. „Ein zentrales Anliegen der Bildungsregion Darmstadt und Darmstadt-Dieburg ist der Ausbau der Ganztagsschullandschaft, im Grunde die quantitative und qualitative Weiterentwicklung des ‚Paktes für den Nachmittag‘, so Reißer und Ahrnt weiter.
Um diesen Ausbau von Ganztagsschulen konsequent fortzusetzen, hat der Bildungsbeirat der Bildungsregion Darmstadt und Darmstadt-Dieburg im Jahr 2017 das interdisziplinäre Fachgremium ‚Inklusive gebundene Ganztagsgrundschule bis 14.30 Uhr‘ gegründet.

Dessen Zusammensetzung spiegelt die Bestrebungen der Bildungsregion, die bestmögliche individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen und die formale sowie die non-formale Bildung zusammenzuführen. „Die hierfür notwendige Basis wurde im Fachgremium auf Grundlage der vorliegenden Daten sowie langjähriger Fachexpertise erarbeitet.
Bei den Verantwortlichen der Bildungsregion besteht Konsens, dass die inklusiv gebundene Ganztagsgrundschule bis 14.30 Uhr mit anschließender optionaler Betreuung bis 17 Uhr eine verbesserte pädagogische und organisatorische Qualität darstellt, die über eine reine Verlängerung des Schulvormittags hinausgeht“, so Reißer und Ahrnt.

„Sie ist ein wichtiger Baustein zu mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit. Insbesondere Kinder und Jugendliche, die bisher aufgrund ihrer sozialen Herkunft und dem sozio-ökonomischen Status der Eltern weitestgehend vom Bildungserfolg ausgeschlossen waren, benötigen mehr Förderung und Unterstützung als andere“, erläutern Barbara Akdeniz und Rosemarie Lück, die Sozial- und Jugenddezernentin im #LaDaDi. „Daher ist eine qualitativ gute Betreuung in einer rhythmisierten Ganztagsgrundschule sehr wichtig. Diese Investition in die Zukunft der Einwohnerinnen und Einwohner der Bildungsregion wird sich lohnen“, sind sich alle zuständigen Dezernentinnen und Dezernenten einig.
(ladadi)

Von Excel bis Qi Gong

Landrat Christian Engelhardt stellte vor Kurzem gemeinsam mit Iris Hoch, Leiterin der Kreisvolkshochschule (KVHS) das neue Herbstprogramm vor.

Neben der Ausweitung von Online-Kursen erwartet die Bürgerinnen und Bürger auch dieses Jahr eine Vielzahl von Neuheiten und Highlights bei der KVHS. Dabei finden die Kurse vor Ort, online oder kombiniert in Form von Online- und Präsenzunterricht statt. „Mir persönlich ist es wichtig, dass die Kurse auch vor Ort stattfinden können. Schließlich ist die KVHS ein Ort der Begegnung“, betonte Engelhardt.

Auch Ausflüge, die unter Einhaltung der Abstands - und Hygieneregeln ermöglicht werden sollen, sind durch das Angebot „VHS on tour“ erneut Bestandteil des Programms. Zu den Ausflugzielen zählen in diesem Jahr unter anderem das Freilichtmuseum Hessenpark und die Ägypten-Ausstellung in Mannheim. Neben Klassikern wie Qi Gong oder „10-Finger-Schreiben“, gibt es unter den Neuheiten nun auch „Meditatives Zeichnen – ZenGems“ oder einen Kochkurs über entzündungshemmende Ernährung. 

Das neue Programm der KVHS finden alle Interessiert auf der Webseite der KVHS unter: https://www.kvhs-bergstrasse.de/programm/

Darüber hinaus können Interessierte das Programm bei der Geschäftsstelle der KVHS in Lorsch (Marktplatz 1), beim Bürgerservice der Kreisverwaltung im Heppenheimer Landratsamt (Graben 15) sowie bei allen Rathäusern der Bergsträßer Kommunen erhalten.

LaDaDi und hessische Kommunale Jobcenter unterstützen Betriebe und Jugendliche bei der Aufnahme einer Ausbildung: Stark. Sozial. Vor Ort.
 
Bis Juli 2020 meldeten die Betriebe in Darmstadt-Dieburg rund ein Viertel weniger offene Ausbildungsstellen als im Jahr zuvor. Das ist der stärkste Rückgang in ganz Hessen. Das ist insbesondere für Menschen im SGB II ein Problem, die sich schon in „normalen“ Jahren beim Finden eines Ausbildungsplatzes schwerer tun.
Der reibungslose Start in die Ausbildung bildet für viele junge Menschen das Fundament für das gesamte weitere Berufsleben. Die bewährte, persönliche Berufsberatung in den Schulen und Berufs-Informationszentren konnte in den letzten Monaten coronabedingt nicht wie gewohnt Weise stattfinden. Auch Praktika zur beruflichen Orientierung und Ausbildungsvorbereitung waren im ersten Halbjahr 2020 kaum möglich – alles Faktoren, die den Wechsel von Schule zu Beruf gerade für Jugendliche im SGB-II-Leistungsbezug deutlich erschwert haben. In dieser Situation hilft oft nur eine hohe Flexibilität aller Beteiligten. So konnte eine Kundin der Kreisagentur für Beschäftigung (KfB) des Landkreises Darmstadt-Dieburg für ein vom Fallmanagement gefördertes „Schnupperpraktikum“ bei einem Optiker gewonnen werden. Vor ihrer Beratung durch den Arbeitgeberservice (AGS) suchte sie lediglich im Bereich Einzelhandelskauffrau oder Büromanagement nach einer Ausbildung. Nachdem Kundin und Arbeitgeber ihr gutes Zusammenarbeiten getestet haben, konnte die Ausbildung am 1. August 2020 beginnen.
Flexibles Arbeiten und blitzschnelles Umschalten ist auch von den Trägern gefordert, mit denen die KfB in der Ausbildungsvermittlung zusammenarbeitet. In der Initiative „Joblinge“ erarbeiten sich Jugendliche in Praktika ihre eigenen Ausbildungsplätze. Begleitend unterstützt der Träger beim sicheren Auftreten, bei der Schärfung von Stärken und dem reflektierten Umgang mit Verbesserungspotenzialen. Ein Teilnehmer konnte mit einem individualisierten digitalen Mathematikangebot seine Aussichten für eine Ausbildung im Lager-/Logistikbereich deutlich verbessern. Dann kam die Pandemie! Dank der bereits aufgebauten digitalen Bausteine konnte der Bewerbungsprozess schnell wieder an Fahrt aufnehmen. Es folgten digitale Einstellungstests aus dem Homeoffice und Vorstellungsgespräche via Video-Konferenz. Uum 1. August 2020 konnte der junge Mann schließlich eine Ausbildung beginnen. Doch neben der Vermittlung in Ausbildung müssen auch laufende Ausbildungsverhältnisse zu einem geregelten Abschluss gebracht werden.
Ebenso müssen gefährdete Ausbildungsplätze durch Beratungs- und Förderleistungen stabilisiert und, wo das nicht möglich ist, betroffenen Jugendlichen schnelle Hilfen durch Vermittlung in andere Betriebe zuteilwerden. Hierzu stehen vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten verschiedenster Akteure zur Verfügung. Ziel muss sein, auch in diesem Jahr eine möglichst hohe Zahl von Berufsausbildungsverträgen abzuschließen. Alle Partner auf dem Ausbildungsmarkt und die Betriebe sind in der Verantwortung. Nicht wenige Fachleute sind zuversichtlich, dass sich die Wirtschaft in unserer Region erholen wird und sehen auch in Zukunft weiterhin einen hohen Fachkräftebedarf. Dieser wird zu großen Teilen nur durch ein vorausschauendes Angebot an Ausbildungsverhältnissen zu decken sein.
Es lohnt sich daher für junge Menschen, sich auf Ausbildungsplätze zu bewerben und für Betriebe, diese auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten anzubieten. „Es wird eine Zeit nach der Covid 19 – Pandemie geben“, stellt die Sozial- und Jugenddezernentin Rosemarie Lück klar. „Betriebe, die jetzt in die Ausbildung investieren, werden besser aus der Corona-Krise herauskommen und leisten einen wertvollen Beitrag für die Menschen unserer Region.“ Kommunale Jobcenter in Hessen lassen ihre Jugendlichen nicht allein! Gemeinsam mit den einzelnen regionalen Arbeitgebenden, Kammern, Wirtschaftsverbänden und Agenturen für Arbeit arbeiten die Kommunalen Jobcenter unermüdlich daran, passgenaue Lösungen zu finden, um den jungen Menschen im SGB II mit einer Ausbildung eine zukunfts- und existenzsichernde Perspektive zu eröffnen.
Über allem steht das Credo der Kommunalen Jobcenter in ganz Deutschland: #Stark.Sozial.VorOrt.
 
Offene (Ausbildungs-)Stellen? Interessierte Arbeitgeber können sich im Arbeitgeberservice bei Patrik Künstler melden unter 06151-881-5233, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (ladadi)
Kontaktadresse: Kreisverwaltung Darmstadt-Dieburg Medien und Kommunikation Jägertorstraße 207 64289 Darmstadt Tel. : 06151/881-1008 -1009 -1028 Fax. : 06151/881-1003 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wie funktioniert eigentlich die Notengebung? Für Abiturienten ist dies oft eine entscheidende Sache - das gesamte Berufsleben kann davon betroffen sein. Der Durchblick hat bei der GSS Bensheim nachgefragt und von Frank Maus folgende - beruhigende - Antwort erhalten:

"Zunächst einmal ist Notengebung immer subjektiv belastet - egal ob vor oder während Corona. Sie sind auch nie ganz fair - weder dem Schüler noch den Mitschülern gegenüber. Sie sind obendrein immer auch pädagogisch. Ein Beispiel: Ein rundlicher Schüler kann für 16 sec auf 100m durchaus eine eins bekommen, während der durchtrainierte "Magnus" auf die gleiche Zeit vielleicht nur eine drei oder vier bekommt. Miteinbezogen werden nämlich auch die Ausgangspunkte der einzelnen Schüler*innen und die Leistungsbereitschaft. Und da starten nie alle vom gleichen Punkt aus - deshalb sind auch Aufgaben nie für alle gleich schwer.

Das nennt man Differenzierung/Individualisierung und hat ganz viel mit Chancengleichheit zu tun - auch wenn es auf den ersten Blick nicht erkannt wird. In dieses Feld gehört auch der Gedanke der Inklusion von gehandicapten Schüler*innen. Soviel zum Schulrecht. Natürlich darf man das auch nicht überdehnen, sonst hat keiner mehr Verständnis dafür.
 
Allerdings ist Differenzierung an vielen Schulen noch ein Fremdwort und alle werden über einen Kamm geschoren, wie früher.
 
Nun zum Abi:
Die Abi-Schüler*innen dürfen seit den Coronaschließungen nur noch zu ihren Prüfungen in die Schule. Das heißt also drei schriftliche Prüfungen plus ein-zwei mündliche Prüfungen. Hinzukommt je ein Beratungstermin pro mündliche Prüfung, wo noch einmal fachliche Fragen beantwortet und Stoff wiederholt werden können/kann. Das war es für die Abiturienten. Öfter dürfen sie nicht rein ins Schulgebäude. Die Anforderungen sind damit deutlich schwerer als in den Vorjahren, da viel Wiederholungszeit, die man in den letzten Wochen vor dem Abi als Lehrer üblicher Weise ansetzt, nicht stattfinden konnten. Digitaler Austausch funktioniert beileibe nicht so gut, wie oft behauptet. Zu vielen Schüler*innen ist der Kontakt nämlich völlig abgerissen gewesen.

Fakt ist: dass Lehrer die Schülerleistungen im Fernunterricht/Homeschooling nicht in die Note einbeziehen dürfen. Da hat das Land Angst vor Klagen in einer sehr rechts-unsicheren Zeit. Aktuell findet ja wieder ein bisschen Unterricht statt. Da dürfen wieder Klausuren geschrieben werden, die selbstverständlich auch gewertet werden. Vor Corona erstellte Klausuren zählen ebenfalls - ebenso die mündlichen Leistungen davor. Das ist logisch.

Abschließend: Da die 2. Halbjahresnote immer auch eine Schuljahresnote darstellt, können, ja müssen eigentlich sogar Leistungen aus dem ersten Halbjahr herangezogen werden. Da dies umstritten ist, macht man das bei guten Noten aus dem 1. Halbjahr lieber.
Dieses Jahr bleibt kein Schüler sitzen - alle werden versetzt. Das treibt dann auch merkwürdige Stilblüten wie folgt: Alle Schüler*innen die einen Realschulabschluss bekommen haben, dürfen in die Gym-Oberstufe - auch wenn die Noten dafür eigentlich zu schlecht sind.

Alles in allem: Das Land macht den Weg frei, damit sich niemand wegen Corona benachteiligt sieht."