Dritter Zertifikatslehrgang des „Pakt für den Nachmittag“ erfolgreich beendet / Zehn Teilnehmerinnen absolvieren Lehrgang zur Betreuungskraft

Zehn Bergsträßer Betreuungskräfte, die derzeit im „Pakt für den Nachmittag“ an Bergsträßer Schulen tätig sind, absolvierten im vergangenen Schuljahr einen landesweiten Weiterbildungslehrgang. Landrat Christian Engelhardt gratulierte den Teilnehmerinnen kurz vor Ferienbeginn zur erfolgreichen Teilnahme und überreichte ihnen während einer Feierstunde an der Kreisvolkshochschule in Lorsch die Zertifikate. Sabine Brandstätter, Christin Haas, Barbara Hofmann, Irene Jenner, Sonja Kohl, Britta Möller, Nicole Ochsenschläger, Tatjana Oehm, Jutta Sanseverino und Heike Witt absolvierten erfolgreich den Lehrgang.

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg hat 2014 das Bildungsbüro unter der Leitung von Anja Simon eingerichtet, um die kommunale Bildungslandschaft aktiv zu gestalten. Unterstützung bekam das Bildungsbüro in 2016 als zwei neue Stellen für Bildungsmanagement und Bildungsmonitoring besetzt wurden. Ermöglicht wurde dies durch die Teilnahme an dem Förderprogramm “Bildung integriert”.

Wie funktioniert eigentlich die Notengebung? Für Abiturienten ist dies oft eine entscheidende Sache - das gesamte Berufsleben kann davon betroffen sein. Der Durchblick hat bei der GSS Bensheim nachgefragt und von Frank Maus folgende - beruhigende - Antwort erhalten:

"Zunächst einmal ist Notengebung immer subjektiv belastet - egal ob vor oder während Corona. Sie sind auch nie ganz fair - weder dem Schüler noch den Mitschülern gegenüber. Sie sind obendrein immer auch pädagogisch. Ein Beispiel: Ein rundlicher Schüler kann für 16 sec auf 100m durchaus eine eins bekommen, während der durchtrainierte "Magnus" auf die gleiche Zeit vielleicht nur eine drei oder vier bekommt. Miteinbezogen werden nämlich auch die Ausgangspunkte der einzelnen Schüler*innen und die Leistungsbereitschaft. Und da starten nie alle vom gleichen Punkt aus - deshalb sind auch Aufgaben nie für alle gleich schwer.

Das nennt man Differenzierung/Individualisierung und hat ganz viel mit Chancengleichheit zu tun - auch wenn es auf den ersten Blick nicht erkannt wird. In dieses Feld gehört auch der Gedanke der Inklusion von gehandicapten Schüler*innen. Soviel zum Schulrecht. Natürlich darf man das auch nicht überdehnen, sonst hat keiner mehr Verständnis dafür.
 
Allerdings ist Differenzierung an vielen Schulen noch ein Fremdwort und alle werden über einen Kamm geschoren, wie früher.
 
Nun zum Abi:
Die Abi-Schüler*innen dürfen seit den Coronaschließungen nur noch zu ihren Prüfungen in die Schule. Das heißt also drei schriftliche Prüfungen plus ein-zwei mündliche Prüfungen. Hinzukommt je ein Beratungstermin pro mündliche Prüfung, wo noch einmal fachliche Fragen beantwortet und Stoff wiederholt werden können/kann. Das war es für die Abiturienten. Öfter dürfen sie nicht rein ins Schulgebäude. Die Anforderungen sind damit deutlich schwerer als in den Vorjahren, da viel Wiederholungszeit, die man in den letzten Wochen vor dem Abi als Lehrer üblicher Weise ansetzt, nicht stattfinden konnten. Digitaler Austausch funktioniert beileibe nicht so gut, wie oft behauptet. Zu vielen Schüler*innen ist der Kontakt nämlich völlig abgerissen gewesen.

Fakt ist: dass Lehrer die Schülerleistungen im Fernunterricht/Homeschooling nicht in die Note einbeziehen dürfen. Da hat das Land Angst vor Klagen in einer sehr rechts-unsicheren Zeit. Aktuell findet ja wieder ein bisschen Unterricht statt. Da dürfen wieder Klausuren geschrieben werden, die selbstverständlich auch gewertet werden. Vor Corona erstellte Klausuren zählen ebenfalls - ebenso die mündlichen Leistungen davor. Das ist logisch.

Abschließend: Da die 2. Halbjahresnote immer auch eine Schuljahresnote darstellt, können, ja müssen eigentlich sogar Leistungen aus dem ersten Halbjahr herangezogen werden. Da dies umstritten ist, macht man das bei guten Noten aus dem 1. Halbjahr lieber.
Dieses Jahr bleibt kein Schüler sitzen - alle werden versetzt. Das treibt dann auch merkwürdige Stilblüten wie folgt: Alle Schüler*innen die einen Realschulabschluss bekommen haben, dürfen in die Gym-Oberstufe - auch wenn die Noten dafür eigentlich zu schlecht sind.

Alles in allem: Das Land macht den Weg frei, damit sich niemand wegen Corona benachteiligt sieht."

In den letzten Apriltagen herrschte für 5 Schülerinnen und Schüler der Geschichtswerkstatt Geschwister Scholl großer Bahnhof. Zuvor erreichte die Leiter der Geschichtswerkstatt eine Anfrage des Hessischen Rundfunks, ob man mit den Schülerinnen und Schülern einen Radiobeitrag zum aktuellen Thema: „75 Jahre Kriegsende in Hessen“ erarbeiten könne. Diesem Ansinnen wollte man gerne nachkommen, allerdings verhinderten die Corona-Beschränkungen eine übliche Interaktion.

Aus diesem Grunde verständigten sich der HR mit den Lehrkräften Peter Ströbel und Frank Maus auf eine Zusammenarbeit via Videokonferenz und Mailverkehr.

Nach einer häuslichen Vorbereitung aller Schülerinnen und Schüler verabredete man sich schließlich mit der HR-Redakteurin Sabrina Vogel zur virtuellen Konferenz, um einen Podcast für den Hessischen Rundfunk vorzubereiten, der sich mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Hessen beschäftigt. Grundlage des Fachgespräches zur Geschichtskultur im Jahre 2020 war ein Interview mit der Zeitzeugin Gisela Jäckel aus dem Raum Wetzlar, die als „Halbjüdin“ ihrer Mutter beraubt wurde und 1945 ebenfalls deportiert werden sollte.

Sabrina Vogel befragte die Schülerinnen und Schüler Jenna Bornhöft, Filip Formatschek, Tiara Hechler, Robin Mößner und Hannah Waha zum Beispiel inwiefern sie durch Zeitzeugenberichte berührt sind und wie sie das Leben in einer Demokratie - 75 Jahre nach Ende der NS-Diktatur einschätzen.  Ein Teil der Beiträge wurde schließlich zum Termin des offiziellen Kriegsendes am 8. Mai im Radioprogramm des Hessischen Rundfunkes gesendet.

Hier der link zum Podcast:

https://www.hr-inforadio.de/podcast/aktuell/serie-1945--ich-1-kinder-des-krieges,podcast-episode-68966.html

Insgesamt freuten sich die Schülerinnen und Schüler nebst Lehrkräften sehr über das Vertrauen, welches der Hessische Rundfunk in die Arbeitsgruppe der Geschichtswerkstatt investiert habe. Die Geschichtswerkstatt werde immer mehr über die Nahregion hinaus als Fachgruppe in historischen Fragestellungen geschätzt.

Stefan Berg, Frank Maus, Peter Ströbel - Geschichtswerkstatt Geschwister Scholl

Darmstadt-Dieburg – Da die Präsenzkurse einige Wochen ausgefallen sind, hat die Volkshochschule Darmstadt-Dieburg ihren Online-Auftritt deutlich aufgewertet und der neuen Situation angepasst.

Single, im Home Office oder Kinder betreuend?

Die Einschränkungen in Beruf, Alltag und Familie stellen die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis vor große Herausforderungen. Obwohl es seit mehreren Wochen Lockerungen gibt, sind wir noch weit entfernt vom normalen Alltag.

Auf der Webseite vhs.ladadi.de gibt es hilfreiche Tipps, den Alltag in Corona-Zeiten zu gestalten. Dementsprechend finden sich dort Angebote zu Bildung, Kultur, Unterhaltung, Information bis zu einem Sofort-Maßnahmen-Video zur Stressbewältigung. Auch die Bildungsberatung findet weiterhin statt – selbstverständlich telefonisch. Zusätzlich wurden Fremdsprachenkurse von Präsenzveranstaltungen in Online-Angebote umgewandelt, so dass sie weiter laufen können. Im Bereich Deutsch gibt es die Möglichkeit, für Integrations-Kurs-Berechtigte Online-Angebote im Übergang anzubieten.

Seit 11. Mai laufen die Präsenzkurse schrittweise wieder an. Schulabschlussbezogene Kurse finden ebenso statt wie Prüfungen, z.B. für Deutsch oder kaufmännische Online-Kurse. „Wir nutzen die Corona-Krise als Katalysator für die Erweiterung unserer digitalen Angebote“, sagt VHS-Leiterin Anja Simon. Die meisten ihrer Mitarbeitenden arbeiten noch immer im Home Office, an der VHS selbst hält Simon mit einer Rumpfmannschaft die Stellung. Die Mitarbeitenden besprechen sich in Online-Konferenzen, an denen bis zu 20 Personen teilnehmen - von Bad Vilbel bis Stockstadt. Glücklicherweise hat auch der Deutsche Volkshochschul-Verband bemerkenswerte Digitalisierungsfortschritte zu verzeichnen und stellt hierzu die vhs.cloud zur Verfügung – eine datensichere, virtuelle Umgebung, die ausschließlich auf deutschen Servern läuft.

Die Seite der Volkshochschule Darmstadt-Dieburg ist hier erreichbar: https://vhs.ladadi.de/
Das Online-Kursangebot findet sich hier: https://vhs.ladadi.de/online-kurse
Die Seiten des Deutsche Volkshochschul-Verband liegen hier: https://www.volkshochschule.de/online-lernen (ladadi)