26.11. Zwei Impfzentren im LaDaDi

Am 23.11. hat der Krisenstab der Hessischen Landesregierung die Kreise und kreisfreien Städte mit ihren Gesundheitsämtern und unteren Katastrophenschutzbehörden beauftragt, landesweit Impfzentren einzurichten. Der Bund rechnet damit, dass ein Impfstoff gegen das Corona-Virus ab Mitte Dezember zur Verfügung stehen wird. Die Hessische Landesregierung geht davon aus, dass in Hessen rund 4 Millionen der 6,2 Millionen Hessinnen und Hessen geimpft werden müssen, um eine Impfquote von 60 Prozent zu erreichen. Nach Expertenmeinungen ist diese Impfquote notwendig, um der Corona-Pandemie wirkungsvoll begegnen zu können.

Ein Impfzentrum entsteht in Reinheim, das zweite in Pfungstadt. „Der Landkreis mit seinen fast 300.000 Einwohnern umfasst eine Fläche von 658,5 km². Aufgrund der Größe und auch der Einwohnerzahl brauchen wir zwei Impfzentren, damit die Menschen sich wohnortnah impfen lassen können und damit wir die angedachten 1500 Impfungen täglich schaffen können“, erläutert Matthias Maurer-Hardt, Leiter der Rettungsleitstelle und stellvertretender Leiter des Brand- und Katastrophenschutzamtes beim Landkreis Darmstadt-Dieburg. Klinikdezernent und Landrat Klaus Peter Schellhaas fügt hinzu: „Wir haben uns intensiv mit verschiedenen Standorten auseinandergesetzt. Neben einer guten ÖPNV-Anbindung und ausreichenden Parkplätzen, braucht es auch die räumlichen Strukturen, um neben den Behandlungsräumen auch Aufenthaltsräume für das Personal sowie entsprechende Warteräume für die Menschen zur Verfügung zu stellen.“

Das Impfzentrum in Reinheim wird in der Flüchtlingsunterkunft am Sportzentrum sein. Die 27 Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft werden in anderen Unterkünften beziehungsweise Wohnungen untergebracht. Im Westen des Kreises wurde eine Gewerbeimmobilie in der Ostendstraße in Pfungstadt angemietet. Beide Standorte verfügen über die notwendige Infrastruktur. Aufgrund der zeitlichen Vorgabe musste der Kreis auf schnell verfügbare und geeignete Objekte zurückgreifen. „Mit den beiden ausgewählten Standorten haben wir die Möglichkeit geschaffen, dass die Menschen keine weiten Wege auf sich nehmen müssen. Selbst vom östlichen Teil des Kreises wie beispielsweise aus Babenhausen oder Schaafheim kommt man gut nach Reinheim“, so Landrat Schellhaas.

Neben all der Logistik und der Organisation, die hinter dem Aufbau von Impfzentren steht, braucht es Personal. Personal, das die Menschen impft, das sich um die Verwaltungsabläufe kümmert. Für die Impfzentren wird dringend medizinisches Personal gesucht. Der Einsatzbefehl des Landes zur Errichtung von Impfzentren sieht vor, dass medizinisches Fachpersonal über externe Dienstleister (zum Beispiel Hilfsorganisationen) und über die Kassenärztliche Vereinigung oder die Landesärztekammer gewonnen werden soll. Darüber hinaus hat der Landkreis einen Aufruf gestartet, dass sich Ärztinnen und Ärzte, medizinische Fachangestellte, pharmazeutisch-technische Assistentinnen und Assistenten, Apothekerinnen und Apotheker sowie Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter unter www.ladadi.de/corona-impfen melden können. Auch Verwaltungsangestellte, Servicekräfte oder kaufmännische Angestellte werden für die Impfzentren gesucht.

„Wir werden bei der Suche unterstützen und auch wir werden Personal bereitstellen, das in den Impfzentren arbeiten wird“, erläutert Klaus Peter Schellhaas. „Wir stehen vor einer großen Herausforderung, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir zum vorgesehenen Zeitpunkt Mitte Dezember mit den Impfungen im Landkreis beginnen können. Das setzt allerdings voraus, dass Impfstoffe gegen das Corona-Virus bereitstehen. Wir haben schon einmal während der Flüchtlingskrise 2015/16 bewiesen, dass wir in kürzester Zeit Unterkünfte und die Infrastruktur schaffen sowie Personal bereitstellen können.“

Wer wird geimpft?

Solange nicht ausreichend Impfstoff für die gesamte Bevölkerung verfügbar ist, werden die Impfungen auf Basis der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission, des Deutschen Ethikrats sowie der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina priorisiert an die zuvor von der Bundesregierung bestimmten Zielgruppen ausgegeben. Dazu gehören Menschen, die aufgrund ihres Alters oder Vorerkrankungen ein stark erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf aufweisen. Außerdem sollen beispielsweise Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von stationären beziehungsweise ambulanten Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und der Altenpflege vorrangig geimpft werden. Um einen wirksamen Schutz durch eine Impfung zu erzielen, braucht es zwei Impfungen. Nach der ersten Impfung muss man sich nach zwei bis drei Wochen ein weiteres Mal impfen lassen. Es wird keine Pflicht geben, sich impfen zu lassen.

Um die Impfungen effizient durchführen zu können, soll an sieben Tagen (Montag bis Sonntag) in der Woche in der Zeit von 7 bis 22 Uhr geimpft werden. Laut dem Land sollen die Menschen zu den Impfungen eingeladen werden, damit alles geordnet und strukturiert abläuft. Es gibt noch keine weiteren konkreten Details dazu, wie das aussehen kann. Möglich ist, dass man online Termine zum Impfen vereinbaren kann oder daß es eine Hotline geben wird. Die Impfzentren müssen bis zum 11. Dezember betriebsbereit sein.

Land richtet weiteren Krisenstab ein

Die Hessische Landesregierung hat zur Organisation der aufwändigen Logistik und zur Unterstützung der Landkreise und kreisfreien Städte in Abstimmung mit der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) und den Kommunalen Spitzenverbänden die Task Force Impfkoordination (TFI) eingerichtet. Die Einheit besteht aus mehr als 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Landesverwaltung sowie weiteren Experten aus dem Gesundheitssektor und dem Katastrophenschutz.  (as)

26.11. Inzidenz 133,6 laut RKI/ 11.11. Inzidenz 181

Seit dem 31. Oktober gelten an den 81 Schulen im Landkreis Darmstadt-Dieburg verschärfte Corona-Maßnahmen. In enger Abstimmung mit dem Staatlichen Schulamt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg hat das Gesundheitsamt für die Stadt Darmstadt und den Kreis eine Allgemeinverfügung zum Schulbetrieb erlassen.

8.11. Gesundheitsamt DADI bekommt Verstärkung durch die Bundeswehr: 30 zusätzliche Stellen bekam das Gesundheitsamt in den letzten Monaten, trotzdem werden ab 9.11. 40 Soldat*innen eingearbeitet, um die Kontaktnachverfolgung zu unterstützen. Das Land Hessen empfiehlt, je 20.000 Einwohner mindestens 10 Personen für eine sinnvolle Nachverfolgung.
Bei Interesse: die Stellenangebote des Kreisgesundheitsamtes

Seit 6.11. gilt ein allgemeines Betretungsverbot für Besucher und Helfer in allen Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises. (ladadi)

4.11. Positives Testergebnis? Begib dich direkt nach Hause, gehe nicht über Los

Seit Wochen steigen die Zahlen der mit SARS-CoV-2 infizierten Personen weltweit stark an. Deutschlandweit und auch im Landkreis Darmstadt-Dieburg lässt sich ein exponentieller Anstieg der Corona-Fallzahlen feststellen. Die Gesundheitsämter kommen mit der Kontaktnachverfolgung nicht mehr hinterher, sie arbeiten über ihre Belastungsgrenzen hinaus.

Zu Beginn der Pandemie war es den Gesundheitsämtern noch möglich, Kontakte einer infizierten Person innerhalb eines Tages nachzuvollziehen und diese auch zu kontaktieren. Derzeit brauchen die Gesundheitsämter fünf Tage oder länger, um infizierte Menschen und deren Kontaktpersonen über eine häusliche Absonderung (Quarantäne) zu benachrichtigen. Deshalb gilt seit dem 2. November mit in Kraft treten der neuen Landesverordnungen zur Bekämpfung des Coronavirus, dass Personen, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden, sich sofort nach Bekanntwerden des Testergebnisses (Information kommt von dort, wo man sich hat testen lassen) in eine 14-tägige Quarantäne begeben müssen, auch wenn Sie noch keinen Anruf oder ein Schreiben zur häuslichen Absonderung des Gesundheitsamtes erhalten haben. Gleiches gilt für Personen, die mit einer SARS-CoV-2 infizierten Person in einem Haushalt leben. Diese Personen dürfen jedoch zum Einkaufen und für dringliche Besorgungen das Haus verlassen.

2.11.: Schulen und Kitas bleiben offen

29.10. Inzidenz 120  |  27.10. Inzidenz 111   |  23.10. Inzidenz 80

29.10. Eingeschränkter Regelbetrieb in Schulen

Anpassung entsprechend des Infektionsschutzes: ab Samstag 31.10. gilt unterschiedlich nach Schulstufen gemäß Anlage 1 des Hygieneplans 6.0 des Hessischen Kultusministeriums für die Schulen auf dem Gebiet der Stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg für die Zeit vom 31.10.2020 bis 12.11.2020 die Stufe 2, der „Eingeschränkte Regelbetrieb“ an Grundschulen/ Primarstufe sowie Sekundarstufe I inkl. Förderschulen.
Grundschulen/Primarstufe: Mund-/Nasenbedeckungen sind auch im Unterricht von Lehrkräften/weiterem Personal zu tragen.Der Unterricht sollte möglichst nur im festen Klassenverband organisiert werden.Wenn sich Lerngruppen dennoch in einzelnen Fächern mischen, ist im betreffenden Unterricht eine Mund-/Nasenbedeckung auch von den Schüler*innen zu tragen.Da sich die Klassen in der Betreuung mischen, ist hier ebenfalls von den Schüler*innen eine Mund-/Nasenbedeckung zu tragen. Schulsport ist kontaktlos durchzuführen.
Sekundarstufe I: Mund-/Nasenbedeckung sind auch im Unterricht sowohl von Schüler*innen als auch Lehrkräften/weiterem Personal zu tragen.Der Unterricht sollte möglichst nur im festen Klassenverband organisiert werden.Ausgenommen hiervon ist der Unterricht in Religion, Ethik, 2./3. Fremdsprache und Wahlpflichtunterricht.Sport ist ausschließlich kontaktlos und im Freien durchzuführen. Der Abstand von 1.5 Metern ist zwingend, da Mund-/Nasenbedeckung im Sport unzumutbar ist.
Für Integrierte Gesamtschulen und Förderstufen gilt zusätzlich: Die äußere Differenzierung ist aufzuheben.Binnendifferenzierung ist vorzusehen.Klassen sind nur im festen Klassenverband zu unterrichten. Ausgenommen hiervon sind die abschlussprüfungsrelevanten Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch in den Jahrgängen 9 und 10.
Auslösung der Stufe 3 „Wechselmodell“ in Sekundarstufe II und Berufliche Schulen: Mund-/Nasenbedeckung sind auch im Unterricht sowohl von Schüler*innen als auch Lehrkräften/weiterem Personal zu tragen.Der Mindestabstand von 1.5 Metern ist auch im Unterricht einzuhalten.Die Lerngruppen sind im Bedarfsfall entsprechend zu teilen.Sport ist ausschließlich kontaktlos und im Freien durchzuführen.Der Abstand von 1.5 Metern ist zwingend, da Mund-/Nasenbedeckung im Sport unzumutbar ist.Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht.
Für alle Schulen gilt: Schulveranstaltungen in Präsenz sind bis auf weiteres auszusetzen.Für schulorganisatorische Maßnahmen stehen die schulfachlichen Dezernent*innen des Staatlichen Schulamtes zur Verfügung.

20.10. Inzidenz im Landkreis Darmstadt-Dieburg überschreitet die kritische Marke von 50

Die Inzidenz ist im Landkreis Darmstadt-Dieburg am Dienstag (20.) auf 53 gestiegen und hat damit die kritische Marke von 50 überschritten, weswegen weitere Maßnahmen ergriffen werden müssen.
Bereits am vergangenen Freitag (16.) hat sich der Landkreis Darmstadt-Dieburg den Maßnahmen, die die Städte und Landkreise mit einer Inzidenz von 35 und mehr aus der Rhein-Main-Region festgelegt haben, angeschlossen. „Diese Entscheidung, die von manchem als unverhältnismäßig und überzogen angesehen wurde, hat sich als richtig erwiesen. Auch bei uns ist die Inzidenz rasant gestiegen, auch wir haben einen starken Anstieg an Neuinfektionen. Neben den Maßnahmen, die wir heute getroffen haben, gelten weiterhin die Regelungen, die gestern in Kraft getreten sind. Dazu gehört das Zuschauerverbot bei Profisport- und Amateursportveranstaltungen“, so Landrat Klaus Peter Schellhaas.

Gemeinsam mit dem Gesundheitsamt für die Stadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg hat der Verwaltungsstab nun weitere Maßnahmen getroffen, die ab 21. Oktober, gelten und in zwei Allgemeinverfügungen erlassen sind. Die Allgemeinverfügungen stehen unter https://perspektive.ladadi.de und unter www.ladadi.de zum Download bereit.

Folgende Maßnahmen gelten im gesamten Landkreis Darmstadt-Dieburg ab dem 21. Oktober vorerst bis zum 4. November:

  • Bei öffentlichen Veranstaltungen, in öffentlichen Einrichtungen, bei Trauerfeierlichkeiten, in Kirchen und vergleichbaren Räumlichkeiten muss zusätzlich auch am eigenen Sitzplatz eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. In ambulanten Pflegediensten und Werkstätten für Menschen mit Behinderung gilt Maskenpflicht. Dies gilt auch für Fußgängerzonen.
  • Bei privaten Zusammenkünften in angemieteten oder öffentlichen Räumen wird die Höchstteilnehmerzahl auf 10 Personen oder 2 Hausstände beschränkt.
  • Es wird dringend empfohlen, private Zusammenkünfte in privaten Räumen auf eine Höchstteilnehmerzahl von 10 Personen oder zwei Hausstände zu begrenzen.
  • Es gilt ein generelles Außenabgabeverbot von Alkohol zum Sofortverzehr (Außer-Haus-Verkauf) zwischen 23 und 6 Uhr.
  • Der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr verboten.
  • Öffentliche Veranstaltungen werden auf maximal 100 Teilnehmende begrenzt. Ausnahmen bedürfen eines mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzeptes.

Diese Regelungen werden nur dann ausgesetzt, wenn die Inzidenz wieder mindestens vier aufeinander folgende Tage unterhalb von 50 liegt. Beim Erreichen einer Inzidenz von über 75 oder bei einem  weiterem kontinuierlichen Anstieg der Inzidenz über zehn Tage über 50 dürfen sich im öffentlichen Raum nur noch maximal fünf Personen oder Angehörige von zwei Hausständen treffen.

Weiterhin gelten die am vergangenen Freitag getroffenen Maßnahmen, die am 19.10. in Kraft getreten sind:

  • Maskenpflicht für alle Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse für zunächst 14 Tage nach Ende der HerbstferienSchulsport für alle Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse für zunächst 14 Tage nach Ende der Herbstferien nur kontaktlos und im Freien. Für Grundschulen Schulsport in diesem Zeitraum kontaktlos.Profisportveranstaltungen finden ab einer Inzidenz von 35 entsprechend des Beschlusses des Bundeskanzleramtes und der Chef/innen der Staatskanzleien ohne Zuschauer/innen statt. Im Amateursport sind ab einer Inzidenz von 35 ebenfalls keine Zuschauer/innen zugelassen. Ausgenommen davon sind jeweils eine erziehungsberechtigte Person pro minderjährigem Teilnehmenden sowie die Trainer/innen und Betreuer/innen.Ab einer Inzidenz von 50 gilt folgende Besuchsregelung in Alten- und Pflegeheimen: maximal drei Besuche pro Woche für jeweils eine Stunde und maximal zwei Personen pro Besuch.
  • Sperrstunde ab Mittwoch, 21. Oktober
  • Ab Mittwoch gibt es eine Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr für die Gastronomie sowie die Vergnügungsstätten (darunter fallen nicht die Spielotheken). Darüber hinaus darf in der Zeit von 23 bis 6 Uhr kein Alkohol im öffentlichen Raum konsumiert werden.
  • Die Sperrzeitregelungen werden nur dann ausgesetzt, wenn die Inzidenz wieder mindestens vier aufeinander folgende Tage unterhalb von 50 liegt.

Aufgrund eines Übermittlungsfehlers haben sowohl das Robert Koch-Institut (RKI) als auch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) für Sonntag (18.) und Montag (19.) keine Neuinfektionen (+0) gemeldet. Am Sonntag waren es jedoch +39 Neuinfektionen und am Montag +48 (insgesamt +87). Derzeit liegt die Anzahl der Coronafälle im LaDaDi bei 980, davon sind 702 genesen, was eine Anzahl von 256 aktiven Infektionen ergibt.  (as)

17.10. LaDaDi: gemeinsame regionale Maßnahmen gegen Corona 

Die kreisfreien Städte und Landkreise im Rhein-Main-Gebiet Frankfurt, Wiesbaden, Offenbach, Darmstadt, der Kreis Groß-Gerau die Landkreise Main-Kinzig, Main-Taunus, Rheingau-Taunus, Hochtaunus und Offenbach haben sich am Donnerstag (15.) auf gemeinsame Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus festgelegt, wenn die Inzidenz auf über 35 steigt. In allen genannten Städten und Landkreisen liegt die Inzidenz derzeit weit über 35, teilweise sogar über der kritischen Marke von 70.  Die Inzidenz im Landkreis Darmstadt-Dieburg liegt am heutigen Freitag (16.) bei 30. Der Kreis hat derzeit in der Rhein-Main-Region noch nicht die 35er-Marke überschritten. Dennoch wird sich der Landkreis Darmstadt-Dieburg ebenfalls den Maßnahmen anschließen, die bereits in den anderen Kreisen und Städten ab einer Inzidenz von 35 gelten. „Das Virus macht vor den Kreisgrenzen nicht halt. Auch wir werden uns einer höheren Inzidenz annähern und deshalb ist es wichtig, dass wir schon jetzt die Maßnahmen, die gestern von unseren Nachbarkreisen und Nachbarstädten getroffen wurden, umsetzen. Wir liegen inmitten der Rhein-Main-Region und es kann und darf kein Flickenteppich entstehen. Die Menschen brauchen einheitliche Regeln. Die Maßnahmen, die auch wir jetzt ergreifen, sind präventiv. Es gibt zwischen den Landkreisen und den Städten keine Grenzen. Durch Arbeit, Schule und Familie mischen sich die Menschen, verlassen ihre Stadt oder ihren Kreis. Deshalb ist es wichtig, dass innerhalb unserer Region, auch wenn bei uns die Inzidenz derzeit noch nicht bei über 35 liegt, einheitliche Regeln gelten“, so Landrat Klaus Peter Schellhaas. Der Leiter des Verwaltungsstabes Rainer Leiß ergänzt: „Wir waren in die Gespräche, die gestern zwischen den Städten und Kreisen in der Rhein-Main-Region stattgefunden haben, nicht eingebunden, weil bei uns die Inzidenz noch keine kritischen Werte erreicht hat. Die Inzidenz im Landkreis Darmstadt-Dieburg lag gestern bei 28. Wir haben uns dazu entschieden, die nachfolgenden Maßnahmen bereits jetzt vorsorglich anzuordnen.“

Ab Montag, 19. Oktober, gelten folgende zwischen dem Gesundheitsamt und dem Verwaltungsstab abgestimmte Maßnahmen:

  • Maskenpflicht für alle Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse für zunächst 14 Tage nach Ende der HerbstferienSchulsport für alle Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse für zunächst 14 Tage nach Ende der Herbstferien nur kontaktlos und im Freien. Für Grundschulen Schulsport in diesem Zeitraum kontaktlosProfisportveranstaltungen finden ab einer Inzidenz von 35 entsprechend des Beschlusses des Bundeskanzleramtes und der Chef/innen der Staatskanzleien ohne Zuschauer/innen statt. Im Amateursport wird ab einer Inzidenz von 35 empfohlen, keine Zuschauer/innen zuzulassen. Ausgenommen davon sind jeweils eine erziehungsberechtigte Person pro minderjährigem Teilnehmenden sowie die Trainer/innen und Betreuer/innenAb einer Inzidenz von 50 gilt folgende Besuchsregelung in Alten- und Pflegeheimen: maximal drei Besuche pro Woche für jeweils eine Stunde und maximal zwei Personen pro Besuch
  • Eine Sperrstunde in der Gastronomie sowie ein Alkoholverkaufsverbot in der Zeit von 23 bis 6 Uhr ist in Vorbereitung und wird von der Entwicklung der Inzidenz abhängig gemacht.

„Wir müssen alle an einem Strang ziehen, um die Weiterverbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Ich appelliere nochmals eindringlich an alle, die AHA-Regeln einzuhalten: Abstand, Hygiene, Alltagsmaske; und an die App und das Lüften zu denken. Ich bitte alle, sich gut zu überlegen, ob die Familienfeier, das Treffen mit Freunden, der Besuch einer Veranstaltung oder die Teilnahme an einer Sitzung sein müssen“, so Landrat Klaus Peter Schellhaas. (as)