03.01.2021 Inzidenz 133,15 - Ausgangssperre wird ab 04.01. aufgehoben

Seit Montag, 21.12.2020 galt im Kreis Bergstraße eine nächtliche Ausgangsbeschränkung, nachdem die Inzidenz im Kreis drei Tage in Folge den Wert von 200 überschritten hatte. Die Maßnahme folgte den Vorgaben des hessischen Eskalationskonzepts und sollte wieder aufgehoben werden, wenn die Inzidenz fünf Tage in Folge unter 200 lag. Ausgenommen davon waren die Feiertage und die Zeit zwischen den Jahren: Weil an den Feiertagen weniger getestet wurde, gelten die zu erwartenden niedrigen Fallzahlen an und nach den Feiertagen als wenig aussagekräftig, was das tatsächliche Infektionsgeschehen angeht.

Auch im Kreis Bergstraße war deshalb über die Feiertage die Inzidenz deutlich gesunken, nachdem die Inzidenz zuletzt nochmals am 23.12. leicht angestiegen war, erreichte sie erstmals am 24.12. einen Wert unterhalt von 200 und nach den Feiertagen ihren Tiefstwert am 29.12. mit 107,58. Erst seit der Wiederaufnahme der Testungen zum 28.12.2020 hin waren realistischere Fallzahlen erkennbar. Mit der derzeitigen Anzahl der gemeldeten Neuinfektionen im Kreis Bergstraße wird jedoch die Marke von 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern (7-Tages-Inzidenz) nach aktuellem Kenntnisstand im Rahmen des 5-Tages-Zeitraums unterschritten.

Angesichts dieser aktuellen Lage im Kreis Bergstraße hebt Landrat Engelhardt die seit 21.12.2020 geltende nächtliche Ausgangsbeschränkung wieder auf. „Gemäß den Vorgaben des hessischen Eskalationskonzept sei es geboten, die Ausgangsbeschränkung wieder aufzuheben. Das ist nicht zwingend eine Entscheidung auf Dauer, denn niemand kann ausschließen, dass die Infektionszahlen auch wieder ansteigen.“ Der Landrat appelliert deshalb weiterhin an die Bevölkerung, Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren und damit der Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken. Er dankte zugleich allen Bergsträßerinnen und Bergsträßern, die sich verantwortungsbewusst verhalten und die AHA-Regeln eingehalten haben.

20.12. Inzidenz 220,34 Stufe Schwarz erreicht:

der dritte Tag in Folge mit Inzidenz über 200 - Damit gilt nach dem hessischen Eskalationskonzept die Stufe „schwarz“ für den Kreis Bergstraße. Ab Montag, 21. Dezember 2020, werden im Kreis die nach dem hessischen Eskalationskonzept vorgeschriebenen Maßnahmen gelten, u.a. eine nächtliche Ausgangsbeschränkung. Die entsprechende Bekanntmachung findet sich auf der Webseite des Kreises Bergstraße unter www.kreis-bergstrasse.de. Landrat Christian Engelhardt mahnt die Bevölkerung zur Ruhe und Besonnenheit: „Um unser Gesundheitssystem nicht zu überfordern, sollten diese Regeln unbedingt eingehalten werden. Ich appelliere an alle Bergsträßerinnen und Bergsträßer, in dieser kritischen Phase der Pandemie ihre Kontakte entsprechend einzuschränken, um einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken.“

Stufe Schwarz bedeutet:

Ausgangssperre in der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr früh. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist während dieser Zeit nur aus gewichtigen Gründen zuzulassen, insbesondere zur

    • ​Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten, einschließlich der Teilnahme Ehrenamtlicher an Einsätzen von Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst,
    • Inanspruchnahme medizinischer, therapeutischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen,
    • Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts, Begleitung und Betreuung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen,
    • Begleitung Sterbender,
    • Teilnahme an Gottesdiensten zu besonderen religiösen Anlässen, 
    • Versorgung von Tieren sowie zu Maßnahmen der Tierseuchenbekämpfung und -prävention.

 Sonderregeln gelten für Heiligabend und die beiden Weihnachtsfeiertage, also die Zeit vom 24. bis 26. Dezember 2020: Am 24. Dezember 2020 beginnt die nächtliche Ausgangssperre um 24 Uhr. Am 25. und 26. Dezember 2020 beginnt die nächtliche Ausgangssperre um 22 Uhr.

Darüber hinaus gelten folgende Regelungen:

  • Die Verpflichtung zum Tragen einer Mund- Nasen-Bedeckung bei Transporten im Gesundheitswesen bis zum Ablauf des 19. Januar 2021 verlängert.
  • In den Schulen findet ab Klassenstufe 8 Wechselunterricht statt. Der Unterricht soll nach Möglichkeit so gestaltet sein, dass zwischen den Schülerinnen und Schülern ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.
  • Außerdem dürfen Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer und pflegebedürftiger Menschen zu Besuchszwecken nur dann betreten werden, wenn Besucher mindestens einen aktuellen negativen PoC-Antigentest auf das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus-SARS-CoV-2 nachweisen können. PoC-Antigentests müssen unmittelbar vor Beginn des Besuchs durchgeführt werden.
  • Diese Regeln zur Maskenpflicht, dem Wechselunterricht und dem Nachweis eines negativen Coronavirustests für Besucher von Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer oder pflegebedürftiger Menschen gelten bis zunächst 19. Januar 2021.

Die entsprechende Allgemeinverfügung ist als sogenannte Eilbekanntmachung auf der Webseite des Kreises Bergstraße unter www.kreis-bergstrasse.de (rechte Spalte roter Kasten) veröffentlicht. Die Bürgerinnen und Bürger des Kreises Bergstraße werden gebeten, sich dort entsprechend zu informieren. Die Allgemeinverfügung wird wieder aufgehoben, wenn entsprechend den Bestimmungen des Landes Hessen die Inzidenz fünf Tage in Folge unter 200 liegt.

Landrat Christian Engelhardt beantwortet hier die häufigsten aktuellen Fragen, die ihm online gestellt werden, damit auch Menschen, die keinen Zugang zum Internet haben, auf diese Infos zugreifen können.

Fragen zur Corona-Impfung

Wann ist der Impfstoff erhältlich? Landrat Engelhardt: Die Impfstoffzulassung soll möglichst noch vor Weihnachten, aber zumindest im alten Jahr erfolgen, so äußerte sich unser Gesundheitsminister Jens Spahn. Ich gehe davon aus, dass es Ende Dezember oder dann gleich zum Neuen Jahr mit den Impfungen losgeht.  28 Impfzentren in Hessen stehen bereit, die Impfung gegen das SARS-Covid-2 Virus durchzuführen. Das Impfzentrum für den Kreis Bergstraße in Bensheim ist einsatzbereit.

Wer wird zuerst geimpft? Landrat Engelhardt: Im Bund wurde festgelegt, dass zuerst diejenigen geimpft werden, die bei einer Erkrankung an COVID-19 das höchste Risiko für Tod und schwere Erkrankung haben. Insofern erfolgt eine Priorisierung vornehmlich nach dem Alter. Außerdem werden demnach diejenigen prioritär geimpft, die an COVID-19 Erkrankte versorgen und sich dabei selbst einem erhöhten Risiko aussetzen.

Wie erhalte ich die Corona-Impfung? Landrat Engelhardt: Die Bundesregierung plant hier ein einheitliches Anmeldeverfahren, das auch in Hessen vorgesehen ist. In der ersten Phase werden die Impfungen im Wesentlichen in speziell eingerichteten Impfzentren bzw. durch mobile Teams erfolgen. Mobile Teams werden eingesetzt in Alten- und Pflegeeinrichtungen: In der zweiten Phase sollen die Impfungen zu einem großen Teil dezentral in Einrichtungen der Regelversorgung (Arztpraxen) durchgeführt werden. Für diese Phase wird davon ausgegangen, dass ausreichend Impfstoffe für ein Impfangebot an die Gesamtbevölkerung zur Verfügung stehen und ein großer Teil der Impfstoffe unter Standardbedingungen gelagert werden kann.

Fragen zum Alltag

Kann ich Besuch empfangen – und wenn ja, wie viele? Landrat Engelhardt: Jetzt kommt es darauf an, sich und andere zu schützen. Nur über die Weihnachtsfeiertage sind Treffen im engsten Familienkreis mit vier weiteren Personen außerhalb ihres Hausstandes möglich. Kinder, die unter 14 Jahre alt sind, werden nicht dazugezählt. Zum engsten Familienkreis zählen insbesondere Kinder, Eltern, Großeltern, Geschwister und Lebenspartner, aber auch Nachbarn, mit denen häufiger Kontakt besteht. Vor und nach Weihnachten dürfen sich nur vier Personen aus höchstens zwei Hausständen treffen.

Darf ich meine Enkel an Weihnachten besuchen? Landrat Engelhardt: Für die Enkel gilt dasselbe, wie für die Treffen im engsten Familienkreis. Sie dürfen als Großeltern den Hausstand ihrer Enkel besuchen. Zum Hausstand gehörende Kinder unter 14 Jahren werden von ihrer Anzahl her nicht mitgezählt.

Kann meine Familie bei mir übernachten? Landrat Engelhardt: Es ist nicht verboten, dass Verwandte bei Ihnen übernachten. Sie dürfen über Weihnachten vier weitere Personen aus dem engsten Familienkreis und die dazugehörigen Kinder bis 14 Jahre bei sich beherbergen. Allerdings sollten Kontakte nach Möglichkeit vermieden werden – so schwer es fällt, gilt dies auch für die Weihnachtszeit.

Welche Besuchsregelung gilt für Alten- und Pflegeheime oder Krankenhäuser? Landrat Engelhardt: Das Virus ist derzeit auf dem Vormarsch, auch in den Alten- und Pflegeheimen. Besuche in Krankenhäusern, Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen sollen trotzdem möglich bleiben, weil der soziale Kontakt gerade für die Älteren sehr wichtig ist. Sie dürfen zweimal pro Woche Besuch erhalten. Die Besucher müssen eine vom Heim gestellte oder akzeptierte FFP2- oder KN95-Maske ohne Ausatemventil tragen. Aber: Ein Besuch ist nicht möglich, wenn sie oder ihre Besucher Erkältungssymptome aufweisen Krankheitssymptome für COVID19, insbesondere Fieber, trockenen Husten (nicht durch chronische Erkrankungen verursacht), Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns, aufweisen. Und wenn in ihrer Einrichtung eine positive Infektion mit SARS-CoV-2 besteht, ist ebenfalls kein Besuch möglich. Das Besuchsverbot endet vierzehn Tag nach Vornahme des Antigen-Tests wenn keine Infektion mit SARS-CoV-2 mehr vorliegt. (Nach erfolgtem Antigen-Test (PCR-Test)). Seelsorgerinnen und Seelsorgern, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten, Therapeutinnen und Therapeuten dürfen jederzeit zu Besuch kommen.
Bei einem mehrtägigen Überschreiten der Inzidenz von 200 wird der Kreis Bergstraße eine Verfügung erlassen, welche den Besuch der Heime nochmals strenger regelt. Dann wäre vor Besuch ein Antigen-Test durchzuführen.

Kann ich noch zum Friseur gehen – oder darf meine mobile FriseurIn ins Haus kommen? Landrat Engelhardt: Die Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung ordnet die Schließung der Friseurbetriebe vorerst bis zum 10. Januar 2021 an. Betroffen von der Regelung sind ebenso die mobilen Friseurdienstleistungen.

Darf meine Fußpflegerin noch zu mir kommen? Landrat Engelhardt: Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel med. Fußpflege/Podologie, Physiotherapie, Ergotherapie, auch die Logopädie, medizinische Massagen, manuelle Lymphdrainagen, bleiben weiter möglich.

Kann ich zum Gottesdienst in meine Kirche gehen? Landrat Engelhardt: Gottesdienst dürfen weitestgehend stattfinden. Wegen der Aerosolverbreitung muss jedoch auf den kirchlichen Gesang verzichtet werden. Es gilt auch: Beim Besuch der Messe ist eine Mund-Nasen-Bedeckung Pflicht. Und: sie müssen sich bereits im Vorfeld zum Gottesdienst anmelden. Erkundigen sie sich am besten bei ihrer Kirche. Besonders an Weihnachten werden die vereinzelt verfügbaren Sitzplätze nur begrenzt zur Verfügung stehen. Melden Sie sich daher rechtzeitig an.

Welche Geschäfte haben jetzt noch geöffnet? Landrat Engelhardt: Eines vorneweg: ihre Versorgung, mit allem was dazugehört, ist in jedem Fall gesichert. Auch ihre Haustiere erhalten alles, was sie brauchen. Während des sogenannten „Lockdowns“ bis vorerst 10. Januar 2021 sind viele Einzelhandelsgeschäfte geschlossen. In jedem Fall geöffnet bleiben Supermärkte, Märkte, Apotheken, Drogerien, Tankstellen, Kioske und Tiermärkte. Liefer- und Abholservices sind grundsätzlich zulässig und viele Geschäfte bieten dies auch an.  Auch der Gang zur Sparkasse oder Bank ist wichtig – diese Geldinstitute haben geöffnet. Ebenso Reinigungen, Auto- und Fahrradwerkstätten. Die Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe sind nach wie vor für sie da und dürfen arbeiten, beispielsweise Reparaturen ausführen.

Kann ich mir mein Weihnachtsmenü liefern lassen? Landrat Engelhardt: Ja, einige Restaurants haben geöffnet und bieten den Lieferservice an.

Was muss ich beim Reisen beachten? Landrat Engelhardt: In der aktuellen Situation wird dringend davon abgeraten, im In- und Ausland zu verreisen. Wer ins Ausland reist, muss möglicherweise dort und auch bei der Rückkehr in Quarantäne oder benötigt ein negatives Testergebnis. Informationen hierzu finden Sie beim Auswärtigen Amt sowie beim Land Hessen.

Wann muss ich eine Mund-Nase-Bedeckung tragen und Abstand halten? Landrat Engelhardt: Die Maske muss beim Einkaufen, in Apotheken, in Banken und Sparkassen, bei Gottesdiensten, in Behörden (soweit geöffnet), bei Ärzten/Therapeuten und in Büros getragen werden. Auf öffentlichen Plätzen ist die Maske zwingend vorgeschrieben, sobald der nötige Mindestabstand Abstand zum Nächsten nicht gewährleistet ist. Plastikvisiere sind keine zulässige Mund-Nase-Bedeckung. Gleichzeitig ist das Einhalten des Mindestabstands von 1,50 m zum Nächsten vorgeschrieben. Im Öffentlichen Personennahverkehr ist alleingültig nur das Tragen der Maske Pflicht. Hintergrund für diese Entscheidung ist, dass ein Mindestabstand hier oftmals nicht eingehalten werden kann. Dies gilt auch für Bahnhöfe und Flughäfen. Auch in Fahrzeugen, in denen sich Personen von mehr als zwei Hausständen befinden, gilt die Maskenpflicht.

Muss ich zwingend eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen? Landrat Engelhardt: Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können, sind von der Maskenpflicht ausgenommen. Bestenfalls führen diese Personen immer eine ärztliche Bescheinigung ihrer Befreiung von der Maskenpflicht mit.

Wie komme ich an die kostenlosen FFP2-Schutzmasken heran? Landrat Engelhardt: Voraussetzung für die kostenlose Ausgabe der FFP2-Masken ist, dass sie als Versicherte, das 60. Lebensjahr vollendet haben oder bestimmte Risikoerkrankungen aufweisen. Sie haben Anspruch auf einmalig drei Schutzmasken. Gehen sie bis 06. Januar 2021 dazu in ihre örtliche Apotheke. Bitte nur, wenn sie wirklich dazu berechtigt sind. Wie weisen sie nach, dass sie berechtigt sind? Es gibt drei Möglichkeiten:

  1. Sie weisen ihr Alter durch die Vorlage ihres Personalausweises nach.
  2. Sie füllen eine Eigenauskunft oder eine Eigenerklärung zu ihrer Erkrankung aus, die sie als Formblatt in der Apotheke erhalten.
  3. Sind sie bei der örtlichen Apotheke bekannt und lassen sie sich die Masken von einer zweiten Person zukommen, schreiben sie einfach eine Abholer-Vollmacht. Bei Apotheken, die sie nicht kennen, benötigt ihr Abholer zusätzlich zur Vollmacht ihren Personalausweis.

In der Zeit vom 01. Januar bis zum Ablauf des 28. Februar 2021 dürfen nochmals sechs Schutzmasken bei der örtlichen Apotheke abgeholt werden. Auch Nicht-Versicherte haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch darauf.

Wann gibt es möglicherweise eine Ausgangssperre? Landrat Engelhardt: Bislang liegt der Kreis Bergstraße mit der Inzidenz noch unterhalb dem kritischen Bereich für eine Ausgangssperre. Eine Ausgangssperre kann durch eine Allgemeinverfügung des Kreises Bergstraße erfolgen, wenn die Fallzahlen (Inzidenz) der letzten sieben Tage, gerechnet pro 100.000 Einwohner mehr als 200 Infizierte beträgt. Diese Allgemeinverfügung wird auf der Homepage des Kreises veröffentlicht. Sollte es zu Ausgangsbeschränkungen kommen, so werden diese hier angegeben. Zu rechnen ist möglicherweise mit nächtlichen Ausgehverboten. Beruflich bedingte Ausfahrten wie z. B. Rettungsdienste, Gassigehen und Apothekengänge wären soweit nötig erlaubt. Anmerkung: inzwischen gilt die Ausgangssperre.

Hilfsangebote

Was mache ich, wenn ich glaube, infiziert zu sein? Landrat Engelhardt: Wer den Verdacht hat, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte zunächst - telefonisch! - den Hausarzt kontaktieren. Falls die Praxis geschlossen ist, bekommt man Hilfe beim Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der bundesweit einheitlichen Telefonnummer 116 117.

Gibt es jemanden, der für mich Einkaufen oder Botengänge erledigen kann? Oder mir Gesellschaft leistet? Landrat Engelhardt: Ja, in einigen Städten und Gemeinden des Kreises bieten sich Bürger und Bürgerinnen an, kleinere Dienste zu übernehmen. Sehen sie auch in der Broschüre unseres Kreisseniorenbeirates nach, wer sie unterstützen kann.

https://www.kreis-bergstrasse.de/pics/medien/1_1553691777/Seniorenbroschuere_2020_-_2._Auflage.pdf

Wer kann mich zu meinem Hausarzt oder Facharzt bringen? Landrat Engelhardt: Das übernehmen die örtlichen Taxiunternehmen gerne für Sie. Was die Bezahlung anbelangt, sprechen Sie mit ihrer Arztpraxis, die ihnen eine Verordnung für Taxifahrten ausstellt und auch mit ihrer Krankenkasse, wie die Regelungen im Einzelnen durchzuführen sind. Für Schwerbehinderte und Pflegegrade 3, 4 oder 5 gelten besondere Erleichterungen. Möglicherweise bietet auch die Nachbarschaftshilfe in ihrer Stadt, ihrem Ort eine Mitfahrgelegenheit an. Bitte beachten Sie in jedem Fall die Pflicht, eine Mund-Nase-Bedeckung im Fahrzeug zu tragen. In Notfällen wenden Sie sich bitte an einen der bekannten Rettungsdienste über die zentrale Leitstelle. Sie ist über die Telefonnummer 06252 19222 zu erreichen. Im dringen Notfall über 112.

Welche Unterstützung kann ich als nicht mehr mobile BürgerIn erhalten? Landrat Engelhardt: Sehen Sie bitte nach in der Broschüre „Information für Seniorinnen und Senioren“, die vom Kreisseniorenbeirat herausgegeben wurde. Darüber hinaus bietet weitere Informationen der Pflegestützpunkt, die Fachstelle „Leben im Alter“ und der Kreisseniorenbeirat. Und nicht zuletzt können Sie auch Ihre Fragen an unseren Bürgerservice in der Kreisverwaltung richten. Dafür gibt es die einheitliche Behördenrufnummer 115.

---

/ 17.12. Inzidenz 163

Mehr als 30 Prozent der aktuell bekannten Infizierten aus dem Kreis Bergstraße sind älter als 60 Jahre alt. Der Altersdurschnitt der Personen aus dem Kreis Bergstraße mit einer bestätigten SARS-CoV-2-Infektion, die sich aktuell in stationärer Behandlung befinden, liegt bei knapp 73 Jahren. Es sind jedoch alle Altersgruppen betroffen. Die größte Gruppe ist die der 80- bis 89-Jährigen, gefolgt von den 70- bis 79-Jährigen.

Aktuell mit SARS-CoV-2-Fällen betroffene Einrichtungen im Kreis: 16 Schulen (zum Vergleich: letzte Woche 14) und 6 Kitas (zum Vergleich: letzte Woche 4)
Alten- und Pflegeeinrichtungen: Seit dem 16. Oktober 2020 wurden durch das Gesundheitsamt des Kreises 41 betroffene Alten- und Pflegeeinrichtungen, ambulante Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für behinderte Menschen betreut, welche mindestens einen positiven SARS CoV-2 Fall in ihrer Einrichtung unter den Bewohnern oder Mitarbeitern zu verzeichnen hatten. Derzeit sind 12 Einrichtungen in der Betreuung durch das Gesundheitsamt im Zusammenhang mit SARS-CoV-2-Infektionen: 6 mit bestätigtem PCR-Test (vor einer Woche 8) und 6 weitere, in denen positive sogenannte Schnelltests vorliegen. Das bedeutet, dass das aktuelle Infektionsgeschehen von Seiten des Gesundheitsamtes derzeit in 29 Einrichtungen als beendet angesehen werden kann. (Nnur Einrichtungen bei denen ein durch PCR-Test bestätigter Fall bei BewohnerInnen vorliegt)

14.12. Inzidenz 156,75 / 13.12. Inzidenz 143,44/ 30.11. Inzidenz 102,04

26.11. Impfzentrum Kreis Bergstraße: Fachpersonal gesucht!

Die Landkreise sind vom Land Hessen dazu aufgerufen, eigene Impfzentren für eine konzertierte SARS-CoV-2-Impfaktion zu errichten. Der Kreis Bergstraße arbeitet aktuell mit Hochdruck an den entsprechenden Vorbereitungen. „Fest steht bereits, dass es ein zentrales Impfzentrum geben soll, nicht mehrere kleine. Zudem wird es mobile Impfteams geben, die beispielsweise in Alten- und Pflgeheime tätig sein werden“, so Landrat Engelhardt dazu. Der Standort werde im Kürze bekannt gegeben. Aktuell würden mehrere Optionen geprüft. Täglich sollen hier sobald der Impfstoff zur Verfügung steht, über 1000 Personen geimpft werden, an voraussichtlich zehn so genannten Impfstraße. „Natürlich benötigen wir in diesem Zusammenhang zahlreiche Personen, die diese Arbeit stemmen, vor allem medizinisches beziehungsweise medizinisch- technisches Fachpersonal. Neben Humanmedizinern, medizinische Fachangestellte, Gesundheits- und Krankenpfleger, Notfallsanitäter, aber auch Hebammen, Personen, die über eine abgeschlossene Ausbildung im Gesundheitsfachberuf mit 3-jähriger Ausbildung verfügen, sowie Studierende der Humanmedizin.“ Diese Personen würden zeitlich befristet beschäftigt werden. Entsprechende Stellenausschreibungen werden zeitnah veröffentlicht. Interessenten können sich jedoch bereits unter folgender E-Mail-Adresse melden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Das Impfzentrum wird in Bensheim eingerichtet.

Warum gibt es so unterschiedliche Angaben zur Inzidenz?

26.11. Inzidenz 113,13 laut Mitteilung des Kreises Bergstraße;  das Land Hessen gibt 68,8 an; das RKI meldet 98,8.
Kreis Darmstadt-Dieburg für den 26.11.: Inzidenz 128,2 laut Land Hessen

22.11. Inzidenz 131,24 / 17.11. Inzidenz 119,41

12.11. Inzidenz 144,92 / 11.11. Inzidenz 156,38 / 10.11. Inzidenz 148,99

Corona-Testzentrum zieht nach Lampertheim: die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KV-H) will das Corona-Testzentrum von Heppenheim nach Lampertheim-Hofheim verlagern. Der Kreis Bergstraße stellt dafür das Gebäude mietfrei zur Verfügung. „Mit der Verlagerung gibt es nun die Möglichkeit, das Testcenter dort winterfest zu machen“, erklärt Landrat Engelhardt diesen Schritt. Am jetzigen Standort in Heppenheim musste sich das Testzentrum die Räumlichkeiten mit dem Ärztlichen Bereitschaftsdienst teilen. Am neuen Standort gibt es einen begrenzten Wartebereich innerhalb des Gebäudes sowie Unterstellmöglichkeiten im Außenbereich. In den letzten drei Wochen gab es einen deutlichen Anstieg der Infektionszahlen: fast 900 neue Infektionsfälle erfasst - so viele, wie bis dahin in der ganzen Pandemie nicht.

04.11. Inzidenz 144,55

03.11.: Bundeswehr im Kampf gegen Corona

In den vergangenen zwei Wochen ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Corona-Virus im Kreis Bergstraße sprunghaft angestiegen. Landrat Christian Engelhardt hatte deshalb mit der Bundeswehr Kontakt aufgenommen und um personelle Unterstützung gebeten. Der Bund hatte vor einigen Tagen den Ländern angeboten, mit personeller Unterstützung von Bundeswehrangehörigen bei der Kontaktnachverfolgung zu unterstützen. Die Hilfe kam rasch: In der vergangenen Woche konnten Landrat Christian Engelhardt und Gesundheitsdezernentin Diana Stolz 14 Soldatinnen und Soldaten begrüßen, diese Woche kommen weitere zwei hinzu. Die Bundeswehrangehörigen unterstützen das Gesundheitsamt bei der Kontaktnachverfolgung sowie bei der Durchführung von Testungen. Unter den Soldatinnen und Soldaten sind auch Sanitätskräfte der Bundeswehr, die auch über eine entsprechende Ausbildung als Sanitätssoldaten verfügen. Für die Dauer des Einsatzes, der abhängig von der weiteren Entwicklung der Infektionslage sein wird, sind sie im Kreisgebiet untergebracht.

01.11. Inzidenz 136,42
28.10. Inzidenz 131,24

Hallen im Kreis werden für Sport und private Veranstaltungen geschlossen

Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Kreis Bergstraße haben sich heute dafür ausgesprochen, die Hallen in den Kommunen vorrübergehend nicht mehr für den Sport oder für private Feierlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig appellieren sie an alle Sportverantwortlichen, auf Sport in Hallen bis auf Weiteres zu verzichten.

25.10. Inzidenz 111,28 (=Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner)
23.10. Inzidenz 99,45 - Appell der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister

Aufgrund des aktuell dynamischen Infektionsgeschehens im Kreis Bergstraße appellieren alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Kreises an die Bergsträßerinnen und Bergsträßer die Corona-Regeln einzuhalten – auch um weitere Einschränkungen zu vermeiden: „Nehmen Sie das Corona-Virus weiterhin ernst. Für die Bildung unserer Kinder, für unsere Wirtschaft, für unser Leben. Danke für Ihre Rücksicht, Umsicht und Vorsicht.“

21.10. Inzidenz 75: weitreichende Allgemeinverfügung https://www.kreis-bergstrasse.de/pics/medien/1_1603286211/3._Allgemeinverfuegung_Stand_21.10.2020.pdf.

Kontaktbeschränkungen: im öffentlichen Raum maximal fünf Personen oder Angehörige von zwei Hausständen

Inzidenz 70 - weiterführende Maßnahmen

Die Allgemeinverfügungen des Kreises Bergstraße finden Sie hier: www.kreis-bergstrasse.de/corona

  • Beschränkungen privater Zusammenkünfte und Veranstaltungen: Private Zusammenkünfte und private Feierlichkeiten werden in öffentlichen und angemieteten Räumen sowie im Freien auf maximal 10 Personen oder zwei Hausstände beschränkt. Hiervon ausgenommen sind Zusammenkünfte nach § 1 Abs. 2 CoKoBeV. Für den Fall, dass die Inzidenz für den Kreis Bergstraße den Grenzwert von 75 erreicht oder überschreitet, gelten weitere Beschränkungen für private Zusammenkünfte und Veranstaltungen. Vorgesehen ist hier insbesondere eine weitere Regelung zur Kontaktbeschränkung (5 Personen/zwei Hausstände).
  • Veranstaltungen: Für Zusammenkünfte und Veranstaltungen sowie Kulturangebote, wie Theater, Opern, Konzerte, Kinos und ähnliches gilt eine Begrenzung der Teilnehmerzahl auf 100 Personen. Außerdem muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, auch auf dem eigenen Sitzplatz.
  • Sportbetrieb: Sport jeder Art, inklusive Schulsport, darf grundsätzlich nur kontaktlos und unter Einhaltung eines Mindestabstands von 1,50 m ausgeübt werden. Ausgenommen sind Vereinssportarten, die in einem organisierten Wettkampfbetrieb stehen (als Teil einer Liga beispielsweise), soweit ein entsprechendes Hygienekonzept vorliegt und alle vermeidbaren Kontakte unterbleiben.
  • Außenabgabeverbot für alkoholische Getränke: Der Verkauf und die Abgabe von alkoholischen Getränken wird im Gebiet des Kreises Bergstraße in Zeit von täglich 23:00 Uhr bis 6:00 Uhr untersagt.
  • Sperrzeitfestsetzung:Für das Gaststättengewerbe sowie für öffentliche Vergnügungsstätten mit Ausnahme der Spielhallen wird die Sperrzeit im gesamten Kreis Bergstraße zwischen 23:00  und 06:00 Uhr festgesetzt.

Alle vorgenannten Regelungen gelten zunächst bis zum 30.11.2020.

  • Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes an Schule: In Absprache mit dem zuständigen Staatlichen Schulamt soll der Unterricht an den Grundschulen nur im Klassenverband erfolgen. In Klassen der Sekundarstufe I (ab Klasse 5) muss auch im Unterricht ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Auf entsprechende Masken- und Erholungspausen ist zu achten. Die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes besteht in Förderschulen für Schülerinnen und Schüler im Präsenzunterricht nur, insofern es der Entwicklungsstand und die gesundheitliche Verfassung der Schülerinnen und Schüler zulässt. Bei Ganztags- oder Betreuungsangeboten ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bei der Mischung von Klassengruppen vorgeschrieben.
  • Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für in Gemeinschaftseinrichtungen tätige Personen: In Einrichtungen nach § 36 Abs. 1 Nr. 2 bis 5 IfSG tätige Personen sind verpflichtet, mindestens einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

18.10.: weiterführende Maßnahmen

Die Inzidenz für den Kreis Bergstraße hat heute den Wert von 69,13 erreicht und steht damit nicht mehr weit vom Grenzwert 75, ab welchem die fünfte und höchste Stufe des hessischen Eskalationskonzepts zur Eindämmung des Corona-Virus erreicht wird.

Der Kreis Bergstraße informiert deshalb darüber, dass über die Allgemeinverfügung vom 15.10.2020, veröffentlicht am 17.10.2020 (siehe unten), hinausgehend und in Absprache mit dem Staatlichen Schulamt an den Bergsträßer Schulen auch in Klassen der Sekundarstufe I (ab Klasse 5) eine Maskenpflicht im Unterricht gelten soll. Diese Regelung gilt zunächst für die zwei Wochen nach den Herbstferien.

Im Kreis Bergstraße wird zudem nur noch kontaktloser Sport erlaubt sein, auch im Schulsport. Das Gesundheitsamt empfiehlt überdies, den Sportunterricht im Freien abzuhalten. Diese Regelung gilt zunächst bis 30.11.2020. Hintergrund ist das aktuelle Infektionsgeschehen sowie mögliche Auswirkungen auf das weitere Infektionsgeschehen durch Reiserückkehrer mit dem Ende der Herbstferien. Die Bürgermeister im Kreis wurden zudem durch den Landrat gebeten, in Kindergärten und Kindertageseinrichtungen auf offene Betreuungskonzepte zu verzichten und die Kinder in getrennten Gruppen zu betreuen. Landrat Engelhardt ruft zudem die freien und kirchlichen Träger dazu auf, diese Empfehlung ebenfalls umzusetzen. Landrat Christian Engelhardt und Gesundheitsdezernentin Diana Stolz zeigen sich besorgt über die aktuelle Lage.

Meldepflicht für Reiserückkehrer aus dem Ausland: Einreisende aus dem Ausland nach Hessen werden darauf hingewiesen, dass sie gemäß der „Fünften Verordnung zur Anpassung der Verordnungen zur Bekämpfung des Corona-Virus“ unverzüglich nach ihrer Ankunft das für sie zuständige Gesundheitsamt zu kontaktieren und auf ihre Einreise hinzuweisen haben. Reiserückkehrer sind außerdem verpflichtet, beim Auftreten von Symptomen einer Erkrankung mit COVID-19 im Sinne der jeweiligen Kriterien des Robert Koch-Instituts unverzüglich das zuständige Gesundheitsamt zu kontaktieren.

Für die Einwohner des Kreises Bergstraße ist das Gesundheitsamt des Kreises Bergstraße das zuständige Gesundheitsamt. Für die Meldung an das Gesundheitsamt steht ein Online-Formular zur Verfügung. Das Formular befindet sich auf der Webseite des Kreises Bergstraße unter www.kreis-bergstrasse.de/corona > Reiserückkehrer.

Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen zudem sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben und sich für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Einreise ständig dort aufzuhalten. Es ist in diesem Zeitraum nicht gestattet, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht ihrem Hausstand angehören. Nähere Informationen hierzu finden sich auf den Internetseiten des Hessischen Sozialministeriums unter: https://soziales.hessen.de/gesundheit/infektionsschutz/corona-hessen/quarantaenebestimmungen-fuer-rueckreisende

15.10.: Kreis Bergstraße erlässt Allgemeinverfügung zur Eindämmung des Corona-Virus

Rund 100 Personen haben sich in den vergangenen sieben Tagen im Kreis Bergstraße mit dem Corona-Virus angesteckt. Die Inzidenz für den Kreis Bergstraße lag am Donnerstag, 15.10., bei 36,23 und damit über 35. Ab einer Inzidenz von 35 ist die dritte Stufe des hessischen Eskalationskonzeptes zur Eindämmung des Corona-Virus erreicht. Es sieht vor, dass dann Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ausgeweitet werden müssen. Außerdem erfolgt eine Einbindung des Planungsstabs COVID-19 des Hessischen Sozialministeriums. Angesichts dieser Situation und des weiterhin sehr dynamischen Infektionsgeschehens im Kreis Bergstraße wird der Kreis am Samstag eine Allgemeinverfügung bekanntmachen, die mit ihrer Veröffentlichung sofortige Gültigkeit für alle Bürgerinnen und Bürger des Kreises hat.

In der Allgemeinverfügung ist geregelt:

  • In Gastronomiebetrieben und Übernachtungsbetrieben sowie Mensen, Kantinen, Cafés, Eiscafés und Eisdielen soll eine Maskenpflicht gelten beim Betreten und Verlassen der Räumlichkeiten sowie in Gängen und beim Aufsuchen von Gemeinschaftseinrichtungen. Ausnahmen sind vorgesehen für Kinder unter 6 Jahren oder Personen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder Behinderung keine Mund-Nasen Bedeckung tragen können.
  • In Krankenhäuser sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt, sollen Besuche stärker gesteuert werden. Das Gleiche gilt für Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen
  • Besuche in Einrichtungen zur gemeinschaftliche Unterbringung von Asylbewerbern, vollziehbar Ausreisepflichtigen, Flüchtlingen und Spätaussiedlern werden grundsätzlich ausgeschlossen.

Diese Regelungen der Allgemeinverfügung sollen zunächst bis 31.10.2020 gelten.

  • Im Bereich der Veranstaltungen werden genehmigungspflichtige Zusammenkünfte und Veranstaltungen sowie Kulturangebote, wie Theater, Opern, Konzerte, Kinos usw. mit einer Teilnehmerzahl von über 250 Personen, nicht mehr durch das zuständige Kreisgesundheitsamt genehmigt. Bereits erteilte Genehmigungen für Veranstaltungen mit mehr als 250 Personen seien dann unwirksam und erlöschen. Darüber hinaus soll für genehmigungspflichtige Zusammenkünfte und Veranstaltungen sowie Kulturangebote, wie Theater, Opern, Konzerte, Kinos und ähnliches mit einer Teilnehmerzahl von über 100 Personen eine Anmeldepflicht beim Kreisgesundheitsamt gelten. Die Regelungen für Veranstaltungen sollen zunächst bis 30.11.2020 gelten.
  • Im Bereich der Schulen ist in Absprache mit dem zuständigen Staatlichen Schulamt vorgehen, dass der Unterricht an den Grundschulen nur im Klassenverband erfolgen soll. Ab der Sekundarstufe II, auch in den Berufsschulen, soll - in Ergänzung der bisher bereits durch Landesverordnung geregelten Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes - die Verpflichtung bestehen, diesen auch während des Unterrichts zu tragen. In der Sekundarstufe I soll die Verpflichtung bestehen, einen Mund-Nasen-Schutz während des klassenübergreifenden Unterrichts zu tragen. Die Regelungen für Schulen sollen zunächst bis 15.11.2020 gelten.

Die genauen Regelungstatbestände und Ausnahmen können in der Allgemeinverfügung nachgelesen werden. Die Allgemeinverfügung wird am Samstag, den 17.10.2020 in den Bekanntmachungsorganen des Kreises Bergstraße veröffentlicht. Außerdem wird sie auf der Homepage des Kreises Bergstraße unter www.kreis-bergstrasse.de abrufbar sein.

Landrat Christian Engelhardt teilt dazu mit: „Mit diesen Maßnahmen wollen wir versuchen, das aktuelle Infektionsgeschehen bei uns im Kreis zu reduzieren.“ Engelhardt appelliert dabei an alle Bürgerinnen und Bürger: „Uns wird die Eindämmung des Infektionsgeschehens nicht gelingen, wenn sich nicht alle an die geltenden Maßnahmen halten. Ich appelliere, gemeinsam mit Gesundheitsdezernentin Diana Stolz, an alle Bürgerinnen und Bürger, die geltenden Regeln einzuhalten! Niemand von uns möchte einen Lock-Down. Niemand von uns möchte die Folgen eines Lock-Downs spüren! Die Schließung von Schulen und Kindertagesstätten, die Abschottung von älteren und kranken Menschen, die massive Beschränkung der sozialen Kontakte, aber auch wirtschaftliche Probleme, einschließlich der Sorgen um den Erhalt des Arbeitsplatzes, all das sind die Folgen eines Lock-Downs. Wir möchten dies um jeden Preis vermeiden. Es darf deshalb auch nicht sein, dass die vielen, die sich an die aktuellen Regeln halten, unter der Unvernunft einiger weniger leiden müssen. Wir werden deshalb auch die Einhaltung der Regeln kontrollieren lassen.“ Der Bergsträßer Landrat hat daher bereits am Mittwoch mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Städte und Gemeinden gesprochen und um Unterstützung durch die Ordnungsämter der Kommunen gebeten. Auch Gesundheitsdezernentin Diana Stolz appelliert an die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger: „Es ist wichtig, dass wir alle deutlich achtsamer werden. Jede Bürgerin, jeder Bürger kann mit dem eigenen Verhalten dazu beitragen, dass wir in der Lage bleiben, das Infektionsgeschehen bei uns im Kreis unter Kontrolle zu behalten.“ Der Schlüssel für die Eindämmung des Virus, so Stolz, sei insbesondere auch die Kontaktverfolgung, welche das Gesundheitsamt leistet. Schon jetzt sei zu beobachten, dass bei vielen der in letzter Zeit festgestellten Neuinfizierten nicht gleich festgestellt werden konnte, wo sich diese angesteckt hatten. Die Gesundheitsdezernentin appelliert deshalb auch an die Bürgerinnen und Bürger, die Corona-App zu nutzen.