Informationen und Tipps zur Terminvergabe / Landrat Engelhardt zum Status quo der Corona-Impfmaßnahme im Kreis

„Bald startet die Impfaktion in Hessen in eine ganz neue Phase“, erklärt Landrat Christian Engelhardt. „Endlich werden wir mehr Impfstoff erhalten als bisher. Somit können wir ab Dienstag, den 9. Februar, unser Bensheimer Impfzentrum in Betrieb nehmen und Bergsträßerinnen und Bergsträßer, die zur ersten Priorisierungsgruppe gehören, können hier vor Ort ihre Schutzimpfung erhalten.“

Wer kann sich impfen lassen? Geimpft werden können aktuell Personen ab 80 Jahren, Personen in Alten- und Altenpflegeeinrichtungen (Mitarbeitende und Bewohner/innen), Mitarbeitende ambulanter Pflegedienste, Mitarbeitende in medizinischen Einrichtungen mit sehr hohem Covid-19-Expositionsrisiko (insbesondere Intensivstationen, Notaufnahmen und Rettungsdiensten) sowie Mitarbeitende in medizinischen Einrichtungen, in denen Personen behandelt werden, bei denen eine Covid-19-Infektion schwere beziehungsweise tödliche Verläufe erwarten lässt (insbesondere aus dem Bereich Hämato-Onkologie und Transplantationsmedizin).

Wie kann man sich anmelden? Terminvergaben erfolgen ab Mittwoch, den 3. Februar 2021, über das Telefon (über die Telefonnummern 0611 505 92 888 oder 116 117) oder über das Internet (www.impfterminservice.hessen.de). Über die Internetseite www.impfterminservice.hessen.de können sich Berechtigte schon jetzt (also vor dem 3.2.2021) im Anmeldesystem registrieren. Damit ist der erste von zwei Schritten hin zum Impftermin bereits erledigt. Die Informationen bleiben dort gespeichert bis die eigentliche Terminvergabe möglich ist. Die einzelnen Bergsträßer Städte und Gemeinden haben für ihre Bürgerinnen und Bürger auf Anregung des Landrats hin bereits Ansprechpartner benannt, die Impfberechtigten bei der Anmeldung und gegebenenfalls auch bei anderen Themen (wie zum Beispiel Transportfragen) behilflich sein werden. Die Kontaktdaten dieser Ansprechpartner werden über die Städte und Gemeinden bekannt gemacht und zeitnah auch auf der Internetseite des Kreises veröffentlicht werden. Zudem habe der Kreis eine Ansprechpartnerin für kommunale Impfberatungen eingerichtet, die den kommunalen Ansprechpartnern zum Thema Impfung unterstützend zur Seite steht.

„Ich finde es sehr begrüßenswert, wenn – wie zum Beispiel in Fürth – zusätzlich Vereine und andere Institutionen unsere Seniorinnen und Senioren bei diesem Thema unterstützen – sei es bei der Vereinbarung entsprechender Termine oder durch die Einrichtung ehrenamtlicher Fahrdienste“, lobte Engelhardt. Wenn ein privat organisierter Transport nicht möglich sei und die Kosten für eine Taxifahrt zu einem Impfzentrum nicht von der Krankenkasse übernommen würden, komme das Land in den Fällen der Personen, die üblicherweise auch bei den Arztbesuch einen Erstattungsanspruch haben, für die Fahrt-Kosten (Taxi, Mietwagen) auf, betonte er in diesem Zusammenhang.

Seit Beginn der bundesweiten Impf-Aktion am 27.12.2020 konnten im Kreis bereits über 4.200 Impfdosen verimpft werden, so Landrat Engelhardt. „Ich freue mich sehr, dass unsere Impfteams schon in 16 Bergsträßer Heimen Erst- und Zweitimpfungen und in 18 weiteren Heimen Erstimpfungen durchführen konnten“, so der Chef der Kreisverwaltung. Zudem sei medizinisches Personal aus Krankenhäusern geimpft worden. Die Impf-Aktionen in den Bergsträßer Heimen, die über die mobilen Impfteams durchgeführt werden, werden laut Engelhardt etwa Mitte März abgeschlossen sein. Danach sei geplant, dass die mobilen Impfteams impfberechtigte Personen, die nicht mobil genug sind, um das Bensheimer Impfzentrum zu besuchen, wohnortnah beziehungsweise am Wohnort selbst zu impfen. Es werde dann also lokale Impftermine geben. Geplant sei hierfür eine Terminvergabe in Zusammenarbeit mit den Rathäusern. Zudem sei es geplant, wo nötig auch Personen zuhause zu impfen.

Die Impfbereitschaft der Bergsträßerinnen und Bergsträßer sei erfreulich hoch, berichtet Engelhardt. Impfung-Komplikationen oder schwere Nebenwirkungen habe es seines Wissens in diesem Zusammenhang bisher nicht gegeben. „Wir gehen davon aus, dass die Impfstoff-Zufuhr in den kommenden Wochen und Monaten steigen wird und wir als Kreis deutlich mehr Impfstoff zur Verfügung gestellt bekommen als bisher“, so der Landrat abschließend. Wenn ausreichend Impfstoff-Ampullen zur Verfügung ständen, könnten allein im Bensheimer Impfzentrum täglich rund 1.300 Bergsträßerinnen und Bergsträßer eine Schutzimpfung erhalten.

19.01. Landrat Engelhardt zum Status quo der Impfaktion im Kreis / Seit 19.1. wird in sechs hessischen Regionalzentren geimpft

Kreis Bergstraße: „Die bundesweite Impfaktion gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 schreitet voran – auch im Kreis Bergstraße“, erklärt Landrat Christian Engelhardt. So konnte der Kreis seit Beginn der Aktion am 27.12.2020 bereits in 27 Pflegeheime Impfangebote für Bewohnerinnen, Bewohner sowie für das Personal machen. Zudem sei medizinisches Personal aus Krankenhäusern geimpft worden. „Die Impfbereitschaft der Bergsträßerinnen und Bergsträßer ist erfreulich hoch. Insgesamt haben gut 3.300 Impfungen durch unsere Impfteams stattgefunden“ so der Landrat. Komplikationen der Impfung oder schwere Nebenwirkungen habe es seines Wissens in diesem Zusammenhang bisher nicht gegeben. Am vergangenen Wochenende hätten erste Bergsträßerinnen und Bergsträßern bereits die entsprechende Zweitimpfung erhalten, die drei Wochen nach der Erstimpfung erfolgen sollte und durch die der volle Impfschutz entsteht. „Mit der heute Morgen erfolgten Öffnung der sechs Regionalen Impfzentren in Kassel, Gießen, Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt ist ein weiterer guter Schritt im Kampf gegen das Virus getan“, so Engelhardt.

Doch um so vielen Menschen wie möglich eine ortsnahe Schutzimpfung zu ermöglichen, sei es zwingend erforderlich, dass auch die zusätzlichen 22 vorbereiteten hessischen Impfzentren ihre Arbeit aufnehmen können, unter ihnen das in Bensheim. „Dies hatte ich gegenüber der Landesregierung in einem gemeinsam mit den anderen südhessischen Landräten sowie dem Oberbürgermeister von Darmstadt versandten Schreiben in der vergangenen Woche vorgeschlagen.“

Allerdings sei die Impfstoff-Zufuhr in Hinblick auf die bundesweite Impfaktion weiterhin der limitierende Faktor. Denn geplante weitere Biontech-Lieferungen fallen, wie vom Hersteller angekündigt, geringer aus als geplant. Aufgrund geringfügiger Impfstoff-Nachlieferungen durch den Bund muss auch der Kreis Bergstraße den Schwerpunkt der Impfaktion aktuell auf Zweitimpfungen richten und kann nur wenige weitere Erstimpfungen vornehmen. „Dennoch sehen die Planungen der hessischen Landesregierung vor, dass die weiteren hessischen Impfzentren am 9. Februar öffnen können“, erklärt der Bergsträßer Verwaltungschef. „Wir hoffen, dass der Impfstoff-Engpass dann weitestgehend behoben sein wird und der Kreis in Sachen SARS-CoV-2-Immunisierung dann auch wieder hier vor Ort beziehungsweise in Bensheim voll durchstarten kann“, so der Landrat. „Ich danke allen an der Impfaktion Beteiligten für ihre Arbeit und ihre großartigen Leistungen, auch bei den vorbereitenden Aktivitäten zum Start der Impfaktion sowie bei der Erarbeitung effizienter Abläufe vor Ort.“

3.2. Weitere Ehrenbeamte für das Bensheimer Impfzentrum vereidigt

Vor einiger Zeit rief der Kreis Bergstraße die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich als Mitarbeitende für das Bensheimer Impfzentrum zu melden, da für den reibungslosen Betrieb zahlreiche Stellen besetzt werden mussten. Nun konnte Landrat Christian Engelhardt im Bensheimer Impfzentrum zwölf weitere Helferinnen und Helfer, allesamt medizinische Fachangestellte, als Ehrenbeamte vereidigen. Die Ernennung zum Ehrenbeamten beziehungsweise zur Ehrenbeamtin wird bei den Mitarbeitenden des Impfzentrums vorgenommen, die sich ehrenamtlich engagieren. Alle Vereidigten sind hochmotiviert und freuen sich auf den Impfstart am 09. Februar 2021, denn dann können sie aktiv den Kreis Bergstraße im Kampf gegen den Corona-Virus unterstützen.

„Ich danke Ihnen und allen anderen Menschen, die sich bereits ehrenamtlich in unserer Kreisverwaltung mit viel Zeit und großem Einsatz engagieren und die so ihren persönlichen Beitrag zur Eindämmung des Corona-Virus leisten. Ein großer Dank geht auch an alle Menschen, die sich bis jetzt beworben haben. Ich bin beeindruckt von der großen Hilfsbereitschaft der Bergsträßerinnen und Bergsträßer“, betonte der Landrat.