Am Dienstag, den 06.Oktober 2020 trafen sich die Christdemokraten um 19 Uhr in der Gaststätte Zur Kuralpe-Kreuzhof zu Ihrer anstehenden Mitgliederversammlung. Nach dem Bundeswahlgesetz waren für die Wahlkreisdelegiertenversammlung, die den Direktkandidaten für den Deutschen Bundestag aufstellt, und für den besonderen Kreisparteitag zur Wahl der Delegierten zum besonderen Landesparteitag, der die Landesliste zur Bundestag wählt, Delegierte zu wählen.

Die Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden Carsten Stephan stand deshalb auch ganz im Zeichen der Zukunft: kommende Herausforderungen und Aufgaben der Gemeinde Lautertal und gesetzte Ziele für das Jahr 2021. Er wies auf das Superwahljahr 2021 hin. Zunächst sei die Kommunalwahl am 14. März und im Herbst dann die Bundestagswahl. Wer politisch engagiert ist, weiß, welche Herausforderungen vor uns liegen, so Stephan. Besonders freute man sich über den Besuch der Landtagsabgeordneten Birgit Heitland, die sich bereit erklärt hatte, trotz einer noch anstehenden Fahrt Richtung Fulda an diesem Abend als Wahlleiterin zu fungieren.

Nachdem die Wahl durchgeführt war und alle erforderlichen Delegierten bestimmt waren, nahm sich Birgit Heitland die Zeit, um ausführlich über die Tätigkeit als Landtagsabgeordnete zu berichten.

Corona beschäftige Politik, Gesellschaft und Wirtschaft nach wie vor. Dass Veranstaltungen wie die heutige stattfinden können, ist Indiz für die konsequente Evaluation der Risikobewertung durch die Landeregierung, so Heitland. Generell war und ist das Kredo der Landesregierung in dieser Zeit „Besonnenheit“. Die sog. AHA Regel (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske) sei enorm wichtig. Andererseits muss aber auch die Politik besonnen sein, d.h. in diesem Kontext z.B., dass Infektionsschutz immer angemessen sein muss. Es muss zwischen dem Infektionsrisiko und den Schäden für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Wirtschaft abgewogen werden, so die Landtagsabgeordnete.

Die Fakten sprechen eine eindeutige Sprache. Deutschlandweit habe man einen prognostizierten Einbruch des BIP von ca. 10,1 Prozent. Dies ist der tiefste Einbruch seit Bestehen der BRD. Weiterhin waren im Juli 204.241 Menschen in Hessen arbeitslos, das sind 33,4 Prozent mehr als 2019. Die Landesregierung habe deshalb eine Reihe von Förder- und Kreditangeboten aufgestellt. Seit April komme man so auf eine Unterstützungsleistung für hessische Unternehmen in Höhe von 6,6 Mrd. Euro.

Es sei auch wichtig, so Heitland, dass die Hilfe in Coronazeiten kein Spielball politscher Profilierung werden darf. Man hat sich daher auch entschlossen, ein Sondervermögen- also eine Kreditermächtigung- einzuführen, die es dem Haushaltsausschuss des Landtages gestattet, eine Kreditaufnahme zur Bewältigung der Pandemie projektweise zu beschließen.

Durch den Gewerbesteuerausgleich und die Pauschalauszahlung von noch nicht abgerufenen Mitteln zum Kommunalinvestitionsprogramm habe man hier für zusätzliche Liquidität gesorgt. Für Lautertal entfallen 111.712 Euro an KIP Mittel, sowie Gewerbesteuerausgleich von 398.744 Euro.

Die Christdemokraten freuten sich auch, dass die Landesregierung die Sanierungsoffensive der Hessischen Landstraßen fortgeschrieben hat. Bisher profitierte Lautertal hier vor allem durch die Deckenerneuerung zwischen Reichenbach und Beedenkirchen mit einem Volumen von 800.000 Euro.

Neu aufgenommen werden nun die grundhafte Erneuerung der Ortsdurchfahrt Reichenbach, die Deckenerneuerung der Ortsdurchfahrt Beedenkirchen sowie zwischen Staffel und Kuralpe. Damit fließen bis 2025 weitere 1,35 Mio. Euro in die Infrastruktur der Landesstraßen im Raum Lautertal.

Anschließend ging Carsten Stephan nochmals auf die Kommunalwahl ein. Der Countdown läuft und es gibt noch eine Menge zu tun, so der Vorsitzende. Es wird daher auch eigens eine Vorstandssitzung einberufen, die sich ausschließlich um die Organisation und Aufstellung des Kommunalwahlkampfes widmen wird.

Peter Hannewald, Fraktionsvorsitzender der CDU, berichtete von der Arbeit innerhalb der Fraktion. Nach einem kurzen Abriss über bisher Geleistetes, ging er auch auf die kommenden Themen ein, denen sich die Christdemokraten widmen werden. Bereits am 22. Oktober findet die nächste Gemeindevertretersitzung statt, zu der sich die Fraktion viele Gedanken gemacht hat und dementsprechend Anträge vorbereitet hat, so Hannewald.

Gegen 22 Uhr bedankte sich Carsten Stephan bei allen Anwesenden für ihre engagierte Mitarbeit und den regen Austausch an diesem Abend und beendete den offiziellen Teil. Auch danach fanden noch viele Gespräche in kleineren Gruppen statt.

Gemeinsamer Abend u.a. mit Landrat Christian Engelhardt

Am 28.09. trafen sich die Lautertaler Christdemokraten und Freunde der CDU gegen 19.00 Uhr auf der Kuralpe- Kreuzhof. Diese wurde vor kurzem neu renoviert und so konnte man bei sehr stilvollem Ambiente, unter Einhaltung der Hygiene und Abstandsregeln den Abend genießen.

Carsten Stephan, Vorsitzender der CDU Lautertal, begrüßte zunächst alle Anwesenden und freute sich ihnen mitteilen zu können, dass innerhalb von nur drei Wochen vier Neuzugänge bei der Lautertaler CDU zu vermelden waren. Die Junge Union wurde durch Christopher Zappen vertreten.

Weiterhin berichtete er aus Vorstand und Fraktion und deutete an, dass es an Arbeit nicht mangele. Er appellierte, dass es sehr wichtig sei sich einzubringen und mitzugestalten. An die Bürgerinnen und Bürger gerichtet, sei ihm sehr wichtig, dass jederzeit das Angebot bei den Christdemokraten besteht hier mitzumachen und Verantwortung zu übernehmen. Es lohne sich auf alle Fälle!

Neben Gesprächen im Rathaus bezüglich der Wasserversorgung, habe man sich u.a. auch vor Ort ein Bild über die Parkplatzsituation rund um das Felsenmeer gemacht, die Verkehrssituation in Staffel unter die Lupe genommen und wichtige Anträge in der Gemeindevertretung auf den Weg gebracht. Konkret gingen die Christdemokraten im Parlament auf das Thema Hochwasserschutz und Alarmierung an die Bevölkerung ein. Durch Klimaveränderungen, die für alle spürbar sind, gibt es in jüngster Zeit immer öfter Starkregen und Unwettersituationen mit extremen Niederschlägen, daher forderte die CDU eine Neuberechnung für das Rückhaltebecken in Reichenbach und eine Prüfung wie schnell Warnungen an die Bürger und die zuständigen Hilfsorganisationen bei Gefahr übermittelt werden. Der Antrag, ein Kartelesegerät im Rathaus anzuschaffen, sei ebenfalls auf CDU Initiative auf den Weg gebracht. Dieser Bürgerservice gehört einfach in unser Rathaus, so Stephan.

Gegen 20.00 Uhr freute man sich über den Besuch des Landrats, Nach einer kurzen Begrüßung referierte er zunächst über den Tourismus im Lautertal und der Bergstraße. Der Tourismus berge unschätzbares Potenzial bei uns, und gerade das Felsenmeer mit seiner Naturkulisse sei weit über die Region bekannt. Besonders sei hier auch die die Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH erwähnt. Diese engagiere sich sehr stark für die touristische Entwicklung und Vermarktung des Kreises Bergstraße.

Einig waren sich die Teilnehmer, dass das Lautertal neben dem Felsenmeer aber noch viele weitere Schönheiten zu bieten hat. Kletterfelsen, Wanderwege usw. böten eine Vielzahl an Möglichkeiten für die Gemeinde. Über die sog. Destination Odenwald werden mit rund 200.000 Euro private Investoren im Bereich Tourismus unterstützt. Durch die Corona Pandemie erhält der heimische Tourismus enormen Aufschub, so Engelhardt. Der Odenwald sei ein beliebtes Ausflugsziel, gerade für Tagesausflügler.

Durch die voranschreitende Digitalisierung und veränderten Arbeitsbedingungen, durch Corona, birgt der ländliche Raum mit seinem Freizeitwert besondere Vorzüge, gerade durch die Nutzung des Home Office. Hierzu sei aber eine starke Infrastruktur notwendig. Dazu zähle u.a. ein gut vernetzter ÖPNV, Ausbau des Glasfasernetztes und eine gute medizinische Versorgung.

Der Einbruch von Gewerbesteuereinnahen, auf Grund der Pandemie, wirkt sich auch bei uns im Kreis aus und stellt uns vor große Herausforderungen.

Auch der Wolf war und ist ein Thema im Lautertal. Hier berichtete das neue CDU Mitglied Tobias Poth über die Schäden, die der Wolf in seinem Landwirtschaftsbetrieb anrichtete.

Peter Bünau, Ortsvorsteher Gadernheim berichtete von der geplanten Steinbrecheranlage in Kolmbach und dem aktuellen Stand hierzu. Die CDU Lautertal stellte sich erneut hinter die Bürgerinitiative und den Ortsbeirat Gadernheim.

Hartmut Krämer, Ortsvorsteher Beedenkirchen, verwies ebenfalls erneut auf die Verkehrssicherheit in Staffel und stellte klar, wie wichtig der Bevölkerung dieses Thema sei. Der Ortsbeirat habe mittlerweile einen entsprechenden Antrag zum Ausbau des Fußgängerweges von Staffel nach Wurzelbach an den Gemeindevorstand gestellt.

Nach über zwei Stunden direktem Austausch mit Landrat Christian Engelhardt endete die Veranstaltung. Carsten Stephan verwies nochmal auf den 06.10.2020. Hier findet die nächste Mitgliederversammlung der CDU Lautertal statt. Hauptsächlich geht es darum Delegierte zu wählen, deren Aufgabe es bereits im November sein wird, einen Direktkandidaten für die Bundestagswahl zu bestimmen. Landtagsabgeordnete Birgit Heitland hat sich bereits zur Versammlung angemeldet und wird u.a. auch über aktuelle Themen aus der Landesregierung berichten.