GLL will die Zukunft Lautertals mit interkommunaler Zusammenarbeit optimieren: Infoveranstaltung am 26.10.

Nach Ansicht der Lautertaler Grünen lohnt es sich, verstärkt den Blick auf Potentiale interkommunaler Zusammenarbeit (IKZ) zu lenken. Hier könnten wichtige Chancen liegen, Kommunen wie Lautertal effektiv zukunftsfähig aufzustellen. Eine Informationsveranstaltung soll interessierte Bürger und Mandatsträger auf einen aktuellen Stand bringen.

In der laufenden Legislaturperiode hätten alle Fraktionen bei verschiedensten Gelegenheiten auf Chancen von interkommunaler - also Gemeindegrenzen überlappender Kooperationen verwiesen. Überraschender Weise sei in der aktuellen Legislaturperiode trotzdem nur ein einziges interkommunales Projekt gestartet worden: Die gemeinsame Wassermeisterei mit Lindenfels – ein Projekt, welches Bürgermeister Andreas Heun mit dem Lindenfelser Kollegen Michael Helbig auf den Weg brachte und dass bestens zum Vorteile beider Kommunen funktioniere. Ein älteres Beispiel aus der vorletzten Legislaturperiode sei die Zusammenführung der Bauhöfe von Bensheim mit Lautertal unter dem Dach des KMB. Auch diese laufe vorbildlich und klar zum gegenseitigen Vorteil beider Kommunen.

„Wir möchten diesen etwas hölzern wirkenden Begriff IKZ nun deutlicher mit Leben füllen“, fasst Frank Maus, Fraktionsvorsitzender der GLL, zusammen. „Wir wollen nun genau wissen, welche Chancen und Grenzen mit IKZ wirklich erreicht werden können, welche Vorteile wir für Lautertal daraus ziehen können und welche Perspektiven sich daraus konkret ergeben. Deshalb haben wir mit Claus Spandau, vom Kompetenzzentrum IKZ aus Wiesbaden Hessens bekanntesten Experten für IKZ zu einem Vortragsabend eingeladen.“ Spandau, seines Zeichens Geschäftsführer der genannten hessischen Einrichtung, berät kooperationsbereite hessische Kommunen im Auftrag des Innenministeriums zu allen strategischen und inhaltlichen Fragestellungen von IKZ.

Finanzpolitischer Sprecher der GLL, Udo Rutkowski, weist bereits vorab auf lohnenswerte Angebote hin: „Nach unserer Kenntnis, wird uns Herr Spandau auf einem Weg begleiten können, der im Grunde eindeutige Chancen bietet. So ist das Land Hessen z.B. bereit, eine professionelle Analyse der Lautertaler Gemeindeverwaltung zu finanzieren, mit dem Ziel, herauszufinden, auf welchen Ebenen sich eine Kooperation mit einer Nachbarkommune konkret lohnt. Die zeitgleiche Untersuchung einer möglichen Kooperationskommune steckt dabei sogar mit im Angebot“. So wisse man nach einer solchen professionellen Untersuchung ziemlich genau, welche Kooperation lohnenswert sei und wovon man besser die Finger lässt, so die Grünen.

Mittlerweile sei es gut gelebte Tradition der Lautertaler Grünen, dass sie den Bürgern sowie Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Fraktionen die Möglichkeit geben, sich ebenso aus „erster Expertenhand“ zu informieren. „So laden wir auch diesmal Einwohner und Fraktionen im Lautertal zur Teilnahme ein. Selbstverständlich sind uns auch interessierte Mandatsträger aus Nachbarkommunen willkommen“ ergänzt Olaf Harjes. „Hieraus ergibt sich freilich keinerlei Zwang. Wir sind uns jedenfalls sicher, dass man die besten Weichenstellungen trifft, wenn man bestmöglich informiert ist.“

Die Veranstaltung ist öffentlich, allerdings aufgrund derzeitiger coronaspezifischer Regelungen auf 60 Teilnehmer begrenzt. Teilnehmer möchten bitte die AHA-Regeln beachten.

Informationsveranstaltung „Perspektiven interkommunaler Zusammenarbeit“ Montag, 26.10.2020 - 19:00 Uhr Gasthaus Zur Traube, 64686 Lautertal-Reichenbach, Nibelungenstraße 265