Aktuell: Wasserversorgung und Verkehrssicherheit sowie ältere Themen und Expertengespräche

Fakten zur aktuellen Lage der Wasserversorgung

Die Grünen im Lautertal möchten die Berichte zur Wasserversorgung der letzten Tage und dem Sanierungskonzept nochmals ergänzen, damit ein umfassendes Bild zur Situation der Wasserversorgung möglich wird. „Im Rahmen der Haushaltsberatungen hatte der finanzpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Udo Rutkowski, konkrete Kritik an dem geschlossenen Vertrag mit der Riedgruppe Ost in Bezug auf die Vertragsdauer und die Liefermenge zum Ausdruck gebracht.“

Aufgrund der Ergebnisse der ersten Wasserkommission, welche in der vergangenen Legislaturperiode ihre Arbeit aufnahm, sei es für die Fraktionen von SPD und Grünen immer unstrittig gewesen, dass Lautertal zusätzliches Wasser bei Engpässen im Sommer benötige. Dies traf in besonderer Weise auf Elmshausen und die Tiefzone Reichenbach zu. Grundlage des Bedarfs an zusätzlichem Wasser waren Berechnungen des Ingenieurbüros Quintel, welcher mit der Wasserkommission zusammenarbeitete.

„Was allerdings Ende 2016, federführend von LBL und CDU ausgehandelt und der Gemeindevertretung zum Beschluss vorgelegt wurde, war ein Vertrag über jährlich 87.000 m3. Dieser Wert übertraf den ingenieurstechnisch berechneten Wert deutlich. Hierin sehen die Grünen ein relevantes Problem, das die Lautertaler Bürger teuer zu stehen kommt – nämlich derzeit rund 50.000 Euro jährlich. Dieses Geld gehe ohne Not und ohne Gegenleistung verloren. „Da wir hier eine deutliche Schwächung der eigenen Wasserproduktion und finanzielle Nachteile für die Bürger erkannten, gleichzeitig aber die Notwendigkeit eines Not-Anschlusses an die Riedgruppe offensichtlich war, haben wir uns in der damaligen Abstimmung enthalten. Zustimmen erschien uns unverhältnismäßig“, rufen die Grünen ins Gedächtnis.

Mittlerweile sei bekannt, dass dieser Vertrag ohne jegliche Möglichkeit der Anpassung der Liefermengen und ohne Kündigungsmöglichkeit bis 2030 geschlossen wurde. In den letzten beiden Jahren, seit dem der Anschluss in Elmshausen existiere (im Übrigen auch mit Mehrkosten von 100.000 Euro im Vergleich zum Plan), wurden aber nur ca. 38.000 m3 jährlich von der Riedgruppe benötigt. Trotzdem sei die Gemeinde Lautertal verpflichtet, jedes Jahr bis 2030 die Menge von 87.000 m3 zu bezahlen.

Die Grünen ergänzen hierzu: „Wir verstehen, wenn LBL und CDU einen Puffer wollen, um für eventuelle Rohrbrüche o.ä. gewappnet zu sein. Die Zahlung einer Wassermenge, welche den tatsächlichen Durchschnittsbedarf jedoch um mehr als das Doppelte übersteigt, ist der Bürgerschaft allerdings nicht zumutbar. So viel Puffer braucht niemand im Lautertal. Das ist einfach zu viel des Guten! Außerdem machen wir uns teilschuldig, das Riedgrundwasser leer zu saugen. Die Waldsterberate des Rieds übersteigt die Probleme des Odenwaldes schließlich deutlich. Das Ried ist kein endloses Wasserreservoir. Diese Träume zerplatzten schon vor vielen Jahren.“

Auch für die Grünen im Lautertal ist es wichtig, die Tiefbrunnen in Elmshausen und Reichenbach nachhaltig zu betreiben, um sie langfristig zu erhalten. Fakt sei allerdings, dass aus dem Tiefbrunnen in Elmshausen seit dem Riedanschluss im Jahr 2018 bereits 50% weniger Wasser entnommen werde. Dass der Elmshäuser Tiefbrunnen auf Vollast laufe, sei also schlicht falsch.

Die Grünen erinnern an das LBL-Wahlversprechen, die Sanierung der Wasserversorgung innerhalb von 5 Jahren zu realisieren. „Diese Zeit ist nun vorbei und die notwendigen Sanierungen sind noch nicht einmal bei der Hälfte des Notwendigen angelangt. Für uns Grüne ist es wichtig, bei den Fakten zu bleiben, und sie konkret zu benennen.“

Tiefbrunnen am Schmelzig, Elmshausen

01.03.2021 Verkehrsbelange in Lautertal - Teil I: Grüne pochen auf mehr Verkehrssicherheit

Auf dem Land sei das Leben zwar oft beschaulicher und entschleunigter als in der turbulenten Stadt, doch gelte das nach Meinung der Lautertaler Grünen leider nicht im Straßenverkehr. „Auf unseren Land- und Bundesstraßen wird vielerorts ´geheizt´, was der Motorhubraum so hergebe. Das geht eigentlich immer zu Lasten unserer Lebensqualität und unserer Sicherheit. Kinder und Senioren sind dabei besonders gefährdet“, finden die Grünen. Die Erfahrungen im Ortsteil Staffel aber auch an der B-47 beweisen das täglich.

Ein Blick in die Unfallstatistiken belege die Geschwindigkeitsgefahren. Im Jahr 2019 kam es laut einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes in Deutschland zu 300.143 Verkehrsunfällen mit Personenschaden. Aufgrund der unangepassten Geschwindigkeit starben dabei 963 Menschen. Unstrittig sei und bleibe hierbei, dass bei zu hoher Geschwindigkeit ein Moment der Unachtsamkeit zu lebensgefährlichen Unfällen führen könne. Ob absichtlich oder unabsichtlich, in beiden Fällen gerieten vor allem Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrerinnen und Radfahrer in großer Lebensgefahr.

„Besonders im ländlichen Raum ist Mobilität gleichwohl wichtig und notwendig, denn sie bringt Menschen zueinander, erweitert die persönliche Freiheit und ermöglicht Menschen, am gesellschaftlichen und beruflichen Leben teilzunehmen“, so Artan Oseku, Kandidat der Grünen für die Gemeindevertretung. „Das darf jedoch nicht heißen, dass dem motorisierten Verkehr Priorität gegenüber den Fußgängern oder Radfahrern gegeben wird. Bei uns im Odenwald sollte man außerdem auch für Tiere bremsen.“

Die Grünen hätten bereits mehrere effektive Maßnahmen erarbeitet, um den Verkehr an einigen Gefahrenpunkten in Lautertal zu bremsen. Beispielhaft sei die Präsentation der Grünen beim Ortsbeirat in Beedenkirchen im Herbst 2020 erwähnt, welche auf breite Unterstützung stieß, so Oseku. Die Fraktion der Grünen kenne allerdings aus leidlicher Erfahrung auch die langsamen Mühlen der Behörden: „Kommunen sind auf die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachbehörden angewiesen. Die Kooperation mit Hessen-Mobil gestaltet sich am Beispiel Staffel wieder einmal äußerst träge und schwierig.“ Aktuelle Reaktionen der Landesbehörde seien ausweichend und hinhaltend.

Hiervon lasse man sich allerdings nicht beeindrucken, schreiben die Grünen. „Die Lautertaler brauchen endlich konkrete Maßnahmen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Das braucht es in Staffel aber auch an anderen Gefahrenstellen im Lautertal. Nicht zuletzt die B-47 weist viele Gefahrenstellen auf. Dieses Ziel werden wir weiterhin mit Nachdruck verfolgen – auch auf die Gefahr hin, dass wir Hessen-Mobil weiter nerven müssen. Eine Behörde ist für die Bürger da und nicht umgekehrt.“

Teil II: „Bürgerbus, Parkleitsystem und Entzerrung“

Grüne schlagen konzertierte Aktion zur Entschärfung der touristischen Verkehrssituation vor

„Lautertaler die am Wochenende des 20. Februar zufällig am Felsenmeer vorbeikamen, trauten vermutlich ihren Augen und Ohren nicht“, mutmaßt Stefanie Richter, Listenbewerberin der Lautertaler Grünen. „An besagtem Wochenende eines Wintermonats quollen die Felsenmeerparkplätze über und konnten die Besucherströme kaum mehr fassen. Wäre es Mai oder Juni würde man dies erwarten. Dass das Felsenmeer jedoch bereits zur Winterzeit aus allen Nähten platzt, zeigt die zunehmende Belastung für Anwohner und Natur vor Ort.“

Suchte das Lautertal vor 15 Jahren noch die Attraktivität des Felsenmeers zu steigern, könne man sich aktuell nicht mehr vor Besuchern retten. Speziell an Wochenenden arte die Verkehrssituation rund um das Felsenmeer gewaltig aus. Mittlerweile müsse gar ein Sicherheitsunternehmen zur Hilfe geholt werden, um die Lage unter Kontrolle zu halten. Speziell die Anwohner rund um das Felsenmeer bräuchten regelmäßig gute Nerven, um das alles zu erdulden, stellen die Grünen wiederholt fest.

Gemeinsam mit den anderen Lautertaler Fraktionen beratschlagten die Grünen bereits in der Vergangenheit, wie man der Lage besser Herr werden könne. Aktuell möchte man drei konzertierte Vorschläge in die Diskussion einbringen, von denen man sich einen Entspannungsbeitrag erhoffe. „Wir schlagen zum einen vor, einen Bürgerbus einzuführen, der werktags die hochgelegenen Dörfer wie Beedenkirchen oder auch Schannenbach verkehrlich besser anbindet, wenn die öffentlichen Busse fehlen. An Wochenenden sollte dieser Bus dann als Touristenbus eingesetzt werden, um die Parksituation rund ums Felsenmeer zu entlasten. Am besten gefiele uns natürlich ein Bus mit Elektroantrieb, um auch hier ein Zeichen zu setzen“, erklärt Ulrike Reiser, Mitglied der Grünen im Gemeindevorstand. Nach Recherche der Grünen kann ein solcher Bus in Anschaffung und Betrieb auf umfangreiche Fördergelder zurückgreifen, sodass kaum Belastungen auf die Kommune zukämen.

Susanne Gabski, ebenfalls Listenkandidatin der Grünen, ergänzt hierzu: „Dieser Bürger- und Touristenbus sollte mit einem neuen Parkleitsystem verknüpft werden, das Besucher bei Überlastung der Felsenmeeres zu Ausweichparkplätzen lenkt. Das Problem solcher Ausweichparkplätze war bisher, dass dann ein weiter Weg zum Felsenmeer abschreckte. Existiert jedoch ein touristischer Shuttlebus, wird die Akzeptanz von Ausweichparkplätzen ganz bestimmt zunehmen.“ Hierbei setzen die Grünen auf moderne Technik, denn sie glauben, dass beispielsweise mit einer Felsenmeer-App die anrollenden Besucher über deren Smartphone informiert und gelenkt werden könnten. Zusätzlich bräuchte es vermutlich entsprechende Beschilderungen an den Ortseingängen. „Wir müssen das Rad nicht neu erfinden. Was in Touristenhochburgen funktioniert, könne auch dem Lautertal helfen“, ist sich Gabski sicher.

„Allerdings brauchen wir vermutlich noch einen dritten Schritt, um zu einem entspannteren Tourismusangebot im Lautertal zu kommen“, fügt Jörg Gebauer, Grünen-Kandidat auf Platz 6, hinzu. „Das Felsenmeer ist toll und einzigartig aber beileibe nicht das einzige interessante Ziel für Besucher. Es liegt an uns, den Touristen weitere erlebenswerte Besuchsangebote zu machen und diese zu bewerben. Darin sehen wir einen wichtigen Beitrag, Besucher mit attraktiven Zielen vom Felsenmeer weg zu locken. Ein erstes Beispiel haben wir mit dem neuen Geopunkt in Schannenbach, ein Paradebeispiel für Bürgerschaftsengagement.“ Innerhalb der Grünen habe er bereits weitere Vorschläge gemacht, wo in Lautertal weitere touristische Destinationen entstehen könnten. Zur Umsetzung helfe natürlich ein gutes Ergebnis bei der Kommunalwahl, wodurch Gebauer gerne in der Gemeindevertretung mitarbeiten möchte.

Expertengespräche

zu den Themen Landschaftspflege und Klimafaktor Wald (5. Februar), „Jugendpflege in Lautertal“ (15. Februar), Klimaschutz vor Ort (26. Februar), Finanzen-Lautertalhalle- Konzepte zur Energieoptimierung und Kostenminimierung (5. März), Verkehr- Bürgerbus und Radwegekonzept (12. März)

Die Expertengespräche sind jeweils kurz nach dem Termin youtube zu sehen, den Link finden Sie auf https://www.gl-lautertal.de/ sBitte lesen Sie unten weiter zu den Themen Kulturlandschaft, "mit Schwung in die Kommunalwahl", Listenaufstellung...

Grünes Onlineangebot für gute Entscheidungen

Zukunft@Lautertal: Die Grünen-Lautertal präsentieren eine Online-Informationsreihe zu aktuellen Lautertaler Themen, bei denen erhöhter Handlungsbedarf besteht: „Hierzu befragen wir Experten und bieten den Bürgern Gelegenheit mitzudiskutieren und mitzudenken.“

Am kommenden Freitag, den 5.02.2021 um 19.30 Uhr findet der Auftakt zur sechsteiligen grünen Informationsreihe statt. Als erstes Arbeitsfeld haben die Grünen zunächst zwei klassische Naturschutzthemen ausgewählt. Zum einen werden Chancen zum Erhalt der Odenwälder Kulturlandschaft thematisiert und zum anderen Wege zur Rettung des heimischen Waldes diskutiert. Zum Expertengespräch hat man die beiden Referenten Martin Schaarschmidt (Arbeitsgruppe Landschaftspflege Kreis Bergstraße) sowie Forstwissenschaftler Martin Bertram gewonnen, die sich für einen regen Gedankenaustausch zur Verfügung stellen.

Die Grünen wollen bzgl. des Erhalts der Kulturlandschaft unter anderem folgenden Fragen auf den Grund gehen:

    Was ist ein Landschaftspflegeverband und was leistet dieser ?
    Hat unser Wald noch eine Zukunft oder droht uns eine Steppenlandschaft ?

Die Diskussionsrunde kann online live verfolgt und durch einen live-Chat Fragen an die Experten gestellt werden. Die Teilnahme ist am Freitag, 5.2. ab 19:30h als Livestream bei Youtube oder per Zoom möglich. Anschließend ist die Veranstaltung weiterhin bei Youtube verfügbar.

Für Interessierte Teilnehmer: Der Link zu dem Expertengespräch befindet sich auf der Homepage der Grünen Lautertal: www.gl-lautertal.de
 Offenlandschaft Felsberg Richtung Brandau, Udo Rutkowski

25. Januar Grüne Lautertal: mit Schwung in die Kommunalwahl

„Wow, wir sind gewachsen und gehen nun personell gestärkt in die nächste Legislaturperiode hinein. Die Liste umfasst so viele BewerberInnen wie nie zuvor und ist in jeglicher Hinsicht ausgewogen. Unsere MitarbeiterInnen bilden nicht nur eine große Bandbreite der gesellschaftlichen Ebenen ab sondern sprechen für Qualität, denn es sind viele sehr gut ausgebildete Bürger an Bord. Ich freue mich über engagierte Mitarbeit aus den beruflichen Perspektiven der Industrie, Justiz, Wirtschaftswissenschaften, Unternehmer, Betriebswirtschaft, Medizin und Beamtenapparat“, fokussiert Fraktionsvorsitzender Frank Maus die Quintessenz aus der Sitzung zur Listenaufstellung vom neuen Lautertaler Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen. 19 Personen hätten ihre Bereitschaft zur Mitarbeit signalisiert und unterstützten das bisherige grüne Team.

Besonders erfreut zeigte sich das grüne Urgestein Ulrike Reiser: „Die grüne Bewegung stand immer schon für gesellschaftlichen Aufbruch und Erneuerung. Das spiegelt sich ganz deutlich in unserer aktuellen Gruppe wider, denn wir haben diesmal sehr viele Frauen gewinnen können. Wir sehen, dass die Grünen keine Frauenquote brauchen, denn Frauen machen 50% unserer Liste aus – ein Umstand, um den uns andere Parteien sicher beneiden. Außerdem sind wir insgesamt recht jung und jung geblieben. Das gibt Elan.“

Der finanzpolitische Sprecher der Fraktion, Udo Rutkowski, welcher sich auch um ein Kreistagsmandat bewirbt, betont erneut die wegweisende Entscheidung, nun als offizieller grüner Ortsverband anzutreten und führt hierzu aus: „Bereits mit unserem Beschluss, zukünftig als Bündnisgrüne anzutreten, haben wir zum Ausdruck gebracht, dass das grüne Projekt im Lautertal in eine neue, von Entschlossenheit geprägte Phase eintritt. Die letzten Jahre haben bundesweit aber auch im Lautertal gezeigt, dass die grüne Stimme unersetzlich geworden ist, will man eine Gesellschaft fördern, die von ökologischer und sozialer Verantwortung sowie einem toleranten, weltoffenen Grundverständnis geprägt ist. Schön, dass sich so viele neue MitarbeiterInnen gefunden haben, die uns unterstützen werden.“

Coronakonform trat die Sitzungsversammlung zusammen und verabschiedete die vorgeschlagene Liste mit nur minimalen Veränderungen. Die Änderungen seien notwendig geworden, da sich noch kurz zuvor weitere Unterstützerinnen gefunden hatten. „Diese Veränderungen nehmen wir natürlich sehr gerne vor“, ergänzte Fraktionsmitglied und Vorsteher der Grünen, Olaf Harjes. „Das Personentableau der Grünen ist nicht nur gewachsen, sondern spiegelt unsere Bereitschaft zur gesellschaftlichen Kooperation wider. Wir konnten Menschen von unser Arbeit überzeugen, die sich zuvor anderen politischen Parteien zugeneigt fühlten.“
Neue Gesichter bei den Lautertaler Grünen

Die Listenaufstellung zur Kommunalwahl des grünen Ortsverbandes zeige einige neue Namen, die bisher nicht mit der Kommunalpolitik in Zusammenhang standen, teilt der neue grüne Ortsverband Lautertal mit: „Wir möchten sie hiermit den Bürgern vorstellen“.
#Lautertal.Zukunft.Gemeinsam.Gestalten.

Industriekauffrau Susanne Gabski und Optikermeister Jörg Gebauer sehen ihre Motivation zur Mitarbeit nah an der aktuellen Kernbotschaft der Grünen: Lautertal.Zukunft.Gemeinsam.Gestalten. Gebauer sagt: Dieses grüne Statement überzeugt mich. Ich setze mich für Grüne Politik im Lautertal ein, weil ich glaube, dass in Zukunft nur gemeinsam mit allen ortsansässigen Parteien und Gruppierungen die politischen und gesellschaftlichen Aufgaben im Lautertal zu bewältigen sind. Hier pflichtet auch Susanne Gabski bei, welche sich schon seit Jahren bei der katholischen Kirchengemeinde St-Andreas in Reichenbach engagiert. Für sie gilt ebenso: „Lagerdenken ist von gestern, wir brauchen zukünftig mehr Kooperation. Ich weiß aus persönlicher Erfahrung, dass die letzten Jahre im Lautertal von starkem Gegeneinander geprägt waren. Die Grünen sind zu konsensorientierter Politik fähig und fördern weder Ortsteil-, noch Egodenken. Wir müssen auch im Kleinen friedvoll miteinander umgehen. Dann kommen wir weiter.“

Auf dem aussichtsreichen Platz Nr. 3 der Liste findet sich Artan Oseku, Neubürger aus Staffel. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler habe sich bereits in Sachen Verkehrssicherheit intensiv für Staffel eingesetzt und sich damit Respekt der Bürgerschaft erworben, so die Grünen. Zu seiner Motivation führt er aus: „Ich bin 2016 aus dem Rhein-Main Gebiet ins Lautertal gezogen und habe dieses schöne Fleckchen Erde seitdem lieben und schätzen gelernt. Mit meiner Kandidatur für die Lautertaler Grünen möchte ich dazu beitragen, dass sich das Lautertal nachhaltig, ökologisch und ökonomisch weiterentwickelt und für die zukünftigen gesellschaftspolitischen Herausforderungen erfolgreich aufgestellt ist.“
Jugendpflege stärken

Ebenfalls auf einem vorderen Platz wurde die Raidelbacherin Jana Kirsch platziert. Kirsch ist gebürtige Lautertalerin und engagierte sich zuvor schon jahrelang im Jugendrat der Gemeinde und der Grünen Jugend Bergstraße. Damit ist sie bereits erfahren bzgl. der Arbeitsweise von Behörden und der legislativen Gremien: „Nachdem ich jahrelang mit unserem Jugendpfleger Peter Schuster zusammengearbeitet habe, weiß ich genau, was uns verloren ging, als man ihn weggemobbt hat. Die Jugendpflege schlecht zu reden und sogar fast abzuschaffen, zeigt soziale Kälte. Man kann nicht alles immer nur über Geld rechtfertigen. Sind junge Menschen nichts wert im Lautertal? Ich arbeite jedenfalls für ein soziales Lautertal in allen Generationen.“

Melanie Blümel, Neubürgerin und grüne Kandidatin für den Ortsbeirat Gadernheim sieht das ähnlich. Sie weiß aus privaten und beruflichen Gründen um den Wert sozialpädagogischer Arbeit: „Als zugezogene Familie haben wir vor allem die schöne, geschichtsträchtige Landschaft und die Jugendarbeit in den Vereinen sowie der Jugendpflege im Lautertal sehr zu schätzen gelernt. Mir ist es wichtig, dass diese wesentlichen Pfeiler der Gemeinde erhalten bleiben. Dafür braucht es eine starke Stimme.“
Bürger finanziell entlasten

Ebenfalls aus dem Ort Gadernheim unterstützt Sabine Rutkowski das Mitarbeiterteam. Sie möchte ihre berufliche Erfahrung aus den Schwerpunkten Budgetverwaltung einbringen und führt dazu aus, dass sie insbesondere die Verteilung der Gelder transparent und sozial gerecht sehen möchte: „Es ist überaus wichtig, die Situation Bürgerschaft im Blick zu halten. Wir müssen daran arbeiten, die Grundsteuer verantwortungsvoll abzusenken. Ein weiteres Arbeitsfeld sehe ich in der Begleitung von Vereinen, Bürgern und weiteren lokalen Akteuren, um sie zu ermutigen, neue Wege einzuschlagen, Einnahmen zu generieren. Es muss uns ein Anliegen sein, die vielfältigen gesellschaftlichen Akteure im Lautertal zu erhalten. Sie bieten Lebensqualität pur.“
Klima- und Umweltschutz anpacken

Stefanie Richter und Dr. Philipp Rothfritz haben den Grünen aus eher klassischen Motiven die Mitarbeit zugesichert. Stefanie Richter formuliert hierzu: „Da ich privat und als Geopark-Vorort-Begleiter im Felsenmeer viel in der Natur unterwegs bin, hat mich das massive Waldsterben gerade in den letzten Jahren sehr entsetzt. Auch den Naturschutz sehe ich bisher politisch im Lautertal unterrepräsentiert, ein guter Grund endlich politisch bei der Grünen Liste Lautertal aktiv zu werden.“

Dr. Rothfritz äußert, dass er beobachte, wie andere Parteien versuchen, klassische Kernbotschaften der Grünen zu kopieren und diese nachzuahmen, um Stimmenanteile abzuzwacken. Er ergänzt: Ich möchte einen Beitrag zu einer nachhaltigen, ökologisch orientierten und menschenzugewandten Weiterentwicklung des Lautertals leisten. Hier vertraue ich den Grünen ganz einfach am meisten und unterstütze daher das Original und nicht die Kopie.“

19. Januar Grüne: #Lautertal.Gemeinsam.Zukunft.Gestalten.

Lautertal hat eine einschneidende Legislaturperiode erlebt. Dies lag zum einen sicherlich an der schweren finanziellen Hypothek mit den immensen Fehlbuchungen der Finanzabteilung in den Jahren zuvor. Zum anderen erlebten wir aber auch ein Arbeiten gegen den Bürgermeister und seine Verwaltung sowie das unnötige „Zerschlagen wertvollen Lautertaler Porzellans“. Hier seien beispielhaft die sukzessive Aushöhlung der Jugendpflege und die provozierte Kündigung unserer interkommunalen Zusammenarbeit mit Bensheim in Sachen Verkehrssicherheit zu nennen. Hinzu kamen Ideenarmut, sowie geringste Entwicklungen im sozialen Bereich sowie dem Umwelt- und Klimaschutz.

Das muss anders werden. Wir schlagen vor, Lautertal zukünftig wieder dynamischer und unter der Zielsetzung der Kooperation zu entwickeln. Deswegen stehen wir für eine Solidargemeinschaft sowie Abbau des Ortsteil- und Egodenkens. Unsere Heimatgemeinde braucht mutige und nachhaltige Innovationen, um die Zukunftsprobleme meistern zu können. Kooperation heißt Synergien auf vielen Ebenen realisieren, z.B. mit dem Bürgermeister und der Verwaltung, den Bürgern, anderen Kommunen, Fraktionen und Vereinen.

Als wesentliche Arbeitsfelder für die nächsten Jahre sehen wir unter anderem die Förderung des sozialen Bereiches. So fördern wir die Errichtung eines neuen, modernen Kindergartens, der gehobene Qualität in der Kinderbetreuung, der Energieversorgung und der Mitarbeiterausstattung möglich macht. Gleichzeitig stehen wir für die umfassende Reaktivierung eines Jugendpflegers für Lautertal ein. In unseren Kindern und Jugendlichen sehen wir die Zukunft. Hier zu sparen, halten wir für einen großen Fehler.

Wenn Sie uns als Wähler unterstützen, werden wir nicht nur über Klima- und Umweltschutz reden sondern eine Vielzahl vorbereiteter Ideen in die Tat umsetzen. Dazu gehören Projekte zur klimaschonenden Photovoltaik, landschaftsschonende Bautätigkeit unter der Präferenz der Lückenbebauung sowie dem Ziel, Schritt für Schritt klimaneutrale Kommune zu werden. Selbstverständlich können Sie sich auch beim Umwelt- und Biotopschutz auf uns verlassen, denn wir haben bereits den Beitritt zum Bergsträßer Landschaftspflegeverband beantragt, initiieren Biodiversitätsstrategien für Lautertal und wollen unsere Umweltexperten vor Ort (z.B. die Naturschutzbund-Gruppen) in Umweltplanungsfragen vertrauensvoll einbinden.

In Sachen Verkehr ist uns bewusst, dass man noch mehr für Fußgängersicherheit sorgen muss, egal ob jung oder alt. Unsere konkreten Sicherheitsvorschläge, die wir für Staffel ausgearbeitet haben, können auch auf andere Dörfer übertragen werden. Mit einem für Lautertal nahezu kostenneutralen „Bürgerbus“ können wir die großen Tourismusströme abfedern und gleichzeitig die Busanbindung in den Dörfern abseits der B-47 verbessern. Dies greift direkt auch in die gewachsene Tourismusproblematik hinein. Mit klugen Konzepten muss der Tourismus dezentralisiert werden, damit sich nicht mehr alle Gäste am Felsenmeer türmen und sich Tourismus finanziell stärker für Lautertal lohnt.

Letztendlich muss sich eine Kommune auch immer daran orientieren, dass das Leben vor Ort bezahlbar bleibt. Die Solidarität der Bürgerschaft hat uns geholfen, die Schutzschirmvereinbarungen zu erfüllen. Nun ist es mit dem Wegfall umfangreicher Zahlungen an das Land Hessen auch an der Zeit, die Bürger wieder ein Stück zu entlasten. Dies wollen wir über die Grund- und die Hundesteuer tun. Gerne sind wir auch zu strukturellen Reformen bereit und sehen beispielsweise in einem neuen Nutzungskonzept für die Lautertalhalle die Möglichkeit, zukünftig die Belastungen des Kommunalhaushaltes zu senken und dennoch eine adäquate Sportstätte anzubieten.

V.i.S.d.P: Olaf Harjes, Bündnis 90 - Die Grünen Lautertal

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