Neue Betriebsleiterin des Eigenbetriebs Neue Wege vorgestellt / Dr. Melanie Marysko übernimmt Chefposten bei Bergsträßer Eigenbetrieb  

Kreis Bergstraße (kb). Dr. Melanie Marysko ist seit August die neue Betriebsleiterin des Eigenbetriebes Neue Wege Kreis Bergstraße - kommunales Jobcenter. Sie ist somit für die vier kommunalen Jobcenter mit den Standorten Heppenheim, Mörlenbach, Viernheim und Bürstadt zuständig. Die Erste Kreisbeigeordnete und Vorsitzende der Betriebskommission Diana Stolz sieht die Doppelspitze des Eigenbetriebs mit Melanie Marysko und dem stellvertretenden Leiter Harald Weiß gut aufgestellt. „Sie handeln vorausschauend und verfügen über Lösungsvorschläge noch bevor ein Problem auftritt“, lobte Stolz in Richtung der Mitarbeitenden der Kommunalen Jobcenter im Kreis Bergstraße die dortige Weitsicht. „Schon in den vergangenen, bewegten Monaten leistete Neue Wege hervorragende Arbeit. Mit der neuen Betriebsleiterin kommen nun zusätzliche neue Ideen und Ansätze hinzu.“ Diana Stolz wie auch Harald Weiß blicken der Zusammenarbeit mit der neuen Leiterin freudig entgegen und sehen in ihr einen großen Gewinn für den Eigenbetrieb. 

„Melanie Marysko hat ihre Wurzeln im Kreis Bergstraße und lebt auch heute in unserer Region“, merkte Diana Stolz an. Die 42-Jährige trat in ihrer beruflichen Laufbahn schon als Abteilungsleitung und zuletzt als Geschäftsführerin auf, wodurch sie neben umfangreichen Erfahrungen auch viel frischen Wind mitbringen werde. Marysko selbst ist ebenfalls froh, wieder beruflich zurück an der Bergstraße zu sein und sich hier, wo sie sich wohlfühlt, einbringen zu können. Bereits während ihrer ersten Tage bei Neue Wege besuchte Marysko gemeinsam mit ihrem Stellvertreter die einzelnen Standorte des kommunalen Jobcenters. Dort lernte sie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Gesprächen kennen. Ihr Eindruck sei sehr gut und sie schätze den innovativen Eigenbetrieb besonders im Hinblick auf den digitalen Bereich. Marysko sieht ihre Aufgabe aber nicht nur darin, den Betrieb nach außen hin zu repräsentieren, sondern auch zu wissen, was genau im Inneren passiert.

Weitere Fragen und Themen, denen sich die neue Leiterin aktuell, vor allem bedingt durch die Corona-Pandemie, widmet, sind unter anderem: Ist es langzeitarbeitslosen oder jobsuchenden Eltern aufgrund der Pandemie überhaupt möglich arbeiten zu gehen? Wie können die Jobcenter ihnen beistehen? Und welche weiteren Angebote müssen für Alleinerziehende oder im Speziellen für Frauen zukünftig geschaffen werden? Ebenso sieht sie eine wichtige Aufgabe von Neue Wege darin, Jugendliche bezüglich der Herausforderung einen Ausbildungsplatz zu finden zu unterstützen und Betrieben gegebenenfalls hierzu unter die Arme zu greifen. „Mir ist es wichtig, Menschen in Berufe zu vermitteln, die auch ihre Talente und Interessen widerspiegeln“, so Marysko. Dabei müssten die Klientinnen und Klienten individuell behandelt werden. Trotz des potentiell größeren Zeitaufwandes sei das Ergebnis hier langfristig für beide Seiten zufriedenstellender. „Nur wenn die Menschen Freude an ihrer Arbeit haben, bleiben sie auch gerne bei dieser Arbeit“, so die Betriebsleiterin.

Auch im Hinblick auf die Digitalisierung stellt der Kreis fest, dass der Wandel an den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Jobcenters nicht vorübergehen wird. Denn sie müssen die daraus neu entstehenden Berufe ebenfalls vollständig kennenlernen, um sie ihren Klientinnen und Klienten anbieten und umfänglich vermitteln zu können.

In der aktuellen Situation sei jedoch das sogenannte integrierte Fallmanagement besonders von Vorteil gewesen, betonte die Erste Kreisbeigeordnete. Dieses besondere Fallmanagement ermöglicht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, nicht nur Arbeitsplätze zu vermitteln, sondern auch Leistungen zu gewähren und die Existenz der Bürger bewahren zu können. „Mit dieser Methode stellt der Kreis Bergstraße eine Rarität in Deutschland dar“, weiß Stolz. Es sei wichtig und zwingend notwendig, die Arbeitsvermittlung anzupassen, denn ohne Dach über dem Kopf oder Essen auf dem Tisch, sei an eine zusätzliche Anforderung durch eine neue Arbeitsstelle nicht zu denken, so Harald Weiß.