Bei den Herbstsitzungen der Lautertaler Gremien ging es um den Beitritt zum Landschaftspflegeverband. Volker Knaup von der Arbeitsgruppe Landschaftspflegeverband des Kreises Bergstraße war zu Gast bei und warb für den Beitritt der Gemeinde zum Verband: dies schaffe eine win-win-win-Situation: die Artenvielfalt in der Kulturlandschaft wird gefördert, Arbeiten werden per Auftrag an Landwirte und Betriebe vor Ort vergeben, Fördermittel werden aquiriert.


Der in Gründung befindliche Verein  wurde  auf der Biodiversitätskonferenz des Kreises Bergstraße 2020 angeregt und müßte eigentlich Landschafts-Erhaltungs-Verband heißen, denn es geht darum, frühere Ökosysteme wieder herzustellen. Es soll ein Finanzpolster geschaffen werden, das der Wirtschaft und der Landschaft vor Ort zugute kommt. Die Verwaltungen kleinerer Gemeinden ohne eigenes Umweltamt werden entlastet, daher sind Kommunen, die Landwirte und Naturschützer paritätisch im Landschaftspflegeverband vertreten. Vereine können vom LPV finanzielle Unterstützung erhalten, für sie ist jedoch vor allem die Vernetzung sehr hilfreich; Privatpersonen und Unternehmen steht der Verein ebenfalls offen.
Für die Gemeinde Lautertal bedeutet der Beitritt um LPV eine jährliche Beitragszahlung von etwa 2500 Euro. Als Gegenleistung wird ein jährlicher Maßnahmenplan erstellt.
Anfang 2022 soll die Gründungsversammlung des LPV Bergstraße stattfinden, einige Gemeinden haben bereits ihre Beteiligung zugesagt. Der Ausschuß befürwortete den Beitritt Lautertals auf Antrag von Helmut Adam mit 6:1 Stimmen.