DEHOGA: konkrete Öffnungsperspektiven und Gleichbehandlung erwartet / Sonderprojekt „Azubi-PRAXIS-Vorbereitungskurse für die IHK-Abschlussprüfungen

Wann kriegen wir grünes Licht?

(Wiesbaden, 1. März 2021) Mit Blick auf den nächsten Bund-Länder-Gipfel bekräftigt der Hotel- und Gastronomieverband DEHOGA Hessen seine Forderung nach konkreten Öffnungsperspektiven. „Von dem Treffen der Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen mit der Bundeskanzlerin am 3. März erwarten wir einen klaren Fahrplan mit verbindlichen und nachvollziehbaren Kriterien, wann, was und wie unter welchen Voraussetzungen machbar sein kann“, erklärt DEHOGA Hessen-Präsident Gerald Kink. Mit der Kampagne „Grünes Licht“ setzen die Initiative Gastronomie Frankfurt, der Leaders Club  Deutschland und der DEHOGA Hessen gemeinsam mit tausenden Unternehmen ein Zeichen und lassen die Betriebe landesweit in grünem Licht erstrahlen.

Der DEHOGA Hessen hatte vergangene Woche zudem seine Mitglieder dazu aufgerufen, kurze Videoclips mit ihren Smartphones über ihre konkrete Situation anzufertigen. Aus den über 100 eingesendeten Botschaften sind dutzende einbis zweiminütige Filmsequenzen entstanden, die unter dem Motto der Kampagne „Wir wollen. Wir können. Wann kriegen wir grünes Licht“ seit dem Wochenende in den Sozialen Netzwerken kursieren.

Eine Übersicht zu den Videos findet sich auf der entsprechenden Seite des DEHOGA Hessen unter http://www.dehoga-hessen.de/grueneslicht/

„Das ist Hessen pur“, so Gerald Kink zu der kreativen Aktion mit der Unternehmer:innen auf die existenzielle Notlage des Gastgewerbes aufmerksam machen und den Forderungen der Branche nach Öffnungsperspektiven Nachdruck verleihen. Die Voraussetzungen für die Öffnungsschritte sollten bundesweit einheitlich und diskriminierungsfrei definiert werden. Es müssten Perspektiven für alle
Betriebstypen geschaffen werden. Aufgabe der Politik sei es, jetzt alles dafür zu tun, dass die Betriebe keinen Tag länger als gesundheitspolitisch geboten geschlossen blieben. Kink: „Wir erwarten dafür deutlich mehr Tempo und Professionalität bei den Impfungen. Gleiches gilt für eine effektive Schnellteststrategie und die Digitalisierung der Gesundheitsämter.“

Restaurants und Hotels hätten während der Öffnungen von Frühjahr bis Herbst bewiesen, dass sie strenge Hygiene- und Schutzmaßnahmen entwickeln und erfolgreich umsetzen können. Auch laut der jüngsten Veröffentlichung des RKI weise das Gastgewerbe kein relevantes Infektionsgeschehen auf. So ist das Ansteckungsrisiko gerade bei Zusammenkünften im Freien und in Hotels niedrig.
„Restaurants und Hotels sind keine Pandemietreiber, sondern sichere Orte“, so Kink weiter. „Wir sind die Branche der Gastfreundschaft.“ Die Gesundheit der Gäste, Mitarbeiter und Unternehmer habe höchste Priorität. 84 Prozent der Betriebe drängen laut der jüngsten Verbandsumfrage auf eine Öffnung vor Ostern. „Das Gastgewerbe befindet sich seit Beginn der Pandemie insgesamt sechs Monate im Lockdown. Verzweiflung und Existenzängste nehmen in der Branche dramatisch zu. Hotels und Restaurants brauchen dringend Perspektiven.“ Dabei plädiert der DEHOGA Hessen-Präsident für ein Umdenken auf dem Weg zu Lockerungen. „Wir begrüßen, dass seitens des RKI und auch zunehmend von der Politik von der strikten Ausrichtung der CoronaMaßnahmen an generellen Inzidenzwerten abgerückt wird und wie von uns gefordert weitere maßgebliche Kriterien wie Impfquote oder Auslastung des Gesundheitssystems zur Beurteilung des Infektionsgeschehen hinzugezogen werden.“
Gerald Kink betont: „Es geht uns nicht um eine Öffnung über Nacht, es geht uns um Verlässlichkeit und Planungssicherheit.“ Es sei an der Politik, jetzt gemeinsam mit dem DEHOGA und den  Brancheninitiativen mit Öffnungsperspektiven den Menschen und Unternehmen Wege aus dem DauerLockdown aufzuzeigen und ein Zeichen der Hoffnung zu geben.

Hessisches Corona-Sonderprojekt „Azubi-PRAXIS-Vorbereitungskurse für die IHK-Abschlussprüfungen im Sommer 2021“

Mit Unterstützung des hessischen Corona-Sonderförderprogramms "Hessens gute Zukunft“ bietet der DEHOGA Hessen in Zusammenarbeit mit den hessischen IHKn den Auszubildenden in den Ausbildungsberufen 

  • Köchin/Koch
  • Restaurantfachfrauen und -männer
  • Fachkräfte im Gastgewerbe
  • Hotelfachfrauen und –männer 

15tägige prüfungsvorbereitende und praxisrelevante Lehrgänge für Teilnehmer/innen an der diesjährigen Sommerprüfung an unterschiedlichen hessischen Standorten an.
Warum? Da viele Azubis durch den Lockdown zu wenig Praxis-Ausbildung erhalten haben und für die Abschlussprüfung vorbereitet werden müssen.
Für gesamt Südhessen finden die Kurse in Darmstadt statt.
Für Restaurantfachfrauen und -männer, sowie Fachkräfte im Gastgewerbe im Bistro Moller des Welcome Hotel Darmstadt (Karolinenplatz 4, 64289 Darmstadt).
Für Köchinnen/Köche und Hotelfachleute im MARITIM Konferenzhotel Darmstadt (Rheinstr. 105, 64295 Darmstadt).
Beginn: 08. März 2021!  Ende: 26. März 2021! Geplant ist täglich 10.00 Uhr bis 15.30 Uhr.

Unter nachfolgendem Link gibt es weitere Informationen: http://www.dehoga-hessen.de/aus-weiterbildung/vorbereitungskurse/

Bund-Länder-Runde am 3. März - DEHOGA: Das Gastgewerbe erwartet konkrete Öffnungsperspektiven und Gleichbehandlung

Erste bekanntgewordene Pläne sind „völlig inakzeptabel“: „Das Bund-Länder-Treffen am Mittwoch darf nicht ohne konkrete Öffnungsperspektive für Gastronomie und Hotellerie ausgehen“, sagt Guido Zöllick, Präsident des Deutschen Hotelund Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband) mit Blick auf die anstehenden Gespräche. „Unsere Erwartungshaltung ist klar: Von der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel fordern wir einen klaren Fahrplan mit konkreten, nachvollziehbaren Kriterien, was, wann, wie wieder möglich ist“, so Zöllick. Erste bekanntgewordene Pläne der 4er Runde tragen den Erwartungen der Branche und vieler Menschen in keiner Weise Rechnung. So soll erst in einem vierten Öffnungsschritt nach mehreren Wochen mit Inzidenzen unter 35 überhaupt die Außengastronomie geöffnet werden können. Perspektiven für Restaurants, Hotels und weitere gastgewerbliche Betriebstypen fehlen völlig. Über diese werde erst Ende März beraten, heißt es in dem Papier. „Das ist das Gegenteil von einer Öffnungsstrategie“, kritisiert Zöllick und appelliert eindringlich an die Politik: „Wir erwarten, dass die Bundesregierung und die zuständigen Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen der Länder alles dafür tun, dass unsere Betriebe keinen Tag länger als gesundheitspolitisch geboten geschlossen bleiben.“ Umfassende Korrekturen seien dringend notwendig. „Dabei erwarten wir Gleichbehandlung mit anderen Branchen.“ Eine Fortsetzung der Politik nach dem Motto „Ihr bleibt zu, um andere Branchen geöffnet zu halten oder zu öffnen“ werde das Gastgewerbe nicht akzeptieren. „Die Maßnahmen müssen widerspruchsfrei und nachvollziehbar sein. Zudem erwarten wir deutlich  mehr Tempo und Professionalität bei den Impfungen. Gleiches gilt für eine effektive Schnellteststrategie.“
Für einen verantwortungsvollen Neustart des Gastgewerbes habe der DEHOGA detaillierte Leitlinien erarbeitet, die Landesverbände hätten Stufenpläne entwickelt. „Unsere Konzepte liegen auf dem Tisch“, so Zöllick. Es gehe nicht um Öffnungen auf Kosten der Gesundheit, sondern um verantwortbare Szenarien, auf die sich die Unternehmer vorbereiten könnten, stellt Zöllick klar. „Die Gesundheit der Gäste und Mitarbeiter hat höchste Priorität. Wir sind die Branche der Gastfreundschaft."

Restaurants und Hotels haben während der Öffnungsmonate von Frühjahr bis Herbst bewiesen, dass sie strenge Hygiene- und Schutzmaßnahmen entwickeln und erfolgreich umsetzen können. Auch laut der jüngsten Veröffentlichung des RKI weise das Gastgewerbe kein relevantes Infektionsgeschehen auf. So ist das Ansteckungsrisiko gerade in Hotels und beim Zusammensitzen im Freien besonders niedrig. „Restaurants und Hotels sind keine Pandemietreiber, sondern sichere Orte“, so Zöllick.
Zöllick verweist auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung der Branche. „Unsere 222.000 Unternehmen mit ihren 2,4 Millionen Beschäftigten haben nicht nur eine hohe wirtschaftliche Relevanz, sondern sind für das gesellschaftliche Miteinander, die Lebensqualität in unserem Land und die Zukunft unserer Innenstädte ganz entscheidend.“
Mit zahlreichen kreativen Aktionen haben zu Wochenbeginn die DEHOGALandesverbände mit ihren Mitgliedern deutschlandweit auf die existenzielle Betroffenheit der Branche aufmerksam gemacht und ihre klare Erwartungshaltung nach Öffnungsperspektiven an die Politik gerichtet. Das Gastgewerbe befindet sich seit vier Monaten erneut im Lockdown. „Die Not in der Branche ist riesig“, erklärt Zöllick. Die Umsätze im Gastgewerbe sind im Corona-Jahr um fast 40 Prozent eingebrochen. Zwei Drittel aller Betriebe bangen laut der Februar-Umfrage des DEHOGA um ihre Existenz. „Die
Gastgeber brauchen endlich positive Signale, die Mut und Hoffnung für die anstehenden Frühlings- und Sommermonate machen.“ 84 Prozent der Betriebe wollen laut der jüngsten Verbandsumfrage eine Öffnung vor Ostern.

Hotel- und Gastronomieverband DEHOGA Hessen e.V. Geschäftsstelle Südhessen Heppenheim Tel. 06252-94260-0 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.dehoga-hessen.de