Demenz: die schleichende Krankheit verunsichert Patienten und Angehörige

 

Viele ältere Menschen, und erschreckend viele jüngere, leiden an Demenz.

Das ist eine Krankheit, die das Gehirn betrifft.

Wahrnehmung, Gefühle, Denkvermögen werden beeinträchtigt.

Vor allem Sozialverhalten, Kurzzeitgedächtnis, Sprache und Motorik leiden, das kann bis zu Veränderungen in der Persönlichkeitsstruktur gehen.

Bei vielen Demenzformen sind die Ursachen noch nicht vollständig geklärt.


Demenzkranke benötigen extrem viel Betreuung, sind dabei oft unbeabsichtigt abweisend, manchmal bösartig.

Für Angehörige  ist das eine sehr schwierige Situation, die kaum zu meistern ist.
Eine Entlastung kann die wöchentliche „Atempause“ der Diakoniestation Südlicher Odenwald sein. Mittwochs von 14.15 bis 17.15 Uhr trifft sich die Gruppe im Ev. Gemeindehaus in Reichenbach, Dienstags von 14-17 Uhr in Fürth in der alten Schule.

 

Wo das nicht ausreicht, um selbst einmal zu Ruhe zu kommen, kann eine Pflegekraft aus Osteuropa eingestellt werden. Dabei gibt es allerdings einige rechtliche Details, die beachtet werden müssen. Die Unfallkasse Hessen (UKH) hat für pflegende Angehörige den Informationsbrief "Zu Hause pflegen - gesund bleiben!" herausgegeben. Bis zu 300.000 osteuropäische Betreuungskräfte arbeiten nach Schätzungen der Gewerkschaft ver.di in deutschen Privathaushalten, 80 Prozent für im Ausland ansässige Unternehmen. Für deutsche Auftraggeber ist kaum zu überprüfen, ob Mindestlohn, Steuern und Sozialabgaben korrekt gezahlt werden.

 

Wenn die Familie die Pflege selbst übernimmt, sind das meist Erwachsene.

Pflegewissenschaftler schätzen jedoch, daß die häusliche Pflege in rund 225.000 Fällen in Deutschland von Kindern und Jugendlichen mitgetragen wird.

Kinder von Eltern, die an Multipler Sklerose erkrankt sind oder an einer spastischen Lähmung leiden, die seelische Beeinträchtigungen oder Suchterkrankungen haben, leiden selbst unter erheblichen Belastungen, sind erschöpft, zeigen gesundheitliche Probleme und Streß-Symptome.

Für sie sind Vertrauenslehrer oder Kinderarzt der erste Ansprechpartner, um Hilfe zu bekommen.

Erkrankte Eltern können sich an ihren Pflegestützpunkt oder an eine Erziehungsberatungsstelle wenden.  

 

9. Juli 2016: Sommerfest im Seniorenheim Parkhöhe

 

Jeden Monat findet im Seniorenheim Parkhöhe das Demenzcafé Confetti statt, dazu sind nicht nur demenzielle Bewohner herzlich eingeladen, sondern vor allem Interessierte aus Lindenfels und Umgebung. Der Nachmittag bietet viel Zeit für gemütliches Beisammensein, Gespräche, Singen oder Kreativität. Das Demenzcafé Confetti findet an jedem 3. Montag im Monat statt.
Auch zum Sommerfest am 9. Juli ab 14 Uhr sind Gäste herzlich eingeladen zu Musik, Unterhaltung, Essen und Trinken. (mh)