In der Rubrik Modautal und Lautertal: 23 Dörfer, ein jedes ein Unikat sammle ich Ihre Antworten auf die Frage: was macht mein Dorf so besonders?

  • Neutsch: die junge Generation in Neutsch war vor einigen Jahren der Meinung "Neutscher ist das Größte, das ein Mensch werden kann!" - aus: Festschrift zur 660-Jahr-Feier im Jahr 2007.

In dieser Übersicht finden Sie bereits Porträts unserer kleinen und großen Dörfer. Natürlich benötige ich "Futter" aus den Ortsteilen, um eine schöne Seite aufbauen zu können. Schon oft habe ich um Informationen aus den einzelnen Ortsteilen unseres Verteilungsgebietes gebeten, sowohl in den Heften als auch über die Gemeindeverwaltungen mit der Bitte dies per Mail an die Ortsvorstände weiterzuleiten. Rückmeldungen blieben meist aus, und so erklärt sich, daß das Projekt "23 Dörfer - ein jedes ein Unikat" nicht vorankam.

Doch inzwischen versorgen mich einige Ortsvorstände regelmäßig mit Infos, und diese finden Sie dann auf diesen Seiten: Aktuelles in den Rubriken Vereine und Gesellschaft, Dauerhaftes unten in der Tabelle. Was noch fehlt, ist nicht verlinkt. Aber das kommt noch...

Ich freue mich auf Ihre Antworten: was macht mein Dorf so besonders?

Ihre Antworten finden Sie hier!

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Lesen Sie auch: 2022: 675-Jahrfeier für einige Odenwälder Ortschaften

Lautertal Modautal Umgebung
Reichenbach: ein Steinhauerdorf im kristallinen Odenwald

Beedenkirchen 1012 im Lorscher Codex erwähnt

Brandau Neutsch: Höhendorf an der Hutzelstraße

Lautern

Lautern: Geschichte einer Fabrik und Die Lauter: Naturidyll und Industriefluß

Lautern: Vom Mühlendorf zum Gewerbezentrum

Die Mühlen in Lautern

Schmal-Beerbach: wollte vor 50 Jahren zu Jugenheim gehören Ernsthofen in alten Fotografien

Allertshofen: oft nur als halbes Doppeldorf erwähnt

Hoxhohl

 
Gadernheim Krehberg, Schannenbach, Knoden, Breitenwiesen Asbach Die Neunkircher Höhe  und Neunkirchen, höchster Ort im Modautal  
Elmshausen  Wurzelbach Lützelbach Webern und Klein-Bieberau  
   Staffel  Herchenrode    
         
         
         

 

Grenzgänge können sehr ergiebig sein, um an historische oder volkskundliche Details zu kommen. Was ich in Beedenkirchen, Gadernheim, Breitenwiesen, Lautern, Neunkirchen und Lorsch erlebt und erfahren habe, außerdem eine Beschreibung des alten Weges zwischen Gadernheim und Allertshofen, warum die Hutzelstraße Hutzelstraße heißt, aktuelle Grenzgeschichten von Geflüchteten und vieles mehr... Und wer weiß: vielleicht entdecken wir eines Tages doch noch, wo der geheimnisvolle Grenzpunkt Reonga aus dem Lorscher Kodex zu finden ist! Eine spannende Geschichte dazu habe ich seit 25 Jahre lang meinen großen und kleinen Gästen im Felsenmeer erzählt: die Sache mit der saftigen Ohrfeige!

Zum Beispiel Beedenkirchen: entlang der Grenze zwischen Modautal und Lautertal verlief dieser Grenzgang, entlang einer uralten Grenze. Hier verläuft auch ein direkter Verbindungsweg zwischen Gadernheim und Allertshofen, den Frau Kaffenberger auf einer Postkarte an die Redaktion freundlicherweise erwähnte. Allertshofen und Gadernheim scheinen zunächst wenig Verbindung zu haben, aber man kann zu Fuß in einer halben Stunde von der Gadernheimer Schweiz bis zum Hasenberg in Allertshofen gehen. Mit dem Auto ist es nicht wesentlich kürzer...

Wer eine spannende Geschichte über Grenzen oder Grenzgänge weiß, darf sie mir gerne jederzeit zusenden: einfach per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Grenzgänge haben eine lange Tradition: einmal im Jahr wandert die Dorfgemeinschaft rund um ihre Gemarkung, meist ist in jedem Jahr ein anderer Abschnitt an der Reihe, bis das Dorf umrundet ist. Gern nehme ich an Grenzgängen teil, erfährt man hier doch oft interessante Ortsgeschichte und Geschichten, die man sonst nirgends nachlesen kann.

Im Laufe der Jahre bin ich mit Georg Grohrock und Friedel Renkel entlang der Gadernheimer Grenze, mit Renate Müller über Zehnes und Knorz nördlich von Lautern und mit Hartmut Krämer entlang der Ostgrenze von Beedenkirchen gelaufen, auch in Neunkirchen war ich schon dabei. Manche Führer erzählen viel, andere gehen schweigend durch die Flur, aber immer entdeckt man Neues dabei.

Grenzgänge finden meist im Winter statt, da es auch um das Auffinden von Grenzsteinen geht. Das Versetzen von Grenzsteinen war strafbar, und in früheren Zeiten konnte es nur durch regelmäßiges Überprüfen festgestellt werden. Heute wird alles digital erfaßt, doch an ihren Grenzgängen halten die Bewohner der Orte fest.

Die saftige Ohrfeige...

Wie man sich früher, als es noch keine Karten gab bzw. diese recht teuer waren, die richtige Lage der Grenzsteine merkte, wurde vorgestellt von Hans Dörr in der Zeitschrift „Der Odenwald“ Heft 1/18, ich erzählte sie bei meinen Felsenmeerführungen von Anfang an: an jedem Grenzstein gab es für die Kinder eine schallende Ohrfeige oder sie wurden auf das Hinterteil geschlagen, auf daß sie die Lage der Steine nie vergaßen.

Danach bekamen sie einen Wecken, so ist die Sitte entstanden, bei Grenzgängen Worschd, Weck un’ Woi auszugeben.

Zum Glück ist der erste Teil des Rituals - die Schläge - heutigentags nicht mehr in Mode.

Breitenwiesen: ein bißchen spooky

 

Als spooky bezeichnete mein Schwager das Tal, das von Glattbach nach Breitenwiesen hochführt. Am Wegrand findet man alte Grenzsteine und einen toten Baumriesen. Ebenfalls an diesem Weg steht eine Gedenktafel an Volker Eller, der hier bei einem Arbeitsunfall mit nur 32 Jahren ums Leben kam.

Neunkirchen: Schweigen im Walde

 

Beredt waren die Grenzsteine, Geschichten dazu gab es diesmal keine...

Der höchste Punkt am Radarturm