Gesucht - Der Feldhamster

(EIn Gastbeitrag von Wolfgang Heimer. AGGL ) Der Feldhamster ist ein meerschweinchengroßer Nager mit auffällig buntem Fell. Den Winter verbringt er in seinem frostfreien Bau tief unter der Erde. Erst zwischen März und Mai beendet er seinen Winterschlaf. Von März bis September verpaaren sich die einzelgängerischen Tiere bis zu dreimal. Nach einer Tragzeit von 17 Tagen bringen die Weibchen nackte und blinde Jungen zur Welt. Im Alter von fünf Wochen sind die Kleinen selbständig und verlassen den Mutterbau. Sind im Sommer die Getreidekörner reif, beginnen Feldhamster mit dem Sammeln von Vorräten für den langen Winterschlaf.

Der Feldhamster besiedelte einst die Bördelandschaften und Agrargebiete mit guten Löß-/Lehmböden in klimatisch günstigen Lagen.

Er profitierte über Jahrhunderte vom kleinflächigen Anbau vielfältiger Kulturen die von Hand geerntet wurden. Die gute Nahrungsverfügbarkeit über den gesamten Sommer führte zu zeitweisen Massenvermehrungen und in der Folge zu Bekämpfungsaktionen, die stellenweise noch bis in die 1980er Jahre erfolgten. Der Ausbau von Siedlungen und Verkehrswegen drängte den Feldhamster in der Folgezeit auf immer kleinere Flächen zurück. Die Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzungen führte zu immer früheren Ernteterminen und die großflächigen Ackerschläge boten kaum noch Rückzugsmöglichkeiten und Nahrungsflächen. Der Feldhamster ist daher heute in ganz Deutschland vom Aussterben bedroht.

Ihre Mithilfe ist gefragt: Die letzten belegten Nachweise in unserer Region gelangen in den siebziger Jahren bei Semd, seither gab es nur noch einzelne, leider nicht belegte Hinweise – zuletzt etwa 2003 südwestlich von Groß-Umstadt. Für Hinweise zu aktuellen Vorkommen wären wir daher dankbar.  (mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )'; document.write( '' ); document.write( addy_text40843 ); document.write( '<\/a>' ); //--> Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Der kleinflächige Verzicht auf die Getreideernte, in Form von Streifen, bietet Feldhamstern wertvolle Deckung und Winternahrung. Auch Blüh- und Luzerneflächen sind wichtige Zusatzstrukturen, die im Frühjahr und Spätsommer Refugium und Nahrungsquelle zugleich sind.