Die Kreisschulen im Kreis Darmstadt-Dieburg sind gut vorbereitet:

Ab Montag 27. April werden im Landkreis 6174 Schülerinnen und Schüler wieder die Schulen besuchen können. Entsprechend den Vorgaben des Landes Hessen gilt dies für die Abschlussjahrgänge der Lernförderschulen, der Haupt- und Realschulen, der Gymnasien und berufsbildenden Bildungsgänge sowie für die Jahrgangsstufe 12 der Oberstufen. Eine besondere Herausforderung wird für die Grundschulen der Schulbeginn für die 4. Klassen sein. Zuvor hat per Telefonkonferenz eine Abstimmung zwischen den Schuldezernenten des Landkreises Darmstadt-Dieburg, der Wissenschaftsstadt Darmstadt, dem Staatlichen Schulamt stattgefunden.

Das Gesundheitsamt hat ein Hygienekonzept für die Schulen erarbeitet, das bei Wiederaufnahme des Unterrichts eingehalten werden müssen. Darin heißt es u. a:

nicht mehr als 15 Schülerinnen und Schüler in einem Klassenzimmer
Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Schülern

Schulträger nehmen die Hygieneempfehlungen der Fachleute sehr ernst und werden daher alles tun, um die Hygieneleitlinien des Gesundheitsamtes vollständig umzusetzen. Der Landkreis, der Schulträger der insgesamt 81 Schulen im Kreis ist, wird in gemeinsamen Abstimmungsrunden mit den Schulleitungen in den nächsten Tagen, die Umsetzung der Maßnahmen vor Ort konkretisieren, um eine möglichst weitgehende gemeinsame Linie zu finden. In den Schulen sind bereits erste Vorbereitungen getroffen worden, um Hygieneregeln für Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte umzusetzen. Die Schulgebäude wurden vom Da-Di-Werk und dem Schulservice in den vergangenen Wochen gründlich gereinigt, Schäden wurden repariert und Sanitäreinrichtungen und Waschbecken auf Funktionsfähigkeit und Vollständigkeit gecheckt. In den Sekretariaten wurden Spuckschutzscheiben angebracht, am Boden Abstandsmarkierungen.

Eine Versorgung mit warmen Mittagessen wird in der ersten Zeit nicht möglich sein. Wann wieder Mittagessen an den Schulen angeboten werden kann, wird sich in den kommenden zwei Wochen zeigen. „Unsere Schulen sind alle unterschiedlich. Deshalb müssen ganz viele Lösungen direkt an den Schulen gefunden werden. Dies betrifft den Unterrichtszeitraum, die Pausenregelung und die Verhaltensvorschriften. Wir alle sind jetzt plötzlich auch Lernende! Und wie so oft in der Schule gilt: es gibt mehrere richtige Lösungen“, erläutert Robert Ahrnt. Dr. Margarete Sauer ergänzt, „die Notbetreuung für die Kinder, die nach wie vor keinen Unterricht haben, wird auch nach der schrittweisen Wiederaufnahme des Schulbetriebs aufrechterhalten. Anspruch auf diese Notbetreuung haben wie bisher Kinder der Jahrgangsstufen 1 bis 6, wenn einer der beiden berufstätigen Elternteile einen systemrelevanten Beruf ausübt. Neu ist die Öffnung für die Kinder von Alleinerziehenden, unabhängig von der Berufsgruppe. Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass das Konzept der gemeinsamen Notbetreuung durch Lehrkräfte am Vormittag und Betreuungskräfte am Nachmittag gut funktioniert und dass nicht zuletzt durch die hier festgelegte Gruppengröße von maximal fünf Kindern alle Sicherheitsauflagen gut eingehalten werden können“, so Margarete Sauer, die für die Ganztagsbetreuung an den Schulen im Kreis zuständig ist und sich mit den Mitarbeiterinnen der Betreuung DaDi gGmbH seit Beginn der Corona-Pandemie um die Organisation der Notbetreuung kümmert.

ÖPNV: Mehr Verbindungen ab Montag, 27. April: im Linienverkehr im Bereich der Dadina wird ab Montag 27. April wieder der normale Fahrplan für den Schulbetrieb gelten. Das Tragen von Masken im öffentlichen Nahverkehr ist ab Montag Pflicht.