Inbetriebnahme der Trinkwasser-Übergabestation der Riedgruppe Ost in Elmshausen

Nachdem sich die Lautertaler Gemeindegremien im Jahr 2014 ausführlich mit der Trinkwassersituation auseinandergesetzt hatten, beschloß der Gemeindevorstand eine Kommission zur Wasserversorgung einzusetzen mit dem Auftrag, ein zukunftsfähiges Wasserversorgungskonzept zu erarbeiten. Dazu gehörten Mitglieder des Gemeindevorstandes und der Gemeindevertretung sowie sachkundige Bürger und beratende Mitarbeiter der Verwaltung, der Wassermeister und das beauftragte Ingenieurbüro Quintel. In 14 Sitzungen erarbeitete die Kommission das Wasserversorgungskonzept und legte es der Gemeindevertretung im September 2016 vor, zunächst noch ohne den im Wasserversorgungskonzept empfohlenen Anschluß der Tiefzone (Elmshausen und Teile Reichenbachs) an die Riedgruppe Ost, diese wurde im November 2016 beschlossen, zusammen mit den im Wasserversorgungskonzept gelisteten Maßnahmen in Höhe von 3 Millionen Euro, die sukzessive in das Investitionsprogramm der Gemeinde aufgenommen werden sollten.

Maßnahme eins: Anschluß Elmshausen und Tiefzone Reichenbach mit rund 3.000 Einwohnern an das Wassernetz der GGEW Bergstraße AG. Durch einen Grundstückstausch konnte ein geeignetes Grundstück für die Übergabestation mit Druckerhöhungsanlage gefunden werden.

Bis zu 87.500 cbm Riedwasser können nun durch das Netz der GGEW ins Lautertal fließen. Verbindungsleitung (ca. 175 laufende Meter), Stromanschlüsse und Errichtung des Übergabegebäudes konnten nun realisiert werden. Die Baugenehmigung für das Gebäude (ca. 3,20 x 3,80 m) wurde am 02. Mai 2018 erteilt, die Arbeiten konnten aber aufgrund der Straßenbaumaßnahmen auf der Nibelungenstraße in Elmshausen erst während der Vollsperrungsphase der B 47 in den Sommerferien 2018 aufgenommen werden.

Inzwischen sind alle Arbeiten abgeschlossen, die Übergabestation mit Pumpen und sonstigen Einbauten ist fertiggestellt und die erforderlichen hygienischen Wasseranalysen durchgeführt. Die Anlage unterstützt die Gemeinde Lautertal nun bei der Versorgung ihrer Einwohner mit qualitiativ hochwertigem Trinkwasser. Insgesamt hat die Gemeinde hierfür rund 250.000 € investiert.

Dank muß an alle Beteiligten ausgesprochen werden. Sei es gegenüber der Bürgerin, die sich zu dem Grundstückstausch bereit erklärt hat, sei es gegenüber der Riedgruppe Ost und der GGEW Bergstraße AG, deren gemeinsames Engagement die sichere Versorgung jetzt gewährleistet. Dank ist auch zu richten an die beteiligten Firmen und Ingenieurbüros. Und nicht zuletzt ist den gemeindlichen Gremien zu danken, die sich nach langer und intensiver Diskussion zu diesem Schritt entschlossen haben.

Andreas Heun, Bürgermeister