Grüne Liste Lautertal macht sich für gemeindeeigene Klimaschutzmaßnahmen stark

Die Fraktion der Grünen im Lautertaler Gemeindeparlament bringt zur nächsten Sitzung des Gemeindeparlaments im Oktober einen Antrag zur Erstellung einer ´Klimaschutz-Konzeption´ ein. Man gehe damit bewusst über die „Klimanotstand-Diskussionen“ der letzten Monate hinaus. Zielrichtung des Antrags ist eine überfraktionelle Ausarbeitung im zuständigen Umweltausschuss.

Aus Sicht der Grünen sollte der Klimaschutz und die Nachhaltigkeit zukünftig eine gewichtige Rolle in Form- von Planungs- und Handlungsprämissen in der Gemeinde Lautertal darstellen. „Aus unserer Sicht bedarf es dazu eines umfassenden Strategie-Plans – am besten als gemeinsame Anstrengung aller politischen Kräfte im Lautertal. Aufgrund der zunehmenden Geschwindigkeit des menschengemachten Klimawandels reicht es für eine Trendwende nicht mehr aus, einzelne Maßnahmen zu platzieren. Wir brauchen einen Plan, der Bürger und Gemeindeverwaltung vielschichtig und mit gemeinsamer Zielrichtung aktiviert“ so Fraktionsvorsitzender Frank Maus.

Als mögliche Diskussionsgrundlage haben die Grünen dem Antrag einen Katalog von 13 Punkten beigefügt, der für konkrete Maßnahme in der Gemeinde genutzt werden kann. Darunter sind klassische Maßnahmen zum Naturschutz wie ein Wechsel zum naturnahen Waldbau, der Erhalt von Streuobstwiesen und Blühstreifen in der Gemeinde. Zusätzlich warten die Grünen auch mit neuen Vorschlägen auf, wie kommunale Förderprogramme für stromsparende Elektrogeräte, den Ausbau der Infrastruktur von Stromtankstellen, eine Lautertaler-Photovoltaik-Offensive, etc.

„Wir haben vielfältige Möglichkeiten als Gemeinde unsere Bürger in Ihrem Handeln zu unterstützen, jetzt ist die Zeit dafür gekommen.“ so Olaf Harjes als grüner Vertreter im Umweltausschuss.

Die Grünen möchten die Bürger in einem ihrerseits klimafreundlichen Handeln unterstützen, indem regelmäßige Informationsveranstaltungen initiiert werden, beispielsweise zu Ihren Möglichkeiten im Wohn- und Lebensbereich, zur Förderung einer individuellen aber schonenden Mobilität und verbessertem Blick auf das Thema Energieeinsparung. Zusätzlich sollten auch in den Schulen und Kindergärten Aktionen unterstützt werden, die dem Ziel der Nachhaltigkeit dienen.

„Wenn wir den jahrelangen Rückgang der Ressource Wasser bei unseren eigenen Trinkwasserquellen sehen, und die mittlerweile weithin sichtbaren Schäden in unserem Wald, so müssen wir erkennen: Wir sollten nicht nur Forderungen an Bundesländer und den Staat stellen“, so Udo Rutkowski von den Grünen, „wir müssen auch auf kommunaler Ebene aktiv anpacken“.

Die GLL betont abschließend noch einmal den kollegialen Charakter ihres Antrages. „Wir verstehen unseren Antrag als Einladung an alle Fraktionen, gemeinsam die drängenden Aufgaben unserer Zeit in Bezug auf den Klimaschutz mit dem Ziel einer kraftvollen Klimaschutz-Konzeption auf den Weg zu bringen“.