Verbraucher Tipps

Muß Elektroschrott wirklich auf den Müll?

Mittwoch, den 04. Juli 2018 um 20:46 Uhr

Alte Handys, Computer, Elektronikbauteile: oft enthalten sie wertvolle Rohstoffe oder lassen sich mit etwas Zeiteinsatz und Fachkenntnis wieder in Gang setzen.
Unsere Luxusgesellschaft hat hier in den letzten Jahren eine ganz unerwartete Ressource erhalten: Geflüchtete, die in Deutschland unterkommen konnten und nun - noch - viel Zeit haben, und oft auch spezielle Fachkenntnisse. Es gibt daher ein Flüchtlingsprojekt der Initiative Arbeit im Bistum Mainz e.V., das unter dem Motto „Flüchtlinge erkunden den Arbeitsmarkt“ die Möglichkeit bietet, daß Geflüchtete gesammelte Altgeräte reparieren oder für das Recycling der Rohstoffe aufbereiten. Kaputte Drucker sind oft nicht kaputt, sondern geben aufgrund eines „Zeitschalter-Chip“ den Geist auf. Dem Hersteller reicht die Lebensdauer, er will einen neuen Drucker verkaufen und natürlich neue Druckerpatronen. Die Patronen im alten Drucker sind noch 3/4 voll, und Druckertinte ist die kostbarste Flüssigkeit auf der Welt! Wer diesen Chip überlisten kann, der kann den alten Drucker noch für viele Ausdrucke nutzen. Dies ist nur ein Beispiel von vielen in unserer von geplanter Obsolenz geprägten Verbrauchergesellschaft, in der große Firmen einen eigenen Corrosion-Engineer beschäftigen.
Die Computer, die das Projekt „Flüchtlinge erkunden den Arbeitsmarkt“ wieder aufbereitet, werden entsprechend aufgerüstet an einkommensschwache Personen abgegeben. Wer auf Hartz 4 angewiesen ist, muß nicht auf einen eigenen PC verzichten! Infos über Tel. 06254-9403010.

 

Reparieren statt wegwerfen

Dienstag, den 12. Dezember 2017 um 21:39 Uhr

Seinen dritten Geburtstag feierte das Repair Café Bergstraße im November. 10-12 Termine jährlich gibt es dafür an jeweils wechselnden Orten, mit Kaffee und Kuchen, während man auf die Begutachtung durch die ehrenamtlichen Fachleute wartet und vielleicht sogar ein repariertes funktionstüchtiges Gerät wieder mit nach Hause nehmen kann.

Im Oktober konnten in Rimbach von 30 Geräten immerhin 10 repariert werden, für 12 gab es Empfehlungen und 8 Besuchern konnte nicht geholfen werden. Im November wurden 51 Geräte gebracht, wovon 22 repariert wurden, für 6 gab es Empfehlungen und 23 waren nicht zu retten.

Die hohe Zahl der irreparablen Teile liegt an der Betriebspolitik der Hersteller. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen befragte kürzlich 31 Hersteller und bekam von diesen freimütig zu hören, daß viele Markenhersteller massive Hindernisse einbauen, zudem wird in den seltensten Fällen eine Anleitung oder Serviceunterlagen mitgeliefert, oft müssen diese teuer hinzugekauft werden. Oder die Gehäuse zerstören sich selbst bei Öffnungsversuchen, Spezialwerkzeuge halten die Hersteller unter Verschluß.

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Frühling, Zeit der Abnehmkuren ...

Mittwoch, den 30. Januar 2013 um 22:12 Uhr

Seit Jahrzehnten - genauer gesagt seit der Freßwelle in den 1950ern - geistern in jedem Frühjahr die skurrilsten Diätideen durch die Hochglanzpresse. Nur eine Diät vermißt man bis heute: die 5000-Kalorien-Diät. Die funktioniert so: man muß so viel essen, daß die Anstrengung dabei mehr Kalorien verbraucht als man zu sich nimmt. Schwierig, zugegeben - vor allem zynisch angesichts des Hungers in weiten Teilen der Weltbevölkerung. Jetzt gibt es etwas Brandneues: Hackplus! Unglaublich, was sich die Nahrungsmittelindustrie da wieder hat einfallen lassen...

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Siegel, Logos, Prüfzeichen - Halten diese was sie versprechen?

Freitag, den 07. Dezember 2012 um 00:03 Uhr

Eine Vielzahl von Logos uns Siegel zieren die Verpackungen der angepriesenen Produkte. Doch sind diese immer

wirklich Vertrauenswürdig und was sagen die Logos denn wirklich aus?

Eine kleine Übersicht gibt es auf www.bonarei.de

 

Was füttere ich meinem Hund? Dosenfutter oder Selbstgekochtes...

Donnerstag, den 29. November 2012 um 21:38 Uhr

Sucht man im Internet nach einer objektiven informativen Seite zum Thema Hundeernährung, so ertrinkt man in einer Flut von „Fütter dies" und „Fütter das" - aber meist handelt es sich um ein vorgefertigtes Produkt, bei dem es über die Inhaltsstoffe keine Sicherheit gibt. Man muß sich mal den Spaß machen und recherchieren, was der Gesetzgeber unter „tierischen Nebenprodukten" versteht. Mit liebevoll zubereitetem Essen hat das überhaupt nichts zu tun. Aber es muß nicht näher deklariert werden. Einziger Anhaltspunkt auf Fertigfutter: die Reihenfolge der Nennung der Inhaltsstoffe sagt etwas über ihren Anteil aus. Was zuerst genannt wird, ist am meisten drin. Oft findet man da - für einen fast ausschließlichen Fleischfresser wohlgemerkt - Getreide, Gemüse und die berühmten tierischen Nebenprodukte. Der enthaltene Fleischbestandteil (oft nur 4 % !) wird dann noch weiter durch Feuchte verdünnt.

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