Landkreis und Sportkreis erstellen ein Sportstättenkataster: Pilotprojekt in drei Kommunen erfolgreich

Darmstadt-Dieburg – Der Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Sportkreis Darmstadt-Dieburg arbeiten gemeinsam an der Erstellung eines Sportstättenkatasters. In dieser Datenbank werden dann alle Sportanlagen und Sportstätten gelistet sein. Neben den vereinseigenen Sportanlagen werden auch die kommunalen Liegenschaften wie Sport- und Kulturhallen erhoben. Außerdem erfasst werden Sonderanlagen wie beispielsweise Boule- oder Skateanlagen.

Das Sportstättenkataster: Was wird erhoben?

Die Erhebung liefert einen Überblick über die Sportanlagen/-stätten, die Sport- und Kulturhallen sowie Sonderanlagen in den 23 Kreiskommunen. In die Datenerhebung fließen auch wichtige Informationen im Bereich Inklusion und Barrierefreiheit mit ein. Neben den einzelnen Daten der Sportanlagen wird auch die Anbindung an den ÖPNV erhoben (beispielsweise die Entfernung und Wegbeschaffenheit zur nächsten Haltestelle).

Die Daten dienen zukünftig als Grundlage und Optimierung der Sportförderung. Ein weiterer Vorteil der Erhebung ist, dass die gewonnen Daten, vor allem auch im Bereich der Barrierefreiheit, für das Projekt Vielfältige innovative inklusive Angebote im Sport (ViiAS) bereitgestellt werden können. Somit können direkt Synergien geschaffen werden. Die Erstellung des Katasters dient auch dazu in den Gesprächen zur Erhebungen aufzunehmen, bei welchen Vereinen in der nächsten Zeit Investitionsbedarf besteht. Bei der Datenerhebung wird auch abgefragt, von wem und wie oft die Anlagen genutzt werden. Anhand von Belegungsplänen, die zumeist von den Vereinen zur Verfügung gestellt werden, kann somit unter anderem die Auslastung der Sportstätten erfasst werden.

Der aktuelle Stand

Anhand von drei Pilotkommunen haben Kreis und Sportkreis mit der Datenerhebung begonnen. Die drei Pilotkommunen sind Babenhausen, Roßdorf und Weiterstadt. In ersten Gesprächen mit den kommunalen Ansprechpartnern in den entsprechenden Pilotkommunen wurde das Projekt vorgestellt und die Vereinslandschaft vor Ort angeschaut. Anschließend wurde mit der Auflistung der Vereine pro Kommune und Einteilung in ein Erhebungscluster (Lage, Zuständigkeit Verein oder Kommune) begonnen. In einem nächsten Schritt wurde mit der Erhebung vor Ort begonnen. Alle drei Testkommunen sind nahezu zu 100 Prozent erhoben, lediglich vereinzelte Anlagen fehlen noch. Als nächstes soll eine kurze Bewertung des bisherigen Ablaufs erfolgen, um anschließend die Erhebung der 20 noch ausstehenden Kommunen angehen zu können.

Landrat Klaus Peter Schellhaas und der Vorsitzende des Sportkreises Darmstadt-Dieburg Sascha Ahnert begrüßen die Datenerhebung sehr. „Die Bestandsaufnahme der Sportstätten im Landkreis ist unter anderem bezüglich der Barrierefreiheit von Sportanlagen und Sportstätten eine Notwendigkeit. Es gibt uns die Möglichkeit zum einen ein Gesamtbild zu bekommen, wo noch dringend nachgebessert werden muss und zum anderen, wo sich Menschen mit Behinderung heute schon sportlich ungehindert betätigen können. Das ist ein großer Fortschritt für alle Beteiligten in Bezug auf Transparenz und Handlungsnotwendigkeiten“, erläutert Sascha Ahnert. Landrat Klaus Peter Schellhaas ergänzt: Die Datenbank schafft eine gute Basis, um zu erfassen, wo wir die Sportvereine noch besser unterstützen können. Außerdem bietet das Sportstättenkataster eine gute Orientierung für die Bürgerinnen und Bürger, aber auch für die Verwaltungen.“ (as)