Vor vielen Jahren war ich öfters auf einer sehr interessanten Internetseite: der frühere Pfarrer Heinrich Tischner aus Bensheim betreibt sie. Unter https://heinrich-tischner.de/ veröffentlicht der "Kreuzdenker" Tischner Beiträge, die mir bei meinen eigenen Texten viel helfen. Insbesondere die Rubriken Schrift    Sprachecke    Südhessisch    Siedlungsnamen

Beispielsweise seine Erläuterung zu den Ausdrücken Schusterjunge und Hurenkind in der Drucktechnik: Woher kommen die Ausdrücke Schusterjunge, Hurenkind? Es sind Fachbegriffe der Drucker, das Hurenkind ist die letzte Zeile eines Absatzes auf einer neuen Seite und ein Schusterjunge ist die erste Zeile eines Absatzes am Ende einer Seite. Beides sieht nicht schön aus und wird im Druck durch geringfügige Veränderungen in Textlaufweite oder Zeilenabstand so korrigiert, daß ein neuer Absatz nicht seitenübergreifend ist wenn es sich nur um eine Zeile vorn oder hinten handelt.

Im Dezember 2021 erschien das erste Jahrbuch der Odenwald-Redaktion unter dem Serientitel "Spinnstubb 2.0". Vergriffen! Neuauflage möglich, bei Interesse bitte Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden!

Die wichtigsten Beiträge, die ich 2021 sammeln konnte, sind darin enthalten: die Odenwald-Kartografie seit 1730, die Geschichte der Blaufarbenfabrik Lautern und die beiden nicht gebauten Eisenbahnstrecken Ober-Ramstadt-Modautal-Lindenfels und Bensheim-Lautertal-Lindenfels, dazu noch die Geschichte, wie seit 25 Jahren der Durchblick gemacht wird. Für meine Geschichte(n) bin ich ständig unterwegs: zu Interviews mit Zeitzeugen, in Archiven und Bibliotheken und natürlich auch im Internet. Deshalb trägt das Jahrbuch auch den Titel "Spinnstubb 2.0". Die Spinnstube war eine Zusammenkunft an den Winterabenden früherer Zeiten, an denen man mangels Fernsehen beisammensaß und erzählte. Die Geschichten wurden dann am späteren Abend immer abenteuerlicher...

Das Jahrbuch 2022 wird im Spätherbst 2022 erscheinen und folgende Themen enthalten: "Steine, Bergwerke und Steinbrüche"; es werden die neuesten Erkenntnisse zum geheimnisvollen Ort "Reonga" darin sein sowie die Geschichte des Felsenmeer-Tourismus, alte Straßen- und Flurnamen, die auf ehemalige Baumaterialien hinweisen: Kiesgruben Lehmgruben Kalkgruben Ziegeleien...

2023 wird es um „23 Dörfer - ein jedes ein Unikat“ in Lautertal und Modautal gehen sowie um Altstraßen wie die Hutzelstraße oder den Weinweg und weitere historische Flurkarten.
2024 wird vielleicht dem Thema Märchen gewidmet. Märchen sind nicht nur romantisch, sie können auch Schlaglichter auf zukünftige Welten offenbaren - lassen Sie sich überraschen!

Zu den verschiedenen Themen nehme ich gerne jederzeit Informationen auf: einfach per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden! Ich freue mich drauf - Ihre Marieta Hiller

Hier sehen Sie das Inhaltsverzeichnis sowie die umfangreiche Literaturliste. Das Jahrbuch 2021 ist ausverkauft, kann jedoch bei ausreichender Nachfrage im Herbst 2022 nachgedruckt werden. Verbindliche Reservierungen können Sie mir per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! jederzeit zusenden.

Odenwald-Redaktion mit dem Geschichte(n)-Zettelkasten: hier klicken!

Themen aus unserer Region - seit 2010! Was nicht in die Hefte paßt, können Sie hier lesen. Die Beiträge sind auf den Seiten der Felsenmeerdrachen entstanden und ziehen im Laufe dieses Jahres (2021) an diesen Ort um. Seit der Pandemie fand ich außerdem endlich die Zeit, alte Notizen, Mitschriften und Fotos aufzuarbeiten und in thematisch gebündelter Form für Sie zusammenzustellen. Einige dieser Themen können durchaus - bei ausreichendem Interesse - in einem Buch erscheinen, weitere Infos dazu finden Sie hier: Ihr Wunschthema als Buch.

Die heimatkundlichen Beiträge der Felsenmeerdrachenseite sind hierher umgezogen, nun wird die Optik dieses gesamten Internetauftrittes überarbeitet. Sie werden daher gelegentlich auf ein Baustellenschild stoßen, oder die Verlinkungen funktionieren noch nicht.  Im August 2022 wird alles soweit neu aufgebaut sein. Sie finden die Beiträge dann so:

Startseite

Aktuelles Odenwald-Redaktion In eigener Sache
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Gesellschaft: Politik & Vereine, Bildung & Soziales, Wirtschaft & Verbraucher, Freizeit & Kultur 23 Dörfer - ein jedes ein Unikat Aus der Redaktion
Gesundheit Tagwerk der Odenwälder - historisch betrachtet Die Durchblick-Hefte
Umwelt Tiere, Landschaft, Felsenmeer Unsere Jahresprojekte ab 2015
Garten und Landwirtschaft Leckeres aus der Region  "Spinnstubb 2.0" - die Jahrbücher
Wichtige Infos für unsere Besucher:
Adressen, Gottesdienste, Vereinsleitfaden
Katastrophenschutz
Dibbezauber  Fundstücke & Kurioses
Verschenkbörse   Wie unsere Stichwortsuche funktioniert
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Redaktions-Kontakt: Marieta Hiller, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 06254-9403010, GHS-GbR, Waldstraße 2, 64686 Lautertal

Heimatkunde kann spannend und überraschend sein

Diese Seiten erstelle ich mit viel Liebe und Sorgfalt, aber ganz nach meinem persönlichen Geschmack. Sie erheben daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit, und die Auswahl meiner Themen erfolgt ebenfalls nach meiner persönlichen Entscheidung. Denn ich verdiene damit keinen Pfennig Geld, vielmehr ist es ein geliebtes Hobby. Daher kann es auch gelegentlich ein paar Tage dauern, bevor alle angekündigten Themen wirklich online stehen. Ich denke Sie werden dies verstehen, schließlich geht - bis ich in Ruhestand gehe - noch das Geldverdienen vor...

Was nicht den Weg in die Geschichtsbücher fand - in meinen Geschichtenbüchern taucht es auf!

Marieta Hiller

Der Aprilscherz von Fritz Ehmke im Onlinebrief des Verschönerungsvereins vom April 2021 konnte nun aufgelöst werden:

Im April 2021 erhielt ich eine Leserzuschrift von G.W., die ich hier vorstellen möchte:
"Sehr geehrte Frau Hiller, wenn uns auch Welten in der politischen Anschauung trennen, so muss ich Ihnen aber ein großes Lob für den o.g. Betreff / Artikel (Hexenplatz, Reonga und Hinkelstein) ausstellen: sehr informativ und lehrreich! Ich wohne nun schon fast 60 Jahre in Brandau, aber von den umliegenden Wüstungen hatte ich noch nie etwas gehört. Wie viele Male bin ich schon nach Beedenkirchen oder zum Tanken nach Wurzelbach gefahren, ohne zu wissen, dass ich auch mitten durch das ehemalige Atzenrode fahre? Bitte bringen Sie weiterhin ortsgeschichtliche, geografische oder geologische Beiträge über unsere Gegend, denn da lernt man wirklich noch hinzu! ... und die Politik lasse ich, wie gesagt, außen vor.
Mit freundlichen Grüßen G.W."

Es freut mich sehr, solche Zuschriften zu bekommen. Dies zeigt mir, daß einerseits meine ganze Archiv-Wühlerei auf Interesse stößt, andererseits auch daß es durchaus möglich ist, unterschiedliche politische Ansichten zu pflegen. Schön, daß das geht!

Die Sprachecke im Durchblick wird wohl die Rubrik(in) werden, die am längsten Bestand hat.
Hier finden Sie wieder einige nützliche Vorschläge um unsere Sprache zu "entsperren"!

„Die Wanderin“ – und weitere Vorschläge zur geschlechtergerechteren Weiterentwicklung unserer deutschen Sprache

Für Menschen die (gerne) wandern kennt unsere deutsche Sprache und Rechtschreibung schon seit Jahrzehnten neben der männlichen Form „der Wanderer“ die weibliche Form „die Wanderin“.

Anders als bei den meisten Tätigkeits- und Berufsbezeichnungen haben wir hier eine Wortform, die dem die Tätigkeit beschreibenden Wortkern „Wander“ wahlweise die weibliche Endung „in“ oder die männliche Endung „er“ anhängt. Anders als bei den meisten Tätigkeits- und Berufsbezeichnungen müssen sich die Frauen hier nicht damit begnügen, dass einer männlichen Form lediglich ein weibliches „in“ angehängt wird (wie z.B. bei „der Lehrer“ – „die Lehrerin“, „der Macher“ – „die Macherin“ usw.). Warum verwenden wir diese ausgesprochen gleichberechtigte Weise der Wortbildung nicht konsequent bei allen entsprechenden Wörtern?

Sprachregelung auf die Spitze getrieben:

ist Ihnen schon mal aufgefallen, daß wir stets respektvoll vom Landwirt reden, wenn es um die Agrarökonomen der Industrieländer geht, aber rustikal im Ethnostyle von Bauern, wenn es um die gleiche Berufsgruppe in Entwicklungsländern geht?

Wenn wir es schon so suuuupergenau nehmen mit unserer Sprache (und nicht etwa mit den Zuständen die diese Sprache zum Ausdruck bringt), dann dürfen wir nicht mehr Bauer zu einem Landwirt sagen, egal wo er wirtschaftet. Genau wie wir nicht mehr Neger zu PoC (People of Color) sagen dürfen, oder Zigeuner zu Angehörigen der Sinti und Roma.

Wenn Sie inzwischen nicht mehr wissen, WIE Sie politisch korrekt über etwas sprechen oder schreiben sollen, dann denken Sie immer daran, daß GAR NICHTS SAGEN noch viel schlimmer ist.  Maul halten hat noch nie etwas besser gemacht... Marieta Hiller

Wir leben im Zeitalter der Information: bekommen wir wirklich Information - oder glauben wir es nur?

Früher war alles besser: logisch ist dann heute alles nicht mehr so gut und morgen gar schlechter!
"Information": je mehr wir bekommen (gefragt und ungefragt) desto weniger können wir beurteilen ob sie Wahrheitsgehalt hat.
Wer wollte die 100.000 Facebook-News auf objektiv feststellbaren Wahrheitsgehalt überprüfen, mit wissenschaftlich anerkannten Methoden? Wie leicht ist es heute, eine Lüge schnell und wirksam zu verbreiten!

Früher mußte dafür ein Traktat gedruckt werden, heute tippt jeder ins Handy was ihm gerade so als "wichtige Information" einfällt. Wie altmodisch dagegen: GEO beschäftigt eine ganze Verifikationsabteilung, also Leute die die Texte der Redakteure auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen bevor sie veröffentlicht werden!

Veränderungen sind schnell, Statistiken leider nicht immer. Aber mit Statistiken lassen sich plakative "Wahrheiten" veröffentlichen wie beispielsweise "Heute leben halb soviel Menschen in extremer Armut wie im Jahr 2000" oder "84 % aller Menschen halten sich selbst für glücklich, 45 % halten nur die anderen für glücklich". Genauer betrachtet, kann man mit solchen Aussagen leider wenig anfangen.
Hinzu kommt, daß schlechte Nachrichten wesentlich öfter verbreitet werden als gute Neuigkeiten. Katastrophen, Verbrechen, Unglück ist medienwirksam.
Während weltweit nach Aussage einer Statistik die Mehrzahl aller Menschen überzeugt ist, daß alles besser wird, glauben in Deutschland (einem Land, in dem auf hohem Niveau gejammert wird) nur 25% daß es der nächsten Generation besser gehen wird.

Wer aus dem Dunkeln ins Helle schaut, sieht das ganz anders. Um für alle 7,8 Milliarden Menschen ein Leben in Wohlstand, Bildung und Nachhaltigkeit zu schaffen, brauchen wir mehrere Erden - die haben wir aber nicht. Wir hier im Hellen verbrauchen die meisten Ressourcen für die im Dunkeln mit. Darüber sollte man sich klar sein bevor man jammert...

Marieta Hiller, Februar 2021

Liebe Leserinnen und Leser!

Sprache - und natürlich auch Schriftsprache - ist einem ständigen Wandel unterworfen. Manches regelt die Duden-Redaktion, für anderes kann ich wenig Verständnis aufbringen. Völlig in Ordnung ist es z.B. wenn ein Leser mir schreibt: 

"Hallo Frau Hiller, beim Durchlesen der Artikel im Durchblick Nr. 304 ist mir aufgefallen, dass ! Sie, Frau Hiller, immer noch an der alten Rechtschreibung festhalten, wussten ! Sie das!? Bin zwar jetzt auch schon 62, aber wenn ich 'daß wußte muß' usw. lese, denke ich auch an die Kinder, die nach der 1996 reformierten Rechtschreibung gelernt haben, und dann dauernd ein 'ß' in den Texten finden, wo doch eigentlich ein 'ss' hingehört. Sollte nicht der komplette Durchblick in der 'richtigen' Rechtschreibung verfaßt / verfasst werden!? Mit freundlichen Grüßen E.S. Lautern".

Seit der Umstellung unserer Telefonanlage gibt es kein Fax mehr. Ihre Faxe an unsere Nummer 06254-9436294 kommen nicht mehr an. Bitte senden Sie immer eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Wenn heutzutage die Frage gestellt wird: "wie seid ihr eigentlich früher ohne Computer und Handy ins Internet gekommen?" fühlt man sich erstmal alt. Eigentlich ALT.
Aber wie abhängig wir alle davon sind, daß die Infrastruktur funktioniert, zeigt diese Glosse, die ich 2015 geschrieben habe:

Donnerstag der 19. Februar 2015, 19.45 Uhr in Lautern.