Roadshow zur Unternehmensnachfolge: Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH

zwischen 2022 bis 2026 stehen laut dem Institut für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) rund 190.000 Unternehmen mit mehr als drei Millionen Beschäftigten vor einer Übergabe im Rahmen einer Unternehmensnachfolge. Ob diese Unternehmen erfolgreich weitergeführt werden können, hängt von der nachrückenden Generation ab, sei es durch eine familien- oder betriebsinterne Nachfolge oder auch durch eine in vielen Firmen notwendige externe Unternehmensnachfolge.

4. Mai 2022: Die Bauarbeiten zur Erneuerung der Fahrbahn im Zuge der Bundesstraße B 47 in der Ortsdurchfahrt Gadernheim laufen weiter wie geplant. Nun werden die Arbeiten in zwei weiteren Bauabschnitten fortgesetzt. Die gesamten Arbeiten dauern voraussichtlich bis September 2022 an. Seit vergangener Woche wird zum einen in Fahrtrichtung Bensheim von der Einmündung Ziegelhüttenweg bis etwa 20 Meter hinter die Einmündung Krehbergstraße gebaut. Die Einmündung Krehbergstraße ist im Zuge des Abschnittes vollgesperrt. Eine Umleitung über die Raidelbacher Straße ist eingerichtet. Ab 4. Mai werden zudem Arbeiten in einem weiteren Bauabschnitt in Fahrtrichtung Bensheim begonnen. Das rund 240 Meter lange Teilstück der Nibelungenstraße beginnt an der Einmündung Brandauer Weg und endet etwa auf Höhe der Hausnummer 691. Die Arbeiten in beiden Bauabschnitten dauern voraussichtlich bis Ende Mai an und werden, wie gehabt, unter halbseitiger Sperrung der Bundestraße durchgeführt. Der Verkehr wird mittels Baustellenampel geregelt.

Es gibt freie Sommeranteile im Depot Hoxhohl: https://www.gemuesegarten-hoxhohl.de/solidarische-landwirtschaft/

Vivian Glover schreibt dazu: "Als Sommerernteteiler*in darfst du jeden Donnerstag zwischen 27 und 21 Uhr eine Auswahl von super frischem, extrem leckerem Gemüse im Depot in Hoxhohl abholen. Mit dabei sind immer Salat und Kräuter und je nach Jahreszeit Möhren, Tomaten, Radieschen, Lauchzwiebeln, Mangold, Rote Bete, Kohlrabi und vieles mehr."

Die Kosten für einen Sommeranteil betragen in der Saison 2022/23 360 Euro.

Nachhaltig einkaufen im Supermarkt um die Ecke: Landrat Christian Engelhardt tauschte sich mit EDEKA Jakobi zum Thema Nachhaltigkeit aus

„Wie kann ich meinen Lebensstil unkompliziert nachhaltiger gestalten?“ – diese Frage stellen sich immer mehr Menschen. Zum einen, um ihren eigenen ökologischen Fußabdruck zu verringern und so etwas Gutes für das Klima und die Umwelt zu tun. Zum anderen aber auch, weil ihnen bewusst ist, dass die Ressourcen auf der Welt endlich sind. Eine Möglichkeit, um den Alltag im Handumdrehen nachhaltiger zu gestalten, ist, unverpackte Lebensmittel einzukaufen. Doch es gibt noch viel mehr Möglichkeiten, bereits beim Einkaufen nachhaltiger zu agieren – und das ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Darüber, welche beispielhaften Projekte und Angebote es bereits in unserer Region gibt, tauschte sich Landrat Christian Engelhardt vor Kurzem mit Marco und Ulrike Jakobi vom Bensheimer EDEKA-Markt Jakobi aus.

Eine Glosse

Kürzlich habe ich einen Kanister Neutralseife von einem bekannten Hersteller gekauft, nennen wir ihn der Einfachheit halber HuKu. Die Seife ist hervorragend, nachhaltig und in großem Gebinde auch plastiksparend. Ich habe dafür eigens mühsam die örtliche HuKu-Vertreterin erfragt, um direkt über sie zu bestellen. Pustekuchen: diese ist sehr nett und entgegenkommend, aber die Bestellung läuft über eine Internetseite, die Lieferung erfolgt durch halb Deutschland und bezahlt wird über einen schwedischen Dienstleister, den ich hier mal Klurnu nennen möchte.

Besserer ÖPNV im Lautertal: Verlängerung der DADINA-Linie MO2 nach Reichenbach

Direktverbindung Reichenbach - Reinheim

Anbindung Felsenmeer und weitere Fahrplananpassungen in der Region

Vom Plastikfasten bis zum Energie-Embargo: warum Einsparen das Wichtigste ist

Wir Verbraucher haben vieles in der Hand: wo wir einkaufen, was wir einkaufen und wieviel. Wer regional einkauft und bei Lebensmitteln auf die richtige Saison achtet, wird nach einiger Zeit feststellen, daß das Haushaltsbudget geschont wird. Zusätzlich braucht - bei richtiger Planung - nicht mehr soviel weggeworfen werden.

Sichere Abwasserkanäle für Bensheim, Biblis, Einhausen, Groß-Rohrheim und Lautertal

Abwasserkanäle müssen standsicher, betriebssicher und dicht sein. Hierfür ist der KMB (Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße) in seinen Mitgliedskommunen Bensheim, Biblis, Einhausen, Groß-Rohrheim und Lautertal zuständig. Um diese Anforderungen zu erfüllen, führt der KMB jährlich Kanalsanierungsmaßnahmen im Verbandsgebiet durch. Neben Reparaturarbeiten werden auch Renovierungsmaßnahmen und Erneuerungen umgesetzt. Die Vorarbeiten (TV-Untersuchung) für die Kanalsanierungen laufen seit dem 29.03.2022, beginnend in Groß-Rohrheim. Danach folgen die Vorarbeiten in Biblis, Einhausen, Bensheim und Lautertal. Insgesamt dauern die Sanierungsmaßnahmen im gesamten Verbandsgebiet bis Ende Mai 2023. Fünf Übersichtskarten zu den KMB Mitgliedskommunen mit Angabe der Straßen, in denen Kanalsanierungsmaßnahmen stattfinden, können auf der KMB-Website in der Rubrik „Abwasser“ abgerufen werden: https://www.kmb-bensheim.de/wp-content/uploads/2022/01/KMB_Kanalsanierungen-2022_Verbandsgebiet.pdf. Nach abgeschlossener Sanierungsmaßnahme werden die durchgeführten Arbeiten mittels einer Kamerainspektion überprüft.

 

Die von der Kanalsanierung direkt betroffenen Anwohner erhalten mit entsprechendem Vorlauf ein Informationsschreiben, an welchen Tagen die Maßnahmen ausgeführt werden. An diesen Tagen wird gebeten, sparsam mit Wasser umzugehen.

Kanalsanierung mit dem Inliner-Verfahren

Wenn der Abwasserkanal aufgrund seines Durchmessers ausreichend leistungsfähig ist und genug Abwasser ableiten kann, versucht der KMB, die Sanierungsarbeiten in geschlossener Bauweise auszuführen zu lassen. Das bedeutet, dass für die Arbeiten am Kanal die Straße nicht aufgebrochen werden muss. Stattdessen werden die bereits vorhandenen Schächte verwendet, um Zugang zu den Rohren zu erlangen. Im Gegensatz zur offenen Bauweise reduziert sich die Bauzeit deutlich und die Beeinträchtigungen für die Anwohner sind minimal.

Bei der Renovierung von Abwasserkanälen kommt in der Regel das Schlauchliner-Verfahren zum Einsatz. Es wird ein mit Kunstharz getränkter Glasfaserschlauch im alten Kanalrohr mit Luftdruck aufgestellt und mit Hilfe von UV-Licht ausgehärtet. Der Abwasserkanal kann noch am selben Tag nach einer Dichtheitsprüfung wieder in Betrieb genommen werden. Für eine Materialprüfung wird ein Probestück entnommen. Die Anschlüsse am sanierten Kanal werden im Nachgang durch Roboter oder händisch, je nach Dimension, wieder fachgerecht abgedichtet. Für diese verschiedenen Arbeitsschritte sind mehrere Arbeitskolonnen nötig, sodass es nötig sein kann, dass an einer Stelle mehrfach gearbeitet wird. Die verschiedenen Arbeitseinsätze dauern typischerweise einen Tag und beschränken sich auf den Bereich um die Kanalschächte.

Die Bauüberwachung wird von Ingenieuren des KMB durchgeführt. Wir bitten im Voraus um Verständnis für eventuell entstehende Beeinträchtigungen. Bei Fragen oder Anregungen stehen Herr Wondrak (zertifizierter Kanalsanierungsberater, 06251/1096-33) und Herr Schultheis (06251/1096-39) gerne zur Verfügung.

Statistik konkret – Band 7 räumliche Verflechtungen jetzt als Download verfügbar

Darmstadt-Dieburg – Der vorliegende siebte Band der Schriftenreihe Darmstadt-Dieburg Statistik konkret befasst sich mit den räumlichen Muster, die sich durch die Alltagsmobilität der Bevölkerung ergeben. Bei jeder alltäglichen Bewegung, wie dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkauf, schafft die Bevölkerung eine Verbindung zwischen ihrem Wohnort und ihrem Zielort. Wo viele Personen die gleichen Zielorte haben, bilden sich Muster heraus.

31. März: Fahrplanbuch ab sofort erhältlich

Das Fahrplanbuch für das Gebiet des Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbundes (RNN) und des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN) – der „Gesamtfahrplan RNN/VRN 2022“ – ist ab sofort erhältlich. Das teilen das Netzwerk bergstraße.mobil und der Fahrgastverband PRO BAHN in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.

Das 6 cm dicke Buch enthält auf über 2.480 Seiten sämtliche Bus-, Bahn, Ruftaxi- und Fährlinien in beiden Verbünden sowie ausgewählte Fernverkehrsverbindungen. Nach einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne (wir haben berichtet) und dem finanziellen Engagement der Herausgeber konnte der Verkaufspreis auf 22 Euro pro Exemplar (zzgl. Versand) reduziert werden.

„Wir sind immer noch überwältigt von der finanziellen Großzügigkeit, die uns in den letzten Monaten erreichte“, freut sich Peter Castellanos, der das Projekt im Auftrag der Herausgeber leitet. „Ohne diese Beiträge würde ein Exemplar bedingt durch die kleine Auflage deutlich mehr als 37 Euro kosten und das Projekt wäre mit Sicherheit gescheitert. Wir möchten an dieser Stelle der Stadt Viernheim, der Verkehrsgesellschaft Gersprenztal und allen beteiligten Privatpersonen für ihr selbstloses Engagement in unserem außergewöhnlichen Projekt danken”. Nicht zuletzt gelte auch den Interessenten großer Dank. Diese hätten durch ihre Nachfrage „nicht nur die Auflage gesichert, sondern ebenso gezeigt, dass gedruckte Fahrplanmedien weiterhin zum Produktportfolio einer professionellen Fahrgastinformation gehören müssen“, ergänzt Castellanos.

Die Einnahmen aus dem Verkauf dienen ausschließlich der Kofinanzierung der Herstellungskosten. Das Fahrplanbuch wurde in ehrenamtlicher Arbeit erstellt und stellt in seiner Zusammensetzung eine Neuheit dar. Für ein Druckwerk, das alle Linien zweier verschiedener Verbünde in sich vereint, gibt es kein Vorbild”, ist Castellanos überzeugt.

Von den 200 gedruckten Exemplaren sind (Stand 31.03.) noch 17 Stück erhältlich. Diese können unter www.t1p.de/fahrplanbuch oder 01577 9217391 (Ansprechpartner: Peter Castellanos; i.d.R. tägl. ab 19 Uhr erreichbar) bei den Herausgebern erworben werden. Darüber hinaus ist es im Bürgerbüro der Stadt Viernheim erhältlich, solange der Vorrat reicht. Die nächste Ausgabe des Fahrplanbuchs soll frühestens 2024 erscheinen.

Nov. 2021: Netzwerk bergstraße.mobil  /  PRO BAHN RV Starkenburg e.V. geben ehrenamtliches Fahrplanbuch heraus

Gedruckte Fahrplanbücher scheinen für manche aus der Zeit gefallen zu sein und sind längst kein Massenprodukt mehr. Nicht ohne Grund haben Online-Medien – vielerorts in Echtzeit – Fahrplanbücher etwas an den Rand gedrängt. Fahrpläne in Form gedruckter Bücher sind für bestimmte Nutzergruppen dennoch nach wie vor wichtig. Beispielsweise für Betriebspersonal, Verkehrsplaner oder Sachbearbeiter, die in bestimmten Situationen schnell alle Linienfahrpläne zur Hand brauchen. Aber auch außerhalb der Verkehrswirtschaft gibt es neben denen, die kein Smartphone bzw. mobiles Internet haben – laut Statista im Jahr 2020 immerhin 20 % der Bevölkerung – ÖPNV-Archivare oder "Nahverkehrs-Nerds", die die Entwicklung von Fahrplänen und Netzen studieren oder bewahren möchten. Kurzum: Printmedien ergänzen Online-Medien sinnvoll und tragen zu einer barrierefreien Fahrgastinformation bei, finden die Projektinitiatoren. Inzwischen (19.11.21) sind weit über 200 Bestellungen eingegangen, das Fahrplanbuch wird also gedruckt!

Dennoch sind Ende 2017 bzw. 2018 im Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund (RNN) und Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) die letzten regionsbezogenen Fahrplan-Gesamtausgaben erschienen. Allenfalls auf einzelne Kreise bzw. Linienbündel bezogene oder sehr kleinräumig konzentrierte Hefte gibt es noch. Diese werden aber leider entweder gar nicht oder nicht überall von Jahr zu Jahr neu aufgelegt. Dagegen hat sich die Geschäftsführung des benachbarten Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) zuletzt 2015 offensiv zu gedruckten Fahrplanmedien bekannt und sieht in ihnen sogar ein „Symbol für eine Beständigkeit“, wie aus dem Vorwort der entsprechenden Fahrplanbuch-Ausgabe hervorgeht. Sie werden durch die einzelnen Nahverkehrsorganisationen weiterhin aufgelegt, wenn auch mit tendenziell sinkender Auflage.

Im RNN- und VRN-Gebiet hängt es von Landkreis zu Landkreis bzw. von Kommune zu Komme ab, ob der „Aufwand“ der Fahrplanbuch-Erstellung betrieben wird. So z.B. in der Stadt Ladenburg oder im Landkreis Südliche Weinstraße, wo die Betroffenen – insbesondere Smartphone- oder PC-losen – nicht im Regen stehen gelassen werden und weiterhin etwas an die Hand bekommen können, wenn sie sich auf klassischem Weg über den ÖPNV informieren wollen. Die offiziellen Regionalbereich-bezogenen Fahrplanbücher der Verbünde deckten die vielerorts fehlenden lokalen Angebote ab – stellten also die einzige Möglichkeit dar, auf analogem Weg einen umfassenden Überblick über das Fahrtenangebot zu erhalten.

Fahrplanbuch von Fahrgästen für Fahrgäste

Durch den Wegfall der offiziellen Fahrplanbücher im RNN und VRN ist eine Informationslücke entstanden, die der PRO BAHN Regionalverband Starkenburg e.V. in Kooperation mit dem Netzwerk bergstraße.mobil zu schließen versucht. Konkret soll ein Fahrplanbuch für das Gebiet beider Verkehrsverbünde erstellt werden. Schon für das Fahrplanjahr 2020 ist das Fahrplanbuch für den Teilbereich "Bergstraße-Odenwald" erschienen und so gut angekommen, dass für 2022 noch eine Schippe drauf gelegt werden solle: „Wir wollen das gesamte ÖPNV-Angebot des RNN und VRN – von Bingen bis Zweibrücken, von Idar-Oberstein bis Sinsheim, von Lindenfels bis Landau und von Ingelheim bis Bad Mergentheim, natürlich einschließlich der Städte Kaiserslautern, Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg – in einem Buch abbilden. Wir sprechen hier von mehr als 1.000 Linien, die zunächst zusammengestellt und in eine druckfähige Form gesetzt werden müssen“, so Peter Castellanos, der für beide Herausgeber das Projektmanagement zum Fahrplanbuch betreut. „Wir gehen derzeit von schätzungsweise 2.000 Seiten aus, die das DIN A5 große Buch umfassen soll. Durch die Ausführung als Softcover, mit Klebebindung und Dünndruckpapier (36g/m²) soll es sich in der Gestaltung möglichst nahe an den Originalen des VRN orientieren“, so Castellanos weiter.

Da die Herausgeber unbedingt vermeiden wollen „für die Tonne“ zu produzieren, soll vor dem Druck die Nachfrage ermittelt werden. Hierzu wurde ein Interessensbekundungsverfahren gestartet, bei dem sich alle Interessierten anmelden können, um sich ein Fahrplanbuch zu sichern. Auf Basis der Nachfrage wird die Auflage bestimmt. Im Rahmen ihrer begrenzten Finanzmittel können die Herausgeber – anders als die Verbundorganisationen – nämlich keinen großen Vorrat produzieren. Durch die insgesamt vsl. kleine Auflage ist zu erwarten, dass die Kosten pro Exemplar vsl. etwas über den bisher gewohnten Preisen des VRN liegen werden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann leider noch keine verbindliche Aussage über die Kosten getroffen werden. Es gelte nur „je höher die Auflage umso niedriger die Kosten pro Exemplar“. Daher verpflichtet eine Interessensbekundung nicht zum Kauf. Um die Kosten pro Exemplar für die Interessenten weitestgehend zu minimieren, wurde eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Startnext gestartet (www.startnext.com/fahrplanbuch-rnn-vrn-2022). Wer sich mit mehr als 30 € beteiligt, wird im Fahrplanbuch als besonderer Unterstützer gewürdigt. Das Fahrplanbuch werde „ohne kommerzielles Interesse produziert; die Interessenten zahlen allein die Druck- und Versandkosten“, erklärt Castellanos abschließend.

Wer Interesse an dem Fahrplanbuch hat, kann sich über ein Online-Formular unter www.t1p.de/fahrplanbuch oder unter der Handynummer 01577 9217391 telefonisch/per SMS/per Threema beim Fahrplanbuchservice der Herausgeber (Ansprechpartner: Peter Castellanos) melden. Unter dem Link sind weitere Informationen zum Interessenbekundungsverfahren und häufig gestellte Fragen zu finden. Nach dem Druck kann das Fahrplanbuch im Bürgerbüro der Stadt Viernheim erworben werden. Weitere Vertriebsstellen werden gesucht.

Über die Herausgeber:

bergstraße.mobil ist ein Netzwerk, das an Mobilitätsthemen im Kreis Bergstraße interessierte Bürger und Organisationen vereinigt. Es setzt die erfolgreichen Aktivitäten des Fahrgastbeirats des Kreises Bergstraße fort, der zwischen 2017 und 2021 bestand, und engagiert sich vor allem für eine Verbesserung öffentlicher Verkehrsmittel, sowie des Rad- und Fußverkehrs.

Der PRO BAHN Regionalverband Starkenburg e.V. ist eine Gliederung des gemeinnützigen Fahrgastverbandes PRO BAHN und setzt sich in Südhessen (Darmstadt und Umland, einschl. des im VRN liegenden Kreises Bergstraße) für Fahrgastbelange und die Förderung des Schienenverkehrs ein.

 

Bild: © Netzwerk bergstraße.mobil

Endlich kann das Repair-Café Bergstraße wieder Veranstaltungen durchführen: im April findet zunächst ein Repair-Café ausschließlich für die Interessenten der Warteliste statt.

Am 28. Mai und am 25. Juni: 14-17 Uhr in der Laurentiusgemeinde Bensheim. Interessenten können ohne Voranmeldung um 14 Uhr kommen.

Weitere Infos: repaircafe-bergstrasse.de

Unser Beitrag auf dieser Seite: Repair Café Bergstraße

Ohne Nachhaltigkeit kann Klimaschutz nicht umgesetzt werden. Das Thema ist leider durch die von Putin angezettelten Zerstörungen in der Ukraine etwas aus dem Fokus geraten. Und mit punktuellen Aktionen wie der "Earth hour" am 26. März ist es sicher nicht getan: nur mal eine Stunde lang alle Lichter auszuschalten, bringt uns dem Klimaziel nicht näher.

Vielmehr ist es wichtig, Tag für Tag, Woche für Woche und Jahr für Jahr über Einsparmöglichkeiten nachzudenken. Darin liegt ein mächtiges Potential, um ein nachhaltiges Klimakonzept zu erstellen. Demonstrationen und Aktionen sind das eine, Umdenken in bezug auf das eigene Verhalten das andere. Im Begriff "nachhaltig" steckt ja bereits die Bedeutung einer dauerhaften Besserung drin. "Licht aus - Klimaschutz an" schafft das nicht.

Im Kreis Bergstraße ist eine rege Diskussion mit Bürgerbeteiligung zum Thema Klimaschutz im Gange, lesen Sie dazu die regelmäßigen Berichte hier: Klimabündnis Kreis Bergstraße: Aktuelles

Dabei geht es unter anderem auch um das Thema Mobilität und Klimaziele. In einer Pressemeldung vom 14. März erläuterte Landrat Christian Engelhardt diesen Aspekt: "Eine große Herausforderung ist in diesem Zusammenhang der öffentliche Personen-Nahverkehr. Denn mit der Pandemie haben sich auch die Nutzerprofile des ÖPNV verändert. Durch vielfältige Homeoffice-Lösungen und flexiblere Arbeitszeiten sind die eingesetzten Fahrzeuge oftmals nicht optimal ausgelastet. Im hauseigenen Fuhrpark sollen künftig mehr Fahrzeuge mit Elektroantrieb zu finden sein. Das vom Kreis Bergstraße erstellte Radwegekonzept soll ebenso einen Beitrag zur Mobilität leisten und den Umstieg auf das Fahrrad erleichtern."

In vielen Regionen gibt es Anrufsammeltaxis, kurz AST genannt. Das sind PKW oder Kleinbusse, die auf Vorbestellung fahren, aber nicht mehr als eine Busfahrkarte kosten. In Regionen und zu Uhrzeiten, zu denen selten einmal jemand den ÖPNV in Anspruch nehmen möchte, ist dieses Konzept absolut ausreichend. Es müssen keine 50-Sitzer-Omnibusse fahren, wenn ein PKW ausreicht. Aber alle Verbraucher müßten etwas genauer vorausplanen, damit das System auch funktioniert.

In unseren hügeligen Odenwald-Ortschaften ist das Fahrrad allerdings nicht das erste Mittel der Wahl, außer für Sportkanonen. Wer morgens zur Arbeit muß, möchte nicht verschwitzt und schmutzig ankommen, und wer abends müde nach Hause fährt, möchte nicht mühselig den Berg hinauf strampeln. Hinzu kommt, daß es auf Kreisstraßen und kleineren Straßen keine Radwege gibt, der Autoverkehr aber zunehmend rücksichtsloser wird. Jedes Jahr werden die neuen KFZ-Modelle noch breiter, noch höher, noch länger - obwohl meist nur eine Person drinsitzt. Die Straßen wachsen nicht mit, und für einen Radfahrer macht es einen entscheidenden Unterschied, ob er auf einer schmalen Straße von einem Kleinwagen (der VW-Käfer wog unter 1000 kg!) oder von "mothers urban tank" touchiert wird. Ich möchte schon allein aus diesem Grund nicht per Rad unterwegs sein.

Der Punkt, auf den es ankommt, ist - wie in jedem Nachhaltigkeitsthema - das Weniger. Unnötige Fahrten einfach vermeiden, alles Nötige pro Woche vorplanen und auf eine einzige Fahrt je Richtung konzentrieren, sich mit Nachbarn absprechen und gemeinsam fahren, wäre hilfreicher als ein noch größerer E-SUV.

Ein weiterer Aspekt wird selten laut und deutlich angesprochen: was nützt es, wenn ich nicht mit dem eigenen PKW einkaufen fahre, sondern mir alles liefern lasse? Gefahren werden muß es trotzdem, und die unzähligen Lieferdienste sind ein gewaltiger Faktor in der Gesamtrechnung. Es ist nicht einfach, immer lokal oder wenigstens regional einzukaufen. Ein Blick ins Internet hilft, Lieferwege kürzer zu gestalten.

Als es noch alle Geschäfte in den Dörfern gab, ging man täglich ZU FUSS zum Einkaufen. Heute muß man nach Bensheim, Mannheim, ins Rhein-Neckar-Zentrum oder sonstwohin, oder man bestellt online, und es wird aus Gottweißwo geliefert. Nachhaltigkeit läßt sich vor allem mit einer Eigenschaft erlangen: mit Nachdenken und Planen.

M. Hiller