Thematische Stadtführungen in Lindenfels am 18. Februar

Die Reichelsheimerin Brigitte Dieffenbach - ausgebildete Gästeführerin und mit dem Diplom der Deutschen Fachwerkstrasse ausgezeichnet – lädt am 18. Februar 2023 zu drei thematischen Führungen in Lindenfels ein. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Die Führungen dauern jeweils circa 1,5 Stunden. Ein Unkostenbeitrag von 7 Euro pro Erwachsenen sowie 3 Euro für Kinder (bis 14 Jahre) wird erhoben.

Weitere Termine in diesem Jahr sind der 15.4., 13.5., 17.6. 15,7,, 16.9. und 11.11.2023

Mit der jungen Geliebten Clara Detting durch das mittelalterliche Lindenfels

Treffpunkt: 11 Uhr am Parkplatz „Löwenbrunnen“ in der Burgstraße Lindenfels. Mit Clara Detting, eine junge moderne war die Geliebte des Wittelsbacher Kurfürsten „Friedrich der Siegreiche“ die Mitte des 15. Jahrhunderts als Gefangene auf der Burg Lindenfels, erfährt man, wie es damals war, als Frau, „ohne Trauschein“, an der Seite eines wichtigen und mächtigen Mannes zu leben, und wie sie es schaffte gegen allen Widerstand und Intrigen zu bestehen. Sie lernen dabei Lindenfels und seine Burg sowie deren Geschichte kennen. Die Führung findet im historischen Gewand und mit Darstellung einer „symbolischen Armenspeisung“ statt.

Kinderführung mit der Kammerzofe Xelophenia

Treffpunkt: 13 Uhr am Parkplatz „Löwenbrunnen“ in der Burgstraße Lindenfels. Auch die Kammerzofe Xelophenia berichtet aus der Zeit des Mittelalters und veranschaulicht mit vielen Requisiten, wie man im Mittelalter lebte, was für Kleidung man trug, was die Kammerzofe am Hof machte und ob Kinder in der Schule lesen und schreiben lernten oder ob arbeiten mussten? Auch hier wir eine kleine Armenspeisung „mit Brot vom Mundkoch“, gereicht. - siehe Foto

Auf der Walz mit der Wandergesellin durch Schlierbach

Treffpunkt: 15 Uhr am Gasthaus „Zum Römischen Kaiser“ in Schlierbach. Mit der Wandergesellin auf der Walz geht es im malerischen Lindenfelser Ortsteil Schlierbach vom Schlangenhaus zu den Bachhäusern bis zum Gerichtspfad. Dabei erfahren Sie spannende Details rund um Fachwerksymbolik, Verzimmerung bis hin zu Sanierungssünden.

Die Führungen finden mit einer Mindestteilnehmerzahl von 5 Personen statt. Aus organisatorischen Gründen ist eine verbindliche Anmeldung bis am Freitag vor dem Führungstermin, 12 Uhr, notwendig. Es wird ein Unkostenbeitrag von 7 € pro Person erhoben, Kinder zahlen 3 €.

Anmeldungen direkt an Brigitte Dieffenbach unter Tel. 06164 4388 o. per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Hier erhält man auch Informationen über individuelle Gruppenführungen.

Stadt Lindenfels, Kur- und Touristikservice, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel: 06255 30644, Burgstraße 37, 64678 Lindenfels, https://www.lindenfels.de/

 

Fassade der Torhalle in Lorsch, Foto VSG

Veranstaltungen im UNESCO Weltkulturerbe Kloster Lorsch - Das ganze Programm ausführlich und aktuell unter
www.kloster-lorsch.de - Anmeldungen & Infos: Tel. 0 62 51/86 92 00 und Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Offenes Lauresham, Themenführungen, Familienführungen, Mo(nu)mentmal (thematische Kurzführungen) und mehr...

Aktuell z.B.

Wissenschaft zum Anfassen: neue Veranstaltungsreihe in Kloster Lorsch und Lauresham

21. Januar 2023: Raumklima, Ackerbau und Anthropologie
19. März 2023: Themenführung zum frühmittelalterlichen Ackerbau
8. Juni Thema Anthropologie: Die menschlichen Überreste, die bei archäologische Grabungen auf dem Klosterareal geborgen wurden, können viel über das
Leben einzelner Menschen im 8. und 9. Jahrhundert berichten, so etwa über Nahrung, Arbeitsbelastung und Gesundheit.

Infos und Buchung: www.kloster-lorsch.de Anmeldeschluss ist immer eine Woche vor der jeweiligen Veranstaltung.

und viele bleibende Themen!

seit nunmehr über zehn Jahren richten die Fürther Miniaturwelten (Odenwald) für Familien eine stimmungsvolle und erlesene Weihnacht aus.
In den Weihnachtsferien hat die größte HO Modellbahnschau Mittel- und Süddeutschlands wieder täglich vom 26.12.2022 - 08.01.2023 von 11-17 Uhr geöffnet (ausser 24.12./25.12./31.12. geschlossen). Neben den in diesem Jahr neu in Betrieb genommenen Abschnitten Baden Württemberg und Rheinland-Pfalz mit fast 300 qm, werden weitere Anlagenteile gebaut und dies unter den Augen der Zuschauer, so dass jeder Baufortschritt vor Ort beobachtet werden kann, Fragen an die Mitarbeiter sind stets willkommen.

Mit mittlerweile über 1050 qm Anlagenfläche, 400 Zügen, 1650 Weichen und 12,0 km Gleis sowie großen Spielanlagen für Kinder sind die Miniaturwelten gerade in den Weihnachtsferien für Familien ein beliebtes, wetterunabhängiges Tagesausflugsziel inmitten des zentral gelegenen Rhein-Main-Neckar Raumes. Aufgrund der guten Anbindung über die A 5 / B 38, bzw. A 67 / B 460 oder mit den Regionalzügen der Bahn AG direkt ab Weinheim oder Mannheim ist die Anfahrt schnell und unkompliziert, auch bei etwas weiterer Anreise. Kostenfreie Parkplätze stehen zur Verfügung.


 
Geöffnet ist die Modellbahnwelt ganzjährig jeweils von Samstag und Sonntag, in den Weihnachtsferien täglich vom 26.12.22 - 08.01.2023 von 11-17 Uhr geöffnet (ausser 24.12./25.12./31.12. geschlossen). Zur gesamten Öffnungszeit hat das Cafe / Bistro geöffnet und sorgt für das leibliche Wohl. 

Familienausflug zu den Fürther Miniaturwelten - der größten HO Schauanlage Mittel- und Süddeutschlands

Die seit 2013 eröffneten Fürther Miniaturwelten sind mit über 1050 qm Anlagenfläche die größte HO Schauanlage Mittel- und Süddeutschlands. Auf nunmehr 1050 qm Anlagenfläche mit 12.000 Metern Gleis und 1650 Weichen fahren über 400 Modellzüge durch wunderbar detailreich ausgestattete Landschaften.

Im Sommer 2022 konnte unser neuer Anlagenteil, der schwerpunktmäßig Landschaften aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg auf über 250 qm zeigt, in Betrieb gehen. Dafür wurde einer der größten begehbaren Schattenbahnhöfe mit über 200 Gleisen gebaut. Dieser versorgt die neue Anlage mit über 200 neu in Betrieb genommenen Zügen. Neben der Marksburg und der Burg Eltz, die auch mit einer
Standseilbahn erklommen werden kann, sind die Burg Hohenzollern und die Burg Lichtenstein zu bewundern, alles Unikatsarbeiten, die es nirgendwo sonst zu sehen gibt. Zahlreiche Detailszenen warten auf die Besucher.

Seit dem Herbst hat auch eine 50 qm große verschneite US-Landschaft aus den Rocky Mountains Einzug gehalten mit 100%iger Schneegarantie das ganze Jahr über. Nach dem Probebetrieb rollen dort nun auch die Züge.

Weitere Bauabschnitte mit fränkischen, österreichischen und schweizerischen Motiven sind bereits am Entstehen, ab den Weihnachtsferien können die Besucher auch schon Teile der neuen Baustelle besichtigen. Aufgrund der positiven Nachfragen bieten wir die Möglichkeit, uns beim Bauen zuzusehen In den bereits ausgestellten Welten können die Besucher auch in die 60iger Jahre zurückversetzen lassen. Da qualmen noch die Schlote der Hüttenwerke Oberhausen – auf dem Gebiet steht heute das größte Einkaufszentrum Europas – und die Arbeiter der Zeche Zollverein streiken noch für die 40 Stunden Woche.

Damit die Besucher der Modellbahnwelt diese letzte Hochphase der Montanunion erleben können, bedurfte es einer aufwändigen Vorarbeit. So wurden nach Original-Gleisplänen, Fotografien und vielen Gebäudeplänen unter anderem der Hauptbahnhof Oberhausen und weitere Bahnhöfe des Ruhrgebietes nachgebildet. Es entstand außerdem eine Hochofenanlage nach dem Vorbild der Hüttenwerke Oberhausen mit Kohlen- und Erzbunker sowie einem befahrbaren Schlackeberg. Desweiteren wurde die Zeche und Kokerei der Zeche Zollverein samt Schacht nachgebildet. Sehr viele Gebäude wie bspw. die Villa Hügel, das Oberhausener Gasometer, die Herz Jesu Kirche aus Oberhausen oder die älteste Industriearbeitersiedlung des Ruhrgebietes – die Siedlung Eisenheim in Oberhausen - sind Sonderanfertigungen, die der Anlage
das besondere Flair geben. Abgerundet wird das authentische Szenario durch den weltweit längsten beleuchteten fotorealistischen Hintergrund auf über 130 Meter Länge, der der Anlage eine besondere Tiefenwirkung verleiht.

Auf fast 5 Kilometern Modellbahnwelt Odenwald – die größte HO Schauanlage Süddeutschlands Gleis mit über 750 Weichen ist ein reger Zugbetrieb zu beobachten. So kann die Produktion vom Erz zum Stahl anhand authentischer Produktionsstätten mit der Bahn als Transportmedium zwischen den einzelnen Produktionsstufen genau nachverfolgt werden. Nach einer Reise durch das Ruhrgebiet können sich die Besucher anschließend auf der weltgrößten Miniaturkirmes in der Spur HO mit über 100 Fahrgeschäften und über 35.000 LEDs entspannen.

Für Kinder gibt es Spielanlagen sowie eine Erlebniswelt der Bahn AG. Ferner gibt es selbst zu bedienende Funktionsmodelle und vor allem jede Menge Spaß beim Suchspiel mit Belohnung.
Führungen hinter den Kulissen, der Modellbahnshop und das gemütliche Café-Bistro runden den Besuch ab.

Eintrittspreise: Tageskarte Erwachsene 12,90 Euro, Kinder bis 1 Meter frei, Kinder (bis einschließlich 15 Jahre) 6,90 Euro, Familienkarte sowie weitere Ermäßigungen s. Homepage
Infos unter 06253 9309725 oder 0172 / 6 25 25 95 oder unter www.fuerther-miniaturwelten.de

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September 2021: Die Modellbahnwelt Odenwald in Fürth hat sich umbenannt: sie heißt jetzt Fürther Miniaturwelten.

Der Ort bleibt gleich: 64658 Fürth/Odenwald, Krumbacher Str. 37 (direkt neben dem Schwimmbad), www.fuerther-miniaturwelten.de, die alte Seite lautete www.modellbahnwelt-odenwald.de. Die Öffnungszeiten coronabedingt bitte online nachschauen. Eintrittspreise: Tageskarte Erwachsene 10 Euro, Kinder bis 1 Meter frei, Kinder (bis einschließlich 15 Jahre) 5 Euro, Familienkarte 28 Euro (2 Erwachsene mit 2 Kindern, jedes weitere Kind 4 Euro), Senioren/Schüler/Studenten/Schwerbehinderte sowie Bundesfreiwilligendienstleistende 9 Euro

Infos / Ansprechpartner: Michael Schuhmacher, Tel. 06253-930 97 25.

Gerade bei unbeständigem Wetter bieten die Modellbahnwelt Familien ein willkommenes Ausflugsziel, welches regelmäßig geöffnet ist und ein breites Spektrum für Jung & Alt bietet. Mit dem gemütlichen cafe@modellbahnwelt und der im Dezember eingeweihten Galerie ist die Modellbahnwelt bestens gerüstet als Tagesausflugsziel für Familien, die auch einen etwas weiteren Anfahrweg haben.

Saisoneröffnung am 2. April 2023 im Felsenmeer Informationszentrum (FIZ) von 11:00–16:00 Uhr

Mit einem Familientag eröffnet das Felsenmeer Informationszentrum wieder am ersten Sonntag der Osterferien die Saison. Das Team des Infozentrums möchte zu zahlreichen bekannten und neuen Aktionen einladen. Ein Augenmerk liegt dabei besonders auf der heimischen Tier- und Pflanzenwelt. Tiergäste sind eingeladen, die sich sicher gerne bestaunen lassen. Unter anderem sind die „Lautertal Alpakas“ von Anja Metzger bei uns zu Gast.

Zur Perle des Odenwaldes: https://www.lindenfels.de/ - Stadt Lindenfels Kur- und Touristik Service, Burgstraße 37, 64678 Lindenfels, 06255 30644, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

lesen Sie bitte auch: Im Jahr 2023 feiert Lindenfels den 900. Geburtstag   und   24.6.23 La Bohème auf Burg Lindenfels   
sowie Lindenfels und das Thema Nibelungen und 17.06.23 Odenwälder Shanty Chor auf der Burg Lindenfels

Und meine Beiträge: Lindenfels: Burg auf dem Bergsporn  und Lindenfels: Perle des Odenwaldes - einst und jetzt

Erlebnis-Wanderweg Li6 erneut durch den Odenwaldklub zertifiziert

Der „Erlebnis-Wanderweg Lindenfels“ mit der Markierung Li6 wurde erneut durch den Odenwaldklub mit dem Zertifikat Qualitätsweg „Wanderbarer Odenwald“ ausgezeichnet. Die knapp 12 Kilometer lange, anspruchsvolle aber erlebnisreiche Strecke führt über die sanften Hügel und durch offene Täler und Wälder rund um Lindenfels. Seltene Felsformationen, Ausflugsziele wie die Burg Lindenfels, die Bismarckwarte, das hübsche Dorf Schlierbach sowie ein geologischer Lehrpfad lassen keine Langeweile aufkommen. Von mehreren Punkten bieten sich herrliche Aussichten über Lindenfels und das Umland. Start des Rundwegs ist der Löwenbrunnen in der Burgstraße im Zentrum von Lindenfels. Hier informiert auch eine Tafel über den genauen Verlauf. Zur Einkehr laden mehrere Wirtschaften am Wegesrand ein. Die Wanderung dauert je nach Gehgeschwindigkeit und Verweilen an den Wegepunkten zwischen vier und sechs Stunden. Teile des Weges verlaufen auf dem Qualitätswanderweg Nibelungensteig.

Die Rundwanderwege mit dem Qualitätssiegel „Wanderbarer Odenwald“ werden vom Odenwaldklub nach verschiedenen Qualitätskriterien ausgewählt und zertifiziert (z.B. gute Markierung, abwechslungsreiche Wegführung, Einkehrmöglichkeiten, Natur- und Kulturgenuss, schöne Ausblicke). Die Tagestouren liegen zwischen 7 und 22 km Weglänge und bieten durch die regelmäßig überprüften Qualitätskriterien ein besonderes Wandererlebnis. Im hessischen und bayerischen Odenwald wurden bisher rund 60 Wanderwege mit diesem Qualitätssiegel ausgezeichnet.

Der detaillierte Verlauf mit allen Streckeninfos ist auch auf der Website der Tourismusregion Bergstraße-Odenwald unter https://www.bergstrasse-odenwald.de/detail/id=5f1540d50e3c1c0fedd15851 einsehbar und dort als GPX Track downloadbar. Auf dem Outdoor-Portal komoot ist der Wanderweg ebenfalls zu finden: https://www.komoot.de/tour/993017835

La Bohème auf Burg Lindenfels am 24. Juni 2023

Lesen Sie bitte hier weiter: 24.6.23 La Bohème auf Burg Lindenfels

Im Jahr 2023 feiert Lindenfels den 900. Geburtstag 

Die neue Ausgabe von Geopark Aktuell finden Sie im Anhang.

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Dezember 2022: 20 Jahre Europäischer Geopark – 20 Jahre nachhaltige regionale Entwicklung und internationale Vernetzung

Am Donnerstag, den 1. Dezember 2022, lud der Geo-Naturpark zu einem Empfang anlässlich eines ganz besonderen Jubiläums ein: 20 Jahre Europäischer Geopark. Die Feierlichkeiten fanden im Anschluss an die Mitgliederversammlung in der Nibelungenhalle in Lorsch statt. Lucia Puttrich, Hessische Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, und Christian Engelhardt, Landrat sowie 1. Vorsitzender des UNESCO Global Geoparks, betonten die Bedeutung des Geo-Naturparks als Länder übergreifende Institution sowie für die Region Bergstraße-Odenwald. Danach wiesen Dr. Guy Martini, Präsident des UNESCO Global Geopark Council, und Dr. Roman Luckscheiter, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission in ihren Videobotschaften auf die Bedeutung des Geo-Naturparks als Modellregion für die nachhaltige Entwicklung und die
Ziele der UNESCO hin. Dr. Marie-Luise Frey, Mitbegründerin des Europäischen GeoparkNetzwerks und Geschäftsführerin des UNESCO-Welterbes Grube Messel, hob die hohe Reputation des Geo-Naturparks auf internationaler Ebene sowie die gute und lange Zusammenarbeit der zwei UNESCO-Stätten hervor. Anschließend entführte Geo-Naturpark Geschäftsführerin Dr. Jutta Weber die Teilnehmer und Teilnehmerinnen auf eine Reise vom Europäischen Geopark zum UNESCO Global Geopark. Zum Abschluss konnten sich die Gäste an ausgewählten kulinarischen Kostproben aus der Region erfreuen.

Vom Naturpark über den Europäischen zum Globalen Geopark

Die Wurzeln des UNESCO Global Geoparks Bergstraße-Odenwald reichen in das Jahr 1960 zurück, als die Region Naturpark wurde. Rund 40 Jahre später fiel der Entschluss, den Naturpark zum Europäischen Geopark weiterzuentwickeln. Das Europäische GeoparkNetzwerk (EGN) belohnte 2002 diese Initiative und verlieh der Region die internationale Auszeichnung. Das EGN war damals gerade zwei Jahre alt und das einzige GeoparkNetzwerk auf internationaler Ebene. Ziel des EGN ist es bis heute, die nachhaltige Entwicklung geologisch wertvoller Regionen unter anderem durch naturverträglichen Tourismus zu unterstützen und Angebote zu schaffen, um Menschen das Wissen über die Geologie, Natur und Kultur der Region zu vermitteln. Das Netzwerk umfasst heute 94 europäische Geoparks in 28 Ländern.

Das EGN war Kern und Vorbild für die Gründung des Globalen Geopark-Netzwerks (GGN) im Jahr 2004, bei dem die UNESCO bereits die Schirmherrschaft übernommen hat. Dr. Jutta Weber erklärt: „Als  Gründungsmitglied hat der Geo-Naturpark hier von Anfang eine entscheidende Rolle gespielt und die internationale Ausrichtung und die Ziele der Organisation mitgestaltet. Außerdem wirken wir dadurch, dass wir jährlich an zahlreichen Konferenzen und Workshops teilnehmen und in allen Gremien vertreten sind, aktiv an der Weiterentwicklung des UNESCO-Programms mit.“ Das GGN ging 2015 im „International Geoscience & Geoparks Programme“ der UNESCO auf - seitdem trägt der Geo-Naturapark Bergstraße-Odenwald die Auszeichnung „UNESCO Global Geopark“.

Was zeichnet UNESCO Global Geoparks aus?

UNESCO Global Geoparks managen und entwickeln Natur- und Kulturräume, die Besucherinnen und Besucher zum Entdecken, Erfahren und Erleben einladen. Als Modellareale für nachhaltige Entwicklung arbeiten sie an tragfähigen Zukunftsoptionen und greifen globale gesellschaftliche Herausforderungen auf – wie die Endlichkeit natürlicher Ressourcen und den Klimawandel. Als Leitfaden dienen hier die 17  Nachhaltigkeitsziele der Globalen Agenda 2030, die 2015 von allen UN-Mitgliedsstaaten verabschiedet wurden. Nachhaltiger Tourismus, der Erhalt der biologischen Vielfalt und die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe rücken damit in den Fokus der 177 UNESCO-Geoparks, die es heute in 46 Staaten weltweit gibt. Zugleich bauen sie im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) Brücken zu aktuellen Themen. Um das zu erreichen, kooperieren sie mit lokalen Akteure in ihren Regionen und verfolgen dabei den „Bottom up“-Ansatz.

Der UNESCO Global Geopark Bergstraße-Odenwald, der sich über drei Bundesländer, sieben Landkreise und 102 Mitgliedskommunen erstreckt, ist ein hervorragendes Beispiel für eine Länder übergreifende Zusammenarbeit und ein lebendiges und interdisziplinäres Netzwerk. Der Geopark arbeitet seit Jahrzehnten intensiv mit anderen UNESCOProgrammen in der Region zusammen, im Besonderen mit den Welterbestätten Grube Messel und dem Kloster Lorsch. Dr. Jutta Weber ergänzt: „Wir sind stolz darauf, dass unser Gebiet seit 20 Jahren Europäischer Geopark und seit sieben Jahren Teil des UNESCOProgrammes ist. Mit seinen Aktivitäten lebt und unterstützt der Geo-Naturpark den europäischen Gedanken genauso wie die Ziele der UNESCO: Frieden schaffen, für ein Miteinander einstehen, Gemeinsamkeit leben durch Austausch und Arbeiten an innovativen Projekten, anderen Kulturen auf Augenhöhe begegnen, voneinander lernen und letztlich auch Perspektiven für die Zukunft schaffen durch den Erhalt unseres Natur- und
Lebensraums.“

Geo-Naturpark aktuell 2/2022 finden Sie im Anhang!

Geo-Naturpark aktuell: Vielfältige Projekte, tolle Kooperationen und jede Menge Naturerlebnisse für die ganze Familie: Auch das zweite Halbjahr 2022 steht im Geo-Naturpark ganz im Zeichen der Freude über das, was gemeinsam im schönen Geo-Naturpark, der seine internationale Überprüfung als UNESCO Global Geopark erneut erfolgreich bestanden hat, gestaltet werden kann. Gemeinsam mit vielen Kooperationspartnern, den Geopark-vor-Ort-Teams und den Geopark-Rangern hat der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald ein   Veranstaltungsprogramm mit mehr als 500 Einzelterminen für Groß und Klein zusammengestellt, das wieder ein tolles und vielfältiges Angebot bereithält. Mit dabei sind auch besondere Aktionen, darunter der 7. Hessische Nachhaltigkeitstag, die monatlichen RangerWanderungen, die Kinderseite mit kreativen und vielfältigen Angeboten, die internationale Fotoausstellung „Die neue Heimat mit meinen eigenen Augen entdecken“, der Erlebnistag „Rauf auf die Burgen“ oder der „Junge Waldkunstpfad“, gefolgt vom Jubiläum „20 Jahre Internationale Waldkunst“. Und auch die Auszeichnung zum Geotop des Jahres, die in diesem Jahr ebenfalls 20-jähriges Bestehen feiert, darf nicht fehlen – diesmal geht es in eine spektakuläre, menschengemachte Schlucht. Gemeinsam mit den Mitgliedskommunen wurde eine Reihe von informativen Geopunkten und attraktiven Wanderwegen mit Infotafeln, Bänken und Schutzhütten eingerichtet und die Apfelsorte „Odenwälder“ als Obstsorte des Jahres prämiert. Es wird ebenfalls berichtet über aktuelle Vorhaben der Partner, wie des Naturparks Neckartal-Odenwald, dessen Geschäftsführer Paul Siemes seinen Lieblingsplatz verrät. Auch der Odenwaldklub, der Verein Burglandschaft, die Reiss-Engelhorn-Museen, die Klima Arena oder der Verein Genial Regional, der sich der Wertschätzung heimischer Produkte verschrieben hat, sind mit dabei.

Lust auf regionale Produkte macht auch der aktuelle Rezeptvorschlag, beigesteuert vom OdenwaldGasthaus „Zum Grünen Baum“ in Michelstadt – ein Festmahl aus regionalen Zutaten!
Neben den vielen regionalen Aktivitäten ist der Geo-Naturpark auch international eingebunden in zahlreiche Vorhaben, darunter das RURITAGE-Projekt, das nun mit einer Reihe besonderer Aktionen in die Endphase geht. Mit zwei langjährigen Partnern, dem UNESCO-Welterbe Grube Messel und dem UNESCO Global Geopark Lesbos, wurden Kooperationsvereinbarungen abgeschlossen, die die Zusammenarbeit festigen werden und für ein gutes Miteinander über Grenzen hinweg stehen. Und mit der UNESCO-Literaturstadt
Heidelberg konnte ein neuer Partner gewonnen werden, mit dem sich der Geo-Naturpark zusammen mit dem Welterbe Grube Messel für die Adventszeit etwas Besonderes ausgedacht hat.

Mit einer einzigartigen Reichweite über drei Bundesländer, sieben Landkreise und 102 Kommunen hinweg bietet der Geo-Naturpark eine Fülle von Möglichkeiten, unsere schöne Natur zu erleben, neue Lieblingsorte zu finden und überraschende Perspektiven zu entdecken. Dabei ist das neue Magazin ein unverzichtbarer Begleiter – viel Spaß bei der Lektüre!
Die „Geo-Naturpark aktuell“ ist kostenfrei über die Geschäftsstelle in Lorsch (Telefon 06251/707990) sowie in den regionalen Infoeinrichtungen erhältlich. Wer sie gerne digital dabei haben möchte kann sie über www.geo-naturpark.de herunterladen.

April 2022: Geopark - neue Infotafel an der Grube „Gnadt Gottes“

Aufmerksame Radfahrer und Wanderer werden es bemerkt haben: Seit dem vergangenen Jahr hat sich Einiges am Silberberg zwischen Ober-Ramstadt und Nieder-Modau getan. Der in die Jahre gekommene Stollenausbau am Tagstollen des historischen Silberbergwerkes wurde durch eine dauerhafte Gewölbevormauerung ersetzt. Das von der Stadt Ober-Ramstadt und dem Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald finanzierte Projekt wurde mit viel Engagement ehrenamtlich durch die Arbeitsgemeinschaft Altbergbau Odenwald umgesetzt. Trotz zahlreicher Corona-Pausen konnte die Baumaßnahme im Herbst 2021 abgeschlossen werden jetzt wurde das neue Eingangsbauwerk in Anwesenheit von Bürgermeister Werner Schuchmann, der Geschäftsführerin des Geo-Naturparks Dr. Jutta Weber, Förster Klaus Seifert, Bezirksarchäologen Dr. des. Thomas Becker und Vertretern der Arbeitsgemeinschaft offiziell eingeweiht.

Der Bergbau am Silberberg blickt auf eine lange Geschichte zurück, die vermutlich bereits im Hochmittelalter ihren Anfang nahm. Urkundlich belegt ist der Betrieb des Bergwerkes unter den hessischen Landgrafen ab 1506. Mit hohen Investitionen und auf dem neuesten Stand der Bergbautechnik wurde das Bergwerk in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts mit einem damals hochmodernen Pumpensystem ausgestattet, das über die Wasserkraft der Modau angetrieben wurde.

Nach etwa einem Jahrhundert war jedoch Schluss mit dem Abbau der Blei-, Silber- und Kupfererze am Silberberg, danach verfielen auch die Aufbereitung und die Verhüttungsanlage, die ganz in der Nähe am „Schmelzacker“ standen. Neue Erkundungsarbeiten 1906 bis 1907 zeigten, dass viele Objekte der technischen Einrichtung in der Grube belassen worden waren. Wieder aufgenommen hat man den Betrieb freilich nicht, und auch eine erneute Öffnung der Stollen in den 1930er Jahren brachte nicht den gewünschten Erfolg.

Nachdem der Forst und der Ober-Ramstädter Verein für Heimatgeschichte e. V. 1997 und 1998 den Tagstollen der Grube für Fledermäuse geöffnet und mit einem Holzausbau versehen hatten, wurde es wieder ruhig um den Stollen. Zuletzt bestand nur noch die Eingangstür, deren Fledermaus-Einflugsloch durch eine Betonröhre mit dem kurzen, begehbaren Stollen verbunden war. 2011 erstellte die Arbeitsgemeinschaft Altbergbau Odenwald in Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Geo-Naturpark eine Geopunkt-Informationstafel, 2019 kam eine Wanderschutzhütte hinzu. Nach langen Überlegungen reifte der Entschluss, den Stollenrest doch wieder dauerhaft für Fledermäuse und in den Sommermonaten für Forschungszwecke zu öffnen, um das kulturhistorische Denkmal auf diese Weise zu erhalten. Unter der fachkundigen Leitung von Steinmetz Christoph Eichler entstand in arbeitsintensiven Wochenenden und Abendstunden der acht Meter lange Gewölbevorbau aus Naturstein, der den Eingang in den nächsten Jahrzehnten zugänglich halten soll. Ein besonderes Highlight ist die von ihm aus Sandstein gemeißelte Statue der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute. Sie wurde während der Einweihung feierlich von Diakon Wagner geweiht und soll die Mitarbeiter bei den weiteren, geplanten Forschungsarbeiten schützend beistehen. „Ein beispielgebendes Projekt, das den Erhalt unserer historischen Bergbaurelikte, die Unterstützung der biologischen Vielfalt und ehrenamtliches Engagement in bester Weise zusammenführt“, so Geo-Naturpark-Geschäftsführerin Weber, die allen beteiligten Personen und Institutionen für deren Engagement dankte und versicherte, auch künftig derartige Vorhaben von Seiten des Geo-Naturparks entsprechend zu unterstützen.

Bürgermeister Werner Schuchmann dankte der AG Altbergbau für die viele ehrenamtlich geleisteten Stunden, die notwendig waren, bis der Stollen in der jetzigen Form entstanden war und versicherte, dass die Stadt Ober-Ramstadt auch in Zukunft diese wunderbare Arbeit fördern wird. Auf die Frage, wie es nun weitergeht mit der Grube „Gnadt Gottes“ (so der historisch überlieferte Name), antwortet Jochen Babist von der Arbeitsgemeinschaft: „Vor der Hacke beziehungsweise der Kelle ist es dunkel. Wir haben vor, die Forschungsgrabungen und Dokumentationsarbeit gemeinsam mit der hessenARCHÄOLOGIE weiterzuführen und wissen tatsächlich nicht, was uns erwartet. Ein Besucherbergwerk ist zunächst einmal nicht geplant, dafür ist auch der derzeit begehbare Stollen zu kurz und nicht interessant. Wir werden aber natürlich im Außenbereich über die Arbeiten und die Ergebnisse informieren. Und im Winter bleibt die Grube weiter geschlossen für die Fledermäuse wir erhoffen uns hier übrigens durch die Forschungsgrabung, verbunden mit der Erweiterung des Winterquartiers, einen positiven Effekt.“

Bildunterschrift: Jochen Babist (Vorsitzender der AG Altbergbau Lodenwald, Mitte) sowie Dr. Jutta Weber (Geschäftsführerin Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald, 4.v.r.), Klaus Seifert (Hessen Forst, 3.v.r.) und Werner Schuchmann (Bürgermeister Ober-Ramstadt, 2.v.r.) freuen sich gemeinsam mit Mitgliedern der ehrenamtlich agierenden SG Altbergbau Odenwald und Magistratsmitgliedern der Stadt über den gelungenen Projektabschluss.

 

Geo-Naturpark aktuell 1/2022: Traditionelle Aktionen, tolle neue Formate und viele Jubiläen

Das Geo-Naturparkjahr läuft schon auf Hochtouren: die Projekte sind gesetzt, die Pläne geschmiedet, die Aktionen vorbereitet und die Veranstaltungen geplant. All dies und noch viel mehr wird in der neuen Ausgabe des Magazins „Geo-Naturpark aktuell“ auf 32 Seiten vielfältig, reich bebildert und unterhaltsam präsentiert.
Neben fast 400 Veranstaltungen in der gesamten Region, Projekten, Portraits und traditionell wiederkehrenden Aktionen wie dem Geo-Naturparktag und der Europäischen Geoparkwoche fallen diesmal neue Rubriken besonders ins Auge: So sind die Geopark-Ranger übers Jahr hinweg Monat für Monat auf Wanderschaft unterwegs im Geo-Naturpark. Zu den öffentlichen Führungen kann sich jeder auch kurzfristig anmelden und so eine Menge über so unterschiedliche Themen wie Dolinen, Kräuter, Fledermäuse, Seen und Waldbaden erfahren. Natürlich findet man sie auch wieder sonntags auf ausgewählten  Wanderparkplätzen mit Insider-Tipps für besonders schöne Touren.

Zur festen Rubrik gehören auch die Ziele der Globalen Agenda 2030 von der erlebnisreichen Bildung über den Klimaschutz bis hin zur biologischen Vielfalt. Wie diese vor Ort mit Leben gefüllt werden können ist dem Team um Geschäftsführerin Dr. Jutta Weber besonders wichtig: ...dazu gehören neue Partnerschaften wie etwa mit der Reichenbergschule in Reichelsheim genauso wie bewährte Aktionen wie die „Obstsorte des Jahres“. Auch die Sonderseite für Kids hält wieder tolle Entdeckertouren bereit von der Geo-Werkstatt am Welterbe Grube Messel bis hin zum Kinder-Kunstbauwagen im Darmstädter Wald. Und der neue Rezept-Tipp zum regionalen Genuss zeigt, wie köstlich und phantasiereich man mit hiesigen Produkten kochen kann“, so Weber, die sich über das themenreiche Angebot sichtlich freut.

Auch eine Reihe von Jubiläen kann gefeiert werden, darunter „20 Jahre Europäischer Geopark“. Sie zeigen, dass der Geo-Naturpark regional und international bestens aufgestellt ist. Kooperation und Vernetzung sind dabei die Zutaten für den gemeinsamen Erfolg. So setzt man in der Region auf bewährte Partner wie die UNESCO-Welterbestätten Grube Messel und Kloster Lorsch, den Verein Internationale Waldkunst, den Naturpark Neckartal-Odenwald, den Odenwaldklub oder auch die Geopark-vor-Ort-Teams und freut sich zugleich über neu hinzugekommene Gleichgesinnte.
Und auch international hat der Geo-Naturpark seit zwei Jahrzehnten enge Partnerschaften geknüpft, die auch gelebt werden. So ist etwa die gemeinsame Klimaausstellung mit dem UNESCO Global Geopark Lesbos noch bis zum Mai im Besucherzentrum an der Grube Messel zu sehen.

Mit einer einzigartigen Reichweite über drei Bundesländer, sieben Landkreise und 102 Kommunen hinweg bietet der Geo-Naturpark eine Fülle von Möglichkeiten, unsere schöne Natur zu erleben, neue Lieblingsorte zu finden und überraschende Perspektiven zu entdecken. Dabei ist das neue Magazin ein unverzichtbarer Begleiter viel Spaß bei der Lektüre!

Die „Geo-Naturpark aktuell“ ist kostenfrei über die Geschäftsstelle in Lorsch (Telefon 06251/707990) sowie in den regionalen Infoeinrichtungen erhältlich. Wer sie gerne digital dabei haben möchte kann sie über www.geo-naturpark.de herunterladen.

September 2021 - Neues Highlight auf Burg Lindenfels: Geopark-Informationszentrum mit Kiosk und Ausstellung

Ein ganz besonderes Gebäude zieht die Aufmerksamkeit an der Burg Lindenfels auf sich. Das kleine Fachwerkhaus, das vor Ort im Original wieder aufgebaut und mit einem modernen Kubus erweitert wurde, beherbergt bereits seit einiger Zeit ein Kiosk, das vom Lindenfelser Verein KuBuS betrieben wird, und lädt die Besucher der Burg mit erfrischenden Getränken und leckeren Snacks zum Verweilen ein.

Im Inneren wurde derweil noch weiter fleißig gewerkelt. Es ist ein Informationszentrum des Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald und der Stadt Lindenfels entstanden. Eigentümer ist die Stadt, das Gelände der Burg ist langfristig vom Land Hessen gepachtet. Die Idee, dieses Gebäude einer neuen Bestimmung zuzuführen, kam aus der Bürgerschaft, konkret von Manfred Riebel, der auch Zimmerermeister ist und Fachmann für die Sanierung von Fachwerkbauten.
Im Erdgeschoss befindet sich ein Informationsbereich mit großer Regionskarte, Infobroschüren und Wanderkartenverkauf zum Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald. Im Obergeschoss entsteht eine kleine und feine Ausstellung mit Original-Exponaten zur Geschichte der Burg, die dazu einlädt, tief in die Vergangenheit dieses besonderen Ortes einzutauchen. Dort soll die Geschichte der Burg im Kontext zum höfischen Leben und hochmittelalterlicher Dichtung präsentiert werden. Das Thema Nibelungen hält ebenfalls Einzug und findet seine Verknüpfung durch den Nibelungensteig.

Der Tourismus hat Tradition in Lindenfels. Lage und Klima sind Grundlage für die Beliebtheit des „Heilklimatischen Kurortes“ (seit 1969). Lindenfels ist eingebettet in die Landschaft des UNESCO Global Geoparks Bergstraße-Odenwald und liegt landschaftlich sehr reizvoll. Angebote für Wanderer in und rund um Lindenfels wurden in den letzten Jahren verstärkt ausgebaut. So findet man hier den örtlichen Erlebniswanderweg, Heilklima-Wanderwege und Nordic-Walking-Routen sowie den Kunstwanderweg zwischen Lindenfels und Fürth. Insbesondere verläuft auch der stark frequentierte Nibelungensteig direkt unterhalb der Burg durch Lindenfels. Zudem beherbergt die Stadt Lindenfels mit dem Variskischen Schiefer an der Bismarckwarte das Geotop des Jahres 2019.
Die Burg Lindenfels ist dabei für die Stadt und Umgebung von zentraler Bedeutung und ein beliebtes Ziel bei Touristen. In der Burg finden verschiedene überregional bekannte Veranstaltungen statt wie z.B. das Mittelalterliche Spektakulum, das traditionelle Burg- und Trachtenfest, Opern- und Operettenaufführungen, ein Kino-Open-Air. In der von Besuchern stark frequentierten Burg existierten bis 2021 jedoch keine Informations- oder Ausstellungsräumlichkeiten. Es fehlten Rastmöglichkeiten oder eine kleine Gastronomie.
Ziel der Errichtung des Infozentrums war es, eine touristische Infrastruktur und Orientierung für Besucher allgemein sowie für Wanderer des Nibelungensteiges anzubieten. Zudem sollte eine Einkehr- und Rastmöglichkeit geschaffen werden. Der Außenbereich vor dem Gebäude ist als Aufenthaltsbereich mit Sitzmöglichkeiten gestaltet. Das Haus wird aktuell von Ostern (April) bis Ende Oktober bewirtschaftet.

Am Samstag, den 18. September 2021 um 11:00 Uhr wurde das restaurierte Fachwerkhaus nun nach langer Planungszeit und Bauphase offiziell seiner Bestimmung als Informationszentrum des Geo-Naturparks und der Stadt Lindenfels übergeben.

Auf dem Bild zu sehen (v.l.n.r.): Caroline Koch (Interessengemeinschaft Odenwald), Dr. Jutta Weber (Geschäftsführerin Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald), Nicolai Knauer
(Burgenexperte), Volker Oehlenschläger (Bürgermeister Gemeinde Fürth), Dagmar Cohrs (Wirtschaftsregion Bergstraße), Michael Helbig (Bürgermeister Stadt Lindenfels)

Juni 2021:

Erlebnis Schlossberg - Planetenweg wird Geopark-Pfad: Der Planetenweg auf dem Heppenheimer Schlossberg

Seit 2004 führt der Heppenheimer „Planetenweg“ maßstabsgerecht durch das Sonnensystem von der Altstadt zur Starkenburg-Sternwarte. Nun wurde der beliebte Weg in einem großen, gemeinschaftlichen Projekt von Stadt Heppenheim, Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald und dem Verein Starkenburg-Sternwarte e.V. erneuert und aufgewertet. Als thematischer „Geopark-Pfad“ wurde er in das große Lehrpfad-Netz des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald eingegliedert. Heppenheim bietet Wanderern nun mit dem „Erlebnispfad Wein & Stein“ und dem „Planetenweg“ zwei „Geopark-Pfade“.

Geopark-Pfad, Planetenwege, Sternwarte Starkenburg

Das Team der Starkenburg-Sternwarte in Aktion - Foto Sternwarte St.


Der Startpunkt des neuen „Geopark-Pfades Planetenweg“ ist an der Tourist Information (Friedrichstraße 21). Im Schaufenster zur Zwerchgasse ist die erste Schautafel mit Informationen zur Wegeführung und dem Zwergplaneten Pluto zu sehen. Darauf heißt es: „Auf einer Länge von ca. zwei Kilometern finden Sie in maßstabsgetreuen Abstand Tafeln mit Beschreibungen der Himmelskörper in unserem Sonnensystem“. Jedes Schild zeigt in Richtung des jeweilig nächsten der insgesamt 13 Schilder, auf denen Wissenswertes zu den Planeten, den Kometen und auch dem Kleinplaneten „(14080) Heppenheim“ zu erfahren ist. Natürlich zeitgemäß zweisprachig in Deutsch und Englisch. Auch zur Milchstraße gibt es eine Schautafel, so lässt sich einordnen, wo unser Sonnensystem sich befindet. Der Weg führt durch die Fußgängerzone und über den Starkenburgweg zum Kanonenweg. Immer mit Blick auf Heppenheim und seine historische Altstadt geht es weiter durch die Weinlage Schlossberg bis hin zur Schautafel der Sonne an der Starkenburg-Sternwarte. Von hier ist es nur noch ein Katzensprung bis zum Wanderparkplatz des Geo-Naturparks mit Picknickfläche und kleinem Waldspielplatz oder zur Starkenburg mit Einkehrmöglichkeit in der Burgschänke. Der Planetenweg ist mit einer einfachen Wegstrecke von ca. 45 Minuten Gehzeit auch für Familien geeignet und kinderwagentauglich.

Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen. Eine Broschüre ist in Arbeit und ein Quiz, das auf dem Weg ausgefüllt werden kann, ist geplant. Die große Eröffnung wird deshalb erst im September stattfinden, aber die Schilder stehen bereits. Das Sonnensystem kann also ab sofort wieder erwandert werden. „Der Planetenweg ist ideal für einen Familienausflug in der aktuellen Zeit. Er kombiniert Lernen mit Naturerlebnis“, ist sich Bürgermeister Rainer Burelbach sicher. „Wir haben in den letzten Jahren kontinuierlich in die Freizeit-Infrastruktur am flurbereinigten Schlossberg investiert“, berichtet der Rathauschef weiter. „Geopunkt-Tafeln unter anderem zum Weinbau, der Geologie und der Sagenwelt der Starkenburg wurden durch eine Picknick- und Spielfläche am Wanderparkplatz ergänzt. Der neue „Geopark-Pfad Planetenweg“ ist das i-Tüpfelchen unseres Projekts Erlebnis Schlossberg.“ Und Dr. Jutta Weber, Geschäftsführerin des Geo-Naturparks, freut sich über die zukunftsweisende Zusammenarbeit mit der Stadt Heppenheim, die Bewohnern und Besuchern gleichermaßen zugutekommt und ergänzt, „dass wir neben der - wie wir alle hoffen - großen Eröffnung des Planetenweges im Herbst mit den Verantwortlichen vor Ort bereits in Gesprächen zu weiteren Vorhaben im kommenden Jahr sind“.

Dr. Jürgen Volpp, Vorstand Starkenburg-Sternwarte e.V.; Dr. Jutta Weber, Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald e.V.; Bürgermeister Rainer Burelbach; Jeannine Mader, Tourist Information Heppenheim / Foto Stadt Heppenheim

Infobox | Geopark-Pfade

Die typischen Landschaften des Geo-Naturparks werden vor allem durch die Einrichtung von thematischen Geopark-Pfaden, Geotopen und Geopunkten erschlossen. Jeweils im Geo-Naturpark-Layout angelegt, informieren diese direkt vor Ort zu geologischen, naturräumlichen und kulturgeschichtlichen Besonderheiten der Region. Infos: https://www.geo-naturpark.net/

Die Starkenburg-Sternwarte: Angebote und Geschichte

1970 wurde die Sternwarte gegründet. Die Idee entsprang einem Jugendtraum zweier Sternenbegeisterter, der nun schon über 70 Jahre zurückliegt. Realisiert wurde sie vor fünfzig Jahren durch eine Gruppe von etwa 15 Sternfreunden des "Astronomischen Arbeitskreises" ab 1968. Das Gelände liegt auf einem erschütterungsfreien Felsgrund gut abgeschirmt gegen die Lichter der Bergstraßenorte. Heute hat der Verein 170 Mitglieder, und es gibt zahlreiche Angebote auf der Internetseite zu entdecken.

Koordinaten 08°39’07.34″ E  /  49°38’48.88″ N  https://www.starkenburg-sternwarte.de/

  • Sichtbare Überflüge der ISS über Heppenheim
  • 3. September 2021 Öffentlicher Beobachtungsabend Beginn: 21:00 bis 23:00
    Werfen Sie einen Blick durch unsere Teleskope auf die aktuellen Himmelsobjekte. Jeden Freitag findet im Herbst, Winter und Frühling auf der Sternwarte bei klarem Wetter ein öffentlicher Beobachtungsabend statt, wo Sie auch einmal selbst einen Blick durch die Teleskope auf verschiedene Himmelsobjekte werfen können.
    Auch die Sternbilder werden erläutert und natürlich jede Menge Fragen beantwortet. Der Eintritt ist frei. Achtung:  Der Beobachtungsabend findet wirklich nur bei wolkenlosem Wetter statt, ansonsten wird er ersatzlos gestrichen.
  • Hier wurde zuletzt der neue Sonnenfleckenzyklus beobachtet, der nach einer neunmonatigen Zeit ohne Sonnenfleckenaktivität ab Frühjahr 2020 begann. Im November 2020 konnte eine große Fleckengruppe von 100.000 km Durchmesser beobachtet werden, die gerade noch für das bloße Auge unsichtbar blieb. Ebenfalls im November 2020 wurde die regelmäßig stattfindende Annäherung des Mars an die Erde beobachtet. Der Mars erscheint dann besonders hell.
  • Mit der All Sky-Kamera läßt sich die Wanderung der Sonne über den Himmel über der Starkenburg verfolgen.

 

Erde und Mars - zwei Infotafeln am Planetenweg-Geopfad

 

 Planetenwege – Der Versuch, Unvorstellbares fassbar zu machen

Hier finden Sie ausführliche Infos über Entfernungen und Größenverhältnisse. Mancher hat schon Probleme, kurze Entfernung richtig einzuschätzen. Wie soll man da mit den riesigen Entfernungen im All zurechtkommen? Von der Strecke zur Stammkneipe (1 km - auf dem Land etwas optimistisch) bis zu einem Lichtjahr (Lj) - das sind 9,5 Billionen Kilometer (der nächste Nachbarstern Proxima Centauri - auch Alpha Centauri C - ist 4,2 Lj von uns entfernt) müssen die Planetenentfernungen auf einem wanderbaren Pfad dargestellt werden. Und so lassen sich die Planeten unseres Sonnensystems von der Heppenheimer Altstadt durch die Weinberge bis zum Eingangstor der Starkenburg-Sternwarte mit den Füßen entdecken: über ca. 150 Höhenmeter mit wunderschönen Aussichten auf die Heppenheimer Altstadt und den Oberrheingraben bis nach Mannheim und das Pfälzer Bergland nähert man sich vom Pluto über Neptun, Uranus, Saturn, Jupiter dem Mars an, unserem äußeren Nachbarn. Weiter geht es an der Erde vorbei zur Venus, unserer inneren Nachbarin. Nach dem Merkur finden wir die Sonne direkt an der Sternwarte. Die Daten und alles Wissenswerte über die Planeten werden jeweils auf blauen Tafeln beschrieben. Zwei weitere Tafeln geben Erläuterungen zu Kometen bzw. Kleinplaneten (Asteroiden, Planetoiden). Die unterschiedliche Größe der Planeten und der Sonne wird auf den Tafeln maßstäblich dargestellt.




Der Heppenheimer Planetenweg entstand auf Anregung von Karin Sonnenberg, Mitglied der Starkenburg-Sternwarte. In Zusammenarbeit mit der Stadt Heppenheim, welche auch die Finanzierung übernahm, wurde er pünktlich zum Hessentag 2004 eingerichtet. Auf einer Strecke von 2,6 km würde man in der Realität pro Meter 1,89 Mio. Kilometer zurück legen. Der Maßstab beträgt also 1:1.890.000.000.

It's so very lonely, you're a two thousand light years from home…*

"Der nächste Stern, Proxima Centauri müsste in diesem Maßstab in einer Entfernung von ca. 21.312 km platziert werden! Also einmal halb um die Erde, irgendwo auf einer Insel im Pazifischen Ozean. Interessant: Geht man davon aus, dass man mit einer Geschwindigkeit von ca. 1 m/s über den Planetenweg wandert, würde man sich in der Realität mit sechsfacher Lichtgeschwindigkeit durch das Sonnensystem bewegen!" ist auf der Sternwarten-Seite zu lesen.

*Rolling Stones 1967 auf dem Album "Their Satanic Majesties Request"

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Bitte lesen Sie auch: Sonne und Vollmond an einem Himmel?

Der Planetenweg am Selterswasserhäuschen in Elmshausen

2011 entdeckte ich am Weg von Elmshausen vorbei am Strietteich hinauf auf die Höhe zwischen Felsberg und Bangertshöhe einen handgemalten Planetenweg. Auf Holztafeln gibt es die Sonne und alle Planeten am Weg zum Selterswasserhäuschen.

 

     

 

Fotos Planetenweg Elmshausen: M. Hiller

 

Our solar system features eight planets, seen in this artist’s diagram. This representation is intentionally fanciful, as the planets are depicted far closer together than they really are.
images-assets.nasa.gov/image/PIA11800/PIA11800~orig.jpg

 

Im Juni 2021 - unter dem Sommerdreieck Wega, Atair und Schwan - Marieta Hiller

Januar 2021 - Geopark: Ereignisreiches Jahr und neue Pläne

Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr und viele neuen Pläne: Mitgliederversammlung des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald

Gemeinsam unterwegs für die Region und ihre Menschen – diese wichtige, vielschichtige Rolle des Geo-Naturparks zeigte sich gerade in der Pandemie besonders deutlich, wie die gemeinsame Zusammenkunft zum Jahresabschluss in beeindruckender Weise beleuchtete. Auch im zweiten Jahr der Pandemie zeigt sich, dass die Menschen den Wert der Natur, die Wirkung von Wald, Wandern und Erholung auf Körper und Seele, wiederentdeckt haben.

So waren die Angebote, die Infomaterialien und Wanderkarten wie auch die Wandertipps des Geo-Naturparks bei den Besuchern auch in 2021 wieder besonders gefragt. Diese erwartete auf den Wanderparkplätzen ein besonderer Service der Geopark-Ranger, die dort mit Tipps für die schönsten Touren aufwarteten. Und auch an Projekten, die der Geo-Naturpark gemeinsam mit seinen 102 Mitgliedskommunen umsetzt und fördert, mangelte es nicht, wie der ausführliche Jahresrückblick zeigte. So wurden neue Geopunkte, etwa in Freudenberg, Mömlingen oder Biblis errichtet, Geopark-Pfade wie der
Planetenweg in Heppenheim oder der Sagenweg in Fränkisch-Crumbach eingeweiht oder mit dem Quellenweg im Modautal auch der erste Kulturweg eröffnet, wie Projektleiter Roland Mayer ausführte. Auf der Burg Lindenfels erfreuen sich Besucher seit September am neuen Geopark-Infozentrum mit Bistro und in Mömlingen kann eine neue Naturpark-Dauerausstellung besucht werden. Neben diesen neu geschaffenen Höhepunkten galt es auch wieder, die Wanderwege mit Rastmöglichkeiten und Schutzhütten zu versehen und die bestehenden Einrichtungen zu erhalten – insgesamt wurden Investitionen von mehr als 700.000 Euro getätigt.
Und auch für das neue Jahr hat man sich gemeinsam viel vorgenommen.

In den Gebietsausschüssen, die im September getagt haben, wurden mehr als 250 Projekte im Umfang von 707.000 Euro beraten und nun gemeinsam einstimmig verabschiedet. Damit können auch im kommenden Jahr wieder zahlreiche Projekte zur Wander-Infrastruktur, zum Besucherservice, zur Bildung für nachhaltige Entwicklung und zum Erhalt von Landschaft und biologischer Vielfalt umgesetzt werden.

Allesamt Projekte, die die Zeichen der Zeit aufgreifen:
Wenn wir nichts für den Fortbestand unserer natürlichen Lebensgrundlagen tun, gehen diese unwiederbringlich verloren – daher fördert der Geo-Naturpark nachdrücklich Projekte, die sich deren Schutz, Erhalt und Pflege widmen.
Unter diesem Gesichtspunkt sind Maßnahmen zur Besucherlenkung ganz besonders wichtig, damit Natur und Menschen gleichermaßen zu ihrem Recht kommen. In diesem Zusammenhang arbeitet der Geo-Naturpark wissenschaftlich mit dem Deutschen MTB-Tourismusforum zusammen und hat sich auch gemeinsam mit der Destination Bergstraße-Odenwald ein Kommunikationskonzept zum guten Miteinander in der Natur ausgedacht. Ein gutes Miteinander war auch Voraussetzung für die Finalisierung des Konzepts zur „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE), das sich der Geo-Naturpark in diesem Jahr als Leitprojekt
aus seinem in 2020 verabschiedeten Managementplan auf die Fahnen geschrieben hatte.

Gemeinsam mit Akteuren, Multiplikatoren und Expertinnen aus der gesamten Region entwickelt, fasst das vorliegende Werk kompakt auf 53 Seiten zusammen, wie der Geo-Naturpark auch in dieser Hinsicht seine Weichen in Richtung Zukunft gestellt hat, wie Projektleiter Jochen Babist erläuterte. Dabei werden die nun folgende BNE-Plattform wie auch die daraus zu entwickelnde BNE-Akademie künftig spannende Potenziale bieten. Trotz Pandemie ging der Blick auch weit über die Region hinaus in Richtung der vielgestaltigen internationalen Zusammenarbeit. So gab es im Frühling mit der Fotoausstellung „West-Östliche
Impressionen“, die zeitgleich im hiesigen UNESCO Global Geopark und im Partner-Geopark Mt. Lushan (China) digital eröffnet wurde, ein besonderes Highlight. Und derzeit ebenfalls zu sehen ist eine gemeinsame Ausstellung mit dem UNESCO Global Geopark Lesbos zum Thema „Klimawandel im Spiegel der Erdgeschichte“ im Besucherzentrum des UNESCO-Welterbes Grube Messel. Diese ist Teil des internationalen RURITAGE-Förderprojektes, das der Geo-Naturpark nun schon im dritten Jahr sehr erfolgreich und mehrfach an die Pandemiesituation angepasst umsetzt. Dabei ist er mit seinen innovativen Ideen im internationalen Konsortium von 42 Mitgliedern aus ganz Europa ein hochangesehener Partner, so Projektleiterin Maria Carciumaru. Eine ganz besondere Kraftanstrengung stellte in diesem Jahr die internationale UNESCO-Überprüfung dar, in der an fünf Tagen drei Bundesländer, sieben Landkreise, 20 Orte mit zahlreichen Einzelprojekten und mehr als 50 Partner in Augenschein genommen wurden. Das daraus von den Prüfinspektoren erstellte, umfangreiche Gutachten fließt maßgeblich in die Entscheidung der UNESCO mit ein, die in Kürze erwartet wird.

Auch innerhalb der Geschäftsstelle können durch Neustrukturierungen nochmals Synergie-Effekte erzielt werden, so etwa durch die Zusammenlegung der gesamten Wanderinfrastruktur oder die Neuschaffung einer Projektleitung für die stets zunehmenden nationalen und internationalen Förder- und Monitoring-Themen, wie Geschäftsführerin Dr. Jutta Weber erläuterte. Im Anschluss daran überreichte sie Helmut Zander, dem langjährigen, nun in den Ruhestand gehenden Hauptwegewart, gemeinsam mit dem Geo-Naturpark-Vorsitzenden Landrat Christian Engelhardt einen besonderen Präsentkorb mit regionalen Köstlichkeiten und
Holzprodukten aus der Geo-Naturpark-Werkstatt. Zuvor würdigte dieser Zanders Verdienste um die Wanderinfrastruktur im Sinne von „Qualität vor Quantität“. Seine Aufgaben werden nun innerhalb der Geschäftsstelle von Projektleiterin Pia Mack-Gnirß übernommen.


November 2020: Geopark-Wandertipp: Lautertal-Kuralpe

 
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Fast eine Marathonstrecke: 41 Kilometer lang und über 1500 Höhenmeter führt der neue Rundwanderweg um die 12 Dörfer Lautertals. Am 22. November 2022 wurde er eingeweiht. Zu ausgewählten Fernblicken auf den Höhen rund um Lautertal gibt es Informationen online, denn es ist ein Digitaler Rundweg. Mit dem Smartphone oder GPS-Gerät läßt sich der Weg gut begehen, eine eigene Markierung in der Landschaft ist daher nicht nötig. Zu finden ist der Rundweg hier: https://geo-naturpark.net/erleben/digitale-wanderwege/001-digitaler-wanderweg-lautertal/

Die Einweihung: eine Tafel mit der Karte des digitalen Rundwanderwegs, einer ausführllichen Beschreibung der Stationen am Weg, wo es eine schöne Aussicht oder Einkehrmöglichkeit gibt und wo die Parkplätze für den Einstieg liegen, steht nun direkt neben "Siegfried" auf dem Reichenbacher Marktplatz. Der QR-Code ermöglicht den Zugang zum GPX-Track. Länge und Wanderdauer der einzelnen Etappen sind aufgeführt, natürlich Geopunkte, Wanderinfos und Rettungstreffpunkte am Weg. Erarbeitet wurde die Strecke mit allem digitalen Zubehör und vielen tollen Fotos von Dr. Joachim Bartl, unterstützt durch den Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald und in der Natur umgesetzt vom Verschönerungsverein Reichenbach. Dieser übernahm auch die Finanzierung, unterstützt von Firma Rettig Elmshausen und zahlreichen Banksponsoren.

Für "Nicht-Digitale" gibt es eine Broschüre im Rathaus Reichenbach, in der man fast alle Angaben findet.

Die Einweihung ist einer der glanzvollen Schlußpunkte der Jubiläumsfeiern zum 50-jährigen Bestehen der Gemeinde Lautertal im Jahr 2022. Lesen Sie dazu auch: 50 Jahre Lautertal: Harmonische Feier mit selbstkritischen Tönen

Pfarrer Jan Scheunemann segnete die Teilnehmer der Einweihung, ebenso wie alle die den digitalen Rundwanderweg begehen. "Evangelische Pfarrer segnen keine Gegenstände, nur Menschen" ergänzte Scheunemann dazu.

Zahlreiche Ruhebänke an den gut ausgebauten und durch lokale Wegzeichen der örtlichen Verschönerungsvereine oder regionale Wegzeichen des Odenwaldklugs bestens markierten Wegen laden zum Verweilen ein, denn es gibt unterwegs idyllische Waldplätzchen und atemberaubend schöne Fernblicke zu genießen. Die Bänke wurden weitgehend vom Verschönerungsverein Reichenbach aufgestellt.

Anläßlich der Wegeinweihung wurde vor der evangelischen Kirche Reichenbach eine neue Bank aufgestellt, Philipp Degenhardt schraubt gerade das Schild an: gesponsert wurde die Bank von Familie Förster. Der Verschönerungsverein Reichenbach hat für seine Bänke ein bewährtes Konzept: jede Bank wird von einer Familie, einer Einzelperson, einer Firma oder Einrichtung finanziert, die natürlich ihr Bankschild bekommt. Die aktiven Helfer des Verschönerungsvereins stellen die Bank auf und halten die Plätze darum in Ordnung. Joachim Bartl übernimmt die Standorte der Bänke in die digitale Präsentation.

So wurde 2014 der Senioren- und Familienwanderweg eingeweiht, mit einer Ruhebank alle 50 Meter. Natürlich hat auch Kobold Kieselbart seine eigene Bank, und wer weiß: vielleicht sitzt er auch heute noch - nachdem er seit 2021 keine Führungen und Schatzsuchen mehr macht - ab und zu hier und ruht sich aus...

Übrigens: der neue digitale Rundwanderweg verläuft weitgehend auf einem Vorschlag, den ich 1999 in meiner kleinen Broschüre "Auf den Spuren der Riesen rund ums Lautertal" veröffentlicht habe. Sie war vielfach am Felsenmeer verbreitet worden, durch meine netten Unterstützer vom Kiosk an der Riesensäule und der Koboldklause, die damals noch in einem Verkaufswagen war und meine Bücher verkaufen durfte. Mit Einzug ins FIZ war dies vertraglich untersagt worden. Schade eigentlich...

Erfreulich dagegen ist, daß die 40-Kilometer-Strecke nun wieder entdeckt und erneut umgesetzt wurde - man erhofft sich damit einen qualitätsvollen Wandertourismus im Lautertal. Gerade seit der Coronapandemie und ihren Lockdowns würde dies der Gemeinde und ihren Anbietern gut tun. Denn das Felsenmeer wurde inzwischen zu einem Hotspot in den sozialen Medien und zieht Massen von Besuchern an, die alles niedertrampeln und ihren Müll liegenlassen. Einer der Gründe, warum Kieselbart sich zur Ruhe gesetzt hat - nachzulesen ausführlich im Beitrag "Felsenmeer & Felsberg: Tourismus oder Naturschutz?" in meinem neuen Jahrbuch 2022.

Marieta Hiller, im November 2022

 

Natur und Steinindustrie erleben: Informationstafeln des Geo-Naturparks und ergänzende Audioguides führen durch den Steinbruch Ober-Mengelbach

Noch bis ins erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts wurde im Steinbruch bei OberMengelbach Granit abgebaut. Heute ist das stillgelegte Abbaugelände ein Projekt des Geozentrums Tromm, in dem Besucher erleben können, wie sich die Natur den ehemaligen Steinbruch zurückerobert. Fünf Geopunkt-Informationstafeln des GeoNaturparks Bergstraße-Odenwald sowie dreizehn Audioguides erklären die Geschichte der Steingewinnung und die typische Tierwelt des Steinbruchs.

Am 14. November 2022 ging eine Nachricht durch die Medien: Ein argentinisch-deutsches Wissenschaftler*innen-Team, unter ihnen Senckenberger Krister Smith, hat den weltweit ersten fossilen Beleg für eine Lebendgeburt bei Schlangen erbracht. Das untersuchte Fossil stammt aus dem hessischen UNESCO-Welterbe Grube Messel. In der im Fachjournal „The Science of Nature“ erschienenen Studie beschreiben die Forschenden Knochen von Schlangenembryonen, die im Körper des Muttertiers entdeckt wurden. Der Fund zeigt, dass es schon vor mindestens 47 Millionen Jahren lebendgebärende Schlangen gab.

Die Vorbereitungen laufen...

Im kommenden Jahr feiert Lindenfels 900 Jahre – 1123 wurde der Name Lindenfels erstmalig in einer von Kaiser Heinrich V. ausgestellten Urkunde vom 25. März erwähnt. Gemeinsam mit den Lindenfelser Vereinen und Kulturträgern wurde hierzu ein attraktives Fest-Programm entwickelt. Die Vorbereitungen zu den Jubiläums-Feierlichkeiten laufen aktuell auf Hochtouren.

Das Jubiläumsjahr startet fulminant mit einem Feuerwerk am 24. März, welches im Anschluss an die Stadtverordnetenversammlung im Bürgerhaus von der Burg abgefeuert wird. Die Besucher der Stadtverordnetenversammlung erwartet ein kleines Fest-Programm. Unter anderem wird der Burgenforscher Thomas Steinmetz einen Vortrag zur Geschichte der Burg Lindenfels halten. Am Auftakt-Wochenende vom 25./26. März findet außerdem der beliebte Ostermarkt statt. Rund ums Bürgerhaus und den Kurgarten dreht sich dann wieder alles um die „Kunst am Ei“.

Der beliebte Odenwaldkalender mit 12 ausführlich beschriebenen Wanderrouten aus dem ganzen Odenwald ist ab sofort wieder im Handel erhältlich. Unter dem Motto „Kultur erwandern – vom Herzen des Odenwaldes bis in die Randregionen“ stellt der Kalender im Din A4 Format wieder 12 neue Routen vor. Auf der Vorderseite ist jeweils eine großformatige Fotografie abgebildet, auf der Rückseite findet sich die ausführliche Routenbeschreibung, die neben den Hinweisen zur Anreise mit PKW und ÖPNV auch Tipps für Einkehrmöglichkeiten sowie GPX-Daten zum kostenlosen Download bereithält.

Da das Novemberheft bereits am 20.10. in Druck ging, sehen Sie hier Fotos vom Drehtag. Der fertige kleine Beitrag der Hessenschau wurde am Samstag 22. Oktober ausgestrahlt: https://www.hessenschau.de/tv-sendung/serien/dolles-dorf-raidelbach,video-175272.html

Heimlich waren die Kelten - kaum etwas weiß man von ihnen. Genauso geräuschlos und heimlich verrann das Jahr 2022, das Hessen Archäologie unter das Motto "Kelten Land Hessen" gestellt hat. Erst im Oktober erfuhr die Redaktion davon. Doch der Besuch im Museum Bensheim hat sich absolut gelohnt: eine informative Ausstellung über die raren Fundorte keltischer Kultur wird hier gezeigt, aufgrund des spät aufkommenden Interesses - offenbar war allgemein erst jetzt öffentlichkeitswirksam geworben worden - verlängert bis zum 8. Januar 2023 (geplantes Ende war 1.11.2022).

Lesen Sie auch:

Rennofenexperiment am Felsenmeer 12.-16.10.22  und Köhlerei: das Brot des schwarzen Mannes

Waren die Kelten im Odenwald? Stand 2008... und Von Riesen und Römern, Kelten und Germanen

Und natürlich das neue Jahrbuch 2022! (erscheint Anfang November 2022, nachdem ich aufgrund dieser Keltenangebote den Drucktermin um 14 Tage verschoben habe)

Die Fundorte in unserer Nähe: der Odenwald ist terra incognita... Hier gibt es keine keltischen Spuren.

Zeittafel: die Kelten in Hessen, Museum Bensheim