Kreis Bergstraße (kb). „Unsere Kinder müssen im Bereich Digitalisierung fit sein!“, ist Landrat Christian Engelhardt überzeugt. Daher begrüßt er ein entsprechendes Pilotprojekt des Landes: In Hessen soll es künftig das Schulfach „Digitale Welt“ geben. Es soll Informatik, Ökonomie und Ökologie verbinden und praxisorientiert ausgerichtet sein. Zu den geplanten Themen gehören allerdings auch der Datenschutz, Cyberkriminalität und die verantwortungsbewusste Mediennutzung. Für zwei Schulstunden pro Woche soll das neue Unterrichtsfach „Digitale Welt“ auf dem Stundenplan stehen. Dies haben Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz und Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus kurz vor Beginn der Sommerferien öffentlich vorgestellt. Zwölf Schulen nehmen mit ihren fünften Jahrgangsstufen an diesem Pilotprojekt teil. Darunter auch eine aus dem Kreis Bergstraße, die Heinrich-Böll-Schule in Fürth. „Ich begrüße dieses Projekt sehr“, so Engelhardt. „Denn ich bin der Meinung, dass neben dem Lesen, Schreiben und Rechnen zum Beispiel auch die Digitalkompetenz zu den heutigen Kulturtechniken gehören sollte.“ Doch auch darauf weist der Landrat hin: „Generell müssen die Chancen, die neue Techniken bringen, im Vordergrund stehen. Hier ist mutiges Voranschreiten gefragt. Auch mit Blick auf die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands!“

Mehr dazu unter https://www.hessen.de/presse/hessen-startet-neues-schulfach-digitale-welt

 

1.582 Freiwillige engagieren sich für ein Jahr in Hessen oder weltweit

Wiesbaden, den 02.09.2022: Eine Pause vom Corona-Lernstress, praktische Erfahrungen sammeln, sich persönlich weiterentwickeln, Einblicke ins Arbeitsleben bekommen und dabei auch noch Gutes tun – für 1.448 junge Menschen in Hessen sind das die Gründe, warum sie nun ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei der hessischen DRK-Tochter Volunta beginnen. Sie engagieren sich unter anderem in Kindergärten und Schulen, in Krankenhäusern und Seniorenheimen, im Rettungsdienst und in der Ersten-Hilfe-Ausbildung oder in der Behindertenhilfe. Zudem gibt es Plätze mit digitalem Schwerpunkt oder in kulturellen Einrichtungen. Hinzu kommen bei Volunta 32 junge Leute, die ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) beispielsweise in Klimaschutz- und Energieprojekten oder auf dem Bauernhof absolvieren. 102 Freiwillige unterstützen außerdem im Auslandsdienst spannende Projekte, unter anderem in den Bereichen Medizin, Pädagogik oder Ökologie.

Einstieg jetzt oder rund ums Jahr

Volunta-Mitarbeitende bereiten die Freiwilligen zu Beginn des Bildungsjahres auf ihren Einsatz vor und begleiten sie kontinuierlich. Insgesamt umfasst das FSJ 25 Seminartage, an denen die jungen Menschen fachliche Informationen erhalten, sich aber auch untereinander über ihre Erfahrungen austauschen können. Nach dem Umstieg auf Online-Seminare im Jahr 2020 setzt Volunta nun auf eine Mischung von Präsenz- und eintägigen Online-Veranstaltungen. Die meisten Freiwilligen haben ihren Dienst zum 1. September oder in den Wochen davor begonnen. Aktuell sind aber noch viele Plätze frei. Der Einstieg ins FSJ ist bei Volunta rund ums Jahr möglich. Kurzentschlossene sind herzlich willkommen. Persönliche Beratung und Hospitationstage stellen sicher, dass für jede interessierte Person die passende Einsatzstelle gefunden wird.

Bewerbungen unter www.volunta.de/bewerben.

Aufruf des Volksbundes zur Unterstützung der Haus- und Straßensammlung im LaDaDi:
Darmstadt-Dieburg – Für die Zeit vom 3. Oktober bis 20. November kündigt der Kreisverband des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge eine Haus- und Straßensammlung an.

Mit Sammellisten - zu erkennen am Siegel der jeweiligen Gemeinde - werden auch in diesem Jahr wieder viele Menschen in den 23 Kreiskommunen unterwegs sein, um Spenden für Projekte der schulischen und außerschulischen Bildungs- und Erinnerungsarbeit des Landesverbandes zu sammeln. Landrat Klaus Peter Schellhaas ruft als Vorsitzender des Kreisverbandes Darmstadt-Dieburg des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. die Bürgerinnen und Bürger auf, das Werk des Volksbunds mit ein paar Euro zu unterstützen. „Gerne komme ich der Bitte des Vorsitzenden des Landesverbandes Hessen im Volksbund, Staatsminister a. D. Karl Starzacher nach, und rufe auch in diesem Jahr dazu auf, Spenden im Landkreis zu sammeln“, so Landrat Schellhaas.

Der Volksbund leistet mit dem Pflegen von Kriegsgräberstätten und seinem Bemühen um die Völkerverständigung konkrete Friedensarbeit und seinen Beitrag dazu, Versöhnung zwischen den Nationen zu fördern und zum Frieden zu mahnen. Weiter engagiert sich der Volksbund auch stark in der Jugend- und Bildungsarbeit. Bereits erfolgte und aktuelle Projekte können jederzeit im Inter-net unter https://hessen.volksbund.de/jugend-bildung eingesehen werden. (as)

Kontakt Kirchengemeinden und aktuelle Termine - Aktuell alle Termine unter Vorbehalt, bitte jeweils über Schaukästen informieren!

„Endlich wieder eine Examensfeier“, freuten sich die Ausbilderinnen und Ausbilder am Studienseminar GHRF in Heppenheim. Die Corona-Pandemie hätte den Schulbetrieb in Hessen massiv beeinflusst, was zu ebenso großen Verwerfungen im Ausbildungsbetrieb für die jungen Lehrkräfte im Kreis Bergstraße und Odenwaldkreis gesorgt habe. Umso fröhlicher sei der Anlass gefeiert worden, das in diesem Sommer wieder die Möglichkeit bestand, das erfolgreiche Ende einer gesellschaftlich wichtigen Ausbildung in die Lehrämter zu begehen.

Der frühere Dekan des Evangelischen Dekanats Darmstadt-Land Arno Allmann hat Vertretungsdienste in vier Gemeinden des Bergsträßer Dekanats übernommen. Er wird in den Kirchengemeinden Gronau/Zell, Schönberg-Wilmshausen sowie Reichenbach und Beedenkirchen eingesetzt. Mehr über Arno Allmann und seine Aufgaben lesen Sie hier:

https://dekanat-bergstrasse.ekhn.de/startseite/einzelansicht/news/einfach-pfarrer-sein.html

 

Die Tafeln in Deutschland sind ehrenamtlich organisierte Einrichtungen für Bedürftige, die zum einen wertvolle und teuer produzierte Lebensmittel vor der Vernichtung bewahren und zum anderen einen immer größer werdenden Kreis von Menschen in Not versorgen. Die Werte der Tafeln sind: Nachhaltigkeit, Humanität, Gerechtigkeit, Teilhabe und soziale Verantwortung. "Die Verhinderung von Armut ist vorrangig eine staatliche Aufgabe." so steht es im Leitbild zu lesen. Leider sieht die Realität so aus, daß die Tafeln Menschen Hilfe anbieten, die durch das staatliche soziale Netz gefallen sind, und dies sind nicht wenige: ursprünglich für Obdachlose gedacht, versorgen die Tafeln inzwischen Geflüchtete aus Afrika und dem arabischen Raum sowie aktuell aus der Ukraine, aber auch eine sehr große Zahl von Rentner*innen, die von Altersarmut betroffen sind. Auch junge Familien in Elternzeit geraten in finanzielle Engpässe und kommen zur Tafel. Zweimal pro Woche kann jeder registrierte Haushalt für 1 Euro bei der Tafel Lebensmittel erhalten.

Während alle Arbeitnehmer vom Staat 300 Euro an Energiekostenzuschuß erhalten, wurde die Rente minimal erhöht, manch einem bleiben - nach einem arbeitsreichen Leben in dem Steuern gezahlt worden sind - nur 50 Euro für Lebensmittel und andere "überflüssige" Dinge wie Frisör, Fußpflege, Kleidung, Körperpflege. Davon sollte mal einer der Damen und Herren versuchen zu leben, die Hartz IV als soziale Hängematte bezeichnen.

Die Zahl derer, die sich nicht mehr selbst ausreichend mit Lebensmitteln versorgen können, nimmt drastisch zu

Im Gespräch mit Mariette Rettig aus Elmshausen, ehrenamtliche Leiterin der Bensheimer Tafel, wurde deutlich: es geht nicht mehr um Essensrettung, es geht um die Rettung von Menschen. Und so wird während ihrer täglichen Dienstzeit in Bensheim nicht nur für Lebensmittel und Artikel des täglichen Bedarfs gesorgt, sondern Frau Rettig bietet den Menschen auch Gesprächsmöglichkeiten und Zeit zum Zuhören, während sie in der Warteschlange an der Ausgabe stehen. Bei Schwierigkeiten stellt Frau Rettig wichtige Kontakte her, wenn Hilfe benötigt wird. So ist sie und ihre Helfer auch beim Begegnungscafé der St. Georgsgemeinde in Bensheim aktiv, wo den Menschen die Möglichkeit gegeben wird, sich mit Respekt und Würde zu treffen.

Während des Lockdowns hatten 50 der insgesamt 56 hessischen Tafeln geschlossen, die Tafel Bensheim gehörte nicht dazu. Marita Rettig und ihr Team fahren in einem großen Einzugsgebiet (von Frankfurt bis Mannheim) Großhändler und Speditionen an, die oftmals palettenweise haltbare Lebensmittel und Drogerieartikel spenden. Bis Februar 2022 gehörten 120-130 Haushalte zu den Empfängern der Bensheimer Tafel, nun sind es 250. Von einem Aufnahmestopp will das Team aber nichts hören. "Ich bin stolz auf unsere 240 ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen, die in fünf Arbeitsgruppen die Abholtouren übernehmen, in aktuell doppelter Arbeitszeit, ohne zu murren." So Mariette Rettig. Jeder im Team arbeitet eine Woche und hat dann vier Wochen frei, es wäre also für manch einen der dies liest ein Anreiz, vielleicht selbst als Ehrenamtlicher mit aktiv zu werden bei der Tafel.

Die Tafeln erhalten keine staatliche Unterstützung, sie finanzieren sich vollständig über Spenden. Es gibt zweckgebundene Großspenden für Fahrtkosten etwa, oder für die Anschaffung von Masken und Desinfektionsmitteln. Aber auch Privatspender sind jederzeit herzlich willkommen. Auf den Seiten der Tafel Bensheim kann man unter dem Menupunkt "Spenden" die Bankverbindung finden. Hier können sich auch neue Lebensmittelspender melden.

Die Ursprungsidee: Lebensmittel vor dem Verderb bewahren

Lebensmittel werden unter großem Aufwand produziert, aus wertvollen Rohstoffen. Die Tafeln treten dafür ein, dass die Vernichtung von Lebensmitteln vermieden wird: „Essen, wo es hingehört“. Dieses Leitbild haben sie mit den Essensrettern gemeinsam. Während Letztere die geretteten Lebensmittel über soziale Netzwerke unter sich aufteilen und verwerten, stehen die Lebensmittel bei den Tafeln ausschließlich Bedürftigen zur Verfügung.

Lesen Sie dazu auch: Essen retten: Verwenden statt verschwenden und Warum werfen wir so viele Lebensmittel weg?

 

FSJ, FÖJ und BFD Freiwilligendienste beim DRK: Noch gibt es viele freie Plätze in ganz Hessen

Nach dem Schulabschluss wünschen sich viele Jugendliche eine Pause und suchen berufliche Orientierung. Genau das bieten das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) oder der Bundesfreiwilligendienst (BFD). Unterschiedlichste Einsatzstellen dafür hat die Rotkreuz-Tochter Volunta, Hessens größter FSJ-Träger, im Angebot.
Erfüllende Arbeit mit Kindern Sara-Celeste absolviert beispielsweise ihr FSJ in einer Kita. „Es ist mit jedem Tag schöner“, sagt sie. „Die Arbeit mit den Kindern ist so besonders! Und das Team ist wie eine große
Familie.“ Sara betreut vor allem Krippenkinder, spielt und puzzelt oder kuschelt auch einfach mal mit ihnen. Sara hat nach der 12. Klasse die Schule beendet und bekommt mit dem FSJ auch den praktischen Teil des Fachabis.
Mit dem FSJ für den Beruf punkten So wie Sara-Celeste können Freiwillige im FSJ, FSJ Digital, FSJ Kultur oder im FÖJ ihre Interessen und Stärken einbringen, aber auch viel Neues lernen. „Unsere Freiwilligen
erwerben im FSJ Kompetenzen, die ihnen später im Beruf nützlich sind. Nach ihrem Freiwilligendienst ist den meisten zudem viel mehr als vorher klar, welchen beruflichen Weg sie einschlagen möchten. Und auch für die persönliche Entwicklung bringt der Freiwilligendienst sehr viel“, sagt Christine Orth, Sprecherin von DRK Volunta.
Ökologisch Interessierte engagieren sich im FÖJ zum Beispiel in Klimaschutz- und Energieprojekten oder im Bio-Gartenbau. Auch für Medienbegeisterte gibt es bei Volunta ein besonderes Angebot: das FSJ Digital.
Individuelle Beratung und Einsatzstellen-Matching Für das FSJ stehen ganz unterschiedliche Einsatzbereiche zur Wahl – dazu zählen zum Beispiel Hausnotruf oder Blutspendedienst beim DRK, aber auch Kitas und Schulen, Pflege oder psychiatrische Einrichtungen. „Im Beratungsgespräch schauen unsere Mitarbeitenden gemeinsam mit den Bewerbenden, welche Stelle passt. Außerdem kann man die Einsatzstelle vorab kennenlernen“, erläutert Christine Orth.
Infoveranstaltungen in Präsenz und Online: Bei Info-Terminen in den Volunta-Beratungscentern erfahren interessierte Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte alles Wissenswerte über die Freiwilligendienste. Zudem gibt es regelmäßige Online-Infomeetings von Volunta: alle Termine auf www.volunta.de/veranstaltungen. Oder direkt bewerben auf www.volunta.de/bewerben.

Wichtige Fakten zum Freiwilligendienst

Viele Freiwillige beginnen ihr FSJ oder FÖJ im August oder September, der Start ist aber auch zu jedem anderen Termin möglich. Schulabschluss und Noten spielen keine Rolle. Das FSJ ist als praktischer Teil für die Fachhochschulreife anerkannt und kann auf die Wartezeit für das Studium angerechnet werden. Freiwillige erhalten ein monatliches Taschengeld, sind sozialversichert und haben Anspruch auf 24 Tage Urlaub. Es besteht außerdem weiterhin Anspruch auf Kindergeld. 25 Seminartage sorgen für Erfahrungsaustausch und thematische Vertiefung. Das freiwillige Engagement ist auch im Ausland möglich: Dafür bietet Volunta
zum Beispiel Plätze in Spanien und Rumänien, aber auch in Asien, Südamerika und Afrika.

Über Volunta

Volunta ist eine gemeinnützige Tochter des Deutschen Roten Kreuzes in Hessen. Volunta berät und betreut junge Menschen in ihrem Freiwilligendienst in Hessen und im Ausland. Außerdem organisiert Volunta Schüleraustausch nach Irland, Kanada, Spanien, Südafrika und in die USA. Weitere Informationen auf www.volunta.de und www.volunta-xchange.de

Firma Schmitt-Galabau aus Kolmbach startet am Freitag, 8.7.2022 die zukünftige Kooperation mit der MPS mit einer Aktion zur Umgestaltung des Schulgartens. Zusammen mit sechs Schülerinnen und Schüler des 7. Jahrgangs wird der bisherige Schulgarten umgestaltet, ein Zaun und Hochbeete eingerichtet. Die Aktion findet in der Zeit zwischen 8.30 Uhr und 15.30 Uhr statt.

„Das fliegende Künstlerzimmer“ gastiert 2022 an acht Standorten

Einmaliges Programm für kulturelle Bildung wird ausgeweitet und ist im Rahmen von „CAMP notes on education“ zu Gast auf der documenta fifteen Frankfurt am Main, 9. Juni 2022 Das von der Crespo Foundation vor vier Jahren ins Leben gerufene Programm für kulturelle Bildung „Das fliegende Künstlerzimmer“ wird 2022 von drei auf acht Standorte ausgeweitet. Bisher gastierten drei fliegende Künstlerzimmer auf drei Schulhöfen im ländlichen Raum Hessens. Nun „landet ein neues mobiles Atelier im Sommer auf der documenta fifteen in Kassel, im Rahmen der Vermittlungsplattform CAMP notes on education. Außerdem hält ein fliegendes Künstlerzimmer erstmals in einem Frankfurter Stadtteil Einzug dem im Norden gelegenen Preungesheim. Nach den Sommerferien kommen drei neue Standorte an drei weiteren hessischen Schulen hinzu, sodass künftig sechs mobile Bauten von Schulhof zu Schulhof ziehen.

Das fliegende Klassenzimmer, Foto Norbert Miguletz


Das Programm „Das fliegende Künstlerzimmer“ wurde 2018 von der Crespo Foundation als Artist-in-Residence-Stipendium für die Zusammenarbeit von Künstler:innen mit Schüler:innen und ihren Lehrkräften entwickelt. Es wird in Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium (HKM), dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK), ausgewählten Schulen und ihren Landkreisen umgesetzt. Die fliegenden Künstlerzimmer eigens von den Architekten Nikolaus Hirsch und Prof. Dr. Michel Müller entworfene und von dem Designer Lukas Wegwerth baulich umgesetzte mobile Wohn-Ateliers mit einer Größe von rund 80 Quadratmetern „landen“ auf Schulhöfen im ländlichen Raum in Hessen, wo sie von einem:einer Künstler:in bezogen werden, um künstlerische Prozesse mit der gesamten Schulgemeinde anzustoßen.

„‚Das fliegende Künstlerzimmer‘ ist ein bislang einmaliges Format der kulturellen Bildung. Es landet wie eine Art UFO auf dem Schulgelände und gibt der gesamten Schulgemeinde eine einzigartige Gelegenheit, den Künstlerinnen und Künstlern bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. Dies alles geschieht jedoch nicht nur an einem Projekttag, sondern über mindestens ein ganzes Schuljahr hinweg. Die Schule wird so zu einem kulturellen Zentrum der Region. Ich erhoffe mir davon viele intensive künstlerische Begegnungen für die Schülerinnen und Schüler sowie eine Impulswirkung für die gastgebenden Kommunen“, so der Hessische Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz.

„Kunst ist bunt, vielfältig und geht uns alle an: das vermittelt das fliegende Künstlerzimmer. Es bringt Kunst zu jungen Menschen und weckt ihre Kreativität vor allem im ländlichen Raum, nun auch in Kassel und Frankfurt. Gleichzeitig gibt es Künstler:innen Raum und Zeit, die eigene Arbeit zu intensivieren, und zu lernen, wie sie ihr Können an Schüler:innen vermitteln“, betont Angela Dorn, Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst. Kultur ist für alle da dazu leistet Kulturelle Bildung wie im fliegenden Künstlerzimmer einen ganz wichtigen Beitrag. Das Engagement der Crespo Foundation eröffnet vielen jungen Menschen einen Weg zu Kunst und Kultur.“

Das Programm an Schulen

Ursprünglicher Gedanke des fliegenden Künstlerzimmers ist es, Kunst und Kultur direkt dorthin zu bringen, wo Kinder und Jugendliche einen Großteil ihrer Zeit verbringen nämlich in der Schule. Gleichzeitig sollen Schüler:innen erreicht werden, die sonst weniger oder erschwerten Zugang zu kulturellen Angeboten haben, was vor allem im ländlichen Raum der Fall ist. Durch die ein- bis zweijährige Anwesenheit eines:r Künstler:in vermittelt „Das fliegende Künstlerzimmer an Schulen“ den Schüler:innen ästhetisch-forschendes Lernen im Unterricht aller Fächer sowie in freien Atelierangeboten.
Drei hessische Schulen nehmen derzeit im aktuellen Schuljahr 2021/2022 am Programm teil: die Schule im Emsbachtal in Niederbrechen, die Lüdertalschule in Großenlüder sowie die Einhardschule in Seligenstadt. Im Schuljahr 2022/23 kommen drei weitere Standorte hinzu: die Stadtschule Schlüchtern, eine verbundene Haupt- und Realschule im Main-Kinzig-Kreis, die Adolf-Reichwein-Schule, eine integrierte Gesamtschule in Pohlheim im Landkreis Gießen, sowie die Mittelpunktschule Gadernheim im Lautertal im Kreis Bergstraße.

„Das fliegende Künstlerzimmer“ im Stadtteil Preungesheim und auf der documenta fifteen

Mit der Ausweitung des Programms auf den Frankfurter Stadtteil Preungesheim und die documenta fifteen in Kassel wird der ursprüngliche Gedanke des fliegenden Künstlerzimmers nun auf weitere Zielgruppen ausgeweitet. „Das fliegende Künstlerzimmer im Quartier“ soll besonders Kindern und Jugendlichen aus Preungesheim die unmittelbare Teilhabe an Kunst und kultureller Bildung ermöglichen, aber auch deren Familien sowie allen anderen Bewohner:innen des Stadtteils. Gemeinsam mit Künstler:innen, deren Arbeit Digitalität und (digitale) Technologien in den Mittelpunkt stellt, sollen künstlerische Prozesse angestoßen werden. Die Crespo Foundation kooperiert dafür mit dem Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt, dem Quartiersmanagement Preungesheim im Frankfurter Programm Aktive Nachbarschaft“, das in Trägerschaft des Diakonischen Werkes für Frankfurt und Offenbach ist, der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und NODE Verein zur Förderung digitaler Kultur e.V.

Ab 15. Juni 2022 wird das fliegende Künstlerzimmer zudem für einhundert Tage zu Gast auf der internationalen Kunstausstellung documenta fifteen sein. Im Rahmen der Vermittlungsplattform „CAMP notes on education“, die aus der Abteilung Bildung und Vermittlung entstanden ist, wird das mobile Atelier zum CAMP workspace für das Programm Arts Educators in Residence. Ganz im Sinne seiner Tradition als offener Möglichkeitsraum für künstlerisch inspirierte Education-Prozesse bietet das fliegende Künstlerzimmer seine Architektur einem weiteren Residency-Programm als Möglichkeitsraum und Arbeitstool an. Die Preview-Tage der documenta fifteen werden von der ehemaligen fliegenden Künstlerin Janina Warnk und dem Künstler und Performer Niklas Strang als „fliegende Übergabe“ an die documenta gestaltet. „Nach seinem Start vor vier Jahren nimmt das fliegende Künstlerzimmer nun richtig Fahrt auf und spannt einen weiten Bogen vom ländlichen Raum Hessens bis zum Hotspot der zeitgenössischen Kunst: Es vergrößert sich auf sechs Schulen im ländlichen Hessen, landet gleichzeitig mit Impulsen zur kulturellen Stadteilentwicklung erstmals in einem Frankfurter Stadtquartier und ist im Rahmen von ‚CAMPS notes on education‘ zu Gast auf einer der weltweit wichtigsten internationalen Kunstausstellungen, der documenta fifteen“, freut sich Prof. Christiane Riedel, Vorständin der Crespo Foundation. Der Dialog zwischen diesen Erfahrungsräumen bietet für das fliegende Künstlerzimmer und für CAMP viele großartige Inspirationen! Im Juni erscheint eine umfangreiche deutsch-englische Publikation zum fliegenden Künstlerzimmer, die die Zusammenarbeit von Künstler:innen, Lehrkräften und Schulen ausführlich dokumentiert.

Das Artist-in-Residence-Stipendium für „Das fliegende Künstlerzimmer an Schulen“ ist mit einem ebenshaltungskostenzuschuss von 2.000 Euro monatlich über eine Laufzweit von ein bis zwei Jahren dotiert, hinzu kommen 6.000 Euro jährlich für anfallendes Material. Die Stipendien für „Das fliegende Künstlerzimmer im Quartier“ haben eine Laufzeit von drei Monaten und sind mit monatlich 3.000 Euro sowie einem Materialbudget von einmalig 3.000 Euro dotiert. Beide Stipendien richten sich an Künstler:innen, die neben dem eigenen künstlerischen Schaffen erfahren sind in der kulturellen Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Mehr Informationen: www.fliegendes-kuenstlerzimmer.de

 

Am 12. Mai 2022 wurde das Ferienspieleprogramm veröffentlicht und ist hier zu finden (leider etwas versteckt): auf der Lautertalseite Rathaus Übersicht nach unten scrollen, dort liegt die PDF mit dem gesamten Programm. Das Anmeldeformular für alle Angebote ist auf Seite 12 zu finden, Ihre persönliche Übersicht für alle Anmeldungen Ihres Kindes auf Seite 13. Wichtige Infos für die Teilnahme finden Sie auf Seite 2, der Anmeldeschluß für alle Angebote ist der 26. Juni 2022. Viele sind jedoch bereits lange vor dem Anmeldeschluß ausgebucht. Vom 25. Juli bis zum 30. August gibt es Veranstaltungen, die Details finden Sie im Programm.

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Leider erst am 12. Mai 2022 in der Redaktion eingetroffen...

Landkreis Darmstadt-Dieburg: Am 15. Mai 2022 ist der Stichtag für den in ganz Deutschland stattfindenden Zensus 2022. Dabei wird auch im Landkreis Darmstadt-Dieburg ermittelt, wie viele Menschen hier leben, wie sie wohnen und arbeiten. Für die Durchführung der Befragungen von mehr als 40.000 durch eine Stichprobe ausgewählten Bürgerinnen und Bürger kommen im Landkreis Darmstadt-Dieburg rund 300 Interviewerinnen und Interviewer, sogenannte Erhebungsbeauftragte, zum Einsatz. Ein Teil der Erhebungsbeauftragten ist bereits seit Anfang Mai für die Begehung der ihnen zugeteilten Anschriften und für die Terminvergabe unterwegs.