Öffnet die Spritzbücher der Landwirtinnen und Landwirte! das fordert Katharina Schmitz im aktuellen GEO (02/2023). Diese Spritzbücher müssen von Landwirten geführt werden, darin werden sämtliche eingesetzten Spritzmittel vermerkt, also Herbizide, Fungizide, Insektizide, Düngemittel. Wo wann und in welcher Menge sie ausgebracht werden. Aber nur die Landwirtschaftskammern haben Einblick in diese Spritzbücher.

Forscher könnten aus regionalen Artenvorkommen sowie deren Verschwinden einen Bezug herstellen, wenn die Ausbringung von oben genannten Mitteln bekannt wäre. Dann ließe sich formulieren, welche Mittel für welche Effekte verantwortlich sind, und es ließen sich Modelle entwickeln, um sid verträglicher einzusetzen.

Ein Kommentar...

Eine 18-jährige Schülerin erklärt uns, wie brisant die Klimakrise ist: Hannah Ferber mit dem Thema "Ist die Klimakrise eine individuelle Krise?"

  • Temperaturanstieg seit 1881: 1,6 Grad
  • Meeresspiegel Cuxhaven seit 1843 um 42cm gestiegen
  • Vegetation ist heute drei Wochen früher dran als 1961
  • Starkregen und Winterniederschläge nehmen zu, Schneetage nehmen ab
  • Bis 2050 wird mit bis zu 5 Mrd. Klimaflüchtlingen aus dem globalen Süden (zu dem Australien / Neuseeland nicht mitgezählt wird) gerechnet
  • Der Meeresspiegel stieg in den letzten 100 Jahren um 17cm
  • Jährlich sterben 20-25.000 Tierarten aus - lesen Sie dazu auch: Fast 160 Tierarten sterben täglich aus... aus dem Jahr 2018
  • Hitzetote nehmen zu, denn alte Menschen trinken nicht genug - demographischer Wandel

Wir Älteren wissen das alles schon seit 50 Jahren, seit der Bericht des Club of Rome "Grenzen des Wachstums" veröffentlicht wurde. Bereits damals wurde gesagt, daß wir genau jetzt vor genau den aktuellen Problemen stehen würden. Geschehen ist jedoch sehr wenig in diesen 50 Jahren. Den Bericht finden Sie hier: https://www.1000dokumente.de/index.html?c=dokument_de&dokument=0073_gwa&object=pdf

Das liegt vor allem daran, daß niemand ein wirkliches Interesse daran hat, Veränderungen für etwas so Unattraktives wie Klima herbeizuführen. Das Interesse der Wirtschaft gilt der Gewinnmaximierung. Das Interesse der Politik gilt den nächsten vier bis fünf Jahren. Das Interesse der Verbraucher gilt dem Verbrauchen. So könnte man es ganz grob auf einen Punkt bringen.

Die Politik müßte auf die Wirtschaft einwirken, müßte ihr klare Richtlinien für umweltfreundliches Agieren vorgeben. Doch wie soll das funktionieren? Der Vorteil unserer Demokratie ist, daß die langfristige Verfestigung von Machtstrukturen vermieden wird, weil alle vier Jahre neu gewählt wird. Damit werden Personalien und Parlamentzusammensetzung jedesmal neu gemischt. Der Nachteil ist, daß kaum ein Politiker Weitblick entwickelt - wofür auch? Das Problem liegt nicht einmal darin, daß Politiker durch die Wirtschaft beeinflußt werden können (um das böse Wort Korruption zu vermeiden). Das Problem liegt in der wichtigsten Eigenschaft unserer Demokratie selbst, auf die niemand verzichten will. Schließlich leben wir in einer der besten Demokratien weltweit.

Und so müssen wir Älteren uns trösten lassen von Hannah Ferber, Schülerin und Fridays for future Aktivistin. Bei der aktuellen Klimadiskussion gehe es viel auch um Schuld: Schuldgefühle und Schuldzuweisungen führen zu einem Ohnmachtsgefühl und zu Überforderung. Hinzu kommt die Angst vor Ökodiktatur - und schon wird die Beschäftigung mit der gesamten Thematik gerne abgelehnt. Also gar nichts falsch gemacht???!

Warum sagt Hannah Ferber, daß die Klimakrise eine individuelle Krise ist?

Das ist eine Frage der Allmende: mit Allmende wird das Gemeineigentum bezeichnet, also all das, was niemandem gehört. Die Atmosphäre etwa, die Weltmeere, die Böden. Dazu fallen zwei Dinge sofort ins Auge: alle drei sind wichtige CO2-Senken, und für alle drei fühlt sich niemand verantwortlich, weil es niemandem gehört.

Die daraus entstehenden Probleme und Kosten gehen voll zu Lasten des globalen Südens. Verursacher der Probleme und Kosten ist jedoch der globale Norden (mit Australien / Neuseeland). 1% der Bevölkerung hat in der Zeit von 1990 bis 2015 (also innerhalb einer Generation!) mehr als doppelt so viel CO2 ausgestoßen als der Rest der Weltbevölkerung (Oxfam-Studie). Der größte Anteil an Privatvermögen liegt in Nordamerika und Europa - Sie können selbst sehen ob Sie dazugehören: https://howrichami.givingwhatwecan.org/how-rich-am-i der Reichtumsmesser. Schnell mal eingeben, wo man lebt und was man im Jahr verdient, und schon sieht man: es gibt 3-5 % reichere Menschen auf der Welt und 95-97 % ärmere. Natürlich ist das viel zu plakativ. Aber es hilft den eigenen Platz zu umschreiben. Und es zeigt, daß es einzelne Verursacher sind, die zur Klimakrise beitragen: von den 100 größten Weltkonzernen kommen 70% des CO2-Ausstoßes.

Also zurück zum Anfangsproblem: wer kann auf die Wirtschaft einwirken und wie? Indem man sich auf Straßen festklebt, an Kunstwerken, an Flughäfen? Da ist die öffentliche Meinung schnell fertig: das sind Chaoten. Nicht ohne Grund wurde "Klimaterrorist" zum Unwort des Jahres 2022. Die letzte Generation stört, nervt, sabotiert - sie ist destruktiv. So die Meinung unzähliger Menschen, mit denen ich ins Gespräch komme. Aber hat auch schon einmal jemand nachgedacht, WARUM sie stören, nerven, sabotieren?

Niemand gibt ihnen eine Stimme. Politik ist etwas unglaublich Langsames. Bis es zu ersten Erfolgen in Punkto Umweltschutz kam, mußten die Grünen 20 Jahre kämpfen. Früher nannten wir das den Marsch durch die Institutionen. Es ist auch eine Frage der Perspektive: man sollte meinen daß 20 Jahre warten bis zum ersten Erfolg für einen älteren Menschen eine ernsthafte Geduldsprobe darstellt, denn wer weiß wie viele 20 Jahre wir noch haben... Für einen jungen Menschen sind 20 Jahre warten dagegen unerträglich, denn es könnte doch auch sofort und jetzt gleich umgesetzt werden. Ältere haben schon so viele Geduldsproben durchgeübt, da kommt es auf eine mehr nicht so an. Politik - damit ist das aktive Mitwirken an Parteiprogrammen und als Kandidaten in Land- und Bundestag gemeint - Politik also ist in den Augen der letzten Generation ein unerträglich langsames Vehikel. Was nützt es, wenn die Fridays for future Leute wählen gehen, wenn die Gewählten sich dann so wenig Mühe geben?

Wenn der Markt also durch die Politik reguliert werden soll, wie soll das gehen? Durch Demonstrationen? Durch Aktionen und Kampagnen? Durch Unterschriftensammlungen, Petitionen, Sitzblockaden? Wenn ich mich umschaue, so sehe ich niemanden, der sich dadurch im positiven Sinn beeindruckt zeigt. Es ist im Grunde ein philosophisches Problem: wer bewacht die Wächter? Wie bekommen wir handlungsstarke energievolle und verantwortungsbewußte Politiker, die schnell und effektiv dafür sorgen, daß die Wirtschaft mal nicht nur an Gewinne denkt sondern etwas für die Umwelt tut - außer greenwashing versteht sich! Wie lange bleiben denn handlungsstarke energievolle und verantwortungsbewußte Politiker handlungsstark energievoll und verantwortungsbewußt?

In der Tagesschau vom 18. Januar 23 meinte ein Politiker, wenn wir aus Transparenzgründen Gesprächslisten mit unseren verschiedenen Gesprächspartnern führen müssen, erhalten wir keine Informationen mehr. Na so was!

Hinzu kommt, daß Fachkompetenz für einen Politiker nicht erforderlich ist und auch meist nicht vorhanden. Es sind ja immer nur vier Jahre... Da springen die Lobbyisten der Wirtschaft doch gern in die Bresche. In Wahlprogramme gelangen meist nur unkritische "rundgelutschte" Themen, selten Grundlegendes. Statt dessen nutzt man gerne die Angst als Transportmittel fürs eigene Vorankommen. Angst ist leicht zu schüren, denn wer Angst hat prüft keine Fakten und Hintergründe. Was die Politik durch Inhaltslosigkeit nivelliert, das füllt die Wirtschaft mit Greenwashing aus - oftmals schlichtweg betrügerisch.

Und was passiert: weil es immer mehr SUVs gibt, verbreitern wir die Parkplatzflächen.

Wie kann Druck auf die Politik ausgeübt werden?

Bis hierher entsteht der Eindruck, daß die Politik der falsche Hebel ist, um die Wirtschaft auf ökologischere Handlungswege zu bringen.

Es gibt aber eine Reportage im aktuellen GEO (02/2023) von Jan Christoph Wiechmann aus den Anden in Peru. Da verklagt ein Bauer den deutschen Konzern RWE, weil dieser als einer der 100 mächtigsten Konzerne weltweit einen Anteil von 0,47% zu den weltweiten CO2-Emissionen beiträgt. Die Klage wurde auf einen Streitwert von nur 20.000 Euro festgelegt, aber RWE will einen Präzedenzfall vermeiden. Dieser Präzedenzfall könnte dazu führen, daß unzählige Klagen aus dem globalen Süden gegen Weltkonzerne auf den Weg kommen, auch gegen deutsche Konzerne. Deshalb steckt hinter dem Bauern Saúl Lliuya aus Huaraz in Peru die deutsche Umweltorganisation Germanwatch e. V. - sie stellt die Anwaltin, die Saúl Lliuya sich nicht leisten könnte. Die Idee der Aktion ist, daß der Präzedenzfall eintreten MUSS, daß also der peruanische Bauer mit seiner Klage gegen RWE Erfolg hat. Denn das löst eine Klagelawine aus, die für Konzerne, die auf fossile Energie setzen, zum Wirtschaftsfaktor wird. Daraus wiederum ergibt sich, daß RWE und andere ihrerseits mit Druck auf die Politik reagieren, die nun dafür herangezogen wird, Klagewellen gegen deutsche Unternehmen abzuwenden. Plötzlich werden andere Strippen gezogen, und die Politik wird in eine andere Richtung beeinflußt. Das ändert nichts an der ungesunden Beziehung zwischen Wirtschaft und Politik (die auch für integre unbestechliche Politiker ungesund ist und bleibt). Es ändert nur die Aktionsrichtung. Ich finde die Idee trotzdem interessant... Vielleicht meint Hannah Ferber das mit ihrem Begriff der individuellen Krise: ein machtloser kleiner Bauer aus Peru macht den ersten Schritt.

Wer aber kann auf die Wirtschaft einwirken, wenn es die Politik nicht kann oder will? Die Verbraucher!

Uns bleibt nur unser ganz persönlicher Weg, um etwas zur Abwendung oder Abmilderung der Klimakatastrophe zu tun: ökologisches Bewußtsein entwickeln, regional und möglichst Bio einkaufen, Müll vermeiden, Flugreisen und Autofahrten vermeiden, Energie sparen. Als mündige Bürger einer der besten Demokratien sollten wir uns dieser auch würdig erweisen.

So, bevor wir jetzt alle depressiv werden, habe ich noch zwei Tipps (neben all den Tipps, was jeder Einzelne tun kann, die Sie auf diesen Seiten finden):

  1. ein Vortrag der letzten Generation am Donnerstag 26. Januar um 19 Uhr im Bürgersaal der Weststadthalle Bensheim https://letztegeneration.de/vortraege/
    ANHÖREN was die letzte Generation zu sagen hat! Vielleicht findet sich ja doch ein Weg zum Handeln...
  2. Teilnehmen an den interessanten Vorträgen des Klimabündnis Bergstraße: https://www.klimabuendnis-bergstrasse.de/ wo ich Hannah Ferber kennenlernte

Bleiben Sie kritisch und nachdenklich! Marieta Hiller, im Januar 2023

50 Jahre gehen sehr schnell vorbei: das haben wir gesehen, als wir merkten daß die Warnungen des Club of Rome (die Grenzen des Wachstums) schon so lange her sind ohne daß sich wirklich viel geändert hat. Es sind zwei Generationen für uns Menschen - aber was ein einzelner Mensch in kurzer Zeit schafft, ist für Gesellschaften offenbar nicht zu schaffen: notwendige Veränderungen zu vollziehen.

Wenn die Gemeinde Lautertal sich dafür entscheidet, knapp 100 Hektar Waldfläche aus der Nutzung zu nehmen und mit der Wohlleben Waldakademie in Naturwald zu verwandeln, dann tut sie das NUR für die nächsten 50 Jahre. Für eine Entwicklung zum Naturwald ist das ein viel zu kurzer Zeitraum. Was geschieht nach 50 Jahren? Hurra hurra im Odenwald ist Holzauktion?

Auf der anderen Seite erfordert es Mut, sich für 50 Jahre an eine GmbH zu binden.*

Aber nun: worum geht es eigentlich?

Lautertal, Januar 2023: Zukünftig müsse eine grundsätzlich andere Bewirtschaftung des Waldes erfolgen, so Bürgermeister Andreas Heun bei einem Pressegespräch. Hierzu seien weitere Stillegungsflächen erforderlich. Dafür gebe es mehrere Modelle, die auch kombinierbar sind: Ökopunkte / Wohlleben / Holzwirtschaft. Die Zusammenarbeit mit Hessenforst soll fortgeführt werden, etwa bei Wiederaufforstungen zur Kompensation von Schäden. Heun wies zudem auf ein neues Förderprogramm hin, das im November 2022 aufgelegt worden ist. Demnach sei für klimaangepaßtes Waldmanagement die Stillegung von 5 % der Flächen erforderlich.

Bei der Januarsitzung des Bau-, Umwelt- und Infrastrukturausschusses der Gemeinde Lautertal wurden drei interessante Präsentationen vorgestellt: erstens der Waldwirtschaftsplan 2023 von Hessen Forst, zweitens gab es einen Vortrag von Dr. Storm (TU Darmstadt) zum Thema "Vom Ökosystem zur Forsteinrichtung". Dabei geht es darum, neue Leitlinien zu erarbeiten, die aktuelle Forschungserkenntnisse und die veränderten Erfordernisse aufgrund der letzten Hitzesommer berücksichtigen. Zum dritten wurde das Angebot der Wohlleben Waldakademie* vorgestellt. Hierbei wurden einige Fakten erstmalig im Detail dargelegt, was für etwas Irritation sorgte. Es geht dabei darum, Waldgebiete durch Unter-Schutzstellung von der Nutzung auszunehmen und zugleich die Eigner für entgehende Erträge durch Pacht zu entschädigen. Ein hehres Ziel, dessen Dringlichkeit die aktuelle Klimaentwicklung zeigt.

Die Waldakademie möchte im Lautertal 100 Hektar zusammenhängenden Gemeindewald anpachten und  und stilllegen. Als Ausgleich waren der Gemeinde 1.303.750 Euro angeboten worden. Nun zeigte sich, daß für die stillgelegten Flächen zum einen ein Grundbucheintrag erfolgen muß, zum zweiten durch die Waldakademie zunächst Patenschaften verkauft werden müssen. Erst dann können Pachtzahlungen fließen.
Die GmbH (nicht Stiftung!*) gründete sich 2016 und hat nach eigenen Aussagen bereits zwei Kommunen (Wershofen und Nohn, beide Eifel) unter Vertrag. Wenn dabei jeweils 100 Hektar stillgelegt werden, so verwundert die Angabe von Patrick Esser, Dozent der Waldakademie, daß bislang 74 Hektar geschützt wurden. Das relativiert die Goldregen-Erwartungen für Lautertal ein wenig.

Da die Lautertaler Flächen kleiner sind und touristisch stark frequentiert, müßte hier insbesondere die Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde geprüft werden. Anstoß der Idee war eine Petition, die unter anderen auch von den Lautertaler Nabu-Ortsvereinen angestoßen worden war. Diese Petition wurde bislang von 17000 Menschen unterschrieben, Bürgermeister Heun sieht darin die große Bedeutung für die Menschen vor Ort, nicht nur im Lautertal. Eine seriöse Auseinandersetzung mit dem Thema muß daher geführt werden, um den Anteil der Stillegungsflächen zu erhöhen. Das bisherige Modell der Ökopunkte, für das die Stillegungsflächen bereits definiert sind, soll weitergeführt werden. Als zweites soll das Wohlleben-Modell bedacht werden. Heun erklärte ausdrücklich, daß keine Enteignung der Privatwaldbesitzer in Frage komme, jeder könne sich jedoch beteiligen. Allerdings habe die Holzwirtschaft aktuelle aufgrund der Energiekrise eine neue Gewichtung erfahren.

Die Mitglieder des Umweltausschusses haben alle drei Berichte mit Interesse aufgenommen und werden nun in den Fraktionen darüber beraten. Für die Entscheidungsfindung wird es sicher noch einige Zeit benötigen.

Nun zu den einzelnen Vorträgen / Präsentationen:

1. Waldwirtschaftsplan 2023: Herr Ralf Schepp (Hessen Forst) stellte das umfangreiche Zahlenwerk vor. Darin geht es um den Lautertaler Gemeindewald, um Ausgaben und Einnahmen. Aufgrund der letzten Dürresommer ist der Posten Verkehrssicherung gestiegen, wie zu erwarten war. Auch die Materialkosten für Wegebau und Pflanzen sind gestiegen. Insgesamt belaufen sich die Ausgaben 2022 auf 139.000 Euro, während die Einnahmen auf 126.000 Euro kommen. Die Gemeinde hat also 13.000 Euro Verlust gemacht mit ihrem Wald. Der Verkauf von Holz brachte 106.000 Euro, je Festmeter werden derzeit 2,50 Euro gezahlt.

Der Einschlag erfolgte weitgehend bei geschädigten Bäumen oder solchen, die im Sinne der Verkehrssicherung eine Gefahr darstellten. Es mußten dadurch an Fichten 1000 Festmeter mehr eingeschlagen werden, als nachhaltig vertretbar gewesen wäre. An Buchen hätte mehr eingeschlagen werden können ohne daß der nachwachsende Bestand verringert wird, Eiche und Kiefer ist im Lautertaler Wald vernachlässigbar. Es wurden insgesamt 18.000 Festmeter eingeschlagen, 16.000 wären nachhaltig gewesen. Die Nachfrage ist sehr gut, der Markt hat sich bestens erholt. Hessen Forst verkauft das im Lautertal eingeschlagene Bauholz (Fichte) sowie ein knappes Buchenangebot sehr regional im Umkreis von 100 Kilometern. Die Brennholznachfrage ist infolge der Energiekrise enorm, Kundenanfragen kommen u.a. auch aus Frankfurt. Im Lautertal gibt es 70 Haushalte, die jeweils etwa 10 Festmeter erhalten, dies konnte gerade so abgedeckt werden.

Tote Bäume, die auf den sogenannten Kalamitätenflächen liegen blieben, würden sofort biologisch abgebaut werden und damit CO2 abgeben. Deshalb wird dieses Holz immer sofort abgeräumt. Besonderheit bei abgestorbenen Fichtenflächen: würde Hessen Forst hier nicht gleich Neues pflanzen, würde eine ganz andere Pflanzengesellschaft hochwachsen, wirtschaftlich nutzbarer Wald würde so nicht von allein wachsen. Deshalb pflanzt Hessen Forst auf toten Fichtenbeständen neue Mischbäume. Allerdings gibt es im Lautertaler Gemeindewald weniger als 15 % Nadelbäume. Auch nach 2022 wird wieder hauptsächlich Schadholz geerntet werden. Glücklicherweise spielt Holzdiebstahl in Lautertal keine Rolle, in Hessen sieht dies anders aus.

Die Verjüngung von Buchenbeständen benötigt laut Ralf Schepp 30 Jahre.

2. Leitlinien: vom Ökosystem zur Forsteinrichtung - auf Antrag der Grünen hielt Dr. Christian Storm (TU Darmstadt, Fachgebiet chemische Pflanzenökologie, Fachbereich Biologie) einen aufschlußreichen Vortrag zu diesem Thema. Storm stellte zunächst den Wald als Wohlfahrtseinrichtung vor: sowohl unsere Gesellschaft als auch wir als Individuen haben einen mehrfachen Nutzen vom Wald. Wald schützt und reguliert das Klima, liefert Holz für Bau und als Brennstoff, bietet uns Erholung, trägt in großem Umfang zum Naturschutz bei und ist ein wichtiger Wasserspeicher. Die Leistungen des Waldes für Klima, Wasser, Natur und Mensch ist 38 mal so hoch wie für die Nutzung des Holzes. Den Erholungswert beziffert Storm mit 62 %, die Retentionsfähigkeit (Wasserhaltevermögen) mit 12 % und die Biodiversität mit 10 %. Insgesamt ein Wert von 12.000 Euro pro Hektar und Jahr. Gerade in der Klimakrise stellt Wald einen wichtigen CO2 Speicher dar.

Deutschland hat in der Biodiversitätskrise eine große Verantwortung, weil große Waldflächen auf deutschem Gebiet liegen. Durch Katastrophen und Kronenverlichtung verlieren diese Flächen stetig. Die Extremereignisse nehmen zu, und die Versauerung der 1980er und 1990er Jahre wirkt noch immer nach.

Das Waldmanagement müsse daher grundlegend überprüft werden, Prioritäten müssen auf Streßvermeidung und Erhöhung der Widerstandsfähigkeit gelegt werden. Durch Entnahme von Holz verliert der Wald an Mineralstoffen, Humus wird abgebaut, der dringend als Wasserspeicher benötigt wird. Die verbleibenden Bäume werden dadurch noch stärker dürreanfällig. Ein Naturwald mit geschlossenem Kronendach braucht weniger Wasser, weil er tiefe Wurzeln hat. Auch im Wegebau muß die Situation neu bewertet werden: für Wege inklusive Randstreifen zur Verkehrssicherung werden breite Schneisen in den Wald geschlagen, die Verdichtung des Bodens in Rückegassen führt zu einem nicht wiederkehrenden Verlust an Wasserspeicherfähigkeit.

Die Leitlinien, die nun erarbeitet werden müssen, umfassen:

  1. Sicherung der Stabilität und Anpassungsfähigkeit
  2. Schutzfunktionen fördern: Erosion vermeiden, Diversität steigern, Co2-Speicher verbessern
  3. Erholungswert
  4. Holz zur lokalen Versorgung durch langlebige Holzprodukte
  5. Finanzielle Aspekte

Die natürliche Verjüngung hat die höchste Priorität. Naturnahe Strukturen, hoher Holzvorrat in natürlichen artenreichen Waldgesellschaften sorgen für ein besseres Waldinnenklima.
Das Ergebnis, so Dr. Storm: nach 40 Jahren ist mit höherer Holzproduktion als jetzt zu rechnen.

Wenn die Zielvereinbarung formuliert ist, kann bis Ende 2023 die Umsetzung beginnen, so Ralf Schepp.

Die Verjüngung eines Buchenwaldes benötigt laut Dr. Storm 200-300 Jahre.

3. Wohllebens Waldakademie: das Angebot für Lautertal Vortrag von Patrick Esser, Dozent in Wohllebens Waldakademie; Herr Esser stellte die Waldakademie vor, die im Jahr 2016 gegründet wurde und die Rechtsform der GmbH trägt. Das Konzept der Waldakademie sowie das konkrete Angebot für Lautertal finden Sie im Anhang. Patrick Esser verwies darauf, daß früher zwei Drittel des Waldes aus Buchen bestand in Deutschland, während es heute noch 5 % seien. Viele Fragezeichen waren in den Augen der Gäste der Ausschußsitzung zu sehen: Stiftung oder GmbH? Eintrag ins Grundbuch - und was ist wenn die GmbH insolvent wird? Verkehrssicherungsmaßnahmen sind explizit vom Vertrag ausgenommen, dafür muß Lautertal also aufkommen und haften. Die Pachthöhe berechnet sich aus dem zu erwartenden Holzertrag der kommenden 50 Jahre. Rechnet man das Ergebnis von 2022 durch Hessenforst, das zwar aufgrund der Energiekrise sehr hoch ausfällt, jedoch in diese Berechnung einfließen sollte: 106.000 Euro Einnahmen aus Holzverkauf - hochgerechnet auf 50 Jahre kommt man damit unbereinigt auf 5 Millionen Euro, während die Waldakademie 1.303.750 Euro anbietet.

Immerhin gewährt die Waldakademie ein unengeschränktes Betretungsrecht und Bejagung, Wanderwege und Wirtschaftswege bleiben erhalten und müssen von Lautertal gepflegt werden. Die Gemeinde behält also die Betriebskosten, die Verkehrssicherung und die Wegeinstandhaltung. Dafür stellt sie eine Rechnung an die Waldakademie, die sich vorwiegend um Kundenbetreuung und Marketing kümmert. Die Idee dahinter ist nämlich, mit dem Lautertaler Gemeindewald um Sponsoren zu werben, die die Entschädigung für die Stillegung übernehmen. Die Frage bleibt: wie lange dauert die Vermarktung? Wann wird Geld fließen? Wenn keine Kunden gefunden werden, gehen die reservierten Flächen nach fünf Jahren zurück an die Gemeinde, aber was wird aus dem Grundbucheintrag?

* Bislang war oft irrtümlich von der Wohllebenstiftung die Rede. Im Jahr 2021 wurde das Thema Wohllebenstiftung erstmals im Lautertal vorgestellt. Es handelt sich jedoch nicht um eine Stiftung, sondern um eine GmbH: Wohllebens Waldakademie. 

Erläuterung zur Verkehrssicherungspflicht im Wald

Dem Antrag der Grünen zum Verzicht auf Baumfällungen im Bereich Felsberg, die nicht der Verkehrssicherungspflicht geschuldet sind, liegt das Urteil des GBH zur Verkehrssicherungspflicht im Wald bei:

„Eine Haftung des Waldbesitzers wegen Verletzung der Verkehrssicherungspflicht besteht grundsätzlich nicht für waldtypische Gefahren“, urteilten jetzt die Karlsruher Richter in der Frage der Haftung des Waldbesitzers für die Verletzung eines Spaziergängers durch einen herabstürzenden Ast (BHG, Urteil vom 02. Oktober 2012 VI ZR 311-11). Der DStGB begrüßt diese Klarstellung und mehr Rechtssicherheit für Waldbesitzer und Forstleute. Quelle: https://www.dstgb.de/themen/kommunalwald/aktuelles/urteil-des-bgh-zur-verkehrssicherungspflicht-im-wald/ (25.1.2023)

Bei schuldhafter Verletzung einer bestehenden Verkehrssicherungspflicht entstehen im Schadensfall zivilrechtliche Schadenersatzansprüche. Im Falle von Personenschäden können auch strafrechtliche Folgen damit verbunden sein. Durch Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung können Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer entstehende zivilrechtliche Haftungsrisiken abdecken, auch mögliche Schadenersatzansprüche aus fahrlässiger Verletzung einer bestehenden Verkehrssicherungspflicht. In die Versicherung sollten alle Formen der Fahrlässigkeit mit einbezogen sein, da die Abgrenzung zwischen einfacher und grober Fahrlässigkeit teilweise sehr schwierig sein kann. Quelle: https://www.praxis-agrar.de/pflanze/forst/verkehrssicherungspflicht-der-waldbesitzer (25.1.2023)

  • Waldbesucher müssen auf privaten, nicht nach Straßengesetz gewidmeten Waldwegen mit waldtypischen Gefahren rechnen
  • Auch an zertifizierten Wanderwegen besteht keine Haftung des Waldeigentümers für waldtypische Gefahren
  • Die Haftungsfreistellung bzgl. waldtypischer Gefahren gilt gleichermaßen für private wie für öffentlich-rechtliche Waldeigentümer
  • Die naturbelassene Waldpflege zählt zu den hinzunehmenden waldtypischen Gefahren

Im Ergebnis haftet selbst auf stark frequentierten, beschilderten und touristisch beworbenen Waldwegen der Waldeigentümer grundsätzlich nicht für waldtypische Gefahren [6]. Zu begrüßen ist die klare Aussage, dass die naturbelassene Waldpflege zu den hinzunehmenden waldtypischen Gefahren zählt. Quelle: Rainer Hilsberg, Jurist in der öffentlichen Verwaltung in Bayern und nebenamtlich Referent zum Thema Verkehrssicherungspflicht für Bäume. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

https://www.digitalmagazin.de/marken/afz-derwald/hauptheft/2022-16/recht/034_verkehrssicherungspflicht-fuer-qualitaetswanderweg-im-wald (24.1.2023)

Wird unser Wald nun zukunftsfähig? Große Chance vertan...

Der Antrag der Grünen zur Gemeindevertretersitzung am 26. Januar 2023 wurde mit einer Mehrheit von CDU / LBL abgelehnt. Gefordert war,

  1. In den Flächen, die aktuell im Zusammenhang mit der Ausweisung von Naturwald geprüft werden, finden bis zur Entscheidungsfindung keine Fällungen statt, die über die nachweislich notwendige Verkehrssicherung hinausgehen.
  1. Daraus ergeben sich Sicherheits-Fällungen im Bereich des Felsenmeeres, nicht aber an den Wegen im Felsbergwald und andernorts, da hier keine Verkehrssicherungspflicht besteht.

Die Gemeinde Lautertal sucht aktuell nach adäquaten Flächen zur Ausweisung von Naturwald (Wald der nicht bewirtschaftet wird). In diesem Sinne schließt sich die Kommune der allgemeinen Entwicklung in den umliegenden Gemeinden im Speziellen und der Entwicklung von hessen-Forst im Staatswald an. Diese Flächen werden vor der Zuteilung von Ökopunkten auf ihre ökologische Qualität geprüft und bei Unterschreitung einschlägiger Kriterien von den Genehmigungsbehörden auch abgelehnt. Jeder Baum, der aktuell auf solchen Flächen gefällt wird, ist nicht nur ein ökologischer Verlust sondern verringert die Chancen auf Gewährung von Ökopunkten deutlich (da Verlust an Habitatbäumen). Im Wald gibt es ferner nur eine Verkehrssicherungspflicht, wo sich spezielle Besucheranlagen befinden wie Waldkindergärten, Schutzhütten, Sitzbänke, etc. Normale Wanderwege sind hiervon nicht betroffen (siehe Anlage (BGH-Urteil Verkehrssicherungspflicht im Wald)).

In einem Leserbrief an eine Tageszeitung in unserer Region (wie das BA das so unnachahmlich umschreiben würde) schrieb Martin Grzebellus (LBL) am 26. Januar, also am Tag der Gemeindevertretersitzung, was man so von Naturschutz hält. In polemischer Weise wird hier gegen die Verwaltung und die Grünen gehetzt und letztlich eine Chance vertan, auch wenn es beim Grünen-Antrag nur um ein paar Bäume ging. Aber Naturschutz ist ein Thema, das in die sogenannte Allmende fällt - in ein Allgemeingut, für das sich (fast) niemand verantwortlich fühlt.

M. Hiller, im Januar 2023

Lesen Sie zum Thema Wald auch:

Januar 2023: Lautertaler Umweltpolitik als Unterrichtsthema
September 2022: Grüne Lautertal: Aktuelles - Naturschutz am Felsberg
November 2021: Zukunft des Naturschutzgebietes Felsberg: Naturwald oder Ökopunkte?
Mai 2021:
Waldidylle oder Forstwirtschaft: Ökologie, Ökonomie und Vertrauensbildung  und Aus Wald und Flur

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19. Januar 2023: Ist die Klimakrise eine individuelle Krise?

Die Klimakrise ist eine gesellschaftliche Krise: Druck auf die Politik ist noch wichtiger als eigenes klimafreundliches Verhalten

Fridays for Future Bensheim war beim letzten Treffen des Klimabündnis Bergstraße eingeladen, ihre Sichtweise zur Diskussion zu stellen. Hannah Ferber referierte zum Thema: “Ist die Klimakrise eine individuelle Krise?” Hannah Ferber, 18 Jahre, ist sei 1 ½ Jahren im Orgateam von FFF Bensheim, ansonsten aktiv in ev. Jugend, Schülerin aus Bensheim.

Nach der Schilderung der Folgen des Klimawandels legte sie dar, dass die Reichen in der Welt – und das sind viele von uns - am meisten CO2 ausstoßen. Sie ging auf den ökologischen Fußabdruck ein, der eigentlich entwickelt wurde, und dem ökologischen Fußabdruck von einzelnen Staaten zu ermitteln. Interessanterweise hat BP eine große Kampagne in Gang gesetzt, den ökologischen Fußabdruck zu propagieren zu dem Zweck, die Verantwortung für den Klimawandel den einzelnen Menschen in die Schuhe zu schieben und im Windschatten dieser Idee mit der eigenen fossilen Produktion weiter Profite zu machen. Wenn man für sich mit einem Rechner den eigenen Fußabdruck ausrechnet, kommt auf jeden Fall raus, dass es gar nicht möglich ist, alles richtig zu machen. Das führt leicht zu Schuld- oder Ohnmachtsgefühlen, man neigt dazu, auch andere zu beschuldigen, fühlt sich überfordert oder will gar nichts mehr von dem Thema wissen. Hannah Ferber schloss ihre Ausführungen damit, dass der Markt anders reguliert werden muss und dass das von oben kommen muss. Auch wenn umwelt- und klimafreundliches Verhalten wichtig ist, so ist es doch wichtiger, aktiv die Politik zu gestalten bzw. Druck auf die Politik auszuüben.

In der anschließenden lebhaften Diskussion wurden viele Aspekte angesprochen. So wurde empfohlen, sich auf die vollständige Umstellung auf Erneuerbare zu konzentrieren, statt allzu sehr die Katastrophe zu betonen. Es wurde gesagt, dass auch die Politik des Kreises mehr Möglichkeiten hat. Wieso werden Photovoltaikanlagen auf Schulen so geplant, wie sie sich wegen des Eigenverbrauchs am besten rechnen, statt noch eine Batterie dazu einzubauen und die ganze verfügbare Dachfläche zu nutzen? Warum plant man eine Wasserstofftankstelle im Kreis, aber weiß nicht, woher man den grünen Wasserstoff bekommt? Warum verpflichtet die Politik nicht Firmen, ihre Energieversorgung umzustellen oder ihre Abwärme zu nutzen bzw. Anderen zur Verfügung zu stellen?

Es wurde beklagt, dass schon innerhalb der Parteien klare Positionen aufgeweicht werden, je weiter man nach oben kommt, und letzten Endes die Interessen der großen Firmen immer mehr überhandnehmen. Es gab deutliche Apelle, in die politischen Parteien zu gehen, sich dort zu engagieren, auch wenn dieser Weg mühsam ist. Man müsse laut und deutlich werden, aber trotzdem scheint es nahezu unmöglich, die Politik so schnell und stark zu beeinflussen, wie es wegen der Klimakatastrophe nötig wäre.

Das Klimabündnis organisiert regelmäßige Onlinetreffen, bei denen sehr interessante Themen vorgetragen werden, mit vielen Hintergrundinformationen und Details.

Vortrag der Letzten Generation: Donnerstag 26. Januar 2023 19 Uhr Weststadthalle Bensheim!
Klima-Demo Bensheim am 3. März 2023

Das nächste Treffen des Klimabündnis findet am Donnerstag, 9.3. um 19.30 statt.
Das übernächste Treffen ist am Mittwoch, 19.4. um 19.30. Dabei wird der Kreis-Klimamanager, Herr Pfuhl, darüber berichten, was der Kreis im vergangenen Jahr zum Klimaschutz getan hat
Wer Interesse hat an der Teilnahme, kann sich hier anmelden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Geo-Naturpark und HessenForst schließen Kooperationsvertrag

Zum 1. Januar 2023 heben der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald und HessenForst ihre Zusammenarbeit auf eine neue Ebene und schließen einen Kooperationsvertrag. Die Vereinbarung sieht vor, dass sämtliche vorhandene und künftige Geo-Naturpark-spezifische Infrastruktur auf hessischem Staatswaldgebiet beim Geo-Naturpark zentral erfasst wird, einschließlich der jeweiligen Eigentums- und Nutzerverhältnisse der
Mitgliedskommunen.

Ab Januar 2023 neue Anlieferungsgebühren auf den Kompostierungsanlagen / Moderate Preisanpassung für Bauabfälle

Viele Jahre konnten die Anlieferungsgebühren für Grüngut auf den fünf Kompostierungsanlagen im Landkreis Darmstadt-Dieburg stabil gehalten werden. Insbesondere vor dem Hintergrund der allgemeinen Teuerung in den letzten Jahren und des aktuell gravierenden Anstiegs der Kosten für Energie, Materialien und Dienstleistungen wurden die Gebühren und Tarife ab 2023 neu kalkuliert. Weiterhin kostenfrei bleibt die private Anlieferung von Grüngut im Handwagen oder Pkw-Kofferraum durch die Bürgerinnen und Bürger. Wer sein Grüngut im Anhänger bringt, bezahlt künftig bei einem zulässigen Gesamtgewicht bis 1,5 t pauschal 4,00 Euro. Größere Mengen Grüngut und gewerbliche Anlieferungen beispielsweise in Anhängern mit mehr als 1,5 t, Pritschenwagen, (Klein-)Transportern, Lkw und landwirtschaftlichen Fahrzeugen werden verwogen und mit 49,50 € pro Gewichtstonne zuzüglich Mehrwertsteuer abgerechnet. Die Preise für die auf den fünf Kompostierungsanlagen in Alsbach-Hähnlein, Eschollbrücken, Wembach-Hahn, Weiterstadt und Semd erzeugten und verkauften Produkte wie Biokompost, Gartenerde und torffreie Blumenerde bleiben hingegen weitgehend unverändert – lediglich Rindenmulch und torffreie Blumenerde verteuern sich leicht für Großabnehmer ab 1m3. Als Service werden auf allen Anlagen auch stabile Papiersammelbeutel und Vorsortiergefäße für die Küche zu niedrigen Preisen angeboten.

Bedingt durch gestiegene Energie-, Transport- u. Verwertungskosten sind die Wertstoffhöfe und Bauabfallsammelstellen im Landkreis Darmstadt-Dieburg gehalten, die Gebühren einiger Fraktionen ab 01.01.2023 moderat anzupassen. In den vorausgegangenen drei Jahren konnten trotz teils schon steigender Verwertungskosten die Preise noch stabil bleiben. Sämtliche Annahmestellen und deren Öffnungszeiten sind auf der Website des ZAW Zweckverband Abfall- und Wertstoffeinsammlung für den Landkreis Darmstadt-Dieburg unter zaw-online.de zusammengestellt. Örtliche Informationen sind im aktuellen Abfallkalender abgedruckt.

Die neuen Gebühren im Überblick:

  • A (Bauabfall brennbar): 6,50 €/100 Liter

  • B1 (Bauabfall sperrig, überlang + Gipskarton): 8,50€/100 Liter

  • B2 (Bauabfall gemischt, mineralisch + Flachglas): 17,50€/100 Liter

  • C (Bauschutt aus schweren Baumaterialien, z.B. Beton + Steine): 6,50€/100 Liter

  • D (Bauschutt aus leichten Baumaterialien, z.B. Porenbeton): 8,50€/100 Liter

  • E (Altholz unbehandelt/leicht behandelt): 3€/100 Liter

  • F (Altholz stark behandelt/imprägniert): 5€/100 Liter

  • G (Metallschrott): 0€/100 Liter

21.12.2022 Aus Da-Di-Werk/Umweltmanagement wird ZAW

Zum Ende des Jahres 2022 geht das Umweltmanagement (bisher Teil des Da-Di-Werks) über in den Zweckverband Abfall- und Wertstoffeinsammlung für den Landkreis Darmstadt-Dieburg.
Grund für den Betriebsübergang ist eine Änderung im Steuerrecht, die auf europäische Rechtsprechung zurückzuführen ist. Danach sind Dienstleistungen, die öffentliche Unternehmen für andere öffentliche Unternehmen ausführen, künftig mit Umsatzsteuer zu belegen, soweit ein Wettbewerb mit privaten Unternehmen möglich wäre.

Das Da-Di-Werk betreibt im Landkreis Darmstadt-Dieburg fünf Kompostierungsanlagen, die beiden Wertstoffhöfe in Groß-Umstadt-Semd und Weiterstadt, sowie die Abfallgefäßvermietung. Außerdem übernimmt es für den ZAW die gesamte Verwaltung und die Geschäftsführung. Würden nun all diese Leistungen umsatzsteuerpflichtig, bedeutete dies für den Müllgebührenzahler eine zusätzliche Belastung von knapp 2 Mio. Euro jährlich.

Deswegen haben sich der Landkreis Darmstadt-Dieburg und der ZAW entschieden, den Betriebszweig Umweltmanagement des Da-Di-Werks im Zuge eines Betriebsübergangs gemäß § 613a BGB auf den ZAW zu übertragen. Das Da-Di-Werk Gebäudemanagement bleibt hiervon unberührt. „Ich freue mich, dass wir mit Hilfe dieser Regelung unserer Bürgerschaft erhebliche Mehrkosten im Gebührenbereich ersparen können“, so der ZAW-Vorstandsvorsitzende und Erste Kreisbeigeordnete und ZAW-Vorstandsvorsitzende Lutz Köhler.

Mit dem Betriebsübergang wird der ZAW nun Arbeitgeber für 81 Beschäftigte und Eigentümer der Kompostierungsanlagen, sowie des Verwaltungssitzes des ZAW in Messel. „Die Zusammenlegung unserer Kompetenzen schafft Synergien, schärft das Profil des ZAW und kommt so letztlich allen Menschen im Landkreis zugute“, sagen die Geschäftsführer des ZAW Dr. Armin Kehrer und Bernd Dewitz.

Ab 2025 keine gelben Tonnen mehr

Immer wieder wird im LaDaDi über die Gelben Säcke diskutiert. Bei der jüngsten Abfuhr sorgte ein Zettel des Entsorgungsunternehmens für Aufregung in der Bevölkerung. Es war ein Hinweis, dass die gelben Tonnen zukünftig nicht mehr geleert werden.

Dies nimmt der ZAW zum Anlass, wiederholt über die Regelungen zum Gelben Sack aufzuklären.

Bereits seit 1993 liegt die Entsorgung von Verpackungsabfällen ausschließlich in der Verantwortung der privaten Wirtschaft, z. B. Duales System Deutschland GmbH, Landbell AG. Schon beim Kauf eines Produktes wird die Einsammlung und Entsorgung über den Einkaufspreis bezahlt und ist somit auch nicht im Gebührenhaushalt des ZAW enthalten.

Der ZAW als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger ist kein Vertragspartner der Systembetreiber und hat keinen Einfluss auf die Vertragsgestaltung und Einsammelmodalitäten der Gelben Sack Abfuhr. Für die Einsammlung der Gelben Säcke im LaDaDi ist seit Anfang des Jahres die Firma RESO zuständig, die wiederum für bestimmte Kommunen die Firmen Knettenbrech + Gurdulic sowie Remondis als Subunternehmen einsetzt. Auftraggeber der Firma RESO ist das Duale System Deutschland GmbH, das zurzeit für den LaDaDi als Systemführer für alle dualen Systeme fungiert.

Die derzeitige Auftragsvergabe durch die dualen Systeme läuft bis Ende 2024. Bis dahin erfolgt die Abfuhr von Leichtverpackungen über den Gelben Sack.

Eigeninitiativ angeschaffte gelbe Tonnen dürfen gern weiterhin als Zwischenlager für die Gelben Säcke genutzt werden. An den Abfuhrtagen müssen die Gelben Säcke aber entnommen und bereitgestellt werden. Dies hat versicherungsrechtliche Gründe.

Werden privat angeschaffte Gefäße durch den Entsorger bei der Abfuhr beschädigt, so greift hier das Privatrecht und der Entsorger müsste in jedem Fall die Tonne erstatten. Aus diesem Grund wird das Entsorgungsunternehmen keine gelben Tonnen mehr leeren. Die Gelben Säcke werden seit Beginn des Jahres ganzjährig alle 14 Tage abgeholt. (ladadi)

Tipp der Redaktion: die gelben Tonnen künftig als Wasserspeicher für Regenwasser verwenden! Mit dem gesammelten Wasser können im Sommer durstige Bäume an der Straße gewässert werden, dies wird immer stärker notwendig!

April 2021 - LaDaDi: illegale Müllablagerungen melden

ZAW-Abfall-App mit Meldefunktion für illegale Ablagerungen ausgestattet

Die Sonne lacht und die Menschen zieht es in die freie Natur. Leider bleiben dabei immer wieder unschöne Abfallhaufen auf Waldparkplätzen oder Feldwegen zurück. Für solche Hinterlassenschaften hält die ZAW-App jetzt eine spezielle Funktion bereit, mit der illegale Müllablagerungen gemeldet werden können. Hier kann eingetragen werden, welche Art von Abfall gefunden wurde. Damit die Stelle der Ablagerung gut zu finden ist, können die GPS-Daten hinzugefügt werden – dann noch schnell ein Foto vom Müllhaufen schießen und an den ZAW senden.

Die ZAW-Abfall App steht im Playstore (Android) und im App Store (iOs) kostenlos zum Download bereit. Die App enthält zudem einen Abfallkalender, erinnert an Entsorgungstermine und kennt die Standorte und Öffnungszeiten der nächsten Recyclinghöfe.

„Liegt erst einmal Abfall an einer bestimmten Stelle, kommt schnell noch mehr hinzu. Anscheinend sinkt die Hemmschwelle, den eigenen Abfall dazu zu werfen, mit zunehmender Abfallmenge“, berichtet Christine Funck, Abfallberaterin und Sachbearbeiterin für illegale Müllablagerungen. „Die Meldungen, die beim ZAW eingehen, werden je nach Standort der illegalen Ablagerung, an die Bauhöfe der Städte und Gemeinden, an Hessen Mobil oder an die Autobahnmeistereien weitergegeben.“

„Für illegale Müllablagerungen gibt der ZAW jährlich über eine Million Euro aus, die nicht sein müssten, wenn alle ihren Abfall ordnungsgemäß entsorgen würden“, sagt Robert Ahrnt, Erster Kreisbeigeordneter und Umweltdezernent des LaDaDi. „Im Falle einer Anzeige drohen den Verursachern neben den Entsorgungskosten außerdem saftige Bußgelder.“

In diesem Zusammenhang weist Robert Ahrnt auch auf die Möglichkeit einer Umweltpatenschaft hin. Wer sich für Umwelt und Natur engagieren möchte, kann über seine Stadt- oder Gemeindeverwaltung eine Umweltpatenschaft beantragen. Umweltpaten werden mit Greifzangen, Warnwesten, Arbeitshandschuhen und Müllsäcken ausgestattet und sammeln den Abfall ein, der auf öffentlichen Wegen oder Plätzen herumliegt. Die Tätigkeit ist ehrenamtlich. Der eingesammelte Abfall wird dann bei den Bauhöfen abgegeben. Aus versicherungsrechtlichen Gründen ist jedoch eine Vereinbarung mit der jeweiligen Stadt- oder Gemeindeverwaltung notwendig. Fragen zu diesen Themen beantwortet Ihnen gerne Christine Funck vom ZAW unter der Rufnummer 06159 9160-144 oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (ladadi)

Kreis Bergstraße: Erstmalige Ersatzbaum-Option sehr gut angenommen / Land Hessen veröffentlicht Streuobstwiesenstrategie

Auch die seit vielen Jahren etablierte Obstbaumaktion der Bergsträßer Kreisverwaltung sieht sich mit den Auswirkungen des Klimawandels konfrontiert. Die zunehmend heißeren und trockenen Sommer stellen insbesondere Baumschulen vor die Herausforderung, ein ideales Wachstum der Obstbäume vor dem Verkauf an die Interessenten zu gewährleisten.

Mit viel ehrenamtlichem Einsatz zur Gründung: Landschaftspflegeverband Kreis Bergstraße e.V.

Einzigartig in Hessen war der Prozess zur Gründung des Landschaftspflegeverbands Kreis Bergstraße e.V.: Die Gründung im Februar 2022 wurde ausschließlich durch ehrenamtliches Engagement einer kleinen Gruppe
von privaten Naturschützern initiiert und vorbereitet, die sich aus zwei vorausgegangen Biodiversitätskonferenzen des Kreises Bergstraße gebildet hatte. Die Vorteile eines Landschaftspflegeverbands wurden von dem Team bei zahlreichen Terminen den Kommunen vorgestellt. Dabei kam auch mehrfach die Frage auf, ob ein Landschaftspflegeverband „Nicht einfach nur ein weiterer Naturschutzverein“ sei. Die Aufklärungsarbeit und vielen Gespräche waren erfolgreich, 15 der 22 Kommunen im Kreis sind bereits beigetreten.

5. Dezember: Weltbodentag - Boden ist eine lebensnotwendige, aber oft nicht beachtete Ressource

Boden? Wer achtet schon drauf, worüber er spaziert? Matsch, Schnee, Wiese - das sind die Untergründe, die uns dabei auffallen. Aber einfach nur Boden nicht. Und so wurde 2002 der Weltbodentag als internationaler Aktionstag ernannt. Jedes Jahr am 5. Dezember wird seither eine besondere Bodenart "geehrt". Die Internationale Bodenkundliche Union (IUSS) will damit ein jährliches Zeichen für die Bedeutung der natürlichen Ressource Boden setzen und für den Bodenschutz werben. Der Boden des Jahres wird jedes Jahr am Weltbodentag für das folgende Jahr ausgerufen. Seit 2005 wurden unter anderem Schwarzerde als fruchtbarster Boden, aber auch Stadtböden, Niedermoor, Gartenboden, Watt und Lössboden vorgestellt. 2022 ist es Pelosol oder Tonboden - ein eher seltener Boden, der z.B. im Nördlinger Ries vorkommt. Er ist nährstoffreich, hat aber schlechte Wasserhaltungseigenschaften.

Klimaschutz beginnt auf dem Teller: Experten diskutierten über Klimawandel und Ernährung am 1.11.2022

Wie viel Steak verträgt das Klima? Über diese spannende Frage und damit die Auswirkungen der Ernährung auf den CO2-Fußabdruck diskutierten Prof. Holger Rohn, Technische Hochschule Mittelhessen, Ulrike Jakobi, Edeka Markt Jakobi, Dagmar Ochsenschläger, Hoflädchen Ochsenschläger, Brigitte Zimmermann-Petrullat vom Verein Genial Regional und Dr. Jutta Weber vom Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald in Bensheim. Die Podiumsdiskussion am 1. November war die letzte der drei Veranstaltungen des GeoNaturparks Bergstraße-Odenwald in Kooperation mit der Stadt Bensheim in der Reihe „Klimahelden- Klimaschutz beginnt auf dem Teller“.

Rund 15 Prozent der 11,2 Tonnen Kohlendioxid, die jeder Deutsche durchschnittlich pro Jahr verursacht, gehen auf das Konto der Ernährung. Rechnet man den Einkauf und die Zubereitung mit, sind es sogar etwa 25 Prozent. An welchen Stellschrauben lässt sich nun besonders leicht drehen, um die eigene Bilanz deutlich zu verbessern? Das Fazit der Podiumsrunde: Es ist gar nicht so schwer.

Formen der Krisenbewältigung legte David Blischke in seiner Examensarbeit dar, die er im Vortrag in Lorsch vorstellte. Das Magdalenenhochwasser 1342 wurde an ausgewählten Fallbeispielen erläutert.

Das in der Geschichtswissenschaft als Jahrtausendflut bezeichnete Hochwasser um den Heiligentag von Maria Magdalena, den 22. Juni im Jahr 1342, wird in mittelalterlichen Quellen dargestellt: Gemälde und Stiche, amtliche Protokolle und Berichte...

Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen

Darmstadt-Dieburg – Die Klima-Kommunen sind ein Bündnis hessischer Städte, Gemeinden und Landkreise für den Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Gemeinsames Ziel ist es, den Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen zu reduzieren und sich an verändernde klimatische Bedingungen anzupassen. Mit dem Bündnis wird hierfür eine zentrale Plattform geboten, die die Kommunen zusammenbringt und den Wissenstransfer fördert. Die Mitgliedskommunen werden in Fragen rund um den Klimaschutz und die Klimaanpassung aktiv beraten, haben Zugang zu unterschiedlichen Veranstaltungsangeboten sowie vielfältigen weiteren Unterstützungsleistungen.

Das Projekt startete im Jahr 2009 im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie unter dem Namen „Hessen aktiv: 100 Kommunen für den Klimaschutz“. Inzwischen haben 344 Städte, Gemeinden und Landkreise die Charta unterzeichnet. Auch der Handlungsbedarf im Bereich Klimawandelanpassung hat zwischenzeitlich zugenommen. Deshalb wurde im November 2016 das Projekt als Bündnis verstetigt und trägt seitdem den Namen "Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen". Mit der Unterzeichnung der neuen Charta verpflichtet sich seitdem jede Kommune Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen auf kommunaler Ebene umzusetzen und damit einen Beitrag zur Erreichung der landesweiten Klimaschutzziele zu leisten. Zusätzlich müssen die Kommunen nun auch im Bereich Klimaanpassung vor Ort aktiv werden. Dabei werden die Mitglieder von Beginn an durch die Fachstelle aktiv unterstützt. Ziel ist die Klimaneutralität 2045.

www.klima-kommunen-hessen.de

alle Projekte auf der interaktiven Karte https://www.klima-kommunen-hessen.de/massnahmendatenbank-kartenansicht.html

LaDaDi: Alle 23 Kreiskommunen sind Klima Kommune

www.ladadi.de/klimaschutz

https://www.kreis-bergstrasse.de/themen-projekte/nachhaltigkeit/bilder-und-dateien-nachhaltigkeit/klimaschutzkonzept-dateien/integriertes-klimaschutzkonzept-kreis-bergstrasse.pdf?cid=t2j

 

Biologin Annette Modl-Chalwatzis stellte mir dankenswerterweise die Informationen zur Verfügung, die sie bei der Exkursion des NABU Beedenkirchen im Oktober 2022 erläuterte.