Landkreis Darmstadt-Dieburg: Landrat Klaus Peter Schellhaas und der Jagdbezirk Groß-Umstadt/Heubach laden zu Vorstellung der Maßnahmen zur Wildtierrettung bei der Heuernte für Freitag, 17. Juni, um 12 Uhr nach Heubach ein. Treffpunkt ist am Waldparkplatz „Kellergrund“.
Seit Beginn des Jahres 2019 fördert der Landkreis Darmstadt-Dieburg aus Mitteln der Jagdsteuer jagd- und naturschutzfachliche Maßnahmen im Bereich des Jagdwesens im Kreisgebiet. Die Jagdsteuer wird von den Jagdausübungsberechtigten (Jagdpächtern) aufgebracht. So sind in den Jagdrevieren bis zum Frühjahr 2022 über 30 Projekte zum Abschluss gebracht beziehungsweise jagd- und naturschutzfachliche Beschaffungsmaßnahmen durchgeführt worden.
Diese waren unter anderem Maßnahmen zur Fort- und Weiterbildung, Beschaffung und Installation von Wildwarnreflektoren (WWR) an Kreis-, Landes- und Bundesstraßen, Einrichtung von Wasserstellen und Futterplätzen für Wildvögel sowie die Beschaffung von Ausrüstung zur Wildtierrettung bei der Grünlandernte.
Ziel der Wildtierrettung bei der Grünlandernte ist es, im Sinne des Tierschutzes, einen nennenswerten Beitrag zur Reduktion von Wildtierverlusten während der Gras- und Heuernte in den Erntemonaten zu leisten. In erster Linie sind die Landwirte gemäß dem Tierschutzgesetz verpflichtet geeignete Maßnahmen zum Wildtierschutz zu ergreifen. Dies gelingt am besten in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit den örtlichen Jägern, die ihren Teil der Aufgabe in ihrer Hegepflicht begründet sehen. In Anbetracht der Größe der Felder, der Fahrgeschwindigkeit moderner Erntemaschinen und dem gleichzeitigen Ernteeinsatz in der Saison sind die Anforderungen an die Jägerschaft groß und unterschiedlich. Diese erfordern ausreichend Personal am Vorabend und in den frühen Morgenstunden vor der Mahd. Neben dem Durchstreifen kommen für das Vergrämen, Aufscheuchen und dem Aufsuchen des Wildes in den Wiesenschlägen auch technische Hilfsmittel zum Einsatz. Die Vorgehensweise und der Einsatz der verfügbaren Hilfsmittel soll demonstriert und so der Öffentlichkeit vorgestellt werden. (as)

Kreis Bergstraße stellt Wasserstoffstrategie für den Kreis vor / Leuchtturmprojekte wie Wasserstofftankstelle, Brennstoffzellenbusse sowie Müllfahrzeuge mit Wasserstoffantrieb

Wie können wir die großen Herausforderungen unserer Zeit meistern? Wie können wir schnellstmöglich Fortschritte bei der Energie- und Mobilitätswende erzielen? Ein Lösungsansatz hierfür liegt im Einsatz innovativer Technologien – wie zum Beispiel Wasserstoff. Auch der Kreis Bergstraße beschäftigt sich mit diesem Thema und beauftragte im vergangenen Jahr das Ingenieurbüro EMCEL mit dem Erstellen einer Wasserstoffstrategie für den Kreis. Die Ergebnisse dieser Strategie stellte Landrat Christian Engelhardt nun der Öffentlichkeit vor.

Hornissen stehen unter Naturschutz und dürfen nicht getötet werden. Wer ein Nest an seinem Haus oder auf dem Grundstück hat, muß dieses fachgerecht entfernen lassen.

Aber Hornisse ist nicht gleich Hornisse: während für die Europäische Hornisse absoluter Schutz gilt, soll die Asiatische Hornisse vernichtet werden, denn sie frißt die einheimischen Honigbienen. Das wichtigste ist daher, beide Arten unterscheiden zu können.

Neues vom Bergsträßer BNE-Netzwerk: Ein Koffer für das Klima - Experimente machen Phänomene des Klimawandels erfahrbar / Neue BNE-Plattform im Internet

Kreis Bergstraße (kb). Das Bergsträßer Netzwerk für Bildung für nachhaltige Entwicklung (kurz BNE-Netzwerk) nimmt weiter an Fahrt auf. Erst kürzlich trafen sich die Mitglieder des Netzwerks wieder im Naturschutzzentrum Bergstraße in Bensheim. Dort sprachen die Teilnehmenden über die Ziele der gemeinsamen Netzwerkarbeit und entwickelten konkrete Projekte, die sie in diesem Jahr gemeinsam umsetzen wollen. Ein erster wichtiger Schritt hierbei ist das Erstellen einer gemeinsamen BNE-Plattform, auf der die Netzwerkpartner sich und ihre BNE-Angebote vorstellen. Diese Plattform ist nun für alle erreichbar unter www.kreis-bergstrasse.de/BNE. Dort können sich Bürgerinnen und Bürger darüber informieren, welche BNE-Angebote es im Kreis Bergstraße und darüber hinaus in den Nachbarregionen gibt. Denn: Im BNE-Netzwerk sind auch Partner aus dem Odenwaldkreis sowie aus dem Kreis Darmstadt-Dieburg vertreten. Zudem sind auf der Webseite alle BNE-Veranstaltungen der Netzwerkpartner in einem Veranstaltungskalender gebündelt. Die Vorstellung der Netzwerkmitglieder und deren Angebote werden in den nächsten Wochen und Monaten noch weiter ausgebaut, sodass sukzessive alle rund 30 Netzwerkpartner dort vertreten sein werden.

Wie voll sind die Bodenspeicher? Immer noch zu wenig Regen für den hessischen Wald

Volle Bäche und Flüsse und viele Tage Regen in weiten Teilen des Landes täuschen darüber hinweg, dass die tiefen Wasserspeicher unter unseren Wäldern immer noch nicht gänzlich wieder aufgefüllt sind. „Für die oberflächennahen Schichten hat der Niederschlag ausgereicht“, sagt Michael Gerst, Leiter des Landesbetriebs HessenForst und ergänzt „aber bis in einen Meter achtzig Tiefe fehlt das Wasser besonders im Norden und im Süden unseres Landes.“

Das ist vor allem für die größeren Waldbäume, deren Wurzeln tief in den Boden reichen, ein Problem. Eine ca. 140-jährige Buche verdunstet bis zu 400 Liter Wasser pro Tag, ein Buchenwald mit der Größe eines Fußballfeldes bis zu 80.000 Liter. „Eine Zeitlang kann ein vitaler Waldbaum ohne Wasser aushalten, aber die letzten Jahre waren insgesamt zu trocken“, sagt Gerst besorgt. „Deshalb arbeiten wir mit Hochdruck daran, den Waldumbau mit Baumarten voranzutreiben, die besser an die Zukunft angepasst sind.“

Februar 2023: Die Klimawandelschaden-Exkursion der Scholl-Schule hatte umfangreich bestätigt, was die Schüler bereits zuvor in den öffentlichen Medien festgestellt hatten. „Im Internet fanden wir viele Veröffentlichungen und Videobeiträge zur Klimawandelproblematik in Deutschlands Wäldern. Wir wollten herausfinden, ob das im Kreis Bergstraße auch so ist. Da im Lautertal, einer Gemeinde aus der uns viele Schüler besuchen, einige politische Entscheidungen hierzu anstehen, entschieden wir uns, eine politische Problemfeldanalyse nicht allgemein sondern konkret vor unserer Haustüre zu machen“, so Rieke Stützer und Lisa Pfeifer.

Am 4. März 2023 erreichte die Redaktion dieser Leserbrief von Rainer Handschuch:

Das Schannenbacher Moor steht seit 1975 unter Naturschutz, darüberhinaus würde es 2006 in das europaweite Schutzgebietsnetz Natura aufgenommen. Hingewiesen und beworben wird es aufgrund seiner überregionalen Bedeutung für den Erhalt von naturnahen Wäldern und Wiesen, seltener Schmetterlinge und Moose. Als Anwohner und Naturliebhaber, ich wohne seit nunmehr 25 Jahren in Schannenbach, konnte ich über die Jahre eine Entwicklung in der "Landschaftspflege" beobachten, die ich für unverhältnismäßig und mit dem Erhalt von ökologisch wertvollen Lebensräumen, nach meiner Einschätzung, als nicht vereinbar sehe.

Mutmaßliche Zerstörung von...
* Magerwiesen, Feuchtgebiete, Schilfgürtel
* Natürliche Bachläufe
* Schilfgebiete
* Bachauwàlder

..die vielen Arten als Lebensraum und Rückzugsgebiet dienen!
* Verdichtung und Zerstörung von ökologisch wertvollen Flächen
* unverhältnismäßiger Einsatz von schwerem Gerät
* Rundballenpressung von Schilfmaht

Photovoltaik für Lautertal: drei Flächen im Gespräch

Seit zwei Jahren befaßt sich die Gemeindeverwaltung mit der Möglichkeit, Flächen-Photovoltaikanlagen zur Gewinnung von Sonnenstrom einzurichten. Es liegen drei Angebote vor. Ein Privatanbieter in Elmshausen, einmal Awo-Wind und Energiegenossenschaft Odenwald für Flächen bei Staffel und Lautern sowie als Drittes die Energiegenossenschaft Starkenburg für Flächen um Raidelbach, Staffel und Beedenkirchen. Die sechs Standorte stehen nicht in Konkurrenz zueinander, können also alle realisiert werden.

Aktuelle werden die drei Angebote in den Gremien besprochen, um zwischen Anbietern, Grundstückseignern und Gemeinde Rechtssicherheit zu schaffen. Dies wird dann die Gemeindevertretung entscheiden. Danach folgt die Bauleitplanung mit der Unteren Naturschutzbehörde, hierfür hat Gemeindemitarbeiter Martin Erber bereits acht wichtige Kriterien erarbeitet. Bürgermeister Heun legt dabei Wert darauf, daß die Bevölkerung beteiligt wird, beispielsweise über vergünstigten Stromeinkauf, und daß für die Gemeinde ein Mehrwert entsteht.

Geopark im Dialog mit NaBioKom zum Interessenausgleich im Wald: Privatwaldbesitzer herzlich willkommen

Das NaBioKom-Projekt wurde im Herbst 2022 gestartet und hat zum Ziel, den Dialog zwischen Naturschutz und Forstwirtschaft zu fördern, um den vielfältigen Ansprüchen an den Wald und seine Nutzung gerecht zu werden. Im Januar gab es dazu eine Arbeitssitzung unter dem Thema "Welche Aufgaben können Naturparke und Biosphärenreservate beim Dialog und Interessenausgleich im Wald übernehmen?" Teilnehmer waren neben den UNESCO Global Geoparks Maria Romero-Martin vom Klimaschutzteam der Stadt Bensheim und Ralph Baumgärtel vom Umweltbildungszentrum Schatzinsel-Kühkopf (und Mitarbeiter bei Hessen Forst).
Der UNESCO Global Geopark Bergstraße-Odenwald gehört gemeinsam mit dem Naturpark Kellerwald-Edersee und den Biosphärenreservaten Rhön und Thüringer Wald zum Projektteam. Die Leitung liegt beim Institut für Ländliche Strukturforschung e.V (IfLS) aus Frankfurt. Gefördert wird NaBioKom von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).
Die projektbegleitende Arbeitsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern aus Verbänden, Verwaltungen, Interessengemeinschaften und Forschung der Forstwirtschaft und des Naturschutzes berät das Projektteam.
Dass in Naturparken und Biosphärenreservaten an eine gute Zusammenarbeit mit verschiedenen Interessengruppen angeknüpft werden kann, stand außer Zweifel. Das Thema bietet großes Potenzial. Naturparke und Biosphärenreservate könnten nach erster
Einschätzung der Arbeitsgruppe hier Aufgaben bei der Information, Aufklärung und Vernetzung sowie als Plattform für den Dialog übernehmen. Außerdem hoben die Mitglieder der Arbeitsgruppe hervor, dass in den Prozessen auch ehrenamtliche Akteure und private Waldbesitzende mitgenommen werden sollten. Weitere Informationen: https://www.ifls.de/referenzen/nabiokom/

Öffnet die Spritzbücher der Landwirtinnen und Landwirte! das fordert Katharina Schmitz im aktuellen GEO (02/2023). Diese Spritzbücher müssen von Landwirten geführt werden, darin werden sämtliche eingesetzten Spritzmittel vermerkt, also Herbizide, Fungizide, Insektizide, Düngemittel. Wo wann und in welcher Menge sie ausgebracht werden. Aber nur die Landwirtschaftskammern haben Einblick in diese Spritzbücher.

Forscher könnten aus regionalen Artenvorkommen sowie deren Verschwinden einen Bezug herstellen, wenn die Ausbringung von oben genannten Mitteln bekannt wäre. Dann ließe sich formulieren, welche Mittel für welche Effekte verantwortlich sind, und es ließen sich Modelle entwickeln, um sid verträglicher einzusetzen.

Ein Kommentar...

Eine 18-jährige Schülerin erklärt uns, wie brisant die Klimakrise ist: Hannah Ferber mit dem Thema "Ist die Klimakrise eine individuelle Krise?"

  • Temperaturanstieg seit 1881: 1,6 Grad
  • Meeresspiegel Cuxhaven seit 1843 um 42cm gestiegen
  • Vegetation ist heute drei Wochen früher dran als 1961
  • Starkregen und Winterniederschläge nehmen zu, Schneetage nehmen ab
  • Bis 2050 wird mit bis zu 5 Mrd. Klimaflüchtlingen aus dem globalen Süden (zu dem Australien / Neuseeland nicht mitgezählt wird) gerechnet
  • Der Meeresspiegel stieg in den letzten 100 Jahren um 17cm
  • Jährlich sterben 20-25.000 Tierarten aus - lesen Sie dazu auch: Fast 160 Tierarten sterben täglich aus... aus dem Jahr 2018
  • Hitzetote nehmen zu, denn alte Menschen trinken nicht genug - demographischer Wandel

Wir Älteren wissen das alles schon seit 50 Jahren, seit der Bericht des Club of Rome "Grenzen des Wachstums" veröffentlicht wurde. Bereits damals wurde gesagt, daß wir genau jetzt vor genau den aktuellen Problemen stehen würden. Geschehen ist jedoch sehr wenig in diesen 50 Jahren. Infos über den Bericht finden Sie hier: https://www.1000dokumente.de/index.html?c=dokument_de&dokument=0073_gwa&object=pdf oder ausführlich auch bei Wikipedia mit Literaturhinweisen

50 Jahre gehen sehr schnell vorbei: das haben wir gesehen, als wir merkten daß die Warnungen des Club of Rome (die Grenzen des Wachstums) schon so lange her sind ohne daß sich wirklich viel geändert hat. Es sind zwei Generationen für uns Menschen - aber was ein einzelner Mensch in kurzer Zeit schafft, ist für Gesellschaften offenbar nicht zu schaffen: notwendige Veränderungen zu vollziehen.

Wenn die Gemeinde Lautertal sich dafür entscheidet, knapp 100 Hektar Waldfläche aus der Nutzung zu nehmen und mit der Wohlleben Waldakademie in Naturwald zu verwandeln, dann tut sie das NUR für die nächsten 50 Jahre. Für eine Entwicklung zum Naturwald ist das ein viel zu kurzer Zeitraum. Was geschieht nach 50 Jahren? Hurra hurra im Odenwald ist Holzauktion?

Auf der anderen Seite erfordert es Mut, sich für 50 Jahre an eine GmbH zu binden.*

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Ab Januar 2023 neue Anlieferungsgebühren auf den Kompostierungsanlagen / Moderate Preisanpassung für Bauabfälle

Viele Jahre konnten die Anlieferungsgebühren für Grüngut auf den fünf Kompostierungsanlagen im Landkreis Darmstadt-Dieburg stabil gehalten werden. Insbesondere vor dem Hintergrund der allgemeinen Teuerung in den letzten Jahren und des aktuell gravierenden Anstiegs der Kosten für Energie, Materialien und Dienstleistungen wurden die Gebühren und Tarife ab 2023 neu kalkuliert. Weiterhin kostenfrei bleibt die private Anlieferung von Grüngut im Handwagen oder Pkw-Kofferraum durch die Bürgerinnen und Bürger.