Altpapier hat einen Wert: gesammelt und von Vereinen abgeholt bringt es diesen ein ordentliches Zubrot zur Vereinskasse. Nachdem im April 2017 die Ballenpreise für Altpapier aufgrund zum Erliegen gekommener Exporte nach China im Keller waren, stiegen die Exporte im Juni wieder, so daß der Markt in Deutschland 160-170 Euro pro Tonne hergab.

Altpapier wird klassifiziert nach Wiederverwertbarkeit:Kaufhausaltpapier, Wellpappe, Zeitungen, bunte Akten und Multidruck, weiße Rotationsabfälle, Deinkingware (De-ink, also Romaterial, das von Tinte gereinigt werden muß) und gemischte Ballen. Die Papierindustrie fragt Altpapier gut nach.

Müllentsorgung ist neben Wasser- und Nahrungsversorgung eines der wichtigsten Probleme in menschlichen Wohn- und Lebensgemeinschaften. Über verschiedene Müllarten über die Jahrhunderte bis heute lesen Sie unter anderem hier.

Hafnarfjördur steht auf diesem Papierkorb im Europa-Park, wo selbst die Abfalleimer unter einem spannenden Motto stehen!
Hafnarfjördur - ein Märchen: Ein eisiges Land für Elfen und Menschen

 

Weggeworfen von Generationen von Menschen, wiedergefunden von der modernen Archäologie.
Was werden Archäologen in 500 Jahren (wenn sich das Mensch-Problem der Erde bis dahin nicht erledigt hat) über uns denken, wenn sie im Felsenmeer neben Steinbearbeitungsspuren auch Schokoverpackungen, Zigarettenkippen, volle Windeln, alte Batterien und Kaffee-to-go-Becher finden?

Andererseits wird heute bewußt Zivilisationsmüll für künftige Forscher vergraben: bei der Grabungsschließung an der Gotthardsruine bei Amorbach grub man mit Absicht auch Müll des 20. Jahrhunderts mit ein. Für uns heute interessant ist die Fundstätte am Marktplatz Bensheim: hier fand man 2016 eine wahre Fundgrube an halbverdauten Darminhalten von Schlachttieren. Der älteste Traubenkern Südhessens, fast 1000 Jahre alt, blieb hier erhalten.

Naturschutz im Felsenmeer: die Vermüllung eines Biotops und warum im Felsenmeer keine Mülleimer stehen...

Littering - oder wie lange bleibt was in der Natur bis es vergeht?: Felsenmeer: Naturschutz oder Müllkippe?

Müllentsorgung in mittelalterlichen Städten: Was eine mittelalterliche Kloakengrube enthüllt!

Was uns der Müll der Jahrhunderte erzählt  - in Haithabu, einer Wikingerstadt die 1000 n. Chr. im Müll versank - und heutige Kuriositäten

Der Bensheimer Marktbrunnen - früher baute man Aborte in direkter Brunnennähe...

Wohin mit unserem Müll?

Die alte Papierfabrik Tempel: Trabbis aus Altpapier

Die kuriose Frage „wie schwer ist das Internet?"

Recycling und Müllvermeidung: Sinn und Unsinn... - zum Beispiel Plastik-Abfälle im Meer: über 6,4 Mio. t jährlich

Gerade noch entkommen: Welterbe Grube Messel wäre beinahe Müllhalde geworden

Ein Stadtviertel der Hoffnungslosen, umgeben von einem Müllberg

Papier: ein faszinierender Stoff

Fischbachtal aktiv setzt sich jedes Jahr ein Motto: Um „Ressourcen und Nachhaltigkeit“ dre­hen sich die Aktivitäten in 2021 und 2022. Veranstaltungen zum Thema finden Sie hier: https://www.fischbachtal-kreativ.org/

Ende August 2021 führten drei Fachleute eine trotz Regen beachtliche Gruppe interessierter Wanderer am Steinbach entlang hinauf in den Wald zwischen Steinau und Lützelbach. Am Parkplatz Zindenauer Schlößchen begrüßten Werner Bert von Fischbachtal Kreativ, Karl Schwebel, Georg Allmann und Laurenz Pries die Unerschrockenen. Es begann mit einer Schweigeminute: direkt am Parkplatz lauschten alle den Wassergeräuschen, nahmen den besonderen Geruch des Ortes wahr. Karl Schwebel, Wasserspezialist vom Verband Hessischer Fischer, erläuterte dazu, daß man Wasser schmecken muß. Jeder Bach, jede Quelle habe ihren eigenen spezifischen Geschmack. Nur ein Bach, der murmelt weil das Wasser über Steine springen muß, ist ein lebendiger Bach. Er holte ein Stück Holz aus dem Steinbach, auf dem die Teilnehmer Köcherfliegen und Mückenlarven entdecken konnten. Auf der Unterseite eines Steinbrockens aus dem Bachbett wimmelte es von Lebewesen: unter anderem Steinfliegen, Eintagsfliegen, Köcherfliegen. Auf dem Weg hinauf zum Quellbereich stellte Schwebel die beiden Fischarten vor, die hier leben: Steinforelle und Mühlkroppe.

Kai Sackmann, Waldläufer, Buchautor, Video-Blogger und Produkttester hat seinen Traum zum Beruf gemacht: er durchstreift die Landschaft und filmt dabei.

Interessante Dinge vermittelt er dabei, zum Beispiel ein Mini-Öfchen für den Rucksack, auf dem er sich Fichtennadeltee kocht. Sacki, wie er sich selbst vorstellt, hat seine Internetseite zwar www.sacki-survival.de genannt, aber seine Tipps sind meist auch für Normalwanderer gut zu gebrauchen.

Die Bedeutung und der Zustand der Böden in Wald und Flur ist immens wichtig für Mensch und Tier, wie der Fürther Revierförster Jens Uwe Eder im Januar 2015 einer Gruppe von Interessierten, darunter zahlreiche Geopark-vor-Ort-Führer, erläuterte.

Anläßlich des Internationalen Jahres des Bodens 2015 hatte Eder einen interessanten Vortrag zusammengestellt und Muster des kostbaren Stoffes mitgebracht: vom mehlartigen Schluff über Staub bis zu einer Korngröße zwischen Sand und Kies hatte er Eimer dabei. „Der Boden verdient unseren größten Respekt“, so Eder.

Würden wir wie einst Dr. Livingstone in Afrika eine Forschungsreise in den europäischen Wald vor 200 Jahren unternehmen, würden wir seltsame Leute antreffen: Köhler, Harzer, Pichler, Räuber, Gerber, Kräuterweiblein, Bergleute, Schweinehirten, Zapfenbrecher, Knusperhexen...

Heute denkt man als erstes an Förster, Jäger und Waldarbeiter, die mit schwerem Räumgerät Bäume zu Brennholz machen. Ein Förster aber war es, der den Begriff Nachhaltigkeit geprägt hat: Hans Carl von Carlowitz hat das Wort 1713 in seinem „Silvicultura oeconomica“ erstmals benutzt.
Gemeint ist, daß in einem Wald keinesfalls mehr Holz eingeschlagen wird, als in der gleichen Zeit nachwächst. Buchen können 400 Jahre alt werden, aber meist werden sie mit 90-120 Jahren gefällt und für Möbel oder Bauholz verwendet. Deshalb ist ein sterbender Baum etwas ungeheuer Kostbares in unseren modernen Wäldern: er schafft Raum für unglaublich viele Lebewesen: die Totholzbewohner und Höhlenbewohner.

Gestatten: Silvana Odina, Römerin im Odenwald - tja: bis zum Frühjahr 2021 hätten Sie noch erfahren können was es mit der seltsamen Klobürste auf sich hat...

Die alten Römer sind ein unerschöpfliches Thema: kommen Sie mit auf Spurensuche nach jenen Menschen, die zu Beginn des letzten Jahrtausends im Odenwald lebten. Wer waren sie, wie lebten sie, und wie kamen sie mit der einheimischen Bevölkerung aus (und diese mit ihnen)? Ständig kommen neue Forschungsergebnisse dazu, deshalb lohnt es sich, immer wieder einmal auf diese Seite zu schauen!

Ein großer Brand zerstörte in Beerfelden fast alle Häuser im Jahr 1810. Die Stadt mußte völlig neu aufgebaut werden, und so plante man auch gleich die Brunnenanlage der Mümlingquelle neu.

Aus dem ehemaligen Achtröhrenbrunnen, der von großen Bäumen umstanden war, wurde der heutige Zwölfrohrbrunnen. Reparaturen einige Jahre später (1832) kosteten jedoch fast 1.000 Gulden. Dieser Brunnen versorgte bis zum Bau der Wasserleitung 1895-98 die Bevölkerung mit Wasser, hinzu kamen einige Handpumpen und Ziehbrunnen. Am Zwölfrohrbrunnen durfte nur Trinkwasser entnommen werden, Wasser für das Vieh und zum Waschen konnte auf der gegenüberliegenden Seite geholt werden.
Seit 1991 feiert Beerfelden alljährlich im Mai ein Brunnenfest, 1992 wurden Auslaufrinnen und Bodenplatten erneuert.

Die Wasserversorgung war für Städte und Dörfer eines der wichtigsten Grundprobleme.
Brunnen lieferten den mittelalterlichen Ortschaften Wasser, es gab Zieh- oder Laufbrunnen. Ziehbrunnen zapften über einen tiefen Schacht das Grundwasser an, Laufbrunnen faßten das Hangwasser. Brunnen waren auch als Löschwasserspeicher wichtig.

Februar 2013: Eine Million Bürger sagen: Trinkwasser soll keine Handelsware werden

Der März ist der Wassermonat, in landwirtschaftlich geprägten Regionen beginnt der Jahreszyklus, und Wasser ist dabei der wichtigste Faktor. Deshalb ist seit 1993 alljährlich am 22. März der Tag des Wassers. Aktuell geht es um das Motto „Wasser und Zusammenarbeit“, nicht nur am 22. März, sondern ein ganzes Weltwasserjahr 2013 lang. Federführend ist die UNESCO, während der Weltwassertag von UN-Mitgliedsstaaten und einigen Nichtstaatlichen Organisationen iniziiert und seit 2003 von UN-Water  organisiert wird. In Deutschland wird zudem alle zwei Jahre die Flußlandschaft des Jahres gekürt: 2011 war dies die Emscher, einst das schmutzigste Gewässer Deutschlands und „Kloake des Ruhrgebietes“, begradigt, tiefergelegt, auf weite Strecken tot. 2013 wurde die Helme in Thüringen zur Flußlandschaft des Jahres gekürt. Weitere Infos: www.flusslandschaft.naturfreunde.de.

Am 23. April 2018 ging ein Wolkenbruch über Neutsch nieder, der in kürzester Zeit die Keller vollaufen ließ. Hier mußten sehr schnell zahlreiche Heizöltanks von der Freiwilligen Feuerwehr gesichert werden. Die Bewohner rückten mit Besen und Schaufeln an, um den Schlamm zu beseitigen. Der Einsatz ist noch zu finden auf den Seiten der Freiwilligen Feuerwehr Modau.

"Man muß nicht grün sein, um etwas für die Natur zu tun." Mit diesen Worten begrüßte mich der Reichenbacher Alfred Hogen, Ortsvorsteher und für die Lautertaler Bürgerliste im Gemeindeparlament. Wer grün denkt, findet nicht alles gut, was andere Parteien tun. Doch wenn etwas vor Ort getan wird, das allen nutzt und niemandem schadet, bringt das alle weiter voran als die große Politik.

Daß sich unter dem "Straßenbegleitgrün" der Reichenbach verbirgt, konnte man kaum erkennen - Foto Alfred Hogen

In der Nähe von Amorbach liegt Amorsbrunn, der Überlieferung nach eine römische oder germanische Quellenkultstätte. Im Jahre 734 wurde sie vom Heiligen Amor ins Christentum übernommen, wie viele alte heidnische Kultplätze. Ob dieser Ort der Ursprung der späteren Abtei Amorbach ist, kann wissenschaftlich nicht belegt werden. Auch der Heilige Amor winkt uns aus dem Legendenhaften herüber. Tatsächlich könnten nämlich die Ortsnamen Amorbach und Amorsbrunn vom Ammerbach herrühren. Dieser Bach erfuhr im um 1200 eine Lautumwandlung zu Amarbach. Ammer bedeutet Sumpf oder Gewässer. Im 11. Jahrhundert wurde hier ein Mönch von der Gicht geheilt und nannte den Bach "rivus amoris". Er meinte damit jedoch, daß er hier die Liebe Gottes erfahren habe.