So! Jetzt setze ich auch mal plakative und unkorrekte Überschriften in die Welt. Allerdings sind sie weder fett und rot noch 15cm hoch. Aber das war mir ein Bedürfnis.

Natürlich wird die Energiewende nicht DADURCH verhindert oder behindert, daß die Bevölkerung aufgrund eines winzigen Meßfehlers vor lauter Infraschall-Panik nicht mehr schlafen kann. Das weiß jeder: wie Politik funktioniert und warum es keine unliebsamen Entscheidungen gibt, wer dahinter steckt etc. etc...

Hier aber geht es um einen wissenschaftlichen Fehler: 2005 veröffentlichte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ihre Studie „Der unhörbare Lärm von Windkraftanlagen“ - und überall im Land heulten die Windkraftgegner auf! Infraschall - dieses Schreckgespenst geisterte durch aller Ohren.

"Das Mäandern muß wieder möglich werden", sagt Torsten Schäfer. Bei einem Online-Diskussionsabend zum Thema "Zurück zur Natur? Wie die Renaturierung unserer Gewässer sozial-ökologisch gestaltet werden kann" im Juni umrahmte Schäfer mit ausgewählten Texten aus seinem Buch Wasserwege die Beiträge der Diskussionsteilnehmer. Gegenstand der Veranstaltung war das Projekt Weschnitz Dialog. "Das Wort Quelle ist in unserer Sprache vielfältig präsent," so Schäfer. Als Wegmarken sind sie ein wichtiges Element das in die Landschaft führt. Quellen und Brunnen spielen in den meisten Märchen und Sagen eine wichtige Rolle.

Als Kinder fanden wir es ganz normal, daß unser Vater im Auto geraucht hat und wir die ganze Fahrt im Qualm saßen. Zuhause hat er natürlich auch geraucht - und er war Kettenraucher. An meinem 15. Geburtstag stibitzte er mir meine höchstpersönliche Kippenschachtel mit Inhalt, weil ihm der Stoff ausgegangen war. Ich fand das empörend.

Die Modau entspringt auf der Neunkircher Höhe. Ausführliche Infos zur Modau finden Sie hier: Weinbau im Odenwald?! Streifzüge an der Modau mit Torsten Schäfer!

Der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald liefert auf übersichtlichen Tafeln an vielen Stellen im Odenwald die wichtigsten Informationen, so auch an der Modauquelle

Eine glasierte Tafel mit einer Weisheit von Joseph Beuys, am Felsen an der Quelle angebracht, wurde leider sinnlos zertrümmert. Wer so etwas tut, kann wohl die einfachsten Texte nicht verstehen...

Die Holztafel zeigt den Weg, den die Modau von ihrer Quelle auf der Neunkircher Höhe bis nach Stockstadt am Kühkopf nimmt

Fotos: M. Hiller

Im Frühjahr 2021 war im Beitrag " Wenn wir das Wetter berechnen könnten: " im Heft, es war die Rede von Schrödingers Kätzchen. Keine Sorge: dabei handelt es sich um ein reines Gedankenexperiment. Keine Katze wird in eine Box gesperrt und weit weit weg in den Weltraum geschossen, wo sie dann totgespritzt wird oder auch nicht - je nach Betrachter.
Tatsächlich in den Weltraum geschickt wurde dagegen eine Hündin: Laika. Sie wurde 1957 in der DDR zur staatstragenden Institution: der sowjetische Sputnik2-Satellit nahm sie mit ins All. Bevor sie an Streß starb, übermittelte sie wertvolle Forschungsergebnisse. Ihre gesunde Rückkehr zur Erde war nicht geplant gewesen.

Wasser und Wein: zwei Flüssigkeiten, von denen der Odenwald nicht gerade viel bietet. Was den Wein betrifft: das war vor 350 Jahren anders. Zum Thema Wasser  bzw. Gewässer hat der Mühltaler Torsten Schäfer, Umweltjournalist und Professor an der TH Darmstadt, 2021 das Buch "Wasserpfade - Streifzüge an heimischen Ufern" -  veröffentlicht

Mein alter Führerschein ist ja nun Makulatur: die schöne graue Fleppe wurde entwertet und durch ein Plastikkärtchen ersetzt.
Gut so, denn im alten Grauen steht drin, daß die Fahrerlaubnis nur für Kraftfahrzeuge mit Antrieb durch Verbrennungsmaschine gilt. Klar, 1977 gab es noch keine selbstentzündlichen Elektroautos.

Den Beitrag zum Wetter schrieb ich am 15. April bei knapp 6 Grad Kälte. Blick aus dem Fenster: Hummeln und Wildbienen fliegen erst ab ca 7°C, Honigbienen sogar erst ab ca 12 °C. Damit gehen viele Pflanzen, die schon früh im Jahr auf Bestäubung warten, diesmal wohl leer aus. Anders ergeht es dem "Sorgenkind Rasen":  wer noch einen gepflegten englischen Rasen hat (ich nicht, ich habe einen Schäferhund!), wird sich im Laufe des Sommers über eine neue Haustierart freuen: die Larven der Wiesenschnake (Tipula paludosa) zerstören ihn. Die Abhilfe ist schwierig und aufwändig - siehe www.dblt.de Rubrik Umwelt "Sorgenkind Rasen". Wer wie ich einen Truppenübungsplatz vor dem Haus hat, muß sich keine Gedanken machen. Wer aber gerne auf frisches gesundes Grün blickt, der sollte längerfristig auf Alternativen umstellen: Blühwiesen oder mehr Stauden und Sträucher sind sowieso viel insektenfreundlicher und unterstützen damit auch unsere Singvögel.

„Wolln‘se ne Tüte?“ Die Plastiktüte in unserer Welt

So eine Plastiktüte bekommt man ja kostenlos dazu beim Einkauf. Wozu also sich die Mühe machen und an Stoffbeutel denken?
Die Plastiktüte macht fast ein Drittel der gesamten weltweiten Kunststoffproduktion aus und ist uns nullkommanichts wert.
Deshalb werfen wir sie nach spätestens einem halben Jahr weg. Wäre sie uns etwas wert, würden wir anders damit umgehen. Allein der wissenschaftliche Grips, der in den letzten 120 Jahren in PE, PVC, PET, PU, PP und wie sie alle heißen gesteckt wurde!
Ein Stück Kunststoff ist ein erstaunliches Produkt: als künstliche Herzklappe rettet es sogar Leben. Aber als Plastiktüte: weg damit!

Wie oft haben Sie schon den Spruch gehört: „Der hot die Gränk“ - und dachten immer, Gränk kommt von Krankheit. Denn wer die Gränk hat, liegt darnieder.
Tatsächlich aber hat der Ausdruck einen botanischen Ursprung: er kommt von der Rosmarinheide, auch Polei-Gränke genannt. Diese wurde früher beim Färben oder auch beim Gerben eingesetzt. Wer sich zu lange über den Bottich beugte, der konnte aufgrund der giftigen Dämpfe umfallen. Vergiftungen mit Polei-Gränke sind selten tödlich, sondern äußern sich in Schwitzen, Übelkeit, Schwindel und Schwäche. Wer die Grenk hat, steht also irgendwann auch wieder auf.

Wer weiß etwas über die Grabstätte von Johann Wilhelm Grimm?

Einer der ersten Geometer in unserer Region war Johann Wilhelm Grimm. Er wurde 1703 geboren und zog im Laufe seines Lebens nach Reichenbach, wo er 1778 verstarb.
In den Jahren zwischen 1729 und 1750  erfaßte er die Fluren unserer Region erstmals mit der exakten meßtechnischen Methode der Dreiecksvermessung.
Bevor Grimm sich um 1730 herum aufmachte, die Landschaft unserer Dörfer exakt zu vermessen und zu kartieren, arbeitete man nicht mit Karten. Es genügten Einträge ins Gemeindebuch, um die Besitzverhältnisse zu klären. In Grimms Zeit fiel auch der Reichenbacher Kirchenneubau im Jahre 1747. Somit wurde Grimm auf dem neugestalteten Reichenbacher Friedhof beerdigt. Von seinem Grab ist heute jedoch nichts mehr bekannt.

Noch heute können Klimamodelle aufgrund zu schwacher Rechenleistung nicht genau genug berechnet werden. Dies versuchte bereits in den 1920er Jahren - vor Erfindung der modernen Elektronenhirne - der Mathematiker Lewis Richardson. Er wollte die seit 1895 nicht gelösten Gleichungen aus Svante Arrhenius‘ Klimamodell mit Hilfe von Menschen lösen und  dazu eine große Zahl Menschen in ein Amphitheater setzen, deren jeder einzelne einen Teil dieser Gleichungen berechnen sollte, koordiniert durch einen Dirigenten.