Freischaffende Künstler gegen kulturelle Stille:

Ausstellungen und Konzerte können nicht stattfinden. So suchen sie nach Alternativen: virtuelle Ausstellungen oder auch Freiluftveranstaltungen für die Zeit nach dem Lockdown.
Kunst ist stets Interpretationssache. Einsam im stillen Kämmerlein genossen fehlt ihr das Wichtigste: der Austausch mit anderen Menschen. Ohne gemeinschaftlichen Kunstgenuß fehlt uns das Wesentliche. Ein Jahr Covid 19 Pandemie läßt erste Schlüsse zu, wie sich die mehr oder minder freiwillige  Abkapselung von Mitmenschen auswirkt: Verschwörungstheorien und Filterblasen greifen um sich, ersetzen vielfach soziales Miteinander durch Social-media-Isolation. Wirkliche Kommunikation mit Menschen bietet aber viel mehr.

Und so versuchen wir an dieser Stelle, Künstlern ein Forum zu bieten, wie wir uns von Mensch zu Mensch über Schönes freuen können.

Rainer Scheffler vom Nibelungen Kunst Palast in Elmshausen schreibt uns: "Die Idee der Freilichtausstellung ist nicht schlecht, aber nicht nur wetterabhängig, sondern auch erst dann realisierbar, wenn die Corona-Lage es zuläßt. Gleiches gilt auch für meine geplante Ausstellung im Nibelungen-Kunst-Palast." Der Lyriker, Musiker und Maler Rainer Scheffler, der seit gut einem Jahr in Elmshausen lebt, war trotzdem produktiv und hat neben den Vorbereitungen für seine geplante Ausstellung "Tierisch viel Seele" zwei etwa 2-stündige musikalische Programme erarbeitet: "Acoustic Blues & Poetry" mit eigener Lyrik in Deutsch, die die Entstehung und Entwicklung des Blues sowie eigene Eindrücke thematisiert und mit Akustik-Gitarre und Blues Harp begleitet. "Acoustic Folk, Blues und Gospel" spiegelt dagegen den musikalischen Werdegang des Geburtsberliners wieder, der bereits Mitte der 1960er Jahre mit der Gitarre in den Schulferien in Dänemark und Schweden als Straßenmusiker mit Songs von Bob Dylan, Donovan und dem amerikanischen Folksinger Woody Guthrie unterwegs war. Später zunächst Teil des Folk/Country Duos "The Songsters", spielt er seit einigen Jahren solo sein Repertoire aus Folk, Blues und Gospel u. a. auf Festivals wie Vogel der Nacht sowie diversen Benefiz-Veranstaltungen und bei Solo-Konzerten im Elmshäuser Nibelungen-Kunst-Palast, wo auch schon mehrere Ausstellungen von ihm zu sehen waren. Rainer Scheffler hält es auch in Coronazeiten mit dem alten Sam Cooke-Song "A change is gonna come" von 1964: "Das Lied gilt als die Hymne der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, ein Lied über den Wandel zum Besseren, der kommen wird. Mühsam zwar, aber unabwendbar. Auch davon erzählt der Blues."


Wer gerne mit Rainer Scheffler sprechen möchte, kann ihn unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichen.

Den Elementen ausgesetzt - zwei Menschen, nackt in der winterlichen Natur, umfaßt von nochmal kalter Natur. Virtuelle Ausstellung von Mick Schäfer, Fotograf aus Lützelbach; er zeigt seine Malen-mit-Licht-Fotografien online auf http://mickschaefer.de/. Für den Sommer plant er eine Freiluftausstellung.

Pure Lebensfreude - wann können wir sie wieder genießen? Bridget Robinson-Kuba und ihr Team vom Adas Buka auf dem Felsberg scheint es nicht erwarten zu können. Das Bild stammt vom Reichenbacher Fotografen Günter Hogen. Seine Arbeiten sind ebenfalls digital auf https://fothogen.de/zu sehen.

Neues zum "Milchkannenmaler"  Reinhold Mayer aus Reichenbach

Zum Beitrag über Reinhold Mayer im Januarheft: "ich bedanke mich vielmals für ihre Mühe. als alter Reichenbacher Bub freue ich mich über neues aus der Heimat sehr," schrieb mir ein Leser. Und eine Leserin aus Elmshausen rief an, daß in ihrem Haushalt ebenfalls eine von Reinhold Mayer wunderschön ausgestaltete alte Milchkanne steht. Diese werde ich aufnehmen, sobald es die Pandemie wieder erlaubt. Dann lesen Sie an dieser Stelle "Neues zum Milchkannenmaler". mh