Winter in Beedenkirchen, Martina Stefanski

Winterspaziergang im Wiesentälchen bei Beedenkirchen, Foto Martina Stefanski

Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald: Winterlandschaften abseits der überlaufenen Highlights auf stillen Pfaden entdecken

Wanderwege laden zu entspannten Touren ein / Tafeln auf Naturpark-Wanderparkplätzen geben beste Orientierung zu den Routen in der unmittelbaren Umgebung / Exklusive Wandertipps auf der Webseite

Foto: Dr. Jutta Weber

Gerade bei eisigen Temperaturen kann man in der Natur eine ganz besondere Atmosphäre spüren. Die höchst gelegenen Teile unserer Geo-Naturpark-Region liegen in diesen Tagen sogar unter einer zarten Schneedecke. Mit jedem Schritt knirscht die weiße Pracht unter den Schuhen und ist so für Klein und Groß ein wahres Erlebnis. Warm eingepackt lassen sich draußen – ob mit oder ohne Schnee – wohltuende Stunden verbringen.

Dabei lohnt es sich gerade jetzt, Wege abseits der heillos überlaufenen, bekannten Highlights zu beschreiten. Mit seinem hervorragend ausgebauten Wanderwegenetz und den Geopark-Pfaden bietet der Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald hierzu beste Voraussetzungen, um die passende Route für den nächsten Ausflug zu finden. Daneben laden Wandertipps in jeder Jahreszeit dazu ein, besondere Strecken kennen zu lernen. So führt der Winterwandertipp des Geo-Naturparks diesmal rund um Grasellenbach und ist mit seinen knapp sechs Kilometern eine schöne zweistündige Tour durch den Odenwald. Alle Details zur Tour und weitere Wandertipps gibt es unter www.geo-naturpark.de. Ob eine Kurzstrecke für Anfänger oder die ausgedehnte Tagestour für Profis: Für alle Wünsche gibt es die richtige Route dort zu finden.

Dabei sind die Naturpark-Wanderparkplätze der ideale Ausgangpunkt für die nächste Wanderung oder für den nächsten gemütlichen Spaziergang. Bei spontanen Ausflügen bieten die Übersichtstafeln direkt vor Ort beste Orientierung über die Wanderwege in der unmittelbaren Umgebung. Mit Kilometer- und Zeitangaben zu den Routen versehen, kann direkt die passende Strecke gewählt werden.

Noch ein Tipp für Entdecker: Wer einmal abseits der bekannten Routen unterwegs sein möchte, der kann sich von den Strecken überraschen lassen. Hierzu einfach einen der mehr als 240 Naturpark-Parkplätze in der interaktiven Karte auf der Internetseite des Geo-Naturparks auswählen und dann vor Ort einen passenden Weg erkunden. Und für Ungeduldige und Planer-Naturen gibt es auch schon online die jeweilige Wegeübersicht beim Parkplatz der Wahl zum Download.

Infobox | Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald

Weitere Informationen rund um den Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald, vielfältiges Infomaterial, Übersicht der Naturpark-Parkplätze, Rad- und Wanderkarten sowie Tipps zu Erkundungstouren auf stillen Pfaden sind unter www.geo-naturpark.de zu finden. Alle Neuigkeiten gibt es auch auf der Facebook-Seite www.facebook.com/geo.naturpark. Wissenswertes rund um die Mountainbike-Trails hält die Internetseite www.mtb-geo-naturpark.de und der Instagram-Kanal „mtb_geo_naturpark“ bereit.

 

Freilichtlabor Lauresham startet innovatives Vermittlungsprojekt „12 Monate im Herrenhof“

LORSCH. Das Experimentalarchäologische Freilichtlabor Lauresham im UNESCO Welterbe Kloster Lorsch startet Anfang 2021 ein innovatives Vermittlungsprojekt. Mit dem Vorhaben wolle man die Monat für Monat wechselnden, typischen Tätigkeiten frühmittelalterlicher Menschen in einer von den Jahreszeiten geprägten Lebens- und Umwelt erkennbar machen. „12 Monate im Herrenhof“ soll nach Angaben seines Leiters Claus Kropp am Dienstag, den 22. Dezember, viele unterschiedliche Zielgruppen für die Ideen der Einrichtung begeistern.

Das Freilichtlabor stellt das begehbare 1:1-Modell eines frühmittelalterlichen Herrenhofes dar. Es ist ein archäologisches Freilichtmuseum und zugleich eine Forschungseinrichtung der Experimentellen Archäologie. Es vermittelt Besuchern und Besucherinnen anschaulich und lehrreich, wie nach aktuellen wissenschaftlichen Ergebnissen ein sogenannter Zentralhof der Karolingerzeit ausgesehen haben mag und wie Landwirtschaft sowie Handwerk betrieben wurde. Zahlreiche Detailfragen werden untersucht, beispielsweise, welches Raumklima in den Häusern herrschte.

Mit dem neuen Projekt wollen Kropp und sein Team anhand verschiedener Vermittlungsansätze analog und digital Einblicke in den Alltag eines solchen Hofes im Jahreslauf liefern. „Jeweils am letzten Sonntag des Monats widmet sich ein spezieller Öffnungstag im Freilichtlabor jenen Aufgaben und Themen, die nach Ausweis frühmittelalterlicher Quellen eine besonders große Rolle spielten“, sagte Kropp. Das Konzept werde am 31. Januar in Lorsch unter dem Motto „Januar im Herrenhof“ vorgestellt. Sollte eine analoge Präsentation vor Ort aufgrund der Pandemielage nicht möglich sein, biete das Freilichtlabor ein entsprechendes digitales Format an.

Neben den Aktionen auf dem Gelände selbst wird es von Anfang 2021 an wöchentlich auf den sozialen Medien spezielle, weitere Informationen zum Jahresgeschehen in einem Herrenhof geben. Zum wechselnden Angebot zählen audio-visuelle Geschichten, die sich an ein jüngeres Publikum richten, Vorstellungen von laufenden Forschungsprojekten sowie archäologischen Funden und Repliken. Sie würden ergänzt um Zitate eines Benediktinermönchs aus dem 9. Jahrhundert: Wandalbert von Prüm. Dieser hatte seinem liturgischen Heiligenkalender „Martyrologium“ für Kaiser Lothar I. auch ein Gedicht angehängt, in dem er über die Monate, die Jahreszeiten, das Landleben, Jagd, Fischerei, Obst- und Weinanbau schrieb.

Diesmal geht es „Unter Tage in die Grube Marie“. Jochen Babist und die AG Altbergbau Odenwald entführen uns in eine märchenhafte Welt untertage, die allerdings auch einen sehr spannenden, geologischen Hintergrund hat. Dabei erfährt man mehr über die damalige Bleigewinnung, die Werkzeuge der Bergleute und welche Rolle Fledermäuse noch heute in der Grube Marie spielen.
YouTube-Kanal: „Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald“ https://www.youtube.com/channel/UC_2DneNASdIkvi5b2bs-8Rg

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Die hessische Lokalsorte des Jahres 2021 ist die 'Hofheimer Glanzrenette' aus dem Vordertaunus.

Unter normalen Umständen hätte die Landesgruppe Hessen diese Apfelsorte Ende September auf dem Apfelmarkt der Naturschutz-Akademie Hessen in Wetzlar vorgestellt. Der Markt konnte wegen der Corona-Pandemie aber nicht stattfinden.

In der NAH wurde stattdessen eine von Steffen Kahl durchgeführte Präsentation der neuen Jahressorte aufgezeichnet. Das Video kann auf der folgenden Internetseite angesehen werden: https://na-hessen.de/veranstaltungen/apfelmarkt-2020/index.php

www.pomologen-verein.de/hessen

Wie immer hat die Landesgruppe ein Faltblatt zur Lokalsorte des Jahres mit Informationen zur Herkunft, Verbreitung und Eigenschaften der Sorte herausgegeben:

Attachments:
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Lorscher Freilichtlabor startet Anbau alter Getreidesorten – Emmer und Urroggen für mehr Vielfalt auf den heimischen Äckern

Das zur UNESCO Welterbestätte Kloster Lorsch gehörende Experimentalarchäologische Freilichtlabor Lauresham hat einen großangelegten Anbauversuch mit alten Getreidesorten in der Lorscher Gemarkung gestartet. Mit Unterstützung der Landwirte Matthias und Simon Helmling wurde auf einer Fläche von einem Hektar sowohl Emmer ausgesät als auch Waldstaudenroggen, der auch „Urroggen“ genannt wird. Beide Sorten werden in ganz Deutschland kaum noch angebaut.

Der Leiter des Freilichtlabors, Claus Kropp, teilte am Freitag, den 4. Dezember 2020, mit, dass sein Team damit nicht nur die Kultivierung alter, robuster Sorten fördern wolle, sondern mit den zu gewinnenden Produkten bereits weiterführende Pläne habe. So soll der Roggen nicht nur für leckeres Laureshambrot sorgen. Sein langes Stroh werde auch zum Decken eines neuen Hauses im frühmittelalterlichen Modelldorf des Freilichtlabors verwendet. Auch der Emmer, eine Weizenart, würde später in dieser Weise weiterverarbeitet. Das Freilichtlabor strebe Kooperationen mit dem regionalen Bäckereihandwerk an.

Für das neu entstandene Getreidefeld kann das Freilichtlabor die Fläche im Ehlried nutzen, auf der ursprünglich der Neubau der Schön Klinik Lorsch geplant war. „Wir danken der Schön Klinik für diese wichtige Unterstützung unserer wissenschaftlichen Arbeit und zugleich der Vielfalt von Kulturpflanzen“, so Kropp. Bis zum Sommer 2021 wird die Ackerfläche nun ökologisch bewirtschaftet. Es ist vorgesehen, bei der Ernte die Zugochsen des Freilichtlabors einzusetzen. Informationstafeln entlang des Radweges sollen in den kommenden Wochen über das neue Projekt informieren.

Foto: SG, Infos: https://www.kloster-lorsch.de/lauresham0/rundgang0/fruehmittelalterlicher-ackerbau/

 

Stadtrundgang Teil 1
Stadtrundgang Teil 2

Teil 2 wirbt ab 6.12. online für das Lindenfelser Museum

Im September hatte der Kur- und Touristikservice mit dem Verkehrsverein und dem Museum den 1. Teil eines Video-Stadtrundganges im Internet veröffentlicht. Bei den Drehtagen kam so viel Material zusammen, dass nun der 2. Teil kurz vor der Veröffentlichung steht.

Kameramann Alexander Walter (@awmedia91) hat die Stadtführer Ilse Bonn und Matthias Roth auch bei ihrem Rundgang durch das Lindenfelser Museum begleitet. Das vielfältige Ausstellungsmaterial in den vier Etagen des Museums in der alten Zehntscheune hat dazu geführt, dass der Beitrag nun als eine 10-minütige Sondersendung am Nikolaustag, Sonntag, 6. Dezember um 8 Uhr, online geht.

Auch dieser Beitrag reißt nur einige wichtige Dinge an und soll wieder Lust auf mehr Lindenfelser Geschichte und in dem Fall auch auf den Besuch des im Frühjahr wieder öffnenden Museums machen. Die Akteure und Verantwortlichen sind gespannt auf das Feedback, das beim 1. Teil mehr als zufriedenstellend war...  (Stadt Lindenfels)

Lesen Sie zur Burg Lindenfels auch meinen folgenden Beitrag: Was Mauern erzählen... Marieta Hiller

 

Neuer Termin für „Unser Dorf hat Zukunft“: Bewerbungsfrist für Hessens Wettbewerb bis zum 31. Mai 2021 verlängert

Der bundesweite Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ wird aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr auf 2023 verschoben. Dementsprechend gibt es einen neuen Zeitplan für die vorgelagerten Wettbewerbe in Hessen: Die Dörfer haben die Möglichkeit, sich bis zum 31. Mai 2021 zu bewerben. Die regionalen Wettbewerbe werden im Sommer 2021 stattfinden, und der hessische Landeswettbewerb im Sommer 2022.

Der Wettbewerb lebt in hohem Maß von ehrenamtlichem und bürgerschaftlichem Engagement. „Mit der Terminverschiebung bekommen die Bürgerinnen und Bürger der hessischen Dörfer mehr Zeit, unter den erschwerten Bedingungen der Corona-Pandemie den Wettbewerb vorzubereiten“, erklärte Umweltministerin Priska Hinz heute in Wiesbaden. „Ich lade alle hessischen Dorfgemeinschaften herzlich ein, sich an unserem Dorfwettbewerb zu beteiligen und freue mich schon jetzt auf viele innovative Ideen.“

Teilnahmeberechtigt sind Dörfer mit bis zu 3.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Neben Preisgeldern für die ersten fünf Plätze im Regional- und Landesentscheid werden Sonderpreise für besondere Gemeinschaftsprojekte vergeben.

Ergänzung des Kreises Bergstraße: Weitere Informationen sowie die Wettbewerbsunterlagen gibt es beim Kreis Bergstraße, Fachbereich Dorf- und Regionalentwicklung, Tel. 06252-155981.

Nächster Digitalisierungsschritt im Landkreis Darmstadt-Dieburg: Tiefbauarbeiten für das Glasfasernetz in Modautal starten

Darmstadt-Dieburg/Modautal –Die Bagger rollen an: Landrat Klaus Peter Schellhaas, Bürgermeister Jörg Lautenschläger, ENTEGA-Geschäftsführer Frank Gey und Barbara Jacob, Bereichsleiterin bei Deutsche Glasfaser, begehen den Spatenstich in Modautal.
Ab sofort beginnen die Ausbauarbeiten für das FTTH-Glasfasernetz („Fiber To The Home“ – Glasfaser bis ins Haus) in der südhessischen Gemeinde. Insgesamt werden über 2000 Glasfaseranschlüsse gebaut. Die ersten Kunden sollen bereits im Herbst 2020 aktiviert werden. Das Projekt soll im Frühjahr 2021 abgeschlossen sein. Es ist das dritte Gemeinschaftsprojekt von ENTEGA und Deutsche Glasfaser im Landkreis Darmstadt-Dieburg.

Bericht und Fotos von der Geotop-Präsentation finden Sie bei den Felsenmeerdrachen.

20. September: auch das 18. Geotop des Jahres im Geo-Naturpark bietet außergewöhnliche Einblicke in unsere ferne erdgeschichtliche Vergangenheit: längst vergangenen Landschaften, Lebewelten und Klimaten erinnern uns daran, daß sich unsere Erde in stetem Wandel befindet.
Nach dem Variskischen Schiefer in Lindenfels kommt nun am diesjährigen bundesweiten „Tag des Geotops“ am 20. September 2020 ein weiterer besonderer Ort hinzu, der sich auf die Auszeichnung als „Geotop des Jahres“ freuen darf – das Wildfrauenhaus (Modautal) am Fuße der Neunkircher Höhe. Der verwunschene Ort mitten im Wald des Ortsteils Lützelbach lädt dazu ein, tief in die Vergangenheit unserer Region einzutauchen. Unter dem Motto „Das Haus der wilden Frau: Uralte Steine und geheimnisvolle Legenden“ geht es um das beeindruckende Alter und die Entstehung der mächtigen Gesteins-Ensembles, aber auch darum, welche Bewandtnis es mit dem „steinernen Sofa der wilden Frau“ auf sich hat.
Der offiziellen Feierstunde um 14 Uhr schließt sich eine Exkursion an. Sie führt spannend und abwechslungsreich in die Steine und Legenden rund um das Wildfrauenhaus ein und führt auf schmalen Pfaden auch am imposantesten Stein des Wildfrauenhauses vorbei.
Infos und Anmeldung:  06251-7079914. gp

Weiterlesen: Infos zum Wildfrauhaus

Aus Wäldern und Dörfern: Lützelbach und das Wildfrauhaus

Wilde Weibchen im tiefen Odenwald

Lützelbach: eine vergessene Künstlerkolonie

Das Reichenbacher Gold: eine hervorragende Quarzader - und ihre beiden Endpunkte Hohenstein und Teufelsstein:
siehe https://www.felsenmeerdrachen.de/das-felsenmeer/felsenmeer-geschichte/das-reichenbacher-gold

Fritz Ehmke entdeckte diese Eintragung: "Teufelsstein bei Reichenbach. Nicht weit von Reichenbach, dem hohen Steine gegenüber, in einem Walde liegt der Teufelsstein. Er sieht aus, als wären etliche hundert Karrn Steine kunstreich zusammengeschüttet, indem sich wunderbarlich Gemächer, Keller und Kammern von selbst gebildet, in welchen bei schweren und langen Kriegen die Bewohner der Gegend mit ihrem ganzen Haushalt gewohnt. Diesen Stein soll der Teufel in einer einzigen Nacht, nach der gemeinen Sage, also gebildet haben."
So steht es in "Winkelmann’s hessische Chronik" - Aus: Brüder Grimm, Deutsche Sagen, Band 1. Nicolai, Berlin 1816, Seite 274. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Deutsche_Sagen_(Grimm)_V1_310.jpg&oldid= - (Version vom 31.7.2018)

Der Teufelstein auf dem Teufelsberg ist das eine Ende der Quarzader, die sich mitten durch Reichenbach zog und auch als "Reichenbacher Gold" bekannt ist. Das andere Ende ist der Hohenstein. Der Teufelsberg liegt westlich als Ausläufer des Felsberges  oberhalb Reichenbach.

Wer dazu eine Sage kennt, oder auch zum Hexenstein auf der Neunkircher Höhe, darf sich gerne an die Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden. mh

 

In Zusammenarbeit des Vereins Neunkirchner Steine e.V. mit dem Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald ist mit dem „Hirschpfad“ nun ein Wanderweg der besonderen Art entstanden.

An verschiedenen Stationen wird man dazu eingeladen, sich mit den unterschiedlichen Perspektiven der großen Themen „Kommen und Gehen, Leben und Tod“ zu befassen.

Eröffnung des Hirschpfades am Sonntag, den 21. Juni 2020 um 14:00 Uhr am Quelltopf der heiligen Quelle in Modautal/Neunkirchen

Auf 5,6 Kilometern Länge erstreckt sich der „Hirschpfad“ um die Neunkircher Höhe. Er beginnt an der heiligen Quelle und endet im Garten der St. Cosmas und Damianskirche.
„Der Mensch muss wieder nach unten mit den Tieren, mit den Pflanzen, der Natur und nach oben mit den Engeln und Geistern in Beziehung treten.“ (Joseph Beuys)
Der Weg, der beginnt und endet, darf als Analogie unser aller Endlichkeit betrachtet werden. Der Wanderweg als Rundweg angelegt, endet doch nicht am selben Ort, an dem er beginnt. Er lässt damit Raum sich auch mit dem Zustand zwischen Ende und Anfang zu befassen.

Der Hirsch(kopf) beschreibt die Form des Weges und darf innerer Begleiter der Wandernden sein. In seiner Symbolik der immer währenden Erneuerung, der Widerstandsfähigkeit und der Wachstumskraft der Seele scheint er der passende Beistand, um sich den beiden großen Themen Leben und Tod zu widmen.
Entlang des Weges werden die Wandernden immer wieder von Stationen empfangen, die einen Blick auf die Veränderlichkeit und Vergänglichkeit des Lebens freigeben.
Eingebettet in die Zyklen der Natur unterliegt auch der Weg natürlichen Veränderungsprozessen, die uns zu unterstützen vermögen, uns eingebettet in einen größeren Kontext zu begreifen. Diesem Gefühl der Anbindung, der Verbindung wohnt etwas zutiefst Kräftigendes und Tröstliches inne. Möglicherweise erleben wir über dieses Kräftige und Tröstliche der Natur ein großes Geschenk. Den Zugang zu unserem liebenden Herzen. Dieses liebende Herz macht möglicherweise keinen Unterschied zwischen „hier und dort“ und wir können uns vertraut machen mit der Idee, einen tiefen Verlust mit all unserer Liebe in unser  Leben zu integrieren.

Tipp: der Wanderweg ist durch seine Höhenmeter für „Ungeübte“ durchaus anspruchsvoll. Planen Sie bitte Zeit für Pausen ein. Eine Decke oder ein kleines Kissen und evtl. ein kleines Vesper sind von Vorteil.

Verein Neunkirchner Steine e.V. http://neunkirchner-steine.de/

Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald www.geo-naturpark.de

www.europeangeoparks.org

 

Das erste Video vom Steineversteher Jochen Babist zum Thema „Die Steinmauer an der Juhöhe“ ist nun auch auf Youtube verfügbar. Darin gehen wir auf Antwortsuche zu der Frage: Was verbirgt sich hinter dem Gemarkungsnamen „Steinmauer“ bei Heppenheim? - Etwa ein archäologischer Fundplatz, eine Römersiedlung, oder einfach nur eine alte Begrenzungsmauer? Dieser Frage gehen wir auf den Grund und begleiten den „Steineversteher“ des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald ins Gelände. - Mit überraschenden Ergebnissen.... aber sehen Sie selbst!
www.youtube.com/watch?v=TdhDxE71dp8