LORSCH. Am Sonntag , den 31.Oktober, lädt das Freilichtlabor Lauresham von 10 – 17 Uhr unter dem Motto „Von Kriegern, Zugochsen und Schmieden“ zum Tag der Offenen Tür und zugleich großen Herbstfest. Damit geht die öffentliche Saison im Freilichtlabor für 2021 zu Ende.

An diesem Sonntag werden auf dem Gelände nicht nur Schmiede bei der Herstellung einer frühmittelalterlichen Rüstung zu beobachten sein, sondern auch Färber*innen und Weber*innen. Außerdem können die Gäste gerne auch selbst Hand mit anlegen. Beispielsweise  um die 2021 eingeführten Lauresham-Denare selbst zu schlagen, auf dem Acker zu pflügen, Bogen zu schießen oder auch um an einer abenteuerlichen Rallye teilzunehmen. Als besonderes Highlight bieten wir wieder Wagen- und Schlittenfahrten mit einem zehnspännigen Ziegengespann sowie mit unserem Lauresham-Ochsen Don an.

Kulinarisch wird es nicht weniger vielseitig: Neben Bratwurst vom Düppeler Weideschwein gibt es Frischkäsespezialitäten. Außerdem leckeres Dinkelbrot von in Lauresham geerntetem Getreide, was ganz ohne fossile Brennstoffe nur in Handarbeit und mit echten Ochsenstärken angebaut worden ist!

Nach dem Herbstfest ist das Freilichtlabor bis zum März nur im Rahmen von Themenführungen oder besonderen Veranstaltungstagen geöffnet (siehe Veranstaltungskalender unter www.kloster-lorsch.de) . Mit dem Frühling 2022 ist der karolingische Herrenhof dann wieder von DI – SO zu den üblichen Öffnungszeiten zu besuchen.

 

Im Oktober 2021 wurde mit einem Festprogramm in Beedenkirchen der von Schülern und Lehrern der Stephen-Hawking-Schule in Neckargemünd und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg gestaltete Camino Incluso eröffnet. Es ist ein 84 Kilometer langer Pilgerweg von Bensheim-Auerbach über den Odenwald bis nach Heidelberg. Ein „Pilgerweg für alle“ soll es sein: Auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen sollen ihn erleben können. Zur Einweihung startete eine Gruppe von Pilgern am Freitag den 15.10 in Auerbach, zum ersten Etappenziel nach Beedenkirchen.

Heppenheim war einst eine Stadt der Mühle: In Heppenheim und seinen Stadtteilen „klapperten“ einst über 70 Mühlen. Meist waren es Wassermühlen, deren Mühlräder sich am Hambach, Stadtbach, Erbach, Laudenbach und Scheuerbach drehten. Hinzu kamen durch Muskelkraft angetriebene Mühlen und auch eine Dampfmühle. Zu den Mühlen gehörten die Müller mit ihren Familien, Knechten und Mägden sowie die Mühleneigentümer, Mühlenbauer und die zahlreichen Kunden. Mehr als 1.500 Müller gingen im Laufe der Zeit in den Heppenheimer Mühlen ihrer anstrengenden Arbeit nach. Die Mühlen waren damit wichtige
Arbeitsorte und hatten eine erhebliche wirtschaftliche und soziale Bedeutung.

Das Mountainbike Tourismusforum Deutschland tagte im Oktober im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald:
Besuchermanagement rund um das Thema MTB besser gestalten / umfangreiches MTB-Streckennetz in der Region

Im Forschungsprojekt NAT:KIT, das sich mit Lenkungsmaßnahmen rund um das Thema Radfahren (insbesondere Mountainbiken) befasst, ist der Geo-Naturpark eine von drei Projektregionen in Deutschland. Vertreter aus dem Naturpark Ammergauer Alpen, dem Nationalpark Bayerischer Wald und dem Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald trafen sich vom 5. bis 6. Oktober in Lorsch zum Zwischenstand des gemeinsamen Projekts „NAT:KIT“.

Neuer Termin für „Unser Dorf hat Zukunft“: Bewerbungsfrist für Hessens Wettbewerb bis zum 31. Oktober 2021 verlängert

Der bundesweite Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ wird aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr auf 2023 verschoben. Dementsprechend gibt es einen neuen Zeitplan für die vorgelagerten Wettbewerbe in Hessen: Die Dörfer haben die Möglichkeit, sich bis zum 31. Mai 2021 verlängert bis Ende Oktober zu bewerben. Die regionalen Wettbewerbe werden im Sommer 2021 stattfinden, und der hessische Landeswettbewerb im Sommer 2022.

Der Wettbewerb lebt in hohem Maß von ehrenamtlichem und bürgerschaftlichem Engagement. „Mit der Terminverschiebung bekommen die Bürgerinnen und Bürger der hessischen Dörfer mehr Zeit, unter den erschwerten Bedingungen der Corona-Pandemie den Wettbewerb vorzubereiten“, erklärte Umweltministerin Priska Hinz heute in Wiesbaden. „Ich lade alle hessischen Dorfgemeinschaften herzlich ein, sich an unserem Dorfwettbewerb zu beteiligen und freue mich schon jetzt auf viele innovative Ideen.“

Teilnahmeberechtigt sind Dörfer mit bis zu 3.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Neben Preisgeldern für die ersten fünf Plätze im Regional- und Landesentscheid werden Sonderpreise für besondere Gemeinschaftsprojekte vergeben.

Ergänzung des Kreises Bergstraße: Weitere Informationen sowie die Wettbewerbsunterlagen gibt es beim Kreis Bergstraße, Fachbereich Dorf- und Regionalentwicklung, Tel. 06252-155981.

Die Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen laden alle, die das Fürstenlager unter kundiger Führung kennenlernen wollen, zu sechs Parkrundgängen ein:

Das Rodensteinmuseum und die Gemeinde Fränkisch-Crumbach eröffneten im Oktober 2021 den neuen "Pfad der Sagen" auf der Burgruine Rodenstein.

Der rote Stoffdrache kann ab sofort in der Tourist-Information NibelungenLand in Lorsch erworben werden / Plüsch-Spielzeug erfreut sich großer Beliebtheit / Zahlreiche Geschichten ranken sich um Nila

Auf den Spuren des Wassers führt der erste Kulturweg des Geo-Naturparks rund um die Neunkircher Höhe. Einblicke in die Landschafts- und Kulturgeschichte wird hier begreifbar, insbesondere der Ausdruck Wasserscheide. Modau, Gersprenz, Lauter und Fischbach entspringen hier auf dem zweithöchsten Odenwaldgipfel und fließen in verschiedenen Richtungen zum Rhein und Main. Der Quellenweg hat die Markierung N2 und wurde am 3. Oktober offiziell eingeweiht im Rahmen des 10-jährigen Bestehens des Fischbach-Quellbrunnens.

Die Quelle mitten in Neunkirchen: der Quelltopf wurde 1997 bei Kanalarbeiten freigelegt, restauriert und ausgebaut. Die eigentliche Quelle sprudelt im Pfarrhof und wird von dort unterirdisch zum Quelltopf abgeleitet. Um diese Quelle rankt sich die Legende um Cosmas und Damian, zwei syrische Ärzte, die einst zur Neunkircher Höhe kamen.

Dis ist jedoch nicht die Fischbachquelle: der Fischbach, früher auch Ulbach oder Ahlbach genannt, entspringt in den Heckenwiesen in der Gemarkung von Lützelbach, nicht wie irrtümlich angenommen aus der Quelle etwas oberhalb von Neunkirchen - siehe auch https://fischbachtal-odw.de/fischbachtal/fischbach

lesen Sie zu den Quellen von Modau, Lauter und Gersprenz:
Die Lauterquelle und  Die Lauter: Naturidyll und Industriefluß
Die Modauquelle und Weinbau im Odenwald?! Streifzüge an der Modau mit Torsten Schäfer
Die Gersprenz-Quelle

Auf den Spuren des Wassers: Einweihung des Quellenwegs als erster Kulturweg des Geo-Naturparks rund um die Neunkircher Höhe

Die neuen Informationstafeln auf der Neunkircher Höhe, der beliebten Wanderregion rund um den zweithöchsten Odenwaldgipfel, ziehen schon jetzt viel Aufmerksamkeit auf sich.
Angefangen von der Panoramatafel, die neben dem spektakulären Ausblick in die Mainebene insbesondere auch die erdgeschichtliche Entwicklung vermittelt, über kulturhistorische Themen bis hin zu den Quellen, die dem Weg seinen Namen geben, gibt der neue Kulturweg des Geo-Naturparks Einblicke in die Landschafts- und Kulturgeschichte dieser Teilregion. Und es wird begreifbar, was es mit dem Begriff
„Wasserscheide“ auf sich hat, warum eine ganze Reihe von Odenwaldflüssen hier ihren Anfang nimmt (darunter Modau, Gesprenz, Lauter und Fischbach) und in unterschiedlichen Richtungen zu Rhein und Main streben.

Der Weg, der mit einem blauen „N2“ gekennzeichnet ist, wurde am 3. Oktober im Rahmen eines Festes anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Fischbach-Quellbrunnens mit dem traditionellen Käse-Essen offiziell eingeweiht. Die Idee des Quellenweges kam aus der Gemeinde Modautal, da rund um die Neunkircher Höhe viele Quellen entspringen. Die höchste Erhebung des hessischen Odenwaldes ist der Ausgangspunkt für viele Odenwald-Flüsse und gleichzeitig eine Wasserscheide: Während die Gersprenz in Richtung Nordost fließt und bei Stockstadt in den Main mündet orientieren sich die Lauter und die Modau in Richtung Südwest zum Rhein hin.

Gemeinsam mit dem Geo-Naturpark wurde das Thema Quellen durch besondere Orte der Kultur und Geschichte rund um die Neunkircher Höhe erweitert zu einem Kulturweg. Es handelt sich nun um den ersten Kulturweg des Geo-Naturparks, in dem nicht nur über Quellen und Geologie informiert wird, sondern auch über historische Meilerplätze, alte Grenzsteine sowie die zwei markanten Türme Radarturm und Kaiserturm.
Zusammen mit der Gemeinde wurde der Quellenweg auf einer bestehenden Wanderroute ausgewiesen. Die Besucherinnen und Besucher können immer dem blauen N2 folgen (die blaue Farbe steht für das Format Kulturweg). Entlang des Wanderwegs befinden sich Tafeln in unterschiedlichen Formaten: große Geopunkt-Tafeln mit ausführlichen Informationen, eine Panorama-Tafel mit Panorama-Liege sowie DIN A3-Tafeln mit kondensierten Informationen.

Der Pfad kann aus verschiedenen Richtungen begangen werden: Beispielsweise ab dem Parkplatz in Lützelbach, dem Platz am Feuerwehrhaus Lützelbach oder ab dem Parkplatz in Neunkirchen.

Lorsch im Rahmen einer öffentlichen Führung entdecken

Für Lorschs Gäste, aber auch Alteingesessene und Zugezogene, bietet die Tourist-Information „NibelungenLand“ an ausgewählten Sonn- und Feiertagen öffentliche Führungen durch die Stadt, den Kräutergarten und den Tabakschuppen in Lorsch an. Diese starten jeweils um 14 Uhr, Anmeldungen sind vor Ort bis 13 Uhr möglich, die Teilnehmerzahl ist derzeit auf zehn Personen begrenzt.

Informationen zu Terminen und Preisen sind in der Rubrik „Gästeführungen in Lorsch“ auf www.nibelungenland.net zu finden. Die Tourist-Information „NibelungenLand“ in Lorsch ist Montag bis Sonntag von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr geöffnet und unter der Rufnummer 06251 / 17526-0 oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar.

Neues Highlight auf Burg Lindenfels: Geopark-Informationszentrum mit Kiosk und Ausstellung

Ein ganz besonderes Gebäude zieht die Aufmerksamkeit an der Burg Lindenfels auf sich. Das kleine Fachwerkhaus, das vor Ort im Original wieder aufgebaut und mit einem modernen Kubus erweitert wurde, beherbergt bereits seit einiger Zeit ein Kiosk, das vom Lindenfelser Verein KuBuS betrieben wird, und lädt die Besucher der Burg mit erfrischenden Getränken und leckeren Snacks zum Verweilen ein.

In Anlehnung an den bundesweiten „Tag des Geotops“ am 19. September 2021, zeichnet der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald in jedem Jahr – nun zum 20. Mal – ein besonderes Fenster in die Erdgeschichte als „Geotop des Jahres“ aus, darunter das UNESCO-Welterbe Grube Messel, das Felsenmeer im Lautertal, der Schlossgraben in Heidelberg oder die Tropfsteinhöhle in Buchen. Diese steinernen Archive der  Erdgeschichte bergen Informationen zu längst vergangenen Landschaften, Lebewelten und Klimaten, die uns daran erinnern, dass sich unsere Erde in stetem Wandel befindet.

Willi Kredel (Bürgermeister Gemeinde Brombachtal), Dr. Jutta Weber (Geschäftsführerin Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald)

 

In diesem Jahr geht es um einen besonderen Landschaftsausschnitt, der wie wenige andere Orte im Odenwald die Geschichte des einstigen variskischen Hochgebirges aus dem Erdaltertum zeigt: Die Böllsteiner Gneisfelsen sind nicht nur Namensgeber für eine ganze geologische Einheit, sie haben auch in ihren Strukturen die Geschichte der tektonisch bedingten Verformung während jener großen Gebirgsbildung gespeichert. Vor mehr als 400 Millionen Jahren kristallisierte das Ausgangsgestein als granitische Schmelzmasse als Teil eines Inselbogens mitten im Ozean. Während der nachfolgenden Gebirgsbildung wurde der
Inselbogen an das neu entstehende Gebirge angegliedert, seine Gesteine gelangten dabei vor etwa 360 Millionen Jahren sogar bis in über 60 km Tiefe. Auf dem langen Weg nach oben entstand eine kuppelförmige Aufwölbung, in deren Zentrum heute der Ort Böllstein liegt. Die Schieferung sowie heute noch erkennbare Falten und Scherzonen im Gestein vermitteln den Besucherinnen und Besuchern einen Eindruck von den gewaltigen Kräften, die das Gestein plastisch verformt haben, bevor es vor rund 290 Millionen Jahren zum ersten Mal das Licht der damaligen Landoberfläche erblickte.

Der Gneisfelsen aus Granodiorit-Gneis am Ehrenmal Böllstein ist nach wie vor ein beliebter Exkursionspunkt für Universitäten aus ganz Deutschland. In der Fachliteratur sind seine Strukturen ausführlich beschrieben und interpretiert. So setzt die Auszeichnung dieses spannenden Ortes der Erdgeschichte als Geotop des Jahres 2021 in besonderer Weise die Tradition der „ausgezeichneten Fenster in die Erdgeschichte“ im Geo-Naturpark BergstraßeOdenwald fort.

Im Rahmen einer Feierstunde mit Enthüllung der Geotop-Tafel wurde das Geotop des Jahres 2021 am 19. September 2021 ausgezeichnet. Im Anschluss wurde der besondere Ort im Rahmen einer Exkursion aus geologischer, naturräumlicher und kultureller Sicht vorgestellt. Mit der neu aufgelegten Geotop-Broschüre kann das Geotop des Jahres 2021 im gesamten Jahresverlauf auf eigene Faust erkundet werden.

Der Böllsteiner Gneisfelsen mit einer Gedenktafel an die Toten der letzten beiden Weltkriege, Foto M. Hiller

Die Geotope des Jahres:

Geotope wie Natursteinklippen, Steinbrüche oder besondere Landschaftsausschnitte sind unser Schlüssel zur Vergangenheit. Als Fenster in die Erdgeschichte zeigen sie uns Spuren vom Werden und Vergehen der Kontinente, globalen Klimawechseln oder auch vom Aussterben ganzer Tiergruppen. Bei der Auszeichnung zum „Geotop des Jahres" ist es für den Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald von besonderer Bedeutung, dass das Geotop die Themen Erdgeschichte, Natur, Mensch und Kultur gleichermaßen miteinander verbindet und so einen neuen, ganzheitlichen Blick auf die Region ermöglicht.

Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald

Der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald umfasst eine Fläche von 3.800 km² zwischen Rhein, Bergstraße, Odenwald, Main und Neckar. Hier finden lebendige Begegnungen mit Erdgeschichte, Natur, Mensch und Kultur statt. Dabei sind Geotope als Fenster in unsere ferne Vergangenheit von besonderer Bedeutung. Ausführliche Informationen rund um den Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald, vielfältiges Infomaterial, Rad- und Wanderkarten sowie Tipps zu Erkundungstouren auf stillen Pfaden sind unter www.geo-naturpark.de zu finden.

Geologe Jochen Babist erläuterte die Besonderheiten am Böllsteiner Gneis, Foto M. Hiller

 

Abriss und Neubau des Altarberghäuschens

Am 17. August 2021 haben die Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen das Teehaus auf dem Altarberg im Staatspark Fürstenlager aus Gründen der Verkehrssicherheit abreißen lassen. Durch große, feuchtigkeitsbedingte Schäden im Dach war dessen Standsicherheit nicht mehr gegeben. Das jetzt abgebrochene Altarberghäuschen, wie der Bau allgemein genannt wird, hatte seit den 1950er Jahren seinen in den 1920er Jahren abgerissenen Vorgängerbau ersetzt.