14.01.21 Terminvergabe angelaufen: Bürgerinnen und Bürger aus südhessischen Landkreisen können sich vorerst nur in Darmstadt impfen lassen

Mit der Terminvergabe für Impfungen von Personen außerhalb von Alten- und Pflegeheimen ist am Dienstag 12.01. die größte medizinische Maßnahme angelaufen, die es je in Deutschland gegeben hat. Millionen Menschen sollen möglichst schnell gegen das Covid-19 Virus immunisiert werden. Auch für das Impfzentrum Darmstadt im darmstadtium wurden gestern über die Hotline 0611 505 92 888 bzw. 116 117 und online über impfterminservice.hessen.de  erste Termine vergeben.

Nach Weihnachten starten mobile Teams

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg hat am 22.12. die Freigabe bekommen, unmittelbar nach Weihnachten mit der Schutzimpfung gegen das SARS-CoV-2-Virus zu beginnen. Das Land Hessen hat den Landrat sowie den Verwaltungsstab gestern Abend in einer gemeinsamen Videokonferenz mit allen Landkreisen und kreisfreien Städten informiert.

Zunächst steht nur der Impfstoff von BioNTECH/Pfizer zur Verfügung, der in einer zunehmenden Anzahl an Dosen bereitgestellt wird. „Wir gehen aktuell davon aus, dass uns bis zum Jahreswechsel rund 1.500 Dosen zur Verfügung gestellt werden“, berichtet Landrat Klaus Peter Schellhaas. „Das ist weniger, als zunächst angekündigt, gibt uns aber auch die Gelegenheit, diese Herausforderung mit Sorgfalt und gut vorbereitet anzugehen.“

Voraussichtlich werden zunächst drei mobile Impfteams mit Personal des Deutschen Roten Kreuzes, der Johanniter-Unfallhilfe sowie des Landkreises am Sonntag (27.) in zwei Einrichtungen in der Gemeinde Modautal bzw. Seeheim-Jugenheim beginnen. Nach der Landesvorgabe werden sowohl den Bewohnerinnen und Bewohnern wie auch den Pflegekräften Impfungen angeboten. In beiden Einrichtungen zusammen können das 110 Personen in Anspruch nehmen.

Die Einrichtungen haben gegenüber der beim Verwaltungsstab angesiedelten Task Force „Mobile Impfteams“ bereits ihre abgeschlossenen Vorbereitungen signalisiert. „Ich freue mich, dass wir vor Weihnachten noch dieses tolle Signal an die Menschen im Landkreis senden können. Mein Weihnachtswunsch wäre bereits damit erfüllt, wenn möglichst viele Menschen das Impfangebot annehmen.“, fasst Landrat Schellhaas die Botschaft zusammen.

Mit zunehmender Verfügbarkeit des Impfstoffes hat das Land Hessen angekündigt, auch die stationären Impfzentren, u. a. die des Landkreises in Pfungstadt und Reinheim, in Betrieb zu nehmen. Die Terminvereinbarungen werden über eine telefonische Hotline und ein Internetportal möglich sein. Bis dahin liegt der Fokus des Landkreises auf dem mobilen Impfen in den Einrichtungen. (ladadi)

Darmstadt-Dieburg – Zur Klarstellung auf Grund eingehender Bürgeranfragen hat der Landkreis Darmstadt-Dieburg heute eine Änderungsverfügung zur Vierten Allgemeinverfügung bekanntgegeben.

Im Wesentlichen wurde klargestellt, unter welchen Bedingungen Besuche von Partnern oder Verwandten einen gewichtigen Grund darstellen, der eine Ausnahme von der Ausgangssperre, insbesondere für Menschen mit Wohnsitz außerhalb des Landkreises (heimkehrende Kinder, Eltern, Geschwister), rechtfertigt.

Das Weihnachtsfest im engsten Familienkreis bleibt damit möglich. Auch eine Übernachtung ist von der Formulierung gedeckt. „Wir wünschen allen Familien ein harmonisches Fest und wissen gleichzeitig um die Problematik der gewährten Freiheiten. Wir raten zur Besonnenheit und jeder einzelnen Familie dazu, die Teilnehmerzahl beim Weihnachtsfest, so gut es geht, zu reduzieren“, sagte Landrat Klaus Peter Schellhaas.

Weiter wird ein Böllerverbot im öffentlichen Raum am 31.12.2020 und 1.1.2021 verfügt. „So lieb uns unsere Traditionen geworden sind, müssen wir mit dem Böllerverbot der ohnehin extremen Auslastung in den Kreiskliniken Rechnung tragen und Feuerwerksverletzungen minimieren“, so Landrat Schellhaas weiter. „2021 werden wir das Ende der Pandemie im LaDaDi einleiten und deswegen schwingen bei diesem besonderen Jahreswechsel zu Recht große Hoffnung und Freude mit.“

Die geänderte Allgemeinverfügung tritt am morgigen Dienstag, 22.12. in Kraft. Sie ist einzusehen auf https://perspektive.ladadi.de/aktuelles/coronavirus/   (ladadi)

Impfzentrum kurz vor Start: Kreis sucht weiter Helferinnen und Helfer

„Den Kreis Bergstraße hat eins in der Pandemie besonders ausgezeichnet: Die Bereitschaft zu helfen! Und dafür sind Sie alle ein gutes Beispiel!“ So begrüßte im Impfzentrum des Kreises Landrat Christian Engelhardt am Samstag mehr als 30 Ärztinnen und Ärzte, die dem Aufruf des Kreises Bergstraße gefolgt waren, die Arbeit im Impfzentrum zu unterstützen. Bislang hätten sich mehr als 520 Fachkräfte beim gemeldet und ihre Bereitschaft signalisiert, den Kreis zu unterstützen. Doch, so Engelhardt, das reiche noch nicht. Für den Betrieb des Impfzentrums würden rund 200 Vollzeitkräfte benötigt. „Viele Helferinnen und Helfer können aber nur Teilzeit unterstützen, so dass wir nochmals dazu aufrufen möchten, sich beim Kreis Bergstraße zu melden. Insbesondere werden noch Apothekerinnen und Apotheker sowie PTA gesucht.“ Nähere Information gibt es auf der Webseite des Kreises unter www.kreis-bergstrasse.de.

An dieser Stelle lesen Sie tagesaktuell die wichtigen Änderungen und Maßnahmen
https://www.hessen.de/fuer-buerger/aktuelle-informationen-zu-corona-hessen

Stufe Schwarz - Eilbekanntmachung Kreis Bergstraße: unter www.kreis-bergstrasse.de (rechte Spalte roter Kasten) 
Kreis Bergstraße sucht Fachpersonal für Impfstraßen, siehe hier.
Kreis Bergstraße  - Infos hier: www.kreis-bergstrasse.de/corona
Kreis Darmstadt-Dieburg Infos hier: https://perspektive.ladadi.de/index.php?id=137
Kreis Darmstadt-Dieburg: 2 Impfzentren in Reinheim und Pfungstadt ab 11. Dezember 2020
Der Inzidenzwert ergibt sich aus der Zahl der innerhalb einer Woche Neuerkrankten unter 100.000 Einwohnern.

8. Dezember: Bundesregierung  beschließt Lockdown; Rede von Volker Bouffier am 8.12. siehe hier

28.10. Hessen ergänzt das bestehende Präventions- und Eskalationskonzept um weitere Maßnahmen - Infos hier

detaillierten Dokumente: https://www.hessen.de//

Kontakte: Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist nur mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes jedoch in jedem Falle maximal mit 5 Personen gestattet. Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Zusammenkünfte und Veranstaltungen In den hier aufgeführten Bereichen gilt die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen: https://www.hessen.de/fuer-buerger/corona-hessen/mund-nasen-schutz ACHTUNG: Als Mund-Nasen-Bedeckung zählt jede ans Gesicht anliegende Bedeckung von Mund und Nase, die dazu beiträgt, die Ausbreitung von Tröpfchen und Aerosolen durch Husten, Niesen oder Aussprache zu verringern. Visiere (komplett oder als Kinnvisier) stellen keine zulässige Mund-Nasen-Bedeckung dar. Auch Motorradhelme sind keine geeignete Mund-Nasen-Bedeckung.

Tägliche Übersicht der bestätigten SARS-CoV-2-Fälle
Fragen und Antworten zu den wichtigsten Regelungen
, Gesundheitsämter, Risikogebiete, Eskalationskonzept
Infos hier

Unser "gesundes" Corona hilft leider nicht gegen Covid 19 (Coronavirus SARS-CoV-2), stärkt aber allgemein die Gesundheit!
Was genau Corona ist, lesen Sie hier.

Aktuelle Mitteilung:

Der Kreis Bergstraße stellt gemeinsam mit dem Kreiskrankenhaus Bergstraße und der Gewaltambulanz Heidelberg mit dem Projekt „Schnelle Hilfe nach Vergewaltigung“ ein wichtiges Hilfsangebot für Menschen bereit, denen sexualisierte Gewalt widerfahren ist. Hier können sich Opfer einer Vergewaltigung medizinisch versorgen und Spuren für eine eventuelle spätere polizeiliche Anzeige sichern lassen. Dadurch kann Klarheit über das Geschehene geschaffen werden, ebenso wie Rechtssicherheit, falls es zu einem gerichtlichen Verfahren kommt.

„Schnelle Hilfe nach Vergewaltigung“ erhalten Sie rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche im Kreiskrankenhaus Bergstraße. Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.kreis-bergstrasse.de/hilfenachvergewaltigung

 

Gesundheitsdezernentin Diana Stolz wirbt mit Kooperationspartnerinnen für das Projekt „Schnelle Hilfe nach Vergewaltigung“: Wer Opfer einer Vergewaltigung geworden ist benötigt schnelle und unkomplizierte Hilfe. Der Kreis Bergstraße hat daher vor zwei Jahren gemeinsam mit dem Kreiskrankenhaus Heppenheim und der Gewaltambulanz Heidelberg am Universitätsklinikum Heidelberg das Projekt „Schnelle Hilfe nach Vergewaltigung“ ins Leben gerufen. Damit wird es betroffenen Frauen und Männern ermöglicht, sich nach einer Vergewaltigung zeitnah, zu jeder Tages- und Nachtzeit im Kreiskrankenhaus Bergstraße medizinisch untersuchen zu lassen sowie eine vorsorgliche, kostenfreie Spurensicherung und Beweismittelsicherung durch Experten der Gewaltambulanz Heidelberg durchführen zu lassen.

03.01.2021 Inzidenz 133,15 - Ausgangssperre wird ab 04.01. aufgehoben

Seit Montag, 21.12.2020 galt im Kreis Bergstraße eine nächtliche Ausgangsbeschränkung, nachdem die Inzidenz im Kreis drei Tage in Folge den Wert von 200 überschritten hatte. Die Maßnahme folgte den Vorgaben des hessischen Eskalationskonzepts und sollte wieder aufgehoben werden, wenn die Inzidenz fünf Tage in Folge unter 200 lag. Ausgenommen davon waren die Feiertage und die Zeit zwischen den Jahren: Weil an den Feiertagen weniger getestet wurde, gelten die zu erwartenden niedrigen Fallzahlen an und nach den Feiertagen als wenig aussagekräftig, was das tatsächliche Infektionsgeschehen angeht.

Auch im Kreis Bergstraße war deshalb über die Feiertage die Inzidenz deutlich gesunken, nachdem die Inzidenz zuletzt nochmals am 23.12. leicht angestiegen war, erreichte sie erstmals am 24.12. einen Wert unterhalt von 200 und nach den Feiertagen ihren Tiefstwert am 29.12. mit 107,58. Erst seit der Wiederaufnahme der Testungen zum 28.12.2020 hin waren realistischere Fallzahlen erkennbar. Mit der derzeitigen Anzahl der gemeldeten Neuinfektionen im Kreis Bergstraße wird jedoch die Marke von 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern (7-Tages-Inzidenz) nach aktuellem Kenntnisstand im Rahmen des 5-Tages-Zeitraums unterschritten.

Angesichts dieser aktuellen Lage im Kreis Bergstraße hebt Landrat Engelhardt die seit 21.12.2020 geltende nächtliche Ausgangsbeschränkung wieder auf. „Gemäß den Vorgaben des hessischen Eskalationskonzept sei es geboten, die Ausgangsbeschränkung wieder aufzuheben. Das ist nicht zwingend eine Entscheidung auf Dauer, denn niemand kann ausschließen, dass die Infektionszahlen auch wieder ansteigen.“ Der Landrat appelliert deshalb weiterhin an die Bevölkerung, Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren und damit der Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken. Er dankte zugleich allen Bergsträßerinnen und Bergsträßern, die sich verantwortungsbewusst verhalten und die AHA-Regeln eingehalten haben.

20.12. Inzidenz 220,34 Stufe Schwarz erreicht:

der dritte Tag in Folge mit Inzidenz über 200 - Damit gilt nach dem hessischen Eskalationskonzept die Stufe „schwarz“ für den Kreis Bergstraße. Ab Montag, 21. Dezember 2020, werden im Kreis die nach dem hessischen Eskalationskonzept vorgeschriebenen Maßnahmen gelten, u.a. eine nächtliche Ausgangsbeschränkung. Die entsprechende Bekanntmachung findet sich auf der Webseite des Kreises Bergstraße unter www.kreis-bergstrasse.de. Landrat Christian Engelhardt mahnt die Bevölkerung zur Ruhe und Besonnenheit: „Um unser Gesundheitssystem nicht zu überfordern, sollten diese Regeln unbedingt eingehalten werden. Ich appelliere an alle Bergsträßerinnen und Bergsträßer, in dieser kritischen Phase der Pandemie ihre Kontakte entsprechend einzuschränken, um einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken.“

Stufe Schwarz bedeutet:

Ausgangssperre in der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr früh. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist während dieser Zeit nur aus gewichtigen Gründen zuzulassen, insbesondere zur

    • ​Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten, einschließlich der Teilnahme Ehrenamtlicher an Einsätzen von Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst,
    • Inanspruchnahme medizinischer, therapeutischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen,
    • Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts, Begleitung und Betreuung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen,
    • Begleitung Sterbender,
    • Teilnahme an Gottesdiensten zu besonderen religiösen Anlässen, 
    • Versorgung von Tieren sowie zu Maßnahmen der Tierseuchenbekämpfung und -prävention.

 Sonderregeln gelten für Heiligabend und die beiden Weihnachtsfeiertage, also die Zeit vom 24. bis 26. Dezember 2020: Am 24. Dezember 2020 beginnt die nächtliche Ausgangssperre um 24 Uhr. Am 25. und 26. Dezember 2020 beginnt die nächtliche Ausgangssperre um 22 Uhr.

Darüber hinaus gelten folgende Regelungen:

  • Die Verpflichtung zum Tragen einer Mund- Nasen-Bedeckung bei Transporten im Gesundheitswesen bis zum Ablauf des 19. Januar 2021 verlängert.
  • In den Schulen findet ab Klassenstufe 8 Wechselunterricht statt. Der Unterricht soll nach Möglichkeit so gestaltet sein, dass zwischen den Schülerinnen und Schülern ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.
  • Außerdem dürfen Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer und pflegebedürftiger Menschen zu Besuchszwecken nur dann betreten werden, wenn Besucher mindestens einen aktuellen negativen PoC-Antigentest auf das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus-SARS-CoV-2 nachweisen können. PoC-Antigentests müssen unmittelbar vor Beginn des Besuchs durchgeführt werden.
  • Diese Regeln zur Maskenpflicht, dem Wechselunterricht und dem Nachweis eines negativen Coronavirustests für Besucher von Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer oder pflegebedürftiger Menschen gelten bis zunächst 19. Januar 2021.

Die entsprechende Allgemeinverfügung ist als sogenannte Eilbekanntmachung auf der Webseite des Kreises Bergstraße unter www.kreis-bergstrasse.de (rechte Spalte roter Kasten) veröffentlicht. Die Bürgerinnen und Bürger des Kreises Bergstraße werden gebeten, sich dort entsprechend zu informieren. Die Allgemeinverfügung wird wieder aufgehoben, wenn entsprechend den Bestimmungen des Landes Hessen die Inzidenz fünf Tage in Folge unter 200 liegt.

Landrat Christian Engelhardt beantwortet hier die häufigsten aktuellen Fragen, die ihm online gestellt werden, damit auch Menschen, die keinen Zugang zum Internet haben, auf diese Infos zugreifen können.

Fragen zur Corona-Impfung

Wann ist der Impfstoff erhältlich? Landrat Engelhardt: Die Impfstoffzulassung soll möglichst noch vor Weihnachten, aber zumindest im alten Jahr erfolgen, so äußerte sich unser Gesundheitsminister Jens Spahn. Ich gehe davon aus, dass es Ende Dezember oder dann gleich zum Neuen Jahr mit den Impfungen losgeht.  28 Impfzentren in Hessen stehen bereit, die Impfung gegen das SARS-Covid-2 Virus durchzuführen. Das Impfzentrum für den Kreis Bergstraße in Bensheim ist einsatzbereit.

Wer wird zuerst geimpft? Landrat Engelhardt: Im Bund wurde festgelegt, dass zuerst diejenigen geimpft werden, die bei einer Erkrankung an COVID-19 das höchste Risiko für Tod und schwere Erkrankung haben. Insofern erfolgt eine Priorisierung vornehmlich nach dem Alter. Außerdem werden demnach diejenigen prioritär geimpft, die an COVID-19 Erkrankte versorgen und sich dabei selbst einem erhöhten Risiko aussetzen.

Wie erhalte ich die Corona-Impfung? Landrat Engelhardt: Die Bundesregierung plant hier ein einheitliches Anmeldeverfahren, das auch in Hessen vorgesehen ist. In der ersten Phase werden die Impfungen im Wesentlichen in speziell eingerichteten Impfzentren bzw. durch mobile Teams erfolgen. Mobile Teams werden eingesetzt in Alten- und Pflegeeinrichtungen: In der zweiten Phase sollen die Impfungen zu einem großen Teil dezentral in Einrichtungen der Regelversorgung (Arztpraxen) durchgeführt werden. Für diese Phase wird davon ausgegangen, dass ausreichend Impfstoffe für ein Impfangebot an die Gesamtbevölkerung zur Verfügung stehen und ein großer Teil der Impfstoffe unter Standardbedingungen gelagert werden kann.

Fragen zum Alltag

Kann ich Besuch empfangen – und wenn ja, wie viele? Landrat Engelhardt: Jetzt kommt es darauf an, sich und andere zu schützen. Nur über die Weihnachtsfeiertage sind Treffen im engsten Familienkreis mit vier weiteren Personen außerhalb ihres Hausstandes möglich. Kinder, die unter 14 Jahre alt sind, werden nicht dazugezählt. Zum engsten Familienkreis zählen insbesondere Kinder, Eltern, Großeltern, Geschwister und Lebenspartner, aber auch Nachbarn, mit denen häufiger Kontakt besteht. Vor und nach Weihnachten dürfen sich nur vier Personen aus höchstens zwei Hausständen treffen.

Darf ich meine Enkel an Weihnachten besuchen? Landrat Engelhardt: Für die Enkel gilt dasselbe, wie für die Treffen im engsten Familienkreis. Sie dürfen als Großeltern den Hausstand ihrer Enkel besuchen. Zum Hausstand gehörende Kinder unter 14 Jahren werden von ihrer Anzahl her nicht mitgezählt.

Kann meine Familie bei mir übernachten? Landrat Engelhardt: Es ist nicht verboten, dass Verwandte bei Ihnen übernachten. Sie dürfen über Weihnachten vier weitere Personen aus dem engsten Familienkreis und die dazugehörigen Kinder bis 14 Jahre bei sich beherbergen. Allerdings sollten Kontakte nach Möglichkeit vermieden werden – so schwer es fällt, gilt dies auch für die Weihnachtszeit.

Welche Besuchsregelung gilt für Alten- und Pflegeheime oder Krankenhäuser? Landrat Engelhardt: Das Virus ist derzeit auf dem Vormarsch, auch in den Alten- und Pflegeheimen. Besuche in Krankenhäusern, Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen sollen trotzdem möglich bleiben, weil der soziale Kontakt gerade für die Älteren sehr wichtig ist. Sie dürfen zweimal pro Woche Besuch erhalten. Die Besucher müssen eine vom Heim gestellte oder akzeptierte FFP2- oder KN95-Maske ohne Ausatemventil tragen. Aber: Ein Besuch ist nicht möglich, wenn sie oder ihre Besucher Erkältungssymptome aufweisen Krankheitssymptome für COVID19, insbesondere Fieber, trockenen Husten (nicht durch chronische Erkrankungen verursacht), Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns, aufweisen. Und wenn in ihrer Einrichtung eine positive Infektion mit SARS-CoV-2 besteht, ist ebenfalls kein Besuch möglich. Das Besuchsverbot endet vierzehn Tag nach Vornahme des Antigen-Tests wenn keine Infektion mit SARS-CoV-2 mehr vorliegt. (Nach erfolgtem Antigen-Test (PCR-Test)). Seelsorgerinnen und Seelsorgern, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten, Therapeutinnen und Therapeuten dürfen jederzeit zu Besuch kommen.
Bei einem mehrtägigen Überschreiten der Inzidenz von 200 wird der Kreis Bergstraße eine Verfügung erlassen, welche den Besuch der Heime nochmals strenger regelt. Dann wäre vor Besuch ein Antigen-Test durchzuführen.

Kann ich noch zum Friseur gehen – oder darf meine mobile FriseurIn ins Haus kommen? Landrat Engelhardt: Die Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung ordnet die Schließung der Friseurbetriebe vorerst bis zum 10. Januar 2021 an. Betroffen von der Regelung sind ebenso die mobilen Friseurdienstleistungen.

Darf meine Fußpflegerin noch zu mir kommen? Landrat Engelhardt: Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel med. Fußpflege/Podologie, Physiotherapie, Ergotherapie, auch die Logopädie, medizinische Massagen, manuelle Lymphdrainagen, bleiben weiter möglich.

Kann ich zum Gottesdienst in meine Kirche gehen? Landrat Engelhardt: Gottesdienst dürfen weitestgehend stattfinden. Wegen der Aerosolverbreitung muss jedoch auf den kirchlichen Gesang verzichtet werden. Es gilt auch: Beim Besuch der Messe ist eine Mund-Nasen-Bedeckung Pflicht. Und: sie müssen sich bereits im Vorfeld zum Gottesdienst anmelden. Erkundigen sie sich am besten bei ihrer Kirche. Besonders an Weihnachten werden die vereinzelt verfügbaren Sitzplätze nur begrenzt zur Verfügung stehen. Melden Sie sich daher rechtzeitig an.

Welche Geschäfte haben jetzt noch geöffnet? Landrat Engelhardt: Eines vorneweg: ihre Versorgung, mit allem was dazugehört, ist in jedem Fall gesichert. Auch ihre Haustiere erhalten alles, was sie brauchen. Während des sogenannten „Lockdowns“ bis vorerst 10. Januar 2021 sind viele Einzelhandelsgeschäfte geschlossen. In jedem Fall geöffnet bleiben Supermärkte, Märkte, Apotheken, Drogerien, Tankstellen, Kioske und Tiermärkte. Liefer- und Abholservices sind grundsätzlich zulässig und viele Geschäfte bieten dies auch an.  Auch der Gang zur Sparkasse oder Bank ist wichtig – diese Geldinstitute haben geöffnet. Ebenso Reinigungen, Auto- und Fahrradwerkstätten. Die Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe sind nach wie vor für sie da und dürfen arbeiten, beispielsweise Reparaturen ausführen.

Kann ich mir mein Weihnachtsmenü liefern lassen? Landrat Engelhardt: Ja, einige Restaurants haben geöffnet und bieten den Lieferservice an.

Was muss ich beim Reisen beachten? Landrat Engelhardt: In der aktuellen Situation wird dringend davon abgeraten, im In- und Ausland zu verreisen. Wer ins Ausland reist, muss möglicherweise dort und auch bei der Rückkehr in Quarantäne oder benötigt ein negatives Testergebnis. Informationen hierzu finden Sie beim Auswärtigen Amt sowie beim Land Hessen.

Wann muss ich eine Mund-Nase-Bedeckung tragen und Abstand halten? Landrat Engelhardt: Die Maske muss beim Einkaufen, in Apotheken, in Banken und Sparkassen, bei Gottesdiensten, in Behörden (soweit geöffnet), bei Ärzten/Therapeuten und in Büros getragen werden. Auf öffentlichen Plätzen ist die Maske zwingend vorgeschrieben, sobald der nötige Mindestabstand Abstand zum Nächsten nicht gewährleistet ist. Plastikvisiere sind keine zulässige Mund-Nase-Bedeckung. Gleichzeitig ist das Einhalten des Mindestabstands von 1,50 m zum Nächsten vorgeschrieben. Im Öffentlichen Personennahverkehr ist alleingültig nur das Tragen der Maske Pflicht. Hintergrund für diese Entscheidung ist, dass ein Mindestabstand hier oftmals nicht eingehalten werden kann. Dies gilt auch für Bahnhöfe und Flughäfen. Auch in Fahrzeugen, in denen sich Personen von mehr als zwei Hausständen befinden, gilt die Maskenpflicht.

Muss ich zwingend eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen? Landrat Engelhardt: Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können, sind von der Maskenpflicht ausgenommen. Bestenfalls führen diese Personen immer eine ärztliche Bescheinigung ihrer Befreiung von der Maskenpflicht mit.

Wie komme ich an die kostenlosen FFP2-Schutzmasken heran? Landrat Engelhardt: Voraussetzung für die kostenlose Ausgabe der FFP2-Masken ist, dass sie als Versicherte, das 60. Lebensjahr vollendet haben oder bestimmte Risikoerkrankungen aufweisen. Sie haben Anspruch auf einmalig drei Schutzmasken. Gehen sie bis 06. Januar 2021 dazu in ihre örtliche Apotheke. Bitte nur, wenn sie wirklich dazu berechtigt sind. Wie weisen sie nach, dass sie berechtigt sind? Es gibt drei Möglichkeiten:

  1. Sie weisen ihr Alter durch die Vorlage ihres Personalausweises nach.
  2. Sie füllen eine Eigenauskunft oder eine Eigenerklärung zu ihrer Erkrankung aus, die sie als Formblatt in der Apotheke erhalten.
  3. Sind sie bei der örtlichen Apotheke bekannt und lassen sie sich die Masken von einer zweiten Person zukommen, schreiben sie einfach eine Abholer-Vollmacht. Bei Apotheken, die sie nicht kennen, benötigt ihr Abholer zusätzlich zur Vollmacht ihren Personalausweis.

In der Zeit vom 01. Januar bis zum Ablauf des 28. Februar 2021 dürfen nochmals sechs Schutzmasken bei der örtlichen Apotheke abgeholt werden. Auch Nicht-Versicherte haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch darauf.

Wann gibt es möglicherweise eine Ausgangssperre? Landrat Engelhardt: Bislang liegt der Kreis Bergstraße mit der Inzidenz noch unterhalb dem kritischen Bereich für eine Ausgangssperre. Eine Ausgangssperre kann durch eine Allgemeinverfügung des Kreises Bergstraße erfolgen, wenn die Fallzahlen (Inzidenz) der letzten sieben Tage, gerechnet pro 100.000 Einwohner mehr als 200 Infizierte beträgt. Diese Allgemeinverfügung wird auf der Homepage des Kreises veröffentlicht. Sollte es zu Ausgangsbeschränkungen kommen, so werden diese hier angegeben. Zu rechnen ist möglicherweise mit nächtlichen Ausgehverboten. Beruflich bedingte Ausfahrten wie z. B. Rettungsdienste, Gassigehen und Apothekengänge wären soweit nötig erlaubt. Anmerkung: inzwischen gilt die Ausgangssperre.

Hilfsangebote

Was mache ich, wenn ich glaube, infiziert zu sein? Landrat Engelhardt: Wer den Verdacht hat, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte zunächst - telefonisch! - den Hausarzt kontaktieren. Falls die Praxis geschlossen ist, bekommt man Hilfe beim Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der bundesweit einheitlichen Telefonnummer 116 117.

Gibt es jemanden, der für mich Einkaufen oder Botengänge erledigen kann? Oder mir Gesellschaft leistet? Landrat Engelhardt: Ja, in einigen Städten und Gemeinden des Kreises bieten sich Bürger und Bürgerinnen an, kleinere Dienste zu übernehmen. Sehen sie auch in der Broschüre unseres Kreisseniorenbeirates nach, wer sie unterstützen kann.

https://www.kreis-bergstrasse.de/pics/medien/1_1553691777/Seniorenbroschuere_2020_-_2._Auflage.pdf

Wer kann mich zu meinem Hausarzt oder Facharzt bringen? Landrat Engelhardt: Das übernehmen die örtlichen Taxiunternehmen gerne für Sie. Was die Bezahlung anbelangt, sprechen Sie mit ihrer Arztpraxis, die ihnen eine Verordnung für Taxifahrten ausstellt und auch mit ihrer Krankenkasse, wie die Regelungen im Einzelnen durchzuführen sind. Für Schwerbehinderte und Pflegegrade 3, 4 oder 5 gelten besondere Erleichterungen. Möglicherweise bietet auch die Nachbarschaftshilfe in ihrer Stadt, ihrem Ort eine Mitfahrgelegenheit an. Bitte beachten Sie in jedem Fall die Pflicht, eine Mund-Nase-Bedeckung im Fahrzeug zu tragen. In Notfällen wenden Sie sich bitte an einen der bekannten Rettungsdienste über die zentrale Leitstelle. Sie ist über die Telefonnummer 06252 19222 zu erreichen. Im dringen Notfall über 112.

Welche Unterstützung kann ich als nicht mehr mobile BürgerIn erhalten? Landrat Engelhardt: Sehen Sie bitte nach in der Broschüre „Information für Seniorinnen und Senioren“, die vom Kreisseniorenbeirat herausgegeben wurde. Darüber hinaus bietet weitere Informationen der Pflegestützpunkt, die Fachstelle „Leben im Alter“ und der Kreisseniorenbeirat. Und nicht zuletzt können Sie auch Ihre Fragen an unseren Bürgerservice in der Kreisverwaltung richten. Dafür gibt es die einheitliche Behördenrufnummer 115.

---

/ 17.12. Inzidenz 163

Mehr als 30 Prozent der aktuell bekannten Infizierten aus dem Kreis Bergstraße sind älter als 60 Jahre alt. Der Altersdurschnitt der Personen aus dem Kreis Bergstraße mit einer bestätigten SARS-CoV-2-Infektion, die sich aktuell in stationärer Behandlung befinden, liegt bei knapp 73 Jahren. Es sind jedoch alle Altersgruppen betroffen. Die größte Gruppe ist die der 80- bis 89-Jährigen, gefolgt von den 70- bis 79-Jährigen.

Aktuell mit SARS-CoV-2-Fällen betroffene Einrichtungen im Kreis: 16 Schulen (zum Vergleich: letzte Woche 14) und 6 Kitas (zum Vergleich: letzte Woche 4)
Alten- und Pflegeeinrichtungen: Seit dem 16. Oktober 2020 wurden durch das Gesundheitsamt des Kreises 41 betroffene Alten- und Pflegeeinrichtungen, ambulante Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für behinderte Menschen betreut, welche mindestens einen positiven SARS CoV-2 Fall in ihrer Einrichtung unter den Bewohnern oder Mitarbeitern zu verzeichnen hatten. Derzeit sind 12 Einrichtungen in der Betreuung durch das Gesundheitsamt im Zusammenhang mit SARS-CoV-2-Infektionen: 6 mit bestätigtem PCR-Test (vor einer Woche 8) und 6 weitere, in denen positive sogenannte Schnelltests vorliegen. Das bedeutet, dass das aktuelle Infektionsgeschehen von Seiten des Gesundheitsamtes derzeit in 29 Einrichtungen als beendet angesehen werden kann. (Nnur Einrichtungen bei denen ein durch PCR-Test bestätigter Fall bei BewohnerInnen vorliegt)

14.12. Inzidenz 156,75 / 13.12. Inzidenz 143,44/ 30.11. Inzidenz 102,04

26.11. Impfzentrum Kreis Bergstraße: Fachpersonal gesucht!

Die Landkreise sind vom Land Hessen dazu aufgerufen, eigene Impfzentren für eine konzertierte SARS-CoV-2-Impfaktion zu errichten. Der Kreis Bergstraße arbeitet aktuell mit Hochdruck an den entsprechenden Vorbereitungen. „Fest steht bereits, dass es ein zentrales Impfzentrum geben soll, nicht mehrere kleine. Zudem wird es mobile Impfteams geben, die beispielsweise in Alten- und Pflgeheime tätig sein werden“, so Landrat Engelhardt dazu. Der Standort werde im Kürze bekannt gegeben. Aktuell würden mehrere Optionen geprüft. Täglich sollen hier sobald der Impfstoff zur Verfügung steht, über 1000 Personen geimpft werden, an voraussichtlich zehn so genannten Impfstraße. „Natürlich benötigen wir in diesem Zusammenhang zahlreiche Personen, die diese Arbeit stemmen, vor allem medizinisches beziehungsweise medizinisch- technisches Fachpersonal. Neben Humanmedizinern, medizinische Fachangestellte, Gesundheits- und Krankenpfleger, Notfallsanitäter, aber auch Hebammen, Personen, die über eine abgeschlossene Ausbildung im Gesundheitsfachberuf mit 3-jähriger Ausbildung verfügen, sowie Studierende der Humanmedizin.“ Diese Personen würden zeitlich befristet beschäftigt werden. Entsprechende Stellenausschreibungen werden zeitnah veröffentlicht. Interessenten können sich jedoch bereits unter folgender E-Mail-Adresse melden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Das Impfzentrum wird in Bensheim eingerichtet.

Warum gibt es so unterschiedliche Angaben zur Inzidenz?

05.01.2021 Inzidenz 131 - Ausgangssperre aufgehoben

die nächtliche Ausgangssperre mit Beginn des 5. Januar 0 Uhr wieder aufgehoben: Hintergrund ist, dass der Inzidenzwert seit mehreren Tagen unter 200 liegt. In der Allgemeinverfügung zur Ausgangssperre, die am 22. Dezember 2020 in Kraft getreten ist, wurde festgehalten, dass eine erstmalige Prüfung der Inzidenz am 4. Januar erfolgt. Der Verwaltungsstab hat sich deshalb darauf verständigt, die Allgemeinverfügung zur Ausgangssperre aufzuheben. Solange sie galt, bedurfte es eines triftigen Grundes, um zwischen 21 und 5 Uhr morgens auf die Straße gehen zu dürfen. Trotz der Aufhebung der Ausgangssperre appelliert der Krisenstab, Kontakte weiterhin auf ein Minimum zu reduzieren. Über die Weihnachtstage, Silvester und Neujahr wurde allerdings weniger getestet, Labore haben nur eingeschränkt gearbeitet. „Es war abzusehen, dass aufgrund der Feiertage und der Wochenenden die Inzidenz auf unter 200 zurückgehen wird. Dennoch haben wir an der Ausgangssperre festgehalten, weil die übermittelten Neuinfektionen vermutlich ein zu entspanntes Bild des Infektionsgeschehens zeichnen“, erläutert Landrat Klaus Peter Schellhaas. Schellhaas weiter: „In den kommenden Tagen werden die Test- und Labortätigkeiten wieder zunehmen und die Infektionszahlen werden ansteigen. Dennoch scheint es so, dass der Lockdown langsam zu wirken beginnt. Wir hoffen, dass uns eine erneute Ausgangssperre erspart bleibt. Wir danken allen Ordnungskräften und der Polizei, dass sie die Maßnahmen begleitet haben. Danke auch an all die Menschen, die sich solidarisch gezeigt haben und die sich an die Ausgangssperre gehalten haben. Bitte verhalten Sie sich weiter besonnen und rücksichtsvoll Ihren Mitmenschen gegenüber.“

20.12. Inzidenz 206 - Ausgangssperre bis 8. Januar

Da die Inzidenz im Landkreis Darmstadt-Dieburg am 20.12. den dritten Tag in Folge über dem Wert von 200 liegt, gilt ab Montag, 21. Dezember ab 21 Uhr, eine Ausgangssperre im gesamten Landkreis.
Diese gilt zunächst bis einschließlich 8. Januar. Damit setzt der Landkreis das vom Land Hessen um die Stufe sechs erweiterte Eskalationskonzept zeitnah um, das zusätzlich zu den geltenden Maßnahmen und Regelungen eine Ausgangssperre für die Bürgerinnen und Bürger in Regionen mit einem hohen Infektionsgeschehen vorsieht.

Die Ausgangssperre vom 21. Dezember bis 8. Januar:

Für die Zeit zwischen 21 und 5 Uhr gilt für den gesamten Landkreis Darmstadt-Dieburg eine nächtliche Ausgangssperre. Während dieser Zeit ist das Verlassen der eigenen Wohnung nur aus wichtigen Gründen erlaubt. Personen, die keine eigene Wohnung im Kreisgebiet besitzen, ist der Aufenthalt im LaDaDi während dieses Zeitraums ebenfalls nur aus wichtigen Gründen erlaubt. Eine Durchfahrt durch den Landkreis ist erlaubt.

An den Weihnachtstagen gelten folgende Zeiten der Ausgangssperre: 24. Dezember, Heiligabend: ab 0 (25. Dezember) bis 5 Uhr25. und 26. Dezember (1. und 2. Weihnachtstag): 22 bis 5 Uhr

Am 31. Dezember (Silvester): 21 bis 5 Uhr Ausnahmen von der Ausgangssperre: Hierzu zählt die Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten, einschließlich der Teilnahme Ehrenamtlicher an Einsätzen von Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst. Es dürfen aber auch Menschen wegen medizinischer, therapeutischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen unterwegs sein. Dies gilt auch für die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts, für die Begleitung und der Betreuung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen, für die Begleitung Sterbender und die Teilnahme an Gottesdiensten zu besonderen religiösen Anlässen.

Darüber hinaus dürfen Tiere in diesem Zeitraum außerhalb der Wohnung versorgt werden und es ist möglich, in der Tierseuchenbekämpfung- und -prävention tätig zu sein.

Arbeitgeber haben die Möglichkeit, ihren Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen eine Bescheinigung auszustellen, damit diese nachweisen können, warum sie trotz Ausgangssperre unterwegs sind.

Zusätzlich zur Ausgangssperre darf bis zum 8. Januar auch tagsüber kein Alkohol im öffentlichen Bereich konsumiert werden. Auch der Verkauf von Alkohol zum sofortigen Verzehr ist nicht erlaubt. „Die Lage ist bedrohlich und die Ausgangssperre ist der notwendige nächste Schritt.

"Ich kann nur nochmals an jeden Einzelnen appellieren: Halten Sie sich an die AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske), vermeiden Sie jegliche nicht notwendigen sozialen Kontakte, nehmen Sie Rücksicht aufeinander“, so Landrat Klaus Peter Schellhaas. „Die Pandemie verlangt gerade sehr viel von uns allen ab. Ich bitte eindringlich darum, dass sich jeder an die Maßnahmen hält, damit die Infektionszahlen sinken und dadurch ein wenig Normalität in unseren Alltag einkehren kann.“

Die Allgemeinverfügung zur Ausgangssperre ist am 20.12. bekanntgegeben worden. Sobald der 7-Tages-Inzidenzwert fünf Tage in Folge unter 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt, wird die Ausgangssperre aufgehoben. Die Prüfung, ob der 7-Tages-Inzidenzwert an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten wurde, erfolgt erstmals am 4. Januar 2021.

Hinweis: Corona-Testcenter über die Weihnachtstage, Silvester und Neujahr geschlossen

Das Corona-Testcenter in der Bessunger Straße 125 in Darmstadt hat über die Weihnachtstage (24. bis 26. Dezember) und auch am 31. Dezember sowie am 1. Januar geschlossen.
Die Corona-Testcenter in Heppenheim und Frankfurt haben an den Feiertagen geöffnet.
Am Sonntag, 27. Dezember, und am Samstag, 2. Januar, hat das Testcenter in Darmstadt von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KV-H) empfiehlt bei einem Verdacht einer Corona-Infektion den Hausarzt und/oder den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der 116 117 anzurufen und nicht einfach zu einem Testcenter zu fahren. (as)

17.12. Inzidenz 179 / 13.12. Inzidenz  154

26.11. Zwei Impfzentren im LaDaDi

Am 23.11. hat der Krisenstab der Hessischen Landesregierung die Kreise und kreisfreien Städte mit ihren Gesundheitsämtern und unteren Katastrophenschutzbehörden beauftragt, landesweit Impfzentren einzurichten. Der Bund rechnet damit, dass ein Impfstoff gegen das Corona-Virus ab Mitte Dezember zur Verfügung stehen wird. Die Hessische Landesregierung geht davon aus, dass in Hessen rund 4 Millionen der 6,2 Millionen Hessinnen und Hessen geimpft werden müssen, um eine Impfquote von 60 Prozent zu erreichen. Nach Expertenmeinungen ist diese Impfquote notwendig, um der Corona-Pandemie wirkungsvoll begegnen zu können.

Nur mal angenommen: Sie hätten über zwei Ecken Kontakt zu einem Covid-19-Positiven

Sie hätten am 19.10. Kontakt zu jemandem gehabt, der am 17.10. länger Kontakt zu einem zwischenzeitlich positiv Getesteten hatte, dessen Ergebnis erst freitags spätabends eintraf. Nun denken Sie: ich sollte mich wohl testen lassen, bevor ich das Virus weiter übertrage.
Freitagabends 22 Uhr erreichen Sie die 116 117 relativ schnell, und es ist ein sehr netter Berater am Telefon.

Alte und neue Sorten im Vergleich

(BZfE) – Weizenkörner bestehen zu etwa 70 Prozent aus Stärke. Ihr Eiweißanteil liegt in der Regel bei 10 bis 12 Prozent. Gluten, das sogenannte Klebereiweiß, macht davon mit etwa 75 bis 80 Prozent den Löwenanteil aus. Es handelt sich bei Gluten um ein Stoffgemisch aus verschiedenen Eiweißmolekülen. Diese lassen sich grob in zwei Untergruppen einteilen: die „Gliadine“ und die „Glutenine“. Insbesondere die Eiweißgruppe der Gliadine steht im Verdacht, unerwünschte Immunreaktionen hervorzurufen.

Eine glutenfreie Ernährung ist in den vergangenen zehn Jahren zunehmen populär geworden, obwohl sie für viele Menschen nicht notwendig wäre.

Projekt Landpartie 2.0 verlängert

Kreis Bergstraße (kb). Der Kreis Bergstraße nimmt bereits seit 2016 gemeinsam mit dem Landkreis Fulda und dem Hochtaunuskreis am deutschlandweit einmaligen Modell „Landpartie 2.0.“ des Instituts für Allgemeinmedizin der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main teil. Frühzeitiger Patientenkontakt und regelmäßige Praxisphasen in einer Eins-zu-Eins-Betreuung sind das Markenzeichen der "Landpartie 2.0“ und zugleich der Wunsch vieler Medizinstudierender. Bei diesem Angebot verbringen die Studierenden ihr Blockpraktikum „Allgemeinmedizin“ in einer Hausarztpraxis – zum Beispiel im Kreis Bergstraße. Ziel ist es, angehenden Medizinerinnen und Medizinern bereits während dieses Praktikums die Möglichkeit zu geben, mehr praktische Erfahrungen zu sammeln, die hausärztliche Tätigkeit in ländlichen Regionen kennenzulernen und damit für medizinischen Nachwuchs für die Hausarztpraxen zu sorgen.

Im Sommer 2020 habe ich eine Durchblick-Umfrage unter ortsansässigen Metzgern und Landwirten durchgeführt, diese ergab, gibt es verschiedene Wege zur Verarbeitung von Schlachtvieh. Lesen Sie hier über die unterschiedlichen Konzepte der Metzger Gunther Hornung, Dieter Rossmann, Karl-Heinz Hechler sowie von Landwirt Björn Reinig und was sie über manche Regelungen denken. Ihre Marieta Hiller

Woher kommt das Fleisch?

Bei Schweinefleisch ist die Herkunft für Verbraucher und für Metzger nur bis zum Zerlegebetrieb zurückverfolgbar. Bei Rindfleisch gibt es eine Etikettierung, jedoch bestimmt der Zerleger, was draufsteht. "Deutschland" ist ausreichend, jede nähere Bezeichnung ist freiwillig, muß dann aber belegbar sein.

Achtung: dieser Beitrag wird ständig ergänzt, daher ganz bis unten scrollen. Es sind viele nützliche Links und Informationen enthalten!

*Zitat Benjamin Konietzny (n-tv): Was in den Schlachtfabriken vor sich geht, will der Verbraucher nicht sehen, wie Benjamin Konietzny feststellt. Das sei wenig verwunderlich, schließlich liege das Elend dort fast allein in seiner Verantwortung. Lesen Sie den ganzen Kommentar von Benjamin Konietzny auf https://www.n-tv.de/autoren/Benjamin-Konietzny-article14586521.html und schalten Sie Ihr Gehirn ein...

Der Mensch ist was er ißt - und bekommt die entsprechende Quittung: durchbrechen Sie asoziale Lieferketten