Im Zusammenhang mit dem 110-jährigen Todestag des Landschaftsmalers August Wondra (1857-1921) im Jahre 2021 und zur Erinnerung an frühere Zeiten wurden in Lützelbach an der Bushaltestelle Brandauer-Straße sowie an der Brunnengasse/Ecke Lichtenberger-Weg je eine Informationstafel angebracht, die über die Maler und ihre Werke informieren. Hierfür wurden die bisherigen Hinweistafeln des früheren Gasthof Birkenhof verwendet, die freundlicher Weise zur Verfügung gestellt wurden. Ernst Wege, Lützelbach

 

 Bitte lesen Sie dazu auch: Das unbekannte* Vermächtnis von Lützelbach: Künstlerkolonie als schöpferischer Rückzugsort

Landkreis Darmstadt-Dieburg erhält 100.000 Euro Förderung: „Open-Air, live und bunt / Sommerkultur im LaDaDi“ - Veranstaltungen vom 13. Juni bis 19. September 2021

Die Entscheidung, welche Städte und Landkreise gefördert werden, ist gefallen: Bewilligt wurden 117 Anträge, 63 kreisfreie Städte und 54 Landkreise werden bundesweit unterstützt. Das entspricht einer Förderquote von 80 Prozent aller Anträge. Die Corona-Pandemie hat den Kulturbereich schwer getroffen: Museen, Theater, Clubs und Konzerthäuser waren die ersten, die schließen mussten. Veranstaltungen wurden verschoben oder abgesagt. Viele Kunst- und Kulturschaffende verloren damit die Möglichkeit, ihre Arbeit vor einem Live-Publikum zu präsentieren.

Darauf haben alle in der Pandemie gewartet: Dass es endlich wieder losgeht! Um den ersehnten Neustart im Kulturbereich zu unterstützen, hat das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst im April 2021 ein mehrgliederiges Förderprogramm, das Kulturpaket II, aufgelegt. „Ein Ziel des Programms ist die Einrichtung Pandemie-kompatibler Pop up-Spielstätten im gesamten hessischen Landesgebiet“, heißt es dazu in den Richtlinien. Lorsch hat sich erfolgreich um diese Förderung bemüht: Innerhalb der Förderlinie B für Kommunen unter 20 000 Einwohner wurden Gelder in Höhe von 40 000 € und damit die höchstmögliche Fördersumme zugesagt.

De Guggugg alias Jürgen Poth schreibt in seinem "Neije Joahreszeite-Briefsche":

Liebe Freunde von Folklore und südhessischer Mundart!
Schon mehr als ein Jahr geht das nun so: „AHA-Regeln-beachten“-Durchhalteparolen, „Alles-wird-gut“-Aufmunterungen, „Deutschland-ist-auch-schön“-Urlaubswerbung … und Musik ohne euch, mein Publikum! Es macht irgendwie keinen Spaß, still im Keller vor sich hin zu klimpern,

Verstaubt? Von wegen! Die Museen im Landkreis Darmstadt-Dieburg

Vielfältig und bunt sind die 21 Museen im Landkreis Darmstadt-Dieburg, die in der übersichtlich gestalteten und reich bebilderten Broschüre zu entdecken sind. Ob Heimat- und ortskundliche Museen, Ausstellungen mit Industrie-, Handwerk- oder landwirtschaftlichem Schwerpunkt, 50 Millionen Jahre alte Fossilien oder Funde aus der Römerzeit, Museen im Schloss oder im Fachwerkhaus, im ehemaligen Schulgebäude oder im Rathaus, im Turm oder einer Mühle, im Bahnhof oder einer Remise, in einer herrschaftlichen Villa oder im Ladengeschäft – alle stehen für eine tiefe Verwurzelung mit der Region.

Ist Kunst sinnfrei?

Man neigt ja immer dazu, auch mit künstlerischen Mitteln eine Botschaft zu verbinden.
Da gibt es Literature engagée, die afrikanische Literaturbewegung negritude und Heinrich Böll. Auch Gemälde wie Picassos 'Guernica' tragen ganz sicher eine Botschaft.

Doch auch das Sinnfreie ist in der Kunst erlaubt und zuhause. Das fiel mir kürzlich auf, als ich durch Brensbach fuhr.

Kostenloser Online-Kurs "Modautaler Projektchor Online-Stimmbildung" mit Leana Alkema ab Mi, 10.03. um 21 Uhr

Foto: Yvonne Albe, Logodesign: Alyona Rutzen

Freischaffende Künstler gegen kulturelle Stille:

Ausstellungen und Konzerte können nicht stattfinden. So suchen sie nach Alternativen: virtuelle Ausstellungen oder auch Freiluftveranstaltungen für die Zeit nach dem Lockdown.
Kunst ist stets Interpretationssache. Einsam im stillen Kämmerlein genossen fehlt ihr das Wichtigste: der Austausch mit anderen Menschen. Ohne gemeinschaftlichen Kunstgenuß fehlt uns das Wesentliche. Ein Jahr Covid 19 Pandemie läßt erste Schlüsse zu, wie sich die mehr oder minder freiwillige  Abkapselung von Mitmenschen auswirkt: Verschwörungstheorien und Filterblasen greifen um sich, ersetzen vielfach soziales Miteinander durch Social-media-Isolation. Wirkliche Kommunikation mit Menschen bietet aber viel mehr.

Und so versuchen wir an dieser Stelle, Künstlern ein Forum zu bieten, wie wir uns von Mensch zu Mensch über Schönes freuen können.

In seinem Weihnachtsgruß an die Freunde des Felsenmeeres ging Günther Dekker auf einen berühmten früheren Gast ein: Georg Büchner.

"Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen" hat Johann Wolfgang von Goethe gesagt. Im Felsenmeer war er offenbar nicht, denn kein Wort kam dazu aus seiner Feder.
Wohl aber Büchner, der Bürgerrechts-Streiter und Sozialkritiker aus Südhessen. Unter dem Titel "Romanze mit der Revolution" machte sich Jule Reiner  2013 für den Deutschlandfunk auf Spurensuche. "Auf Georg Büchners Wanderwegen an der hessischen Bergstrasse" besuchte sie Zwingenberg, Burg Frankenstein, Fürstenlager und Felsenmeer.

Rainer Scheffler zeigt im Nibelungen-Kunst-Palast in Elmshausen, sobald wieder gefahrlos möglich, seine aktuelle Ausstellung "Tierisch viel Seele" mit 26 Tierporträts in Acryl auf Papier und Leinwand. Und es wird ein (kostenloses) Konzert - natürlich ohne Risiko - am gleichen Ort geben. Da wird dann der Hut rumgehen, zu gleichen Teilen fürs soziale Tiernetz Bensheim (kümmert sich um die Hunde von Wohnungslosen) und für das Tierheim Heppenheim. 

Der Reichenbacher Maler Reinhold Mayer, dessen Gemälde die Titelseite des Reichenbacher Heimatbuches ziert, ebenso die Außenwand des Schützenhauses in Reichenbach, hat auch sehr filigrane Objekte geschaffen: eine Milchkanne. Sechs Reichenbacher Ortsansichten zeigt das Objekt, das von Familie Heinze gestiftet wurde und im Rathaus Reichenbach zu sehen ist. Felsenmeer, Riesensäule, Hohensteinfelsen, Marktplatz, Blick auf das Dorf, und Gustavsbrück' zeigen die sechs Vignetten, jeweils reich verziert mit Wappen und Blumenmotiven.

In diesem Jahr finden die Bensheimer Musiktage, die vom Oratorienchor der Michaelsgemeinde, Kammerchor St. Georg, dem Kammerchor Cantemus, dem ars-musica-Chor sowie dem Collegium Musicum Bergstrasse ausgetragen werden, unter erschwerten Bedingungen statt, weil Chöre in Zeiten der Corona-Pandemie nicht Proben konnten und Aufführungsorte wegen Abstandsregeln nicht möglich sind.

Den Auftakt versucht nun das Collgium Musicum Bergstrasse unter seinem neuen Dirigenten Kushtrim Gashi am 26.9.2020 im Bürgerhaus Sonne in Alsbach und hoffentlich am 27.9.2020 in Bensheim.