Verkehrsbeschränkung und Vollsperrung der L3098 in Reichenbach wegen Bauarbeiten: Ampelregelung an der Beedenkirchener Straße ab 4. Juli / Vollsperrung ab 25. Juli

Für die Anbindung an das Glasfasernetz im Auftrag der GGEW sind ab dem 04.07.2022 Bauarbeiten am Streckenabschnitt der L3098 im Bereich der Beedenkirchener Straße, Hausnummern 3 bis 45, in Reichenbach erforderlich. Im ersten Bauabschnitt wird dort ab dem 04.07 bis zum 24.07. auf Höhe der Hausnummern 21 bis 45 eine Ampelregelung eingerichtet, so dass der Verkehr in diesem Zeitraum jeweils in eine Richtung laufen kann. Ab Ferienbeginn wird die Bautätigkeit im zweiten Bauabschnitt vom 25.07. bis zum 06.08. aufgrund der geringen Breite auf Fahrbahn und Gehweg unter Vollsperrung eingerichtet. Dies betrifft den Abschnitt der Hausnummern 3 bis 21 der Beedenkirchener Straße.
Da für die Rettungs- und Einsatzkräfte im ersten Bauabschnitt von 04. bis 24.07. die Zufahrt zum Felsenmeer unter Vorrangschaltung der Ampelanlage betrieben wird, bittet die Straßenverkehrsbehörde des Kreises Bergstraße um besondere Beachtung der Rotphase, die auf Anforderung im Einsatzfall betrieben wird. Ein Versuch, noch schnell bei Rot durchzukommen, könnte schwerwiegende Folgen haben. Da saisonal leider viele Fahrten zum Felsenmeer zu erwarten sind, wird dem Rettungsdienst, der Feuerwehr und Polizei auch während der Vollsperrung die Durchfahrt vom Bauunternehmen ermöglicht.
Während der gesamten Bauzeit wird der Schwerverkehr ab 7,5 Tonnen umgeleitet, ab der Vollsperrung sind alle Verkehrsteilnehmenden gebeten, die ausgeschilderte Umleitungsstrecke zu nutzen: Auf der B47, Reichenbach weiter bis Gadernheim fahren – links auf die L3099 Richtung Brandau abbiegen – in Brandau zunächst weiter auf der L3099 (dazu links auf die Odenwaldstraße), dann links abbiegen auf die K69 /Modaustraße bis Beedenkirchen – in Beedenkirchen links abbiegen auf die L3098 /Reichenbacher Str. bis Reichenbach.
Die Linien 664 und MO2 des ÖPNV werden während der halbseitigen Sperrung weiter betrieben. Ab dem 25.07. entfällt die 664, die Linie MO2 fährt bis zum Felsenmeer und von dort zurück.
Die Besucher des Felsenmeers sind angehalten auf die Haltverbote zu achten, um dem Linienverkehr die Wendemöglichkeiten freizuhalten. Widrig abgestellte Fahrzeuge müssen kostenpflichtig abgeschleppt werden.
 

 

Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße | ZAKBAm Brunnengewännchen 568623 Lampertheim-Hüttenfeld

Seit August 2021 scannen Sammelfahrzeuge des Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB) die Biotonnen auf falsch entsorgte Abfälle. Bei Verstößen gab es bisher eine Gelbe Karte als Verwarnung, ab 1. März 2022 beginnt die rote Phase und die Tonnen von Falschtrennern bleiben stehen.

Bioabfall hat jede Menge Potenzial – für die Erzeugung von grüner Energie und die Herstellung von Kompost. Wären da nicht die falsch entsorgten Abfälle in den Biobehältern, die eine Weiterverarbeitung erschweren und hohe Kosten verursachen. Um die Qualität der Bioabfälle zu verbessern, ist der ZAKB begleitend zu seiner Aufklärungsarbeit vergangenen Sommer einen konsequenten, aber leider notwendigen Schritt gegangen und hat Sammelfahrzeuge mit elektronischen Detektoren für Fremdstoffe ausgestattet.

Da es nun das 9-Euro-Ticket gibt, habe ich beschlossen im Juni möglichst viele Fahrten per ÖPNV zu machen. Hier lesen Sie, wie es mir ergehen wird.

In den Monaten Juni, Juli und August 2022 können Fahrgäste deutschlandweit für neun Euro im Monat den ÖPNV nutzen. Das Ticket gilt in allen Bussen und Bahnen des Nahverkehrs in der zweiten Klasse, jedoch nicht im IC oder ICE. Die Linie AIR ist im Aktionszeitraum nach wie vor zuschlagspflichtig. Das Ticket kann direkt im Bus gekauft werden, so spart man sich schon einmal den Ärger am Anfang: mit Fahrscheinautomaten habe ich keinen guten Vertrag. Entweder sie funktionieren nicht oder man versteht nicht was sie von einem wollen. Woher soll ich in einer fremden Stadt wissen, in welchem Bezirk mein Zielausstieg liegt, wieviele Waben ich nutzen will, welche Preisklasse ich wählen muß? Nimmt die blöde Kiste Münzen oder EC-Karte?

Ich muß nicht an den Fahrkartenautomat! Damit ist die schwierigste Hürde geschafft...

Gut klappt alles, wenn ich einen menschlichen Ansprechpartner habe: wenn ich schon in Lautern beim Einstieg in den Bus alles bekomme was ich brauche. Busfahrer und Busfahrerinnen sind immer freundlich und kompetent, so meine Erfahrung. Einen Fahrkartenschalter im Bahnhof sucht man dagegen meist leider vergebens.

Und so kommt es, daß ich immer IMMER immer mit dem Auto fahre. Für meinen "Testmonat ÖPNV" werde ich mir mal extra Zeit und Geduld nehmen und schauen wo es mich alles hinbringt.

3. Juni: Zahnarztbesuch in Rimbach

Neee, beim besten Willen nicht: eine Stunde 13 Minuten mit drei Umstiegen - mit dem Auto bin ich in 35 Minuten dort.

4. Juni: wie komme ich mit ÖPNV zu einem Sonderzug von Darmstadt nach München und zurück?

Das historische Bahnbetriebswerk Gießen e.V. veranstaltet endlich mal wieder eine Sonderfahrt, Start ist in Marburg, Ziel ist München. Wir werden in Darmstadt HBF zusteigen und freuen uns wie Bolle. Um wieviel Uhr? Das wissen wir sechs Tage vor der Fahrt leider noch nicht: "Leider fehlen uns zum jetzigen Zeitpunkt immer noch die genauen Fahrzeiten des Zuges. Dies liegt daran, dass das Fahrplanbüro der Deutschen Bahn chronisch unterbesetzt ist. Trotz mehrfachen Nachfragen fehlen uns immer noch die genauen Zeiten." schreibt der Veranstalter. Es bleibt spannend...

Inzwischen haben wir die Fahrt am 4. Juni sehr genossen und sind zurück zuhause. Nicht zuletzt haben wir das den ehrenamtlichen Organisatoren des Vereins historisches Bahnbetriebswerk Gießen e.V. zu verdanken, weniger dagegen dem ÖPNV. Der endgültige Fahrplan versprach uns die Abfahrt in Darmstadt Hbf um 7.30 Uhr. Somit schied die Möglichkeit mit Bus und Bahn von Lautern aus dorthin zu kommen aus. Denn die erste Fahrmöglichkeit wäre um 6.24 Uhr in Darmstadt, aber wer will schon eine geschlagene Stunde auf dem Bahnhof zubringen, wenn alle Geschäfte noch geschlossen haben. Die nächste Verbindung wäre um 7.26 Uhr in Darmstadt gewesen, aber 10 Gleise vom Sonderzug entfernt. Also unmöglich. Wenn es sinnvoll gewesen wäre, dann wären wir um 6.31 Uhr in Lautern in den Bus gestiegen und um 6.53 in Bensheim in den Zug nach Darmstadt. Also ließen wir uns fahren. Am Bahnsteig verkündete uns dann die freundliche Stimme des Lautsprechers, daß der Sonderzug aus Marburg voraussichtlich 60 Minuten Verspätung haben würde. Jetzt saßen wir also doch eine Stunde auf dem Bahnhof fest. Die Gründe für die Verspätung hat die Deutsche Bahn verschuldet, der Lokführer unserer 103 holte diese bis München so gut auf, daß wir dort sogar ein paar Minuten zu früh ankamen. Erst im Sonderzug konnte uns die Zeit für die Rückfahrt mitgeteilt werden. "Der Fehler lag bei der DB in einem Verwaltungsgebäude in Frankfurt. Wir Eisenbahner leiden in den letzten Jahren immer wieder unter Fehlern der Konzernführung bzw. des massiven Personalabbaus in vielen Bereichen." Wir sollten bitte nicht das Zugbegleitpersonal - das zum Teil aus DB-Mitarbeitern bestand - dafür verantwortlich machen.

Bahnfahren in Deutschland: immer für eine Überraschung gut. Bewundernswert, wie die Mitarbeiter direkt am Kunden damit umgehen. Sie müssen sich anhören, was die Politik verbockt hat. Die heutige Personalstruktur der Deutschen Bahn war ja politisch gewollt, und wer hat diese Politiker bloß gewählt?

Rückfahrt: wir wußten also nur, daß es um 18.13 Uhr zurückgeht, aber nicht von welchem Gleis. Wir saßen im Hbf München und hielten die Abfahrtstafel streng im Blick. Die Anzeigen reichten nur eine halbe Stunde in die Zukunft, die Spannung blieb also bis zuletzt. Und dann wieder so ein Knaller: während wir auf die Haupt-Abfahrtstafel starren, fällt einer Mitfahrerin auf, daß eine kleine Abfahrtstafel seitlich, im Schatten gelegen und schlecht einsehbar, genau UNSEREN Zug anzeigt! Das war 15 Minuten vor Abfahrt...

7. Juni: meinen Solawi-Anteil in Hoxhohl abholen

Neee, in der Zeit wäre das Gemüse ja welk! 53 Fahrminuten mit zwei Umstiegen (einfach wohlgemerkt)! Mit dem Auto: 15 Minuten hin und rück...

10.6. Die Jubiläumsfeier 50 Jahre Lautertal

Am 10. Juni von 18 bis ca. 21.30 Uhr findet die Feier in der Lautertalhalle statt. Am 20. Mai habe ich bei bahn.de nachgeschaut wie ein Bus fährt. Denn die Gemeinde hatte zwar den Fahrplan der neuen Buslinie MO2 angehängt und ausdrücklich gebeten, mit ÖPNV anzureisen. Dieser Fahrplan nutzt mir aber nichts, wenn ich in Lautern einsteigen und abends auch wieder ankommen möchte. Bahn.de bot mir eine Verbindung an, die mich zwar pünktlich um 18 Uhr zur der Lautertalhalle nahegelegenen Haltestelle bringt, und zwar in wenigen Minuten. Für die Heimfahrt nach 21 Uhr allerdings bot die Seite mir für 21.20 oder 22.20 Uhr eine Fahrt an, die eine Stunde dauert. So lange bin ich zu Fuß nicht unterwegs für diese Strecke! Das war am 20. Mai, und ich dachte mir: wer weiß wer bahn.de gehackt hat, guckst du mal ein paar Tage später nochmal nach. Und tatsächlich: am 30. Mai verrät mir die Anzeige auf bahn.de, daß der Bus sowohl auf der Hinfahrt nur 6 Minuten als auch auf der Rückfahrt acht Minuten braucht. Die zwei Minuten mehr rechne ich mal der enormen Steigung zwischen Elmshausen und Lautern zugute. Alles gut soweit, der 10. Juni wird zeigen wie der Spaß ausgeht.

Nun: der Spaß ist ausgegangen, und zwar gut. Hervorragend sogar. Der Bus fuhr pünktlich, nahm uns und unser 9-Euro-Ticket mit und hielt auch an der Haltestelle Sportplatz, von wo es 20 Fußminuten bis zur Lautertalhalle sind. Wir kamen also pünktlich dort an. Die Veranstaltung selbst zog sich allerdings länger als geplant, so daß wir uns beim drittletzten Programmpunkt auf den Rückweg machen mußten. Und siehe da: der Bus kam wieder pünktlich, nahm uns mit und ließ uns in Lautern aussteigen. Perfekt!

13.6. Erzählzeit in der Mittelpunktschule Gadernheim

Einmal die Woche bin ich vormittags in den beiden ersten Klassen der MPS und erzähle Märchen. Um 10.00 Uhr geht es los, und ich kann um 9.30 Uhr ab Lautern fahren, bis zur Haltestelle Schulzentrum. Perfekt! Zurück wäre es allerdings nur um 11.38 (zu knapp) oder um 12.48 (viel zu spät) gegangen. Zu Fuß bis zum Jarnacplatz und von dort um 11.40 oder 11.55 Uhr wäre aber perfekt gewesen. Ich mußte aber noch am Spargelständchen Obst und Spargel kaufen, und damit wäre das Busfahren schon wieder zu umständlich geworden...

Drei Worte zum Sinn der Aktion

Es war höchste Zeit, den ÖPNV attraktiver zu machen. Allerdings verraten einschlägige Statistiken, daß den meisten "ich-fahre-immer-mit-dem-Auto"-Nutzern gar nicht die Kosten zu hoch sind. Wer sein KFZ wirklich realistisch kalkuliert, für den wäre eine Fahrt zu 4.40 Euro von Lautern nach Bensheim definitiv nicht zu teuer, rechnet man noch die Parkhausgebühren (oder Knöllchen fürs Falschparken) mit ein.

Vielmehr sind es die Pünktlichkeit der Bahn und die Problematik, an eine Fahrkarte zu kommen, die das Bahnfahren unattraktiv macht. Arbeitgeber interessiert es nicht, wenn der Zug mal wieder Verspätung hat oder gar ausgefallen ist. Beim dritten Mal ist die fristlose Kündigung drin. Entspannen kann man im überbesetzten Zug auch nicht, wenn man einen Stehplatz hat oder sich mit Laut-Telefonierern oder anderen Schwadronierern auf den Sitzen quetscht. In meinem Auto riecht es so wie es mir gefällt, und ich höre auch nur das, was ich möchte. Ob ich nun mit dem Auto im Stau stecke oder mein Zug ausfällt oder auf offener Strecke einen Technikstop machen muß, ist da fast egal.

Zu der "Leichtigkeit, eine Fahrkarte zu ziehen" habe ich mich ja oben schon ausgelassen.

Und zu guter Letzt frage ich mich, wer die Konsequenzen des 9-Euro-Tickets trägt. Wer zahlt das alles? Wer organisiert die Anpassung an Spitzen in den Fahrgastzahlen? Wer schützt diejenigen, die die ganze Zeit schon brav ÖPNV nutzen, vor dem zu erwartenden Andrang? Wird die Aktion den ÖPNV letztlich attraktiver machen oder ihm den Todesstoß verpassen?

Ich bin gespannt! Marieta Hiller

Marieta Hiller

 

4. Mai 2022: Die Bauarbeiten zur Erneuerung der Fahrbahn im Zuge der Bundesstraße B 47 in der Ortsdurchfahrt Gadernheim laufen weiter wie geplant. Nun werden die Arbeiten in zwei weiteren Bauabschnitten fortgesetzt. Die gesamten Arbeiten dauern voraussichtlich bis September 2022 an. Seit vergangener Woche wird zum einen in Fahrtrichtung Bensheim von der Einmündung Ziegelhüttenweg bis etwa 20 Meter hinter die Einmündung Krehbergstraße gebaut. Die Einmündung Krehbergstraße ist im Zuge des Abschnittes vollgesperrt. Eine Umleitung über die Raidelbacher Straße ist eingerichtet. Ab 4. Mai werden zudem Arbeiten in einem weiteren Bauabschnitt in Fahrtrichtung Bensheim begonnen. Das rund 240 Meter lange Teilstück der Nibelungenstraße beginnt an der Einmündung Brandauer Weg und endet etwa auf Höhe der Hausnummer 691. Die Arbeiten in beiden Bauabschnitten dauern voraussichtlich bis Ende Mai an und werden, wie gehabt, unter halbseitiger Sperrung der Bundestraße durchgeführt. Der Verkehr wird mittels Baustellenampel geregelt.

Nachhaltig einkaufen im Supermarkt um die Ecke: Landrat Christian Engelhardt tauschte sich mit EDEKA Jakobi zum Thema Nachhaltigkeit aus

„Wie kann ich meinen Lebensstil unkompliziert nachhaltiger gestalten?“ – diese Frage stellen sich immer mehr Menschen. Zum einen, um ihren eigenen ökologischen Fußabdruck zu verringern und so etwas Gutes für das Klima und die Umwelt zu tun. Zum anderen aber auch, weil ihnen bewusst ist, dass die Ressourcen auf der Welt endlich sind. Eine Möglichkeit, um den Alltag im Handumdrehen nachhaltiger zu gestalten, ist, unverpackte Lebensmittel einzukaufen. Doch es gibt noch viel mehr Möglichkeiten, bereits beim Einkaufen nachhaltiger zu agieren – und das ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Darüber, welche beispielhaften Projekte und Angebote es bereits in unserer Region gibt, tauschte sich Landrat Christian Engelhardt vor Kurzem mit Marco und Ulrike Jakobi vom Bensheimer EDEKA-Markt Jakobi aus.

Eine Glosse

Kürzlich habe ich einen Kanister Neutralseife von einem bekannten Hersteller gekauft, nennen wir ihn der Einfachheit halber HuKu. Die Seife ist hervorragend, nachhaltig und in großem Gebinde auch plastiksparend. Ich habe dafür eigens mühsam die örtliche HuKu-Vertreterin erfragt, um direkt über sie zu bestellen. Pustekuchen: diese ist sehr nett und entgegenkommend, aber die Bestellung läuft über eine Internetseite, die Lieferung erfolgt durch halb Deutschland und bezahlt wird über einen schwedischen Dienstleister, den ich hier mal Klurnu nennen möchte.

Besserer ÖPNV im Lautertal: Verlängerung der DADINA-Linie MO2 nach Reichenbach

Direktverbindung Reichenbach - Reinheim

Anbindung Felsenmeer und weitere Fahrplananpassungen in der Region

Vom Plastikfasten bis zum Energie-Embargo: warum Einsparen das Wichtigste ist

Wir Verbraucher haben vieles in der Hand: wo wir einkaufen, was wir einkaufen und wieviel. Wer regional einkauft und bei Lebensmitteln auf die richtige Saison achtet, wird nach einiger Zeit feststellen, daß das Haushaltsbudget geschont wird. Zusätzlich braucht - bei richtiger Planung - nicht mehr soviel weggeworfen werden.

Sichere Abwasserkanäle für Bensheim, Biblis, Einhausen, Groß-Rohrheim und Lautertal

Abwasserkanäle müssen standsicher, betriebssicher und dicht sein. Hierfür ist der KMB (Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße) in seinen Mitgliedskommunen Bensheim, Biblis, Einhausen, Groß-Rohrheim und Lautertal zuständig. Um diese Anforderungen zu erfüllen, führt der KMB jährlich Kanalsanierungsmaßnahmen im Verbandsgebiet durch. Neben Reparaturarbeiten werden auch Renovierungsmaßnahmen und Erneuerungen umgesetzt. Die Vorarbeiten (TV-Untersuchung) für die Kanalsanierungen laufen seit dem 29.03.2022, beginnend in Groß-Rohrheim. Danach folgen die Vorarbeiten in Biblis, Einhausen, Bensheim und Lautertal. Insgesamt dauern die Sanierungsmaßnahmen im gesamten Verbandsgebiet bis Ende Mai 2023. Fünf Übersichtskarten zu den KMB Mitgliedskommunen mit Angabe der Straßen, in denen Kanalsanierungsmaßnahmen stattfinden, können auf der KMB-Website in der Rubrik „Abwasser“ abgerufen werden: https://www.kmb-bensheim.de/wp-content/uploads/2022/01/KMB_Kanalsanierungen-2022_Verbandsgebiet.pdf. Nach abgeschlossener Sanierungsmaßnahme werden die durchgeführten Arbeiten mittels einer Kamerainspektion überprüft.

 

Die von der Kanalsanierung direkt betroffenen Anwohner erhalten mit entsprechendem Vorlauf ein Informationsschreiben, an welchen Tagen die Maßnahmen ausgeführt werden. An diesen Tagen wird gebeten, sparsam mit Wasser umzugehen.

Kanalsanierung mit dem Inliner-Verfahren

Wenn der Abwasserkanal aufgrund seines Durchmessers ausreichend leistungsfähig ist und genug Abwasser ableiten kann, versucht der KMB, die Sanierungsarbeiten in geschlossener Bauweise auszuführen zu lassen. Das bedeutet, dass für die Arbeiten am Kanal die Straße nicht aufgebrochen werden muss. Stattdessen werden die bereits vorhandenen Schächte verwendet, um Zugang zu den Rohren zu erlangen. Im Gegensatz zur offenen Bauweise reduziert sich die Bauzeit deutlich und die Beeinträchtigungen für die Anwohner sind minimal.

Bei der Renovierung von Abwasserkanälen kommt in der Regel das Schlauchliner-Verfahren zum Einsatz. Es wird ein mit Kunstharz getränkter Glasfaserschlauch im alten Kanalrohr mit Luftdruck aufgestellt und mit Hilfe von UV-Licht ausgehärtet. Der Abwasserkanal kann noch am selben Tag nach einer Dichtheitsprüfung wieder in Betrieb genommen werden. Für eine Materialprüfung wird ein Probestück entnommen. Die Anschlüsse am sanierten Kanal werden im Nachgang durch Roboter oder händisch, je nach Dimension, wieder fachgerecht abgedichtet. Für diese verschiedenen Arbeitsschritte sind mehrere Arbeitskolonnen nötig, sodass es nötig sein kann, dass an einer Stelle mehrfach gearbeitet wird. Die verschiedenen Arbeitseinsätze dauern typischerweise einen Tag und beschränken sich auf den Bereich um die Kanalschächte.

Die Bauüberwachung wird von Ingenieuren des KMB durchgeführt. Wir bitten im Voraus um Verständnis für eventuell entstehende Beeinträchtigungen. Bei Fragen oder Anregungen stehen Herr Wondrak (zertifizierter Kanalsanierungsberater, 06251/1096-33) und Herr Schultheis (06251/1096-39) gerne zur Verfügung.

Statistik konkret – Band 7 räumliche Verflechtungen jetzt als Download verfügbar

Darmstadt-Dieburg – Der vorliegende siebte Band der Schriftenreihe Darmstadt-Dieburg Statistik konkret befasst sich mit den räumlichen Muster, die sich durch die Alltagsmobilität der Bevölkerung ergeben. Bei jeder alltäglichen Bewegung, wie dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkauf, schafft die Bevölkerung eine Verbindung zwischen ihrem Wohnort und ihrem Zielort. Wo viele Personen die gleichen Zielorte haben, bilden sich Muster heraus.

31. März: Fahrplanbuch ab sofort erhältlich

Das Fahrplanbuch für das Gebiet des Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbundes (RNN) und des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN) – der „Gesamtfahrplan RNN/VRN 2022“ – ist ab sofort erhältlich. Das teilen das Netzwerk bergstraße.mobil und der Fahrgastverband PRO BAHN in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.

Das 6 cm dicke Buch enthält auf über 2.480 Seiten sämtliche Bus-, Bahn, Ruftaxi- und Fährlinien in beiden Verbünden sowie ausgewählte Fernverkehrsverbindungen. Nach einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne (wir haben berichtet) und dem finanziellen Engagement der Herausgeber konnte der Verkaufspreis auf 22 Euro pro Exemplar (zzgl. Versand) reduziert werden.

„Wir sind immer noch überwältigt von der finanziellen Großzügigkeit, die uns in den letzten Monaten erreichte“, freut sich Peter Castellanos, der das Projekt im Auftrag der Herausgeber leitet. „Ohne diese Beiträge würde ein Exemplar bedingt durch die kleine Auflage deutlich mehr als 37 Euro kosten und das Projekt wäre mit Sicherheit gescheitert. Wir möchten an dieser Stelle der Stadt Viernheim, der Verkehrsgesellschaft Gersprenztal und allen beteiligten Privatpersonen für ihr selbstloses Engagement in unserem außergewöhnlichen Projekt danken”. Nicht zuletzt gelte auch den Interessenten großer Dank. Diese hätten durch ihre Nachfrage „nicht nur die Auflage gesichert, sondern ebenso gezeigt, dass gedruckte Fahrplanmedien weiterhin zum Produktportfolio einer professionellen Fahrgastinformation gehören müssen“, ergänzt Castellanos.

Die Einnahmen aus dem Verkauf dienen ausschließlich der Kofinanzierung der Herstellungskosten. Das Fahrplanbuch wurde in ehrenamtlicher Arbeit erstellt und stellt in seiner Zusammensetzung eine Neuheit dar. Für ein Druckwerk, das alle Linien zweier verschiedener Verbünde in sich vereint, gibt es kein Vorbild”, ist Castellanos überzeugt.

Von den 200 gedruckten Exemplaren sind (Stand 31.03.) noch 17 Stück erhältlich. Diese können unter www.t1p.de/fahrplanbuch oder 01577 9217391 (Ansprechpartner: Peter Castellanos; i.d.R. tägl. ab 19 Uhr erreichbar) bei den Herausgebern erworben werden. Darüber hinaus ist es im Bürgerbüro der Stadt Viernheim erhältlich, solange der Vorrat reicht. Die nächste Ausgabe des Fahrplanbuchs soll frühestens 2024 erscheinen.

Nov. 2021: Netzwerk bergstraße.mobil  /  PRO BAHN RV Starkenburg e.V. geben ehrenamtliches Fahrplanbuch heraus

Gedruckte Fahrplanbücher scheinen für manche aus der Zeit gefallen zu sein und sind längst kein Massenprodukt mehr. Nicht ohne Grund haben Online-Medien – vielerorts in Echtzeit – Fahrplanbücher etwas an den Rand gedrängt. Fahrpläne in Form gedruckter Bücher sind für bestimmte Nutzergruppen dennoch nach wie vor wichtig. Beispielsweise für Betriebspersonal, Verkehrsplaner oder Sachbearbeiter, die in bestimmten Situationen schnell alle Linienfahrpläne zur Hand brauchen. Aber auch außerhalb der Verkehrswirtschaft gibt es neben denen, die kein Smartphone bzw. mobiles Internet haben – laut Statista im Jahr 2020 immerhin 20 % der Bevölkerung – ÖPNV-Archivare oder "Nahverkehrs-Nerds", die die Entwicklung von Fahrplänen und Netzen studieren oder bewahren möchten. Kurzum: Printmedien ergänzen Online-Medien sinnvoll und tragen zu einer barrierefreien Fahrgastinformation bei, finden die Projektinitiatoren. Inzwischen (19.11.21) sind weit über 200 Bestellungen eingegangen, das Fahrplanbuch wird also gedruckt!

Dennoch sind Ende 2017 bzw. 2018 im Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund (RNN) und Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) die letzten regionsbezogenen Fahrplan-Gesamtausgaben erschienen. Allenfalls auf einzelne Kreise bzw. Linienbündel bezogene oder sehr kleinräumig konzentrierte Hefte gibt es noch. Diese werden aber leider entweder gar nicht oder nicht überall von Jahr zu Jahr neu aufgelegt. Dagegen hat sich die Geschäftsführung des benachbarten Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) zuletzt 2015 offensiv zu gedruckten Fahrplanmedien bekannt und sieht in ihnen sogar ein „Symbol für eine Beständigkeit“, wie aus dem Vorwort der entsprechenden Fahrplanbuch-Ausgabe hervorgeht. Sie werden durch die einzelnen Nahverkehrsorganisationen weiterhin aufgelegt, wenn auch mit tendenziell sinkender Auflage.

Im RNN- und VRN-Gebiet hängt es von Landkreis zu Landkreis bzw. von Kommune zu Komme ab, ob der „Aufwand“ der Fahrplanbuch-Erstellung betrieben wird. So z.B. in der Stadt Ladenburg oder im Landkreis Südliche Weinstraße, wo die Betroffenen – insbesondere Smartphone- oder PC-losen – nicht im Regen stehen gelassen werden und weiterhin etwas an die Hand bekommen können, wenn sie sich auf klassischem Weg über den ÖPNV informieren wollen. Die offiziellen Regionalbereich-bezogenen Fahrplanbücher der Verbünde deckten die vielerorts fehlenden lokalen Angebote ab – stellten also die einzige Möglichkeit dar, auf analogem Weg einen umfassenden Überblick über das Fahrtenangebot zu erhalten.

Fahrplanbuch von Fahrgästen für Fahrgäste

Durch den Wegfall der offiziellen Fahrplanbücher im RNN und VRN ist eine Informationslücke entstanden, die der PRO BAHN Regionalverband Starkenburg e.V. in Kooperation mit dem Netzwerk bergstraße.mobil zu schließen versucht. Konkret soll ein Fahrplanbuch für das Gebiet beider Verkehrsverbünde erstellt werden. Schon für das Fahrplanjahr 2020 ist das Fahrplanbuch für den Teilbereich "Bergstraße-Odenwald" erschienen und so gut angekommen, dass für 2022 noch eine Schippe drauf gelegt werden solle: „Wir wollen das gesamte ÖPNV-Angebot des RNN und VRN – von Bingen bis Zweibrücken, von Idar-Oberstein bis Sinsheim, von Lindenfels bis Landau und von Ingelheim bis Bad Mergentheim, natürlich einschließlich der Städte Kaiserslautern, Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg – in einem Buch abbilden. Wir sprechen hier von mehr als 1.000 Linien, die zunächst zusammengestellt und in eine druckfähige Form gesetzt werden müssen“, so Peter Castellanos, der für beide Herausgeber das Projektmanagement zum Fahrplanbuch betreut. „Wir gehen derzeit von schätzungsweise 2.000 Seiten aus, die das DIN A5 große Buch umfassen soll. Durch die Ausführung als Softcover, mit Klebebindung und Dünndruckpapier (36g/m²) soll es sich in der Gestaltung möglichst nahe an den Originalen des VRN orientieren“, so Castellanos weiter.

Da die Herausgeber unbedingt vermeiden wollen „für die Tonne“ zu produzieren, soll vor dem Druck die Nachfrage ermittelt werden. Hierzu wurde ein Interessensbekundungsverfahren gestartet, bei dem sich alle Interessierten anmelden können, um sich ein Fahrplanbuch zu sichern. Auf Basis der Nachfrage wird die Auflage bestimmt. Im Rahmen ihrer begrenzten Finanzmittel können die Herausgeber – anders als die Verbundorganisationen – nämlich keinen großen Vorrat produzieren. Durch die insgesamt vsl. kleine Auflage ist zu erwarten, dass die Kosten pro Exemplar vsl. etwas über den bisher gewohnten Preisen des VRN liegen werden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann leider noch keine verbindliche Aussage über die Kosten getroffen werden. Es gelte nur „je höher die Auflage umso niedriger die Kosten pro Exemplar“. Daher verpflichtet eine Interessensbekundung nicht zum Kauf. Um die Kosten pro Exemplar für die Interessenten weitestgehend zu minimieren, wurde eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Startnext gestartet (www.startnext.com/fahrplanbuch-rnn-vrn-2022). Wer sich mit mehr als 30 € beteiligt, wird im Fahrplanbuch als besonderer Unterstützer gewürdigt. Das Fahrplanbuch werde „ohne kommerzielles Interesse produziert; die Interessenten zahlen allein die Druck- und Versandkosten“, erklärt Castellanos abschließend.

Wer Interesse an dem Fahrplanbuch hat, kann sich über ein Online-Formular unter www.t1p.de/fahrplanbuch oder unter der Handynummer 01577 9217391 telefonisch/per SMS/per Threema beim Fahrplanbuchservice der Herausgeber (Ansprechpartner: Peter Castellanos) melden. Unter dem Link sind weitere Informationen zum Interessenbekundungsverfahren und häufig gestellte Fragen zu finden. Nach dem Druck kann das Fahrplanbuch im Bürgerbüro der Stadt Viernheim erworben werden. Weitere Vertriebsstellen werden gesucht.

Über die Herausgeber:

bergstraße.mobil ist ein Netzwerk, das an Mobilitätsthemen im Kreis Bergstraße interessierte Bürger und Organisationen vereinigt. Es setzt die erfolgreichen Aktivitäten des Fahrgastbeirats des Kreises Bergstraße fort, der zwischen 2017 und 2021 bestand, und engagiert sich vor allem für eine Verbesserung öffentlicher Verkehrsmittel, sowie des Rad- und Fußverkehrs.

Der PRO BAHN Regionalverband Starkenburg e.V. ist eine Gliederung des gemeinnützigen Fahrgastverbandes PRO BAHN und setzt sich in Südhessen (Darmstadt und Umland, einschl. des im VRN liegenden Kreises Bergstraße) für Fahrgastbelange und die Förderung des Schienenverkehrs ein.

 

Bild: © Netzwerk bergstraße.mobil

Endlich kann das Repair-Café Bergstraße wieder Veranstaltungen durchführen: im April findet zunächst ein Repair-Café ausschließlich für die Interessenten der Warteliste statt.

Am 28. Mai und am 25. Juni: 14-17 Uhr in der Laurentiusgemeinde Bensheim. Interessenten können ohne Voranmeldung um 14 Uhr kommen.

Weitere Infos: repaircafe-bergstrasse.de

Unser Beitrag auf dieser Seite: Repair Café Bergstraße