Immer mehr Menschen nutzen das Rad als Fortbewegungsmittel. Ob zur Arbeit, zur Schule oder in der Freizeit, das Fahrrad hat als Verkehrsmittel an Bedeutung gewonnen. Durch Corona hat dieser Trend nochmals einen deutlichen Schub erhalten. „Die Bergstraße ist Fahrradland“, findet Christian Engelhardt. Der Bergsträßer Landrat hat deshalb bereits Anfang 2019, lange vor Corona, die Entwicklung eines Radverkehrskonzepts für den Kreis in Auftrag gegeben. „Kurze Strecken zwischen den Gemeinden, im Ried und an der Bergstraße ein weitgehend flaches Terrain und zahlreiche schon bestehende Radwege, sind unsere Pluspunkte. Mit unserem Radverkehrskonzept wollen wir das bestehende Netz verbessern und erweitern“, so Engelhardt. Dass Engelhardt aufs Fahrrad setzt, hat mehrere Gründe: Entlastung des Straßenverkehrs, Nachhaltigkeitsaspekte, ein Beitrag zum Klimaschutz, das alles spielt für ihn eine Rolle. Ganz besonders sieht Engelhardt jedoch die Aspekte Fahrspaß und den Beitrag zur Gesundheit: „Schon täglich zweimal 15 Minuten Fußweg stärken unter anderem den Herz-Kreislauf.“

Auch bei der Entwicklung des Radverkehrskonzepts hat der Bergsträßer Landrat die Bürgerinnen und Bürger von Anfang an mit einbezogen. Ein breite Bürgerbeteiligung war Teil der Konzepterstellung. Und viele Bürgerinnen und Bürger haben mitgemacht. Mehr als 1.000 Bürgervorschläge sind eingegangen und mit über 500 Maßnahmenvorschlägen in das Konzept eingeflossen. Darunter sind größere bauliche Ausbauvorhaben, aber auch viele kleinere Maßnahmen, die verkehrsrechtlich ohne großen finanziellen Aufwand umsetzbar sind.

Jetzt ist das Konzept fertig und wird den Bürgerinnen und Bürgern in einer Reihe öffentlicher Veranstaltungen zusammen mit einem interessanten Begleitprogramm vorgestellt. Mit beteiligt sind das Planungsbüro RV-K aus Frankfurt, welches das Konzept erarbeitet hat, sowie als Partner der ADFC Bergstraße, das Polizeipräsidium Südhessen, Bereich Verkehrsprävention, sowie, für die Präsentationsveranstaltung in Lorsch, der Rad-Sportshop Odenwaldbike. „Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, sich das Konzept mit mir anzuschauen“, sagt Landrat Christian Engelhardt.

Folgende Veranstaltungstermine finden statt:

  • Freitag, 21.08.2020, um 18:00 Uhr in Lorsch, Platz am Pavillon, beim Paul-Schnitzer-Saal
  • Donnerstag, 03.09.2020, um 18:00 Uhr in Viernheim, Apostelplatz
  • Donnerstag, 11.09.2020, um 18:00 Uhr in Fürth, Rathausplatz

Mit dabei sind jeweils der ADFC Bergstraße mit einem Infostand, Kartentisch sowie einem „Schneckenrennen“. Die Polizeipräsidium Südhessen, Bereich Verkehrsprävention wird an einem Infostand zum Thema Fahrradsicherheit informieren. Außerdem kann man sich unter www.adfc-bergstrasse.de für eine Fahrrad-Codierung anmelden, die ab 16:00 Uhr am Veranstaltungstag am Veranstaltungsort stattfinden wird.

In Lorsch ist zusätzlich noch dabei der Rad-Sportshop Odenwaldbike mit praktischen Tipps und einer Ergonomieberatung.

Um das Infektionsrisiko bei den Veranstaltungen zu minieren, gelten Maskenpflicht sowie die allgemeinen Abstandsregeln. Jeder Besucher wird zum Zweck der Nachverfolgung von Infektionsketten registriert. Besucher mit Erkältungssymptomen erhalten keinen Einlass.

Vor wenigen Tagen gab Priska Hinz, hessische Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die sechs neuen hessischen Ökomodellregionen bekannt. Einer der Gewinner des Wettbewerbs ist der Kreis Bergstraße, der nun Teil der „Ökolandbau-Modellregion Süd“ wird. „Wir versuchen hier innovative Zukunftstechnologie mit nachhaltiger Flächenbewirtschaftung zu verbinden“, freut sich Landrat Christian Engelhardt über den Erfolg im Landeswettbewerb.

Ziel der Ökomodellregion Süd ist neben der Ausweitung der ökologischen Produktion gleichzeitig die Förderung regionaler Wertschöpfungsketten. Zusätzlich soll der gesteigerten Sensibilität der Verbraucher in Bezug auf Erzeuger, Verarbeiter und Vermarkter biologischer Produkte zielgerichtet begegnet werden. Für die Umsetzung des Entwicklungskonzepts erhält der Kreis Bergstraße eine finanzielle Förderung vom Land bis maximal 50.000 Euro pro Jahr für eine Projektmanagerin oder Projektmanager für eine Laufzeit von 5 Jahren Obendrauf gibt es noch eine Sachkostenpauschale.

„Das Ende der Evolution“ mit Prof. Dr. Matthias Glaubrecht, Centrum für Naturkunde (CeNak) der Universität Hamburg
am Freitag, 14. August 2020, 19 bis 21 Uhr im Naturschutzzentrum Bergstraße, An der Erlache 17 | Bensheim
 
Selbst wenn wir den Klimawandel in den Griff bekommen, ist damit das Problem des Artensterbens nicht gelöst. Denn die globale Erwärmung stellt angesichts der apokalyptischen Reiter, die in einem Akt der Verwüstung gegenwärtig über die Erde ziehen, nur einen der Nebenschauplätze dar: Bevölkerungsexplosion, Pandemie, Ressourcenverknappung, Umweltzerstörung und Artensterben. „Es ist noch nicht in den Köpfen der Menschen angekommen, dass wir neben dem Klimawandel mit dem Verschwinden der Arten ein erhebliches Problem haben", so Matthias Glaubrecht im ARD-Kulturmagazin ttt.
 
Der Evolutionsbiologe und Professor für die Biodiversität der Tiere befasst sich in seinem Buch "Das Ende der Evolution. Der Mensch und die Vernichtung der Arten“ (Dezember 2019) mit dieser anderen, von uns selbst geschaffenen Bedrohung. Denn laut UNO werden in den kommenden Jahrzehnten eine Million Arten aussterben, wenn wir unser Handeln nicht ändern. Das größte Massensterben seit dem Untergang der Dinosaurier.
 
Am Freitag, 14. August 2020, präsentiert Matthias Glaubrecht um 19 Uhr in einem anschaulichen Vortrag mit Lesung seine Monographie. Im Anschluss haben die Gäste die Möglichkeit, Fragen zu stellen und über das Gehörte zu diskutieren. Die Veranstaltung findet im Außenbereich des Naturschutzzentrums Bergstraße unter Berücksichtigung der gültigen Hygienebestimmungen statt. Der Eintritt ist frei. Es besteht die Möglichkeit, das Buch vor Ort zu erwerben (Preis: 38 Euro) und vom Autoren signieren zu lassen.
 
„Von Müsli und Kaffee am Morgen bis zu Pasta und Wein am Abend sind wir von der Natur abhängig“, so Moritz Müller vom Kreisvorstand der Bergsträßer Grünen. „Wir freuen uns, Matthias Glaubrecht als Vortragenden gewonnen zu haben, um unser Bergsträßer Nachhaltigkeitswochenende einzuläuten. Der renommierte Biologe wird in seiner Präsentation nicht auf Artenvielfalt und Artensterben eingeben, sondern auch das Verhältnis zwischen Natur und Mensch analysieren, das - wenn wir unser Verhalten nicht ändern - zum Ende der Evolution führen wird.“ 
 
„Nachhaltiges Konsumieren und Wirtschaften ist die Lösung für einen fairen Wandel innerhalb unserer planetaren Grenzen“, sagt Vorstandssprecher Matthias Schimpf weiter und verweist damit auf das Motto der diesjährigen Nachhaltigkeitsmesse.
 
Die 4. Bergsträßer Nachhaltigkeitsmesse unter dem Motto „Fairer Wandel“ wird am Samstag, 15. August 2020, von 9 bis 14 Uhr in der Bensheimer Innenstadt veranstaltet. Mehr als 15 Vereine, Verbände, Initiativen und Firmen werden an diesem Tag ihre Ideen, Konzepte und Produkte rund um das Thema Nachhaltigkeit ausstellen. Die Produktpalette reicht dabei von regionalen landwirtschaftlichen Erzeugnissen  über Fahrzeuge und Tierprodukte bis hin zu Papeterie und Mode aus recycelten Materialien.
 
Bündnis 90/DIE GRÜNEN Kreisverband Bergstraße - Moritz Müller
 
 

LINDENFELS. Die extremen Witterungseinflüsse als Auswirkung eines Klimawandels führen fast überall in Deutschland und Mitteleuropa zu großen Schäden in den Wäldern. Besonders im Bereich um die Kernstadt Lindenfels sind aktuell auch Laubbäume betroffen. Durch absterbende Bäume steigt hier die Gefahren im Wald: Trockene Äste und ganze Bäume können schon bei leichtem Wind zu Boden stürzen, deshalb ist beim Waldbesuch besondere Vorsicht geboten!

Wegen der Gefahrensituation wurde nun ein kurzes Teilstück des Nibelungensteiges und des Erlebniswanderweges Li 6, welche durch den Schlosswald führen, gesperrt

Die gleiche Problematik trifft auch bei zwei Wegen im Heilklima-Sport-Park Lindenfels zu. Hier muss im Bereich des Schenkenberges ebenfalls ein kurzes Teilstück einer Heilklima-Nordic Walking- und einer Heilklima-Wanderstrecke gesperrt werden.

Für all diese gesperrten Bereiche wurde eine lokale Umleitung ausgeschildert. Derzeit ist noch nicht abzusehen, wie lange diese Sperrungen andauern. (johe)

In Brandau und Lautern gab es in den letzten Wochen Wolfsrisse. Beim ersten Vorfall im Mai wurde leider versäumt, die getöteten Schafe und Lämmer auf Wolfs-DNA zu untersuchen, eine Woche später jedoch war es nachweislich ein Wolf, der Schafe gerissen hatte. Große Verunsicherung geht um: viele der Schafhalter - und auch andere Nutztierhalter - machen sich Sorgen. Denn wie schützt man Tiere vor dem Wolf?

Drei Tipps, damit die braune Tonne ohne ungebetene Gäste durch die warme Jahreszeit kommt.

Wenn die Temperaturen draußen steigen, kommen auch die Biotonnen ins Schwitzen. Das freut vor allem unliebsame Fliegenlarven, die es gerne warm, feucht und dunkel mögen. Damit Ihre braune Tonne in der heißen Jahreszeit möglichst frei von den ungebetenen Gästen bleibt, hat der Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB) drei Tipps parat:

Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße | ZAKB, Am Brunnengewännchen 5, 68623 Lampertheim-Hüttenfeld, www.zakb.de

Unterwegs im Kreis Bergstraße: das Umweltmobil für gefährliche Abfälle

Als mobile Anlaufstelle ermöglicht das Umweltmobil den Bürgerinnen und Bürgern eine wohnortnahe Entsorgung von „Sondermüll“.

Auch in der zweiten Jahreshälfte ist das Umweltmobil im Auftrag des Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB) wieder unterwegs, um sogenannte gefährliche Abfälle wie Verdünner, Frostschutzmittel oder Lacke einzusammeln. Für Privatpersonen und Gewerbebetriebe, mit weniger als 500 kg an gefährlichen Abfällen pro Jahr, ist die Abgabe der Chemikalien dort kostenlos.

Angenommen werden am Umweltmobil:

Düngemittel, Fotochemikalien (Fixierer, Entwickler), Haushaltsreiniger, Holzschutzmittel, Imprägniermittel, Insektenschutzmittel, Kalkentferner, Kosmetika, Laborchemikalien, Lacke und Lasuren (lösemittelhaltig), Leim- und Klebemittel, Lösungsmittel, Ölverschmutzte Betriebsmittel, Lampenkondensatoren, Pflanzenschutzmittel, Pinselreiniger, Rostschutzmittel, Quecksilberthermometer/-schalter, Säuren, Laugen, Spachtelmassen, Spraydosen, Verdünner und WC-Reiniger.

Die Gebindegröße darf 20 kg bzw. 20 l nicht überschreiten. Die maximale Anliefermenge beträgt 100 kg bzw. 100 l.

Alle Termine finden die Bürgerinnen und Bürger auf ihrem Abfallkalender, in der ZAKB-App oder unter www.zakb.de.

Hinweis: Alle Termine für das 2. Halbjahr 2020 sowie weitere Informationen zu den Annahmebedingungen entnehmen Sie bitte den beigefügten Dokumenten.

Über den Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB)

Als kommunaler Entsorger sammelt, verwertet und beseitigt der ZAKB alle Abfälle aus privaten Haushalten im Kreis Bergstraße. Gemeinsam mit den beiden Tochtergesellschaften, der ZAKB Service GmbH und der ZAKB Energie und Dienstleistungs GmbH, beschäftigt er rund 230 Mitarbeiter/innen und betreibt zahlreiche eigene Anlagen an mehreren Standorten in der Region – von einem Abfallwirtschaftszentrum, über Wertstoffhöfe und Sammelstellen bis hin zu einem Energiepark. Durch die Nutzung von Sonne, Biomasse und Deponiegas versorgt der ZAKB jährlich mehrere hundert Haushalte mit Wärme und Strom aus erneuerbaren Energieträgern. So leistet der Zweckverband einen Beitrag zur Energiewende im Kreis Bergstraße.

 

Das Umweltinstitut München berichtet:

Noch vor wenigen Jahren wäre es undenkbar gewesen: Die EU-Kommission will den Einsatz von Pestiziden bis 2030 halbieren! Bisher schreckte Brüssel lange vor konkreten Reduktionszielen zurück – zu groß war der Einfluss der mächtigen Agrarlobby.
Doch langsam wendet sich das Blatt: Der Druck unserer Europäischen Bürgerinitiative (EBI) „Bienen und Bauern retten“ zeigt Wirkung. Das zeigt auch die Antwort von Kommissions-Vizepräsident Frans Timmermans auf unseren Brief, in dem wir ein EU-weites Komplettverbot von Pestiziden fordern: Unsere Forderungen seien bei der Ausgestaltung der nun vorgestellten Biodiversitäts- und „Farm-to-Fork"-Strategien berücksichtigt worden.

Jetzt dürfen wir auf keinen Fall lockerlassen! Denn noch ist die Halbierung des Pestizideinsatzes in kein Gesetz gegossen, sondern nur ein Vorschlag. Dabei wäre so viel mehr nötig: Auch die Hälfte an Gift ist immer noch zu viel Gift für uns und unsere Umwelt. Wir brauchen den vollständigen Ausstieg aus der Ackerchemie!

Helfen Sie uns jetzt, eine Million Unterschriften für die EBI zu erreichen. Covid-19 hat unserer Unterschriftensammlung auf den Straßen und Plätzen Europas einen schweren Schlag versetzt. Deshalb kommt es jetzt noch mehr als zuvor darauf an, dass wir online so viele Menschen wie möglich mobilisieren.

Direktlink zur Aktion

Einige Fragen & Antworten zum Schornsteinfegerhandwerk und seinen wichtigen Diensten in Corona-Zeiten

Muss man derzeit den Schornsteinfeger ins Haus lassen? Nach der Vereinbarung der Bundesregierung und der Ministerpräsidenten der Länder vom 16. März 2020 können Handwerker und andere Dienstleister grundsätzlich ihre Tätigkeiten weiterhin ausüben. Dies gilt auch für Schornsteinfeger, denn Sie arbeiten im Dienst der Gefahrenabwehr zum Schutz von Leib, Leben und Gesundheit (§ 1 Absatz 1 Schornsteinfegerhandwerksgesetz (SchfHwG)). Schornsteinfegertätigkeiten können deshalb nicht dauerhaft aufgeschoben werden. Für Kehren, Prüfen und Messen nach Feuerstättenbescheid gilt: Alle Arbeiten, die ohne Risiko durchgeführt werden können, sollten grundsätzlich - unter Berücksichtigung der bekannten Verhaltens- und Hygienemaßnahmen - auch durchgeführt werden. Abweichend davon gilt für die Feuerstättenschau: Die Feuerstättenschau ist 2x in 7 Jahren durchzuführen, frühestens nach Ablauf von 3 Jahren. Die Feuerstättenschau wäre demnach auch bis zum Ablauf des 4. Jahres fristgerecht.

Sie kann daher in diesem Rahmen angemessen verschoben werden, falls nachgenannte wichtige Gründe (Quarantäne; Risikogruppe) vorliegen. Für die Abnahme neuer oder wesentlich geänderter Feuerungsanlagen gilt: Der Eigentümer entscheidet, wann der zuständige bezirksbevollmächtigte Schornsteinfeger zum Abnahmetermin kommt. Zu beachten ist: Ohne Bescheinigung der sicheren Benutzbarkeit des zuständigen bezirksbevollmächtigten Schornsteinfegers darf die neue Anlage nicht in Betrieb genommen werden. Was ist, wenn ich nachweislich am Covid19-Virus erkrankt bin oder wenn ich zu einer der Risikogruppen laut Robert-Koch-Institut (RKI) gehöre? Die aktuelle Bedrohungslage durch das Corona-Virus erfordert jetzt praxisbezogene Lösungsansätze. Es gilt die Abwägung im Einzelfall. Ebenda kann es vorübergehende Einschränkungen geben, zum einen, weil Kunden unter Quarantäne stehen und die Sicherheit des Schornsteinfegers nicht gewährleistet ist. Zum anderen kann aus gesundheitlichen Erwägungen dem Schornsteinfeger der Zutritt zum Haus oder der Wohnung nicht gestattet werden, weil die dringend besonders zu schützende Person, die einer der vom Robert-Koch-Institut (RKI) benannten Risikogruppen angehört, nicht in einem Raum sicher separiert werden kann, der nicht von dem Schornsteinfeger begangen werden muss. In diesen Fällen und nur in diesen Fällen benachrichtigen Sie bitte Ihren Schornsteinfeger telefonisch, dass Sie die im Feuerstättenbescheid rechtsverbindlich festgesetzten Fristen nicht einhalten oder den angemeldeten Termin zur Feuerstättenschau nicht wahrnehmen können. Dies gilt auch und besonders dann, wenn Sie üblicherweise von einem anderen als dem bezirksbevollmächtigten Schonsteinfeger kehren, prüfen und messen lassen.

Ihr Schornsteinfeger wird Ihnen eine praxisnahe Lösung vorschlagen (z.B. unter Berücksichtigung, dass die Heizperiode jahreszeitbedingt beendet ist) und sich in Einzelfällen zusätzlich mit der Aufsichtsbehörde abstimmen. Sollte ein Schornsteinfeger seinen Betrieb schließen müssen, z.B. aus gesundheitlichen Gründen oder weil er auch zur Hochrisikogruppe zählt, wird die zuständige Behörde für diese Zeit einen Vertreter bestellen.

Wie schützen sich die Schornsteinfeger selbst und ihre Kunden vor Ansteckung?

Schornsteinfeger halten sich an die allgemeinen Abstands- und Hygienemaßnahmen, die laut Robert-Koch-Institut (RKI) als notwendig erachtet werden und nehmen zwischen jedem Kunden eine Handdesinfektion vor bzw. verwenden für jede Liegenschaft ein neues Paar Einweghandschuhe. Sie tragen einen Mundschutz und lassen die Türen der zu begehenden Räume ggf. vom Eigentümer öffnen, um mit dem entsprechenden Sicherheitsabstand zu den kehr- und überprüfungspflichtigen Anlagen gehen zu können. Die Schornsteinfeger stellen dem Eigentümer per Post eine Rechnung, mit der ggf. auch Messberichte und Prüfprotokolle oder der neue Feuerstättenbescheid versandt werden, sodass Papier den Besitzer nicht direkt wechseln muss und nur auf Wunsch kann. (ladadi)

Auch in der aktuellen Situation zeigt der Fachbereich der Wirtschaftsförderung Bergstraße auf, wie man Energiespar-Potenziale nutzen kann / Fundierte und neutrale Beratung auch zu konkreten Fördermöglichkeiten

Ob Wärmedämmung, Altbausanierung oder effiziente Heiztechnik – zu diesen und vielen weiteren Themen bietet die Energieagentur Bergstraße, ein Fachbereich der Wirtschaftsregion Bergstraße / Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH (WFB), für die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Bergstraße eine kostenlose und neutrale Beratung. „Auch via Skype kann unser Angebot genutzt werden. Gerade in Corona-Zeiten ist dieses Angebot eine sehr gute Möglichkeit, von zu Hause aus mehr darüber zu erfahren, wie man in den eigenen vier Wänden Geld sparen und gleichzeitig die Umwelt schützen kann“, so Philipp Meister, Projektleiter bei der Energieagentur Bergstraße.

Wie der Energie-Experte weiter erläutert, steckt in vielen Gebäuden Potenzial, um Energie(kosten) zu sparen sowie zum Einsatz erneuerbarer Energien, zum Beispiel Photovoltaik-Anlagen. „Wir zeigen auf, wie dieses Potenzial genutzt werden kann und welche konkreten Fördermöglichkeiten es gibt“, so Meister.

Info: Wer eine kostenfreie Energieberatung via Skype wünscht, kontaktiert die Energieagentur Bergstraße zur Terminvereinbarung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder per Telefon unter 06252 / 68929-44. Zudem kann man die freie Online-Beratungszeit nutzen: immer freitags von 10:00 bis 13:00 Uhr. Internet: www.wirtschaftsregion-bergstrasse.de/Energie.

 

 

Reichenbacher Vogelschützer bitten um Unterstützung

Rauchschwalben, Mehlschwalben und Mauersegler kehren nun aus den südlichen Ländern zurück. Jetzt beginnt wieder die Arbeit des Schwalbenbeauftragten bei den Reichenbacher Vogelschützern. Allzu groß ist diese „Arbeit“ aber nicht mehr: die belegten Nester bei Schwalben und Nistplätzen der Mauersegler unter den Dachziegeln müssen erfaßt werden. Nach einem Anstieg im Jahre 2007 war die Zahl bei den Schwalben leider wieder rückläufig. Mauersegler und Mehlschwalbe stehen auf der „Roten Liste“ der Brutvögel Deutschlands, zwar bis jetzt nur auf der Vorwarnliste, doch auch das ist mehr als besorgniserregend.

Laut Alexander Heyd vom Bonner „Komitee gegen den Vogelmord“ spielt sich bis Ende Mai in den Mittelmeerländern eine Tiertragödie ab: über 100 Millionen Vögel landen in Privatküchen und Feinschmeckerlokalen, völlig legal. 77 Arten von Vögeln, darunter auch  vom Aussterben bedrohte, sind in Italien, Spanien, Frankreich, auf Zypern  und Malta sowie auf dem Balkan frei zur Jagd mit Leimruten und Roßhaarschlingen.
Mehr dazu auf hier: Komitee gegen den Vogelmord

Aber auch bei uns ist bei der heutigen energiesparenden Bauweise der Mensch auf dem besten Wege, dem Mauersegler und anderen Gebäudebrütern gedankenlos das eingeräumte Nutzungsrecht seiner Gebäude wieder zu verweigern. Alte Bausubstanz, der traditionelle Siedlungsraum unserer Segler wird entweder abgerissen oder wärmedämmend saniert, oft sogar mitten in der Brutsaison.

Die Reichenbacher Vogelschützer wünschen sich, daß eine Schwalben- und Mauerseglerzählung wieder Freude bereitet. Wie in den letzten Jahren bittet Schwalbenbeauftragter Karlheinz Peter die Bevölkerung in
Reichenbach um Mithilfe bei der Feststellung von Nistplätzen der Mauersegler. Die kann man bei der Schnelligkeit der Vögel nur feststellen, wenn man sein Haus oder das des Nachbarn eine geraume Zeit genau beobachtet. Wer bei sich oder dem Nachbarn Mauersegler entdeckt, möchte Peter bitte unter der Rufnummer 06254/1016 oder
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! verständigen.
Karlheinz Peter

Obwohl das Abfallmanagement im #LaDaDi seit Jahren Bestnoten erhält, kämpfen die 5 Kompostierungsanlagen täglich gegen Kunststoffe, die sich in die Bio-Tonne verirrt haben. Während Aluminium, Blumendraht oder andere Metallgegenstände von den Detektoren der Fahrzeuge sicher aufgespürt werden, fallen Plastikteile höchstens bei der kurzen Sichtkontrolle der Lader auf. Werden Plastik oder Metalle in der Biotonne entdeckt, bleibt die Tonne stehen, bekommt einen gelben Aufkleber und muss teuer als Restmüll entsorgt werden. Hierzu muss eine Restmüllbanderole bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung gekauft werden (19,20 Euro für 120 L bzw. 38,40 Euro für 240 L).

Keine “kompostierbaren” Kunststoffbeutel verwenden

Im #LaDaDi verlässt man sich darauf, dass die Anlagen hochwertigen Kompost liefern. Die größten Probleme bereiten den Müll-Profis dabei sogenannte „kompostierbare“ Plastikbeutel, die den Kontrollen bei der Abholung entgehen und dann in den Anlagen landen. Diese zerreißen schnell in Plastik-Kleinstteile, die schlecht gesiebt und allenfalls noch aufwändig per Hand herausgelesen werden können.
„Diese Tüten enthalten nichts, was positiv zu einer Kompostierung beitragen würde und sind alles andere als umweltfreundlich“, warnt ZAW-Geschäftsführer Dr. Armin Kehrer. „Umweltfreundliche Verbraucher sollten sich hier nicht von Werbeschlagwörtern wie "biologisch", "ökologisch" oder "kompostierbar" täuschen lassen.“

Auch biologisch abbaubare Kaffeekapseln landen derzeit leider vermehrt in der Biotonne, obwohl sie in den Restmüll gehören. Selbst wenn das Kompostieren der Biokunststoffe funktionieren würde, so die Bundesgütegemeinschaft Kompost, ergäbe es keinen wertvollen Humus, da das Material lediglich ungenutzte Energie, jedoch keine Nährstoffe oder Spurenelemente freigebe. Wer seinen Biomüll dennoch nicht lose in die Tonne füllen möchte, kann auf Zeitungspapier oder Papiertüten zurückgreifen. Diese sind an den Kompostierungsanlagen und in vielen Märkten erhältlich. (ladadi)

Zweite Biodiversitäts-Konferenz im Kreis Bergstraße findet am 21. November statt / Erste Maßnahmen und Ergebnisse sollen vorgestellt werden

Die erste Biodiversitätskonferenz im Kreis Bergstraße im Januar 2020 übertraf mit über 150 Teilnehmenden alle Erwartungen. Nun steht der Termin für die zweite Biodiversitätskonferenz fest. Diese soll am 21. November 2020 im Mörlenbacher Bürgerhaus stattfinden. „Es sind tolle Ideen während der ersten Biodiversitäts-Konferenz entstanden und ich freue mich schon sehr auf deren Umsetzung. Ich bin mir sicher, dass die zweite Biodiversitäts-Konferenz uns einen wichtigen Schritt weiter auf dem Weg zu einer kreisweiten Strategie zur Entwicklung und Zukunft der Biodiversität im Kreis Bergstraße bringen wird“, so der für das Umweltamt zuständige Dezernent Karsten Krug.

Bei der ersten Konferenz bildeten haupt- und ehrenamtliche Naturschützer unter anderem mit Landwirten und Jägern Arbeitsgruppen (AGs) zu verschiedenen Themen, wie etwa der Gründung eines Landschaftspflegeverbandes oder der Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit im Naturschutz. Diese AGs treffen sich in den Monaten bis zur nächsten Biodiversitäts-Konferenz regelmäßig und setzen sich aktiv für den Erhalt und die Förderung der Biodiversität im Kreis Bergstraße ein. Rund 50 Naturfreunde sind in insgesamt fünf AGs aktiv. Einige Teilnehmende engagieren sich dabei sogar in mehreren Gruppen gleichzeitig. Besonders große Resonanz erfuhr die AG „Projektfindung“, mit insgesamt 25 Teilnehmenden, dicht gefolgt von der AG „Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit“ mit 20 Teilnehmern. Auch die Arbeitsgruppen „Flächenverbrauch“, „Landschaftspflegeverband“ sowie „Datengrundlage“ sind gut aufgestellt. Im Laufe der kommenden Monate werden die Arbeitsgruppen nun erste konkrete Projekte angehen. Die Ergebnisse ihrer Arbeiten sollen sie dann bei der Konferenz im November vorstellen.

Die zweite Biodiversitätskonferenz wird am 21. November vormittags von 8:30 Uhr bis 12:00 Uhr stattfinden. Hier sollen insbesondere Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik sowie junge Naturschützer stärker in den weiteren Prozess eingebunden werden. Aber auch alle anderen Bergsträßerinnen und Bergsträßer, die sich für den Erhalt der Biodiversität im Kreis interessieren, sind herzlich eingeladen.

 

Der hauptamtliche Kreisbeigeordnete Karsten Krug (oben rechts) und viele weitere Naturschützer aus dem Kreis Bergstraße freuen sich auf die zweite Biodiversitäts-Konferenz