Drei Tipps, damit die braune Tonne ohne ungebetene Gäste durch die warme Jahreszeit kommt.

Wenn die Temperaturen draußen steigen, kommen auch die Biotonnen ins Schwitzen. Das freut vor allem unliebsame Fliegenlarven, die es gerne warm, feucht und dunkel mögen. Damit Ihre braune Tonne in der heißen Jahreszeit möglichst frei von den ungebetenen Gästen bleibt, hat der Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB) drei Tipps parat:

Das Umweltmobil kommt nach Lautertal: Sondermüll richtig entsorgen

Am Donnerstag, 17.06., macht das Umweltmobil des ZAKB Station in der Gemeinde Lautertal. Privatpersonen und Gewerbebetriebe haben dann die Möglichkeit, ihre Sonderabfälle kostenfrei zu entsorgen. Diese dürfen nicht in der Restmülltonne, der Biotonne, auf der Müllsammelstelle oder über die Sperrmüllabfuhr entsorgt werden.

 Das Radforum Südhessen kam erstmals im Mai 2017 zusammen. Danach gab es mehrere Veranstaltungen des Forums bei den südhessischen Landkreisen. Nun traf sich das Forum erneut – diesmal im LaDaDi und aufgrund der pandemischen Lage digital, es nahmen am 12. Mai 2021 rund 40 Akteure teil: Vertreter aus den Kommunen, Landkreisen, des ADFC, des Referats Nahmobilität des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen. Moderiert hat das Integrierte Verkehrsmanagement Frankfurt RheinMain (ivm). Die Agenda des Radforums war gut gefüllt.

Start des Aktionsbündnisses #kijufoesfuerklimaschutz: „Nichts weniger als jetzt die Welt retten“

(kijufoesfuerklimaschutz bedeutet: kommunale Kinder- und Jugendförderungen - Anm. d. Red) Klimaschutz ist trotz Corona aktuell eines der zentralen Themen unserer Gesellschaft. Es ist ein breites und vielschichtiges Anliegen, welches generationenübergreifend alle Menschen in alltäglichen Situationen, aber auch bei langfristigen Themen und Planungen begleitet. Klimaschutz ist dabei nicht nur utopisch und groß gedacht, sondern kann von allen auch schon mit kleinen Dingen betrieben bzw. unterstützt werden. Klimaschutz ist vor allem auch ein Thema von Kindern und Jugendlichen, wie beispielsweise die Fridays for Future Bewegung deutlich macht.

Wasser auf die Mühlen - oder besser: Strom von den Dächern - das fordert das Umweltinstitut München e.V.
Nach dem bahnbrechenden Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, das unser bisheriges Klimaschutzgesetz zum Teil für verfassungwidrig erklärte und Nachbesserung forderte, können jetzt die Voraussetzungen für eine sinnvolle Klimawende neu erstellt werden.

Zahlreiche Rückmeldungen erreichten uns zum Mai-Titel "Wolln'se ne Tüte - die Plastiktüte in unserer Welt". Hier die wichtigsten: im Kindergarten Elmshausen läuft aktuell ein Projekt zum Thema Nachhaltigkeit, das wir in den kommenden Heften begleiten werden, und zum Thema Hundekot in der Landschaft gab es einen wichtigen Einwurf.
Albert Schweitzer sagte einmal: "Auf die Füße kommt unsere Welt erst wieder, wenn sie sich beibringen läßt, daß ihr Heil nicht in Maßnahmen, sondern in neuen Gesinnungen besteht.“

„Wir waren an der Lautertalhalle, weil wir dort gespielt haben und es doof war, dass da Müll liegt und man sich zum Beispiel an den Scherben wehtun kann. Außerdem war dort seht viel Plastikmüll. Das ist schade.“

Das berichten die beiden Pfadfinderinnen Katharina und Paula (s. auch Bilder Andrea Delp), nachdem Stammesleiter Manuel Schnee zu einer Müllsammelaktion aufgerufen hatte. Es ist bestimmt jedem von Ihnen schon einmal aufgefallen, wie viel Müll auf Parkplätzen, Wanderwegen oder einfach am Straßenrand herumliegt, den achtlose Personen einfach mitten in die Natur schmeißen. Dabei wäre es doch so einfach, seinen eigenen Müll einfach mitzunehmen und in den nächsten Mülleimer oder gleich bei sich zu Hause zu entsorgen. Leider scheint das vielen Menschen zu aufwendig, oder aber vielleicht finden sie es einfach toll, die Umwelt zu verschmutzen?

Die Non-profit-Organisation Campact, der vor einiger Zeit die Gemeinnützigkeit und damit die Möglichkeit, Spenden zu bekommen, aberkannt wurde, (sie war einfach zu unbequem geworden) ruft jetzt zur größten Kampagne auf, die es vor einer Bundestagswahl gab: wer sie mitzeichnen möchte, kann unter diesem Link seine Absicht kundtun, nur Parteien mit einem richtigen Klimaplan zu wählen.

Den Beitrag zum Wetter schrieb ich am 15. April bei knapp 6 Grad Kälte. Blick aus dem Fenster: Hummeln und Wildbienen fliegen erst ab ca 7°C, Honigbienen sogar erst ab ca 12 °C. Damit gehen viele Pflanzen, die schon früh im Jahr auf Bestäubung warten, diesmal wohl leer aus. Anders ergeht es dem "Sorgenkind Rasen":  wer noch einen gepflegten englischen Rasen hat (ich nicht, ich habe einen Schäferhund!), wird sich im Laufe des Sommers über eine neue Haustierart freuen: die Larven der Wiesenschnake (Tipula paludosa) zerstören ihn. Die Abhilfe ist schwierig und aufwändig - siehe www.dblt.de Rubrik Umwelt "Sorgenkind Rasen". Wer wie ich einen Truppenübungsplatz vor dem Haus hat, muß sich keine Gedanken machen. Wer aber gerne auf frisches gesundes Grün blickt, der sollte längerfristig auf Alternativen umstellen: Blühwiesen oder mehr Stauden und Sträucher sind sowieso viel insektenfreundlicher und unterstützen damit auch unsere Singvögel.

Einst und jetzt: Arbeit des Verschönerungsvereins Reichenbach wurde zunichte gemacht
Nicht nur das Klima verwandelt unsere blühende Umwelt, wie Friedrich Krichbaum schreibt: "Nach 2010 steckte der Reichenbacher Verschönerungsverein VVR Aberhunderte von Osterglocken-Zwiebeln an den Abhängen zur B47 im Böhl. Rechner Albrecht Kaffenberger musste recht viel Geld ausgeben, damit zahlreiche Helfer in mehreren Einsätzen die Zwiebeln dort in der Erde verstecken konnten. Belohnt wurden die vorbeifahrenden Autos und die Fußgänger an der Strecke mit einem herrlichen goldgelben Teppich Ende März-Anfang April. Das Bild von 2014 zeigt die ehemalige Pracht der blühenden  Osterglocken. Doch das war einmal. Dann kam Hessenmobil und mähte die Hänge kurz nach der Blüte, so dass die Zwiebeln in der Erde keine Energie für das kommende Jahr speichern konnten, weil die Blätter fehlten, die dafür zuständig gewesen wären. Außerdem wurden oberhalb der Osterglocken die Hecken abgeschnitten und über die Osterglocken nach unten geschleift, wodurch abermals eine Menge der Blumen zerstört wurden. Heute   sieht   man   nur   noch   einen   armseligen   Abklatsch   der   ehemaligen   Blütenpracht."

Foto: F. Krichbaum  Foto: F. Krichbaum

2014 und 2021, Fotos F. Krichbaum

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Dein Bienengarten: Paradies für alles was brummt und summt

M. Hiller, im April 2021

Das Umweltinstitut München schreibt dazu: "die Bundesregierung feiert sich dafür, endlich das lang diskutierte  'Insektenschutzgesetz' auf den Weg gebracht zu haben. Doch der mühsam ausgehandelte Kompromiss zwischen Landwirtschafts- und Umweltministerium erweist sich bei genauerem Hinsehen an vielen Stellen leider als Luftnummer.

Ein oft gehörtes Argument - jedoch nach Recherchen von GEO (Heft 0321) unwahr: 2019 gab es 284800 Jobs in Branchen erneuerbarer Energie, dagegen 20800 im Braunkohlebergbau und Kohlekraftwerken, das sind weniger als 10%.

„Wolln‘se ne Tüte?“ Die Plastiktüte in unserer Welt

So eine Plastiktüte bekommt man ja kostenlos dazu beim Einkauf. Wozu also sich die Mühe machen und an Stoffbeutel denken?
Die Plastiktüte macht fast ein Drittel der gesamten weltweiten Kunststoffproduktion aus und ist uns nullkommanichts wert.
Deshalb werfen wir sie nach spätestens einem halben Jahr weg. Wäre sie uns etwas wert, würden wir anders damit umgehen. Allein der wissenschaftliche Grips, der in den letzten 120 Jahren in PE, PVC, PET, PU, PP und wie sie alle heißen gesteckt wurde!
Ein Stück Kunststoff ist ein erstaunliches Produkt: als künstliche Herzklappe rettet es sogar Leben. Aber als Plastiktüte: weg damit!

Wann hat das eigentlich angefangen, daß jeder bei jedem Schritt einen dampfenden Kaffee dabeihaben muß? Einweg-Kaffeebecher prägen unser Straßenbild - sei es in der Hand eines müden Kriegers, der es anders nicht durch den Tag schafft, sei es leer und weggeworfen am Straßenrand.