Das Umweltmobil kommt nach Lautertal: Sondermüll richtig entsorgen

Privatpersonen und Gewerbebetriebe haben dann die Möglichkeit, ihre Sonderabfälle kostenfrei zu entsorgen. Diese dürfen nicht in der Restmülltonne, der Biotonne, auf der Müllsammelstelle oder über die Sperrmüllabfuhr entsorgt werden.

Termine und Standorte des Umweltmobils:

27.02.2024 in Elmshausen, Reichenbach, Beedenkirchen
20.06.2024 in Lautern, Gadernheim, Schannenbach
17.09.2024 in Elmshausen, Reichenbach, Beedenkirchen
10.12.2024 in Lautern, Gadernheim, Schannenbach

Die Uhrzeiten der Sammeltermine finden Sie hier: https://www.kmb-bensheim.de/termine-und-standorte-des-umweltmobils/

Das Merkblatt für gefährliche Abfälle: https://www.kmb-bensheim.de/wp-content/uploads/2015/11/Merkblatt-zur-Sammlung-gefaehrlicher-Abfaelle_Juni_2018.pdf

Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB), Am Schlachthof 4, 64625 Bensheim Tel: 06251/1096-20

Internet: www.kmb-bensheim.de

Klimamanager Reiner Pfuhl berichtet über Zwischenbilanz des Kreises auf dem Weg zur Klimaneutralität

Februar 2024: Klimabündnis Bergstraße diskutiert die Zwischenbilanz des Kreises

Der Klimamanager des Kreises, Reiner Pfuhl, trug die Zwischenbilanz des Kreises zum Klimaschutzkonzept bei einer Online-Sitzung des Klimabündnisses Bergstraße vor und stellte sich der Diskussion.

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Leserbrief von Anke Uhl: "Nach den Starkregenereignissen in Modautal 2018 und Lautertal zuletzt 2023 würde ich gerne etwas zu Wasserrückhalt im Wald schreiben. Ich bin im Bundesarbeitskreis Quellen und Grundwasser der Deutschen Gesellschaft für Limnologie (DGL) und Expertin für das Thema Wasserkreislauf und in Ober-Beerbach aufgewachsen. Kenne Lautertal, insbesondere Beedenkirchen, Staffel und das Felsenmeer wie meine Westentasche und habe von 2005-2009 in Modautal-Ernsthofen gelebt. Aktuell lebe ich in Mühltal NdR, gedenke jedoch nach meiner Verrentung wieder nach Ernsthofen zu ziehen. Es ist klar, dass wir künftig heftigere Regenereignisse erleben werden und ich würde gerne die Debatte um Solidarität und höheren Wasserrückhalt - auch für die zu erwartenden längeren Trockenphasen - anstoßen. Pfarrer Mohr hat mir die Möglichkeit eröffnet im Rahmen einer Veranstaltungsreihe der evangelischen Kirche Nieder-Ramstadt einen Fachvortrag am 11.03.2024 zu halten."

Vortrag zum Thema am 11. März 2024 in Nieder-Ramstadt - weiteres folgt.

Hier der Beitrag von Anke Uhl:

lesen Sie im Durchblick Januarheft 2024 und hier:

Warum junge Menschen sich für Imkerei entscheiden - Ein Interview mit Simon Götz aus Lautern

mh: Hallo Simon, vor sechs Jahren hast du dich entschieden, ein Probejahr Imkern zu absolvieren. Der Imkerverein Lautertal unterstützt Neulinge, indem er ihnen für ein Jahr die Ausrüstung kostenfrei zur Verfügung stellt, also Anzug, Hut mit Netz, Handschuhe, Beuten. Erfahrene Imker aus dem Verein betreuen die Neulinge, und sie erhalten ein eigenes Bienenvolk.
Der Durchblick hat das Projekt ein Jahr lang begleitet und über Fortschritte und Erfahrungen der Jungimker berichtet. Die Anschaffung der Ausrüstung wurde durch den Durchblick finanziell unterstützt im Rahmen des Jahresprojektes von 2017/18.

Erneut großer Zuspruch bei Obstbaum-Sammelbestellung: Insgesamt rund 500 Baumbestellungen / Ersatzbaum-Option fester und erfolgreicher Bestandteil der Aktion

Kreis Bergstraße (kb). Seit vielen Jahren ist die Sammelbestellung für Obstbäume der Kreisverwaltung Bergstraße eine feste Größe im Veranstaltungskalender der Region. Der Zuspruch ist mittlerweile so beträchtlich, dass die bestellten Bäume an zwei Tagen beim Gewässerverband in Lorsch mit Unterstützung der Initiative Streuobstwiesenretter ausgegeben werden müssen. Die Anzahl der bestellten Bäume liegt nach Höchstwerten in den „Corona-Jahren“ (Abholung und Pflanzung von bis zu circa 700 Bäumen) wieder auf dem hohen Niveau der Jahre vor der Pandemie von rund 500 neuen Bäumen für den Kreis und die Region.

Die ENTEGA hat auf ihren Onlineseiten einen Energiewendemonitor, auf dem man auf die Sekunde genau sehen kann, wieviel Energie gerade im Einzugsbereich Südhessen verbraucht wird: die Entega versorgt 303.624 Haushalte, speiste beispielsweise am 14.11. um 13.30 Uhr 262 Megawatt aus konventioneller Erzeugung ein plus 154 Megawatt aus Windkraft, Wasserkraft, Biomasse und privaten und industriellen PV-Anlagen. Allein die Windräder erzeugten in diesem Moment 92 MW.

Lokales Saatgut mit dem „Wiesefix“ einfach selber ernten

Artenreiche Wiesen sind von sehr großer Bedeutung für die Biodiversität, auch im Gebiet des Landschaftspflegeverbands Kreis-Bergstraße e.V. Aufgrund von unterschiedlichen Ursachen
werden diese jedoch immer seltener – mit all den negativen Folgen für die Natur und das Landschaftsbild. Dabei ist Wiese nicht gleich Wiese. Um die gewünschte Artenvielfalt zu erreichen, kann es sinnvoll sein, bestehende Wiesen mit Samen von heimischen Wiesenpflanzen aufzuwerten. Dazu darf jedoch nicht jedes beliebige Saatgut verwendet werden. Aus diesem Grund hat sich der Landschaftspflegeverband Kreis Bergstraße e.V. einen Wiesensamensammler angeschafft, um zukünftig Samen von artenreichen Wiesen direkt vor der Haustüre selbst ernten zu können.

Laubabfall im Herbst: Wie Bäume den Winter überstehen

Im hessischen Staatswald fällt jedes Jahr eine Laubmenge von circa 600.000 Tonnen an

Jedes Jahr im Herbst bewegen sich mit dem Blattabfall riesige Mengen Biomasse. Eine 60 Zentimeter starke Buche beispielsweise, trägt rund 28 Kilogramm Laub. Gemäß Hochrechnungen der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (Göttingen) rieseln im hessischen Staatswald jährlich rund 600.000 Tonnen Laub zu Boden.

Ohne den Abwurf ihrer Blätter würden Laubbäume den Winter nicht überstehen. Über Öffnungen in den Blättern verdunstet ein Baum Wasser. Wenn im Winter die Böden gefrieren, können die Wurzeln kein Wasser mehr aufnehmen und damit auch keinen Nachschub für die Blätter liefern. „Hätte der Laubbaum noch grüne Blätter, würde er verdursten. Um das zu verhindern, wirft er seine Blätter ab“ erklärt Michelle Sundermann, Pressesprecherin beim Landesbetrieb HessenForst und ergänzt: „Mit dem Laubfall treffen die Bäume jedes Jahr überlebenswichtige Vorkehrungen zum Überwintern.“

Fließpfadkarten für Modautal: jetzt online, aber nur mit Erläuterungen sinnvoll...

Welche Straßen sind durch Starkregenereignisse besonders gefährdet? Im Oktober stellte Bürgermeister Jörg Lautenschläger die eingetroffenen Fließpfadkarten für Modautal vor. In seinen Erläuterungen dazu wies er jedoch darauf hin, daß die Karten teilweise wenig aussagekräftig bzw. missverständlich sind. Das liege daran, daß problematische Engstellen wie Durchlässe oder Kanalisation nicht erfaßt werden. Diese können im Falle eines Starkregenereignisses, wie dies immer wahrscheinlicher ist seit einigen Jahren, ein ganz anderes Fließverhalten verursachen als in der Karte angezeigt. Zudem zeigt die Karte nicht die reale Überflutungstiefe an, die unter Umständen bei einer Sturzflutwelle oder dem Entstehen von Strömungen sehr wichtig werden kann. Ein Bordstein von 10cm Höhe kann bereits ein ganz anderes Ergebnis bringen, aber von der Karte nicht dargestellt werden, obwohl die Kartenauflösung sehr genau ist - bis zu 1 m2! Auch ergibt sich ein ganz anderes Überflutungsbild, wenn ein abschüssiger Acker brach liegt oder mit Mais bebaut ist, oder gar die Furchenrichtung längs statt quer zum Hang verläuft. Guten Schutz vor Überflutung bieten gut bebaute Äcker und nicht verdichtete Wiesen, vor allem Waldflächen.  Hier können lediglich Rückegassen und Wege oder Schadflächen problematisch werden. Auf Hangflächen gelagerte Silageballen oder Foliengewächshäuser können ebenfalls zur Gefahr werden.
Zudem seien einige in der Karte als Acker dargestellten Flächen inzwischen Grünland.

6.10.23 Asiatische Tigermücke erstmals in Bensheim nachgewiesen - Erneute Erstsichtung im Kreis / Bevölkerung weiterhin zu Mithilfe bei Eindämmung aufgerufen

Kreis Bergstraße (kb). In Bensheim wurde zum ersten Mal die Sichtung der Asiatische Tigermücke gemeldet. Das bestätigt das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege (HLfGP). Nach der Erstsichtung im Lorscher Stadtgebiet im Sommer ist das Insekt nun in einem weiteren Gebiet des Kreises angekommen. Bislang ist noch unklar, ob es sich um einen Einzelfund oder eine etablierte Population handelt. Da das Tier aber als potenzieller Überträger von gefährlichen Krankheiten gilt, sind alle Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, dazu beizutragen, das Ausbreiten dieser Mückenart im Kreisgebiet zu vermeiden.

Neue Wissensplattform NAT:KIT mit Toolkit zum Besuchermanagement von Radfahrenden gelauncht

Das NAT:KIT-Projekt, das sich über zwei Jahre mit der Besucherlenkung von Radfahrenden in Schutzgebieten beschäftigt hat, präsentiert seine Ergebnisse. Unter www.natkit.org steht
ab sofort ein interaktives Toolkit mit bereits über 100 Maßnahmen und 15 vertiefenden Wissensbeiträgen zum Besuchermanagement zur Verfügung. In erster Linie ist das NAT:KIT
ein Selbsthilfe-Werkzeug für Verantwortliche in Schutzgebieten, Kommunen und Tourismus.

Die kühlende Wirkung von Wäldern ist deutlich spürbar: Bis zu 4°C kann der Unterschied zwischen Wald und Freifläche betragen. Forschende aus der Schweiz haben jedoch herausgefunden, dass nicht jeder Waldtyp den gleichen Kühlungseffekt hat. In Hitzephasen reduzieren Laubbäume die Oberflächentemperatur deutlich stärker als Nadelbäume. Gemäß den Studienergebnissen der Forscherteams liegt die Oberflächentemperatur von Laubwäldern zwischen 0,5°C und 1,8°C niedriger als die Temperatur von Nadelwäldern. Ein Grund hierfür ist, dass Laubbäume mehr Sonnenlicht reflektieren als Nadelbäume. Dadurch gelangt weniger Sonnenenergie auf den Boden. Zudem verdunsten Laubbäume mehr Wasser, was für zusätzliche Kühlung sorgt. Den Effekt kennt jeder, der an einem heißen Tag schon einmal an einem Springbrunnen vorbeigelaufen ist.

Sprechen wir mal übers Wetter ohne daß etwas anderes gemeint ist*

"Das Jahr 1847 war ein schlimmes Jahr für fast die gesamte Bevölkerung im Großherzogtum Hessen." So beginnt der Absatz über die Mißernten im Heimatbuch von Herrmann Bauer "Schannenbach - Ein Dorf im Odenwald" aus dem Jahr 1997. Feldfrüchte verfaulten auf dem Acker, die Preise stiegen, ärmere Familien litten Not. Man organisierte Brot für die Bevölkerung und stellte die Bezahlung zurück. Saatgut und Setzkartoffeln für das kommende Frühjahr fehlten und mußten finanziert werden, das war die sogenannte "Kartoffelschuld" der Kleinbauern. Sie wurde wegen fortgesetzter Zahlungsunfähigkeit letztlich niedergeschlagen. Ein paar Jahre später, 1852/53 folgte bereits die nächste Hungersnot aufgrund von Mißernten. 1893 sorgte eine große Dürre für Mißernten bei Getreide und Kartoffeln.
Drastische Beispiele für "Wetterkapriolen" in vergangenen Zeiten - die Mißernte von 1893 war vermutlich eine der letzten, die nicht direkt durch den Menschen verursacht wurde.