Für die anstehende Kommunalwahl am 14.03.2021 bittet die Gemeinde Lautertal um Unterstützung zur Besetzung der Wahlvorstände.  Bei dieser Wahl wird es  9 Urnen-Wahlbezirke und 3 Briefwahlbezirke mit jeweils 7 Wahlhelfern/innen geben.

Wer diese ehrenamtliche Aufgabe wahrnehmen kann und möchte, kann sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, wenn möglich auch schon mit dem Hinweis Wahlvorstand, Vertretung Wahlvorstand, Schriftführung, Vertretung Schriftführung, Beisitzer/in melden.

Die Gemeinde Lautertal dankt allen bereits gemeldeten Personen und denen die sich noch melden werden.

„Nach 28 Jahren verantwortungsvoller grüner Arbeit im Lautertal beenden wir nun die parlamentarische Arbeit unserer grünen Wählerliste, um sie als offizieller Ortsverband von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN umso effektiver fortzusetzen“, teilt im November 2020 die Grüne Liste Lautertal mit. Dies nehme man zum Anlass auch einen Blick zurück zu werfen, bevor man voranschreite.

Wir veröffentlichen an dieser Stelle gerne alle wichtigen Informationen zum kommenden Wahlkampf.

1. alle Termine und wichtigen Infos für Wählerinnen und Wähler seitens der Gemeinde

2. politische Beiträge, sofern sie sich auf dem Boden von Grundgesetz und guten Sitten befinden. Diese können als Stichpunktliste (auch Parteiflyer), als Interview oder fertig ausformuliert bis zu den unten genannten Terminen eingeschickt werden. Unser Leitfaden für Pressemitteilungen ist unter diesem Link zu finden.

Ihre Beiträge können vollständig mit Fotos auf www.dblt.de veröffentlicht werden. In den Heften müssen sie gekürzt werden. Die Kurzversion kann gerne gleich mit eingereicht werden, sofern eine Kürzung durch die Redaktion nicht gewünscht wird.

Termine für Redaktionsschluß "Politik":
Januarheft 11.12.2020
Februarheft 14.01.2021
Märzheft 12.02.2021

 

Förderangebot für Kleinprojekte in der LEADER-Region Ländlicher Raum Darmstadt-Dieburg

Die LEADER-Region Darmstadt-Dieburg wird auch im nächsten Jahr ein sogenanntes Regionalbudget in der Region anbieten. Dies ist neben der bereits seit langem etablierten LEADER-Förderung eine weitere Fördermöglichkeit für Projekte, die den Entwicklungszielen des aktuellen Regionalen Entwicklungskonzeptes der LEADER-Region Darmstadt-Dieburg dienen. Im Rahmen dieses Regionalbudgets können insbesondere kleinere Projekte von Kommunen, Organisationen, Vereinen und Privatpersonen unterstützt werden, die innerhalb weniger Monate umsetzbar sind und bei denen die förderfähigen Ausgaben zwischen 1.000 und maximal 20.000 Euro liegen.

„Jetzt muss antizyklisch gehandelt werden“: Einbringung des Kreishaushalts 2021 - Finanzdezernent Karsten Krug sieht Schwerpunkt bei Investitionen

Gleich ein paar gute Nachrichten hatte Finanzdezernent Karsten Krug zur Einbringung des Haushaltsplans 2021 in den Kreistag mitgebracht. Der weist – trotz Corona-Pandemie – nach aktuellem Stand einen Überschuss aus. „Jetzt muss antizyklisch gehandelt werden“, fordert Krug. Der Kreis müsse Geld in die Hand nehmen, auch wenn dies neue Schulden bedeute. Diese müssten allerdings noch vom Regierungspräsidium genehmigt werden.

„Der Haushalt 2021 investiert in die Zukunft“, betont der Kreisbeigeordnete. Einen Punkt werden die Kämmerer der angeschlossenen Städte und Gemeinden im Kreis Bergstraße gern hören: Der Etat für 2021 soll ohne Erhöhung der Kreis- und Schulumlage finanziert werden. Die Kommunen müssten somit keine zusätzlichen Ausgaben finanzieren, die sie notfalls nur über eine Erhöhung der Grundsteuer gegenfinanzieren könnten.

Die Gemeinde Lautertal teilt mit, dass der für das Jahr 2021 geplante Neujahrsempfang der Gemeinde nicht stattfinden wird. Die Bürgermeister des Kreises Bergstraße haben einstimmig den Beschluss gefasst, dass die Ausrichtung von klassischen Neujahrsempfängen unter den gegebenen Umständen nicht zielführend ist. Es seien keine vernünftigen Vorausplanungen möglich, im Blick auf die immer noch grassierende Corona-Pandemie und deren nicht abzusehende Entwicklung.

Das Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Bürgern und Teilnehmern müsse in Bezug auf eine solch groß angelegte Veranstaltung überwiegen. Es sei angedacht, eine Neujahrsansprache von Bürgermeister Heun per Videobotschaft auf der gemeindlichen Homepage einzustellen. Evtl. könne im Laufe des Jahres 2021 die Veranstaltung als (Neu-)Bürgerempfang im Freien nachgeholt werden.

Die Gemeinde Lautertal wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern Durchhaltevermögen in dieser ungewöhnlichen und schweren Zeit und vor allem Gesundheit und alles Gute.

Die vergangenen Monate haben weltweit gezeigt, dass anstehende Sitzungen auch online durchgeführt werden können.

Deshalb hatte sich der Vorstand der CDU Lautertal dazu entschlossen, die nächste Vorstandssitzung aus Sicherheits- und gesetzlichen Gründen per Videokonferenz durchzuführen; galt es doch, eine umfangreiche Tagesordnung abzuarbeiten: Z.B. Vorbereitung und Auffüllung der Listen zur Kommunalwahl oder auch die Kooptierung eines weiteren Vorstandsmitglieds mit sofortiger Wirkung. Und auch hier zeigte sich: Übung macht den Meister, und nach anfänglichen technischen Schwierigkeiten konnte die gesamte Sitzung bei guter Bild- und Tonqualität durchgeführt werden.

Auf der Agenda steht als nächstes die zeitnahe Verabschiedung der Wahllisten der CDU Lautertal durch eine Mitgliederversammlung.

Am Dienstag, den 06.Oktober 2020 trafen sich die Christdemokraten um 19 Uhr in der Gaststätte Zur Kuralpe-Kreuzhof zu Ihrer anstehenden Mitgliederversammlung. Nach dem Bundeswahlgesetz waren für die Wahlkreisdelegiertenversammlung, die den Direktkandidaten für den Deutschen Bundestag aufstellt, und für den besonderen Kreisparteitag zur Wahl der Delegierten zum besonderen Landesparteitag, der die Landesliste zur Bundestag wählt, Delegierte zu wählen.

Die Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden Carsten Stephan stand deshalb auch ganz im Zeichen der Zukunft: kommende Herausforderungen und Aufgaben der Gemeinde Lautertal und gesetzte Ziele für das Jahr 2021. Er wies auf das Superwahljahr 2021 hin. Zunächst sei die Kommunalwahl am 14. März und im Herbst dann die Bundestagswahl. Wer politisch engagiert ist, weiß, welche Herausforderungen vor uns liegen, so Stephan. Besonders freute man sich über den Besuch der Landtagsabgeordneten Birgit Heitland, die sich bereit erklärt hatte, trotz einer noch anstehenden Fahrt Richtung Fulda an diesem Abend als Wahlleiterin zu fungieren.

Nachdem die Wahl durchgeführt war und alle erforderlichen Delegierten bestimmt waren, nahm sich Birgit Heitland die Zeit, um ausführlich über die Tätigkeit als Landtagsabgeordnete zu berichten.

Corona beschäftige Politik, Gesellschaft und Wirtschaft nach wie vor. Dass Veranstaltungen wie die heutige stattfinden können, ist Indiz für die konsequente Evaluation der Risikobewertung durch die Landeregierung, so Heitland. Generell war und ist das Kredo der Landesregierung in dieser Zeit „Besonnenheit“. Die sog. AHA Regel (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske) sei enorm wichtig. Andererseits muss aber auch die Politik besonnen sein, d.h. in diesem Kontext z.B., dass Infektionsschutz immer angemessen sein muss. Es muss zwischen dem Infektionsrisiko und den Schäden für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Wirtschaft abgewogen werden, so die Landtagsabgeordnete.

Die Fakten sprechen eine eindeutige Sprache. Deutschlandweit habe man einen prognostizierten Einbruch des BIP von ca. 10,1 Prozent. Dies ist der tiefste Einbruch seit Bestehen der BRD. Weiterhin waren im Juli 204.241 Menschen in Hessen arbeitslos, das sind 33,4 Prozent mehr als 2019. Die Landesregierung habe deshalb eine Reihe von Förder- und Kreditangeboten aufgestellt. Seit April komme man so auf eine Unterstützungsleistung für hessische Unternehmen in Höhe von 6,6 Mrd. Euro.

Es sei auch wichtig, so Heitland, dass die Hilfe in Coronazeiten kein Spielball politscher Profilierung werden darf. Man hat sich daher auch entschlossen, ein Sondervermögen- also eine Kreditermächtigung- einzuführen, die es dem Haushaltsausschuss des Landtages gestattet, eine Kreditaufnahme zur Bewältigung der Pandemie projektweise zu beschließen.

Durch den Gewerbesteuerausgleich und die Pauschalauszahlung von noch nicht abgerufenen Mitteln zum Kommunalinvestitionsprogramm habe man hier für zusätzliche Liquidität gesorgt. Für Lautertal entfallen 111.712 Euro an KIP Mittel, sowie Gewerbesteuerausgleich von 398.744 Euro.

Die Christdemokraten freuten sich auch, dass die Landesregierung die Sanierungsoffensive der Hessischen Landstraßen fortgeschrieben hat. Bisher profitierte Lautertal hier vor allem durch die Deckenerneuerung zwischen Reichenbach und Beedenkirchen mit einem Volumen von 800.000 Euro.

Neu aufgenommen werden nun die grundhafte Erneuerung der Ortsdurchfahrt Reichenbach, die Deckenerneuerung der Ortsdurchfahrt Beedenkirchen sowie zwischen Staffel und Kuralpe. Damit fließen bis 2025 weitere 1,35 Mio. Euro in die Infrastruktur der Landesstraßen im Raum Lautertal.

Anschließend ging Carsten Stephan nochmals auf die Kommunalwahl ein. Der Countdown läuft und es gibt noch eine Menge zu tun, so der Vorsitzende. Es wird daher auch eigens eine Vorstandssitzung einberufen, die sich ausschließlich um die Organisation und Aufstellung des Kommunalwahlkampfes widmen wird.

Peter Hannewald, Fraktionsvorsitzender der CDU, berichtete von der Arbeit innerhalb der Fraktion. Nach einem kurzen Abriss über bisher Geleistetes, ging er auch auf die kommenden Themen ein, denen sich die Christdemokraten widmen werden. Bereits am 22. Oktober findet die nächste Gemeindevertretersitzung statt, zu der sich die Fraktion viele Gedanken gemacht hat und dementsprechend Anträge vorbereitet hat, so Hannewald.

Gegen 22 Uhr bedankte sich Carsten Stephan bei allen Anwesenden für ihre engagierte Mitarbeit und den regen Austausch an diesem Abend und beendete den offiziellen Teil. Auch danach fanden noch viele Gespräche in kleineren Gruppen statt.

Gemeinsamer Abend u.a. mit Landrat Christian Engelhardt

Am 28.09. trafen sich die Lautertaler Christdemokraten und Freunde der CDU gegen 19.00 Uhr auf der Kuralpe- Kreuzhof. Diese wurde vor kurzem neu renoviert und so konnte man bei sehr stilvollem Ambiente, unter Einhaltung der Hygiene und Abstandsregeln den Abend genießen.

Carsten Stephan, Vorsitzender der CDU Lautertal, begrüßte zunächst alle Anwesenden und freute sich ihnen mitteilen zu können, dass innerhalb von nur drei Wochen vier Neuzugänge bei der Lautertaler CDU zu vermelden waren. Die Junge Union wurde durch Christopher Zappen vertreten.

Weiterhin berichtete er aus Vorstand und Fraktion und deutete an, dass es an Arbeit nicht mangele. Er appellierte, dass es sehr wichtig sei sich einzubringen und mitzugestalten. An die Bürgerinnen und Bürger gerichtet, sei ihm sehr wichtig, dass jederzeit das Angebot bei den Christdemokraten besteht hier mitzumachen und Verantwortung zu übernehmen. Es lohne sich auf alle Fälle!

Neben Gesprächen im Rathaus bezüglich der Wasserversorgung, habe man sich u.a. auch vor Ort ein Bild über die Parkplatzsituation rund um das Felsenmeer gemacht, die Verkehrssituation in Staffel unter die Lupe genommen und wichtige Anträge in der Gemeindevertretung auf den Weg gebracht. Konkret gingen die Christdemokraten im Parlament auf das Thema Hochwasserschutz und Alarmierung an die Bevölkerung ein. Durch Klimaveränderungen, die für alle spürbar sind, gibt es in jüngster Zeit immer öfter Starkregen und Unwettersituationen mit extremen Niederschlägen, daher forderte die CDU eine Neuberechnung für das Rückhaltebecken in Reichenbach und eine Prüfung wie schnell Warnungen an die Bürger und die zuständigen Hilfsorganisationen bei Gefahr übermittelt werden. Der Antrag, ein Kartelesegerät im Rathaus anzuschaffen, sei ebenfalls auf CDU Initiative auf den Weg gebracht. Dieser Bürgerservice gehört einfach in unser Rathaus, so Stephan.

Gegen 20.00 Uhr freute man sich über den Besuch des Landrats, Nach einer kurzen Begrüßung referierte er zunächst über den Tourismus im Lautertal und der Bergstraße. Der Tourismus berge unschätzbares Potenzial bei uns, und gerade das Felsenmeer mit seiner Naturkulisse sei weit über die Region bekannt. Besonders sei hier auch die die Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH erwähnt. Diese engagiere sich sehr stark für die touristische Entwicklung und Vermarktung des Kreises Bergstraße.

Einig waren sich die Teilnehmer, dass das Lautertal neben dem Felsenmeer aber noch viele weitere Schönheiten zu bieten hat. Kletterfelsen, Wanderwege usw. böten eine Vielzahl an Möglichkeiten für die Gemeinde. Über die sog. Destination Odenwald werden mit rund 200.000 Euro private Investoren im Bereich Tourismus unterstützt. Durch die Corona Pandemie erhält der heimische Tourismus enormen Aufschub, so Engelhardt. Der Odenwald sei ein beliebtes Ausflugsziel, gerade für Tagesausflügler.

Durch die voranschreitende Digitalisierung und veränderten Arbeitsbedingungen, durch Corona, birgt der ländliche Raum mit seinem Freizeitwert besondere Vorzüge, gerade durch die Nutzung des Home Office. Hierzu sei aber eine starke Infrastruktur notwendig. Dazu zähle u.a. ein gut vernetzter ÖPNV, Ausbau des Glasfasernetztes und eine gute medizinische Versorgung.

Der Einbruch von Gewerbesteuereinnahen, auf Grund der Pandemie, wirkt sich auch bei uns im Kreis aus und stellt uns vor große Herausforderungen.

Auch der Wolf war und ist ein Thema im Lautertal. Hier berichtete das neue CDU Mitglied Tobias Poth über die Schäden, die der Wolf in seinem Landwirtschaftsbetrieb anrichtete.

Peter Bünau, Ortsvorsteher Gadernheim berichtete von der geplanten Steinbrecheranlage in Kolmbach und dem aktuellen Stand hierzu. Die CDU Lautertal stellte sich erneut hinter die Bürgerinitiative und den Ortsbeirat Gadernheim.

Hartmut Krämer, Ortsvorsteher Beedenkirchen, verwies ebenfalls erneut auf die Verkehrssicherheit in Staffel und stellte klar, wie wichtig der Bevölkerung dieses Thema sei. Der Ortsbeirat habe mittlerweile einen entsprechenden Antrag zum Ausbau des Fußgängerweges von Staffel nach Wurzelbach an den Gemeindevorstand gestellt.

Nach über zwei Stunden direktem Austausch mit Landrat Christian Engelhardt endete die Veranstaltung. Carsten Stephan verwies nochmal auf den 06.10.2020. Hier findet die nächste Mitgliederversammlung der CDU Lautertal statt. Hauptsächlich geht es darum Delegierte zu wählen, deren Aufgabe es bereits im November sein wird, einen Direktkandidaten für die Bundestagswahl zu bestimmen. Landtagsabgeordnete Birgit Heitland hat sich bereits zur Versammlung angemeldet und wird u.a. auch über aktuelle Themen aus der Landesregierung berichten.

In einer ihrer jüngsten Zusammenkünfte hat sich die SPD Lautertal mit der Internetanbindung innerhalb der Gemeinde befasst. „Bei einem Blick in den vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) veröffentlichten Breitbandatlas wird schnell klar, dass Lautertal beim Ausbau einer gigabitfähigen Infrastruktur zwar kein weißer Fleck auf der Landkarte ist, hier aber noch erheblicher Nachholbedarf besteht“, fasst Tobias Pöselt das Ergebnis der Recherche kurz zusammen. Bei den Recherchen wurde auch deutlich, dass die Anbindung innerhalb der Gemeinde sehr unterschiedlich ist. Während Gadernheim weitgehend schon über VDSL 100 verfügt, hinken die anderen Ortsteile deutlich in der Breitbandversorgung hinterher. „Hier könnte zukünftig eine Kooperation mit der Deutschen Glasfaser Abhilfe schaffen, mit der die Gemeinde Lautertal bereits einen Kooperationsvertrag abgeschlossen hat“, so Pöselt weiter.  

Zu einem Informationsaustausch trafen sich Mitglieder der SPD Lautertal auf dem Europaplatz und am Rande des DESTAG-Geländes in Reichenbach mit Bürgermeister Andreas Heun. Auf den Grundstücken sollen nach derzeitiger Planung eines Investors mehrere Wohnhäuser entstehen. Das Gelände ist bereits in einem seit den 80er Jahren beschlossenen Bebauungsplan erfasst, so der Bürgermeister. „Man hätte hier schon lange vorher Weichen stellen müssen“. Dennoch will er in den nächsten Tagen das Gespräch mit dem Investor suchen und hierzu unter anderem auch weitere Gemeindevertreter einladen.

Inzwischen liegt für den Europaplatz auch eine Bauvoranfrage bei der Gemeinde Lautertal vor, wie Heun weiter berichtete. Sicher ist das auch eine Folge der öffentlichen Diskussion, kritisiert die SPD. „Jetzt soll der Bürgermeister mal wieder die Kohlen aus dem Feuer hohlen, ohne dass es hierfür klare Beschlüsse aus der Gemeindevertretung gibt“, meint Tobias Pöselt, Fraktionsvorsitzender der SPD.

„Der Bürgermeister kann in der aktuellen Beschlusslage, mit dem Investor zwar Gepräche führen, aber letztlich bisher nur als Bittsteller auftreten. Hier muss sich die mehrheitlich von LBL und CDU besetzte Gemeindevertretung klar dazu bekennen, ob sie für den Erhalt des Europaplatzes Geld in die Hand nehmen will oder nicht. Denn die Rechtslage ist klar“, so Pöselt weiter.

Das sieht auch SPD-Baufachmann Wolfgang Hechler so. „Der Investor müsste der Gemeinde den Europaplatz schenken. Denn für einen Kauf des Platzes, der die Gemeinde rund 220.000 Euro kosten würde, dürfte sich kaum eine Mehrheit finden“, ist Hechler überzeugt. Derzeit liege aber noch kein rechtskräftiger Bebauungsplan vor und die Planungshoheit nach wie vor bei der Gemeinde. Deshalb könnte sich die Gemeinde im Zuge des Baulandumlegungsverfahrens für das gesamte Gebiet immer noch Flächen für den Allgemeinbedarf sichern, was etwa 25 Prozent der Fläche entsprichen würde. „Doch auch hierfür bedarf es klarer Beschlüsse der Mehrheit in der Gemeindevertretung, wie und ob man diese Planänderungen finanzieren will. Das gehört zur zur Wahrheit auch dazu“, so Hechler abschließend.

„Es tut gut zu sehen, dass das wichtige Thema ´Verkehrssicherheit in Staffel´ nun auch von den parlamentarischen Kollegen erkannt wird“, freut sich Frank Maus, Fraktionsvorsitzender der Lautertaler Grünen. „Nachdem wir das Thema vor einem halben Jahr in der Öffentlichkeit benannt und angeschoben haben, wurde es kürzlich auch von der CDU-Fraktion als relevant eingestuft. In wenigen Tagen wird sich nun auch der Ortsbeirat Beedenkirchen damit beschäftigen. So kommt nun hoffentlich Schwung in dieses Thema von dem wir überzeugt sind, dass sich einiges zum Schutz der kleinen und großen Staffelaner aber auch der vielen Pferde bewegen muss.“ Die Grünen hätten sich seit Monaten mit der Thematik beschäftigt und möchten ihre Vorschläge dazu im Ortsbeirat präsentieren.

Als einen der neuralgischsten Punkte sehen die Grünen nach wie vor den Ortseingang aus Richtung Kuralpe an. „Man muss nicht selbst in Staffel wohnen, um zu sehen, welches Gefahrenpotential von dieser ´Rennstrecke´ ausgeht, die von Balkhausen über eine lange abschüssige Gerade nach Staffel hineinführt. Aufmerksame Fahrer können beobachten, wie sehr sich PKW- und Motorradfahrer von dieser Straße verführen lassen. Nicht wenige fliegen nach Staffel hinein, statt angemessen zu fahren“, so die Grünen in ihrer Pressemitteilung. In der häufig überhöhten Geschwindigkeit sehen sie denn auch die größte Gefahr welche in Staffel zu beobachten ist.

Leider sei das aber nicht der einzige Stein, der dem kritischen Beobachter dort schwer im Magen liegt, merken die Grünen an. Die Durchgangsstraße weise in mehreren Punkten problematische Züge auf. Artan Oseku, ebenfalls Mitarbeiter der grünen Ortsgruppe, bringt weiteres auf den Punkt: „Wer sich an verschiedenen Tageszeiten zu Fuß durch Staffel bewegt, bemerkt, zum Beispiel, dass sich die Fußgänger entlang der Durchfahrtstraße quasi ohne Gehweg bewegen müssen. Der Untergrund ist ohne Befestigung und entwickelt gerade in der nassen und frostigen Jahreszeit ein „rutschiges“ Gefahrenpotential. Vor dieser Situation sollten wir nicht länger die Augen verschließen.“ Die zugesagte Erstellung einer Bushaltestelle auf der Südseite Staffels solle nach Meinung der Grünen ebenfalls zügigst realisiert werden. Manchmal gleiche es fast einem Horrorfilm, wenn man dort beobachte, wie Schulbuskinder auf der Fahrbahnmitte einsteigen müssen, weil auf der anderen Seite keine Haltestelle vorhanden ist. Da müsse man stets erst einmal durchatmen, wenn der Bus weiterfahren könne, ohne dass ein ungeduldiger Autofahrer dort zum Überholen angesetzt und damit die Kinder gefährdet habe.

„Es mag vielleicht auf den ersten Blick unpopulär sein, wenn man sich für Tiere als Verkehrsteilnehmer einsetzt“, so Fraktionsmitglied Olaf Harjes. „Wer Staffel jedoch kennt, weiß, welchen großen Anteil die Pferde dort am Dorfgeschehen haben. Sie sind einfach typisch für Staffel und müssten natürlich die Möglichkeit haben, unbeschadet mit ihren Reitern und Pferdewirten morgens zu ihren Weiden und abends zurück in den Stall zu gelangen.“ Hier gelte es ebenfalls eine tragfähige Lösung zu identifizieren. Die Grünen hätten hier beobachtet, dass es mindestens zwei Knackpunkte im Kontext der Pferde gibt. Zum einen müsse die Fahrbahnüberquerung sicherer und zum anderen auch das Laufen an der Straße möglich werden, ohne dass man ständig Angst haben müsse, dass das Pferd einen Ausreißversuch unternimmt, weil die PKW fast hautnah vorbeifahren.

Die Grünen hoffen nun auf einen regen und konstruktiven Austausch im Ortsbeirat. Man werde konkrete Ideen vorschlagen, welche sich eignen, um die Probleme spürbar zu entschärfen. Rechtliche Expertise habe man sich ebenfalls eingeholt. „Wir möchten gerne im Schulterschluss mit den Kollegen anderer Gruppierungen Lösungen finden“, so die Grünen. Aus diesem Grunde habe man Ortsvorsteher Hartmut Krämer auch schon vorab signalisiert, dass man „einen Korb voll konstruktiver Projektideen“ mitbringe, die es dann zu beraten gelte.

 

Gemeindevertretung unterstützt das Ansinnen von APEG-Lautertal: „Europaplatz soll dauerhaft erhalten werden“

Die Arbeitsgemeinschaft zur Partnerschaft europäischer Gemeinden – Lautertal (APEG) hat sich auf ihrer jüngsten Jahreshauptversammlung mit der drohenden Nutzung des Europaplatzes als Baugrundstück auseinandergesetzt. Eingebracht wurde dieser Tagungsordnungspunkt durch den Ehrenvorsitzenden von APEG, Helmut Lechner. Anlass waren jüngste Presseberichte, welche über den Entwicklungsstand des innerdörflichen Baugebietes „DESTAG/Östlich der Steinaue“ informierten. Den Bürgern werde zunehmend bewusst, dass hierbei die Grünfläche ein für allemal verloren geht. Nach ausführlicher Erörterung der Thematik, incl. baurechtlicher Hintergründe wurde eine Resolution verabschiedet, welche sich unter anderem an die Lautertaler Gemeindevertretung richtet. In dieser wird den Verantwortlichen Lautertals angetragen, sich für den dauerhaften Erhalt der Grünfläche einzusetzen. Der Beschluss für den ein eigener Tagesordnungspunkt beantragt wurde, erging schließlich einstimmig.