Tag der offenen Tür an der Mittelpunktschule Gadernheim: Am Samstag dem 28.01.2023 öffnet die Mittelpunktschule Gadernheim von 11.00 Uhr bis 14.00 Uhr ihre Türen für interessierte Kinder und Eltern der vierten Klassen. Die MPS ist eine Grund-, Haupt- und Realschule im Lautertal, die in der fünften und sechsten Klasse schulformübergreifend unterrichtet. Als einzige Schule im Kreis werden in diesen verbundenen Klassen keine Noten vergeben, sondern die Zeugnisse bestehen aus Verbalbeurteilungen, in denen auf die Stärken und Schwächen der Kinder individuell und ausführlich eingegangen wird. Erst ab der siebten Klasse werden die Schüler*innen in die unterschiedlichen Schulformen eingestuft. So haben die Kinder noch einmal zwei Jahre Zeit sich zu entwickeln und Defizite aufzuarbeiten. Ein großes Plus der MPS sind die kleinen Klassen, in denen nicht nur schwächere Kinder gefördert, sondern auch starke Kinder noch intensiver gefordert werden. Viele Schüler*innen der zehnten Klassen nutzen die sehr gute Arbeit an der MPS, um noch das Abitur oder das Fachabitur abzulegen.

Ein großer Schwerpunkt der MPS ist die Berufsorientierung. Als äußeres Zeichen, dass die BO ein wichtiger Baustein im Schulprogramm ist, wird in Zusammenarbeit mit der Strahlemann-Stiftung, dem Kreis Bergstraße und vor allem mit kooperierenden Unternehmen der Region die Talent-Company als BO-Raum angeboten. Hier können Betriebe sich vorstellen, die Schüler*innen Bewerbungen schreiben oder die Mitarbeiter*innen der Arbeitsagentur ihre Sprechstunde abhalten.

Die MPS ist eine von drei Schulen im Kreis, die am Projekt SABO (Stärkung der außerschulischen Berufsorientierung im Kreis Bergstraße) der Strahlemann-Stiftung teilnimmt. Hier werden Einzelcoachings für die Vorabgangs- und Abgangsklassen angeboten oder Betriebsbesichtigungen organisiert.

Als Partner der IHK ist die Zukunftswerkstatt ein weiterer Baustein der BO an der MPS. Hiermit wird u.a. die Potentialanalyse im siebten Jahrgang finanziert, der durch einen externen Partner durchgeführt wird.

Auch mit der Handwerkskammer Rhein-Main besteht seit vielen Jahren eine enge Kooperation, die ihren Schwerpunkt in einem zweiwöchigen Berufsorientierungsprojekt (BOP) im Berufsbildungs- und Technologiezentrum Bensheim für Schüler*innen der achten Jahrgangsstufe hat.

Der Boys- und Girls Day und zwei zweiwöchige Praktika lassen die Jugendlichen direkt in die Berufswelt hineinschnuppern und geben so die Gelegenheit, einen guten Anschluss nach dem Abschluss zu finden.

Die Arbeitslehreräume sind sehr gut ausgestattet, unter anderem mit einer CNC-Fräse, damit die Jugendlichen mit Praxiserfahrungen in die Firmen gehen können.

Seit dem letzten Schuljahr ist die „Kreidezeit“ an der MPS vorbei. Alle Klassen- und Fachräume sind mit Smartboards der neuesten Generation ausgestattet, die MPS hat in allen Räumen gut funktionierendes und schnelles W-LAN und den Schüler*innen der Sekundarstufe stehen 70 iPads zur Verfügung, die im Unterricht eingesetzt werden können.

Im Bereich Digitalisierung ist die MPS eine von drei Schulen im Kreis Bergstraße, die vom Kultusministerium als „Digitale Schule“ ausgezeichnet wurde. Im WPU-Kurs „FIRST-LEGO-LEAGUE“ machen die Teilnehmer*innen erste Erfahrungen im Programmieren und nehmen regelmäßig an Wettbewerben teil. Im achten Jahrgang der Realschule gibt es eine Laptopklasse.

In Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium (HKM) und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) und der CRESPO-Foundation ist die MPS Standort für das „Fliegende Künstlerzimmer“. In einem extra für dieses Projekt entwickelten Gebäude arbeitet der Künstler Fabian Knöbl an drei Tagen in der Woche mit den Schüler*innen an verschiedenen Kunstprojekten. Herr Knöbl wohnt in dieser Zeit auch im „FlieKü“, sodass er „Leben und Lernen“ an einem Ort verbindet.

Den Kindern aus der vierten Klassen der umliegenden Grundschulen wurde der Naturwissenschaftliche Unterricht der Fächer Biologie, Physik und Chemie am NaWi-Tag präsentiert und sie erhielten so einen Eindruck vom handlungsorientierten Lernen in diesem Bereich.

Englisch ist an der MPS die erste Fremdsprache. Ab der siebten Klasse können die Schüler*innen des Realschulzweigs Französisch als zweite Fremdsprache wählen. Um das Interesse der Kinder an der französischen Sprache zu wecken, wird vorab schon einmal eine Französisch-AG angeboten. Die Fachschaft Deutsch bietet neben dem Deutschunterricht noch eine Leseförderung und Unterstützung für Kinder an, die eine Lese-Rechtschreibschwäche haben. In der Mediothek stehen den Schüler*innen der MPS knapp 3000 verschiedene Medien zur Verfügung, die sie Ausleihen oder zur Recherche nutzen können.

Zeitzeugengespräche, Gestaltung des Gottesdienstes zu Pogromnacht und Exkursionen in Gedenkstätte wie Buchenwald oder Dachau sind wichtige Fixpunkte im Fach Gesellschaftslehre, um die Jugendlichen auch über die schwarzen Stunden der deutschen Geschichte zu informieren und sie stark dafür zu machen, dass sich dies nicht mehr wiederholt.

In vielen AG-Angeboten können sich die Schüler*innen außerhalb der Regelunterrichtszeit ausprobieren und unter anderem auch sportlich betätigen. So verfügt die MPS über 18 Mountainbikes, die in der AG-Zeit aber auch im Wahlpflichtunterricht genutzt werden. Fußball, Robotik, Kochen und vieles mehr finden sich auf dem AG-Plan für die Jahrgangsstufen 5 bis 10.

Für das Mittagessen sorgt seit Jahren Frau Gärtner, die in ihrer Küche täglich ein frisches Mittagessen mit Produkten aus der Region für die Kinder zubereitet und ein Aushängeschild der Schule ist.

Es gibt also viele Gründe am Samstag nach Gadernheim zu kommen und sich über das Angebot der MPS vor Ort zu informieren.

 

Mathematik-Wettbewerb

Januar 2023: Beim diesjährigen Mathematik-Wettbewerb des Landes Hessen wurden Maximilian Mahl (Realschule) und Nils Reinig (Hauptschule) Schulsieger an der MPS. Die beiden werden die Mittelpunktschule in der nächsten Runde beim Kreisentscheid vertreten.  

 

November 2022: MPS pflanzt Obstbäume

Die Klasse 6Va hat zusammen mit ihrem Klassenlehrer Tobias Pöselt an der Obstbaumaktion des Gewässerverbandes Bergstraße teilgenommen. Ursprünglich sollten vier Apfelbäume rund um den Schulgarten angepflanzt werden. Aufgrund der großen Nachfrage bekam die Klasse aber nur für drei Bäume den Zuschlag. Nachdem Herr Pöselt am Freitag die Bäume in Lorsch abgeholt hatte, begannen die Kinder am Montag mit großer Begeisterung die Bäume zu pflanzen, anzugießen und einen Schutz herzustellen.

Die MPS beteiligt sich erstmals an der Aktion. Im Rahmen des GL-Unterrichts haben sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema befasst und waren sofort dabei, als es hieß, auch praktisch tätig zu werden.

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Mehr über die MPS

Oktober 2022:

Auszeichnung „MINT-freundliche Schulen“ und „Digitale Schulen“ in Hessen 2022

Wiesbaden/Berlin, 27. September 2022. 76 Schulen aus Hessen wurden heute in einer Onlineveranstaltung vom stellvertretenden Vorsitzenden von MINT Zukunft e.V. Prof. Dr. Hannes Federrath als „MINT-freundliche Schule“ und/oder “Digitale Schule” ausgezeichnet. Die Auszeichnungen sind drei Jahre gültig. Die Ehrung der „MINT-freundlichen Schulen“ in Hessen steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz (KMK), die Ehrung der „Digitalen Schulen“ steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Digitales und Verkehr Dr. Volker Wissing.

Die Mittelpunktschule Gadernheim wurde als eine von zwei Schulen im Kreis Bergstraße in diesem Jahr ausgezeichnet. Unter der Federführung des „MPS-Digitalministers“ Konrektor Felix Hartkorn, hat sich die MPS in den letzten Jahren im Bereich Digitalisierung enorm weiterentwickelt. Sehr gut ausgestattet durch den Kreis Bergstraße mit Glasfaseranschluss, digitalen Tafeln und anderer Hardware, unterstützt von einigen Sponsoren und Partnern und das große Engagement und die Bereitschaft zur Mitarbeit durch das Kollegium ist die MPS zu Recht mit diesem Gütesiegel ausgezeichnet worden.

Schon vor dem Ausbruch der Pandemie hatte sich die Schule mit neuem Medienkonzept, Anschaffung von Tabletts und Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen auf den Weg gemacht. In einigen Klassen wurde schon mit calliope mini Computern erste Schritte in Richtung Programmierung unternommen, was nun mit der sehr guten Ausstattung im Bereich Lego-Robotik fortgesetzt wurde. So ist die MPS die Außenstelle des digi_space Bergstraße und Ansprechpartner für die Grundschulen in diesem Bereich. Die HABA Digital Werkstatt wurde noch vor der Pandemie mit persönlicher Unterstützung von Verena Pausder in der Schule durchgeführt und in den Sommerferien wurden die Werkräume erneuert und der Metallraum zum „Creator-Raum“ umgestaltet, in dem die Robotik-Workshops durchgeführt werden. Zudem bekam der Raum eine neue, moderne programmierbare CNC-Fräse, um auch hier die Schülerschaft in die digitale Arbeitswelt einzuführen.

In der Schule ist flächendeckend eine schnelle W-LAN-Infrastruktur vorhanden, um allen Ansprüchen des modernen Lernens genüge zu leisten. So arbeitet die MPS im Sinne des Kultusministers:

Kultusminister Lorz: “Je eher wir Kinder und Jugendliche für die Zusammenhänge begeistern, die sie umgeben, desto früher legen wir den Grundstein für ihren späteren beruflichen Erfolg. Es freut mich sehr, dass bei der Vermittlung dieser wichtigen Kompetenzen immer stärker digitale Hilfsmittel zum Einsatz kommen. Ich danke allen teilnehmenden Schulen sehr für ihr Engagement und heiße die neuen Schulen herzlich in unserem Netzwerk willkommen.“ 

Den Digitalen Schulen wurde es durch einen Kriterienkatalog ermöglicht, eine Standortbestimmung sowie eine Selbsteinschätzung zum Thema „Digitalisierung“ vorzunehmen und Anregungen umzusetzen. Bei Vorliegen einer entsprechenden Profilbildung kann von einer digitalen Schule gesprochen werden. Der Kriterienkatalog „Digitale Schule“ umfasst fünf Module, die alle von den Schulen nachgewiesen werden:

1. Pädagogik & Lernkulturen
2. Qualifizierung der Lehrkräfte
3. Regionale Vernetzung
4. Konzept und Verstetigung
5. Technik und Ausstattung. 

Die Module sind orientiert an der KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ und wurden von Expertinnen und Experten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der u.g. Verbände entworfen. Die Ehrung als „Digitale Schule“ ist dabei wissenschaftlich basiert, verbandsneutral sowie unabhängig.

In drei von diesen fünf Modulen erreichte die MPS 100%, in den anderen beiden 98%.

Juli 2022: Aktion Schulgarten an der MPS Gadernheim

Firma Schmitt-Galabau aus Kolmbach startet am Freitag, 8.7.2022 die zukünftige Kooperation mit der MPS mit einer Aktion zur Umgestaltung des Schulgartens. Zusammen mit sechs Schülerinnen und Schüler des 7. Jahrgangs wird der bisherige Schulgarten umgestaltet, ein Zaun und Hochbeete eingerichtet. Die Aktion findet in der Zeit zwischen 8.30 Uhr und 15.30 Uhr statt.

Juni 2022: „Das fliegende Künstlerzimmer“ gastiert 2022 an acht Standorten

Einmaliges Programm für kulturelle Bildung wird ausgeweitet und ist im Rahmen von „CAMP notes on education“ zu Gast auf der documenta fifteen Frankfurt am Main, 9. Juni 2022 Das von der Crespo Foundation vor vier Jahren ins Leben gerufene Programm für kulturelle Bildung „Das fliegende Künstlerzimmer“ wird 2022 von drei auf acht Standorte ausgeweitet. Bisher gastierten drei fliegende Künstlerzimmer auf drei Schulhöfen im ländlichen Raum Hessens. Nun „landet ein neues mobiles Atelier im Sommer auf der documenta fifteen in Kassel, im Rahmen der Vermittlungsplattform CAMP notes on education. Außerdem hält ein fliegendes Künstlerzimmer erstmals in einem Frankfurter Stadtteil Einzug dem im Norden gelegenen Preungesheim. Nach den Sommerferien kommen drei neue Standorte an drei weiteren hessischen Schulen hinzu, sodass künftig sechs mobile Bauten von Schulhof zu Schulhof ziehen.

Das fliegende Klassenzimmer, Foto Norbert Miguletz


Das Programm „Das fliegende Künstlerzimmer“ wurde 2018 von der Crespo Foundation als Artist-in-Residence-Stipendium für die Zusammenarbeit von Künstler:innen mit Schüler:innen und ihren Lehrkräften entwickelt. Es wird in Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium (HKM), dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK), ausgewählten Schulen und ihren Landkreisen umgesetzt. Die fliegenden Künstlerzimmer eigens von den Architekten Nikolaus Hirsch und Prof. Dr. Michel Müller entworfene und von dem Designer Lukas Wegwerth baulich umgesetzte mobile Wohn-Ateliers mit einer Größe von rund 80 Quadratmetern „landen“ auf Schulhöfen im ländlichen Raum in Hessen, wo sie von einem:einer Künstler:in bezogen werden, um künstlerische Prozesse mit der gesamten Schulgemeinde anzustoßen.

„‚Das fliegende Künstlerzimmer‘ ist ein bislang einmaliges Format der kulturellen Bildung. Es landet wie eine Art UFO auf dem Schulgelände und gibt der gesamten Schulgemeinde eine einzigartige Gelegenheit, den Künstlerinnen und Künstlern bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. Dies alles geschieht jedoch nicht nur an einem Projekttag, sondern über mindestens ein ganzes Schuljahr hinweg. Die Schule wird so zu einem kulturellen Zentrum der Region. Ich erhoffe mir davon viele intensive künstlerische Begegnungen für die Schülerinnen und Schüler sowie eine Impulswirkung für die gastgebenden Kommunen“, so der Hessische Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz.

„Kunst ist bunt, vielfältig und geht uns alle an: das vermittelt das fliegende Künstlerzimmer. Es bringt Kunst zu jungen Menschen und weckt ihre Kreativität vor allem im ländlichen Raum, nun auch in Kassel und Frankfurt. Gleichzeitig gibt es Künstler:innen Raum und Zeit, die eigene Arbeit zu intensivieren, und zu lernen, wie sie ihr Können an Schüler:innen vermitteln“, betont Angela Dorn, Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst. Kultur ist für alle da dazu leistet Kulturelle Bildung wie im fliegenden Künstlerzimmer einen ganz wichtigen Beitrag. Das Engagement der Crespo Foundation eröffnet vielen jungen Menschen einen Weg zu Kunst und Kultur.“

Das Programm an Schulen

Ursprünglicher Gedanke des fliegenden Künstlerzimmers ist es, Kunst und Kultur direkt dorthin zu bringen, wo Kinder und Jugendliche einen Großteil ihrer Zeit verbringen nämlich in der Schule. Gleichzeitig sollen Schüler:innen erreicht werden, die sonst weniger oder erschwerten Zugang zu kulturellen Angeboten haben, was vor allem im ländlichen Raum der Fall ist. Durch die ein- bis zweijährige Anwesenheit eines:r Künstler:in vermittelt „Das fliegende Künstlerzimmer an Schulen“ den Schüler:innen ästhetisch-forschendes Lernen im Unterricht aller Fächer sowie in freien Atelierangeboten.
Drei hessische Schulen nehmen derzeit im aktuellen Schuljahr 2021/2022 am Programm teil: die Schule im Emsbachtal in Niederbrechen, die Lüdertalschule in Großenlüder sowie die Einhardschule in Seligenstadt. Im Schuljahr 2022/23 kommen drei weitere Standorte hinzu: die Stadtschule Schlüchtern, eine verbundene Haupt- und Realschule im Main-Kinzig-Kreis, die Adolf-Reichwein-Schule, eine integrierte Gesamtschule in Pohlheim im Landkreis Gießen, sowie die Mittelpunktschule Gadernheim im Lautertal im Kreis Bergstraße.

„Das fliegende Künstlerzimmer“ im Stadtteil Preungesheim und auf der documenta fifteen

Mit der Ausweitung des Programms auf den Frankfurter Stadtteil Preungesheim und die documenta fifteen in Kassel wird der ursprüngliche Gedanke des fliegenden Künstlerzimmers nun auf weitere Zielgruppen ausgeweitet. „Das fliegende Künstlerzimmer im Quartier“ soll besonders Kindern und Jugendlichen aus Preungesheim die unmittelbare Teilhabe an Kunst und kultureller Bildung ermöglichen, aber auch deren Familien sowie allen anderen Bewohner:innen des Stadtteils. Gemeinsam mit Künstler:innen, deren Arbeit Digitalität und (digitale) Technologien in den Mittelpunkt stellt, sollen künstlerische Prozesse angestoßen werden. Die Crespo Foundation kooperiert dafür mit dem Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt, dem Quartiersmanagement Preungesheim im Frankfurter Programm Aktive Nachbarschaft“, das in Trägerschaft des Diakonischen Werkes für Frankfurt und Offenbach ist, der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und NODE Verein zur Förderung digitaler Kultur e.V.

Ab 15. Juni 2022 wird das fliegende Künstlerzimmer zudem für einhundert Tage zu Gast auf der internationalen Kunstausstellung documenta fifteen sein. Im Rahmen der Vermittlungsplattform „CAMP notes on education“, die aus der Abteilung Bildung und Vermittlung entstanden ist, wird das mobile Atelier zum CAMP workspace für das Programm Arts Educators in Residence. Ganz im Sinne seiner Tradition als offener Möglichkeitsraum für künstlerisch inspirierte Education-Prozesse bietet das fliegende Künstlerzimmer seine Architektur einem weiteren Residency-Programm als Möglichkeitsraum und Arbeitstool an. Die Preview-Tage der documenta fifteen werden von der ehemaligen fliegenden Künstlerin Janina Warnk und dem Künstler und Performer Niklas Strang als „fliegende Übergabe“ an die documenta gestaltet. „Nach seinem Start vor vier Jahren nimmt das fliegende Künstlerzimmer nun richtig Fahrt auf und spannt einen weiten Bogen vom ländlichen Raum Hessens bis zum Hotspot der zeitgenössischen Kunst: Es vergrößert sich auf sechs Schulen im ländlichen Hessen, landet gleichzeitig mit Impulsen zur kulturellen Stadteilentwicklung erstmals in einem Frankfurter Stadtquartier und ist im Rahmen von ‚CAMPS notes on education‘ zu Gast auf einer der weltweit wichtigsten internationalen Kunstausstellungen, der documenta fifteen“, freut sich Prof. Christiane Riedel, Vorständin der Crespo Foundation. Der Dialog zwischen diesen Erfahrungsräumen bietet für das fliegende Künstlerzimmer und für CAMP viele großartige Inspirationen! Im Juni erscheint eine umfangreiche deutsch-englische Publikation zum fliegenden Künstlerzimmer, die die Zusammenarbeit von Künstler:innen, Lehrkräften und Schulen ausführlich dokumentiert.

Das Artist-in-Residence-Stipendium für „Das fliegende Künstlerzimmer an Schulen“ ist mit einem ebenshaltungskostenzuschuss von 2.000 Euro monatlich über eine Laufzweit von ein bis zwei Jahren dotiert, hinzu kommen 6.000 Euro jährlich für anfallendes Material. Die Stipendien für „Das fliegende Künstlerzimmer im Quartier“ haben eine Laufzeit von drei Monaten und sind mit monatlich 3.000 Euro sowie einem Materialbudget von einmalig 3.000 Euro dotiert. Beide Stipendien richten sich an Künstler:innen, die neben dem eigenen künstlerischen Schaffen erfahren sind in der kulturellen Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Mehr Informationen: www.fliegendes-kuenstlerzimmer.de

 

März 2022: Forscherlabor digi_space_mobil in der MPS Gadernheim

Viertklässler nehmen am Wettbewerb „First© Lego© League Explore“ teil: Voller Begeisterung stürmt die Klasse 4a in den Unterrichtsraum. Dabei geht es etwas lauter zu. Die Kinder müssen ihrer Vorfreude „Luft machen“. Denn jetzt folgt kein Deutsch- oder Mathematikunterricht, wie üblich. Auch nicht Sport oder Musik. Das mobile Forscherlabor des Kreises Bergstraße, digi_space_mobil, ist zu Besuch an der Mittelpunktschule in Gadernheim. Auf dem Stundenplan stehen digitale Technologien, Robotik und ganz viel bauen, programmieren und konstruieren mit Lego. Auch Landrat Christian Engelhardt ist zum Auftakt dieses besonderen Projekts vor Ort. „Hätte es so ein Angebot bereits zu meiner Schulzeit gegeben, wäre ich mit genauso viel Eifer wie ihr dabei gewesen“, ist Engelhardt überzeugt. „Ich freue mich sehr, dass wir Euch hier einen so umfangreichen Einblick in neue Techniken geben können.“ Landrat Engelhardt ist sichtlich stolz auf das tolle Angebot, das der digi_space für die Bergsträßer Schülerinnen und Schüler darstellt. Zu Recht – denn es ist höchst ungewöhnlich, dass ein Schulträger wie der Kreis Bergstraße, der eigentlich nur für die Räumlichkeiten und die Ausstattung der Schulen zuständig ist, ein eigenes pädagogisches Angebot bereithält. „Wir wollen euch für die Zukunft fit machen! Der digi_space ist uns deshalb ein echtes Herzensanliegen“, so Christian Engelhardt.

Im digi_space sind die Kinder nicht an die Schulstunden oder die Schulglocke gebunden. Sondern sie können selbst bestimmen, wann und wie viel Zeit sie hier verbringen wollen. „Der digi_space soll ein Ort für unsere Technik-Tüftler von morgen sein, wo Kinder und Jugendliche ihrer Fantasie und ihrer Kreativität freien Lauf lassen können, um eigene Lösungen zu finden“, betont der Landrat.

Auch wenn die Zeit im mobilen digi_space in Gadernheim begrenzter ist, auch hier können die Schülerinnen und Schüler forschend und spielerisch Grundlagen von Technik und graphischer Programmierung entdecken. Dafür besucht Jan Fuchs, Leiter des digi_space und Referent für Digitale Bildung beim Kreis Bergstraße, an über 15 Terminen die Schulklasse 4a an der Mittelpunktschule. Während dieser wöchentlichen Stunde erforschen die Kinder in insgesamt fünf Teams reale Probleme und entwickeln mit Hilfe von Lego Steinen und dem Robotik-Set „Lego Spike Essential“ individuelle Lösungen. So wird die 4a in diesem Jahr sogar am Wettbewerb „First Lego League Explore“ mit dem Motto „Cargo Connect – Gestalte den Transport der Zukunft“ teilnehmen. Die Zusammenarbeit mit der Mittelpunktschule sowie die Teilnahme am Wettbewerb wird dabei durch den Verein Hands on Technology e.V. und die SAGE Stiftung gefördert.

„Ich freue mich sehr, dass der digi_space nun auch mobil im Einsatz ist und zum Beispiel hier in Gadernheim Mädchen und Jungen für Technik begeistert“, hebt Landrat Christian Engelhardt hervor. Weitere Schulen aus dem Kreis Bergstraße, die sich ebenfalls für eine Kooperation mit dem digi_space_mobil interessieren, können mit Jan Fuchs Kontakt aufnehmen (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder via Telefon über 0172/7291848). Darüber hinaus können alle technikinteressierten Schülerinnen und Schüler an den Workshops und Terminen im stationären digi_space am Starkenburg Gymnasium in Heppenheim teilnehmen. Alle Informationen rund um den digi_space gibt es unter: https://www.vision.kreis-bergstrasse.de/dialoge/digispace

Oktober 2021: Landrat Engelhardt zu Besuch in der Mittelpunktschule Gadernheim - MPS Gadernheim: Ein Vorreiter in Sachen Digitalisierung

Kreis Bergstraße (kb). Durch die Coronavirus-Pandemie gewann das Thema ‚Digitalisierung an Schulen‘ enorm an Bedeutung. Viele Schulen begannen sich mit Fragen rund um dieses Thema zu beschäftigen und gestalteten ihre Unterrichtsmethoden neu. Für die Mittelpunktschule in Lautertal-Gadernheim war die digitale Weiterentwicklung jedoch kein neues Thema. Denn: Die Grund-, Haupt- und Realschule ist in Sachen Digitalisierung ein echter Vorreiter und wurde bereits „vor Corona“ umfassend aktiv. Um sich vor Ort ein Bild zu machen, die pädagogische Entwicklung zu verfolgen und der Schulleitung die Gelegenheit zu geben, Themen von Interesse anzusprechen, besuchte Landrat Christian Engelhardt, begleitet von Vertretern der kreiseigenen Schul- und Gebäudewirtschaft, die Schule im Lautertal.

 

Christian Engelhardt besuchte eine siebte Klasse, den „Laptopjahrgang“ der Mittelpunktschule, während des Unterrichts

 

„An der Mittelpunktschule kommen zwei meiner Herzensthemen zusammen: Digitalisierung und Bildung. Die Schule setzte sich bereits früh mit dem Thema Digitalisierung auseinander. Das führte zu einem regelrechten Digitalisierungsschub vor und während der Corona-Zeit. Hier konnte zudem schon früh ein Anschluss ans Glasfasernetz erfolgen“, lobte Landrat Engelhardt zu Beginn seines Schulbesuchs. Schulleiter Alwin Zeiß und der stellvertretende Schulleiter Felix Hartkorn berichteten, die Schule sei gut durch die Pandemie gekommen. Dies lag nicht zuletzt daran, dass sie bereits gut digital aufgestellt war. Zudem lobten sie die Unterstützung und Zusammenarbeit mit der Schul-It des Eigenbetriebs.

Beim gemeinsamen Rundgang durch die Schule besuchte Christian Engelhardt verschiedene Unterrichtsräume sowie Klassenstufen. Diese Gelegenheit nutzte der Landrat, um Fragen der Schülerinnen und Schüler zu beantworten und sich ein Bild von den Räumen sowie dem Unterricht zu machen. Durch Beamer in jedem Klassenzimmer konnten Lehrerinnen und Lehrer ihren Unterricht während Corona sowohl im Wechsel-, als auch im Distanzunterricht problemlos abhalten. Zudem fanden Schulungen für den Umgang mit Microsoft-Teams für das gesamte Kollegium statt. Die Jahrgangsstufe sieben ist der „Laptopjahrgang“ der Schule. Jede Schülerin und jeder Schüler arbeitet an einem Laptop, der mit nach Hause genommen werden kann. Die Hausaufgaben werden dann in die Cloud geladen, die von den Kindern die „Wolken-App“ genannt wird.

Nicht nur im Bereich der Digitalisierung wächst die Schule, auch die Schülerzahlen steigen kontinuierlich an. So wurden die bisher zweizügigen Jahrgänge fünf und sechs bereits zu dreizügigen Jahrgängen ausgebaut.

Christian Engelhardt, Schulleiter Alwin Zeiß und der stellvertretende Schulleiter Felix Hartkorn waren sich einig: Digitalisierung ist ein echtes Gewinnerthema für Kinder und Lehrpersonen und freuen sich über den großen Zulauf. Ziel der Schule ist es, sich als „die Schule fürs Lautertal“ zu etablieren. kb