Ein nicht alltägliches Jubiläum feiert am 14. März 2022 Manfred Preuß. Vor 30 Jahren wurde er zum Vorsitzenden des SSV Reichenbach gewählt, und damit Nachfolger von Ernst Lech, der 8 Jahre den Verein führte.

Werner Taube, 1992 Fußballabteilungsleiter, fragte damals bei Manfred Preuß an, ob er sich vorstellen könnte, den Vorsitz beim SSV zu übernehmen. Nach ein paar Tagen Bedenkzeit sagte Manfred Preuß zu. Nur wenige Monate später konnten die SSV-Fußballer nach einem Sieg in der Relegation gegen den FC Einhausen in die B-Klasse aufsteigen.

Die dazugehörigen Fotos folgen in den nächsten Tagen...

Manfred und Werner oben links nach dem Sieg in Einhausen.

Im gleichen Jahr wurde an die Umkleide ein Schuppen angebaut 

Nach einer Anregung von Maria Greif wurde am 20. September 1992 der erste von 54 Flohmärkten auf dem SSV-Sportplatz veranstaltet.



Manfred Preuß war an den Flohmärkten immer besonders engagiert und verbrachte unzählige Stunden mit der Vorbereitung und der Durchführung des Events.

Eine Pause während des Flohmarktes gönnt sich der Manfred selten. Morgens um 5 Uhr beginnt er mit der Einteilung der Aussteller, und gegen 19.00Uhr werden die letzten Plakate wieder abgehängt. Montags nach dem Flohmarkt stehen dann Aufräumarbeiten an, wobei er auf eine Mülltrennung wert legt.

2007, 2014, 2017 und 2020 konnte Manfred Preuß weitere Meisterschaften mit den Fußballern feiern, wo er als Betreuer bis heute im Einsatz ist.

2003 war er beim Bau der Halle an der Umkleide federführend.

2008 wurde Manfred Preuß mit vielen Frauen zusammen für seine 25- jährige Mitgliedschaft beim SSV geehrt

Das nächste große Projekt war die Umwandlung in einen Kunstrasenplatz 2011. Manfred hatte mit Abstand die meisten Stunden der rund 35 Helfer während den Umbauarbeiten. Bei der Einweihung blickte Manfred Preuß mit berechtigtem Stolz auf das erreichte zurück.

Ein Jahr später stand die Trockenlegung des Vereinsheimes auf der Seite Richtung Felsenmeer auf dem Programm.



2017 bekam Manfred Preuß den Landesehrenbrief.



Nur schwer zu schätzen ist die Anzahl der Bratwürste, die der Manfred in den letzten 30 Jahren gegrillt hat.

Bei den Papiersammlungen mittels Container verbrachte er unzählige Stunden mit dem Kleinschneiden der Kartonagen.

Seine handwerklichen Fähigkeiten sind für den Verein Gold (Geld) wert. Egal ob Vereinsheim, Sportplatz oder Umkleide, für alle Probleme findet der Manfred eine Lösung. Das geht bei einem Dipl. Ing natürlich nicht ohne vorher einen genauen Plan gemacht zu haben.

Ende Juli feierte der Manfred seine 75. Geburtstag, auf diesem Bild mit Enkel Maximilian.

Rund 300 Vorstandsitzungen leitete er bis jetzt in seiner Amtszeit, sowie wie hier während der Coronazeit 2020.

Für manche Taten fehlen auch dem Manfred die Worte

Wollen wir hoffen, dass der Manfred auch weiterhin gesund und fit bleibt und dem SSV damit erhalten.

Interessant ist auch ein Blick auf die Vorsitzenden beim SSV. Nur 8 Männer standen seit 1954 an der Spitze des Vereines. 

lfd. Nr.

Name

Amtszeit von bis

Jahre insgesamt

1.

Adam Hechler

1954, 1956 - 1957

3

2.

Wilhelm Lang

1955

1

3.

Peter Krichbaum

1958

1

4.

Hermann Jährling

1959 - 1967

9

5.

Karl Schuster

1968 - 1970

3

6.

Jakob Röder

1971 - 1983

13

7.

Ernst Lech

1984 - 1991

8

8.

Manfred Preuß

1992 -

30

 

 

 

Geschichte eines Flohmarktes

März 2022: Bei der letzten Zusammenkunft im Vereinsheim erinnerte Peter Gehrisch noch einmal an die Anfänge des Flohmarktes beim SSV Reichenbach. Bereits im Jahr 1991 machte man sich im Vorstand des SSV Gedanken über einen Flohmarkt. Doch man scheute das Risiko und lehnte ein Flohmarkt ab. Bei einem Turnier in Gadernheim wurde der neu gewählte 1. Vorsitzende Manfred Preuß von Maria Greif erneut auf das Flohmarktthema angesprochen. Da die Seniorenfussballer am 20. September 1992 zufällig spielfrei waren, sagte Manfred Preuß man wolle es einmal probieren.

Eine Reihe längs und eine Reihe quer waren auf dem Sportplatz mit Ständen belegt, und die von Alfred Muth eingeteilten Helfer hatten alle Hände voll zu tun. Mit so einer tollen Resonanz hatte man im Lager des SSV nicht gerechnet. Also wurde beschlossen im Juni 1993 einen weiteren Flohmarkt zu veranstalten. Jürgen Greif, Flohmarkt erprobtes Mitglied beim SSV, sorgte für noch mehr Aussteller und Manfred Preuß mit einer Vielzahl von Plakaten für mehr Besucher. Auf dem Sportplatz war jetzt schon eine ganze Runde mit Ständen belegt.

Einer Anregung der Händler nach zwei Flohmärkten im Jahr kam der SSV natürlich gerne nach. So war bis zum Juni 2011 auf dem SSV-Sportplatz beim Flohmarkt immer die Hölle los. Um die 300 Stände wurden aufgebaut und rund 100 Helfer für das Spektakel eingeteilt. Mit der Umwandlung des Sportplatzes in einen Kunstrasenplatz 2011 wandelte sich auch der Flohmarkt. Rund um das Vereinsheim wurden nun die Stände aufgebaut. Der neue Flohmarkt ist zwar nicht mehr so groß wie der alte, aber trotzdem ein fester Bestandteil im Kalender des SSV.

Durch die Halle an der Umkleide, die seit 2003 zur Verfügung steht, hat man ideale Voraussetzungen für die Veranstaltungen des SSV. Ein riesiges Kuchenbuffet, Steaks und Bratwürste vom Holzkohlengrill, leckere Salate und kühle Getränke finden bei den zahlreichen Gästen immer guten Zuspruch. Hatte man in den ersten Jahren immer Glück mit dem Wetter, so spielte in den letzten Jahren das Wetter nicht immer mit. Der Flohmarkt im September 2019 musste wegen Dauerregen gar abgebrochen werden.

2020 + 2021 stoppte Corona die Durchführung des Flohmarktes. Ob es noch einmal einen Flohmarkt gibt, wird man sehen. Die Parkplatznot, hervorgerufen durch den Wegfall von rund 100 Parkplätzen auf der Heppenheimer-Wiese, die verkauft wurde ohne daß von der Gemeinde Ersatz geschaffen wurde, ist an schönen Tagen schon enorm, ein zusätzlicher Flohmarkt würde wohl die Lage noch erheblich verschlechtern. Eigentlich schade, dass so eine schöne Veranstaltung vermutlich nicht mehr stattfinden kann. Insgesamt 54 mal wurde der Flohmarkt veranstaltet, und wenn auch der Aufwand immer enorm war, bis vorher alles aufgebaut und nachher wieder aufgeräumt war, hat es doch am Ende des Tages immer Spaß gemacht.

Peter Gehrisch