Lange scheiterte die Idee des eigenen Kraftwerks auf dem Dach oder im Vorgarten daran, daß sich Strom schlecht speichern ließ. Das Stromnetz schwingt mit 50 Hertz, Einspeisung und Entnahme müssen sich relativ genau die Waage halten. Würde mehr Strom entnommen als eingespeist, kann das Netz bereits bei 1 Hertz weniger zusammenbrechen. Inzwischen gibt es Speicherbatterien in der Größe eines Kühlschrankes pro Haushalt.
Mehrere Haushalte könnten sich zusammenschließen und Solaranlagen und Windräder gemeinsam nutzen. Dagegen spricht zweierlei:
1. hat sich die Gemeinde Lautertal diese Chance selbst verbaut, zumindest was Windenergie angeht
2. erlaubt die derzeitige Gesetzeslage nicht den Stromhandel von Verbraucher zu Verbraucher. Es muß ein Stromanbieter zwischengeschaltet sein. Der Grund: die Balance im Netz kann nur unter Nutzung von Kundendaten reguliert werden, und die dürfen nicht "basisdemokratisch" von Haus zu Haus gegeben werden. Klingt ein bißchen hanebüchen, oder? Nun ist die technische Entwicklung endlich soweit, aber der Datenschutz nicht. Jedoch gibt es bereits knapp 900 Energiegenossenschaften in Deutschland, in denen gut 180.000 Menschen Strom handeln und offenbar auch promlemlos mit dem erforderlichen Datenaustausch klarkommen. M. Hiller