Alte Obstsorten liefern nicht nur gesunde, vitaminreiche Früchte zum Frischverzehr, für Säfte und Trockenobst, sie werden von Allergikern auch wesentlich besser vertragen als Neuzüchtungen aus intensivem Anbau. Wer beim Genuss des Golden Delicious aus dem Supermarkt mit schwellenden Schleimhäuten oder asthmatischen Beschwerden zu kämpfen hat, sollte - evtl. unter ärztlicher Aufsicht - einen Versuch mit unbehandelten Äpfeln heimischer Streuobstwiesen wagen, deren Allergengehalt in Sorten wie zum Beispiel Gravensteiner oder Goldparmäne wesentlich niedriger ist.

Ein weiteres Plus stellt der höhere Gehalt an Polyphenolen dar, die nach Untersuchungen der Forschungsanstalt Geisenheim eine schützende Wirkung bei Krankheiten wie Darmkrebs, Alzheimer, Rheuma oder Arthritis ausüben können. Hochstämmige Obstbäume bereichern das Landschaftsbild darüber hinaus zu jeder Jahreszeit und bieten tausenden Tier- und Pflanzenarten Lebensraum und Nahrung. Auch im größeren Hausgarten ist die Pflanzung eines Hochstammes möglich, sofern die Belichtung gewährleistet ist und die erforderlichen Grenzabstände eingehalten werden. Die notwendige Erziehung und Pflege des Hochstamms durch Schnitt und Nährstoffversorgung lässt sich mit etwas gutem Willen in Kursen zum Beispiel bei Obst- und Gartenbauvereinen erlernen und sollte nicht davon abhalten, sich und den eigenen Nachkommen einen robusten Obstbaum zu schenken.

 

Siehe auch: http://www.bund-lemgo.de/apfelallergie.html