Das letzte stattgefundene Odenwaldweite Lärmfeuer 2019

Burgschänke Schloß Alsbach

Lärmfeuer und Saisoneröffnung auf Schloss Alsbach: Beates Burgschänke sowie der Historische und Kulturelle Förderverein Schloß Alsbach e.V. lädt zum Lärmfeuer ein. Ab 14 Uhr beginnt die Saisoneröffnung der Burgschänke. Um 18 Uhr ist offizieller Beginn des Lärmfeuers mit einem Böllerschuss. Ab 19 Uhr wird die Signalkette mit einem Böllerschuss gestartet und nach historischen Erkenntnissen weit sichtbar über die Hügel in den Odenwald bis hin in das Ried weitergegeben.
Infos: schloss-alsbach.de

Schloß Auerbach - 64625 Bensheim-Auerbach

Lärmfeuer-Rittermahl mit Herold und 3 Gänge Menü: um 18.30 Uhr beginnt das drei Gänge Menü mit 2 Std. Getränkepauschale. Der Herold nimmt die Giftprobe!
Mit der Entfachung des "Lärmfeuers" im Schlosshof lassen wir die Veranstaltung ausklingen.
Erlebnisreich- Kurzweilig - Faszinierend
Preise, weitere Infos und Anmeldung: Tel. 06251-72923 www.schloss-auerbach.de

Gasthof Berghof in 64732 Bad König

Gasthof Berghof: ein schönes Feuer wird auf der Wiese oberhalb des Berghofes in Bad König brennen. Auf der Berghof-Bühne tritt wieder Duo Forzarello mit Comedy und Feuer Show auf.
Infos bei Familie Holschuh: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Tel. 06063-2113  www.Berghof-Holschuh.de

Balkhausen - 64342 Seeheim-Jugenheim
Das Lärmfeuer des Heimat- und Verschönerungsvereins Balkhausen findet wieder am Nibelungensteig auf der Reichenbacher Höhe statt, ca. 300m vom Naturparkplatz Roesener-Brücke entfernt. Weiteres folgt... Der Heimat- und Verschönerungsverein Balkhausen veranstaltete 2016 erstmals ein Lärmfeuer hier. Vom Naturparkplatz an der Hochstädter Straße (L3103 zwischen Balkhausen und Hochstädten) ist man gleich dort. Am Feuer gab es Imbiß und Getränke sowie ein kleines Rahmenprogramm.Leider gibt es von dort keinen Sichtkontakt zu anderen Feuern, deshalb versucht der HVB für die Zukunft eine Fläche auf der Anhöhe direkt hinter dem Melibokus zu bekommen, von dort gibt es Sichtachsen zum Auerbacher Schloss, zur Neutscher Höhe und zum Felsberg (Ohlyturm).
Ansprechpartner: Norbert Rosch, www.hv-balkhausen.de, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 

64658 Fürth: Brombach, Steinbach und Lörzenbach

Lörzenbach
Brombach
 
Auf dem Heidebuckel oberhalb des Lörzenbacher Sportplatzes veranstaltet die Jugendabteilung des SV Lörzenbach ab 19 Uhr ein Lärmfeuer unter dem Motto „Wir brennen darauf Sie zu sehen!“. Für den Heimweg werden Fackeln angeboten. Von der Höhe hat man eine wunderbare Aussicht auf das obere Weschnitztal: Mittershausen, Höhenrücken Krehberg, Lindenfels, Neunkirchner Höhe, Gumpener Kreuz, Kröckelbach, den Erzberg und den kompletten Trommrücken, Weiher, Ober-Mumbach und Rimbach. Man kann vom Heidebuckel bis zu 7 Lärmfeuer sehen. Für das leibliche Wohl stehen Lärmfeuerspieße, Römerkartoffeln mit Quark und Bratwurst sowie Getränke zur Verfügung. Infos: K.Dörsam, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Der Heimat- und Kerweverein Brombach e.V. veranstaltet sein Lärmfeuer im Zuge der Lärmfeuerkette durch das Nibelungenland auf der Anhöhe zwischen Brombach und Kröckelbach, Beginn der ist um 19:00 Uhr, schon am Nachmittag wird alles für den Abend vorbereitet und der Weg dorthin wird durch eine Lichterkette erleuchtet. Rund um den großen Reisighaufen, der später angezündet wird, sind Bänke und Stehtische aufgestellt und ein beheiztes Zelt mit Verkaufsstand, an dem kalte und warme Getränke sowie Brezel und Bratwurst angeboten werden.
Nach und nach füllt sich die Anhöhe mit Neugierigen und Besuchern, um gemeinsam auf die Dunkelheit zu warten. Gegen 19:30 Uhr wird dann das Feuer entzündet werden, wo die Besucher gebannt miterleben können, wie der große Reisighaufen  angesteckt wird. Infos: Neele Möser Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Johannes Unger Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!In Fürth-Steinbach entzündet Familie Fleischmann vom Gasthaus Zum Rebstock das große Feuer auf der Höhe mit Blick bis Lindenfels und ins Weschnitztal. Das Feuer ist vom Gasthaus etwa 100 m entfernt, und nach der Feuerlichkeit gibt es  Speis und Trank im gemütlichen warmen Gasthaus. Infos: www.rebstock-steinbach.de

64579 Gernsheim am Rhein erst 2020 wieder! In Gernsheim findet in zweijährigem Rhythmus ein Lärmfeuer statt, das nächste ist 2020.Infos  www.gernsheim.de.

69239 Greiner Eck

Phantastisch beleuchtet: Windrad auf dem Greiner Eck beim Lärmfeuer 2018

 
Nach dem großen Erfolg der Premiere beim Lärmfeuer 2018, hat sich die Energiegenossenschaft Starkenburg eG wieder entschlossen auch 2019 ein Windrad am „Greiner Eck“ zu illuminieren. Die Lichtkünstler der Young Dimension Eventtechnik-Bürstadt (bekannt vom „Felsenmeer in Flammen“) werden die Besucher erneut zu staunen bringen und im Windpark farbige Kunstwerke kreieren.
Veranstalter ist die Freiwillige Feuerwehr Grein und die Stadt Neckarsteinach. Der Platz ist zu Fuß erreichbar vom Parkplatz Kreuzschlag in Grein (Wanderweg mit dem Quadrat, Wegkreuzungen zusätzlich ausgeschildert), bitte Taschenlampe für den Weg mitbringen!
Shuttleservice ab Parkplatz Kreuzschlag ab 17.30 Uhr Hin- und Rückweg,  Infos unter www.ffw-grein.de.
 
64395 Groß-Bieberau Hippelsbach mit Nachbericht

Rückmeldung aus Hippelsbach: es war der Hammer! Besucherzahl wie noch nie, aber auch ein Wetter wie noch nie !! Wir hatten einen schönen Lärmfeuerabend bei uns in der Daumsmühle. Die Böllerschüsse haben um 18.30 Uhr begonnen. Ca 19.45 Uhr haben wir das Lärmfeuer entzündet. Das Feuer brannte ca 3 Stunden.

Aus Hippelsbach klingt es: wir starten wieder mit einem Böllerschiessen. Auf der Hippelsbacher Höhe veranstaltet Michael Feick (Hippelsbacher Bauernstube Brensbach) ein Feuer. Nach der Feuerentzündung wird die Überauer Jagdhornblässergruppe spielen. Am Feuer gibt es Bratwurst und Fleischkäse im Brötchen, sowie Getränke die zum Wetter passen. In der Gaststätte normales Angebot. Infos: www.putenmichel.de

69253 Heiligkreuzsteinach- Hilsenhain mit Nachbericht

"wir hatten am Samstag ein wunderschönes Lärmfeuer in Hilsenhain! Anbei ein paar Impressionen und der Zeitungsartikel" schreibt Organisatorin Eva Maria Häfele, Betreiberin der "Hilsemer Erlebnis-Imkerei": bitte ins Foto klicken!

Das Lärmfeuer in Hilsenhain ist ein Erlebnis für Jung und Alt: Hoch oben über der Rheinebene, dort wo einst die Römer Ihre Lager aufgeschlagen hatten, lodert wieder das Lärmfeuer der Hilsemer Dorfgemeinschaft. Bei gutem Wetter lohnt sich der Besuch schon alleine wegen des imposanten Sonnenuntergangs. Bevor das Feuer entzündet wird, kann man den weiten Blick ausgiebig genießen. Die Kinder aus Hilsenhain eröffnen das Spektakel mit dem schon traditionellen Fackeltanz. Wenn dann das mächtige Feuer den ganzen Turm erfasst, ist der lodernde Feuerschein weithin zu sehen. Wir laden herzlich ein, das Lärmfeuer mit uns zu erleben. Beim auch schon legendären Scheibenschlagen kann sich jeder darin versuchen, die glühenden Holzscheiben zu Tale zu schleudern- mit den Scheiben schickt man auch seine Wünsche ins Tal, deren Erfüllung dann hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt. Bereits ab 18.00 Uhr gibt es eine kleine Bewirtung, das Feuer wird nach Sonnenuntergang entzündet. Tagesaktuelle Info`s auch unter: www. Hilsemer-Dorfgemeinschaft.de

Informationen gibt’s auch unter www.Hilsemer-Dorfgemeinschaft.de oder bei Eva-Maria Elfner-Häfele 0171-2650270 

64686 Lautertal: Felsenmeer, Kaiserturm und Raidelbacher Höhe

Lärmfeuerführung der Felsenmeerdrachen: ausgebucht! 18.00-19.30 Uhr Lärmfeuertour im Felsenmeer mit Fackeln: »Der Odenwald brennt« - aber nur auf ganz exklusiven Höhen! Warum die Feuer entzündet wurden, wie lange es dauerte bis die Warnung vom Rhein - wo die Gallier anrückten - bis zum Limes über 100 Kilometer östlich ankam... Wieviele Feuerstellen braucht man wohl, um von der Nordsee bis zu den Alpen eine dringende Nachricht weiterzugeben? Alle diese Fragen erklärt Kobold Kieselbart im Felsenmeer, während es langsam dunkel wird. Mit Fackeln geht es dann zurück zum Parkplatz.

Lichtsignal vom Kaiserturm: Vom Kaiserturm auf der Neunkircher Höhe wird ein weithin sichtbares Lichtsignal über die Odenwaldhügel streichen. Das Turmstübchen ist bewirtschaftet und der Turm kann bestiegen werden.

Großes Lärmfeuer auf der Raidelbacher Höhe: Hier war das allererste Lärmfeuer 2009! Jetzt entzündet der Odenwälder Kleinkunstverein DoGuggschde e.V. wieder ein Feuer mit gemütlichem Beisammensein und auf Wunsch sogar mit stimmungsvoller Lagerfeuermusik. Schwedenfackeln erhellen den Weg vom Parkplatz zum Feuer. Weitere Infos: www.doguggschde.de

Waldgasthaus am Borstein: Hier gibt es Speisen und Getränke, ein großes Lärmfeuer und die beliebte Fackelwanderung zum Teufelsstein! Infos: www.waldgasthaus-am-borstein.de

64678 Lindenfels-Eulsbach

Der Eulsbacher Kultur- und Kerweverein e.V. läd zu Speis & Trank ins Eulsbacher „Eck“ ein mit Limes-Eintopf und Legionärswurst sowie dem einen oder anderen Zaubertrank.
Auf den Berg zum großen Feuer geht es entweder mit Jürgens Bulldog-Shuttle oder als Teilnehmer der geführten Fackelwanderung. Die Odenwälder Jagdhornbläser begleiten uns musikalisch. Kurz nach 20 Uhr wird das Feuer entzündet. Beginn ist ab 18.00 Uhr. Eulsbach, der Diamant im Odenwald, funkelt wieder. Für weitere Information: Thomas Werner – Telefon 06255/2996.

Lorsch - erst 2020 wieder...  Lorsch veranstaltet alle zwei Jahre ein Lärmfeuer. Im Jahr 2019 ist das Jahresthema im Unesco Welterbe Kloster Lorsch "Feuer" - Infos hier: www.kloster-lorsch.de

64720 Michelstadt-Vielbrunn und Weiten-Gesäß mit Nachbericht Weiten-Gesäß!

Roland Hartmann schreibt aus Weiten-Gesäß: das Lärmfeuer bei uns in Weiten-Gesäß war dieses Jahr ein voller Erfolgt. Mit ca. 300 Besuchern hatte wir einen Rekordbesuch.

Die Agenda 21-Gruppe aus Michelstadt/Weiten-Gesäß wird "auf der Hälle" bei Weiten-Gesäß ihr Lärmfeuer entzünden. Der Standort gibt einen guten Überblick über Weiten-Gesäß und die umliegenden Höhen des Odenwaldes. Um 18 Uhr starten wir die Aktion Lärmfeuer und um ca. 19 Uhr wollen wir das Feuer entzünden. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Infos: Roland Hartmann, 06061-71664

Der Heimat- und Touristik-Verein und der SPD-Ortsverein Vielbrunn werden ihr Lärmfeuer wieder direkt am Limeswachturm WP 15/10 auf der Vielbrunner Höhe entzünden. Für das leibliche Wohl wird bestens gesorgt. Auch werden vor Beginn des Feuers Fanfaren die Veranstaltung eröffnen. Weitere Informationen: HTV Vielbrunn, Susan Breitenbach, Tel. 06066/969469

64397 Modautal: zwei Feuer - in Neunkirchen und auf der Neutscher Höhe - Mit Nachbericht aus Neutsch!

Infos noch von 2018 - Neunkirchen: Die freiwillige Feuerwehr Neunkirchen macht ein großes Feuer am Ortsausgang Neunkirchen hinter dem Friedhof auf dem kleinen Parkplatz. Auch die Verpflegung wird durch die Feuerwehr organisiert, es gibt Getränke (wenns kalt ist auch heiße!) und Erbseneintopf und Fleischeintopf. Ansprechpartner ist Herr Karl-Heinz Götz Tel. 06254 - 942175. Bitte auf dem öffentlichen großen Parkplatz parken.

Neutscher Höhe: Claudia Schwendtke berichtet "Bei uns war alles super, es waren bestimmt an die 300 Menschen da!"

die Freiwillige Feuerwehr Neutsch richtet das Lärmfeuer aus. Es wird wieder ein großes Feuer geben und auch für das leibliche Wohl ist bestens mit Spezialiätten vom Grill und Getränken gesorgt. Wir freuen uns auf Zahlreiche Besucher an unserem Feuer. Ansprechpartnerin der Freiwilligen Feuerwehr Neutsch e.V.: Claudia Schwentke 0176-20564057

69509 Mörlenbach Weiher

Die Jugendfeuerwehr Weiher läd auf die Mumbacher Höhe ein, um das Signalfeuer in die Tiefen des Odenwaldes weiter zu tragen. Hierzu laden wir wie jedes Jahr ganz herzlich alle Interessierten dazu ein, den Abend ab 18 Uhr auf der Mumbacher Höhe mit uns zu verbringen. Zur Entzündung gegen 20 Uhr werden wir in diesem Jahr erstmals ein großes Feuerwerk zünden, welches das Weiherer Tal in bunte Lichter tauchen wird. Durch die erhöhte Lage des Weiherer Lärmfeuers können die Besucher einen wunderbaren Blick über das gesamte Weschnitztal genießen.
Neben einer reichhaltigen Auswahl an Getränken und Speisen dürfen auch das allseits beliebte „Lärmfeuergetränk“ sowie die von der Jugendfeuerwehr selbst gekochte Gulaschsuppe nicht fehlen.
Für ein gemütliches Zusammensein werden sowohl im Freien als auch im beheizten Zelt Sitzplätze zur Verfügung stehen. Bei Fragen und Anregungen stehen Ihnen die Betreuer der Jugendfeuerwehr Weiher zur Verfügung. Infos: David Schmitt, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

64756 Mossautal: Daumsmühle

Auf dem Berg hinter der Daumsmühle wird das Feuer entzündet, die Fußwege zum Feuer sind mit Lichtern gesäumt. Am Feuer gibt es Bratwurst und Getränke, man kann das Feuer auch von der Daumsmühle aus sehen und einkehren. Böllerschüsse der Hessen - Hanauischen Artillerie (1776 bis 1783) Batterie Reinheim in historischen Uniformen mit verschiedenen Kanonen!
Infos: www.daumsmuehle.de.

64372 Ober-Ramstadt

Die Feuerzunft der Naturfreunde Ober Ramstadt veranstaltet das Lärmfeuer mit befreundeten Vereinen zusammen. Es wird wieder ein Lärmfeuer in Form eines "Funken" geben. Für ausreichend Essen. Getränke und Musik für gute Stimmung wird gesorgt. Das Feuer wird am Naturfreundehaus ca 10m hoch aufgeschichtet und damit auch wieder weit sichtbar sein.

2014 fand das 1. Ober-Ramstädter Funkenbrennen statt. Dieser Montafoner Brauch wurde damals erstmalig nördlich der Alpen von den Funkenzünften unserer Partnerstadt Bartholomäberg durchgeführt. Die Veranstaltung lockte mehr als 3.000 Zuschauer an und wurde medial sehr stark beachtet. So wurden Ausschnitte der Veranstaltung live in die Abendschau des hessischen Fernsehens übertragen. Eine Großveranstaltung dieser Art mit insgesamt einem Dutzend beteiligten Vereinen kann jedoch nur alle 3-4 Jahre stattfinden, deshalb diesmal wieder in kleinerem Rahmen.
Infos: www.naturfreunde-ober-ramstadt.de

64760 Oberzent - Rothenberg mit Nachbericht!

Jan Johe schreibt: unsere Veranstaltung war ein voller Erfolg. Bei milden Temperaturen und frühlingshaften Wetter konnten wir viele Gäste begrüßen.
Zeitungsbericht "Mit viel Lärm wurde es bei der Rothenberger Feuerwehr auf der Höhe feurig" - von Thomas Wilken, Neckartal-Nachrichten

Es lodert wieder ein Lärmfeuer im südlichen hessischen Odenwald. Im Zentrum der überwiegend bewaldeten Hirschhorner Höhe liegt als einzige Rodungsinsel die Höhensiedlung Rothenberg. Von dort aus, hoch über den Tälern von Finkenbach und Gammelsbach, wird der Flammenschein weit zu sehen sein. Bei gutem Wetter ist hier alleine schon der Sonnenuntergang eine Augenweide.
Neben der traditionellen Fackelwanderung für Kinder wird es in diesem Jahr auch wieder eine atemberaubende Feuershow von Jeremy (www.jeremy-show.de) geben. Im Programm ist ebenfalls wieder Bogenschütze Michael Dorsch aus Großheubach. Bei Einbruch der Dunkelheit entzündet er das Lärmfeuer mit Brandpfeilen.
Beginn der Veranstaltung ist um 17 Uhr. Im Feuerwehrgerätehaus erwartet Sie die Jugendfeuerwehr Rothenberg mit zünftigen Odenwälder Speisen. An Sporthalle / Feuerwehrgerätehaus stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung.
Speisen: Salzfleisch mit Erdrüben, Steak & Bratwurst vom Schwenkgrill mit Bauernbrot, Pellkartoffeln aus dem holzbefeuerten Kessel mit Quark
Zeitlicher Ablaufplan: Sonnenuntergang: ca. 19 Uhr | Verortung: 49,5012° N 8,92501° E
Ansprechpartner: Jugendfeuerwehr Oberzent - Rothenberg, Jan Johe, Odenwälder Landstraße 42, 64760 Oberzent - www.feuerwehr-rothenberg.de

64385 Reichelsheim: Schloß Reichenberg

Wildschweinbratwurst und Räuberbraten locken zum Schloss
Die Gemeinde Reichelsheim hat wieder mit zahlreichen Akteuren ein starkes Veranstaltungsprogramm zur diesjährigen Lärmfeuerveranstaltung am 30. März 2019 zusammengestellt. So lädt ab 18.00 Uhr der OWK Reichelsheim zu einer Abendwanderung ab dem Parkplatz an der Reichenberg-Schule in der Beerfurther Straße ein, die schließlich zum Feuerplatz unterhalb von Schloss Reichenberg führt. Ab 18.00 Uhr steht wieder ein Fahrdienst der Feuerwehr Reichelsheim am Parkplatz bereit, der Sie zum Feuerplatz fährt, wo der Partyservice Ulrich Sauer mit Unterstützung der Freyen Ritterschaft Odenwald in mittelalterlichem Ambiente Wildschweinbratwurst, Rindswurst und Räuberbraten sowie kalte und heiße Getränke (auch Kinderpunch) anbietet.
Um 19.30 Uhr startet am gleichen Treffpunkt ein Fackelzug zum Feuerplatz. Dort angekommen, wird die Trachtengruppe gegen 20.00 Uhr einen zwei Fackeltänze und die Fahnenschwinger präsentieren und um 20.15 Uhr wird das Lärmfeuer entzündet, das durch Böllerschüsse des Schützenvereins Beerfurth angekündigt wird.
Infos: www.reichelsheim.de

Entgegen der Ankündigung im Programm finden in diesem Jahr im Reichelsheimer Ortsteile Rohrbach keinen Veranstaltungen statt.

64668 Rimbach: Lauten-Weschnitz und Zotzenbach

Lauten-Weschnitz: Nach erfreulich großer Resonanz der letzten Lärmfeuer sind die Vereine von Lauten–Weschnitz natürlich wieder dabei: zum gemütlichen Beisamensein am großem Lärmfeuer „in den Stöck" auf der Schneidershohl Lauten-Weschnitz laden sie ein. Von dort hat man einen wunderschönen Blick auf das herrliche Weschnitztal bis nach Lindenfels und kann einige Lärmfeuer sehen. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt. Beginn ist um 19 Uhr Entzündung des Lärmfeuers ca. 20 Uhr. Für nähere Infos: Manuel Schaab 0171-1986031

Zotzenbach: Der Turnverein Zotzenbach e. V. und die Freiwillige Feuerwehr Zotzenbach e. V. laden ab 17:30 Uhr herzlich zur Neuauflage des Lärmfeuers auf dem „Kisselberg“ über den Dächern Zotzenbachs ein. Vom „Kisselberg“ aus können Sie den Rundumblick auf das Weschnitztal genießen und werden Teil der historischen Signalfeuerkette. Für Speis und Trank in gemütlicher Atmosphäre ist bestens gesorgt. Wer möchte kann sich vorab der Fackelwanderung zum „Kisselberg“ anschließen. Treffpunkt ist um 17:15 Uhr an der Trommhalle Zotzenbach, Abmarsch ist um 17:30 Uhr. Fackeln können vor Ort für einen Unkostenbeitrag erworben werden. Das Lärmfeuer auf dem "Kisselberg" wird gegen 19:30 Uhr entzündet. Infos: Reinhold Trautmann, 06253/84111 (ab 17:30 Uhr)

Überwald: 69483 Wald-Michelbach Gadern mit Nachbericht!

Franz-Josef Gölz schreibt: "mit unserer Lärmfeuer- Veranstaltung in Gadern waren wir sehr zufrieden, da das Wetter mitspielte. Es war windstill und mild auf der Gaderner Höhe, was in dieser Jahreszeit sehr selten vorkommt. Nach der Begrüßung durch den Ortsvorsteher Franz-Josef Gölz, wurden die Gäste auch über die Geschichte der Lärmfeuer informiert. Danach wurde durch Fackelträger der große Holzhaufen entzündet. Hierzu waren ca. 400 Besucher gekommen um dieses Spektakel mitzuverfolgen. Ein kleines Feuerwerk trug auch dazu bei, den „Alarm zuschlagen“. Unser Feuer war sehr gut vom vorderen Weschnitztal und die Rauchschwaden auch im Überwald zu sehen. Die Signalkette wurde mit dem Zotzenbacher Lärmfeuer hergestellt. Es ist immer wieder faszinierend den züngelnden Flammen und den knisternden Lauten des Feuers beizuwohnen und den wärmenden Feuerschein zu genießen. Um die Gaderner Hütte waren Stroh-Quader aufgestellt, die zu einer behaglichen Atmosphäre beitrugen. Der Platz um die Hütte sah von fern wie eine Festung aus. An einer kleinen Feuerstelle konnte das Stockbrot gebacken werden, was von Jung und Alt sehr gut angenommen wurde. Fazit: Tolles Wetter, wunderschöner Sonnenuntergang, beeindruckendes Feuer und viele zufriedene Besucher, die vom Lärmfeuerteam gern bewirtet wurden. Es grüßt aus Gadern „Das Lärmfeuerteam“

An der Gaderner Hütte: auf dem Höhenweg zwischen der Kreidacher Höhe und der Tromm laden die Gaderner Vereine und der Ortsbeirat zum Lärmfeuer ein. Die Feuerstelle ist vom Parkplatz in Gadern ausgeschildet und nur zu Fuß erreichbar. Bei Einbruch der Dunkelheit wird das Feuer durch Fackelträger entzündet, das dann hoch über dem Weschnitztal zu sehen ist. Ab 18 Uhr werden Speisen und Getränke angeboten.
Außerdem kann das von Alt und Jung beliebte Stockbrot am Lagerfeuer selbst gebacken werden.
Weitere Infos: Franz-Josef Gölz Telefon: 06207 81171

Mackenheimer Höhe: das Feuer der KSG Kreidach auf der Mackenheimer Höhe kann sowohl von Kreidach als auch von Mackenheim aus erreicht werden: zu Fuß von Kreidach ab Bushaltestelle Schmiede oder von Mackenheim über den Kreidacher Weg. Die KSG sorgt für Bewirtung:es gibt wieder Stockbrot, Bratwurst und wärmende Getränke. Ansprechpartner: Herr Rainer Bugler, Tel. 0 62 07-17 02.

 

Nachberichte der Lärmfeuer 2018

Märchenhaftes Beleuchtungs-Schauspiel auf dem Greiner Eck:
https://www.rnz.de/nachrichten/region_artikel,-greiner-windpark-neckarsteinach-lichterschauspiel-statt-laermfeuer-_arid,347508.html ein echter Hingucker!

Ober-Ramstadt: Ein voller Erfolg dieses Jahr! Wir freuen uns auf‘s nächste !
https://www.czeko.de/funkenbrennen-laermfeuer-ober-ramstadt-odenwald/blog/index.html

Das Lärmfeuer 2018 ist bei uns in Weiten-Gesäß sehr gut verlaufen. Dank an die Wetterverantwortlichen!!!

Gemütlich wars am Lärmfeuer auf der Raidelbacher Höhe mit Lagerfeuermusik

 
 

Aus Hippelsbach: "Es war ein toller Abend, bei gutem Wetter. Die Veranstaltung war wie immer gut besucht und es hat alles prima geklappt."

Aus Balkhausen: "Am Samstag Morgen wurde ab 9:00 Uhr der rund 4m hohe Holzstapel von vielen fleisigen Helfern aufgebaut. Gegen 18:00 Uhr strömten wieder die ersten Besucher auf den Festplatz und versorgten sich mit leckerem Essen und kühlen Getränke. Um 18:45 Uhr leuchte auf dem Nachbarhügel die Feuerkette auf, worauf der Herold den Alarm zum Anzünden des eigenen Lärmfeuers rief. In der letzten Dämmerung zündet der Holzstoss komplett durch. Dank der frühen Zeit vor der Uhrumstellung belagerten viele Familien auch das kleinere Feuer für Stockbrot. Gegen 02.00 Uhr verloschen die letzten Flammen des großen Feuers."

Gadern meldet: "durch die noch  winterlichen Temperaturen und die nassen Tage der letzten Wochen kamen bei dem diesjährigen Lärmfeuer weniger Besucher auf die Gaderner Höhe. Nach der Begrüßung und Informationen über die Lärmfeuer der früheren Zeiten wurde der Alarm ausgelöst und die Fackelträger hatten keine Mühe beim Anzünden des Feuers, da der Wind für genug Sauerstoff sorgte. Geschützt vom Ostwind durch Strohballen wurden rund um das Lagerfeuer bei der Gaderner Hütte gefeiert und  interessante Gespräche geführt. Der Glühwein, der feurige Eintopf und die Grillwurst sorgten für die innere Wärme. Das Stockbrotbacken wurden bei diesen Temperaturen von den Kindern und Erwachsenen auch gerne angenommen. So bleib der eine oder andere Besucher doch etwas länger."

Aus Lauten Weschnitz: "Unser Lärmfeuer war wieder ein voller Erfolg, an dem ca 250 Personen teilnahmen. Aus Rücksicht auf kleine Kinder und Hunde haben wir dieses Jahr das Anböllern schon vorgelegt, was gut ankam. Wir freuen uns schon wieder auf nächstes Jahr MfG Manuel Schaab"

Nachberichte vom Lärmfeuer 2017

Viele tolle Fotos von einer Odenwaldweiten wundervollen Veranstaltung!

Vielbrunn: das Wetter war gut (vielleicht ein wenig zu kalt und für unser Zelt zu windig), der Andrang war groß (um die 300 Besucher), leider das Feuer (auch wegen des Windes) zu schnell abgebrannt. Wir freuen uns auf das nächste Jahr!!!

Ober-Ramstadt: super Wetter und wirklich viel Zuschauer (geschätzt zwischen 3000 u. 4000)!
Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei, wieder kleiner und am Naturfreundehaus. Solch eine Großveranstaltung kann man nur alle 3-4 Jahre machen...

Rothenberg: unsere Veranstaltung war sehr gut besucht. Superwetter! - Der recht böige Wind machte uns morgens noch etwas Sorgen, aber zum Abend hin war es zum Glück etwas abgeflacht. Feuerkünster Jeremy hatte allerdings wieder ganz schon mit Böen zu kämpfen. Da wir sehr viele Gäste mit kleinen Kindern haben, freuen wir uns daß der Termin 2018 wiederum in die Winterzeit fällt.

Neutsch: das Wetter war echt genial, wir hatten wieder super Zulauf von Nah und Fern. Wir schätzen es waren so 400-500 Menschen! Würste und Flammkuchen waren komplett ausverkauft. Die ersten kamen bereits um 18.00 Uhr und die letzten gingen ca. um 23.00 Uhr. Neutsch kann sich nicht beklagen, wir hatten ein super Lärmfeuer!

Gadern: sehr zufrieden! Trotzt kalter Witterung kamen wieder ca. 400  Besucher auf die Gaderner Höhe, um bei einem sehenswerten Sonnenuntergang das Anzünden des Lärmfeuers mit zu verfolgen.
Nach der Begrüßung und Informationen über die Lärmfeuer der früheren Zeiten wurde der Alarm durch eine Holzfanfare ausgelöst. Schwedenfeuer  beleuchteten den Weg  von der Gaderner Hütte zur Feuerstelle. Die Fackelträger hatten keine Mühe beim Anzünden, da der Wind für genug Sauerstoff sorgte. Die Gaderner Hütte und das Lagerfeuer wurden durch einen Schutzwall mit Strohballen vom kalten Ostwind geschützt. Viele Kinder und Erwachsene labten sich an feingewürztem Stockbrot am Lagerfeuer und an gegrilltem Speisen und Getränken. Musikalisch umrahmt wurde das Brauchtumsfest durch den Alphornspieler Harald Bergmann.

Lauten-Weschnitz: unser Lärmfeuer wurde besser besucht als gedacht, da eine große Anzahl an unseren Stammbesuchern auf einer anderen Veranstaltung waren (kikerik Theater in Rimbach), trotzdem fanden ca 250 Leute zu uns auf die Höhe. Wir hatten dieses Jahr eine Besonderheit: zwei Böllerschützen läuteten gegen 20 Uhr mit vier Kanonenschlägen die Entzündung ein, was sehr große Begeisterung bei den Zuschauern auslöste. Wir waren sehr zufrieden und am Ende fast ausverkauft.

Mossau: ein voller Erfolg! Die Atmosphäre, das Wetter und viele, viele Besucher in Mossautal sprechen für sich.

Hippelsbach: es war ein toller Abend, tolles Wetter, toller Besuch, alles prima.

Lautertal: sehr stimmungsvoll war die Fackelwanderung mit Marieta Hiller, bei der eine kleine ausgewählte Gruppe von Teilnehmern interessante Details über alte Kommunikationswege, über die Römer und ihre Lärmfeuer erfuhren.

 

Schloß Auerbach - 64625 Bensheim-Auerbach

Lärmfeuer mit Tanz der Flammen: Der Herold begrüßt die Gäste, nimmt die Giftprobe vor jedem Gang, verkündet die Tischregularien und holt sich zwischen den Gängen immer wieder Assistenten, die ihm zur Seite stehen müssen. Feuergaukeley: ein wahres Feuerspektakel bringt den Burghof zum Leuchten. Der Feuergaukler zeigt was in ihm steckt. Tanz der Flammen: erleben Sie eine Performance der Extraklasse - bei epischer Musik liefern sich die heißen Flammen ein packendes Duell am Nachthimmel, nachdem Sie Ihr üppiges Mahl in den historischen Gemäuern genießen konnten. Wir verschmelzen Kulinarik, Romantik und Action zu einem einzigartigen Ereignis für Sie und Ihre Liebsten – doch Worte allein können nicht beschreiben, was Sie an diesem Abend erleben werden. Kommen Sie zu uns und sehen selbst, wie die Flammen ihren heißen Tango auf dem Parkett vollführen. Der zu entrichtende Obulus beinhaltet sowohl ein Drei Gänge Menü, wie auch Wein, Bier und Softgetränke für zwei Stunden.


 
 
 
Hier die Ankündigungen der ersten Jahre
 

 


 

Selbst ein Lärmfeuer veranstalten

Alles was Sie wissen müssen finden Sie weiter unten:

  • der Termin ist immer der letzte Samstag der Winterzeit
  • Genehmigungspflicht als Brauchtumsfeuer
  • Einbinden der örtlichen Feuerwehr
  • Aufbau des Holzstoßes erst am Tag der Veranstaltung!
  • Wie die Idee entstand...
  • Reihenfolge der Feuerentzündung
  • Finanzierung und Unterstützung
  • Programmgestaltung
  • Werbematerialien
  • Organisator der Lärmfeuerkampagne
Attachments:
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Vom Lärmfeuer bis zur Internet-Telefonie: »Mer muß nur redde mit de Leit, dann kimmt mer aa ins Gspräch...«

Kommunikation vom Lärmfeuer bis zur SMS - Lassen Sie sich von Köhlers Bawweddsche, der Köhlerstochter und Räuberbraut*, erzählen, wie man sich seit Menschengedenken wichtige Informationen zukommen ließ. Über weite Entfernungen, von Hügel zu Hügel, flogen einst Pfiffe, Jodler, Rauchzeichen hin und her. Heute durchforsten Radar und Funkantennen den Äther, erscheinen geheimnisvolle Zeichen in Mobiltelefonen und auf Computern.

Aus der Sicht einer Räuberbraut aber ist und bleibt das Feuer das Mittel der Wahl. Und das war es auch schon für die Römer vor fast 2000 Jahren. Eine frühe Form der Nachrichtenübermittlung war sicher auch das Glockenläuten: den Totenglocken von Reichenbach beispielsweise konnte man anhören ob jemand in Reichenbach oder in einem der umgebenden Dörfer gestorben war.

Kommunikation im allgemeinen ist Lateinisch und bedeutet Gemeinschaft. Speziell geht es dabei um die Übermittlung von Nachrichten, wobei sehr wichtig ist, daß Sender und Empfänger einen gemeinsamen Code benutzen.

Wie ich zu den Räubern kam: ich war einmal hier ganz in der Nähe in einem kleinen Dorf und lieh mir eine schöne große blütenweiße frischgewaschene und duftige Unterhose von der Wäscheleine aus. Ich wußte zwar nicht, wem sie gehörte, aber ich war sicher, daß diejenige mindestens eine ebenso tolle Figur hatte wie ich, und das bei meinem Alter! Dummerweise hatte ich vergessen zu fragen. Und noch dümmerweise hatte mich jemand beobachtet, und der stellte sich mir jetzt dümmsterweise auch noch in den Weg, als ich wieder in den Wald wollte.
Und dann sah er mich mit so einem hämischen "Ich-weiß-daß-du-weißt-daß-ich-weiß"-Blick  an. Ich hätte damals nur "keine-Ahnung-was-du-von-mir-willst" zurückfunkeln müssen. Aber so abgebrüht war ich damals noch nicht. So kam ich zu den Räubern.

Eigentlich gehörte ich ja zur Sippschaft der Köhler. Wir lebten bitterarm im Wald, hüteten unsere Kohlenmeiler und aßen Kartoffel mit Salz, aber ohne Schmalz.
Viele Jahrhunderte lebte meine Familie mehr schlecht als recht davon, aus Holz Kohle zu machen. Wir brannten auch Pech und im Winter verkauften wir als Hausierer Kienöl, Wagenschmiere und Gailsweschbelschmeer (Salbe gegen Bremsenstiche). Wer Schuhe hatte, der konnte sie dann mit unserem Schmeer wasserdicht machen. "Der Schuster hat großes Pech, wenn er kein Pech mehr hat" so sagte man in den Dörfern immer.
Und wenn unser Bauchladen dann leer war und der Beutel voll, dann gings zum Picheln, aber einen Schmeerbauch hat bei uns keiner gekriegt. All diese Wörter aber, das Picheln, das Pech, der Schmeerbauch, alle stammen sie von unserem alten Köhlerhandwerk ab. Wo meine Familie gearbeitet hat, weiß man heute noch: in den Landkarten gibt es überall Plätze die Kohlplatte oder Pechofen heißen. Einsam waren wir, denn für einen Kohlenmeiler brauchte man viel Holz. In jedem Wald konnte es nur einen von uns geben. Wenn wir aber zum Familientreffen wollten oder wenn sonst etwas war, dann erklang unsere Hillebille weit über die Hügel. Wenns mal nicht so weit sein mußte, reichte auch ein Pfiff oder ein Ruf.

So wußten wir auch immer, wenn Räuber im Anmarsch waren. Käuzchen, Elster und Rehbock mußten ihre Lockrufe dafür hergeben. An so einem Ruf konnten wir auch immer schon erkennen, ob die Räuber in guter oder in böser Absicht kamen. Aber was wollten sie denn bei uns schon holen. Mit dem meisten haben wir uns immer gut verstanden, und oft brachten sie uns sogar eine Flasche Wein oder eine Speckseite mit. Dafür haben wir dem Gendarmen nie was verraten. Was sieht und hört denn so ein Köhler im Wald auch schon...

Und dann hatten wir immer noch unsere Zinken, unsere Geheimzeichen. Die wurden an Haustüren und Gartenzäune, an Kirchtore und Brunnen gemacht, mit Kreide oder mit Holzkohle. Die sagten allen Eingeweihten, die bei uns als Kunden benannt wurden, ob was zu holen war oder ob man besser die Beine in die Hand nahm.

Feuer und Rauch, das waren nicht unbedingt unsere liebsten Mittel, um Zeichen zu geben. Denn die konnten auch die Gendarmen sehen.
Aber was gibt es Schöneres, als mit vollem Bauch nach getanem Tagwerk an einem Feuerchen zu hocken!

Gejodelt wurde auch hier im Odenwald. Das hört man auch recht weit.

Und nachts wenn es dunkel war, dann half man sich mit der Schusterkugel: einer bauchigen Flasche voll Wasser, hinter der man eine Kerze bewegte. Das konnten Kunden weithin erkennen, ohne daß es gleich der Büttel mitkriegte.

Aber die Zeiten haben sich geändert. vor genau zweihundert Jahren, 1811, wurden die meisten Räuber aus der Bande, in die ich durch besagte Unterhose geraten war, zum Tod verurteilt und aufgehängt. Nur die Weiber ließ man laufen. Tja, manchmal hat es halt auch sein Gutes, wenn die Weiber nicht soviel wert sind wie Mannsvolk.

Zu den Köhlern konnte ich auch nicht zurück, die waren inzwischen ausgestorben. Steinkohle war viel leichter zu haben, und niemand brauchte mehr Kohlenmeiler und schwarze Männer.

Wer sich jetzt im Wald und heimlich verständigen wollte, der verwendete so neumodischen Kram wie Spiegel und Blendlaternen. Gepfiffen, gerufen und gejodelt wurde nicht mehr: jetzt gab es Morsezeichen. Natürlich muß man dafür lesen und schreiben können, typisch!

Und was sich seit einiger Zeit so im Wald und am Himmel tut, das ist ja völlig komisch: Radar und Funk! Keiner kanns sehen, keiner kanns hören - und trotzdem kommts an! Apropos Lesen und Schreiben: da hat doch vor ein paar hundert Jahren einer die Druckmaschine erfunden, so einer der jeden Tag Gänsfleisch vorgesetzt bekam. Aber der hatte auch sein Gutes: auf einmal gab es was zu lesen, was nicht die Pfaffen in die Welt gesetzt hatten. Manch einer dachte sich damals: ach da lohnt es sich ja wirklich, lesen zu lernen.

Bald aber hingen überall Flugblätter an Bäumen und Haustüren, auf denen besonders berühmte Räuber gesucht wurden. Steckbriefe! Da hieß es, schnell den Bart ab oder die Haut mit Walnußöl gefärbt, daß einen nicht auf jedem Jahrmarkt alle sofort erkennen! Wie soll man denn da noch vernünftig arbeiten?

Aber der Mensch als solcher ist ja nimmersatt. Ein Flugblatt reichte ihm bald nicht mehr - eine Zeitung mußte es sein! Zeitungen - das waren lose-Blatt-Sammlungen, die man ganz gut zum Einwickeln von gefundenem Essen oder anderen nützlichen Sachen nehmen konnte. Angeblich soll man darin sogar lesen können. Also ich kann besser aus Kaffeesatz lesen, da erzähl ich noch jedem was er hören will!

Die Zeitungen mußten auch immer mit „Neuigkeiten“ versorgt werden, weil wenn man was drin lesen wollte, dann mußte ja auch was drinstehen. Und nicht immer dasselbe wie in den Pfaffenbüchern. Da gab es dann ein ganz neues Arbeitsfeld für die übrig gebliebenen Räuber (und vielleicht auch für ein paar Köhler, denn einmal schwarz bleibt immer schwarz!): man stahl jetzt Wörter, Gesichter und Information.

Ob jemand seine Frau betrügt, ob einer sonntags nicht in die Kirche geht, ob jemand seine Steuern nicht ordentlich bezahlt (so Leut kenn ich nicht), wer mit wem wann was alles gemacht hat und wer wann was gesagt hat und dann nicht gemacht hat - wen interessiert das eigentlich? Aber die anständigen Leut waren bald nicht mehr sicher vor den Buchstabendieben.
Die Diebe rotteten sich in Redaktionen zusammen, wo die Neuigkeiten Stund um Stund über den Ticker eintrudelten. Dann setzte sich einer der Diebe an eine Klappermaschine und hackte seine Lügen hinein, die er aus dem bißchen Futter aus dem Ticker zusammenspann. Heute ist das wieder anders: da schimpfen die allergrößten Gauner und Schlitzohren auf die Redaktionen - alles fake news!

Noch ein bißchen später gab es in den wohlanständigen Häusern Kisten, die laut klingelingeling machten, und schon sprang einer der wohlanständigen Hausbewohner hinzu, hielt sich einen Knochen ans Ohr und redete mit der Kiste! Aus der Kiste konnte man auch was hören, aber ich glaub heute noch, daß die einfach nicht mehr alle Tassen im Schrank hatten (ich hab sie aber nicht ausgeliehen!). Bei mir im Wald hab ich so einen Klingelingkasten noch nie entdeckt. Wüßt auch gar nicht wofür ich den brauchen sollt.

Aber die Leute waren ganz wild auf die Kästen. Irgendwann mußte dann auch so ein Kasten im Auto sein, und in der Hosentasche. So ein Mist, da greift man jemandem vorsichtig, vorsichtig in die Tasche, und gerade wenn man etwas Brauchbares in den Fingern hat, klingelts und derjenige fährt selber in die Tasche!

Neuerdings reden die ja auch nicht mehr mit ihren Kästchen, die hocken den ganzen Tag da, starren drauf als wärs die Offenbarung und hacken dumm draufrum, ganz so wie früher die Buchstabendiebe auf ihren Klappermaschinen. Bloß daß da noch nicht mal mehr was klappert.

Noch unheimlicher ist aber alles das, was so in der Luft rumschwirrt: da könnt man ja noch froh sein, wenn es Morsebuchstaben wären! Da gibt es jetzt so ein neumodisches Netz - uhhh, Netze waren mir schon immer verdächtig.

Aber mein Kumpel, der Hacker-Klaus, der sagt daß das Netz super ist. Daß man da richtig viel ausbaldowern kann über die ganzen Zitronenschleifer und Wolkenschieber, was die Schmalzkönige so treiben, wer alles im Erdäpfelpalast hockt und wer eigentlich reingehört. Wer grad wo mit seinen Quadratlatschen rumstiefelt, wer sich im Grützkasten allerhand „Verschönerungen“ wie neue Nasen, Titten oder Ärsche dranbasteln läßt und daß hier im Wald der Laubfrosch unterwegs ist! Dem will ich jetzt grad nicht begegnen, und deshalb müssen wir jetzt auch schnell weiter.

Soweit dieser lange, nicht immer ganz feine Beitrag von Köhlers Bawweddsche, gehalten bei der Lärmfeuer-Fackelwanderung am 31.3.2012 auf der Neunkircher Höhe. 

*Köhlers Bawweddsche ist eine der Redaktion gut bekannte Gewährsfrau, die alles - aber auch wirklich alles - weiß. Und sie weiß es nicht nur, sie weiß es auch noch besser.
Als "Kunden" bezeichnen Räuber Kundige, also zur Räuberzunft gehörige Personen. Zitronenschleifer und Wolkenschieber dagegen sind welche, die die Arbeit nicht erfunden haben und nicht mal vom Nichtstun eine Ahnung haben. Ein Schmalzkönig ist ein Gefängniswärter, und der Erdäpfelpalast ist natürlich der dazugehörige Knast. Der Grützkasten ist das Krankenhaus und der Laubfrosch ist der Jäger.

 

 
Historischer Turm auf dem Berg Lärmfeuer, Foto Horst Wendel
 

Signal von Helgoland bis zur Zugspitze

Man stelle sich eine Signallinie von der Nordsee bis zu den Alpen vor. Wieviele Stationen bräuchte es, um ein Signal von Helgoland bis zur Zugspitze zu geben? GEO hat es herausgefunden: mit nur 15 Stationen kann eine solch lange Sichtkontaktkette realisiert werden! Über Cuxhaven, Hamburg, den Wilseder Berg (stolze 169 m hoch!), den Brocken und den großen Arber würde die Strecke verlaufen. Im 19. Jahrhundert betrieb man solche Signalketten mit Fernrohren und Telegrafenmasten mit beweglichen Querbalken. (GEO Oktober 2012).

Die Lärmfeuer sind eine uralte Methode, sich über weite Entfernungen schnell und klar Signale zu geben. Eingesetzt wurden sie im Odenwald vermutlich schon von den alten Römern. Mit ständig besetzten Feuerstationen auf den Hügeln waren sie schnell bereit, eine Warnung mit Feuer in der Nacht und mit Rauch am Tag weiterzugeben. Nebel war dabei nicht erwünscht...

Heute flammen die Lärmfeuer zum Spaß auf, und nicht nur entlang der historisch belegten Signallinien der Römer. Mit dem Lärmfeuer-Projekt wird der Versuch unternommen, eine historische Kommunikationsmethode vor dem Vergessen zu bewahren. Alle Unterlagen über die Lärmfeuer sind 1944 verbrannt, und wir wissen nur aus den Aufzeichnungen des Heimatforschers Friedrich Höreth noch etwas von den Signalfeuern. Und hätte der Heimatforscher Friedrich Höreth nicht seine persönlichen Notizen aus den alten Urkunden des Erbacher Grafenhauses mit nach Hause genommen, so wäre 1944 alles mitsamt dem Wissen um die Lärmfeuer verbrannt.

Unser flächendeckendes Open Air kann nur stattfinden, weil viele Gemeinden und weitere Förderer dazu beitragen - für jeden Einzelnen nicht viel, aber gemeinsam kann das Projekt finanziert werden. Die Tatsache, daß jedes Jahr neue längst vergessen geglaubte Detailinformationen zutage gefördert werden, zeigt uns, daß wir mit den Lärmfeuern, mit dieser Art von experimenteller Archäologie, einen wichtigen Beitrag zur Heimatforschung leisten. Viele Sponsoren, aber auch die Städte und Gemeinden in denen es heutzutage Lärmfeuer gibt, finanzieren die Idee, die von mir kostenneutral zugunsten der Lärmfeuer mit einer alljährlichen Broschüre und dem Eintrag auf diesen Seiten bekanntgemacht wird. Die Lärmfeuer heute sind - im Gegensatz zu römischen Gepflogenheiten - eine anarchische Veranstaltung, das heißt jeder darf mitmachen.

Spuren eines alten Feuerbaumes

Es gab einst in Wenschdorf auf der Höhe bei Miltenberg einen uralten Lärmfeuerbaum. Wie uns Helmut Mehling, Rektor in Rente, berichtete stand dieser Lärmfeuerbaum noch bis 1971, dann mußte er gefällt werden. In seiner Krone wurden Eisenringe entdeckt: diese hielten einst den Feuerkorb.

v.l.n.r.: Miltenbergs 2. BGM Wolfgang Klietsch, Dr. Peter W. Sattler und Helmut Mehling, Foto: Traudel Kredel-Walther


Am 23. November 2009 wurde dort ein neues Bäumchen - eine Kiefer - gepflanzt, an der Stelle der historischen Signaltanne, unmittelbar am römischen Limes. Von der Höhe bei Wenschdorf gibt es eine direkte Sichtverbindung nach Würzberg bei Michelstadt, wo früher ein römisches Kastell stand. Auf die Zeiten, als die letzten historischen Lärmfeuer brannten, bevor die Telegrafie eingeführt wurde, geht noch ein Grenzstein der hessischen von ca. 1815 zurück.

Ob die Römer tatsächlich mit Lärmfeuern Informationen über große Strecken weitergaben, ist wissenschaftlich nicht belegt. Die Belege für Lärmfeuer im Odenwald stammen aus späterer Zeit.

Daß die Römer aber diese Methode kannten und anderswo auch einsetzten, ist gesichert. Und so ist es recht wahrscheinlich, daß sie hier im Odenwald - in dieser für römische Gemüter rauhen und unsicheren Gegend mit den tiefen Wäldern, in denen feindliche Barbaren lauern konnten - ganz unbedingt eine Signalkette aufrecht erhielten, mit der sie im Falle von Gefahr schnell die Truppen alarmieren konnten.

Hätte der Heimatforscher Friedrich Höreth nicht in den 40ern des letzten Jahrhunderts persönliche Notizen aus den alten Urkunden des Erbacher Grafenhauses mit nach Hause genommen, so wäre 1944 alles mitsamt dem Wissen um die Lärmfeuer verbrannt.

Seit 2004 wurden die Lärmfeuer im Odenwald wieder zum Leben erweckt und flammen alljährlich am letzten Samstag der Winterzeit auf.

 
 

Sind die Lärmfeuer römischen Ursprungs?

Zur Warnung vor dem Feind, der aus dem Westen drohte, haben die Römer während der Zeit der germanischen Provinz (1.-4. Jh. N. Chr.) aller Wahrscheinlichkeit nach eine bemannte Signalkette vom Rhein bis zum Limes unterhalten. Der Limes verläuft im östlichen Odenwald, er zieht sich von der Wetterau über den Main bei Obernburg und über den Höhenzug von Lützelbach im Norden bis Schloßau im Süden und weiter Richtung Bad Wimpfen. Er war jedoch nur von ca. 110 bis 160 n. Chr. besetzt und wurde dann weiter nach Osten verlegt. Mit großen Feuerstapeln auf Anhöhen konnte die Besatzung bei Gefahr Alarm geben, entweder mit einem gut sichtbaren Feuer oder mit Rauch. Das Wort Alarm ist im Begriff Lärmfeuer enthalten, dieser hat nichts mit Geräuschentwicklung zu tun, wenngleich das Wort Lärm sich ebenfalls von Alarm (= französisch all’armes, zu den Waffen) ableitet. Feste Stationen lagen auf den Hügeln in Sichtweite und konnten die Warnung so sehr schnell nach Osten weitergeben, wo die Besatzungen der Limeswachttürme die dort in Kastellen stationierten Soldaten in Bereitschaft setzen konnten. Bis der Feind aus dem Westen die Durchquerung des Odenwaldes bewältigt hatte, erwarteten ihn im Osten die römischen Kohorten bereits in Kampfbereitschaft. Das Ende der römischen Provinz und damit auch des Limes begann ebenfalls mit Feuer: im Jahr 254 n. Chr. überrannten die Germanen aus der anderen Richtung den Limes in der rätischen Provinz, viele dortige Kastellorte gingen in Rauch auf. Im Bereich des Odenwaldes fielen die Germanen sogar schon im Jahr 233 n. Chr. ein. Kaiser Aurelian löste 274 das „Gallische Sonderreich“ auf, womit vermutlich auch die germanische Provinz weitgehend aufgegeben wurde. Eine römische Quelle von 297 n. Chr. spricht das Land zwischen Rhein und Donau zweifelsfrei als Barbarenland an. Dennoch nutzten die Römer dieses Land auch noch zu Anfang des 4. Jahrhunderts, als die römische Residenzstadt Trier mit Granit aus dem Felsberg im Odenwald versorgt wurde.

Ob die Lärmfeuer im Odenwald bereits zu römischer Zeit in Betrieb waren, kann laut Heimatforscher Friedrich Höreth nicht mit letzter Sicherheit festgestellt werden, dokumentiert sind sie jedoch für die Zeit des 30jährigen Krieges in alten Unterlagen. Diese Unterlagen verbrannten leider in der Bombennacht vom 11. September 1944, als Darmstadt und das Hessische Landesarchiv in Flammen aufgingen. Glücklicherweise nahm Höreth, der dort als Archivar tätig war, seine persönlichen Notizen mit nach Hause, und diese enthielten auch eine Skizze der mittelalterlichen Lärmfeuer im Odenwald. Dies zogen sich in zwei Linien von West nach Ost: von Worms über Lorsch, Heppenheim, Spessartkopf, Sensbacher Höhe und Krähberg zum Limes, von Gernsheim über Hohenstein und Schönberg, die Neunkircher Höhe, Morsberg, Otzberg, Hohe Straße und Zellerkopf zum Breuberg, wo das Signal vom Limes aus gesehen werden konnte. Aufgrund der straff durchstrukturierten Organisation der Römer sowohl im militärischen als auch im zivilen Leben kann man jedoch davon ausgehen, dass eine solche Signallinie bereits in den ersten Jahrhunderten n. Chr. unterhalten wurde. Während die Wachttürme des Limes stets in Sichtweite voneinander standen, waren die Warnstationen gen Westen von exponierten Hügeln abhängig und hatten daher größere Abstände, die mit Feuersignalen wesentlich schneller als durch reitende Boten überbrückt werden konnten.

Für Zweifler: gab es zu römischer Zeit Lärmfeuer im Odenwald?

Heimatforscher, ja selbst Gelehrte - wie Dr. Rolf Reutter aus Darmstadt in den aktuellen Geschichtsblättern des Kreises Bergstraße formuliert - auch sie können sich irren. In seinem Beitrag zu einer Spielmanns-Ermordung 1726 schreibt Reutter eingangs, daß dieselben gerne auffällige Natur-Objekte in graue Vorzeiten verlegen, wohl um ihnen mehr spektakuläres Gewicht zu verleihen.

„Ebenso wird erst vor einigen Jahren kreiertes oder erneuertes Brauchtum als alt oder gar als römisch deklariert, wie es mit dem ‚Lärmfeuer‘ geschieht, dessen erstes im Jahr 2009 auf der Raidelbacher Höhe von dem dort ansässigen Kleinkunstverein Do-Guggschde e.V. entzündet wurde."

Als Quelle gibt er die Kartoffelsupp vom März 2018 an. Hierzu sind einige Anmerkungen erforderlich: richtig ist, daß DoGuggschde die Lärmfeuer wiederbelebt hat, gemeinsam mit der Bürgerstiftung Lautertal. Und dies auch tatsächlich zu dem Hauptzweck, in die Vorsaison ein bißchen touristischen Aufschwung zu bringen. Gedacht war die Aktion als Anregung für die Odenwälder Gastronomie, sich zu beteiligen mit einem Feuermenu, mit besonderen Lärmfeuerwochenendpauschalen. Kaum ein Gastronom hat diese Möglichkeit ergriffen. Dagegen waren die Feuerwehren an vielen Orten im Odenwald sofort dabei, ferner Geschichtsvereine, Brauchtumsvereine, Gemeinden. Und tatsächlich wurden die Lärmfeuer vielfach zu einem Anziehungspunkt, der aus dem gesellschaftlichen Leben nicht mehr wegzudenken ist. Dagegen ist der Ursprung der Lärmfeuer tatsächlich belegbar, und hätte Dr. Reutter nicht nur die Kartoffelsupp - die natürlich wie alle anderen Medien Beiträge stark kürzt, vielfach werden  Internetquellen nicht mit abdruckt - sondern auch diese Seiten der Felsenmeerdrachen zu den Lärmfeuern angesehen, wäre ihm aufgefallen, daß es verschiedene Belege für die historische Existenz der Lärmfeuer im Odenwald gibt und daß niemand die Lärmfeuer einfach „als alt oder gar als römisch deklariert“.

  • es gibt einen Berg namens Lärmfeuer bei Mossau. Warum sollte jemand einen Hügel ohne Grund so eigenartig nennen?
  • Es gibt eine Darstellung auf der Trajansäule in Rom mit einer bemannten Lärmfeuerstation: ein Feuerstapel, daneben Anzündholz und ein Limesturm.
  • Der Heimatforscher Friedrich Höreth beschreibt eine Lärmfeuerkette im Odenwald, mit Skizze. Entnommen hatte er diese Informationen alten Urkunden des Erbachischen Grafenhauses, wo er als Archivar arbeitete. Die Urkunden waren im Staatsarchiv Darmstadt aufbewahrt, das in der Bombennacht vom 11. auf den 12. September 1944 in Flammen aufging. Höreth aber hatte die Lärmfeuerdaten in den 20er Jahren abgeschrieben und - mit nach Hause genommen. So blieben die Kopien erhalten.

Hauptsache ist doch, daß es allen Spaß macht! M. Hiller, Januar 2019 - Lit: Rolf Reutter: Geschichtsblätter Kreis Bergstraße Bd. 51, S. 73.

Neues über die alten Römer aus 2012

»Leben im römischen Reich« - Sonderausstellung in den Erbacher Museen bis zum 15. Januar 2012.
Das römische Imperium, so fern Rom auch sein mochte, war stets dort, wo römische Bürger lebten. So auch im Odenwald. Man brachte Kultur, Bräuche und Götter mit, und einiges davon blieb auch nach dem Abzug in diesen wilden Hügeln zurück. Manches wurde erst in der Neuzeit ans Tageslicht befördert. Einer der wichtigsten Männer, was Römerfunde im Odenwald betrifft, ist Graf Franz I zu Erbach-Erbach, der in seinem Schloß eine sehenswerte Sammlung zusammentrug. Wie die Römer hier lebten, fern von Rom, und wie sie dort ihr Alltagsleben gestalteten, beides wurde gezeigt im Deutschen Elfenbeinmuseum in Erbach.

Bei den Märchen- und Sagentagen in Reichelsheim Ende Oktober 2011 stellte Larissa Anton ihren neuesten Film vor: "Limes germanicus" dreht sich um die Relikte aus dem Leben der Römer im Odenwald entlang des Limes von Osterburken bis Miltenberg und auf dem ehemals römischen Gebiet zwischen Dieburg und Michelstadt. Gedreht mit echt Odenwälder Darstellern und angereichert durch einige spannende Sagen zeigt der Film, wie das Leben der Römer hier im Barbarenland einstmals wohl gewesen sein kann. Die DVD ist für 12,90 Euro erhältlich in Reichelsheim: Buchungs- & Informationszentrum

»Cursum nullius cuius quam causa tardamus« steht, hübsch auf ein Holztäfelchen geritzt, am Heck des Römerschiffes Victoria zu lesen, das im Jahr 2008 im Rahmen einer experimental-archäologischen Studentenarbeit in Krefeld vom Stapel lief. Über die Victoria, Nachbau eines römischen Kriegsschiffes, wie sie auf Donau, Rhein, Lippe, Ems, Weser und Nordsee gefahren sind, gibt es eine DVD, die Ausgrabungen dokumentiert und zeigt, wie das Schiff entstand. Erhältlich zu 12,50 Euro hier. Was aber bedeutet der lateinische Spruch? Im Film wird er etwas umständlich mit „wir werden in keinem Falle unseren Kurs ändern“ übersetzt, was aber falsch ist. Wörtlich übersetzt bedeutet der Spruch „we brake for nobody“, Zitat aus der amerikanischen Science-Fiction-Komödie „Spaceballs“ (1987),  die Filme wie Star Wars, Star Trek, Alien und Planet der Affen parodiert. Man erkennt leicht, womit sich Archäologiestudenten in ihrer Freizeit beschäftigen, man erkennt aber auch, daß fundierte Lateinkenntnisse sich an jedem Platz bezahlt machen.

Wie haben die Römer Feuer gemacht?

Es gab ja noch keine Feuerzeuge und keine Brandbeschleuniger zu jener Zeit, in den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt.  Harry Haarstark (Infos: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. 069-39048100) kann ein "römisches Feuerzeug" vorführen: Feuerstahl, Feuerstein und Zunder. Und wenn der Zunder in der Sonne schön getrocknet ist, kann es mit der "experimentellen Archäologie" losgehen: wer kann sein Feuer wohl so entzünden ?

Verschwisterung macht Warnfeuer überflüssig...

... Heute haben wir in Deutschland unzählige Verschwisterungen zwischen deutschen und französischen Ortschaften. Solche engen Freundschaftsbande sichern den Frieden in Europa, denn es gilt heute wie früher: mit wem wir schon gemeinsam gefeiert, gegessen und getrunken haben, mit dem führen wir keine Kriege. Diese Freundschaftsbande sollen auch in der Idee der Lärmfeuer wiederzufinden sein. Deshalb laden einige Organisatoren ihre jeweiligen Partnergemeinden zum Lärmfeuer ein. So wird der Verschwisterungsgedanke immer weiter ins Land getragen, vielleicht erreichen unsere Lärmfeuer eines Tages sogar das ferne Rom...

Friedrich Höreth - der Entdecker der Lärmfeuer

v.l.n.r.: Miltenbergs 2. BGM Wolfgang Klietsch, Dr. Peter W. Sattler und Helmut Mehling, Foto: Traudel Kredel-Walther

Friedrich Höreth, einer der bekanntesten Odenwälder Heimatforscher und sozusagen "Altvater" der Lärmfeuer, hat uns unersetzliches Wissen über den Einsatz der Lärmfeuer erhalten: nur durch ihn wissen wir ja urkundlich von den Lärmfeuern im Odenwald, weil er alte Urkunden im Grafenhaus zu Erbach (er war dort zeitweise Archivar) in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts abgeschrieben hat - Urkunden, die  am 11. auf den 12. September 1944 im Staatsarchiv in Darmstadt in der Bombennacht restlos vernichtet worden sind - und weil er auch zuvor schon Veröffentlichungen auf dieser Urkundenbasis gemacht hat.
Von Höreth stammt auch die Karte mit der historischen Signalfeuerkette im Buch "Was uns der Odenwald erzahlt, Band I, Darmstadt 1952, S. 44.
Friedrich Höreth war Lehrer in Mümling-Grumbach und starb 1969 daselbst. Ich kannte ihn gut, auch der ehemalige Landrat Horst Schnur, er war Schüler von Höreth. Friedrich Höreth kam eines Tages zu meinem Vater ins Forsthaus in Mümling-Grumbach (er war dort Revierförster) und fragte  ihn, wie alt eine Kiefer (im Odenwald heißen die Kiefern ja "Danne") werden könne. Ich erinnere mich noch genau daran und war damals schon an der Heimatkunde interessiert. Höreth sagte damals zu meinem Vater gesprächsweise weiter:  man habe einen eisernen Ring an einem solchen Baum entdeckt (inzwischen hat sich herausgestellt, daß der damalige Fragesteller kein anderer als Helmut Mehling aus Miltenberg war!), der darauf hindeute, dass er im Dienst eines Signalbaums gestanden habe. Dr. Peter W. Sattler

Seit wann gibt es die Lärmfeuer?

Die Befeuerung der Odenwaldberge zum Zweck der Signalgebung geht sicherlich in vorgeschichtliche Zeiten zurück. Auch die Römer benutzten dieses optische Kommunikationssystem aus Licht und Rauch vermutlich bereits, um es zwischen den Wachttürmen am Limes und zu den Kastellen im Hinterland einzusetzen. Auch in den Kriegen des 16., 17, 8nd 18. Jahrhunderts wurden die Lärmfeuer auf den Bergen des Odenwaldes wieder gezündet, desgleichen in den Revolutionsjahren anfangs und Mitte des 19. Jahrhunderts. Ein 502 Metzer hoher Berg bei Ober-Mossau, der den historisch überlieferten geografischen Namen "Lärmfeuer" trägt, erinnert an dieses System von Signalketten, das zur Warnung vor dem vorwiegend aus Westen heranrückenden Feind diente, da diese Feuert, zumal bei Nacht, weithin sichtbar waren. Diese Signalfeuer wurden auf den Bergkuppen angezündet, um Alarm zu geben, daher der Name "Lärmfeuer", um die Bevölkerung zu "alarmieren", eben um "Alarm zu schlagen".

Über die Geschichte dieser Lärmfeuer berichtet z.B. Heimatforscher Dr. Peter W. Sattler (Mossautal) jeweils am Lärmfeuer-Abend im Gasthaus-Hotel "Lärmfeuer" in Reichelsheim-Rohrbach. Er wird auch begründen, weshalb aus den ehemaligen Alarmfeuern jetzt Freudenfeuer geworden sind.

Lärmfeuer - Gefahr in der Luft!

Als im Odenwald die Gipfel rauchten Kommen Sie mit auf eine Zeitreise ins 17. Jahrhundert nach Ober-Mossau. Nach einem langen Arbeitstag auf dem Feld treten Sie den Heimweg von der Mossauer Höhe an. Da erkennen Sie dicke, schwarze Rauchschwaden, die von Westen her über den Mossaubach getragen werden. "Das Lärmfeuer!" schießt es Ihnen wie ein Blitz durch den Kopf. Die Luft ist bereits angefüllt mit dem beißenden Geruch von Brand und Rauch, und aus dem Tal hören Sie die anderen...

Lesen Sie den gesamten Auszug aus HAHL, M. (2006): "Drachenweg Mossautal. Die Entdeckung einer Landschaft."