Juni 2022: Die sozio-ökologische Transformation aus Sicht der Gewerkschaften

Die sozio-ökologische Transformation aus Sicht der Gewerkschaften war Hauptthema beim letzten virtuellen Treffen des Klimabündnis Bergstraße. Liz Dizinger, Abteilungsleiterin für Strukturpolitik des DGB Hessen und Thüringen, gab eine Einführung und beantwortete Fragen. Die Arbeitswelt wandelt sich unter dem Einfluss der Dekarbonisierung. Viele Studien zeigen, dass sich die Verwirklichung der Klimaschutzziele positiv auf die Beschäftigung auswirken. In den Bereichen fossile Energiewirtschaft, Automobil- und Zulieferindustrie, Flughäfen und energieintensive Betriebe, wie z.B. Chemie und Baustoffhersteller, sind jedoch in Hessen Arbeitsplätze bedroht. Zentral ist für den DGB, dass Klimaschutz mit guten, tarifgebundenen und mitbestimmten Arbeitsplätzen einhergeht. Besonders die öffentliche Hand sollte als gutes Beispiel vorangehen und soziale und ökologische Kriterien in der Vergabe berücksichtigen.

Die aktuell hohe Inflationsrate belastet die Haushalte enorm. Das Entlastungspaket der Bundesregierung entlastet besonders Erwerbstätigenhaushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Nicht-Erwerbstätige wie Rentner*innen und Studierende sind aber von der Energiepauschale ausgenommen. Das 9 Euro Ticket wird als klimapolitisch sinnvoll, der Tankrabatt als problematisch angesehen. Weiterhin wünschenswert wäre die Einführung eines Preisdeckels für Gas, die Einführung eines Mobilitätsgeldes anstatt der Pendler-pauschale und das Abschöpfen übermäßiger Gewinne (Kartellrecht und Übergewinnsteuer).

In der Diskussion kam zur Sprache, dass für die oft älteren Arbeitnehmer*innen der fossilen Industrie auch mit Unterstützung des DGB gut gesorgt wird, der Verlust sehr vieler Arbeitsplätze bei den erneuerbaren Energien aber von der Politik und den Gewerkschaften einfach hingenommen wurde. Frau Dizinger wies darauf hin, dass die Stärke der Gewerkschaft auch davon abhängt, wie stark Arbeitnehmer*innen gewerkschaftlich organisiert sind. Auf die Frage, ob die Gewerkschaften im Konfliktfall sich nicht doch für den Erhalt der Arbeitsplätze einsetzen, wies sie darauf hin, wie wichtig deshalb Transformationspläne im Vorfeld sind.

Zusammenfassend zeigte sich viel Übereinstimmung in der Grundfrage, dass die Belange der Beschäftigten bei den notwendigen Veränderungen zum Bremsen der Erderhitzung beachtet werden müssen und der DGB deshalb einen wichtigen Platz im Klimabündnis hat.

Mai 2022: „Eine gute Vermarktung würde den Bioanbau voranbringen“ so Alisa Barth von der Ökomodellregion-Süd als Gast beim Klimabündnis Bergstraße.

Mit einer guten Vermarktungsaussicht würde sich mancher Bauer oder manche Bäuerin für eine Umstellung auf Öko gewinnen lassen. Und in bestimmten Bereichen ist auch noch eine passende Weiterverarbeitung nötig. Zum Beispiel, dass Bio-Milch auch in einer Bio-Molkerei und -Käserei weiterverarbeitet wird. Oder dass Kartoffeln und Gemüse so weiterverarbeitet werden, dass Caterer die Produkte handelsüblich verwenden und das daraus zubereitete Essen an Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas und Schulen ausliefern können. Oder dass es Betriebe gibt, die Tierhälften zerlegen und das Ökofleisch ebenfalls an Caterer oder Restaurants liefern können. Es gibt den Kreis Groß-Gerau – bisher noch nicht der Kreis Bergstraße -, der sich zum Ziel gesetzt hat, den Öko-Anteil bei der Gemeinschaftsverpflegung auf 80% zu erhöhen. Damit all das möglich wird: Das gehört zu den Aufgaben der MitarbeiterInnen der Ökomodellregionen. Alisa Barth ist seit Anfang 2021 dabei. Ihr Arbeitsplatz ist die Kreisverwaltung in Heppenheim, nachdem auch der Kreis Bergstraße Teil der Ökomodellregion-Süd geworden ist. Bei den Ökomodellregionen handelt es sich um ein Programm des Landes Hessen, das damit den Anteil des Öko-Landbaus bis 2025 auf 25% erhöhen will. Zurzeit liegt er bei 13%, die 25% sind somit ein – wie man heute sagt – sehr „ambitioniertes“ Ziel.

Alisa Barth war zu einem virtuellen Treffen des Klimabündnis Bergstraße eingeladen, wo sie über die Ökomodellregion-Süd und deren Aufgaben berichtete und bei der anschließenden lebhaften Diskussion viele Fragen beantwortete.

Sie berichtete, dass hier in der Rheinebene wegen der doch recht lukrativen Sonderkulturen für Spargel und Erdbeeren sich die Bereitschaft zu einer Umstellung auf ökologischen Landbau schwieriger gestaltet. Demgegenüber bietet der Odenwald, durch seine Grünlandflächen und die kleineren Betriebe mehr Potential für eine Umstellung. Dort steht entsprechend der gegebenen Landschaft die Viehzucht mehr im Vordergrund. Sie glaubt jedoch durchaus, dass es im Raum Bensheim, Heppenheim, Lorsch eine Chance gebe, wenn sich dort eine Landwirtin für Gemüseanbau ansiedelt und ihre Produkte etwa mit Gemüsekisten oder im Rahmen einer solidarischen Landwirtschaft anbietet. Bisher hat sie leider noch von niemanden gehört, die dafür Interesse hat. Vielleicht wäre es auch eine Möglichkeit, so klang das in der Diskussion an, dass auch Kommunen sich darauf festlegen, ihre landwirtschaftlichen Flächen bevorzugt an ökologisch wirtschaftende Bauern zu verpachten, wie es die evangelische Kirche schon macht.

Alisa Barth und ihre KollegInnen sehen klar ihre Aufgabe darin, die Ökolandwirtschaft zu fördern. Es gab auch die Frage, wie sie Betriebe sieht, die ihre Wirtschaftsweise auch ökologischer gestalten, etwa unter dem Begriff „regenerative“ oder „aufbauende“ Landwirtschaft, die aber aus den verschiedensten Gründen sich nicht biozertifizieren lassen. Darauf antwortete sie, dass so etwas lobenswert sei. Weil diese Betriebe aber keiner entsprechenden Zertifizierung und Kontrolle unterliegen, ist es schwierig zu sagen, wie nahe diese Betriebe wirklich an der ökologischen Wirtschaftsweise sind. Aus diesem Grund nehmen sie nur Betriebe auf ihrer Webseite (https://www.oekomodellregionen-hessen.de/region/sued oder https://suedhessen-isst-bio.de/) auf, die ihre ökologische Bewirtschaftung mit einem Zertifikat nachweisen können. Auf Nachfrage äußerte sie auch, dass sie keine internen Fehlanreize hin zu lascherer Kontrolle sieht. Vielmehr ist nach ihrer Erfahrung die Kontrolle der Ökobetriebe eher strenger geworden.

Auf eine Frage, wie das Interesse nach Agri-PV bei den Biolandwirten in der Region ist, meinte sie, da sehe sie noch kein klares Interesse, eher ein langsames Herantasten. Unter Agri-PV versteht man, dass die PV-Anlagen so hoch oder in größerem Abstand senkrecht angebracht werden, dass nur ein kleiner Bruchteil der Fläche dafür verbraucht wird und somit landwirtschaftliche Nutzung und Energiegewinnung auf ein und derselben Fläche praktiziert werden kann.

Die Diskussion wurde beendet mit dem deutlichen Wunsch, dass die Arbeit der Ökomodellregion erfolgreich verläuft und dass die Öffentlichkeit auch von Zwischenergebnissen möglichst noch mehr erfährt.

 

28.4.2022: Landwirtschaft und Klima

ist Thema beim Treffen des Klimabündnis‘ Bergstraße am Donnerstag 28. April. Die Landwirtschaft treibt bekanntlich die Erderhitzung mit voran und hat gleichzeitig die einzigartige Möglichkeit, nicht nur den Treibhausgasausstoß zu reduzieren, sondern zusätzlich auch CO2 zu speichern! Es werden Verbände und Zusammenschlüsse vorgestellt, die eine wichtige Rolle beim notwendigen Umbau der Landwirtschaft spielen. Es soll eine Perspektive eröffnet werden, wie eine veränderte Landwirtschaft sowohl dem Klima- als auch dem Naturschutz gerecht werden kann. Beim nächsten Treffen des Klimabündnis am 23.5. wird mit einer Vertreterin der Ökomodellregion Südhessen die Diskussion fortgeführt werden.

Otto Merkel gab zunächst eine Einführung. Er stellte heraus, dass die Landwirtschaft sehr wohl eine wichtige Rolle spielt, die Erderhitzung voranzutreiben. Gleichzeitig leidet die Landwirtschaft unter dem Klimawandel. Und sie kann, zusammen mit dem Wald und der Erhaltung unserer Natur, eine einzigartige Rolle spielen, auch erhebliche Mengen von Treibhausgasen wieder zu binden.

Allerdings setzt dies voraus, dass sich vieles ändert. So muss der Ackerbau so betrieben werden, dass er das Bodenleben kultiviert, damit den Humusgehalt des Bodens erhöht und auf diese Weise CO2 speichert. Die Haltung von Tieren muss ganz erheblich verringert werden. Das bedeutet auch, dass wir unsere Ernährungsgewohnheiten verändern. Vielfach wird auf den enormen Methanausstoß von Rindern verwiesen. Gäbe es erheblich weniger Rinder und würden die hauptsächlich auf Weiden stehen und Gras fressen, so sähe dies ganz anders aus. Sie würden die Graslandschaft erhalten, die erhebliche Mengen an Treibhausgasen speichern kann. Das würde den Methanausstoß deutlich verringern und relativieren. Würden keine Futtermittel mehr aus dem globalen Süden importiert werden, würde der Anreiz, Regenwälder abzuholzen, deutlich verringert werden.

Leider wird die Leistung der Landwirtschaft für die Allgemeinheit, also gegen den Klimawandel, für die Erhaltung der Biodiversität, für den Schutz des Grundwassers, für den Schutz vor Überschwemmungen usw. nicht richtig honoriert. Man müsste “nur” die milliardenschweren Subventionen der EU für die Leistungen für die Allgemeinheit, statt überwiegend flächenbezogen, auszahlen, so wäre viel gewonnen. Natürlich müsste das schrittweise gehen.

Otto Merkel meinte, dass wir nach Bündnispartnern Ausschau halten sollten, die schon dabei sind, solche Veränderungen voranzutreiben: Die Bioverbände, die Jugendverbände der großen Verbände, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, die Bewegung der Solidarischen Landwirtschaft, die Regionalwert AG und viele andere. Einiges tut sich auch schon in unserer Region, aber noch viel zu wenig.

Die Perspektive muss darin liegen, dass Konsumenten und Landwirte, die solche Veränderungen schon praktizieren oder auf dem Weg dazu sind, sich verbünden. In Solidarischen Landwirtschaften wird dies gemacht: Das Risiko, wie die Ernte ausfällt, wird von den Konsumenten übernommen.

In der lebhaften Diskussion wurden die negativen Auswirkungen einer industrialisierten Landwirtschaft bestätigt. Es wurde gefordert, solche Veränderungen zu unterstützen, die mehrere Vorteile mit sich bringen, nicht nur fürs Klima, sondern auch für die Biodiversität usw. Auch die Idee einer Produktion von Proteinen in Reaktoren wurde kontrovers diskutiert.

01.04.2022: Gesund und klimafreundlich zur Arbeit

Viele Bergsträßerinnen und Bergsträßer sind mit guten Vorsätzen ins neue Jahr gestartet. Sei es, dass sie mehr Sport treiben, sich gesünder ernähren oder das Auto öfter mal stehen lassen wollen. Auch der Kreis Bergstraße ist mit dem letztgenannten dieser guten Vorsätze gestartet. Denn: Um auf lange Sicht klimaneutral zu werden, ist eine Mobilitätswende nötig. Die Bergsträßer Kreisverwaltung will in Sachen Mobilität mit gutem Beispiel vorangehen und hat deshalb an dem kostenlosen Beratungsprogramm zum Betrieblichen Mobilitätsmanagement „Besser zur Arbeit“ der ivm GmbH – Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain – teilgenommen. Im Rahmen des Betrieblichen Mobilitätsmanagements wurde genau untersucht, wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Arbeit in die Kreisverwaltung kommen. Nun wird überlegt, wie klimafreundliche Alternativen attraktiver gestaltet werden können, damit möglichst viele Beschäftigte sie nutzen. „Den Weg zwischen eigenem Wohnort und Arbeitsplatz klimafreundlicher zu gestalten ist eine Möglichkeit, mit der jede Bergsträßerin und jeder Bergsträßer einen ganz persönlichen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann“, betont Landrat Christian Engelhardt.

Der Mobilitätsplan enthält eine Analyse der Mitarbeiterwege zur Arbeit sowie der Dienstwege. Daraus wurde ein rund 30 Maßnahmen umfassender Katalog abgeleitet, der zeigt, wie die selbstgesteckten Ziele erreicht werden könnten. Mit Hilfe des Betrieblichen Mobilitätsmanagements sollen gleich mehrere Ziele erreicht werden: Zum einen sollen zum Beispiel die Beschäftigten sowie Bürgerinnen und Bürger die Kreisverwaltung besser erreichen können. Gleichzeitig soll der Aufwand für den Arbeitsweg reduziert werden, was sicher auch die Zufriedenheit der Mitarbeitenden erhöhen würde. Die CO2-Bilanz soll zudem positiv beeinflusst werden.

Ein wichtiger Baustein des Mobilitätsplanes ist außerdem, dass der Kreis seinen Beschäftigten ein attraktives Modell für mobiles Arbeiten bieten möchte, an dem aktuell gefeilt wird. Darüber hinaus sollen klimafreundliche Alternativen wie der ÖPNV und das Fahrrad für den Weg zur Arbeit attraktiver gestaltet werden. Um das zu erreichen, sieht der Mobilitätsplan unter anderem vor, die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder an den Dienstgebäuden zu verbessern. Der Kreis hat sich zudem entschlossen, im Rahmen der geltenden Tarifverträge den Beschäftigten ein Jobrad-Leasing anzubieten. Dieses Modell kommt sowohl für herkömmliche als auch für E-Bikes in Frage und bietet sich vor allem für Vielfahrer an, die für das tägliche Pendeln ein zuverlässiges Fahrrad benötigen. Denn im Rahmen der Analyse stellte sich heraus, dass rund die Hälfte der Mitarbeitenden der Kreisverwaltung maximal zehn Kilometer von ihrem Arbeitsplatz entfernt wohnen. Eine ideale Entfernung, um entweder den ÖPNV zu nutzen oder auf das Fahrrad umzusteigen. 

Der Wechsel auf das Fahrrad bietet neben der klimafreundlichen Fortbewegung noch einen weiteren zentralen Vorteil: „Wenn wir mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, tun wir nicht nur etwas Gutes für unser Klima, sondern vor allem auch für unsere eigene Gesundheit! Täglich zwei Mal 15 Minuten Bewegung zu Fuß oder mit dem Rad stärken unter anderem unser Herz-Kreislauf-System“, hebt der Landrat hervor. Heppenheim ist bereits heute auf vielfältige Weise mit dem ÖPNV zu erreichen. So liegen etwa im Umfeld der Kreisverwaltung mehrere Haltestellen, an denen regelmäßig Buslinien halten. Zudem bietet der VRN nach seiner Tarifreform zum Jahreswechsel nun auch zusätzliche Abonnements an, die gerade für Beschäftigte attraktiv sein könnten, die nur einige Tage in der Woche zu ihrem Arbeitsplatz fahren und dennoch günstig mobil sein möchten. Im Nahverkehrsplan und Integrierten Klimaschutzkonzept des Kreises Bergstraße sind darüber hinaus weitere Maßnahmen enthalten, die den Radverkehr und den ÖPNV attraktiver machen sollen. Am weiteren Ausbau der klimaschonenden Mobilitätsformen wird gearbeitet.

Unternehmen und Behörden, die ihren Sitz im Kreis Bergstraße haben und sich ebenfalls für eine Teilnahme am kostenlosen Beratungsprogramm „Besser zur Arbeit“ interessieren, können mit Gudula Göck vom Kreis Bergstraße (E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) Kontakt aufnehmen, um eine unverbindliche Erstberatung anzustoßen. Der Kreis Bergstraße bietet das kostenlose Beratungsprogramm „Besser zur Arbeit“ (ehemals „südhessen effizient mobil“) seit Anfang 2019 gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN), der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt Rhein Main Neckar und der Gesellschaft für integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt Rhein Main GmbH (ivm) an. Alle Arbeitgeber mit Sitz im Kreis Bergstraße können daran kostenfrei teilnehmen und mit diesem Programm die eigene betriebliche Mobilität unter die Lupe nehmen. Die Kosten für die professionelle Analyse sowie die Coachings trägt der Kreis Bergstraße. Im Rahmen von „Besser zur Arbeit“ erfahren die teilnehmenden Unternehmen, wie sie das Mobilitätsverhalten ihrer Beschäftigten analysieren können und passgenaue Mobilitätskonzepte zur Verbesserung der betrieblichen Mobilität erarbeiten und umsetzen können. 

24. März 2022: Klimabündnis - Photovoltaik-Kampagne der Stadt Bensheim

Neben Rückblicken auf die Fahrraddemo vom 19.3. und den Klimastreik der Fridays for Future vom 25.3. – beide Aktionen mit Unterstützung des Klimabündnis‘ – ist die Photovoltaik-Kampagne der Stadt Bensheim Hauptthema des nächsten Treffens des Klimabündnis‘ am nächsten Donnerstag (31.3.).

Herr Giegerich, Teamleiter bei der Stadt Bensheim, wird diese Kampagne vorstellen. Er wird auch den gegenwärtigen Stand der Erneuerbaren in Bensheim darstellen und die jetzt geplanten Aktivitäten skizzieren. Es wird Gelegenheit zur Diskussion sein und auch besprochen werden, inwieweit Aktive des Klimabündnis sich bei dieser Kampagne sinnvoll beteiligen können. Alle Interessierten sind eingeladen, sich zu der Video-Veranstaltung am Donnerstag, 31.3. um 19.30 Uhr dazuzuschalten. Die Einwahldaten können unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! angefordert werden.

24. Februar 2022: Klima- und Naturschutz zusammenbringen!

Im März drehte sich das Online-Treffen des Klimabündnis um regenerative Energiequellen. Obwohl langfristig geplant, bekommt dieses Thema aufgrund des Krieges in der Ukraine brandaktuelle Bedeutung. Zunächst erläuterte guido Carl vom BUND Bergstraße: "Der BUND setzt sich von Anfang an für Natur und Klimaschutz ein, siehe BUND Position Nr. 66 wird die Energiewende zu 100 % erneuerbaren Energien vorgestellt. Diese sollte bis 2040 vollzogen sein und auf zwei Säulen ruhen: der Windenergie und der Photovoltaik. Andere erneuerbare Energien spielen eine untergeordnete Rolle. Die Annahme von 100% erneuerbare Energie bis 2040 beruht auch auf einer Reduzierung des Gesamtverbrauchs. Dabei soll die Windenergie die Hauptlast der Stromversorgung tragen. Sie liefert im Winter und auch nachts Energie. Windräder liefern sehr viel Energie bei geringem Flächenverbrauch. Trotzdem prüft der BUND genau jedes Planverfahren auf Windhöffigkeit und Konflikte mit dem Artenschutz. Photovoltaik liefert im Sommer und teilweise auch in der Übergangszeit viel Strom. Sie ist eine sehr gute Ergänzung zur Windkraft. Man benötigt zehnmal mehr Fläche als bei Einsatz der Windkraft. Auf Gebäuden und versiegelten Flächen ist sie konfliktfrei zum Naturschutz. Freiflächenphotovoltaik ist ein Konkurrent zur Nahrungsmittelproduktion. Da die landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland immer mehr abnehmen muss eine Begrenzung erfolgen. Agri-PV (hochstehende PV Anlagen, die Landwirtschaft darunter ermöglichen) verbrauchen nur wenig Fläche, sind aber teurer. Bei allen Freiflächenanlagen wurden darunter weder Kiebitze noch Feldlerchen beobachtet. Auf Konversionsflächen ergeben sich die meisten Probleme mit dem Artenschutz, da diese besonders artenreich sind. Deshalb muss immer eine genaue Prüfung erfolgen."

Der BUND setzt auf relative Einsparung des benötigten Stroms vor allem durch Effizienz. Des Weiteren setzt er darauf, dass der meiste Strom durch Windkraftanlagen an Land gewonnen wird. Denn diese benötigen relativ wenig Fläche und bringen viel Energie vor allem im Winterhalbjahr, wenn auch die meiste Energie gebraucht wird und die Solaranlagen nur geringe Erträge bringen. An zweiter Stelle steht die Energiegewinnung durch Solaranlagen auf Gebäuden oder versiegelten Flächen. Dort beeinträchtigen die Anlagen nicht die Natur und es gibt auch keine Konkurrenz mit der Nahrungsgewinnung. Freiflächenanlagen sollten nur in geringem Ausmaß entstehen, wobei Agri-PV vorzuziehen ist, da sie es erlaubt, die Fläche weitgehend weiter für Ackerbau zu nutzen und nur ein sehr geringer Anteil der Fläche für die PV-Anlage wegfällt. Solche Anlagen werden entweder so hoch angebracht, dass man mit Landmaschinen unten durchfahren kann oder die Module stehen senkrecht in größerem Abstand und können von beiden Seiten Strom gewinnen („bifaziale“ Module).

In der Diskussion gab es Stimmen, die darauf hinwiesen, dass es nicht einsehbar ist, warum Solaranlagen in die Natur gebaut werden sollen, wenn so viele versiegelte Flächen dafür zur Verfügung stehen. Außerdem wurde angemerkt, dass der Anbau von Energiepflanzen, zur Strom- oder Biospritgewinnung bereits in Konkurrenz zum Nahrungsanbau steht. Der Wirkungsgrad ist beim Anbau von Energiepflanzen um ein Vielfaches geringer als der einer Freiflächen-PV-Anlage. Es wurde immer wieder auf die Dringlichkeit des Ausbaus der Erneuerbaren hingewiesen. Sollte man nicht froh sein, wenn möglichst viele Solaranlagen entstehen? Hauptsache, wir kommen damit schnell voran? Für eine genaue Prüfung spricht, dass wir heute schon einen großen Schwund in der Biodiversität verzeichnen müssen. Mit dem Aussterben von Pflanzen- und Tierarten werden Ökosysteme kippen und deren Leistungen verloren gehen. Welche Auswirkungen dies auf den Menschen hat lässt sich heute noch gar nicht einschätzen. Einem schnellen Ausbau der Erneuerbaren stehen aber auch andere Hindernisse im Weg. So fehlen Fachkräfte und es gibt bürokratische Hindernisse, die hoffentlich von der neuen Regierung möglichst schnell aus dem Weg geräumt werden.

Konkret wurde auch vorgeschlagen, dass man den alten Plan für ein Windrad am Kesselberg auf Heppenheimer Gemarkung wieder aufgreift. Ein Meinungsbild am Ende der Diskussion gab dafür eine große Mehrheit, weil im geltenden Regionalplan des Kreises Bergstraße zu wenig Flächen für Windräder vorgesehen sind. Der Energiebedarf lässt sich aber ohne ausreichend viele Windräder nicht decken. Die Hauptargumente für die damalige Ablehnung hatten sich auf das veränderte Landschaftsbild bezogen. Es gab auch das Argument, dass andernorts Windräder nicht als Verschandelung von Landschaft erlebt werden, sondern als durchaus passende Hervorhebung von Höhenzügen. 19 von 24 Teilnehmenden des März-Onlinetreffens sprachen sich für eine Wiederaufnahme der öffentlichen Diskussion zum Thema Windkraftanlagen aus.

Das Organisationsteam des Klimabündnisses Bergstraße bedankt sich bei Guido Carl für den einführenden Vortrag und war erfreut über die rege Teilnahme an der Veranstaltung. Das nächste Treffen des Klimabündnis findet am 31.3. statt.

Klimaschutz ist zunehmend in aller Munde. Zum Glück! 24. Februar Video-Veranstaltung

An manchen Ecken kollidiert er mit Naturschutz oder es sieht zumindest manchmal so aus. Die Klimakrise und die Biodiversitätskrise sind beides überragende Menschheitskrisen. Deshalb muss Klimaschutz und Erhaltung der Biodiversität unbedingt verbunden werden. Aber wie genau? Das wird Thema beim nächsten Treffen des Klimabündnis Bergstraße.
Der BUND Kreisverband Bergstraße, Gründungsmitglied des Klimabündnis, wird hierzu einen Impuls zur Diskussion geben und dabei speziell auf die Windkraft und die Solarenergie eingehen. „Wir erwarten eine lebhafte und konstruktive Diskussion dieser hochaktuellen Frage“, so Otto Merkel vom Klimabündnis.

Alle Interessierten sind eingeladen, sich zu der Video-Veranstaltung am Donnerstag, 24.2. um 19.30 Uhr dazuzuschalten. Die Einwahldaten können unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! angefordert werden.

Januar 2022: Mit besserer Kooperation können Klimaschutzziele erreicht werden

Zum zweiten Mal diskutierten Interessierte des Klimabündnisses Bergstraße mit dem Klimaschutzmanager des Kreises, Reiner Pfuhl, über das Klimaschutzkonzept des Kreises. Mit rund 30 Teilnehmenden war die Videokonferenz sehr gut besucht. Nachdem auf dem letzten Treffen der Schwerpunkt auf den Themen Energie und Landwirtschaft lag, standen diesmal Mobilität und Klimabildung/Gesellschaftlicher Wandel im Vordergrund. Als Aufgabenträger für den gesamten ÖPNV hat der Kreis besonders in diesem Teilkomplex eine Fülle von Handlungsmöglichkeiten, um die dringend notwendige Verkehrswende anzugehen. So verwundert es kaum, dass sich die meisten Ausführungen im Klimaschutzkonzept und Wortbeiträge auf der Sitzung zum Thema Mobilität mit dem ÖPNV beschäftigten.

Dass hier trotz der großen Fortschritte der letzten Jahre ein sehr hoher Handlungsbedarf besteht, wurde gleich zu Beginn des Treffens deutlich: „Der Verkehrsbereich ist der einzige Sektor, der seine klimaschädlichen Emissionen in den letzten 30 Jahren nicht reduzieren konnte. Trotz Effizienzsteigerungen ist sogar ein leichter Anstieg erkennbar. Es ist also 5 nach 12,“ so Peter Castellanos, der für das Netzwerk bergstraße.mobil und PRO BAHN im Klimabündnis mitwirkt.

So sehr er und viele der über 30 Teilnehmenden der Sitzung viele gute und richtige Ansätze im Klimaschutzkonzept und Nahverkehrsplan fanden, wurde ebenso deutlich, dass selbst viele naheliegende, kurzfristig und ohne viel Geld umsetzbare Verbesserungen noch auf sich warten lassen. Als Beispiele für solche „low hanging fruits“ wurden die kundenfernen Tarif- und Vertriebsstrukturen im Übergangsbereich zwischen RMV, Hürden bei der Nutzung der Ruftaxis, verbesserungswürdige Fahrgastinformation und fehlende Mobilitätszentralen genannt. Letztere sollen Anlaufstellen sein, an denen man sich über das gesamte öffentliche Mobilitätsangebot und Alternativen zum eigenen Pkw vor Ort informieren und Abos hierfür erwerben kann. Bisher gebe es so etwas nur in Lampertheim und ein eingeschränktes Angebot im DB-Reisezentrum in Bensheim. „Kundenservice sieht anders aus und es ist schade, dass bis heute keine konkreten Aktivitäten erkennbar sind, die bei diesen Fragen auf Besserung hoffen lassen könnten“, resümiert Verkehrsplaner Castellanos die aktuelle Lage, die dem Kreis nicht erst nach Beschluss des Klimaschutzkonzeptes bekannt ist.

Mit dem Michelbus in Wald-Michelbach, einem zeitlich und räumlich flexiblen ÖPNV-Angebot das unter Mitbeteiligung des Kreises verwirklicht wurde, wurde am 01. Januar gleichwohl demgegenüber ein positives Signal für Innovationen für die Mobilität im ländlichen Raum gesetzt. Solche On-Demand-Verkehre in Kombination mit dem perspektivisch möglichen autonomen Fahren, könnten sich besonders in ländlichen Gebieten und in Räumen und Zeiten, in denen keine Busse und Bahnen mehr fahren, zu einer bezahlbaren attraktiven Alternative zum eigenen Pkw entwickeln. Ebenso zu begrüßen seien die bereits umgesetzten bzw. in Umsetzung befindlichen ÖPNV-Angebotsausweitungen zwischen Mörlenbach und Heppenheim, Lautertal und Modautal sowie Lampertheim und Heppenheim.

Am Ende der Diskussion zum Thema Mobilität bestand Einigkeit, dass für das Erreichen einer signifikanten Verkehrsverlagerung die Alternativen zum eigenen Pkw einfach nutzbar sein müssen und dass hierfür bessere Absprachen und Vereinbarungen zu Erfolgen führen können. Bessere Informationsmöglichkeiten für die Kunden, eine Fahrkarte über verschiedene Verkehrsmittel und Verkehrsverbünde hinweg, die auch per Handy erworben werden kann, wären eine große Erleichterung für ÖPNV-Kunden.

Aber es gibt auch Maßnahmen, bei denen viel Geld in die Hand genommen werden muss; und das müsse auch zeitnah erfolgen. Um allein alle Maßnahmen aus dem Nahverkehrsplan, die für die Verkehrswende im Bereich des ÖPNV erforderlich sind, umsetzten zu können, muss der Kreis über 8 Mio. Euro pro Jahr investieren. Wenn dies über die bisherigen Finanzierungsmöglichkeiten nicht absehbar bewerkstelligt werden kann, müsse der Kreis sich beim Land Hessen dafür einsetzen, eine Rechtsgrundlage für die Erhebung eines solidarischen ÖPNV-Beitrags (nach dem Vorbild der schon heute an vielen Hochschulen vorhandenen Semestertickets) durch die Kreise und Kommunen zu schaffen.

Das zweite Hauptthema war „Bildung zum Klimaschutz und Gesellschaftlicher Wandel“. Der Kreis ist dabei, sich mit den Kommunen diesbezüglich besser zu vernetzen. Er wird seine Internetplattform zu einer Beteiligungsplattform ausweiten und auch Instagram nutzen, um vor allem jüngere Menschen besser zu erreichen. Dies fand in der Diskussion grundsätzliche Zustimmung. Allein ein E-Mail-Newsletter könnte dieses Informationsangebot noch ergänzen, insbesondere um jene, die nicht auf Social Media-Plattformen angemeldet sind oder regelmäßig proaktiv die Website des Kreises besuchen, abzuholen.

Dem sehr zu begrüßenden Ausbau der medialen Öffentlichkeitsarbeit zum Klimaschutz stehen die fehlenden Mitwirkungsmöglichkeiten von Bürger*Innen in der neuen Mobilitätskommission, die den Kreis in allen Fragen zum Thema Mobilität beraten soll, gegenüber. In dieser Runde werden neben dem Kreis – anders als im Fahrgastbeirat, der derzeit ruht – nur Vertreter von Institutionen und Verbänden vertreten sein. Das Klimabündnis bedauert, dass der viel hervorgehobene Partizipationsgedanke durch starke Netzwerke im Klimaschutz offenbar nicht in allen Bereichen der Kreisverwaltung konsequent gelebt wird und fordert eine Reaktivierung des Fahrgastbeirats, die per Kreistagsbeschluss jederzeit möglich ist. Derzeit ist der Kreis Bergstraße wieder der einzige südhessische Landkreis ohne Fahrgastbeirat.

Erfreut zeigte sich das Klimabündnis außerdem darüber, dass die zunächst befristete Stelle des Klimamanagers und seiner Mitarbeiterin mit großer Sicherheit verlängert wird.

Das Gespräch verlief in einer durchweg kooperativen und konstruktiven Atmosphäre, wenngleich man sich nicht in jedem Detail einig war. Es gab viel Kritik und mehrere Anregungen, die – wie Klimamanager Pfuhl zusicherte – in die weiteren Beratungen mitgenommen bzw. entsprechend weitergeleitet werden sollen.

So erinnerte das Klimabündnis erneut daran, dass die im Teilplan für erneuerbare Energien festgelegten Flächen für Windräder definitiv nicht ausreichend für die Energiewende sind und vom Kreis erwartet wird, Initiativen zugunsten der Windkraft zu unterstützen. Allein um den laut Klimaschutzkonzept künftigen Energiemehrbedarf durch E-Mobilität befriedigen zu können wären 27 Windräder notwendig. Umso wichtiger ist es, die im Teilplan vorgesehenen 16 Windräder möglichst schnell und konsequent zu schaffen und die Energielücke durch Fotovoltaik, Effizienzsteigerungen, Verkehrsvermeidung und -verlagerung zu schließen.

Abschließend wurde darauf hingewiesen, dass der „Wattbewerb“, ein Wettbewerb von Städten und Kommunen für den Zubau von Solaranlagen, jetzt seit Anfang des Jahres auch (kleineren) Gemeinden offensteht und es sich dadurch anbietet, die Kommunen kreisweit zu motivieren, dabei mitzumachen. Das könnte dem Bau von Solaranlagen auf Hausdächern neuen Auftrieb geben.

Das Klimaschutzkonzept des Kreises Bergstraße finden Sie hier: https://www.vision.kreis-bergstrasse.de/dialoge/nachhaltigkeit-und-ziele#uip-1

13. Januar 2022: Landrat unterzeichnet Kooperation für mehr Klimaschutz:  Klimaschutzkonzept auf dem Weg!

Wie können Unternehmen energieeffizient und klimafreundlich arbeiten? Mit dieser und ähnlichen Fragen beschäftigt sich das Energieeffizienz- und Klimaschutznetzwerk ETA*-Plus Südhessen. Nun unterzeichnete Landrat Christian Engelhardt gemeinsam mit Vertretern der Landkreise Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau und Odenwald, der kreisfreien Stadt Darmstadt sowie der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt Rhein Main Neckar eine Kooperationsvereinbarung mit dem Netzwerk ETA-Plus. Während die IHK weiterhin Träger und Moderator des Netzwerks bleibt, unterstützen die Landkreise und die Wissenschaftsstadt Darmstadt es als Multiplikatoren. Ihr gemeinsames Ziel ist es dabei, kleine und mittlere Unternehmen aus Südhessen bei den Themen Energieeffizienz und Klimaschutz zu fördern.

„Dies ist ein besonderer und richtungsweisender Moment für unsere Region. Ich freue mich sehr, dass wir ihn gemeinsam in Präsenz erleben können“, betonte Landrat Christian Engelhardt bei dem Termin. „Das ETA-Plus Netzwerk ist ein wichtiger Baustein für den Klimaschutz in Südhessen. Es bringt Unternehmen, die sich in diesem Bereich engagieren wollen, und erfahrene Umsetzungspartner zusammen. Ich freue mich sehr, dass bereits einige Unternehmen aus dem Kreis Bergstraße vertreten sind. Ich hoffe gleichzeitig, dass durch unsere Arbeit als Multiplikatoren noch weitere Unternehmen aus unserer Region Netzwerkmitglied werden.“ Weitere Bergsträßer Unternehmen, die sich für eine Mitgliedschaft interessieren, können sich dem Netzwerk anschließen und ebenfalls einen Beitrag für mehr Energieeffizienz und Klimaschutz in der Region Südhessen leisten.

Das ETA-Plus Netzwerk dient dem gemeinsamen Austausch und der gegenseitigen Inspiration. Im Rahmen der Netzwerkarbeit werden den Unternehmen hervorragende Praxisbeispiele in Sachen Klimaschutz und Energieeffizienz anderer Betriebe vorgestellt, von denen sie lernen können. Derzeit sind elf südhessische Unternehmen sowie fünf regionale Partner in dem Netzwerk aktiv. Aus dem Kreis Bergstraße sind dabei acht Unternehmen vertreten: FLEIMA-PLASTIC und JÖST Abrasives aus Wald-Michelbach, ProTec Polymer Processing und Sanner aus Bensheim sowie Seeger Lasertechnik aus Lorsch, Spir Star aus Rimbach, der Wasserbeschaffungsverband Riedgruppe Ost aus Einhausen und der Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB) aus Lampertheim. Auch drei regionale Partner stammen von hier: ETA-Solutions und IWIK GmbH aus Bensheim sowie die JF Group aus Heppenheim.

*ETA steht hier für den griechischen Buchstaben „eta“, dieser wiederum für die Energieeffizienz, also für die Effizienz bei der Ausnutzung von Energie.

Januar 2022: Kohldioxid-Ausstoß? Kreis Bergstraße goes Zero!

Kreistag beschließt Integriertes Klimaschutzkonzept / Kreis investiert 200 Millionen Euro für Klimaneutralität bis 2045 / Landkreis und die Kreisverwaltung planen Umsetzung von 114 Einzel-Maßnahmen

Jetzt kann es losgehen! Das höchste politische Gremium des Kreises Bergstraße hat die Umsetzung des vorgelegten Integrierten Klimaschutzkonzeptes für den Kreis mit großer Mehrheit in seiner November-Sitzung beschlossen. Dieses wurde vom Klimaschutzmanager des Kreises Bergstraße, Reiner Pfuhl, und zahlreichen weiteren Akteuren und Interessengruppen erarbeitet. „Mit unserem Klimaschutzkonzept ist ein wirklich großer Wurf gelungen“, betont Landrat Christian Engelhardt. „Das Konzept überzeugt mit seinen insgesamt 114 Maßnahmen und zeigt, dass wir hier vor Ort einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Denn: Wir müssen den Klimawandel global denken, aber alle lokal handeln.“

Die wichtigsten Stellschrauben, um als Landkreis und als Kreisverwaltung Klimaneutralität zu erreichen, sind die angestrebte Energiewende, die Wärmewende sowie die Mobilitätswende. Hierbei verfolgt der Kreis ambitionierte Ziele: So soll deutlich mehr Strom aus erneuerbaren Energien vor Ort generiert werden – vor allem durch den massiven Ausbau von Photovoltaikanlagen (kurz PV-Anlagen). Die Kreisverwaltung will dabei mit bestem Beispiel vorangehen und in den nächsten Jahren auf all ihren Gebäuden PV-Anlagen installieren. Gleichzeitig gibt es bei den Kreisgebäuden eine riesige Sanierungs- und Modernisierungsoffensive für mehr Energieeffizienz. Rund 178 Millionen Euro wird der Kreis alleine an dieser Stelle investieren. Darüber hinaus soll auch der Fuhrpark der Kreisverwaltung in den nächsten Jahren sukzessive auf Elektroautos umgestellt werden, um den Treibhausgas-Ausstoß weiter zu reduzieren. Zudem sollen im gesamten Kreisgebiet das Radwegenetz weiter ausgebaut und der ÖPNV attraktiver gestaltet werden.

Die Kreisverwaltung will mit ihren Projekten und Maßnahmen gleichzeitig ein großes Vorbild für die Bergsträßerinnen und Bergsträßer sein: Durch eine gezielte und zielgruppenspezifische Öffentlichkeitsarbeit des Kreises – vor allem in den Sozialen Medien – sollen die Bürgerinnen und Bürger dabei aktuell und unterhaltsam über Klimaschutz und Nachhaltigkeit informiert werden. Hierdurch sollen die Bürgerinnen und Bürger gleichzeitig zu klimafreundlicherem Handeln motiviert beziehungsweise darin bestärkt werden. Darüber hinaus ist ein Netzwerk für Bildung für nachhaltige Entwicklung im Kreis Bergstraße im Entstehen, mit dessen Hilfe Jung und Alt in Sachen Klimaschutz geschult werden können. „Es ist mir ein Herzensanliegen, die Bürgerinnen und Bürger beim Klimaschutz abzuholen und mitzunehmen. Nur wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen und unser Verhalten und Handeln klimafreundlich verändern, können wir das große Ziel Klimaneutralität auch erreichen. Jede und jeder Einzelne kann dazu einen wertvollen Beitrag leisten“, hebt Engelhardt hervor. „Wir müssen jetzt vor allem schnell und beherzt handeln. Nur so haben wir noch eine Chance, Kipppunkte zu vermeiden und das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Unser großes Ziel ist deshalb ‚Kreis Bergstraße goes Zero‘ – bis 2045 streben wir Klimaneutralität an.“ Durch die Maßnahmen des Klimaschutzkonzepts könnten rund 2,15 Millionen Tonnen CO2 im Landkreis eingespart werden. Das entspricht etwa dem gesamten CO2-Ausstoß der innerdeutschen Flüge der zivilen Luftfahrt aus dem Jahr 2017.

Den Schlüssel zum Erfolg sieht Landrat Engelhardt vor allem in innovativen Technologien: „Der Einsatz modernster Technik wird uns dabei nicht nur helfen, das Klima zu schützen, sondern gleichzeitig auch unsere Wirtschaft stärken. Das Wirtschaftswachstum soll hauptsächlich durch Innovationen generiert werden – nicht durch den Verbrauch von Ressourcen“, so Engelhardt.

Hintergrund:

Das Klimaschutzmanagement des Kreises Bergstraße sowie die Erstellung und Umsetzung des Integrierten Klimaschutzkonzepts sind ein Förderprojekt der Nationalen Klimaschutzinitiative. Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Die Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese mögliche Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zudem zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Dezember 2021: Lebhafte Diskussion um das Klimaschutzkonzept des Kreises Bergstraße

Das Klimabündnis Bergstraße diskutierte auf seinem letzten digitalen Monatstreffen am 23. November gemeinsam mit dem Klimaschutzmanager des Kreises, Reiner Pfuhl, über das Klimaschutzkonzept des Kreises. Das mehr als 400 Seiten starke Werk stellt eine Art Fahrplan zur Klimaneutralität für den Kreis Bergstraße dar. Auch Mitglieder des Klimabündnisses waren als Ideengeber im Nachhaltigkeitsbeirat mit an der Erstellung beteiligt. Das Klimabündnis ist ein Zusammenschluss aus engagierten Institutionen und Privatpersonen, die sich für ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen im Landkreis einsetzen.

Zu Beginn stellte Herr Pfuhl das Konzept detailliert vor. Es ist in die Handlungsfelder Energie, Wärme, Mobilität und Gesellschaftlicher Wandel untergliedert und besteht neben dem rund 200-seitigen, mit vielen fundierten Daten ausgestatteten Bericht aus einem etwa gleichstarken Maßnahmenkatalog, in denen die avisierten Projekte skizziert sind, mit denen der Klimakatastrophe begegnet werden soll. „Allein der Umfang dieses Pakets verdeutlicht, dass für dessen Umsetzung erhebliche Energie aus allen Bereichen unserer Gesellschaft und auf allen Verwaltungsebenen nötig ist. Sehr lobenswert ist daher, dass der Kreis sich neben Bereichen, für die er explizit zuständig ist, auch außerhalb hiervon koordinierend engagieren möchte“, so Peter Castellanos, der im Namen des Klimabündnisses das Engagement der Verwaltung über den eigenen Tellerrand hinaus würdigte.

Solarenergie soll stark ausgebaut werden

Nach der Vorstellung des Konzeptes entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Es gab viel Lob, aber auch kritische Fragen. So wurde positiv vermerkt, dass der Ausbau der Solarenergie in hohem Umfang vorangetrieben werden soll.
Auf Unverständnis stieß allerdings, dass der Kreis die Bestückung der Dächer eigener Liegenschaften, insbesondere der Schuldächer, ausschließlich selber betreiben will anstatt dies z.B. durch eine Kooperation mit der Energiegenossenschaft voranbringen zu lassen. Dadurch werde der Prozess enorm verlangsamt.

Ausbau der Windkraft unverzichtbar

Dass nur ein recht beschränkter Ausbau der Windkraft – der leistungsfähigsten aller erneuerbaren Energieerzeuger – vorgesehen ist, stach sehr negativ ins Auge einiger Diskussionsteilnehmenden. Laut Regionalplan können noch 16 zusätzliche Windräder im Kreis gebaut werden. Das werde bei Weitem nicht ausreichen, vor allem die Versorgung in den Wintermonaten werde erheblich erschwert.

„Ohne weitere Windräder wird es nicht möglich sein, die Energiegewinnung im Kreis klimaneutral zu gestalten. Die geplanten Zukäufe von Außerhalb lösen das Problem nicht, sondern verlagern es nur auf andere Regionen“, betonte Micha Jost, Geschäftsführer der Energiegenossenschaft Bergstraße. Würden sich alle Kreise, Länder, Staaten und Kontinente so verhalten, fahre die Erde zwangsläufig auf Verschleiß, merkte ein weiterer Teilnehmer der Runde an und plädierte für eine ambitionierte Haltung des Kreises zugunsten einer größtmöglichen Selbstversorgung.

„Wir unterstützen die Windkraft in allen Kommunen, in denen sie gewollt ist“, macht Pfuhl die Position des Kreises deutlich. Den geäußerten Vorschlag, ein Netzwerk von Windkraft-Befürworter, die in der öffentlichen Diskussion nicht ausreichend gehört würden, aufzubauen, nimmt er mit, ebenso – als möglichen Auftakt hierfür – eine Besichtigung des Bürger-Windrates der Energiegenossenschaft Starkenburg in Neckarsteinach für die Verwaltungsspitze des Landratsamtes, die Jost angeboten hat.

Als weitere Maßnahmen wurden die Dämmung von Gebäuden sowie die Umstellung auf erneuerbare Wärme, insbesondere durch Wärmepumpen, diskutiert. Dies betrifft sowohl kreiseigene Liegenschaften als auch private, gewerbliche und kommunale Gebäude.

Agrarsektor im Konzept nur unzureichend berücksichtigt

Besonders unzufrieden ist das Klimabündnis damit, dass das vorliegende Konzept kaum bis gar keine Aussagen zur Land- und Forstwirtschaft trifft. „Die Agrarwende ist für den Klimaschutz und die Erhaltung der Biodiversität, von großer Bedeutung“, macht Birgit Rinke von Gemeinsam Wirtschaften e.V. deutlich. Herr Pfuhl räumte hierauf ein, dass das Konzept den Agrarsektor nur reflektierend beleuchte. Dies hänge in erster Linie an den Fördervorgaben des Bundes, die diesen Themenbereich nicht als verpflichtenden Bestandteil von Klimaschutzkonzepten vorsehen und dem gleichzeitig sehr begrenzten Zeitfenster für die Konzepterstellung. Herr Pfuhl sicherte zu, den Agrarsektor zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen der weiteren Nachhaltigkeitskonzeption stärker in den Fokus zu nehmen.

Fortsetzung der Diskussion im neuen Jahr

Die Zeit reichte nicht aus, um alle Themen zu Ende zu diskutieren. So wurde vereinbart, sich am Dienstag, 11. Januar 2022 erneut zu treffen, um die Themen Mobilität und Gesellschaftlicher Wandel vertieft diskutieren zu können. Alle Interessierten können sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Teilnahme an dem digitalen Treffen anmelden.

Klimaschutzkonzept im Kreistag verabschiedet. Durchbruch für Veränderungen oder Papiertiger?

Am 15. November wurde das Klimaschutzkonzept im Kreistag des Kreises Bergstraße verabschiedet. Das Klimabündnis Bergstraße lässt sich auf seinem nächsten öffentlichen Monatstreffen am 23. November 2021 von dem Klimaschutzmanager des Kreises Reiner Pfuhl das Konzept vorstellen, um anschließend darüber zu diskutieren.

Mehr als 200 Seiten umfasst das Klimaschutzkonzept des Kreises Bergstraße, das vom dafür neu eingestellten Klimaschutzmanager Reiner Pfuhl in akribischer Fleißarbeit zusammengestellt wurde. Das engagierte und ernsthafte Bemühen eine Art Fahrplan zur Klimaneutralität in allen Lebensbereichen zu erstellen, ist dem Autorenteam keineswegs abzusprechen. Auch das Klimabündnis Bergstraße war an der Erarbeitung des Dokumentes beteiligt und hat sich –soweit möglich- mit Anregungen eingebracht.

„Was jetzt auf dem Tisch liegt ist der Auftakt für eine wahre Mammutaufgabe, die nun schnelle und weitreichende Klimaschutzmaßnahmen imkommunalen, privaten und gewerblichen Bereich erfordert“, sagt Otto Merkel, Mitglied des Orga-Teams. Denn noch sind die vorliegenden 200 Seiten lediglich papiergewordene Absichtserklärungen. Die eigentliche Frage ist jedoch: Wie konkret sind die Maßnahmen und wie schnell kommt man auf dem vorgezeichneten Weg voran?

Mit dieser wichtigen Frage befasst sich das Klimabündnis auf seinem nächsten Monatstreffen am Dienstag, den 23. November 2021 ab 19.30 Uhr, welches per ZOOM-Videokonferenz stattfindet. Mit dem Klimaschutzmanager des Kreises Bergstraße, Reiner Pfuhl, freut sich das Klimabündnis einen Referenten gefunden zu haben, der einen fachlich fundierten Überblick über das Konzept geben und anschließend für Fragen zur Verfügung stehen wird. Wer an dem digitalen Treffen teilnehmen möchte, kann sich formlos per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden. Die Zugangsdaten werden kurz vor der Sitzung verschickt.

November 2021: Erster Entwurf eines Klimaschutzkonzeptes für den Kreis vorgestellt zur 5. Sitzung des Nachhaltigkeitsbeirates des Kreises Bergstraße

Der Nachhaltigkeitsbeirat des Kreises Bergstraße kam Ende September unter dem Vorsitz von Landrat Engelhardt zu einem Meilenstein in punkto Klimaschutz für den Kreis Bergstraße zusammen: Der Entwurf eines regionalen Integrierten Klimaschutzkonzepts sowie ein dazugehöriger Maßnahmenkatalog mit über 100 vorgeschlagenen Projekten und ein Energie-Vergleichsmaßstab für die kreiseigenen Liegenschaften wurde vorgelegt und diskutiert. Damit wird ein durch den Kreistag formulierter Auftrag aus dem Jahr 2019 erfüllt, der festgelegt, dass der Kreis Bergstraße sich dafür einsetzt, die im Pariser Klimaabkommen sowie die in der UN-Agenda 2030 festgelegten Ziele, im Rahmen seiner Möglichkeiten zu unterstützen. Unter einer breiten Beteiligung von mehreren Arbeitsgruppen wurde das Integrierte Klimaschutzkonzept innerhalb eines Jahres erarbeitet und dem Nachhaltigkeitsbeirat nun vom Klimaschutzmanager des Kreises, Reiner Pfuhl, vorgestellt. Die Kosten der Projekte und Maßnahmen werden aktuell auf bis zu 200 Millionen Euro beziffert. Die Beteiligten waren sich einig, dass Bund und Land Hessen die Haupt-Kosten hierfür übernehmen müssten. "Der Klimaschutz als aktuell drängendste Aufgabe, darf nicht primär zu Lasten der Wirtschaft in der Region und der Kommunen gehen", betonte auch Landrat Christian Engelhardt.
Eine Umfrage, bis wann der Kreis Bergstraße beziehungsweise die Kreisverwaltung klimaneutral sein soll, ergab es ein sehr divergierendes Bild. Die Ziele von Bund und Land sehen aktuell eine Klimaneutralität bis 2045 vor. An diesem grundsätzlichen Ziel orientierte sich auch der Kreis und damit auch das vorgelegte Konzept. "Die Zielsetzung der Klimaneutralität ist äußerst ambitioniert. Hierzu wird es notwendig sein, dass das Handeln aller Akteure umsetzungsorientiert und effizient ist", so Landrat Engelhardt.

Klimaschutzkonzept Kreis Bergstraße: Durchbruch für Veränderungen?

Am 15. November wurde das Klimaschutzkonzept im Kreistag des Kreises Bergstraße verabschiedet. Klimaschutzmanager des Kreises Reiner Pfuhl stellte im November das Konzept vor. Das engagierte und ernsthafte Bemühen eine Art Fahrplan zur Klimaneutralität in allen Lebensbereichen zu erstellen, umfaßt über 200 Seiten. „Was jetzt auf dem Tisch liegt ist der Auftakt für eine wahre Mammutaufgabe, die nun schnelle und weitreichende Klimaschutzmaßnahmen imkommunalen, privaten und gewerblichen Bereich erfordert“, sagt Otto Merkel, Mitglied des Orga-Teams Klimabündnis Bergstraße. Denn noch sind die vorliegenden 200 Seiten lediglich papiergewordene Absichtserklärungen. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Infos: das integrierte Klimaschutzkonzept finden Sie im Anhang oder unter: https://www.vision.kreis-bergstrasse.de/dialoge/nachhaltigkeit-und-ziele#uip-1

Interessante downloads: https://www.vision.kreis-bergstrasse.de/dialoge/nachhaltigkeit-und-ziele

Agri-Photovoltaik – neuer Leitfaden: Auf Ackerflächen Ökostrom und Gemüse ernten https://www.energiezukunft.eu/erneuerbare-energien/solar/auf-ackerflaechen-oekostrom-und-gemuese-ernten/

Klimabündnis Bergstraße
Birgit Rinke - Peter Castellanos - Otto Merkel
Ahornstraße 15 | 64625 Bensheim
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