Altes Handwerk stirbt aus - im Museum bleibt es lebendig! Vom Spinnen und Seilern

Im Aprilheft 2021 lesen Sie über die Arbeit von Regierungsvermessungsrat Philipp Buxbaum (1879-1962). Bei der Recherche stieß ich auf einen anderen Philipp Buxbaum: Seminarlehrer in Bensheim (1843-1918). Auch über ihn gibt es viel Interessantes zu erzählen. Im Ruhestand widmete er sich der Dichtung und Volkskunde. Ein getreues Abbild des Odenwälder Volkslebens, eine Landes- und Volkskunde wollte er so entwerfen. Zahlreiche Gespräche mit Bauern oder Förstern lieferten ihm genügend Material. Eines seiner Bücher heißt "Hauswirken".

Unter dem Titel "unterwegs im Geo-Naturpark: Landschaft, Menschen, Eindrücke" gibt es virtuelle Führungen auf Youtube: z.B. in die Grube Marie in der Kohlbach bei Weinheim-Hohensachsen mit Jochen Babist und der AG Altbergbau Odenwald; „unter Tage in die Grube Marie“ entführt Babist in eine märchenhafte Welt mit einem sehr spannenden, geologischen Hintergrund.

Dabei erfährt man mehr über die damalige Bleigewinnung, die Werkzeuge der Bergleute und welche Rolle Fledermäuse noch heute in der Grube Marie spielen. Die alte Bergbauanlage war Geotop des Jahres 2017.
YouTube: „Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald“ https://www.youtube.com/channel/UC_2DneNASdIkvi5b2bs-8Rg

Das Geotop des Jahres 2017 ehrt zusammen mit der Grube Marie bei Weinheim-Hohensachsen die AG Altbergbau Odenwald und die Bergbauregion um Weinheim und Hirschberg, wo es zahlreiche Zeugen der Vergangenen Schatzsuche nach Silber, Blei, Kupfer und anderen Erzen und Mineralien gibt. Die AG Altbergbau Odenwald bietet Spezialführungen im Großsachsener Revierteil an, und auf eigene Faust lassen sich fast 20 sehenswerte Punkte entdecken, die Einblick in die spannende Geologie des vorderen Odenwaldes und die noch viel spannendere Geschichte des Bergbaues bieten.
Von Mai bis September kann der Tagstollen der Grube Marie an mehreren Terminen besichtigt werden, Infos: Stadt Weinheim 06201-592823, für Gruppenführungen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 0170- 2121541 (J. Babist) 06201-163 28 (M. Storm), http://bergbau-odenwald.de/grube%20marie.htm

Lesen Sie dazu auch:

 

Kupfer-, Blei- und Silberbergbau

Auf Schatzsuche unter der Erde - Marmorit bei Auerbach und andere unterirdische Sehenswürdigkeiten

Die heilige Barbara in der Grube Marie in der Kohlbach; Schutzheilige der Bergleute... (Foto M. Hiller)

Weitere Fotos aus der Grube finden Sie hier!

Der Geopunkt Lautertal-Schannenbach dokumentiert in eindrucksvoller Art und Weise die Geologie und den Natursteinabbau am Krehberg. Seit über 100 Jahren wurden Natursteine am Krehberg bis in die 1960er Jahre abgebaut, gebrochen und für Bauwerke, Wege, Grabstätten und Gemeinschaftsanlagen eingesetzt. Damit dem Besucher der Betrieb, die Materialverwendung sowie Werkzeuge und Bearbeitungsspuren an Rohlingen mit der farblichen Vielfalt des Materials anschaulich vermittelt werden kann, wurde bei der Ausführung und Gestaltung der Fläche die „Zeitzeugen“ Leonhard Arnold (Steinbruchbetreiber), Adolf Gemmer (Sprengmeister) und Heinz Gehbauer (Maurermeister in der fünften Generation) vom Projektleiter eng eingebunden. Dargestellt und dokumentiert sind zum Themenbereich „Natursteinabbau“ Rohlinge mit Bearbeitungsspuren zu Spreng- und Spaltvorgang, Verwendung des Materials an Gebäuden sowie der Transport in der Zeit des Abbaubetriebes. 

Aus Anlass der Fertigstellung des Geopunktes überreichte Fr. Dr. Benker als Vorsitzende des VVS als Dank Präsente, u.a. den von Wolf Nevermann fotografisch gestalteten Jahreskalender des Verschönerungsvereins.

Weitere Infos zum Geopunkt sind auf der Homepage www.schannenbach.de zu finden oder auf diesen Seiten: https://www.dblt.de/index.php/freizeit-kultur/lokales/2314-schannenbach-geopunkt-fertiggestellt.html.

Foto von links nach rechts: Reiner Rößler (Projektleitung, Schannenbach), Heinz Gehbauer (Maurermeister, Seidenbuch), Dr. Nathalie Benker (Vorsitzende Verschönerungsverein Schannenbach), Leonhard Arnold (Steinbruchbetreiber, Steinmetz, Mittershausen-Scheuerberg), Adolf Gemmer (Sprengmeister, Abbaubetreiber, Seidenbuch)
Text: Reiner Rößler, Foto: Wolf Nevermann

Lorscher Freilichtlabor startet Anbau alter Getreidesorten – Emmer und Urroggen für mehr Vielfalt auf den heimischen Äckern

Das zur UNESCO Welterbestätte Kloster Lorsch gehörende Experimentalarchäologische Freilichtlabor Lauresham hat einen großangelegten Anbauversuch mit alten Getreidesorten in der Lorscher Gemarkung gestartet. Mit Unterstützung der Landwirte Matthias und Simon Helmling wurde auf einer Fläche von einem Hektar sowohl Emmer ausgesät als auch Waldstaudenroggen, der auch „Urroggen“ genannt wird. Beide Sorten werden in ganz Deutschland kaum noch angebaut.

Der Leiter des Freilichtlabors, Claus Kropp, teilte am Freitag, den 4. Dezember 2020, mit, dass sein Team damit nicht nur die Kultivierung alter, robuster Sorten fördern wolle, sondern mit den zu gewinnenden Produkten bereits weiterführende Pläne habe. So soll der Roggen nicht nur für leckeres Laureshambrot sorgen. Sein langes Stroh werde auch zum Decken eines neuen Hauses im frühmittelalterlichen Modelldorf des Freilichtlabors verwendet. Auch der Emmer, eine Weizenart, würde später in dieser Weise weiterverarbeitet. Das Freilichtlabor strebe Kooperationen mit dem regionalen Bäckereihandwerk an.

Für das neu entstandene Getreidefeld kann das Freilichtlabor die Fläche im Ehlried nutzen, auf der ursprünglich der Neubau der Schön Klinik Lorsch geplant war. „Wir danken der Schön Klinik für diese wichtige Unterstützung unserer wissenschaftlichen Arbeit und zugleich der Vielfalt von Kulturpflanzen“, so Kropp. Bis zum Sommer 2021 wird die Ackerfläche nun ökologisch bewirtschaftet. Es ist vorgesehen, bei der Ernte die Zugochsen des Freilichtlabors einzusetzen. Informationstafeln entlang des Radweges sollen in den kommenden Wochen über das neue Projekt informieren.

Foto: SG, Infos: https://www.kloster-lorsch.de/lauresham0/rundgang0/fruehmittelalterlicher-ackerbau/

 

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Amorbach liegt im östlichen Odenwald und ist vom Felsenmeer aus in einer guten Stunde (60km) über die Nibelungenstraße B 47 erreichbar. Die Stadt bietet zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten und Führungen an: Abteiführung mit Klosterbibliothek - eine der schönsten des 18. Jahrhunders mit 30.000 Bänden, Altstadtrundgang, Templerhaus - ältestes Fachwerkhaus Bayerns, Amorbach im Schein der Laternen, Kinderführung z.B. für Kindergeburtstage, Mühlenrundgang, Gotthardsruine, Kapelle Amorsbrunn und viele mehr.

In der Fürstlichen Abteikirche finden regelmäßig Konzerte statt. Die Barockorgel der Abteikirche wurde 1782 von den Gebrüdern Stumm aus Rhaunen-Sulzbach gebaut.

Auf dem Gotthardsberg zwischen Amorbach und Weilbach liegt die Gotthardsruine mit weitem Blick in die Landschaft. Die ehemalige Burgkapelle liegt an der Stelle einer - vermuteten - Lärmfeuer-Signalstation der Römer und wurde 1138 dem heiligen Gotthard geweiht. Im Bauernkrieg brannte 1525 alles nieder. Hundert Jahre später baut der Amorbacher Benediktinerabt die Ruine als Kirche auf, jedoch brannte sie 1714 wiederum nieder, durch Blitzschlag. Bei Grabungen 2016 wurde hier neben einer Destillieranlage aus der Klosterapotheke und Resten verschiedener Kräutern und Essenzen sogar eine Glasperle aus Aleppo gefunden.
Als man die Grabung verschloß, wurde auch Müll des 20. Jahrhunderts mit eingegraben - für nachfolgende Archäologenteams.

In der Nähe von Amorbach liegt Hettingen, wo beim Forsthaus ein gigantischer Wasserbehälter erbaut wurde, der an der Fernwasserversorgung Rheintal 20.000 m3 Bodenseewasser für Frankfurt speichern kann. Hier führt auch der Dolinenlehrpfad entlang. Dolinen sind Erd-Einbrüche durch unterirdische Auswaschungen im Karstboden.

Infos:
www.amorbach.de
www.tourismus-odenwald.de
www.fuerst-leiningen.de

M. Hiller

Zur Eröffnung im Juni 2020 sang die Sängerin Eva Wilcke, "Der Astronaut muß weiter" und am Schluß wurden weiße Luftballons für die Seelen der verstorbenen Kinder in die Luft entlassen.
http://wunder-wald-töne.de
 
Diese Betriebe haben die Einrichtung des Hirschpfades unterstützt:
  • Auto Schwerer GmbH, Alt-Hoxhol 32, 64397 Modautal
  • Bärens – Kramer Bedachungs GmbH, Jochartweg 6, 64405 Fischbachtal
     
  • Florian Gesundheitszentrum, Nibelungenstraße 707 – 709, 64686 Lautertal – Gadernheim
     
  • L. Dude & Co OHG Quarzwerk Reichenbach, Nibelungenstraße 139, 64686 Lautertal
  • Reimund's Backstube GmbH, Gadernheimer Straße 8, 64397 Modautal
     
  • Sägewerk Gehrisch GmbH, Alt – Hoxhol 6, 64397 Modautal

In Zusammenarbeit des Vereins Neunkirchner Steine e.V. mit dem Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald ist mit dem „Hirschpfad“ nun ein Wanderweg der besonderen Art entstanden.

An verschiedenen Stationen wird man dazu eingeladen, sich mit den unterschiedlichen Perspektiven der großen Themen „Kommen und Gehen, Leben und Tod“ zu befassen.

Eröffnung des Hirschpfades am Sonntag, den 21. Juni 2020 um 14:00 Uhr am Quelltopf der heiligen Quelle in Modautal/Neunkirchen

Auf 5,6 Kilometern Länge erstreckt sich der „Hirschpfad“ um die Neunkircher Höhe. Er beginnt an der heiligen Quelle und endet im Garten der St. Cosmas und Damianskirche.
„Der Mensch muss wieder nach unten mit den Tieren, mit den Pflanzen, der Natur und nach oben mit den Engeln und Geistern in Beziehung treten.“ (Joseph Beuys)
Der Weg, der beginnt und endet, darf als Analogie unser aller Endlichkeit betrachtet werden. Der Wanderweg als Rundweg angelegt, endet doch nicht am selben Ort, an dem er beginnt. Er lässt damit Raum sich auch mit dem Zustand zwischen Ende und Anfang zu befassen.

Der Hirsch(kopf) beschreibt die Form des Weges und darf innerer Begleiter der Wandernden sein. In seiner Symbolik der immer währenden Erneuerung, der Widerstandsfähigkeit und der Wachstumskraft der Seele scheint er der passende Beistand, um sich den beiden großen Themen Leben und Tod zu widmen.
Entlang des Weges werden die Wandernden immer wieder von Stationen empfangen, die einen Blick auf die Veränderlichkeit und Vergänglichkeit des Lebens freigeben.
Eingebettet in die Zyklen der Natur unterliegt auch der Weg natürlichen Veränderungsprozessen, die uns zu unterstützen vermögen, uns eingebettet in einen größeren Kontext zu begreifen. Diesem Gefühl der Anbindung, der Verbindung wohnt etwas zutiefst Kräftigendes und Tröstliches inne. Möglicherweise erleben wir über dieses Kräftige und Tröstliche der Natur ein großes Geschenk. Den Zugang zu unserem liebenden Herzen. Dieses liebende Herz macht möglicherweise keinen Unterschied zwischen „hier und dort“ und wir können uns vertraut machen mit der Idee, einen tiefen Verlust mit all unserer Liebe in unser  Leben zu integrieren.

Tipp: der Wanderweg ist durch seine Höhenmeter für „Ungeübte“ durchaus anspruchsvoll. Planen Sie bitte Zeit für Pausen ein. Eine Decke oder ein kleines Kissen und evtl. ein kleines Vesper sind von Vorteil.

Verein Neunkirchner Steine e.V. http://neunkirchner-steine.de/

Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald www.geo-naturpark.de

www.europeangeoparks.org

 

Das erste Video vom Steineversteher Jochen Babist zum Thema „Die Steinmauer an der Juhöhe“ ist nun auch auf Youtube verfügbar. Darin gehen wir auf Antwortsuche zu der Frage: Was verbirgt sich hinter dem Gemarkungsnamen „Steinmauer“ bei Heppenheim? - Etwa ein archäologischer Fundplatz, eine Römersiedlung, oder einfach nur eine alte Begrenzungsmauer? Dieser Frage gehen wir auf den Grund und begleiten den „Steineversteher“ des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald ins Gelände. - Mit überraschenden Ergebnissen.... aber sehen Sie selbst!
www.youtube.com/watch?v=TdhDxE71dp8

 

Juli 2021: der Modautaler Mundartweg macht in Hessen Schule

Fritz Ehmke schickte der Durchblick-Redaktion einen Artikel aus dem Weilburger Tageblatt, den wir hier nicht zeigen dürfen. Wir setzen stattdessen einen Link dorthin: https://www.mittelhessen.de/lokales/limburg-weilburg/mengerskirchen/eine-neue-attraktion-fur-mengerskirchen_24099178

In Mengerskirchen wurde im Juli ein Mundartweg mit Babbelbox eröffnet. Erfinder Fritz Ehmke aus Lützelbach reiste natürlich mit seiner Frau Dietlinde zur Einweihung an. "Der erste Schuhkarton der Welt, der babbeln kann" - so Ehmke. In Mengerskirchen babbeln am Knoten (oberer Parkplatz) und weiteren Standorten jetzt im ortsüblichen Dialekt Bürgermeister Thomas Scholz, Herbert Schuld vom Verein "Eine Welt für alle" und Ortsvorsteherin Juliana Loch. die Maienburg wird von Marlies Reiferth "bebabbelt". Sie findet es schade, daß der Dialekt immer mehr verloren geht. Allerdings legt man in der Westerwaldgemeinde Wert darauf, daß hier nicht gebabbelt, sondern geschwätzt wird.

17. Mai 2020 Beitrag von HIT- Radio FFH am 13 Mai mit Hörprobe Mundartkurs von Ludwig Götz

https://www.ffh.de/nachrichten/hessen/suedhessen/toController/Topic/toAction/show/toId/238761/toTopic/modautal-erster-mundartwanderweg-in-hessen.html?fbclid=IwAR2K6mok6zh5-ca09XgryWzGdYs6Pl69isPPUrZxUBB5rCpwuKdcekeEWXg

15. Mai 2020: großartige Beschreibung vom Modautaler Mundart-Wanderweg hier:

https://powerwalkers.de/odenwaelder-mundartweg/

Der erste Mundartwanderweg in Hessen!

29. April 2020 - Eine Premiere: Der Odenwaldklub und die Mundartfreunde Südhessen haben den ersten Mundartwanderweg in Hessen eingerichtet. Der schon bestehende Qualitäts-Wanderweg des OWK „Modautaler Uferweg (M)“, wurde dazu zu einem Mundart-Wanderweg erweitert. Als attraktive Freizeitgestaltung lädt dieser Wanderweg zu einem Spaziergang für Personen ein, die gerade in dieser Zeit alleine, mit Partner oder Familie unterwegs sind. Die 12 km lange Streckenwanderung bietet neben anderen einen herrlichen Panoramablick in das Rhein-Main-Gebiet. Der Weg führt durch schöne Wälder und idyllische Bach-Auen entlang des Flüsschens Modau. Auf dieser Strecke wurden sieben Abhörstationen eingerichtet. Auf Tafeln/ Schildern ist ein QR-Code angebracht, damit kann man mit einem Smart-Phone Ansagen bzw. Lieder von heimischen MundArtisten abhören.

Franz Zoth und Manfried Hering vom Odenwaldklub haben mit Fritz Ehmke, dem Vertreter der Mundartfreunde Südhessen, diese Idee angestoßen und umgesetzt. Jörg Lautenschläger, Bürgermeister von Modautal und stellvertretender Gesamt-OWK-Vorsitzende begrüßt die Wanderer im heimischen Zungenschlag. Pfarrer Ottmar Arnd babbelt Wissenswertes über die Kirche am Abhörpunkt Parkplatz Neunkirchen. Ebenso kann der Busfahrplan für Rückfahrtmöglichkeiten abgerufen werden.

An insgesamt sieben Abhörpunkten sind jeweils informative und lustige Geschichten, Lieder von MundArtisten aus Modautal zu hören. Mundartkurse werden ebenso angeboten. Für Wanderer, die keinen Zugang zu dem QR-Code haben, können sich zunächst am Startpunkt auch über eine „Babbelbox“ informieren. Auf Knopfdruck können damit die Babbel- und Liedbeiträge angehört werden.

Betriebsbereit ist die Einrichtung ab Freitag, den ersten Mai. Das Vorhaben wurde unterstützt vom Land Hessen, Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Es ist weiterhin geplant, das Abhörprogramm von Zeit zu Zeit zu wechseln, damit sich auch weitere Mundart-Akteure aus Modautal präsentieren können.

Weitere Informationen unter: www.gebabbel-suedhessen.de  und  www.owk-ernsthofen.de

Im Onlinebrief 338 des Verschönerungsvereins Reichenbach können Sie die Beiträge von Station 1 in Neunkirchen anklicken und anhören! Begrüßung durch Bürgermeister Jörg Lautenschläger, die Vorstellung der Kirche Neunkirchen, Mundart Kurs Lektion 1 sowie die Lieder "Schäij wie dehoam" und "Mer sin all..." hören Sie hier.

6. März 2020

Der Odenwaldklub und die Mundartfreunde Südhessen richten einen Mundart-Wanderweg ein. Der schon bestehende Qualitäts-Wanderweg des OWK „Modautal er Uferweg (M)“, wird dazu zu einem Mundart-Wanderweg erweitert. Dieser attraktive Wanderweg bietet eine abwechslungsreiche 12 km lange Streckenwanderung mit einem herrlichen Panoramablick in das Rhein-Main-Gebiet. Er führt durch schöne Wälder und idyllische Bach-Auen entlang des Flüsschens Modau. Auf dieser Strecke werden sieben Abhörstationen eingerichtet. Auf Tafeln/ Schildern ist ein QR-Code angebracht, damit kann man mit einem Smart- oder i-Phone Ansagen bzw. Lieder in der heimischen Mundart abhören sowie Bilder anschauen. Franz Zoth und Manfried Hering vom Odenwaldklub hatten sich deshalb mit dem Vertreter der Mundartfreunde Südhessen, Fritz Ehmke, getroffen und diese Idee angestoßen. Jörg Lautenschläger, der Bürgermeister von Modautal und stellvertretende Gesamt-OWK-Vorsitzende begrüßt die Wanderer im heimischen Zungenschlag. An insgesamt sieben Abhörpunkten sind informative und lustige Geschichten, Lieder von MundArtisten aus Modautal zu hören. Mundartkurse werden ebenso angeboten. Für Wanderer, die keinen Zugang zu dem QR-Code haben, können sich zunächst am Startpunkt auch über eine „Babbelbox“ informieren. Auf Knopfdruck können damit die Babbel- und Liedbeiträge angehört werden.

Die Vorstellung des Mundartwanderweges ist zur Eröffnung der Wandersaison am Sonntag, den 26. April 14:00 Uhr am höchst gelegen Apfelbaum in Neunkirchen geplant. Das Vorhaben wird unterstützt vom Land Hessen, Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Es ist weiterhin geplant, das Abhörprogramm von Zeit zu Zeit zu wechseln, damit auch weitere Mundart-Akteure aus Modautal sich präsentieren können. Bewerbungen an: Fritz Ehmke Tel.: 06254 2830, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Text: Fritz Ehmke, Manfried Hering 06.03.2020

Infos: https://www.gebabbel-suedhessen.de/wanderweg/

 

Zwischen Wald-Michelbach und Mörlenbach fährt seit August 2013 die Solardraisine auf der denkmalgeschützten Überwaldbahnstrecke. Sie wurde eigens für diese Strecke als touristisches Vehikel von der Firma Mühlhäuser in Michelstadt (sie bauen Tunnelbaumaschinen, unter anderen die TBM für den 17km langen Gotthardtunnel!),  entwickelt und sichert so den Erhalt der wunderschönen Strecke, die andernfalls hätte abgebaut werden müssen.

Wer kann schon wissen, ob nicht eines Tages vielleicht eine Museumseisenbahn mit Dampflok auf der Strecke fahren möchte. Bis dieser Traum in Erfüllung geht,läd die wunderschöne Strecke über 11 Kilometer mit drei Viadukten und zwei Tunnels (inklusive Tunnelhex!) zur Draisinenfahrt ein. Und was das Beste ist: dank der Energie aus der Sonne muß man sich nicht abstrampeln wie etwa bei der Bergfahrt zwischen Altenglan und Staudernheim im Hunsrück. Mühelos und entspannt könne man durch die Unterstützung des Elektroantriebs fahren, so steht zu lesen.

Für die Draisinenbahn wurde die Strecke grundsaniert. Gebaut worden war sie zwischen 1898 und 1901, um den abgelegenen Überwald von Weinheim aus zu erschließen. Dort gab es bereits eine Eisenbahn bis Fürth und eine Zweigstrecke bis Wahlen. Diese Wahlener Strecke war vor allem als Güterstrecke für die Coronet-Werke wichtig. Nach deren Wegzug und letztlich Schließung wurde die Strecke immer weniger genutzt und verfiel. 1994 fuhr der letzte Güterzug, die Bahn baute ruckzuck die Mörlenbacher Weiche aus und verkaufte den Bahnhof an Privat. Das war das Aus für die Bahnstrecke, für private Bahnbetreiber wie eine Museumsbahn gab es damit keine Chance mehr. Und das obwohl bekanntermaßen fast alle privaten Museumsbahnen tiefschwarze Zahlen schreiben im Gegensatz zur Bahn! Schließlich wurde auf dem abgebauten Streckenstück ein Fahrradweg angelegt. Immer wieder versuchte man, die Odenwald-strecken für den Personenverkehr wiederzubeleben, auch an eine Museumsbahn dachte man, aber letztlich wurde dann die Draisinenbahn gebaut, und die ist ja auch ein Super Ausflugsziel. In einer Draisine können sechs Leute mitfahren. Infos und Buchung hier!

Beides gab es in Groß Umstadt - Wein gibt es noch immer!

Als "Kleine Bergstraße" wird die Odenwälder Weininsel um Groß Umstadt bezeichnet, denn die hier angebauten Weine gehören zur Bergstraße. Hier, im kristallinen Grundgebirge des Odenwaldes, wachsen mitten im umgebenden unfruchtbaren Buntsandstein hervorragende Rot- und Weißweine. Zusätzlich hebt eine angewehte Lößschicht die Bodenqualität.