Kreis Bergstraße stellt Wasserstoffstrategie für den Kreis vor / Leuchtturmprojekte wie Wasserstofftankstelle, Brennstoffzellenbusse sowie Müllfahrzeuge mit Wasserstoffantrieb

Wie können wir die großen Herausforderungen unserer Zeit meistern? Wie können wir schnellstmöglich Fortschritte bei der Energie- und Mobilitätswende erzielen? Ein Lösungsansatz hierfür liegt im Einsatz innovativer Technologien – wie zum Beispiel Wasserstoff. Auch der Kreis Bergstraße beschäftigt sich mit diesem Thema und beauftragte im vergangenen Jahr das Ingenieurbüro EMCEL mit dem Erstellen einer Wasserstoffstrategie für den Kreis. Die Ergebnisse dieser Strategie stellte Landrat Christian Engelhardt nun der Öffentlichkeit vor.

Was tun gegen die Asiatische Tigermücke? Das Insekt wird immer wieder auch im Kreis Bergstraße nachgewiesen

Wie sieht sie aus? Fotos der asiatischen Tigermücke finden Sie hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Asiatische_Tigerm%C3%BCcke

Die Stechmücke paßt sich der Klimaveränderung an und kommt deshalb auch in unseren Breiten inzwischen an einigen Stellen vor. Das Umweltbundesamt verweist auf das Projekt Mückenatlas, bei dem jeder Interessierte seine Beobachtungen mitteilen kann. Dort gibt es eine Karte mit den Einträgen, aus welchen Regionen schon bestimmte Mücken eingeschickt wurden. Welche Krankheiten die Tigermücke überträgt, finden Sie auf den Seiten von Gesundheit.de. Dort erfahren Sie auch wie sich die Tigermücke in Deutschland verbreitet: Erstsichtung war 2007 auf einem Parkplatz an der Autobahn 5 in der Nähe der Schweizer Grenze. Seit 2014 etablieren sich auch größere Bestände der Tigermücke in Deutschland, besonders in Bayern und Baden-Württemberg sowie in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen.

Offene Wasserbehälter abdecken, ausleeren oder wöchentlich auffrischen

Hornissen stehen unter Naturschutz und dürfen nicht getötet werden. Wer ein Nest an seinem Haus oder auf dem Grundstück hat, muß dieses fachgerecht entfernen lassen.

Aber Hornisse ist nicht gleich Hornisse: während für die Europäische Hornisse absoluter Schutz gilt, soll die Asiatische Hornisse vernichtet werden, denn sie frißt die einheimischen Honigbienen. Das wichtigste ist daher, beide Arten unterscheiden zu können.

Die invasive Asiatische Hornisse stammt aus Südostasien und wanderte im Gepäck von Importlieferungen nach Frankreich ein und ist nun auch in Deutschland angekommen. Ulrich Rieckher vom NABU Beedenkirchen hat sie im letzten Sommer (2022) an seinen Bienenbeuten beobachtet. Die Insekten lauern vor der Bienenbeute auf pollenbeladene Bienen, die durch ihre schwere Tracht nicht so leicht ausweichen können.

Mit der nahrhaften Flugmuskulatur füttern die Asiatischen Hornissen ihre eigenen Jungen, verbreiten sich schnell und haben mehrere Königinnen. So können sie schnell vorrücken und sich ausbreiten. Wer seine Bienenbeuten im Herbst nicht schützt, so daß die Einfluglöcher frei zugänglich sind, riskiert auch im Winter Verluste durch die Asiatische Hornisse.

Rieckher schickte letzten Juli Fotos der Asiatischen Hornisse an das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG), daraufhin meldete sich ein ehrenamtlicher Mitarbeiter des Amtes und untersuchte einen ganzen Tag lang mit einem Kofferraum voller Gerätschaften die Sachlage. Mit einem Netz wurden möglichst große Exemplare gefangen, die sich mit einem kleinen Sender versehen lassen. Dazu muß das Tier mindestens 4,2g wiegen, die gefangenen waren jedoch zu klein und konnten mit dem Sender nicht starten. Sonst hätten sie Ulrich Riecker und Herrn Jahn zum Nest führen können. Dieser Sender hat eine 5cm lange Antenne. Je mehr die Raupe fressen kann, desto größer wird sie als Puppe und später als fertiges Insekt, als Imago.

Gerade jetzt im Frühjahr ist es wichtig, die Invasoren zu entdecken, ihre Nester und vor allem die Königinnen zu finden, die als Erste unterwegs sind.

Wie erkennt man die Asiatische Hornisse?

links: Asiatische Hornisse                                           rechts: Europäische Hornisse

Ihr auffälligstes Merkmal sind die gelben Füße. Alle anderen Merkmale (schwarze Brust und dunkler Hinterleib mit gelbem Band) lassen sie eindeutig erst im direkten Vergleich mit einer Europäischen Hornisse (rötliche Brust, rotbraune Beine, gelber Hinterleib mit dunklen Punkten) bestimmen. Das Nest der Asiatischen Hornisse ist birnenförmig mit seitlicher Öffnung, das der Europäischen Hornisse zylindrisch mit Öffnung unten.

Was tun, wenn man eine Asiatische Hornisse entdeckt?

Wer eine sieht, sollte sie fotografieren und beobachten, insbesondere versuchen das Nest zu entdecken. Das ist wichtig, damit die Fachleute das Nest entfernen können. Informationen können an das HLNUG gemeldet werden: Projekt "Den Hornissen auf der Spur" des HLNUG, dort gibt es für Sichtungen ein Meldeportal: https://meldeportal-hessen.multibasecs.de/CloudPages/136/AddBeobachtung.aspx?ID_Art=1051572&Type=M oder telefonisch bei Frau Katharina Albert 0641-20009517 (HLNUG).

Weitere Infos: das Institut für Bienenkunde und Imkerei an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim ist offiziell zuständig und erreichbar unter 0931-9801352.

Keine Angst vor Hormissen!

Das Brummen einer Hornisse klingt furchteinflößend, das Tier selbst ist jedoch relativ harmlos. Hornissen sind nicht aggressiv und stechen nur wenn sie sich in die Enge getrieben fühlen. Ihr Stich ist nicht schlimmer als ein Wespenstich (Allergiker sollten jedoch vorsichtig sein). Die einheimische Europäische Hornisse sorgt sogar dafür, daß Belästigungen durch Wespen unterbleiben, denn diese stehen auf ihrem Speiseplan. Ruhiges Beobachten stört Hornissen nicht.

Einfangen und Besendern durch den Fachmann

 Die Insekten-Waage

In diesem Röhrchen kann der Sender verletzungsfrei angehängt werden

Netz zum Fangen der Insekten

Hornisse mit Sender

Neues vom Bergsträßer BNE-Netzwerk: Ein Koffer für das Klima - Experimente machen Phänomene des Klimawandels erfahrbar / Neue BNE-Plattform im Internet

Kreis Bergstraße (kb). Das Bergsträßer Netzwerk für Bildung für nachhaltige Entwicklung (kurz BNE-Netzwerk) nimmt weiter an Fahrt auf. Erst kürzlich trafen sich die Mitglieder des Netzwerks wieder im Naturschutzzentrum Bergstraße in Bensheim. Dort sprachen die Teilnehmenden über die Ziele der gemeinsamen Netzwerkarbeit und entwickelten konkrete Projekte, die sie in diesem Jahr gemeinsam umsetzen wollen. Ein erster wichtiger Schritt hierbei ist das Erstellen einer gemeinsamen BNE-Plattform, auf der die Netzwerkpartner sich und ihre BNE-Angebote vorstellen. Diese Plattform ist nun für alle erreichbar unter www.kreis-bergstrasse.de/BNE. Dort können sich Bürgerinnen und Bürger darüber informieren, welche BNE-Angebote es im Kreis Bergstraße und darüber hinaus in den Nachbarregionen gibt. Denn: Im BNE-Netzwerk sind auch Partner aus dem Odenwaldkreis sowie aus dem Kreis Darmstadt-Dieburg vertreten. Zudem sind auf der Webseite alle BNE-Veranstaltungen der Netzwerkpartner in einem Veranstaltungskalender gebündelt. Die Vorstellung der Netzwerkmitglieder und deren Angebote werden in den nächsten Wochen und Monaten noch weiter ausgebaut, sodass sukzessive alle rund 30 Netzwerkpartner dort vertreten sein werden.

Wie voll sind die Bodenspeicher? Immer noch zu wenig Regen für den hessischen Wald

Volle Bäche und Flüsse und viele Tage Regen in weiten Teilen des Landes täuschen darüber hinweg, dass die tiefen Wasserspeicher unter unseren Wäldern immer noch nicht gänzlich wieder aufgefüllt sind. „Für die oberflächennahen Schichten hat der Niederschlag ausgereicht“, sagt Michael Gerst, Leiter des Landesbetriebs HessenForst und ergänzt „aber bis in einen Meter achtzig Tiefe fehlt das Wasser besonders im Norden und im Süden unseres Landes.“

Das ist vor allem für die größeren Waldbäume, deren Wurzeln tief in den Boden reichen, ein Problem. Eine ca. 140-jährige Buche verdunstet bis zu 400 Liter Wasser pro Tag, ein Buchenwald mit der Größe eines Fußballfeldes bis zu 80.000 Liter. „Eine Zeitlang kann ein vitaler Waldbaum ohne Wasser aushalten, aber die letzten Jahre waren insgesamt zu trocken“, sagt Gerst besorgt. „Deshalb arbeiten wir mit Hochdruck daran, den Waldumbau mit Baumarten voranzutreiben, die besser an die Zukunft angepasst sind.“

Am 4. März 2023 erreichte die Redaktion dieser Leserbrief von Rainer Handschuch:

Das Schannenbacher Moor steht seit 1975 unter Naturschutz, darüberhinaus würde es 2006 in das europaweite Schutzgebietsnetz Natura aufgenommen. Hingewiesen und beworben wird es aufgrund seiner überregionalen Bedeutung für den Erhalt von naturnahen Wäldern und Wiesen, seltener Schmetterlinge und Moose. Als Anwohner und Naturliebhaber, ich wohne seit nunmehr 25 Jahren in Schannenbach, konnte ich über die Jahre eine Entwicklung in der "Landschaftspflege" beobachten, die ich für unverhältnismäßig und mit dem Erhalt von ökologisch wertvollen Lebensräumen, nach meiner Einschätzung, als nicht vereinbar sehe.

Mutmaßliche Zerstörung von...
* Magerwiesen, Feuchtgebiete, Schilfgürtel
* Natürliche Bachläufe
* Schilfgebiete
* Bachauwàlder

..die vielen Arten als Lebensraum und Rückzugsgebiet dienen!
* Verdichtung und Zerstörung von ökologisch wertvollen Flächen
* unverhältnismäßiger Einsatz von schwerem Gerät
* Rundballenpressung von Schilfmaht

Photovoltaik für Lautertal: drei Flächen im Gespräch

Seit zwei Jahren befaßt sich die Gemeindeverwaltung mit der Möglichkeit, Flächen-Photovoltaikanlagen zur Gewinnung von Sonnenstrom einzurichten. Es liegen drei Angebote vor. Ein Privatanbieter in Elmshausen, einmal Awo-Wind und Energiegenossenschaft Odenwald für Flächen bei Staffel und Lautern sowie als Drittes die Energiegenossenschaft Starkenburg für Flächen um Raidelbach, Staffel und Beedenkirchen. Die sechs Standorte stehen nicht in Konkurrenz zueinander, können also alle realisiert werden.

Aktuelle werden die drei Angebote in den Gremien besprochen, um zwischen Anbietern, Grundstückseignern und Gemeinde Rechtssicherheit zu schaffen. Dies wird dann die Gemeindevertretung entscheiden. Danach folgt die Bauleitplanung mit der Unteren Naturschutzbehörde, hierfür hat Gemeindemitarbeiter Martin Erber bereits acht wichtige Kriterien erarbeitet. Bürgermeister Heun legt dabei Wert darauf, daß die Bevölkerung beteiligt wird, beispielsweise über vergünstigten Stromeinkauf, und daß für die Gemeinde ein Mehrwert entsteht.

Geopark im Dialog mit NaBioKom zum Interessenausgleich im Wald: Privatwaldbesitzer herzlich willkommen

Das NaBioKom-Projekt wurde im Herbst 2022 gestartet und hat zum Ziel, den Dialog zwischen Naturschutz und Forstwirtschaft zu fördern, um den vielfältigen Ansprüchen an den Wald und seine Nutzung gerecht zu werden. Im Januar gab es dazu eine Arbeitssitzung unter dem Thema "Welche Aufgaben können Naturparke und Biosphärenreservate beim Dialog und Interessenausgleich im Wald übernehmen?" Teilnehmer waren neben den UNESCO Global Geoparks Maria Romero-Martin vom Klimaschutzteam der Stadt Bensheim und Ralph Baumgärtel vom Umweltbildungszentrum Schatzinsel-Kühkopf (und Mitarbeiter bei Hessen Forst).
Der UNESCO Global Geopark Bergstraße-Odenwald gehört gemeinsam mit dem Naturpark Kellerwald-Edersee und den Biosphärenreservaten Rhön und Thüringer Wald zum Projektteam. Die Leitung liegt beim Institut für Ländliche Strukturforschung e.V (IfLS) aus Frankfurt. Gefördert wird NaBioKom von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).
Die projektbegleitende Arbeitsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern aus Verbänden, Verwaltungen, Interessengemeinschaften und Forschung der Forstwirtschaft und des Naturschutzes berät das Projektteam.
Dass in Naturparken und Biosphärenreservaten an eine gute Zusammenarbeit mit verschiedenen Interessengruppen angeknüpft werden kann, stand außer Zweifel. Das Thema bietet großes Potenzial. Naturparke und Biosphärenreservate könnten nach erster
Einschätzung der Arbeitsgruppe hier Aufgaben bei der Information, Aufklärung und Vernetzung sowie als Plattform für den Dialog übernehmen. Außerdem hoben die Mitglieder der Arbeitsgruppe hervor, dass in den Prozessen auch ehrenamtliche Akteure und private Waldbesitzende mitgenommen werden sollten. Weitere Informationen: https://www.ifls.de/referenzen/nabiokom/

Öffnet die Spritzbücher der Landwirtinnen und Landwirte! das fordert Katharina Schmitz im aktuellen GEO (02/2023). Diese Spritzbücher müssen von Landwirten geführt werden, darin werden sämtliche eingesetzten Spritzmittel vermerkt, also Herbizide, Fungizide, Insektizide, Düngemittel. Wo wann und in welcher Menge sie ausgebracht werden. Aber nur die Landwirtschaftskammern haben Einblick in diese Spritzbücher.

Forscher könnten aus regionalen Artenvorkommen sowie deren Verschwinden einen Bezug herstellen, wenn die Ausbringung von oben genannten Mitteln bekannt wäre. Dann ließe sich formulieren, welche Mittel für welche Effekte verantwortlich sind, und es ließen sich Modelle entwickeln, um sid verträglicher einzusetzen.

Ein Kommentar...

Eine 18-jährige Schülerin erklärt uns, wie brisant die Klimakrise ist: Hannah Ferber mit dem Thema "Ist die Klimakrise eine individuelle Krise?"

  • Temperaturanstieg seit 1881: 1,6 Grad
  • Meeresspiegel Cuxhaven seit 1843 um 42cm gestiegen
  • Vegetation ist heute drei Wochen früher dran als 1961
  • Starkregen und Winterniederschläge nehmen zu, Schneetage nehmen ab
  • Bis 2050 wird mit bis zu 5 Mrd. Klimaflüchtlingen aus dem globalen Süden (zu dem Australien / Neuseeland nicht mitgezählt wird) gerechnet
  • Der Meeresspiegel stieg in den letzten 100 Jahren um 17cm
  • Jährlich sterben 20-25.000 Tierarten aus - lesen Sie dazu auch: Fast 160 Tierarten sterben täglich aus... aus dem Jahr 2018
  • Hitzetote nehmen zu, denn alte Menschen trinken nicht genug - demographischer Wandel

Wir Älteren wissen das alles schon seit 50 Jahren, seit der Bericht des Club of Rome "Grenzen des Wachstums" veröffentlicht wurde. Bereits damals wurde gesagt, daß wir genau jetzt vor genau den aktuellen Problemen stehen würden. Geschehen ist jedoch sehr wenig in diesen 50 Jahren. Infos über den Bericht finden Sie hier: https://www.1000dokumente.de/index.html?c=dokument_de&dokument=0073_gwa&object=pdf oder ausführlich auch bei Wikipedia mit Literaturhinweisen

50 Jahre gehen sehr schnell vorbei: das haben wir gesehen, als wir merkten daß die Warnungen des Club of Rome (die Grenzen des Wachstums) schon so lange her sind ohne daß sich wirklich viel geändert hat. Es sind zwei Generationen für uns Menschen - aber was ein einzelner Mensch in kurzer Zeit schafft, ist für Gesellschaften offenbar nicht zu schaffen: notwendige Veränderungen zu vollziehen.

Wenn die Gemeinde Lautertal sich dafür entscheidet, knapp 100 Hektar Waldfläche aus der Nutzung zu nehmen und mit der Wohlleben Waldakademie in Naturwald zu verwandeln, dann tut sie das NUR für die nächsten 50 Jahre. Für eine Entwicklung zum Naturwald ist das ein viel zu kurzer Zeitraum. Was geschieht nach 50 Jahren? Hurra hurra im Odenwald ist Holzauktion?

Auf der anderen Seite erfordert es Mut, sich für 50 Jahre an eine GmbH zu binden.*

Attachments:
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Ab Januar 2023 neue Anlieferungsgebühren auf den Kompostierungsanlagen / Moderate Preisanpassung für Bauabfälle

Viele Jahre konnten die Anlieferungsgebühren für Grüngut auf den fünf Kompostierungsanlagen im Landkreis Darmstadt-Dieburg stabil gehalten werden. Insbesondere vor dem Hintergrund der allgemeinen Teuerung in den letzten Jahren und des aktuell gravierenden Anstiegs der Kosten für Energie, Materialien und Dienstleistungen wurden die Gebühren und Tarife ab 2023 neu kalkuliert. Weiterhin kostenfrei bleibt die private Anlieferung von Grüngut im Handwagen oder Pkw-Kofferraum durch die Bürgerinnen und Bürger. Wer sein Grüngut im Anhänger bringt, bezahlt künftig bei einem zulässigen Gesamtgewicht bis 1,5 t pauschal 4,00 Euro. Größere Mengen Grüngut und gewerbliche Anlieferungen beispielsweise in Anhängern mit mehr als 1,5 t, Pritschenwagen, (Klein-)Transportern, Lkw und landwirtschaftlichen Fahrzeugen werden verwogen und mit 49,50 € pro Gewichtstonne zuzüglich Mehrwertsteuer abgerechnet. Die Preise für die auf den fünf Kompostierungsanlagen in Alsbach-Hähnlein, Eschollbrücken, Wembach-Hahn, Weiterstadt und Semd erzeugten und verkauften Produkte wie Biokompost, Gartenerde und torffreie Blumenerde bleiben hingegen weitgehend unverändert – lediglich Rindenmulch und torffreie Blumenerde verteuern sich leicht für Großabnehmer ab 1m3. Als Service werden auf allen Anlagen auch stabile Papiersammelbeutel und Vorsortiergefäße für die Küche zu niedrigen Preisen angeboten.

Bedingt durch gestiegene Energie-, Transport- u. Verwertungskosten sind die Wertstoffhöfe und Bauabfallsammelstellen im Landkreis Darmstadt-Dieburg gehalten, die Gebühren einiger Fraktionen ab 01.01.2023 moderat anzupassen. In den vorausgegangenen drei Jahren konnten trotz teils schon steigender Verwertungskosten die Preise noch stabil bleiben. Sämtliche Annahmestellen und deren Öffnungszeiten sind auf der Website des ZAW Zweckverband Abfall- und Wertstoffeinsammlung für den Landkreis Darmstadt-Dieburg unter zaw-online.de zusammengestellt. Örtliche Informationen sind im aktuellen Abfallkalender abgedruckt.

Die neuen Gebühren im Überblick:

  • A (Bauabfall brennbar): 6,50 €/100 Liter

  • B1 (Bauabfall sperrig, überlang + Gipskarton): 8,50€/100 Liter

  • B2 (Bauabfall gemischt, mineralisch + Flachglas): 17,50€/100 Liter

  • C (Bauschutt aus schweren Baumaterialien, z.B. Beton + Steine): 6,50€/100 Liter

  • D (Bauschutt aus leichten Baumaterialien, z.B. Porenbeton): 8,50€/100 Liter

  • E (Altholz unbehandelt/leicht behandelt): 3€/100 Liter

  • F (Altholz stark behandelt/imprägniert): 5€/100 Liter

  • G (Metallschrott): 0€/100 Liter

21.12.2022 Aus Da-Di-Werk/Umweltmanagement wird ZAW

Zum Ende des Jahres 2022 geht das Umweltmanagement (bisher Teil des Da-Di-Werks) über in den Zweckverband Abfall- und Wertstoffeinsammlung für den Landkreis Darmstadt-Dieburg.
Grund für den Betriebsübergang ist eine Änderung im Steuerrecht, die auf europäische Rechtsprechung zurückzuführen ist. Danach sind Dienstleistungen, die öffentliche Unternehmen für andere öffentliche Unternehmen ausführen, künftig mit Umsatzsteuer zu belegen, soweit ein Wettbewerb mit privaten Unternehmen möglich wäre.

Das Da-Di-Werk betreibt im Landkreis Darmstadt-Dieburg fünf Kompostierungsanlagen, die beiden Wertstoffhöfe in Groß-Umstadt-Semd und Weiterstadt, sowie die Abfallgefäßvermietung. Außerdem übernimmt es für den ZAW die gesamte Verwaltung und die Geschäftsführung. Würden nun all diese Leistungen umsatzsteuerpflichtig, bedeutete dies für den Müllgebührenzahler eine zusätzliche Belastung von knapp 2 Mio. Euro jährlich.

Deswegen haben sich der Landkreis Darmstadt-Dieburg und der ZAW entschieden, den Betriebszweig Umweltmanagement des Da-Di-Werks im Zuge eines Betriebsübergangs gemäß § 613a BGB auf den ZAW zu übertragen. Das Da-Di-Werk Gebäudemanagement bleibt hiervon unberührt. „Ich freue mich, dass wir mit Hilfe dieser Regelung unserer Bürgerschaft erhebliche Mehrkosten im Gebührenbereich ersparen können“, so der ZAW-Vorstandsvorsitzende und Erste Kreisbeigeordnete und ZAW-Vorstandsvorsitzende Lutz Köhler.

Mit dem Betriebsübergang wird der ZAW nun Arbeitgeber für 81 Beschäftigte und Eigentümer der Kompostierungsanlagen, sowie des Verwaltungssitzes des ZAW in Messel. „Die Zusammenlegung unserer Kompetenzen schafft Synergien, schärft das Profil des ZAW und kommt so letztlich allen Menschen im Landkreis zugute“, sagen die Geschäftsführer des ZAW Dr. Armin Kehrer und Bernd Dewitz.

Ab 2025 keine gelben Tonnen mehr

Immer wieder wird im LaDaDi über die Gelben Säcke diskutiert. Bei der jüngsten Abfuhr sorgte ein Zettel des Entsorgungsunternehmens für Aufregung in der Bevölkerung. Es war ein Hinweis, dass die gelben Tonnen zukünftig nicht mehr geleert werden.

Dies nimmt der ZAW zum Anlass, wiederholt über die Regelungen zum Gelben Sack aufzuklären.

Bereits seit 1993 liegt die Entsorgung von Verpackungsabfällen ausschließlich in der Verantwortung der privaten Wirtschaft, z. B. Duales System Deutschland GmbH, Landbell AG. Schon beim Kauf eines Produktes wird die Einsammlung und Entsorgung über den Einkaufspreis bezahlt und ist somit auch nicht im Gebührenhaushalt des ZAW enthalten.

Der ZAW als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger ist kein Vertragspartner der Systembetreiber und hat keinen Einfluss auf die Vertragsgestaltung und Einsammelmodalitäten der Gelben Sack Abfuhr. Für die Einsammlung der Gelben Säcke im LaDaDi ist seit Anfang des Jahres die Firma RESO zuständig, die wiederum für bestimmte Kommunen die Firmen Knettenbrech + Gurdulic sowie Remondis als Subunternehmen einsetzt. Auftraggeber der Firma RESO ist das Duale System Deutschland GmbH, das zurzeit für den LaDaDi als Systemführer für alle dualen Systeme fungiert.

Die derzeitige Auftragsvergabe durch die dualen Systeme läuft bis Ende 2024. Bis dahin erfolgt die Abfuhr von Leichtverpackungen über den Gelben Sack.

Eigeninitiativ angeschaffte gelbe Tonnen dürfen gern weiterhin als Zwischenlager für die Gelben Säcke genutzt werden. An den Abfuhrtagen müssen die Gelben Säcke aber entnommen und bereitgestellt werden. Dies hat versicherungsrechtliche Gründe.

Werden privat angeschaffte Gefäße durch den Entsorger bei der Abfuhr beschädigt, so greift hier das Privatrecht und der Entsorger müsste in jedem Fall die Tonne erstatten. Aus diesem Grund wird das Entsorgungsunternehmen keine gelben Tonnen mehr leeren. Die Gelben Säcke werden seit Beginn des Jahres ganzjährig alle 14 Tage abgeholt. (ladadi)

Tipp der Redaktion: die gelben Tonnen künftig als Wasserspeicher für Regenwasser verwenden! Mit dem gesammelten Wasser können im Sommer durstige Bäume an der Straße gewässert werden, dies wird immer stärker notwendig!

April 2021 - LaDaDi: illegale Müllablagerungen melden

ZAW-Abfall-App mit Meldefunktion für illegale Ablagerungen ausgestattet

Die Sonne lacht und die Menschen zieht es in die freie Natur. Leider bleiben dabei immer wieder unschöne Abfallhaufen auf Waldparkplätzen oder Feldwegen zurück. Für solche Hinterlassenschaften hält die ZAW-App jetzt eine spezielle Funktion bereit, mit der illegale Müllablagerungen gemeldet werden können. Hier kann eingetragen werden, welche Art von Abfall gefunden wurde. Damit die Stelle der Ablagerung gut zu finden ist, können die GPS-Daten hinzugefügt werden – dann noch schnell ein Foto vom Müllhaufen schießen und an den ZAW senden.

Die ZAW-Abfall App steht im Playstore (Android) und im App Store (iOs) kostenlos zum Download bereit. Die App enthält zudem einen Abfallkalender, erinnert an Entsorgungstermine und kennt die Standorte und Öffnungszeiten der nächsten Recyclinghöfe.

„Liegt erst einmal Abfall an einer bestimmten Stelle, kommt schnell noch mehr hinzu. Anscheinend sinkt die Hemmschwelle, den eigenen Abfall dazu zu werfen, mit zunehmender Abfallmenge“, berichtet Christine Funck, Abfallberaterin und Sachbearbeiterin für illegale Müllablagerungen. „Die Meldungen, die beim ZAW eingehen, werden je nach Standort der illegalen Ablagerung, an die Bauhöfe der Städte und Gemeinden, an Hessen Mobil oder an die Autobahnmeistereien weitergegeben.“

„Für illegale Müllablagerungen gibt der ZAW jährlich über eine Million Euro aus, die nicht sein müssten, wenn alle ihren Abfall ordnungsgemäß entsorgen würden“, sagt Robert Ahrnt, Erster Kreisbeigeordneter und Umweltdezernent des LaDaDi. „Im Falle einer Anzeige drohen den Verursachern neben den Entsorgungskosten außerdem saftige Bußgelder.“

In diesem Zusammenhang weist Robert Ahrnt auch auf die Möglichkeit einer Umweltpatenschaft hin. Wer sich für Umwelt und Natur engagieren möchte, kann über seine Stadt- oder Gemeindeverwaltung eine Umweltpatenschaft beantragen. Umweltpaten werden mit Greifzangen, Warnwesten, Arbeitshandschuhen und Müllsäcken ausgestattet und sammeln den Abfall ein, der auf öffentlichen Wegen oder Plätzen herumliegt. Die Tätigkeit ist ehrenamtlich. Der eingesammelte Abfall wird dann bei den Bauhöfen abgegeben. Aus versicherungsrechtlichen Gründen ist jedoch eine Vereinbarung mit der jeweiligen Stadt- oder Gemeindeverwaltung notwendig. Fragen zu diesen Themen beantwortet Ihnen gerne Christine Funck vom ZAW unter der Rufnummer 06159 9160-144 oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (ladadi)

Kreis Bergstraße: Erstmalige Ersatzbaum-Option sehr gut angenommen / Land Hessen veröffentlicht Streuobstwiesenstrategie

Auch die seit vielen Jahren etablierte Obstbaumaktion der Bergsträßer Kreisverwaltung sieht sich mit den Auswirkungen des Klimawandels konfrontiert. Die zunehmend heißeren und trockenen Sommer stellen insbesondere Baumschulen vor die Herausforderung, ein ideales Wachstum der Obstbäume vor dem Verkauf an die Interessenten zu gewährleisten.