Umsetzung des Klimaschutzkonzepts schreitet voran: Sechste Nachhaltigkeitsbeiratskonferenz fand digital statt / Klimaschutzmanagement des Kreises Bergstraße informiert über Umsetzung der Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept

Was gibt es Neues in den Bereichen Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Kreis Bergstraße? Welche Maßnahmen des Integrierten Klimaschutzkonzeptes wurden bereits umgesetzt? Und wie können Hauseigentümerinnen und -eigentümer erneuerbare Energien und Denkmalschutz in Einklang bringen? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich jüngst der Bergsträßer Nachhaltigkeitsbeirat in seiner sechsten Konferenz. Rund 30 Mitglieder konnten Landrat Christian Engelhardt und Klimaschutzmanager Reiner Pfuhl beim digitalen Treffen begrüßen.

Bei seiner Jubiläumsveranstaltung am 1. Juli 2022 zog der Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB) gemeinsam mit Gästen aus Politik und Abfallwirtschaft ein Résumé der vergangenen 20 Jahre – und warf einen Blick in die Zukunft. Am Sonntag, 3. Juli öffnet der ZAKB mit einem Tag der offenen Tür in Hüttenfeld seine Tore für Bürgerinnen und Bürger.

Wasserstoff - der Treibstoff der Zukunft?

Wie sieht der Verkehr der Zukunft aus? Und welche Chancen bietet die Mobilitätswende im Transport- und Schwerlastenverkehr? Fahren Autos und LKWs in Zukunft batterieelektrisch oder basiert der Antrieb der Zukunft doch auf Wasserstoff? Über diese und weitere Fragen tauschten sich die Mitglieder des Energieeffizienznetzwerks ETA*-Plus Südhessen während ihres jüngsten Netzwerktreffens beim Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB) in Lampertheim aus. Auf den Seiten des Kreises Bergstraße lesen Sie mehr zum Thema.

Viele Bio-Produkte wie Cremes, Soßen und Pasten, z.B. von Demeter Dennree oder Rapunzel, sind in Schraubgläsern verpackt. Das ist sinnvoll. Schraubgläser sind sehr nachhaltig, denn man kann sie später weiterverwenden, um eigene Lebensmittel aufzubewahren oder einzukochen. Dazu muß jedoch das ursprüngliche Etikett entfernt werden, und hier beginnen die Schwierigkeiten. Die Etiketten von Tomatenmark, Peperonicreme etc. gehen beim Spülen nicht ab, nicht mal mit dem Stahlschwamm. Also habe ich zwei Optionen: das Glas wegwerfen = zusätzlicher Müll durch ein hochwertiges, mit hohem Energieeinsatz hergestelltes Verpackungsmaterial. Oder Etikettenlöser? = unnötiger Chemikalieneinsatz.

Reichenbacher Vogelschützer bitten wieder um Unterstützung bei der Schwalben - und Mauersegler-Zählung

Rauchschwalben, Mehlschwalben sowie die Mauersegler kehrten aus den südlichen Ländern zurück. Nun beginnt wieder die „Arbeit des Schwalbenbeauftragten bei den Reichenbacher Vogelschützern. So allzu groß ist diese „Arbeit“ - das Zählen der belegten Nester bei den Schwalben und den Nistplätzen der Mauersegler unter den Dachziegeln - aber nicht mehr, wie Karlheinz Peter beklagt. Trotzdem hoffen die Vogelschützer in diesem Jahr mindetens die Nestbelegungen des Vorjahres zu erreichen. Mauersegler und Mehlschwalbe sind auf der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands erschienen. Zwar stehen sie bis jetzt „nur“ auf der Vorwarnliste, doch auch dies ist mehr als besorgniserregend. Und wieder ist es natürlich der Mensch, der die Bestände so drastisch reduziert. Zwar hierbei nicht durch Einschnitte in die Natur, sondern durch ein erbarmungsloses Gemetzel, wie es Alexander Heyd vom Bonner Komitee gegen den Vogelmord beschreibt. Bis Ende Mai spielt sich laut Heyd in den Mittelmeerländern eine Tiertragödie ab, über 100 Millionen Vögel landen in Privatküchen und Feinschmecker-Lokalen. Und das Schlimmste ist, dass diese furchtbare Tierquälerei auch noch legal ist.

Landrat Klaus Peter Schellhaas mit Mitgliedern der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. des Kreisverbandes für die Stadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg

Die Rotbuche (lateinischer Name Fagus sylvatica L.) ist der Baum des Jahres 2022. Diese Baumart gibt es seit mehr als 6.000 Jahren in den europäischen Wäldern. Ursprünglich gewachsen in Griechenland und Süditalien hat sie sich im Laufe der Jahrtausende immer weiter gen Norden ausgebreitet.

Die Gartenakademie ruft auf:

Am 1. Mai ist wieder „Mähfreiertag“! Starten Sie mit uns in den Mähfreien Mai - die Mitmach-Aktionen der Gartenakademie RLP und der DGG 1822 e. V. Der Frühling hält endlich Einzug, der Rasen beginnt zu wachsen und die Gartenakademie RLP und die Deutschen Gartenbaugesellschaft (DGG) 1822 e.V. rufen wieder auf zum Mähfreien Mai“ und Jede Blüte zählt!“

Der Mai bildet die Brücke zur Sommerzeit, in der das Gras zu sprießen beginnt und spätestens jetzt traditionell die Mähsaison eingeläutet wird. Dies ist von alt her in unserer Psyche verankert, genauso wie der berühmte Pfälzer Ausspruch: „Am Samschdag werd die Gass‘ gekehrt!“ Da mag sich der Aufruf, im Mai nicht zu mähen, geradezu revolutionär anfühlen. Mit dem „Mähfreien Mai“ laden wir Sie dazu ein, Ihren Garten in einen Hort der Vielfalt zu verwandeln- indem Sie einfach Nichts tun! Lehnen Sie sich zurück und lassen den Rasenmäher in der Gartenlaube stehen.

Nicht die Korken knallen lassen wird die Lautertaler Kork-Initiative, die seit 30 Jahren Korken in der Odenwaldgemeinde der Wiederverwendung zuführt. Die Anfrage einer Konfirmandengruppe 1992 aus Auerbach, ob man in Reichenbach eine Sammelaktion zugunsten des Epilepsiezentrums der Diakonie Kork in Kehl-Kork unterstützen könne, bedeutete den Beginn der bis heute andauernden Sammelaktion von Korken in Lautertal. Die damalige Firma Bohn im ehemaligen Konsum (heute Poststelle) an der Nibelungenstraße war gleich bereit, als Sammelpunkt Flaschenkorken entgegenzunehmen. Der damalige Ortsvorsteher Albrecht Kaffenberger unterstützte diese Aktion und brachte gleich sackweise Korken von seinem Urlaubshotel in Südtirol mit. Die Auerbacher Konfirmanden packten alle gesammelten Natur-Flaschenverschlüsse in einen Bus und überreichten sie in Kork. Nachdem die Sammelaktion so erfolgreich war, entschloss man sich in Reichenbach weiterzusammeln. Zunächst gab es Annahmestellen nur in Reichenbach. Interessenten aus anderen Ortsteilen boten sich an, ebenfalls Kork anzunehmen. Fast alle sind jetzt nach 30 Jahren noch dabei.

Allein für die Verpackung von Obst und Gemüse produziert die Lebensmittelindustrie in Deutschland jährlich 66.000 Tonnen Plastikabfall - beispielsweise für Spargelzucht in der Vorsaison. Hinzu kommen noch unzählige Tübchen, Tiegelchen und Sprühdosen für Kosmetika und Haushaltsreinigung. Diese lassen sich leicht vermeiden: mit nur fünf Mitteln wie Essig, Natron, Soda, Zitronensäure und Schmierseife läßt sich das ganze Haus putzen!

Der ZAW brachte 2022 im Plastikfastenkalender 40 Tipps zum Thema, die leider inzwischen nicht mehr online sind.

Deshalb habe ich für Sie die wichtigsten Inhalte kopiert sowie weiteres ergänzt. Der ZAW ist der Zweckverband Abfall- und Wertstoffeinsammlung für den Landkreis Darmstadt-Dieburg. Es ist sehr schade, daß der Plastikfastenkalender nach 40 Tagen (an Ostern 2022) abgeschaltet wurde, denn er enthielt unzählige wertvolle Tipps und Informationen sowie eine ganze Reihe weiterführender Links.

Alle vier Jahre ist Hauptflugjahr des Waldmaikäfers im Hessischen Ried. Experten sagen 2022 starken Maikäferflug voraus.

Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA) führt seit 2009 im Auftrag von HessenForst im Hessischen Ried Probegrabungen zur Ermittlung der Engerlingsdichte jeweils in dem Jahr vor einem Hauptflugjahr durch. Die Ergebnisse aus 2021 haben ergeben, dass sich die Population von Süden langsam nach Norden bewegt. So ist im Bereich um Darmstadt, Groß-Gerau und südwestlich des Frankfurter Flughafens dieses Jahr mit einem starken Maikäferflug zu rechnen. Die Kühkopfaue und der Bereich um Weiterstadt sind inzwischen weniger betroffen. Die Forstämter bereiten sich darauf vor, bei lokalen Massenflügen zusammen mit den zuständigen Behörden im Bedarfsfall notwendige Maßnahmen einzuleiten, wie z.B. die kurzfristige Sperrung von Straßen.

Das Forstamt Lampertheim ist auch für den Lautertaler Kommunalwald zuständig. Hier ist der Bericht für das Jahr 2022, wie er der Gemeinde Lautertal zur Verfügung gestellt wurde:

Die letzten Sturmereignisse haben die Waldschutzsituation in Hessen, auch im betreuten Wald, erneut verschärft. Die Herausforderung besteht in der räumlichen Verteilung der Einzel- und Nesterwürfe sowie der verbleibenden Zeit bis zum Schwärmflug der Borkenkäfer. Es kommt also sehr darauf an, schützenswerte Nadelholzbeständen zu identifizieren, zu priorisieren und die vorhandenen Ressourcen effizient und effektiv einzusetzen. Ein zügiges und konzentriertes Vorgehen ist hierbei entscheidend, denn durch ungünstige Witterung wie Nässe oder durch sich schon jetzt andeutende Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und damit einhergehenden stark gestiegenen Treibstoffkosten und ersten Personalengpässen bei Transportunternehmen kann es schnell zu Störungen bei Aufarbeitung, Rückung oder Transport kommen.

Farbreste, Schmutzwasser oder Chemikalien gehören nicht in den Straßengully: Sogenannte „Fehleinleitungen“ belasten Kanäle und Gewässer im KMB-Verbandsgebiet

Der KMB macht auf die unterschiedlichen Entwässerungssysteme und ihre Bedeutung für unsere Umwelt aufmerksam. Bei turnusmäßigen Kanalinspektionen müssen die Mitarbeiter des KMB leider immer wieder feststellen, dass es Haushalte gibt, die verunreinigtes Wasser über den Straßenablauf („Gully“) vor ihren Grundstücken entsorgen. Häufig sind auch Farbreste zu finden, die vermutlich im Rahmen von Renovierungen übriggeblieben sind. Aus diesem Grund möchte der KMB auf das in vielen Straßen vorhandene Trennsystem und seine Bedeutung für die Umwelt aufmerksam machen: Die Straßenabläufe im Trennsystem sind an die Regenwasserkanalisation angeschlossen und leiten das Wasser ungefiltert direkt in Flüsse oder Bäche wie die Lauter / Winkelbach, die Meerbach, die Ziegelbach oder die Weschnitz. Wer aus Bequemlichkeit oder Unwissenheit Farbreste, Wischwasser oder andere chemische Substanzen über den Straßengully entsorgt, verschmutzt also ganz unmittelbar die natürlichen Gewässer und bringt sie aus dem ökologischen Gleichgewicht. Und das kann teuer werden: Fehlerhafte Einleitungen wie diese entsprechen nicht der Entwässerungssatzung und werden mit einer Ordnungswidrigkeit von bis zu 10.000 Euro geahndet. Schmutziges Putzwasser entsorgt man also besser über seine Abflüsse im Haus, die über den Schmutzwasserkanal an die Kläranlage angeschlossen sind.