Noch heute können Klimamodelle aufgrund zu schwacher Rechenleistung nicht genau genug berechnet werden. Dies versuchte bereits in den 1920er Jahren - vor Erfindung der modernen Elektronenhirne - der Mathematiker Lewis Richardson. Er wollte die seit 1895 nicht gelösten Gleichungen aus Svante Arrhenius‘ Klimamodell mit Hilfe von Menschen lösen und  dazu eine große Zahl Menschen in ein Amphitheater setzen, deren jeder einzelne einen Teil dieser Gleichungen berechnen sollte, koordiniert durch einen Dirigenten.

ZAW-Abfall-App mit Meldefunktion für illegale Ablagerungen ausgestattet

Die Sonne lacht und die Menschen zieht es in die freie Natur. Leider bleiben dabei immer wieder unschöne Abfallhaufen auf Waldparkplätzen oder Feldwegen zurück. Für solche Hinterlassenschaften hält die ZAW-App jetzt eine spezielle Funktion bereit, mit der illegale Müllablagerungen gemeldet werden können.

Darmstadt-Dieburg – Ökomodell-Region Süd – hinter diesem Projekttitel verbirgt sich eine Fläche von der Mainspitze bis zum Neckar, vom Ried bis zur Burg Breuberg. Die Region Süd, eine der größten Modellregionen im Ökomodell-Land Hessen, wurde bereits 2019 vom Hessischen Umweltministerium anerkannt. Jetzt, 2021 hat sich dem Gebiet um Darmstadt-Dieburg, dem Odenwaldkreis, der Stadt Darmstadt und dem Kreis Groß-Gerau noch der Kreis Bergstraße angeschlossen. Zwei Jahre hat das bis dato eingesetzte Projektteam aus drei Köpfen bereits Arbeit und Ideen in das Projekt gesteckt. Sieben Projektgruppen haben dem Konstrukt ein Profil gegeben und viele Menschen aus der gesamten Region haben an der Ökomodell-Region mitgearbeitet. Allen voran sind es aber die Landwirte und Erzeuger, die schließlich dafür sorgen, dass bio-regionale Lebensmittel auf die Teller der Menschen rund um Darmstadt und Umgebung kommen.

Werde auch du Klimaheldin und Klimaheld: Klima-App geht an den Start

Das Thema Klima ist eines der gesellschaftlichen Themen, das in den zurückliegenden Jahren immer mehr in den Fokus gerückt ist. Begriffe wie Klimakatastrophe, Klimakrise und Klimanotstand sind in aller Munde. Junge Menschen gehen für das Klima auf die Straße, um aufzurütteln, um klar zu machen, dass es kurz nach 12 ist und um auch zu verdeutlichen, dass jetzt gehandelt werden muss, um das Klima zu schützen.

Bundesförderung für effiziente Gebäude ist am 1. Januar mit Einzelmaßnahmen gestartet / Energieagentur Bergstraße hat Übersichtstabellen aktualisiert / Förderungen für Wohngebäude im Kreis Bergstraße aufgelistet

Mit dem Start der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) am 1. Januar 2021 haben sich die Angebote für den Bereich energetische Sanierung grundlegend geändert. Einen Überblick über alle Fördermöglichkeiten für Energiesparmaßnahmen sowohl für Bestandsgebäude als auch Neubauten im Kreis Bergstraße bieten die Fördertabellen der Energieagentur Bergstraße, einem Fachbereich der Wirtschaftsregion Bergstraße / Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH (WFB).

Klimaschutz fängt bei jedem und vor Ort an!

Darmstadt-Dieburg – Mit dem Klimasparbuch Darmstadt-Dieburg knüpft der LaDaDi an die langjährigen Klimaschutzaktivitäten des Kreises an, um den Menschen einfache Tipps und Anregungen an die Hand zu geben, wie sie einen nachhaltigen Lebensstil in der Region umsetzen können. Denn obwohl Klimaschutz eine globale Aufgabe ist, können wir alle unseren Teil dazu beitragen.

Manchmal entdeckt man kuriose Zusammenhänge: so findet sich im Artikel "Goldgräberpflanzen" von Joseph Scheppach (Natur Sonderheft "Überlebenskünstler" 2021, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, Infos: www.wissenschaft.de) Interessantes zum Phytomining.

Phytomining bedeutet: Gewinnung von Metallen aus der Erde mittels Pflanzen. Germanium etwa wird für Glasfaserkabel benötigt. 2000 Euro kostet das Kilogramm derzeit. Abgebaut wird es derzeit um Freiberg im klassischen Bergbau. Der Geoökologe der Bergakademie Freiberg Oliver Wiche probiert einen anderen Weg, um an das begehrte Germanium - und andere Metalle, Halbmetalle und Seltene Erden - zu kommen: mit Rapsfeldern.

"Wenn der Germaniumanteil zehn Milligramm pro Kilogramm betragen würde, wäre der Ertrag der Energiepflanzen aus Deutschland ähnlich hoch wie die Fördermenge des klassischen Bergbaus in China" zitiert Scheppach den Geoökologen Wiche.

Seit der Energiewende wird Wasserstoff als Energieträger heiß gehandelt. Manche meinen gar, Wasserstoff sei das Erdöl von morgen. Deswegen hat der Bund ein Förderprogramm mit Wasserstoffmodellregionen ins Leben gerufen, um den Einsatz von Technologie zur Nutzung von Wasserstoff zu fördern. Im Rahmen des Förderprogramms HYLAND gibt es deutschlandweit insgesamt 25 Modellregionen, drei davon in der Kategorie „HyPerformer“, die sich mit der Umsetzung von Wasserstoffprojekten beschäftigt. Eine dieser drei Modellregionen ist die Metropolregion Rhein-Neckar, zu der auch der Kreis Bergstraße gehört.

Zuschlag für Glasfaserausbau im LaDaDi geht an die ENTEGA und die Firma Klenk & Sohn

„Ausbau der weißen Flecken“: Die PEB Breitband GmbH & Co KG, eine Beteiligungsgesellschaft der ENTEGA Medianet und der Firma Klenk & Sohn aus Modautal/Asbach, hat den Zuschlag zum Glaserfaserausbau im LaDaDi erhalten. Nach einem einjährigen Vergabeverfahren kann nun im ersten Quartal 2021 mit dem Ausbau der Glasfaser begonnen werden.

Bis Ende 2022 soll der Glasfaserausbau abgeschlossen sein. Das Auftragsvolumen beträgt 19,9 Millionen Euro. 50 Prozent der Kosten übernimmt der Bund, 40 Prozent kommen aus dem hessischen Digitalministerium und 10 Prozent trägt der Zweckverband NGA-Netz Darmstadt-Dieburg.

Bauliche Umsetzung durch Firma Klenk & Sohn Die Firma Klenk & Sohn aus Modautal/Asbach wird die Glasfaser verbauen, die ENTEGA Medianet wird das Netz betreiben. „Wir werden zu Beginn des neuen Jahres mit den Tiefbauarbeiten starten können. Als erstes werden wir mit dem Ausbau der Glasfaser an den Schulen, den Standorten der Volkshochschule sowie dem Klinikstandort in Groß-Umstadt beginnen. Nachdem wir bereits den Breitbandausbau für mehr als 81.000 LaDaDi-Adressen umsetzen durften, freuen wir uns, dass wir nun dazu beitragen können, die weißen Flecken im Kreis zu schließen“, erläutert Udo Klenk, Geschäftsführer der Firma Klenk & Sohn.

„Wir werden rund 500 Kilometer Glasfaser verbauen“

Auch die ENTEGA Medianet freut sich über den Zuschlag, die bereits an anderer Stelle im Kreis und der Region tätig ist, um den Glasfaserausbau weiter voran zu treiben. Unter dem Motto „Gemeinsam für Südhessen: Zukunftsprojekt Glasfaser“ werden derzeit auch an weiteren Stellen im Kreis FTTH-Glasfasernetze („Fiber To The Home“ – Glasfaser bis ins Haus) ausgebaut, berichtet der Thomas Schmidt, Geschäftsführer der ENTEGA Medianet. Oberste Priorität haben die Schulstandorte und die Kreisklinik Rund 1000 weiße Flecken gibt es im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Das sind Punkte im Kreis, die keine gute oder gar keine Internetbandbreite haben.

Darüber hinaus werden weitere 3400 Adressen entlang der Tiefbautrassen mit einer Glasfaserinfrastruktur versorgt. Anhand einer Analyse hat man die Adressen, die schlecht bis gar nicht versorgt sind, herausgefunden. Zu allererst sollen die Schul- und VHS-Standorte sowie die Kreisklinik in Groß-Umstadt mit Glasfaser versorgt werden. „Eine schnelle und stabile Internetverbindung ist sehr wichtig für die Menschen und Unternehmen. Das hat sich ganz deutlich gezeigt, als das Land im März dieses Jahres in den ersten Lockdown gegangen ist und viele Menschen von zu Hause arbeiten mussten und die Kinder und Jugendlichen im Home-Schooling waren“, so Landrat Klaus Peter Schellhaas. „Wir haben in den zurückliegenden Jahren das Breitbandnetz im LaDaDi ausgebaut und ich freue mich sehr, dass wir nun die noch bestehenden weißen Lücken schließen können. Damit werden auch die Menschen mit einer guten Internetbandbreite versorgt, die bisher nicht vom Breitbandausbau profitiert haben. Gemeinsam, nachhaltig in der Region und für die Region – das war und ist allen Beteiligten wichtig und auch jetzt gelingt uns das mit dem Ausbau der Glasfaser. Ich finde es toll, dass die Auftragnehmer aus der Region kommen“, fügt Schellhaas an, der seit Jahren den Ausbau des schnellen Internets forciert. as

Lösungen für Post-EEG-Anlagen, die nach 20 Jahren aus der Förderung herausfallen

Die GGEW AG bietet Lösungen für Photovoltaik-Anlagen, die nach 20 Jahren aus der EEG-Förderung herausfallen. „Die Betreiber dieser Anlagen sind Vorreiter des Klimaschutzes und der dezentralen Erzeugung. Daher möchten wir sie weiterhin auf ihrem Weg unterstützen“, erklärt Carsten Hoffmann, Vorstand GGEW AG. Die Stromerzeugung aus Sonnenenergie spielt eine zentrale Rolle für die Energiewende und die Erreichung der Klimaziele. Dafür ist ein weiterer Ausbau der Photovoltaik notwendig, aber auch der Weiterbetrieb von älteren Anlagen leistet hierfür einen wertvollen Beitrag.

Zum 31.12.2020 endet der Förderzeitraum nach dem EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz), also die Vergütung der kompletten Einspeisung der PV-Anlagen, die im Jahr 2000 oder früher in Betrieb genommen wurden. Die Anlagenbetreiber stehen daher vor der Frage, wie sie ihre Dachmodule weiterbetreiben können.

Auf Basis des aktuellen Gesetzesentwurfs gibt es hierfür zwei alternative Möglichkeiten. Zum einen die Fortführung der Volleinspeisung und Abrechnung mit dem Netzbetreiber (sogenannte Auffangförderung). Für den eingespeisten Strom erhalten die Anlagenbetreiber vom Netzbetreiber den Jahresmarktwert des Stromes abzüglich der Vermarktungskosten. Zum anderen hat die GGEW AG ein neues Produkt aufgesetzt zur Umrüstung der Anlagen auf Eigenverbrauch und der Abnahme des Überschussstromes. „Die Umrüstung von der bestehenden Volleinspeisung auf Eigenverbrauch kann für den Kunden eine ökonomisch sinnvolle Variante sein“, betont Anja Schmitt aus dem Bereich Unternehmensentwicklung der GGEW AG. Der Energiedienstleister bietet für die bei Umbau auf Eigenverbrauch notwendigen Anpassungen eine Umrüstpauschale an. Die Stromerzeugung aus der PV-Anlage, die nicht vor Ort verbraucht werden kann, bekommt der Kunde von der GGEW mit 4 Cent pro Kilowattstunde vergütet. Voraussetzung dafür ist der Abschluss eines Stromvertrages mit der GGEW für den verbleibenden Strombedarf des Haushaltes, sollte dieser nicht schon vorhanden sein. Wer auch hier auf Regionalität und Solarenergie setzen möchte, kann sich für den Regionalstromtarif („Bergsträßer Sonnenpower“) entscheiden.

Noch hat der Gesetzgeber die EEG-Novelle nicht verabschiedet. Deshalb sind die finalen Regelungen, die für die PV-Anlagen gelten werden, deren Förderung Ende 2020 ausläuft, noch offen.

„Die Anlagenbetreiber können sich gerne an uns, ob als Netzbetreiber oder Direktvermarkter, wenden – wir stehen ihnen als Partner zur Seite“, so Anja Schmitt. Alle PV-Anlagenbetreiber, die im GGEW-Netzgebiet vom Ende des Förderzeitraums betroffen sind, werden von der GGEW postalisch informiert.

www.ggew.de

Windkraftanlagen: warum jetzt alte Anlagen verschrottet werden und wie es auf der Neutscher Höhe aussieht

Auf der Neutscher Höhe zwischen Ober-Beerbach und Neutsch drehen sich seit Mitte der neunziger Jahre drei Windräder vom Typ Tacke TW 600.
Ende 2020 sollen insgesamt etwa 6000 Anlagen der alten Generation stillgelegt werden. Ihr Betrieb ist nicht mehr rentabel, zum einen entfallen die bisher garantierten Abnahmepreise, zum anderen sind die Altanlagen bei weitem nicht so effizient wie moderne Anlagen und müßten den aktuellen gesetzlichen Vorgaben entsprechend teuer aufgerüstet werden.

Die Neutscher Alträder wurden durch die Odenwaldwind Gesellschaft für regenerative Energie (Neutscher Betreibergemeinschaft aus 38 Teilhabern, odenwaldwind.de) erbaut. Seit 2011 sind zwei wesentlich größere und leistungsfähigere Anlagen des Typs Repower MM92/2,0MW ans Netz gegangen. Eines der neu erbauten wurde durch ESM in Heppenheim erbaut, dessen Geschäftsführer Franz Mitsch 1994 die ersten Anlagen initiiert hatte. Das zweite neue Rad errichtete die Energiegenossenschaft Starkenburg (www.energiestark.de) mit 640 Mitgliedern. Unter dem Motto "Wer auf ein Windrad schaut, der soll auch den Nutzen haben" erzeugt diese Bürgergenossenschaft im ersten Quartal 2020 ein Plus von 49% bei Sonne, Wind und Biomasse.

Mit fünf Windkraftanlagen wird hier bei meist hervorragenden Windverhältnissen Strom für 2850 Haushalte erzeugt, das sind mehr als ganz Modautal hat.
In einem Mail-Gespräch mit dem Neutscher Betreiber von Odenwaldwind, Herrn Manfred Conrad, erfuhren wir:

unsere Windkraftanlagen auf der Neutscher Höhe werden nicht stillgelegt, sondern weiterbetrieben. Sie sollen uns weiterhin, wie auch in den vergangenen 26 Jahren, saubere Energie ins Stromnetz liefern.

Zur Rentabilität der drei Alträder ab Januar 2021 schreibt Herr Conrad:

Wie sich das ab 2021 gestalten wird ist noch nicht genau absehbar. Auf jeden Fall war der Presse zu entnehmen, dass unsere Regierung da etwas nachsteuern wird.
Technische Veränderungen oder neue Messeinrichtungen werden nicht benötigt. Wir wollen die Anlagen auf jeden Fall so lange wie möglich weiterbetreiben, auch wenn wir kleinere Verluste hinnehmen müssen.

Mehr zum Thema: Es gibt einige pfiffige Ideen...

Ausgediente Windkraftanlagen müssen entweder recycelt oder verschrottet werden. Das Verschrotten ist problematisch, denn zum einen fallen ab Januar 2021 gewaltige Mengen an Altteilen an, zum anderen sind die Rotorblätter sind Sondermüll. Diese bestehen aus faserverstärkten Kunststoffen, beim Zerlegen entstehen lungengängige Stäube und das Verbundmaterial kann Verbrennungsanlagen stören und blockieren. Inzwischen weigern sich zahlreiche Spezialfirmen, diese Teile anzunehmen. Recycling im Sinne von Wiederverwerten ist ebenfalls problematisch, denn das Recyclat hat wesentlich schlechtere Eigenschaften. In der Baubranche werden recycelte Baustoffe nicht gern verwendet.

Das Umweltbundesamt (UBA) rechnet laut aktueller Studie mit mehr als vier Millionen Tonnen Windenergieanlagen-Schrott, der allein im Jahr 2021 anfällt.

Die Lösung des Problems ist der Export der ausgedienten Windräder: sie sind für Abnehmer im Ausland, vor allem in Afrika, Südamerika und Asien viel günstiger als Neuanlagen. Deutsche Anlagen sind durchgehend gewartet und können leicht an lokale Netze angeschlossen werden. Somit entsteht eine Win-Win-Situation, denn ins Ausland verkaufte Anlagen fallen in Deutschland nicht zur kostenintensiven Verschrottung an.
Auf dem Internetportal für gebrauchte Windkraftanlagen wind-turbine.com können Betreiber, die vor dem Ablauf ihrer Anlage stehen, sich informieren. Das Portal arbeitet mit 190 Ländern zusammen.

Eine zweite Lösung ist die Zweitverwendung in Beton. Alte GFK-Rotorblätter werden geschreddert und zu Fluff verarbeitet, der an Zementwerke verkauft wird. Jedoch muß hierfür die Akzeptanz in der Baubranche noch wachsen.

2014 besuchte Wirtschaftsminister Al-Wazir die neutscher Höhe - Bericht siehe hier: https://www.energiestark.de/wirtschaftsminister-al-wazir-besucht-windpark-neutscher-hoehe-vorbildliche-beteiligung-der-buerger-an-der-energiewende/

EEG-Novelle 2021 - Erläuterungen hier: https://www.deutschlandfunk.de/eeg-novelle-2021-was-bringt-die-reform-des-erneuerbare.2897.de.html?dram:article_id=487868

und hier: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2020/09/20200923-altmaier-eeg-novelle-2021-klares-zukunftssignal-fuer-mehr-klimaschutz-und-mehr-erneuerbare.html

http://www.3pep.de/projekte/windpark-neutscher-hoehe/

 

 

Als mobile Anlaufstelle ermöglicht das Umweltmobil den Bürgerinnen und Bürgern an über 80 Standorten eine wohnortnahe Entsorgung von „Sondermüll“. Auch 2021 ist das Umweltmobil im Auftrag des Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB) wieder unterwegs, um sogenannte gefährliche Abfälle wie Verdünner, Frostschutzmittel oder Lacke einzusammeln. Es hält an über 80 Standorten im ganzen Kreis Bergstraße. Für Privatpersonen ist die Abgabe der Chemikalien dort kostenlos.

Angenommen werden am Umweltmobil:

Düngemittel, Fotochemikalien (Fixierer, Entwickler), Haushaltsreiniger, Holzschutzmittel, Imprägniermittel, Insektenschutzmittel, Kalkentferner, Kosmetika, Laborchemikalien, Lacke und Lasuren (lösemittelhaltig), Leim- und Klebemittel, Lösungsmittel, Ölverschmutzte Betriebsmittel, Lampenkondensatoren, Pflanzenschutzmittel, Pinselreiniger, Rostschutzmittel, Quecksilberthermometer/-schalter, Säuren, Laugen, Spachtelmassen, Spraydosen, Verdünner und WC-Reiniger.

Die Gebindegröße darf 20 kg bzw. 20 l nicht überschreiten. Die maximale Anliefermenge beträgt 100 kg bzw. 100 l.

Alle Termine finden die Bürgerinnen und Bürger auf ihrem Abfallkalender, in der ZAKB-App oder unter https://www.zakb.de/leistungen/extra-leistungen/umweltmobil-gefaehrliche-abfaelle/umweltmobil-merkblatt-und-terminliste/?tx_zakb_pi%5Blocation%5D=15#c129

Lautertal, Dienstag, 02.03.2021    
13:00 - 14:00 Uhr    Elmshausen, Platz an der Feuerwehr, Im Heidenfeld 2
14:15 - 15:15 Uhr    Reichenbach, Felsenmeerparkplatz an der Beedenkirchener Straße (L 3098), nördl. Ortsausgang
15:30 - 16:00 Uhr    Beedenkirchen, Wanderparkplatz „An den Römersteinen“, am südl. Ortseingang, Reichenbacher Str.

Lautertal, Donnerstag, 17.06.2021    
14:00 - 14:30 Uhr    Lautern, Bushaltestelle „Kreuzweg“, östl. Ortsausgang Richtung Gadernheim, Hauptstr. 58
14:45 - 15:45 Uhr    Gadernheim, Bushaltestelle an der Raidelbacher Str. neben Sportplatz, Raidelbacher Str. 31-33        
16:00 - 16:30 Uhr    Schannenbach, Dorfgemeinschaftshaus, Krehbergstr. 503

Über den Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB)

Als kommunaler Entsorger sammelt, verwertet und beseitigt der ZAKB alle Abfälle aus privaten Haushalten im Kreis Bergstraße. Gemeinsam mit den beiden Tochtergesellschaften, der ZAKB Service GmbH und der ZAKB Energie und Dienstleistungs GmbH, beschäftigt er rund 230 Mitarbeiter/innen und betreibt zahlreiche eigene Anlagen an mehreren Standorten in der Region – von einem Abfallwirtschaftszentrum über Wertstoffhöfe und Sammelstellen bis hin zu einem Energiepark. Durch die Nutzung von Sonne, Biomasse und Deponiegas versorgt der ZAKB jährlich mehrere hundert Haushalte mit Wärme und Strom aus erneuerbaren Energieträgern. So leistet der Zweckverband einen Beitrag zur Energiewende im Kreis Bergstraße.

 

Abfallmengenbilanz: LaDaDi behauptet hessenweit Spitzenposition im Restmüllbereich

„Die Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises Darmstadt-Dieburg haben die Mülltrennung gut im Griff“, freut sich Robert Ahrnt, Umweltdezernent und Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Darmstadt Dieburg. So kam im Hessenvergleich im Landkreis Darmstadt-Dieburg die geringste Menge an Restmüll auf die Waage. Nur 71 kg Restmüll fielen pro Kopf im vergangenen Jahr 2019 an. Platz zwei belegte der Werra-Meißner-Kreis mit 92 kg und auf Platz drei lag der Wetteraukreis mit 93 kg. Hessenweit waren es durchschnittlich 148 kg Restmüll, die pro Kopf angefallen sind. Der größte Anteil am gesamten Abfallaufkommen des Landkreises entfiel mit 193 kg pro Nase auf den Bioabfall (Hessendurchschnitt = 134 kg pro Kopf), gefolgt von Verwertungsabfällen wie Holz oder Bauschutt mit 78 kg und Restmüll sowie Verpackungsabfällen von je 71 kg.

Nur eine gelingende Abfalltrennung garantiert weiterhin niedrige Gebühren

„Eine gute Abfalltrennung ist den meisten Menschen im Kreis sehr wichtig und das macht sich auch in den Entsorgungskosten bemerkbar“, so Robert Ahrnt. „Die thermische Verwertung einer Gewichtstonne Restmüll schlägt mit 230 Euro zu Buche, während die Kompostierung von Grünschnitt oder Bioabfall mit anschließender Verwertung nur rund 80 € pro Tonne kostet. Kreislaufwirtschaft zahlt sich aus.“

Dr. Armin Kehrer, Betriebsleiter des Da-Di-Werkes und ZAW-Geschäftsführer ergänzt: „Erwähnen möchte ich in diesem Zusammenhang, dass es keinen Sinn macht, aus Kostengründen Abfalltonnen oder Gelbe Säcke falsch zu befüllen oder Abfall illegal in der Landschaft zu entsorgen. Nur wenn die Abfälle richtig getrennt werden, können wir die Kosten auch künftig auf niedrigem Niveau halten. Plastiktüten oder sonstige Störstoffe aus dem Bioabfall heraus zu sortieren ist aufwändig und teuer. Außerdem gefährdet es die Qualität des Kompostes und der Erden, die aus dem Bioabfall entstehen sollen“, so Dr. Kehrer weiter. Auch, wenn viele Leute es gut meinen und zu sogenannten „Biokunststoffen“ greifen, können diese in den LaDaDi-Kompostierungsanlagen leider nicht verarbeitet werden.  (ladadi)