Der Schnee des letzten Winters (2013) hat alle geschafft. Wer hätte in Zeiten der Klimaerwärmung mit einem solchen Bilderbuchschnee gerechnet, wie ihn manch einer nur noch aus dem Märchen kennt?

Doch welche Lasten bürdete uns dieser Winter auf: eingestürzte Dächer, Staus und Unfälle, der Müll wurde nicht mehr abgeholt, das Streusalz ging vorzeitig zur Neige, wir fühlten uns eingeschränkt in unserer freien Beweglichkeit, mußten stundenlang Schnee schaufeln - kurz: alles war schrecklich.

Ihr kennt doch sicher die Köhlerstochter und Räuberbraut Bawweddsche, oder? Sie hat euch viel zu erzählen...

Bawweddsche meint dazu:

Also eins will ich Ihnen ja mal sagen: die Jahreszeiten sind auch nicht mehr das was sie mal waren! Im August gibts Schokonikoläuse, und im September stehen schon die ausgehöhlten Kürbisse vor den Türen...

Früher, als die Menschen noch ohne elektrischen Strom lebten, da wurde es früher dunkel. Jedenfalls kam es uns so vor. Die Häuser duckten sich in der Dämmerung, zogen die Schultern ein. Drinnen hockten die Menschen und gruselten sich, ließens sich aber zugleich auf der warmen Ofenbank gutgehen. Uns Räubern ging es nicht so gut!

Tourismus einst in seinen Anfängen: die „Fremdenpflege“ - bequeme Spazierwege und saubere Bettwäsche

In Österreich - hier Kärnten - unternahm man um 1900 große Anstrengungen, um die Gäste, die gern und immer stärker zur Erholung anreisten, zu versorgen.

Jede Sommerfrische die etwas auf sich hielt, sorgte mit dem Bau von Wasserleitungen (fließend warmes Wasser!) und Straßenbeleuchtung für den Komfort der Touristen. Die Verschönerungsvereine legten Spazierwege an, sprengten Felsen weg, damit sich „der zarte Damenfuß an keinem Steinchen stoße und steile Wege bequem genommen werden können“ (Cur-Zeitung vom Wörthersee 1897).
Straßen wurden im Sommer gegen Staubentwicklung mit Wasser gespritzt.

Gestatten: Silvana Odina, Römerin im Odenwald - tja: bis zum Frühjahr 2021 hätten Sie noch erfahren können was es mit der seltsamen Klobürste auf sich hat...

Die alten Römer sind ein unerschöpfliches Thema: kommen Sie mit auf Spurensuche nach jenen Menschen, die zu Beginn des letzten Jahrtausends im Odenwald lebten. Wer waren sie, wie lebten sie, und wie kamen sie mit der einheimischen Bevölkerung aus (und diese mit ihnen)? Ständig kommen neue Forschungsergebnisse dazu, deshalb lohnt es sich, immer wieder einmal auf diese Seite zu schauen!

Das Mühltal zwischen Ober-Ramstadt und Eberstadt

Die Modau entspringt auf der Neunkircher Höhe und fließt durch das Modautal und das Mühltal, bis sie bei Stockstadt in den Rhein mündet. Mitte des 18. Jahrhunderts gab es an der Modau 70 Wassermühlen zählen, da sie von der Quelle bis zur Mündung  über 300 Meter Gefälle hat. Die Modau brachte so genügend Wasserkraft für Getreidemühlen, Papiermühlen, Pulvermühlen und Ölmühlen.

Meine Prüfungsaufgabe zur Erlangung des Gästeführer-Zertifikats "Römer im Odenwald":

Sie gehen im römischen Dieburg zum Einkaufen. Welche exotischen Lebensmittel aus dem Mittelmeerraum oder anderen entfernten Gebieten des Römischen Reiches könnten Sie dort erwerben?

Nun, so folgen Sie mir in die römische Stadt MED... anno 135 n. Chr.!

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Gastronomische Situation anno 900-1300

Handelsreisende und andere Weggenossen wurden bis ins 10. Jahrhundert in den Städten unentgeltlich aufgenommen und verpflegt. Erst im 11. Jahrhundert entwickelten sich Gaststätten und Tavernen, wo man Speisen und Getränke kaufen konnte. Zu den neu entstehenden Herbergen mußte man seine eigene Verpflegung mitbringen.Um 1300 entstanden die bekannten drei Kategorien der Gastwirtshäuser: für Reisende zu Pferd, für Fuhrleute und für Fußvolk wie Pilger. Letztere mußten in Sälen mit bis zu 50 Betten übernachten, die Gaststube war der einzige beheizte Raum.Doch nur von den Durchreisenden konnten die neu entstandenen Gasthäuser nicht existieren: auch die einheimische Bevölkerung wurde gern gesehen, das Gasthaus entwickelte sich zum Kommunikationsplatz, wobei meist weder Glücksspiel noch Frauen zugelassen waren.